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Blatthalteeinrichtung für einen Trommeldrucker
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(Priorität der japanischen Anmeldung Nr. 94980/82 vom 24.Juni 1982)
Die Erfindung betrifft eine Blatthalteeinrichtung für einen Trommeldrucker nach
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
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Diese arbeiten mit einem Schreib federn aufweisendem Schreibgerät,
um Symbole, Ziffern eine grafische Darstellung udgl.
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durch die Schreibfeder auf einer Schreibwalze des Druckers aufzuzeichnen.
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In einem Trommeldrucker ist die Schreibwalze rotierbar gelagert und
ihr gegenüber befindet sich die Schreibfeder,die axial zur Schreibwalze verfahrbar
ist, so daß durch Steuerung der Bewegung der Schreibfeder und des Papiertransportes
die Ziffern udgl. auf dem Papierblatt aufgezeichnet werden können.
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Hierbei wird das Papierblatt gegen die Oberfläche der Schreibwalze
durch Druckrollen angepresst. Das Umknicken der vorderen Stirnkante des Papierblattes
wird durch eine Druckstange verhindert,die in Abstand von den Druckrollen angeordnet
ist. Allerdings hat die Druckstange den Nachteil, daß die stirnseitige Kante des
Papierblattes sich zwischen der Druckstange und den Druckrollen verheddern kann.
Man hat diesen Nachteil dadurch zu vermeiden versucht, daß man die Transportgeschwindigkeit
des Papierblattes herabgesetzt hatte.
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Dadurch wird Jedoch die Effektivität des Trommeldruckers in nachteiliger
Weise herabgesetzt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem eingangs genannten
Trommeldrucker die Blatthalteeinrichtung mit einer Druckstange so auszugestalten,
daß die Vorderkante des Papierblattes sich nicht zwischen der Druckstange und den
Druckrollen verheddern kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruches
1 angegebenen Merkmale gelöst.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen dargestellt.
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Dadurch, daß die Druckstange in einer von den Druckrollen beabstandeten
Stellung vorgesehen ist und ferner ein oder mehrere Führungsglieder vorgesehen sind,
die zwischen der Druckstange und einer Position auf der Achse der die Druckrollen
abstützenden Welle vorgesehen wird, wird verhindert, daß das Papierblatt sich verheddern
kann.
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Ausführungsformen der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden im folgenden näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1, perspektivisch, den
gesamten Trommeldrucker mit dem Schreib federn aufweisenden Schreibgerät sowie der
Blatt halteeinrichtung Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Blatthalteeinrichtung
nach einer anderen Ausführungsform Fig. 3 eine stirnseitige Ansicht auf die Blatthalteeinrichtung
und Fig. 4 eine Draufsicht von vorn auf ein zum Aufzeichnen verwendetes Papierblatt
In dem Trommeldrucker gemäß Fig. 1 wird eine Schreibfeder P, die eine farbige Schreibflüssigkeit
enthält in Richtung der Pfeile Xa und Xb transportiert, während das nicht dargestellte
Papierblatt in Richtung der Pfeile Ya und Yb mit Hilfe der Schreibwalze lo transportiert
wird. Indem die Bewegung in X-und Y-Richtungen gesteuert wird, werden Ziffern udgl.
auf dem Papierblatt aufgezeichnet. Durch einen auf der Basisplatte 1 montierten
Schrittschaltmotor 2 wird über ein Zahnrad 3 die Schreibwalze 10 vorwärts oder rückwärts
gedreht. Man kann sie auch durch einen Griff 4 von Hand drehen.
