DE3320919C2 - - Google Patents
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Description
Eine Niederdruck-Quecksilberdampfentladungslampe der im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung ist aus
DE-OS 28 35 574 bekannt. Dort ist an der Übergangsstelle zwi
schen Lampenfuß und Lampenglaskolben eine ebene Grundplatte
vorgesehen, auf der zwei U-förmig gebogene Entlasungsröhren
mit jeweils ihrem einen Ende derart aufgeschmolzen oder aufge
klebt sind, daß sie zwei über der Grundplatte angeordnete und
mit Leitungseinführungsdrähten durch diese hindurchgeführte
Glühwendeln umgeben.
Die Herstellung der bekannten Lampe ist mit Schwierigkei
ten verbunden. So ist es nicht leicht, in der verhältnismäßig
großen Grundplatte die zu den Glühwendeln führenden Leitungs
einführungsdrähte in der Weise einzuschmelzen, daß in unmit
telbarer Nähe der Durchtrittsstellen die zum ordnungsgemäßen
Befestigen der Entladungsröhren erforderliche ebene Oberfläche
erhalten wird. Ferner ist das Ankleben oder Anschmelzen der
einzelnen Entladungsröhren zeitraubend, und mechanische
Festigkeit dieser Verbindungsart gegenüber Erschütterungen ist
verhältnismäßig gering.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Nieder
druck-Quecksilberdampfentladungslampe der eingangs bezeichne
ten Gattung anzugeben, die bei möglichst hoher Lichtstärke
kompakt und einfach herstellbar ist.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im Kenn
zeichenteil des Patentanspruchs angegeben.
Die einfache Herstellbarkeit der erfindungsgemäßen Lampe
ergibt sich aus der Tatsache, daß die Verbindung von Lampenfuß
und Entladungsröhren durch eine Quetschverschmelzung erfolgt.
Diese Verbindungsart läßt sich mit wesentlich weniger Arbeits
aufwand herstellen als bei der Lampe nach dem oben erörterten
Stand der Technik.
Die erfindungsgemäß angewandte Quetschverschmelzung be
deutet zwar, daß der Anschlußbereich in Richtung der mittleren
Längsachse der Lampe mehr Platz beansprucht, was jedoch durch
die fragenzeichenförmige Gestaltung der Entladungsröhren aus
geglichen wird. Diese Gestaltung ergibt nämlich einen verhält
nismäßig längeren Entladungsweg, so daß auch bei geringerem
Gesamtvolumen des Lampenglaskolbens die Lichtleistung nicht
beeinträchtigt wird.
Die Technik der Quetschverschmelzung, die als solche ge
mäß der DE-OS 31 39 732 zum Stand der Technik gehört, erfordert
die Anordnung der anzuschmelzenden Enden der Entladungsröhren
in der die mittlere Längsachse der Lampe enthaltenden Ebene,
um eine symmetrische Anordnung der beiden Entladungsröhren re
lativ zum Lampenfuß und damit zum äußeren Kolben zu gewährlei
sten, wobei die symmetrische Anordnung auch deshalb von Bedeu
tung ist, weil sie eine maximale Länge der Entladungsröhren
zuläßt. Gleichzeitg wird mit dieser Anordnung erreicht, daß
die Befestigungsstelle jeder Entladungsröhre im wesentlichen
senkrecht unterhalb oder oberhalb (bei stehendem bzw. hängen
dem Einbau der Lampe) des Schwerpunktes der Fragezeichenform
liegt, so daß der Aufbau auch in mechanischer Weise stabil ist
und insbesondere kein erhebliches Knickmoment an der Befesti
gungsstelle der einzelnen Entladungsröhre in Folge von deren
Gewicht auftritt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend
anhand der Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen
zeigt
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
einer Niederdruck-Quecksilberdampfentladungs
lampe,
Fig. 2 eine schematische Darstellung zur Erläuterung
der
Anordnung der jeweiligen Bauteile, die die Ent
ladungslampe gemäß Fig. 1 bilden;
Fig. 3A und 3B eine Draufsicht bzw. eine Seitenansicht der
Entladungslampe zur Erläuterung der Beheizung;
Fig. 4A, 4B und 4C eine Draufsicht sowie zwei Seitenansichten
der Lampe zur Erläterung des Schrittes
der Quetschverschmelzung; und in
