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DIPL.-ING. WULF 1 7
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3000 Hannover 1 Rosrierstraße 12 14 49 Privot: 05308-2315 DIPL.-ING.
LEO FLEUCHAUS 8000 München 71 0110-792600 Hannover, 12. April 1983 Vorrichtung zur
Verstellung des Gegenanschlages von Holzbearbeitungsmaschinen zum Längsprofilieren
von Fensterhölzern Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verstellung des Gegenanschlages
von Holzbearbeitungsmaschinen zum Längsprofilieren von Fensterhölzern, bei welcher
der Gegenanschlag in Form einer parallel verschiebbaren Anschlagschiene den in die
Fensterhö-lzer eintauchenden Werkzeugen der Längsprofilierspindeln gegenüberliegt.
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Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art wird der Gegenanschlag durch
mechanische Mittel, beispielsweise in Form von Elemmschrauben od. dgl. in verschiedenen
Parallellagen quer zur Vorschubbahn der Fensterhblzer verstellt. Diese Verstellung
hat den Zweck, das Längsprofilieren von Fensterhölzern verschiedener
Breiten
zu ermöglichen. Der Gegenanschlag dient hierbei der Aufnahme der gegen ihn gerichteten
Vorschubkräfte sowie der Aufnahme der durch die Werkzeuge der Längsprofilierspindeln
aufgebrachten Schnittkräfte.
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Nachteilig bei dieser bekannten Anordnung ist es, daß dann, wenn in
kürzeren zeitlichen Abständen aufeinanderfolgend Fensterhölzer unterschiedlicher
Breite bearbeitet werden müssen, bei jedem Wechsel in zeitaufwendiger und mühsamer
Weise der Gegenanschlag von Hand verstellt werden muß, wodurch erhebliche Totzeiten
auftreten.
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Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß von einem Stellpult aus ohne zeitaufwendige
Handarbeit die jeweilige Anpassung an unterschiedliche Fensterholzbreiten möglich
ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Anschlagschiene
des Gegenanschlages durch quer zu ihrer Längserstreckung auf sie wirkende Pneumatikaggregate
verstellbar ist, wobei eine Stelleinrichtung vorgesehen ist, die verschiedene einst
el-lbare und in den Bewegungsbereich der Pneumatikaggregate und/oder der Anschlagschiene
einschaltbare
Anschläge aufweist, die auf der den Fensterhölzern
abgewandten Seite der Anschlagschiene angeordnet sind und gegen die ausgehend von
einer innerhalb der geringsten Fensterhölzerbreite liegenden Nullstellung die Pneumatikaggregate
und/oder die Anschlagschiene fahrbar sind und wobei das Binschalten der einstellbaren
Anschläge durch einen to Steuerpult der Maschine aus steuerbaren Motor erfolgt.
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Mit dieser Anordnung wird erreicht, daß durch einfache aechanische
Ansteuerung der Pneumatikaggregate eine Fernsteuerung vom Steuerpult der Maschine
zur jeweiligen Einstellung der Anschlagschiene in Anpassung an die unterschiedlichen
Fensterhölzerbreiten möglich ist, so daß bei deren Wechsel die Bedienungßperson
ihren Platz im Bereich des Steuerpultes nicht zu verlassen braucht und die unterschiedlichen
Einstellungen in kürzester Zeit bewirkt werden.
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Die Anschlagschiene kann mit nach hinten weisenden sich parallel zu
den Pneumatikaggregaten erstreckenden Anschlagstangen versehen sein, die auf die
einschaltbaren Anschläge treffen.
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Die in die Bewegungsbahn der Anschlagschiene und/oder der Pneumatikaggregate
einschaltbaren Anschläge können zweckmäßigerweise durch Stellschrauben gebildet
sein, die auf einem drehbaren Träger, der vorzugsweise einen kreisförmigen Querschnitt
hat,
angeordnet sind. Diese Stellschrauben können in Abhängigkeit
von der einzustellenden Breite mehr oder weniger tief in den Träger eingeschraubt
sein bzw. mehr oder weniger weit aus diesem herausragen.
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Zweckmäßigerweise ist der drehbare Träger so angeordnet, daß sich
seine Drehachse parallel zur Verschiebungsrichtung der Anschlagschienen erstreckt,
wobei die Stellschrauben mit ihren Achsen parallel zur Drehachse des Trägers im
Bereich von dessen Umfang angeordnet sind.
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Der drehbare Träger ist zweckmäßigerweise durch einen Elektromotor
angetrieben, wobei die jeweilige Einstellage durch Kodierschalter fixiert ist, die
den Elektromotor und damit den drehbaren Träger in einer vorgewählten Lage stillsetzen.
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Vorteilhaft ist es hierbei, wenn die Kodierschalter die Form von in
Reihe angeordneten Endschaltern haben, die durch auf dem Träger angeordnete Schaltkurven
oder entsprechend kombinierte Schaltnocken betätigbar sind.