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Das Papierblatt wird in Richtung Ya über eine Führungsplatte 20 hinweg
eingeführt auf der ein festes Stellglied 21 und ein bewegliches Stellglied 22 montiert
sind. In einer Stellung zwischen den Gliedern 21 und 22 wird das Papierblatt unter
der Schreibwalze 10 vorbeigeführt und wird seitlich durch die Stellglieder 21 und
22 geführt. Das bewegliche Stellglied 22 kann in Richtung der Pfeile verstellt werden,
um der Papierblattgröße z.B. A4 und B5, zu genügen. Das die Schreibwalze 10 unten
passierende Papierblatt wird durch das vordere Ende der Führungsplatte 20 geführt
und erreicht die Aufzeichnungsseite der Schreibwalze lo und wird hier zwischen der
Oberfläche der Letzteren und den Druckrollen Ra und Rb, die links und rechts vorhanden
sind, unter Druck gehalten. Die Schreibwalze lo ist an ihren beiden axialen Enden
mit Zahnplatten 11 versehen an deren äußerer Stirnseite ein Zahnkranz 13 fest über
Walzenräder 12a und 12b befestigt ist. Der Zahnkranz 13 dient dazu, in die. Perforation
im Papierblatt einzugreifen, die an den Rändern vorhanden sind, so daß das Blatt
in der Ya-Yb-Richtung kraftschlüssig mit der Schreibwalze 10 transportiert wird.
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Verwendet man Schreibpapier ohne Perforation dient die Anpressung
der Zahnplatten 11 und der Druckrollen Ra und Rb hinreichend zur Anpressung. Das
Schreibpapier wird durch die kreisförmigen Zahnplatten 11 kraftschlüssig an der
Walze 10 gehalten und in Ya-Yb-Richtung transportiert. Somit wird das Papierblatt
kraftschlüssig durch die Schreibwalze 10 transportiert, ihre Geschwindigkeit ist
mit derjenigen der Schreibwalze synchronisiert und genauer schlupffreier Transport
gewährleistet. Da aber die Schreibfeder P in der Xa-Xb-Richtung bewegt wird, das
Papierblatt aber in der Ya-Yb-Richtung, um eine Ziffer udgl. auf der Oberfläche
der Schreibwalze aufzuzeichnen, kann zwischen dem Papierblatt und der Schreibwalze
10 ein Schlupf auftreten, so daß der Transport des Blattes eine Abweichung hinsichtlich
der Drehbewegung der Walze 1o erhält und eine aufgezeichnete Ziffer odgl.
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verzerrt wiedergegeben wird.
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Oberhalb der Schreibwalze lo ist eine Druckstange 31 vorhanden, nämlich
in einer Stellung, die einen Abstand zu den Druckrollen Ra und Rb hat und dieser
Abstand hat eine vorbestimmte Größe genommen längs der Umfangsrichtung der Schreibwalze
lo. Die Druckstange 31 liegt parallel zur Schreibwalze lo und ist an ihren beiden
Enden durch schwenkbare Hebel 32 abgestützt, die schwenkbar in den Seitenwänden
1a und Ib gelagert sind. Zwei Druckrollen Rc sind drehbar auf der Druckstange 31
montiert. Diese Druckrollen sind doppelkegelförmig bzw. tropfenartig (Abacusform).
Ferner weist die Führungsstange Führungsstücke 35 auf. Diese sind vorzugsweise aus
Draht hergestellt und haben eine V-Form und jedes von ihnen ist so montiert, daß
die Druckrolle Rc zwischen den gabelartigen Schenkeln des Führungsstückes angeordnet
ist. Die Stützwellen für die oberen Druckrollen Ra sind in Form von kurzen Wellen
bzw. Wellenstümpfen ausge bildet und sind nur an den beiden Seitenteilen bzw. horizontalen
Endbereichen der Schreibwalze 10 vorhanden. Die Spitze jedes der Führungsstücke
35 erstreckt sich aufwärts zu einer Stellung hin, die nahe an der Verlängerung der
Achse der abstützenden Wellenstümpfe liegt.
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In Abhängigkeit von einer Schwenkbewegung des Schwenkhebels 32 wird
die Druckstange 31 von der Schreibwalze lo hinweg verstellt. Gekoppelt mit dieser
Schwenkbewegung des Hebels 32 sind die Stützglieder 33 und 34, die die Druckrollen
Ra und Rb abstützen, als auch von der Schreibwalze lo hinweg bewegen, so daß die
Druckrollen Ra und Rb die Oberfläche der Schreibwalze 10 verlaßen.
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Eine Schreib feder P ist vom Federwagen 1o getragen und kann auf der
Hauptwelle 5, die zwischen Seitenwänden la und Ib montiert sind, in Xa- bzw. Xb-Richtung
verschoben werden.
