DE3321752C2 - - Google Patents
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- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Spülgerät für Eimermelk
anlagen mit einem Arbeitsraum und einer während des Spülvor
ganges dauernd mit einer Unterdruckleitung in Verbindung
stehenden Unterdruckkammer, die durch ein mit einer Öffnung
versehenes Bauteil vom Arbeitsraum getrennt ist, wobei Spül
flüssigkeit aus einer Spülwanne durch an das Spülgerät ange
schlossene Melkzeuge in das oberhalb der Spülwanne ange
brachte, unter Unterdruck stehende Spülgerät eingesaugt wird,
in dem sich ein Schwimmer mit einem Schaltgestänge befindet,
das an seinem oberen Ende mit einem Dichtkörper versehen ist,
wobei nach teilweiser Auffüllung des Spülgerätes und dabei
aufsteigendem Schwimmer eine Lufteinströmöffnung geöffnet
wird, wodurch die in das Spülgerät eingesaugte Spülflüssig
keit unter dem Einfluß der Schwerkraft wieder in den Behäl
ter zurückfließt.
Ein derartiges Spülgerät ist beispielsweise bekannt aus der
DE-AS 10 76 991, wobei Auftriebskraft und Gewicht des Schwim
mers so ausgelegt werden müssen, daß die zum Öffnen der zur
Unterdruckleitung und zur Atmosphäre führenden Öffnungen er
forderlichen Kräfte aufgebracht werden. Diese Öffnungskräfte
sind proportional den Querschnitten der Öffnungen, so daß
letztere möglichst klein gehalten werden, um so auch den
Schwimmer und das Spülgerät mit geringen Baumaßen ausführen
zu können. Kleine Anschlußquerschnitte sind jedoch gleich
bedeutend mit geringer Strömungsgeschwindigkeit der Spülflüs
sigkeit, wodurch der Reinigungseffekt begrenzt wird. Ein
besserer Reinigungseffekt könnte bei den bekannten Spülge
räten zwar erzielt werden durch Vergrößerung der Öffnungs
querschnitte zur Unterdruckleitung und zur Atmosphäre um
ein Vielfaches. Jedoch würde dies zu einer entsprechend grö
ßeren Ausführung des Spülgerätes und damit zu einer uner
wünschten Verteuerung führen.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Spülgeräte ist die Ver
schmutzung des Spülgerätes selbst. Da sich das Spülgerät
funktionsbedingt nicht ganz mit der Reinigungsflüssigkeit
füllen kann, wird der obere Teil des Spülgerätes nicht mit
gespült. Durch den Anschluß an die Unterdruckleitung können
beim Absaugen der Luft schmutzbehaftete Flüssigkeitsteil
chen mitgerissen werden, die sich teilweise an dem nicht
mitgespülten Teil des Spülgerätes absetzen. Das Spülgerät
selbst muß dann nach dem Spülvorgang manuell gereinigt wer
den.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das bekannte
Spülgerät so zu verbessern, daß bei gleicher Baugröße eine
wesentlich erhöhte Strömungsgeschwindigkeit der Spülflüs
sigkeit und damit auch ein besserer Reinigungseffekt er
zielt wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Dichtkörper beim
Aufsteigen des Schwimmers die Öffnung verschließt und daß
das die Öffnung enthaltende Bauteil als Membrane ausgebildet
ist, die durch eine in der Unterdruckkammer angeordnete Fe
der in eine Position gedrückt wird, in der sie die in den
Arbeitsraum führende Lufteinströmöffnung verschließt.