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Die Schaltkurven oder Schaltnocken sind zweckmäßigerweise auf dem
Außenumfang des kreisförmigen drehbaren Trägers angeordnet.
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IAx4esondere können die Kodierschalter berührungslose SeXalter sein.
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Vorzugsweise kann die Kodierung so vorgenommen werden, d hintereinander
vierzehn verschiedene Fensterholzbreiten bzw. vierzehn verschiedene Einstellagen
der Anschlagschiene einstellbar sind.
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Da die Anschlagschiene von wenigstens zwei Pneumatikaggregaten beaufschlagt
wird, wird zweckmäßigerweise jedem dieser Pneumatikaggregate eine Stelleinrichtung
der oben beschriebenen Art zugeordnet. Sofern mehrere Pneumatikaggregate Verwendung
finden, kann jedem einzelnen dieser Aggregate eine solche Stelleinrichtung zugeordnet
werden.
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Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, vielmehr kann in einem
zwischen zwei Pneumatikaggregaten liegenden Bereich eine solche Stelleinrichtung
dazu verwendet werden, lediglich eine Anschlagstange für die Anschlagschiene zu
beaufschlagen. Damit wird ein Durchbiegen in diesem Bereich während der Bearbeitung
verhindert.
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Zweckmäßig ist es, wenn bei der Anordnung mehrerer Stelleinrichtungen
die jeweiligen drehbaren Träger gemeinsam durch
einen einzigen
Elektromotor angetrieben werden, so daß auch nur eine einzige Kodierschalteinrichtung
für mehrere Stelleinrichtungen erforderlich ist.
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Der gemeinsame Antrieb kann durch Kettentriebe gebildet sein, wobei
über einen ersten von dem Elektromotor angetriebenen drehbaren Träger die weiteren
drehbaren Träger angetrieben sind.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles
in der Zeichnung näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt in Ansicht eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
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Fig. 2 ist die Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1.
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Fig. 3 ist der Schnitt III-III nach Fig. i.
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Fig. 4 ist ein Schnitt ähnlich dem Schnitt IV-IV nach Fig. 1 bei
einer von Fig. 2 abweichenden Einstellage.
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Fig. 5 zeigt einige Ausführungsbeispiele für die Ausbildung der Schaltnocken
der Kodierschalter.
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Gemäß den Figuren 1 und 2 weist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine
durch Pneumatikaggregate 1 und 2 parallel verschiebbare Anschlagschiene 3 auf, die
den in die Fensterhölzer eintauchenden Werkzeugen von hier nicht dargestellten Längsprofilierspindeln
gegenüberliegt und die Fensterhölzer gegen die auftretenden Vorschub- und Schnittkräfte
abstützt. Die Werkzeuge der Längsprofilierspindeln liegen im Bereich eines maschinenseitigen
Anschlages 4, der im Bereich der Werkzeuge unterbrochen ist.
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Die Anschlagschiene 3 ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel mit
nach hinten weisenden und sich parallel zu den Pneumatikaggregaten und 2 erstreckenden
Anschlagstangen 5 versehen, denen jeweils eine Stelleinrichtung 6 mit einstellbaren
Anschlägen 7 zugeordnet ist. Die Anschlagschiene 3 ist durch Führungen 8 parallelgeführt,
wobei die Führungen 8 durch eine Verbindungsstange 9 miteinander verbunden sind.
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Die Stelleinrichtungen 6 bestehen bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
jeweils aus einem um eine Achse 11 drehbaren Träger 10 mit kreisförmigem Querschnitt,
wobei im Bereich
des Umfanges des jeweiligen drehbaren Trägers
10 die Stellschrauben 7 so angeordnet sind, daß sie mit ihren Achsen parallel zur
Drehachse 11 des Trägers 10 liegen.
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Wie sich aus Fig. 2 ergibt, sind mithin die Stellschrauben 7 so angeordnet,
daß Stellschrauben verschiedener Einschraublänge bei einer Drehung des Trägers 10
in den Anschlagsbereich der Anschlagstangen 5 einschaltbar sind.
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Wie sich aus Fig. 1 ergibt, wird der rechts in den Figuren 1 und 2
dargestellte drehbare Träger 6 über einen Kettentrieb 12 mittels eines vom Schaltpult
der Maschine aus steuerbaren Elektromotors 13 angetrieben. Dieser Antrieb erfolgt
hierbei über das außen liegende Antriebsritzel 14 (vgl. Fig. 3) des drehbaren Trägers
10. Die beiden übrigen drehbaren Träger sind durch weitere Kettentriebe 15 und 16
angetrieben, wobei hierzu die innen liegenden Kettenritzel 17 des rechts in den
Figuren 1 und 2 wiedergegebenen drehbaren Trägers bzw. die Kettenritzel 18 und 19
(vgl. Fig. 4) des mittleren drehbaren Trägers dienen.
