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DE331938C - Verfahren zur Ermoeglichung der medizinischen Anwendung haertester Roentgenstrahlen - Google Patents

Verfahren zur Ermoeglichung der medizinischen Anwendung haertester Roentgenstrahlen

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Publication number
DE331938C
DE331938C DE1918331938D DE331938DD DE331938C DE 331938 C DE331938 C DE 331938C DE 1918331938 D DE1918331938 D DE 1918331938D DE 331938D D DE331938D D DE 331938DD DE 331938 C DE331938 C DE 331938C
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DE
Germany
Prior art keywords
uranium
rays
hardest
medical application
enable
Prior art date
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Expired
Application number
DE1918331938D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JULIUS EDGAR LILIENFELD DR
Original Assignee
JULIUS EDGAR LILIENFELD DR
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Filing date
Publication date
Application filed by JULIUS EDGAR LILIENFELD DR filed Critical JULIUS EDGAR LILIENFELD DR
Application granted granted Critical
Publication of DE331938C publication Critical patent/DE331938C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21KTECHNIQUES FOR HANDLING PARTICLES OR IONISING RADIATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; IRRADIATION DEVICES; GAMMA RAY OR X-RAY MICROSCOPES
    • G21K1/00Arrangements for handling particles or ionising radiation, e.g. focusing or moderating
    • G21K1/10Scattering devices; Absorbing devices; Ionising radiation filters

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Radiation-Therapy Devices (AREA)

Description

  • Verfahren zur Ermöglichung der medizinischen Anwendung härtester Röntgenstrahlen. Neue Fortschritte auf dem Gebiete der Erzeugung von Röntgenstrahlen haben es ermöglicht, Röntgenstrahlengemische herzustellen, die außerordentlich reich an Komponenten kürzester Wellenlängen sind. Die Anwendung dieser an sich nunmehr gegebenen härtesten Strahlen in der Medizin scheiterte bisher daran, daß in dem Gemisch immer noch eine so große Menge weicher Strahlen enthalten ist, daß bei der Bestrahlung des menschlichen Körpers eher eine Schädigung durch die weichen Strahlen als eine spezifische Wirkung der für die Therapie vorteilhaften harten Strahlen sich einstellen würde. Spektralaufnahmen zeigen, daß die üblichen Filtermethoden auch nicht entfernt geeignet sind, diesem Übelstande abzuhelfen. Durch Aluminium, Zink, Kupfer. z. B. werden die verschiedenen Komponenten des Strahlengemisches viel zu gleichmäßig geschwächt, um eine Bevorzugung der harten Komponenten in der Weise zu ermöglichen, wie es erforderlich wäre, um ohne eine allzu große Schwächung der Gesamtintensität vorzugsweise mit diesen härtesten Komponenten arbeiten zu können.
  • Untersuchungen -haben nun ergeben, daß im Gegensatze dazu Uran eine für den eingangs erwähnten Zweck rationelle Filterung ergibt, da Uran für Strahlungen von größerer Wellenlänge als seine Eigenstrahlung in einem Gebiete durchlässig ist, welches der praktischen Anwendung ganz besondere Vorteile bietet, nämlich ungefähr von der Wellenlänge der Radium-C-Gamma-Strahlung. Das Durchlässigkeitsgebiet des Urans erstreckt sich bis zur Eigen-K-Strahlung der schwersten heute verwendeten Antikathodenmetalle, während es auf die unmittelbar längeren Wellen im stärksten Grade absorbierend wirkt.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt, diese Eigenschaft des Urans auszunutzen, indem sie aus dem Strahlengemisch der Röntgenröhren vermittels eines Uranfilters das oben erwähnte Durchlässigkeitsgebiet des Urans herausschneidet. Hieidurch wird ermöglicht, die große Intensität der K-Strahlung der Röntgenröhren vermehrt um denjenigen Teil der kontinuierlichen Strahlung, welcher sich von da an bis zur Radium-C-Gamma-Strahlung erstreckt, medizinisch auszunutzen, ohne den Patienten durch weichere Strahlen `zu gefährden. Wenn auch die Methode besondere Vorteile dann bietet, wenn die Antikathode aus einem Schwermetalle (Platin, Iridium, Uran) besteht, so kann sie doch auch in Fällen von Vorteil sein, in welchen leichtatomige Antikathoden benutzt werden (Molybdän), um den härtesten Teil der kontinuierlichen Strahlung befreit von den weichen Komponenten herauszuschneiden.
  • Da der Herstellung des Uranmetalls, besonders aber von schwachen Uranblechen - es kommen hier Dimensionen von zehntel Millimetern und weniger in Frage - Schwierigkeiten im Wege stehen, ist es von Vorteil, die Filter durch Auftragung von feinverteilten Uranverbindungen auf eine strahlendurchlässige Unterlage, etwa Pappe, herzustellen. Zwischen Uranfilter. und Patienten ist noch ein schwaches leichtatomiges Filter (z. B. Aluminium) einzuschalten, um die weiche Uran-L-Strahlung fernzuhalten.

Claims (2)

  1. "FATEIiT-ANSPRücHE: r. Vezfähzeh zur Ermöglichung der medizinischen Anwendung härtester Röntgenstrahlen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Filter aus Uranmetall öder einer feinverteilten, auf strahlendurchlässiger Unterlage aufgetragenen Uranverbindung in den Strahlengang geschaltet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß hinter das aus einer oder mehreren Lagen Uran bestehende Filter noch ein schwaches, leichtatomiges Filter (z. B. Aluminium) geschaltet wird, um die weiche Uran-L-Strahluug abzuhalten.
DE1918331938D 1918-07-31 1918-07-31 Verfahren zur Ermoeglichung der medizinischen Anwendung haertester Roentgenstrahlen Expired DE331938C (de)

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DE1918331938D Expired DE331938C (de) 1918-07-31 1918-07-31 Verfahren zur Ermoeglichung der medizinischen Anwendung haertester Roentgenstrahlen

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