Fig. 5 eine Seitenansicht der Lampe zur Erläuterung
des Schrittes der Verschmelzung
des Lampenglaskolbens,
Fig. 1 zeigt den grundsätzlichen Aufbau einer Nieder
druck-Quecksilberdampfentladungslampe gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Diese Lampe besteht aus einem Lampenglaskolben
12, der an ein sich erweiternder Teil 11 eines
Lampenfußes 10 angeschmolzen, angeschweißt oder an
derweitig abdichtend angebracht ist und dabei in seinem
Inneren einen luftdichten Raum bildet, sowie zwei inneren
Entladungsröhren 15, 15′, die sich jeweils innerhalb des Lampen
glaskolbens 12 befinden und eine fragezeichenförmige Gestalt
haben, wobei das eine Ende jeder Entladungsröhre durch eine
Quetschverschmelzung an einem Quetsch
teil 13 des Lampenfußes 10 angebracht ist,
während sich das andere Ende 14, 14′ in den erwähnten luft
dichten Raum öffnet. Zwei
Paare von Leitungseinführungsdrähten 16, 16′ sind in das Quetschteil 13
eingeschmolzen und erstrecken sich zu den Enden der
Entladungsröhre 15, 15′. Zwischen den Enden jedes Paares von
Leitungseinführungsdrähten 16, 16′ ist eine Glühwendel 17, 17′ an
geschlossen, die mit einem Elektronenemissionsmaterial be
schichtet ist. Außerdem ist ein Absaugstutzen 18, der an
seinem oberen Ende abgeschmolzen ist, mit einer
Quetschverschmelzung am Quetschteil 13 an
gebracht.
Ferner ist eine nicht dargestellte Leuchtstoffschicht auf
die Innenwandoberfläche der jeweiligen Entladungsröhre 15 und
15′ aufgebracht, während eine nicht dargestellte Schicht aus
Lichtstreuungsmaterial auf die Innenwandoberfläche des
Lampenglaskolbens 12 aufgebracht ist. Bauelemente, die eine
Zündschaltung bilden, wie z. B. eine Drosselspule 19,
ein Glimmstarter 20 und ein nicht dargestellter Geräusch
verringerungskondensator, sind in einem Gehäuse 21 einge
schlossen. Ein Kolbensockel 22 ist an einem Ende des Ge
häuses 21 angebracht. Das andere Ende des Gehäuses 21 ist
an dem Ende des Lampenglaskolbens 12 mit Anschlußteilen
oder dergleichen befestigt. Außerdem sind ein Edelgas mit
einem Druck von einigen mbar und eine kleine Menge
Quecksilber in dem Lampenglaskolben 12 eingeschlossen.
Die so aufgebaute Lampe zeichnet sich dadurch
aus, daß zusätzlich zu ihrem vorhandenen Vorteil, daß eine
hohe Leistung erhalten werden kann, ohne die Effizienz zu
verringern, ein ausreichender Widerstand gegenüber äußeren
Kräften, wie z. B. Stößen besteht, da die Entladungsröhren 15
und 15′ mit Quetschverschmelzungen
angebracht und fest am Quetschteil 13 des
Lampenfußes 10 befestigt sind. Außerdem
kann mit einer derartigen Konstruktion
der Herstellungsprozeß erheblich vereinfacht
werden.
Nachstehend wird ein Verfahren zur Herstellung
der Lampe gemäß Fig. 1 näher erläutert. Fig. 2 zeigt
den Aufbau und die Anordnung der Bauteile zur Bildung der
Lampe. Zunächst wird
ein sich erweiternder Lampen
fuß 10 aus Bleiglas, der aus einem zylindrischen Teil 13′
und einem sich erweiternden Teil 11 mit einem Außendurch
messer von 64 mm besteht, in einer vorgegebenen Position
angeordnet. Anschließend werden zwei Paare von Leitungseinführungs
drähten 16 und 16′, die an ihren Enden mit Glühwendeln
17 und 17′ verbunden sind (die aber alternativ auch in einem
späteren Schritt mit den Leitungseinführungsdrähten verbunden
werden können) in dem zylindrischen Teil 13′ neben
einanderliegend auf der rechten und linken
Seite eines Absaugstutzens 18 aus Bleiglas angeordnet.
Schließlich werden die Entladungsröhren 15 und 15′, die jeweils
eine Gesamtlänge von 140 mm und einen Außendurchmesser von
ungefähr 14 mm haben, eine fragezeichenförmige Gestalt aufweisen,
an ihren Innenwandflächen mit einer Leucht
stoffschicht versehen sind und aus Bleiglas bestehen,
in dem zylindrischen Teil 13′ so angeordnet, daß sie die
jeweiligen Glühfadenwendeln 17, 17′ in ihrem Endbereich um
geben.