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Der Federwagen weist an seinem rückwärtigen Bereich eine Führungsnut
51 zwecks gleitender Bewegung entlang einer Hilfswelle 6 auf, die sich zwischen
den Seitenwänden la und 1b erstreckt. Der Winkel des Federwagens 50 relativ zur
Schreibwalze 1o ist bestimmt durch die Abstützung auf der
Haupt-
bzw. Hilfswelle 5 bzw. 6. Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel ist der Federwagen
50 geneigt, so daß die Spitze der Schreibfeder P nach abwärts zeigt. Hierdurch wird
das Ausfließen der farbigen Schreib flüssigkeit aus der Schreibfeder P gefördert.
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Weil der abzustützende Bereich zwischen den Enden der Hilfswelle 6
relativ groß ist, ist der mittlere Bereich der Hilfswelle 6 mit Hilfe einer Konsole
odgl. 7 an die Basisplatte 1 befestigt, wobei aber Hauptwelle 5 und Hilfswelle 6
gerade dadurch exakt parallel angeordnet sind und der Winkel der Schreibfeder P
in Bezug auf die Schreibwalze lo genau konstant bleibt, während der Federwagen 50
in Xa- bzw. Xb-Richtung verschoben wird.
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Die Bewegung des Federwagens 50 in der Xa- bzw. Xb-Richtung wird durch
Zug an einem Draht W bewirkt. Der Draht W ist über Riemenscheiben 8 geführt, die
außerhalb der Seitenwände la und lb angeordnet sind, aber außerdem ist der Draht
um eine Riemenscheibe 9a des zweiten Schrittschaltmotors 9 geführt, der an die Führungsplatte
20 befestigt ist. Durch Vorwärts bzw. Rückwärtsdrehung dieses Motors 9 zieht der
Draht W den Federwagen 50 entlang der Xa- bzw. Xb-Richtung.
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Vier Schreib federn P werden von einem Federhalter 52 auf dem Federwagen
50 getragen (nur eine Schreibfeder P ist in Fig. 1 eingezeichnet). Der Federhalter
52 ist auf dem Federwagen 5o rotierbar gelagert und die Rotation wird durch ein.erstes
Solenoid 53 eingeleitet, welches außerhalb der Seitenwand 1a montiert ist. Im Einzelnen,
wenn die Hauptwelle 5 um einen vorbestimmten Winkel unter Einwirkung des Solenoids
53 gedreht wird, wird die Drehkraft der Hauptwelle 5 dessen Querschnitt eine Rastkerbe
oder einen Rastsektor aufweist, auf einen Rastmechanismus innerhalb des Federhalters
50 übertragen, mit der Folge, daß Federhalter 52 gedreht und eine vorbestimmte Schreibfeder
P in die Schreibstellung, die vorzugsweise die oberste Stellung ist, überführt wird.
Hier wird die Schreibfeder P zunächst in der Ruhestellung bzw. in
Abstand
zur Oberfläche der Schreibwalze lo durch eine als Blattfeder ausgeführte Rückstellfeder
S gehalten. Wenn aber aus.dieser Arbeitsstellung ein Hammer, der durch ein zweites
Solenoid 54 angetrieben wird, auf das Ende der Schreibfeder P anschlägt., wird die
Spitze des Letzteren in Druckkontakt mit der Oberfläche der Schreibwalze 10 kommen.
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Im Einzelnen zeichnet der Drucker wie folgt.auf: Ein als Aufzeichnungsträger
dienendes Papierblatt 6o, vgl.
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Fig. 3, wird unter der Schreibwalze 10 hinweg, geführt, durch die
Führungsplatte 20 transportiert und zwischen dieser Walze und den vier Druckrollen
Ra und Rb gehalten. Andererseits wird der Federhalter 52 auf dem Federwagen 50 rotiert
und eine von vier der Schreibfedern P, welche die vorbestimmte Schreibflüssigkeit
hat, wird in die Schreib- bzw.
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oberste Stellung überführt. Dann wird die Schreibwalze lo durch den
ersten Schrittschaltmotor 2 rotiert und das Papierblatt in der Xa-Xb-Richtung transportiert,
während gleichzeitig der Federwagen 50 in der Xa-Xb-Richtung durch den zweiten Schrittschaltmotor
9 bewegt wird. Dann wird der Hammer 55 beaufschlagt und bringt die Schreibfederspitze
in Druckkontakt auf das Papierblatt 60 und das Ausdrucken von Ziffern udgl. erfolgt
in X-bzw. Y-Richtungen.
