DE3321979A1 - Radfelge - Google Patents
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Description
UNIROYAL ENGLEBERT Reifen GmbH P134
Radfelge
Die Erfindung bezieht sich auf eine Radfelge für Fahrzeugluftreifen,
verwendbar für Sicherheits- und/oder Notlauf-Fahrzeugräder, wie sie im Oberbegriff des Anspruches 1 beschrieben worden ist.
Bei bekannten Radfelgen mit einem Tiefbett als Montagehilfe für den
Luftreifen ist die Felgenschulter mit einem axial innenliegenden
Anlagerand versehen, der als Sperre gegen das axiale Verschieben des Reifenwulstes dient.
Derartige Betriebszustände ergeben sich bei hoher Reifenbiegung, wenn
ein Fahrzeug mit überhöhter Geschwindigkeit beispielsweise eine enge Kurve durchfährt. Dabei verliert ein Luftreifen auf einer Tiefbettfelge
einen Teil seines Druckluftvolumens. Geschieht dies in Folge
mehrfach, kann sich ein nennenswerter Druckluftverlust einstellen, der zu frühzeitiger Zerstörung des Reifens führen kann. Für den Betriebszustand
eines möglichen Notlaufs bei luftarmem bzw. luftleerem Luftreifen
sind die bekannten Radfelgen mit Sicherheitsanlagerand nicht zu verwenden. Die andererseits bekannten Hilfsmittel für den eventuellen
Notlauf sind als Felgenzusatzteil zu aufwendig, baulich ungünstig
und stören bzw. erschweren den Zusammenbau mit dem Luftreifen. Um ein problemfreieres Zusammenbauen von Felge und Reifen zu ermöglichen,
ist ein Luftreifen mit auf der Felge drehbaren Reifenwülsten vorgeschlagen worden.
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an einer Radfelge, die
als Sicherheits- und/oder Notlaufradteil verwendbar ist.
M4
332Ί979
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Radfelge der eingangs beschriebenen
Gattung im Bereich des innenliegenden Anlagerandes zu einer verbesserten
Sicherheitsfelge auszubilden, wobei die Standardmaße für Felgenhorn
und -schulter beibehalten werden können. Die Radfelge soll für den Einsatz als Notlauffelge durch ein baulich einfaches zusätzliches
Felgenteil ergänzt werden9 das es erlaubt, daß die Radfelge einteilig
bzw. als fertige Baueinheit einteilig ausgebildet werden kann, die problemlos den Zusammenbau mit dem Reifen gestattet, über vergrößerte
Innenmaße für die Bremsen verfügt und einen verbesserten Notlauf er-
IQ laubt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Felgenbett
gegenüber der Felgenschulter kragenartig erhöht ausgebildet und mit
einer kappenartigen Notlaufstütze verbunden ist.
Bevorzugt bilden das kragenartige Felgenbett und die kappenartige Notlaufstütze
ein Teil. Eine derartige Radfelge ist baulich einfach und verhältnismäßig einfach herzustellen. Sie stellt in Form des Kragens
des Felgenbettes die notwendigen Anlageränder als Sperre gegen unerwünschte Wulstverschiebungen. Sie bildet ferner in Verbindung mit
Felgenschulter und -horn einen genügend großen Freiraum zum Einbauen des Reifens mit drehbaren Reifenwülsten. Dieses Kragenbett gewährleistet
außerdem, daß die Abrutschgefahr des Wulstes über das FeIgenhorn
hinaus nicht mehr gegeben ist.
Für den Fall des Notlaufbetriebszustandes ist zuverlässig gewährleistet
j daß der luftarme bzw. luftleere Reifen ausreichend gestützt auf der Notlauffläche aufliegt ohne daß wesentliche Relativbewegungen
zwischen Felge und Reifen vorhanden sind, und daß eine ausreichende Not!auffahrstrecke bewältigt werden kann.
