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DE331565C - Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk, besonders Rahmenschuhwerk - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk, besonders Rahmenschuhwerk

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Publication number
DE331565C
DE331565C DE1915331565D DE331565DD DE331565C DE 331565 C DE331565 C DE 331565C DE 1915331565 D DE1915331565 D DE 1915331565D DE 331565D D DE331565D D DE 331565DD DE 331565 C DE331565 C DE 331565C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
footwear
shoe
leather
frame
abutment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1915331565D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE331565C publication Critical patent/DE331565C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B9/00Footwear characterised by the assembling of the individual parts
    • A43B9/04Welted footwear

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk, besonders Rähmenschuhwerk. Bei den bisherigen Verfahren der Schuh-. fabrikation wurde ein Schaft oder Schuhoberteil aus flachen _Weichlederteilen gebildet und über einen-Leisten gezwickt oder gepreßt und dadurch eine dem Leisten ähnliche Schuhform oder Fasson in das Schuhoberteil gebracht. Durch die modernen Ansprüche, die an das. äußere Aussehen des Schuhes gestellt werden, wurde .dieses wesentlich dadurch erschwert, daß Versteifungsunterlagen für das Formhalten des Schuhes, besonders an der Kappe, notwendig sind oder angewandt wurden.
  • Eine Verbindung mit der Brandsohle war bisher nicht ohne die schwere Zwickarbeit möglich und außerdem nur, nachdem der Schuh von der durch die Zwickarbeit bedingten Feuchtigkeit wieder trocken war.
  • Die Gleichmäßigkeit der Schuhe untereinander war dabei von der Dehnbarkeit des Leders abhängig. Die ungleichmäßige Dehnbarkeit des Leders aber ward,-_wenn das Aussehen der Schuhe- nicht darunter leiden- sollte, zur Ursache für zu straffes oder zu lockeres Überholen, d. h. straffes Ausziehen des Schaftes in der Längsrichtung, und hatte im ersteren Falle zerrissene bzw. zersprungene Vorderkappen und im letzteren Falle Falten an. der Vorderkante zur -Folge-, welche zu beseitigen, in beiden Fällen große Störungen in der Fabrikation verursachte.
  • Bei dem vorliegenden Verfahren wird zunächst die Vorderkappe über die-Versteifungsunterlage gepreßt und- von dieser mittels Klebstoff festgehalten. Die Vorderkappelerhält dadurch die Form oder Fasson des Leistens. Die Einschlagkante bildet, nach einwärts gebogen, eine flache verkürzte Abschluß- oder Befestigungskante.
  • Die -fertige Vorderkappe wird dann mit dem Schaft- vereinigt und dadurch das form- oder spitzenfertige Schuhoberteil vollendet.
  • Dieses Oberteil wird dann mit Hilfe eines an der Einschlagkante desselben angebrachten Widerlagers flach und faltenlos auf die Brandsohle genäht.
  • Bei dem Nähvorgang wird die Brandsohle in einer an der Maschine angebrachten Kantenführung geführt und ein dem Zwicken ähnlicher Vorgang dadurch ausgeführt, daß ein am Oberleder oder Schaft angebrachtes Widerlager, etwa eine Kordel, beim Nähen und Herunterdrücken oder Zusammendrücken des Leders durch den Drückerfuß das Leder nach innen zieht und der Rahmen. mittels einer Führung im Drückerfuß flach zugeführt und in natürlicher, ein ZusammenpresEen oder Ausdehnen des Rahmens ausschließenden Weise mit der gleichen Naht befestigt wird. Das Überholen, d. h. das straffe Ausziehen des Schaftes in der Längsrichtung, geschieht dadurch; daß vor Befestigung des Hinterkappenteiles der Leisten in das gebildete Schuhgehäuse - eingeführt - wird und das Oberteil dadurch in seiner Längsrichtung erst ausdehnt, bevor das Fersenteil mit der Brandsohle verbunden wird. Es kann aber auch andererseits das Fersenteil wie das Vorderteil des Schuhes behandelt und somit der Schuh ringsum in - Stellung genäht werden. Gegebenenfalls kann das Verfahren auch ohne den Rahmen zur Anwendung gelangen.
  • . Das vorliegende Verfahren bietet verschiedene große praktische und wirtschaftliche Vorteile. Die Herstellungsdauer der Schuhe wird erheblich abgekürzt, da der Zwickprozeß und die damit verbundene feuchte Bearbeitung fortfällt. Die teuren Maschinensätze kommen in Fortfall. Es wird an Arbeit, Personal und Material gespart und Ausschuß. vermieden.
  • Auf der Zeichnung ist das Verfahren in verschiedenen Stufen und die dabei benutzte Einrichtung dargestellt.
  • Fig. z zeigt einen Schaft oder ein Schuhoberteil a, an dessen Blatt eine geformte Vorderkappe i mit der Naht o befestigt ist. An der Vorderkappe i ist an der unteren Seite der nach einwärts gebogene Einschlag k sichtbar. Entlang der Einschlagkante des Blattes bzw. Schaftes ist dann das Widerlager in Form einer angenähten Kordel b angebracht.