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Die Führungsstücke 35 befinden sich zwischen der Druckstange 31 zum
Anpressen des Papierblattes und einer Achsverlängerung des Stützschaftes der Druckrolle
Ra. Sogar dann, wenn die vordere Stirnkante 60a des Papierblattes in eine Zwischenstellung,
vlg. Fig. 3, zwischen den Druckrollen Ra und der Druckstange 31 durch Rotation der
Schreibwalze 10 transportiert wird, wird die Stirnkante 60a durch die Führungsstücke
35 niedergedrückt und es wird wirksam verhindert, daß diese Kante zwischen die Druckrollen
Ra und die Stange 31 gelangt. Deshalb kann das Papierblatt 60 sanft und genau transportiert
werden und der "Wickelvorgang" des Papierblatts, d.h. sein Umschlingen der Walze
lo/erfolgt entsprechend leicht.
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Ferner ist insbesondere aus Fig. 3 erkennbar, daß wenn das Aufzeichnen
durch die SchreibSeder sogar dann beginnt, wenn die vordere Stirnkante 6oa des Papierblattes
(lediglich) nahe des. Druckbereiches der Druckrollen Ra sich befindet, wird diese
Kante 60a des Papierblattes sanft unterhalb der anderen Druckrollen Rc und unterhalb
der Führungsstücke 35 transportiert. Weil nunmehr der Aufzeichnungsbeginn auf dem
Papierblatt 60 wesentlich näher zur Papierkante 6oa erfolgen kann, d.h. im Randbereich
A, vgl. Fig. 4, wird hier der bisherige verlorengegangene Aufzeichnungsabschnitt
wesentlich verringert.
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Bei der Blattführungs- und Druckeinrichtung gemäß Fig. 2-ist die Stützwelle
37 für die o-beren Druckrollen Ra als eine lange Welle, ähnlich der Stützwelle 36
für die unteren Druckrollen Rb ausgeführt, und die Führungsstücke 35 erstrecken
sich nach aufwärts zu einer Stellung nahe zur Stützwelle 37 hin. Bei dieser Ausführungsform
kennen die Führungsstücke 35 um einen vorbestimmten Wert relativ kürzer als in Fig.
1 gezeichnet sein, weil der mittlere Teil der Welle 37 als eine Führung wirkt. Wie
ferner die gestrichelte Linie in Fig. 2 v-eranschaulicht, können vorteilhaft zweite
Führungsstücke 38 an die Stützwelle 37 montiert sein derart, daß ihre Spitze. (Spitzen)
sich nach aufwärts und nahe zur Druckstange 31 hin erstrecken können. Im Einzelfall
ist es vorteilhaft, wenn die ersten Führungsstücke 35 auf der Druckstange 31 in
einer Stellung montiert -sind, bei der die obere Druckrolle Rc nicht zwischen den
gabelartigen Teilen der Führungsstücke sich befindet.
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Aus Vorstehendem gehen die Vorteile der Erfindung hervor: Einmal ist
die Druckstange 31 in einer Stellung, die beabstandet zu den Druckrollen ist, angeordnet
und die Führungsstücke sind einmal zwischen.einer' Achsverlängerung der Druckrollen
und der Druckstange angeordnet; die vordere Stirnkänte des Papierblattes kann somit
nicht in diesem Mittelteil verheddern Man kann somit daß Papierblatt sanft
transportieren
und der Beginn der Aufzeichnung kann näher an dieser Kante heran beginnen, so daß-an
diesem Randbereich weniger Platz verloren geht. Mit anderen Worten, da die Blattransportgeschwindigkeit
nicht in der Arbeitsstellung beschränkt werden braucht bei der die Druckstange (hinsichtlich
der Stirnkante) sich noch in Entfernung zu den Druckrollen befindet, kann der Vorteil
der Druckstange voll ausgenutzt werden und es wird stets, unabhängig von der Arbeitsstellung
wirksmrs verhindert, daß die Papierblattkante sich nachteilig nach oben verdreht
und das Blatt sich verheddert.
L e e r s e i t e