Eine weitere Verbesserung in dieser Not!aufsituation wird dadurch erreicht,
daß die Radfelge zusätzlich eine sogenannte Noflaufrille erhalten
kann. Diese befindet sich im Bereich zwischen der Felgenschulter und dem Felgenbettkragen, ist flachkehlig ausgebildet und so bemessen,
M5
daß sich der bei Notlauf verdrehte Reifenwulst günstig auf der Felge
abstützen kann, ohne daß eine frühzeitige Zerstörung des Reifens bei Not!aufbewegung eintritt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
An Hand der Ausführungsbeispiele sind gezeigt in
Fig. 1 ein radialer Teil schnitt durch eine Radfelge mit abgesetztem
Kragenbett und Not!aufmantel,
10
Fig. 2 ein radialer Teilschnitt durch eine weitere Radfelge mit Kragenbett und Notlaufstütze,
Fig. 3 ein radialer Teil schnitt durch eine weitere einteilige Radfelge mit zylindrischer Notlaufkappe,
Fig. 4 ein radialer Teilschnitt durch eine Felge mit geneigter Reifenschulter,
Fig. 5 eine Einzelheit einer Radfelge mit Horn, Schulter und Kragenbett,
Fig. 6 eine Einzelheit einer Radfelge mit zusätzlicher
Notlaufrille,
25
25
Fig. 7 ein radialer Teilschnitt durch eine asymmetrische
Radfelge mit Notlaufstütze.
Die Radfelge 1 gemäß Fig. 1 besteht im wesentlichen aus der Felgenschulter
2, die zylindrisch, d.i. zur Radachse parallel verläuft, dem Felgenhorn 3 und dem Felgenbett 4. Dieses Felgenbett ist kragenartig
gegenüber der Reifenschulter erhöht ausgebildet. Die seitliche
Kragenwand ist mit 5 und die Kragenringfläche ist mit 6
bezeichnet.
M6
Sie bildet zugleich den abgesetzten übergang zum mantel artig ausgebildeten
Not!aufstützteil 7.
Die Radfelge ist einteilig ausgebildet, Horn und Schulter bilden die
Sitzfläche für den Reifenwulst. Der Kragen 5, 6 stellt eine Sperre in Form einer Anlageflä'che für den Reifenwulst dar für den Fall, daß er
unter der Wirkung großer Seitenkräfte axiale Verschiebung erleidet. Die Not!aufstütze ist baulich integriert in das Kragenbett einbezogen
und dient für den Fall des Notlaufs bei druckarmem bzw. druckleerem Luftreifen für dessen gesicherte Abstützung.
Die Radfelge ist geeignet für den Zusammenbau mit einem Luftreifen,
der über drehbare Reifenwülste verfügt. Der freie Felgensitzraum ist
mit 8, die Seitenwand ist mit 9 und die Stützfläche ist mit 10 bezeichnet.
Die Radfelge 11 gemäß Fig. 2 besteht im wesentlichen aus einer Felgenschulter
12, dem Felgenhorn 13 und einem Felgenkragenbett 14. Der
äußere Durchmesser 16 des Kragenbettes weist einen Wert zwischen FeI-gendurchmesser
FQ und Felgenhorndurchmesser H0 auf. Die Radfelge ist
mit einer Notlaufstütze 17 ausgestattet, die fest, jedoch lösbar mit dem Kragenbett verbunden ist. Die Stütze besteht aus einem Ring 18
und Steg 19. Die geneigten Seiten des Kragenbettes 14 sind mit 15 bezeichnet. Der Neigungsbereich beträgt 10° bis 60°, geneigt gegenüber
Kquatorebene x-x.
Die Radfelge 21 gemäß Fig. 3 weist ein zu einem Kegelring 24 erweitertes
Felgenbett auf, das in eine zu einem Zylinderring 27 erweiterte Not1 aufstütze übergeht. Die Ringseitenwände 25 sind in Richtung
zur Äquatorebene x-x stark geneigt ausgebildet.
Die Radfelge 31 gemäß Fig. 4 weist ähnlich Fig. 3 ein zu einem Kegel ring
34 umgebildetes Bett/Stützteil auf. Der kragenartige Anlagerand
35 ist Teil der seitlichen Wand des Bettes geworden. Die Seitenwand
übernimmt hierbei die Funktion der Sperre des Reifenwulstes bei dessen möglicher Axial bewegung. Die mantelartige Fläche 37 erfüllt für den
Fall des Notlaufs ihre Funktion als Reifenstütze.