Die Fig. 3A und 3B zeigen eine Draufsicht bzw. eine
Seitenansicht der Anordnung, nachdem die Entladungsröhren
15 und 15′, der Absaugstutzen 18 und die Leitungseinführungsdrähte 16
und 16′ am Lampenfuß 10 angeordnet worden
sind. In der in Fig.
4A dargestellten Weise fluchten die Glühwendeln 17 und 17′, der
Absaugstutzen 18 und die Entladungsröhren 15 und 15′ mit einer
Achse X-X′ in einer linearen Anordnung.
Zur Erweichung
werden der Lampenfuß 10, die
Entladungsröhren 15, 15′ und die Leitungseinführungsdrähte 16, 16′ um
den Absaugstutzen 18 in Drehbewegung versetzt, wobei ein
vorgegebener Abstand beibehalten und vorgegebene Bereiche
dieser Bauteile von Gasbrennern 23 bis 28 auf ungefähr
1100°C aufgeheizt werden, um sie gleichmäßig zu erweichen.
Anschließend werden durch Quetschen des zylindrischen
Teiles 13′ mit Quetschelementen 29 und 30 von
der rechten und linken Seite des zylindrischen Teiles 13′
die Entladungsröhren 15, 15′, der Absaugstutzen 18 und die
Leitungseinführungsdrähte 16, 16′ einer gleichzeitigen
Quetschverschmelzung mit dem
Lampenfuß 10 unterworfen, um eine Halterung zu bilden. Dieser
Vorgang ist in den Fig. 4A, 4B und 4C dargestellt.
Fig. 4B zeigt eine Seitenansicht zur Erläuterung des Zu
standes, in welchem Quetschver
schmelzung mit den Quetschelementen 29 und 30 erfolgt, um
dadurch ein Quetschteil 13 zu bilden, während die Fig. 4A
und 4C eine Draufsicht bzw. Seitenansicht in diesem Zustand
zeigen.
Nachdem auf diese Weise die Halterung hergestellt worden
ist, wird gemäß Fig. 5 der Lampenglaskolben 12′ aus
Natronglas mit einem Durchmesser von 90 mm
auf dem sich erweiternden Teil 11 des
Lampenfußes 10 angeordnet, und der Lampenglaskolben 12′
und die Halterung werden mit Glasbrennern 31 und 32 be
heizt und erweicht, wobei eine gleichzeitige Drehbewegung
erfolgt, so daß der Lampenglaskolben 12 abdichtend mit dem
sich erweiternden Teil 11 verschmolzen
wird.
Danach wird eine Evakuierung durch den Absaugstutzen
18 durchgeführt, dann Quecksilber und Edelgas einge
füllt und dann der Absaugstutzen 18 verschmolzen.
Schließlich wird das Gehäuse 21, das mit dem Kolben
sockel und der Zündschaltung versehen ist, am Ende des
Lampenglaskolbens 12 angebracht, um auf diese Weise die
Niederdruck-Quecksilberdampfentladungslampe gemäß Fig. 1
fertigzustellen.
Claims (1)
- Niederdruck-Quecksilberdampfentladungslampe mit
einem Lampenfuß (10), in dem zwei Paare von Leitungsein führungsdrähten (16, 16′) abdichtend angebracht sind,
einem Lampenglaskolben (12), der an dem Lampenfuß (10) angeschmolzen ist und mit diesem einen gasdichten Raum bildet,
zwei Glühwendeln (17, 17′), deren jede zwischen den Enden eines Paares der Leitungseinführungsdrähte (16, 16′) angeord net ist, und
zwei innerhalb des Lampenglaskolbens (12) angeordneten, gebogenen und mit einer Leuchtstoffschicht versehenen Entla dungsröhren (15, 15′), die jeweils an ihrem einen Ende (14, 14′) offen und mit ihrem anderen Ende am Lampenfuß (10) ange schmolzen sind und eine der Glühwendeln (17, 17′) umschließen, wobei diese angeschmolzenen Enden in einer die mittlere Längs achse der Lampe enthaltenden Ebene liegen,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Entladungsröhren (15, 15′) fragenzeichenförmig gekrümmt und durch Quetschverschmelzung mit dem Lampenfuß (10) verbunden sind.
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