Durch Verschließen der Öffnung in der Membrane wird die Ver
bindung des Arbeitsraumes zur Unterdruckleitung unterbro
chen, und der Unterdruck im Arbeitsraum wird durch die wei
terhin einströmende Spülflüssigkeit abgebaut. Der Differenz
druck zwischen Arbeitsraum und Unterdruckkammer wirkt auf
die gesamte Fläche der Membrane und führt zu deren Aufwärts
bewegung und damit zur Freigabe der Lufteinströmöffnung, wo
durch der Differenzdruck noch erhöht wird. Über den Dicht
körper, der ebenfalls durch Differenzdruck an der Membrane
haftet, und das Schaltgestänge wird der Schwimmer mit der
Membrane aufwärts bewegt, bis sich der Dichtkörper letzt
lich unter dem Einfluß der Gewichtskraft des Schwimmers
von der Membrane löst. Für das Öffnen und Schließen der
Öffnungen zur Unterdruckleitung und zur Atmosphäre steht
somit die gesamte von der Membrane aufgrund des Differenz
druckes erzeugte Kraft zur Verfügung, so daß die Öffnungen
großzügig bemessen werden können und der Schwimmer selbst
nur eine Steuerfunktion ausüben muß und daher mit äußerst
geringen Baumaßen ausgeführt werden kann. Durch die große
Turbulenz der mit hoher Strömungsgeschwindigkeit in den
Arbeitsraum des Spülgerätes einströmenden Spülflüssigkeit
wird auch der Arbeitsraum selbst gut gereinigt.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist in
der Unterdruckkammer ein Druckstift vorgesehen, gegen den
der Dichtkörper bei der Aufwärtsbewegung der Membrane ge
drückt wird und so die Gewichtskraft des am Dichtkörper zie
henden Schwimmers durch die von der Membrane erzeugte Kraft
unterstützt wird.
Zur Beeinflussung des Lösezeitpunktes des Dichtkörpers von
der Membrane wird vorteilhaft ein druckbelasteter Stift in
der Unterdruckkammer vorgesehen. Die Druckbelastung des
Stiftes kann beispielsweise mittels einer Membran erfol
gen, die über eine Öffnung mit der Membrankammer und einer
weiteren Öffnung mit der Atmosphäre in Verbindung steht.
Die Druckbelastung kann aber auch über eine Druckfeder er
folgen, deren Vorspannung mittels einer Einstellschraube
verändert werden kann.
Zur Beschleunigung der Entleerung des Arbeitsraumes ist der
Arbeitsraum mit einem Ablauf versehen, in dem ein Rück
schlagventil angeordnet ist, das beim Einsaugen von Reini
gungslösung in den Arbeitsraum schließt und bei Belüftung
des Arbeitsraumes öffnet.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der
Arbeitsraum des Spülgerätes in eine Schwimmerkammer und
eine Zwischenkammer unterteilt, die durch einen Kanal ver
bunden sind, durch den sich das Schaltgestänge des in der
Schwimmerkammer befindlichen Schwimmers bis in die Zwi
schenkammer erstreckt, wobei das Schaltgestänge im Bereich
der Schwimmerkammer von einer axial beweglichen Hülse mit
einem daran befestigten Flansch umgeben ist, der in der obe
ren Position der Hülse den Kanal zwischen Schwimmerkammer
und Zwischenkammer verschließt, und das Schaltgestänge im
Bereich der Zwischenkammer mit einem Flüssigkeitsabweiser
ausgerüstet ist.
Beim Unterdruckaufbau im Arbeitsraum des Spülgerätes wird
die Hülse mit ihrem Flansch durch die hohe Luftströmung im
Kanal axial aufwärts bewegt und verschließt den Kanal. Die
Luftströmung erfolgt jetzt nur noch durch die Hülse selbst,
und mitgerissene Flüssigkeitsteilchen werden durch den Flüs
sigkeitsabweiser abgeschieden und sammeln sich oberhalb des
Flansches im Kanal. Wird die Verbindung zur Unterdrucklei
tung unterbrochen, fällt die Hülse wieder bis auf den
Schwimmer herunter, so daß der Kanal wieder freigegeben
wird und die angesammelte Flüssigkeit in die Schwimmer
kammer fließt. Durch diese Ausführungsform wird vermieden,
daß Flüssigkeitsteilchen bis in die Unterdruckleitung ge
langen können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und werden nachstehend näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Spülgerätes,
Fig. 2 den druckbelasteten Stift mit Druckfeder und Regel
schraube,
Fig. 3 das Spülgerät mit unterteiltem Arbeitsraum.
In Fig. 1 ist mit 1 das Spülgerät bezeichnet, dessen Ar
beitsraum 2 durch eine Membrane 3 mit einer Öffnung 4 von
der Unterdruckkammer 5 getrennt ist. Die Membrane 3 wird
durch eine Feder 6 in eine Position bewegt, in der sie eine
in den Arbeitsraum 2 mündende Lufteinströmöffnung 7 ver
schließt. Der Schwimmer 8 im Arbeitsraum 2 ist mit einem
Schaltgestänge 9 versehen, an dessen oberem Ende sich ein
Dichtkörper 10 befindet, der bei der Aufwärtsbewegung des
Schwimmers 8 die Öffnung 4 in der Membrane 3 verschließt.
