DE3315099A1 - Vorrichtung zum kontinuierlichen herstellen und foerdern eines gemisches aus trockengut und einer fluessigkeit - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen herstellen und foerdern eines gemisches aus trockengut und einer fluessigkeitInfo
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Description
Anmelder: Dipl.-Ing. Dietrich Maurer Drosselweg 4
6240 Königstein/Ts.
6240 Königstein/Ts.
Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen und Fördern eines Gemisches aus Trockengut und einer Flüssigkeit
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen und Fördern eines Gemisches aus Trockengut
und einer Flüssigkeit, die aus einem Vorratsbehälter mit Förderorgan für die Zuführung des Trockengutes in
einen mit Flüssigkeitsdosiervorrichtung versehenen Mischer und einer sich anschließenden Förderpumpe für das fertige
Gemisch besteht.
Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus der eigenen österreichischen Patentschrift 310 636 bekannt.
Bei solchen Vorrichtungen ist man bestrebt, das Trockengut möglichst gleichmäßig einer Mischkammer zuzuführen, damit
der Mischprozeß mit der zudosierten Flüssigkeit weitgehend gleichmäßig abläuft, so daß von der sich anschließenden
Förderpumpe ein Gemisch von gleichmäßiger Qualität dem Verbrauchsort zugeführt werden kann.
Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art ergeben sich indessen Schwierigkeiten, insbesondere dann, wenn das
Trockengut aus mehreren Komponenten besteht, weil dann je nach den physikalischen Eigenschaften der einzelnen
Komponenten bereits bei dem Transport oder aber bei der Förderung des Trockengutes im Vorratsbehälter zu der Aufgabeöffnung
des Mischers eine Entmischung eintreten kann, so daß ein ungleichmäßiges Trockengut dem Mischer zugeführt
wird.
Weiterhin ergeben sich Schwierigkeiten bei Materialien, die durch den Transport verdichtet werden und die daher
vor dem Vermischen mit der Flüssigkeit aufgelockert werden sollten, um einerseits eine Volumenvergrößerung zu erzielen,
andererseits aber eine weitgehende Knotenfreiheit des fertigen Gemisches zu erreichen.
Ein weiteres Problem bei den bekannten Vorrichtungen zum Herstellen und Fördern eines Gemisches aus Trockengut und
einer Flüssigkeit besteht darin, daß die Fördermenge des Trockengutes durch die Förderschnecke innerhalb des Vorratsbehälters
von dem Füllgrad des Vorratsbehälters abhängig ist. So konnte anhand umfangreicher Versuche festgestellt
werden, daß bei den bekannten Vorrichtungen die Trockengutfördermenge nur unwesentlich von der Füllhöhe
abhängig ist, so lange das Trockengutniveau über der Achse der Förderschnecke liegt; daß jedoch dann, wenn die
Füllhöhe unterhalb der Achse der Förderschnecke liegt,
die Trockengutförderinenge überproportional zur Füllhöhe des Trockengutes abfällt.
Dies erweist sich in der Praxis als außerordentlich nachteilig, weil das Trockengut üblicherweise von einer Bedienungsperson
in den Vorratsbehälter eingefüllt wird, die somit ständig die Füllhöhe überprüfen muß, um ein
Absinken der Füllhöhe unter die Achse der Förderschnecke ZSU vermeiden, weil dann die ausreichende Zugabe des Trokkengutes
zum Mischer nicht mehr sichergestellt ist und damit die Konsistenz des Mischgutes, die von einer solchen
Mindestfördermenge des Trockengutes abhängig ist, nicht mehr gewährleistet ist.
Eine solche ständige überwachung der Füllhöhe ist jedoch
in der Praxis nicht immer gewährleistet, so daß die vorstehend geschilderten unangenehmen Folgen bei den bisher
bekannten Vorrichtungen nicht auszuschließen sind.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung
der eingangs definierten Art so zu verbessern, daß die vorstehend geschilderten Nachteile weitgehend
vermieden werden.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß bei einer
Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen und Fördern eines Gemisches aus Trockengut und einer Flüssigkeit, bestehend
aus einem Vorratsbehälter mit Förderorgan für die Zuführung des Trockengutes in einen mit Flüssigkeitsdosiervorrichtung
versehenen Mischer und einer sich daran anschließenden Förderpumpe für das fertige Gemisch, das
Förderorgan in dem Vorratsbehälter aus wenigstens zwei parallel zueinander und vorzugsweise waagerecht angeordneten
Förderschnecken besteht.
Durch eine solche erfindungsgemäße Anordnung von wenigstens
zwei Förderschnecken nebeneinander wird es möglich, bei gleichen Abmessungen des Trockengutbehalters den
Durchmesser der Förderschnecken zu verringern und damit die Achshöhe der Förderschnecken, die, wie vorstehend
ausgeführt, für die gleichmäßige Fördermenge zum Mischer von entscheidender Bedeutung ist, herabzusetzen.