  • Fig. g zeigt einen in Arbeit befindlichen Schuh von unten gesehen mit der Brandsohle c und dem Rahmen d. Die Teile sind schon zum größten Teil durch die Nähte vereinigt. Der Einschlag k ist an der Spitze des Schuhes innerhalb des Rahmens deutlich zu sehen.
  • Fig. 3 zeigt, den Schuh fertig genäht. Die Kordel b ist jetzt schon wieder entfernt, da sie nur während des Nähens gebraucht wird. Der .Oberledereinschlag ist innerhalb des Rahmens zu erkennen.
  • Die Fig, q. und 5 zeigen in zwei verschiedenen Schnitten die bei Ausführung des Verfahrens benutzte Einrichtung der Nähmaschine mit den in Arbeit befindlichen Schuhteilen.
  • Die Stichplatte e ist mit einer. Führungskante f für die Brandsohle c versehen. Über der Brandsohle und über die Führungskante hinweggehend, liegt der Schaft bzw. dessen Blatt a mit der Kordel b am Rande. Gegen die Kordel b legt sich der Rahmen d, und auf dem Rahmen liegt der Drückerfuß g der Maschine.
  • Der Drückerfuß ist, wie aus Fig. 5 zu ersehen, mit einer Führung h für den Rahmen d versehen.
  • Der Drückerfuß könnte erforderlichenfalls bis auf das Oberleder herabgehen, um # die Wirkung auf das Widerlager, die Kordel b oder deren Ersatz zu begünstigen.
  • Fig. 6 veranschaulicht eine Vorderkappe i, bestehend aus Oberleder b und Versteifungsunterlage xa. Die Vorderkappe mit der Versteifungsunterlage hat durch Pressung, wie die Schattierung der Zeichnung zeigt, in ihrer oberen Partie die Fasson des Leistens bzw. eine eigene Fasson erhalten und in ihrer unteren eine flache nach einwärts gebogene Einschlagkante k. Die Versteifungsunterlagen. ist vermöge ihrer Eigenschaft imstande, nach einmaligem Pressen die Fasson sowohl wie die Einschlagkante zu halten bzw. beizubehalten. Das Oberleder l ist vor dem Pressen mit geeignetem Klebstoff bestrichen und wird von demselben auf der geformten Kappe festgehalten. Eine Wulst ist durch die Dehnbarkeit und durch die Dünnheit der beiden Materialien l und n durch den Druck der Presse vollkommen vermieden.
  • Fig. 7 zeigt einen Schaft oder ein Schuhoberteil u bis auf die Vo.- derkappe fertig. Das innere Futter m ist zurückgebogen, um die beiden Ecken r hervortreten zu lassen, mit Hilfe welcher, wie die punktierte Linie s anzeigt, die formfertige Vorderkappe i mittels einer Säulenmaschine = an die richtige Stelle genäht wird.
  • Bei dem Nähvorgang der Schaft-, Brandsohlen- und Rahmenbefestigung wird nun das Schuhoberteil durch den - Drückerfuß in Richtung der in Fig. 2 eingezeichneten Pfeile nach innen gezogen -wie sonst beim Zwicken. Das wesentliche Merkmal liegt aber hier darin, daß dieses Nachinnenziehen oder -drücken lediglich durch den Nähvorgang und den .betreffenden Teil der Nähmaschine erfolgt.
  • Das Widerlager (für den Drückerfuß), durch das das Oberleder in der beschriebenen Weise. nach innen gezogen wird, könnte auch durch andere Mittel als durch eine angenähte Kordel gebildet werden.
  • Man könnte beispielsweise an dem Leder in: bestimmten Abständen später wieder leicht entfernbare Klammern o. dgl. anbringen.
  • Das Oberleder könnte auch umgelegt und, die Umbiegung vorläufig befestigt werden. Wesentlich ist nur, daß solche Mittel verwendet werden, die gestatten, daß der Drücker= fuß beim Annähen das Oberleder ezfassen und, wie beschrieben, nach innen ziehen kann.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPnÜCFiE x. Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk, besonders Rahmenschuhwerk, dadurch gekennzeichnet, daß, zunächst ein form- und spitzenfertiges Oberteil hergestellt und an das Oberleder ein Widerlager. (Kordel) befestigt wird, das beim Zusammennähen der Schuhteile durch den zur Verwendung kommenden Drückerfuß nach innen geschoben .wird; wodurch das Siraffziehen des Oberleders über den Leisten bewirkt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß als Widerlager :äm Oberledereinschlag eine Umbiegung oder Klammer benutzt wird.
DE1915331565D 1915-07-10 1915-07-10 Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk, besonders Rahmenschuhwerk Expired DE331565C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE331565T 1915-07-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE331565C true DE331565C (de) 1921-01-08

Family

ID=6197734

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1915331565D Expired DE331565C (de) 1915-07-10 1915-07-10 Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk, besonders Rahmenschuhwerk

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DE (1) DE331565C (de)

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