In der Unterdruckkammer 5 ist ein Druckstift 11 angeordnet,
der mittels Membrane 12, die über Öffnung 13 mit der Unter
druckkammer 5 und über Öffnung 14 mit der Atmosphäre in Ver
bindung steht, unter Druckbelastung gesetzt wird. Der Ar
beitsraum 2 ist mit einem Ablauf 15 versehen, in dem ein
Rückschlagventil 16 angeordnet ist. Zum Anschluß der zu
reinigenden Melkzeuge ist der Arbeitsraum 2 mit Anschlüs
sen 17 versehen. Die Unterdruckkammer 5 ist über einen
Stutzen 18, Leitung 19 und Ventil 20 mit der Unterdrucklei
tung 21 verbunden.
Vor der Inbetriebnahme des Spülgerätes 1 werden die nicht
dargestellten Milchschläuche der in einer mit Spülflüssig
keit gefüllten Spülwanne liegenden Melkzeuge mit den An
schlüssen 17 verbunden. Anschließend wird das Ventil 20 ge
öffnet und damit die Verbindung zwischen Unterdruckkammer 5
und Unterdruckleitung 21 hergestellt. Über die Öffnung 4 in
der Membrane 3 pflanzt sich der Unterdruck bis in den Ar
beitsraum 2 fort, so daß Spülflüssigkeit über die Melkzeuge
in den Arbeitsraum 2 angesogen wird. Die in den Arbeitsraum
2 einströmende Spülflüssigkeit hat wegen der großen Quer
schnitte der Luftwege eine so große Turbulenz, daß der Ar
beitsraum 2 ständig mitgespült wird. Mit steigendem Flüssig
keitsspiegel im Arbeitsraum 2 wird der Schwimmer 8 angeho
ben, bis der Dichtkörper 10 gegen die Öffnung 4 der Membrane
3 anliegt und damit die Luftströmung zur Unterdruckleitung 21
unterbricht. Durch weiterhin in den Arbeitsraum 2 einströ
mende Spülflüssigkeit wird der Unterdruck im Arbeitsraum 2
reduziert und die Membrane 3 durch die Druckdifferenz zwi
schen Arbeitsraum 2 und Unterdruckkammer 5 von der Luft
einströmöffnung 7 abgehoben, und im Arbeitsraum 2 stellt
sich jetzt atmosphärischer Druck ein, und die Spülflüssig
keit fließt nun unter dem Einfluß der Schwerkraft aus dem
Arbeitsraum 2 über die Melkzeuge und über das jetzt geöff
nete Rückschlagventil 16 in die Spülwanne zurück. Die Mem
brane 3 wird durch die zunehmende Druckdifferenz noch wei
ter angehoben, und der an ihr haftende Dichtkörper 10 wird
gegen den Druckstift 11 gedrückt, der durch die Membrane 12,
die auf ihrer Oberseite mit atmosphärischem Druck und auf
ihrer Unterseite mit Unterdruck beaufschlagt wird, gegen
den Dichtkörper 10 gepreßt wird. Sobald der Flüssigkeits
spiegel im Arbeitsraum 2 so weit abgesunken ist, daß die
Gewichtskraft des Schwimmers 8 zusammen mit der durch den
Druckstift 11 auf den Dichtkörper 10 ausgeübten Kraft grö
ßer ist als die Haftkraft des Dichtkörpers 10 an der Mem
brane 3, löst sich der Dichtkörper von der Membrane 3, und
es entsteht durch die Öffnung 4 ein Druckausgleich zwischen
Arbeitsraum 2 und der Unterdruckkammer 5, und die Membrane
3 wird dann wieder durch die Feder 6 auf die Lufteinström
öffnung 7 gedrückt und verschließt diese, womit ein erneu
ter Unterdruckaufbau im Arbeitsraum 2 erfolgt und der Rei
nigungszyklus von vorn beginnt.