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Zwischen dem Elektromotor 13 und dem Kettentrieb 12 ist beim dargestellten
Ausführungsbeispiel ein Getriebe 20 angeordnet,
iit welchem die
Antriebikraft des Elektromotors 13 auf ein lntriebskettenritzel 21 für den Kettentrieb
12 übertragen wird.
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An Außenuafang des links in den Figuren 1 und 2 wiedergegebenen drehbaren
Trägers 10 sind Schaltnocken 22 angebracht, die der Bezuischlagunl von in einem
Gehäuse 23 angeordneten Kodierschaltern 24 dienen. Es kann sich hier gegebenenfalls
um berührungslose Schalter handeln. Die Beaufschlagung der Kodierschalter entspricht
mithin der jeweiligen Einstell-und Fixierlage des drehbaren Trägers 10, wobei über
den Elektronotor 13 die Einstellagen sämtlicher drehbaren Träger 10 von der links
in Fig. 1 wiedergegebenen Schalteinrichtung gesteuert werden.
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Fig. 3 ist der Schnitt III-III nach Fig. 1 und zeigt die Lage der
lnschlagschiene 3 bei einer Minimaleinstellung, die auch derjenigen nach Fig. 2
entspricht. Bei dieser Anordnung ist die am weitesten herausgeschraubte bzw. die
längste Stellschraube 7a gegenüber der zugehörigen Anschlagstange 5 wirksam, so
daß die in den Figuren 2 und 3 wiedergegebene Abstandslage zwischen den Schienen
3 und 4 herbeigeführt wird, wenn die Pneumatikaggregate 1 und 2 von einer Nullstellung
aus die
Anschlagstangen 5 gegen die Stellschrauben 7a fahren.
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Fig. 4 ist ein Schnitt ähnlich dem Schnitt IV-IV nach Fig. 1.
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Bei der Anordnung nach Fig. 4 ist jedoch in Abweichung von Fig. 2
die am weitesten eingeschraubte bzw. kürzeste Stellschraube 7b wirksam, so daß nach
dem Betätigen der Pneumatikaggregate 1 und 2 die Anschlagschiene 3 im größtmöglichen
Abstand zur maschinenseitigen Schiene 4 liegt.
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Fig. 3 zeigt noch eine in den Figuren i und 2 nicht wiedergegebene
Abdeckhaube 25, die der Abdeckung der Stelleinrichtungen 6 und der zugehörigen getrieblichen
Verbindungen dient.
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Wie aus den Figuren 3 und 4 hervorgeht, ist die Bnschlagsvorrichtung
in an sich bekannter Weise auf einem Tisch 26 der Maschine angeordnet, der seinerseits
auf dem Maschinenständer 27 liegt.
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Fig. 5 zeigt als Beispiel verschiedene Ausführungsformen der Schaltnocken
22, die auf dem Außenumfang des drehbaren Trägers 10 angeordnet sind. Wie aus Fig.
5 hervorgeht, sind die Schaltnocken so ausgebildet, daß jeweils verschiedene Kodierschalter
24 beaufschlagt werden, wobei auch die Anzahl
der boaufschlagten
Schalter unterschiedlich sein kann. Damit wird eine größere Anzahl möglicher Einstellungen
für die Anschlagschiene 3 geschaffen.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung ist folgende: Wenn ein
Wechsel in. der Breite der zu bearbeitenden Fensterhölzer auftritt, dann wird die
Anschlagschiene 3 mittels der Pneumatikaggregate 1 und 2 zunächst in-ihre Nullage
zurückgefahren, in welcher also die rückwärtigen Enden der Anschlagstangen 5 sich
außerhalb des Bewegungsbereiches der Stellschrauben 7 der einzelnen Stelleinrichtungen
6 befinden.
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Gleichzeitig werden die Kodierschalter 24 entsprechend der jetzt vorzugebenden
Abstandslage der Anschlagschiene 3 beaufschlagt und anschließend der Elektromotor
13 in Tätigkeit gesetzt, der sämtliche Stelleinrichtungen 6 nun- so weit verdreht,
bis derjenige Schaltnocken 22 den Sodierschaltem 24 gegenübersteht, dessen Form
der vorgegebenen Kodierung entspricht. Ist diese Stellung erreicht, wird der Elektromotor
13 angehalten, und die Pneumatikaggregate werden in Tätigkeit gesetzt. Sie fahren
jetzt die Anschlagschiene 3 in Öffnungsrichtung, bis die räckwärtigen Enden ihrer
Anschlagstangen 5 die eingeschalteten Stellschrauben erreicht haben.
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Obwohl jeder Anschlagstange 5 ein Pneumatikaggregat zugeordnet sein
kann, sind bei der dargestellten Ausführungsform nur zwei Pneumatikaggregate vorgesehen,
wobei zwischen den beiden Pneumatikaggregaten lediglich eine der mittleren Stelleinrichtung
zugeordnete Anschlagstange 5 angeordnet ist, die zur Verhinderung des Durchbiegens
der Anschlagschiene 3 während der Bearbeitung dient.