M7
In Fig. 5 ist die Radfelge 40 in einem Teilbereich vergrößert dargestellt.
Das Felgenhorn 3 kann ein Standard-B-, C- oder J-Horn sein. Die Felgenschulter 2 ist nach Standard für den Sitz der Reifenwulst
ausgebildet. Die Neigung QC beträgt 5°. Das kragenartig ausgebildete Felgenbett 44 besteht aus unter Winkel S geneigt verlaufenden
seitlichen Wänden 45, von denen nur die linkseitige Wand gezeigt ist, und dem Ringteil 46. Letzteres bildet zugleich den
übergang zu einem integrierten Not!aufstützteil 47, von dem die
Stützfläche gezeigt ist. Diese Radfelge ist geeignet für die Aufnähme
eines Luftreifens mit drehbaren Reifenwülsten. Die Sperre
gegen axiales Verschieben des Reifenwulstes ist durch die Kragenwand 45 gegeben. Außerdem wird der Reifenwulst gegen ein Abrutschen
der Reifenwulst über das Felgenhorn hinweg auf der Radfelge gehalten. Im Falle eines eventuellen Notlaufs wird der Reifen von der Not-1
aufstütze getragen.
Eine weitere Verbesserung für den Notlauffall wird durch die in
Fig. 6 vergrößert dargestellte Radfelge (Ausschnitt) mit der für verbesserte Wulststützung vorgesehenen Not!aufrille 50 erzielt.
Diese befindet sich im Bereich zwischen Felgenschulter 2 und Kragenwand
45. Sie ist flachkehlig ausgebildet; die Tiefe 51 beträgt etwa 0,02 bis 0,25 Felgenhornhöhe Hr und die axiale Breite 52 beträgt
etwa 0,6 der ungekürzten FeIgenschulterbreite Ap. In einer
solchen Rille 50 wird ein Reifenwulst bei in Notlauf verdrehter Stellung im wesentlichen mit seinem Fersenteil günstig abgestützt.
Da die Reifeninnenfläche abgestützt auf der Not!aufstütze aufliegt
und keine wesentlichen Relativbewegungen zwischen Reifen und Felge
entstehen, ist bei Notlauf eine Schmierung nicht so zwingend notwendig wie bei bekannten Notlaufradsystemen.
Zur Verbesserung des Notlaufs können Horn und Notlaufrille und zusätzlich
auch die Stützfläche eine reibungsmindemde Schicht, z.B. Teflon, aufweisen.
M8
Die Radfelge 60 gemäß Fig. 7 ist asymmetrisch ausgebildet. Der linksseitige
Felgenteil 61 ist - was die Abmessungen der FeI genschulter-
und Felgenhorndurchmesser anbetrifft - größer als diejenigen des rechtseitigen Felgenteils 62. Sie dient dem verbesserten Einbau von
Felge und Luftreifen bei Größen, die die Montage für Notlaufräder
erschweren.
Prinzipielle Konstruktionsrichtlinien für die Radfelge nach der
Erfindung sind nachfolgend genannt.
Ausgegangen wird vom Felgendurchmesser FD und von der Felgenbreite M,
die für die Standardfelgenmaße festliegen.