Entsprechend Fig. 2 kann der Druckstift 11 auch mittels vor
gespannter Feder 22 belastet sein. Die Vorspannkraft kann
durch die Einstellschraube 23 verändert werden und damit der
optimale Ablösepunkt des Dichtkörpers 10 von der Membran 3
eingestellt werden.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Arbeitsraum
2 in eine Schwimmerkammer 24 und eine Zwischenkammer 25 un
terteilt ist, die über einen Kanal 26 miteinander verbunden
sind. Das Schaltgestänge 9 des in der Schwimmerkammer 24 be
findlichen Schwimmers 8 erstreckt sich bis in die Zwischen
kammer 25 und ist in dieser Kammer mit einem Flüssigkeits
abweiser 27 versehen. Innerhalb der Schwimmerkammer 24 ist
das Schaltgestänge 9 von einer axial beweglichen Hülse 28
mit einem Flansch 29 umgeben. Beim Unterdruckaufbau wird
die Hülse 28 durch die große Luftgeschwindigkeit im Kanal
26 angehoben und verschließt diesen, so daß die Luft jetzt
nur noch durch die Hülse 28 strömt. Mitgerissene Flüssig
keitsteilchen werden vom Flüssigkeitsabweiser 27 abgeschie
den und sammeln sich oberhalb von Flansch 29. Bei Belüftung
der Zwischenkammer 25 über Lufteinströmöffnung 7 bewegt
sich die Hülse 28 wieder abwärts, und die sich im Kanal 26
angesammelte Flüssigkeit fließt in die Schwimmerkammer 24.
Claims (7)
1. Spülgerät für Eimermelkanlagen mit einem Arbeitsraum
und einer während des Spülvorganges dauernd mit einer
Unterdruckleitung in Verbindung stehenden Unterdruck
kammer, die durch ein mit einer Öffnung versehenes Bau
teil vom Arbeitsraum getrennt ist, wobei Spülflüssig
keit aus einer Spülwanne durch an das Spülgerät ange
schlossene Melkzeuge in das oberhalb der Spülwanne an
gebrachte, unter Unterdruck stehende Spülgerät einge
saugt wird, in dem sich ein Schwimmer mit einem Schalt
gestänge befindet, das an seinem oberen Ende mit einem
Dichtkörper versehen ist, wobei nach teilweiser Auffül
lung des Spülgerätes und dabei aufsteigendem Schwimmer
eine Lufteinströmöffnung geöffnet wird, wodurch die in
das Spülgerät eingesaugte Spülflüssigkeit unter dem
Einfluß der Schwerkraft wieder in den Behälter zurück
fließt, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtkörper (10)
beim Aufsteigen des Schwimmers (8) die Öffnung (4) ver
schließt und daß das die Öffnung (4) enthaltende Bau
teil als Membrane (3) ausgebildet ist, die durch eine in
der Unterdruckkammer (5) angeordnete Feder (6) in eine
Position gedrückt wird, in der sie die in den Arbeits
raum (2) führende Lufteinströmöffnung (7) verschließt.
2. Spülgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Unterdruckkammer (5) ein Druckstift (11) vorge
sehen ist, der den Hubweg des Dichtkörpers (10) begrenzt.
3. Spülgerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckstift (11) druckbelastet ist.
4. Spülgerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckbelastung des Druckstiftes (11) durch eine
Membrane (12) erfolgt, die durch eine Öffnung (13) mit
der Unterdruckkammer (5) und durch eine Öffnung (14) mit
der Atmosphäre verbunden ist.
5. Spülgerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckbelastung des Druckstiftes (11) durch eine
Feder (22) erfolgt, deren Vorspannkraft durch eine Ein
stellschraube (23) verändert werden kann.
6. Spülgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
im Ablauf (15) des Arbeitsraumes (2) ein Rückschlagven
til (16) vorgesehen ist.
7. Spülgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsraum (2) in
eine Schwimmerkammer (24) und eine Zwischenkammer (25)
unterteilt ist, die über einen Kanal (26) miteinander
verbunden sind, wobei das Schaltgestänge (9) sich vom in
der Schwimmerkammer (24) befindlichen Schwimmer (8) bis
in die Zwischenkammer (25) erstreckt und in dieser Kammer
mit einem Flüssigkeitsabweiser (27) versehen ist und das
Schaltgestänge (9) innerhalb der Schwimmerkammer (24) von
einer axial beweglichen Hülse (28) mit einem Flansch (29)
umgeben ist, der in der oberen Position der Hülse (28)
den Kanal (26) verschließt.
Priority Applications (7)
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