Es kann betragen:
Felgenhornhöhe Hp Felgenhornbreite Bp
Felgenhornradius
FeI genschulterbreite Ap
FeI genschulterradius R5
FeIgenschul terradius R<-,
Notlaufstützenhöhe Stützflächenradius
Stützteil radius Rn
Kragenwandneigung ο
0,03 bis 0,07 χ FQ 0,5 bis 0,8 χ Hp
0,5 bis 0,7 χ Hp
1,3 bis 1,7 χ Hp 0,25 bis 0,5 χ Hp
0,25 bis 1,0 χ Hp
1,0 bis 4,0 χ Hp 1,0 bis 15,0 χ Μ 0,25 bis 1,2 χ Hp
2° bis 60°
FeIgenschulterneigung ^1 β
oder
Felgenschulter
Felgenschulter
positiv oder negativ kegel ringartig
zylindrisch
zylindrisch
M9
Bei einem AusfUhrungsbeispiel einer Radfelge für einen PKW Reifen
in der Ausführung der Felge nach Fig. 4 weist diese folgende Abmessungen auf:
| Felgenhornhohe HF | AF | = 14 mm |
| Felgenhornbreite Bp | = 11 mm | |
| FeI genschulternei gung | RS | 5° |
| Kragenwandneigung cf | Rs· | 30° |
| Felgenhornradius Rp | = 9 mm | |
| FeI genschulterbreite | 22 mm | |
| Stützenhöhe H5 | = 35 mm | |
| FeI genschulterradius | = 4.5 mm | |
| FeI genschulterradius | = 4.5 mm | |
| Stützteil radius RR | = 8.0 mm | |
| Stützflächenradius R.. | 320 mm | |
Die Radfelge nach der Erfindung ist geeignet für PKW- oder LKW-Fahrzeugräder
oder für Motorräder und evtl. andere Luftreifenräder.
-X-
MIO
AA - Leerseite -
Claims (15)
- UNIROYAL ENGLEBERT Reifen GmbH P134Radfelge
5Patentansprüche:ί ~i l.i Radfelge für Fahrzeugluftreifen, verwendbar für ein Sicher- ^—' heits-/Notlaufrads mit einem Felgenbett und beiderseits desselben angeordneten Felgenschultern, die jeweils in einen Felgenrand oder in ein Felgenhorn übergehen und im Bereich zwischen Felgenschulter und Felgenbett einen radial erhabenen Anlagerand gegen Verschieben des Reifenwulstes aufweist, dadurch gekennzeichnet daß das Felgenbett (4) gegenüber der Felgenschulter (2) kragenartig erhöht ausgebildet und mit einer im Querschnitt kappenartigen Notlaufstütze (7) verbunden ist, die im Außendurchmesser S« im Vergleich zum Felgenhorndurchmesser HQ gleich groß oder bis zur vierfachen Felgenhornhöhe Hp größer vorliegt. - 2. Radfelge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Wände (5) der kragenartigen Erhöhung unter einem Winkel im Bereich von 2° bis 60° gegenüber der Äquatorebene geneigt ausgebildet sind.
- 3„ Radfelge nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfläche (10) aer Notlaufstütze ringmantelartig ausgebildet ist.
- 4. Radfelge nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfläche (10) und die Seitenwände (5) des Kragenbettes (4) zu einer Baueinheit zusammengefaßt sind.Ml
- 5. Radfelge nach Anspruch 4 gekennzeichnet durch eine lösbare Baueinheit.
- 6. Radfelge nach Anspruch 4 gekennzeichnet durch einteilige Ausbildung.
- 7. Radfelge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Felgenschulter (2) zylindrisch ausgebildet ist.
- 8. Radfelge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Felgenschulter (12) positiv oder negativ gegenüber der Radachse geneigt ausgebildet ist.
- 9. Radfelge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfläche (10) im wesentlichen zylindrisch vorliegt.
- 10. Radfelge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfläche erhaben gewölbt vorliegt.
- 11. Radfelge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Felge eine Notlaufrille (50) aufweist, die axial innen zwischen Felgenschulter (2) und Seitenwand (5) der Kragenbettfelge vorliegt.M2
- 12. Radfelge nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Notlaufrille (50) eine radiale Tiefe (51) von 0,02 bis 0,25 Felgenhornhöhe und eine axiale Breite (52) von 0,3 bis 0,7 FeIgenschulterbreite aufweist, gemessen vom Felgendurchmesser und von der Felgenschulter axial innen.
- 13. Radfelge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Felge asymmetrisch ausgebildet ist, wobei eine Felgenschulter (61) gegenüber der anderen (62) im Felgendurchmesser unterschiedlich groß ausgebildet ist.
- 14. Radfelge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Felgenhorn und die Notlaufrille eine reibungsmindernde Schicht aufweisen.
- 15. Radfelge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Notlaufstützfläche eine reibungsmindernde Schicht aufweist.M3
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