Da die Zusammensetzung des Mischgutes von einer Mindestfördermenge
des Trockengutes innerhalb des Vorratsbehälters zur Aufgabeöffnung des Mischers abhängig ist, kann
der Vorratsbehälter für das Trockengut unter der Voraussetzung einer gleichbleibenden Zusammensetzung des zum
Verbrauchsort geförderten Gemisches nicht leergefahren werden. In der Praxis verbleibt vielmehr immer eine ungenutzte
Restmenge Trockengut im Trockengutbehälter zurück. Aufgrund der Verringerung des Durchmessers der Förderschnecken
-wird jedoch diese Restmenge in Bezug auf die im Vorratsbehälter vorgesehene Gesamtmenge wesentlich
herabgesetzt.
Die Anordnung mehrerer Förderschnecken erlaubt ferner, unter Beibehaltung der für Mischpumpen Üblichen und vorteilhaften
senkrechten Anordnung des Mischrohres und der damit system-verbundenen Mindesthöhe der Einfüllöffnung
in das Mischrohr für das Trockengut ohne Anheben des Trockengutes einen im Vergleich zu anderen bekannten Konstruktionen
vorteilhaften voluminösen Trockengutbehälter mit senkrechten Behälterwänden, ohne die Gesamthöhe und
damit die für manuelle Beschickung entscheidende Einfüllhöhe ungünstig zu vergrößern. Das hat zum Vorteil, daß
auch zum Anbacken neigende und Brücken bildende Trockenmaterialien sicher dem Naßmischprozeß zugeführt werden.
Es hat sich als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn sich die Förderschnecken über die gesamte Länge des Vorrats-
l· -
behälters erstrecken. Auf diese Weise wird erreicht, daß die im Vorratsbehälter verbleibende Restmenge sehr gering
gehalten wird.
Dem gleichen Ziel dient eine weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Vorratsbehälters für das Trockengut, bei
dem die Behälterwandung dem Flugkreis der Förderschnecken angepaßt ist. Bei einer solchen Ausführungsform unterliegt
das gesamte, im Vorratsbehälter enthaltene Trockengut einer ständigen Durchmischung, die eingangs geschilderten Entmischungsschwierigkeiten
werden somit sicher vermieden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sind die Förderschnecken gegenläufig antreibbar ausgestaltet. Sie sind dabei zweckmäßig
über ein Getriebe von einem gemeinsamen Antrieb gegenläufig antreibbar, wobei die Drehrichtung der Förderschnecken
zweckmäßig'so ausgerichtet ist, daß das Trockengut zwischen den beiden Förderschnecken von unten nach oben und gleichzeitig
zur Aufgabeöffnung des Mischers bewegt wird.
Mit einer solchermaßen ausgebildeten Vorrichtung ist ein kontinuierlicher Mischvorgang bei gleichzeitiger steter
Förderung zur Füllöffnung des Mischrohres möglich.
Durch die vorstehend beschriebene erfindungsgemäße Ausgestaltung
des Trockengutbehälters ist eine vorteilhafte Verlängerung der Mischzone im Mischer möglich, ohne daß eine
nachteilige Erhöhung der ergonomisch bedingten Einfüllhöhe für das Trockengut in Kauf genommen werden muß.
Eine solche Verlängerung der Mischzone des Mischers ergibt den entscheidenden Vorteil, daß die Gefahr des Hochschleuderns
von Flüssigkeit in den Bereich der Einfüllöffnung der Mischkammer aufgrund der rotierenden Mischwelle inner-
-7-
halb der Mischkammer wesentlich verringert wird, so daß
auch die Störanfälligkeit des Mischsystems bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wesentlich herabgesetzt ist. In
diesem Zusammenhang wurde bei Versuchen festgestellt, daß durch die Verlängerung der Mischzone etwa der doppelte
Flüssigkeitsstrom in den Mischer gepumpt werden kann, der normalerweise zum Anmachen von Trockengut erforderlich
ist, ohne daß Flüssigkeit in den Bereich der Einfüllöffnung der Mischkammer hochgeschleudert wird.
Als weiterer Vorteil ergibt sich bei der verlängerten
Mischzone ein vergrößertes Mischervolumen und damit eine verlängerte Mischzeit, wodurch eine wesentliche Verbesserung
des Gemisches hinsichtlich Homogenität und Knotenfreiheit erzielt wird und weiterhin ein Material mit
verbessertem Luftporengehalt erhalten wird.
Durch die vorzugsweise waagerecht angeordneten Förderschnecken ist eine einfache Unterbrechung der Trockengutzufuhr
durch Abschaltung des Antriebes möglich, so daß ein Leerfahren des Mischrohres zu Reinigungszwecken auch
bei noch gefülltem Trockengutbehälter möglich wird.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die Förderschnecke als spiralförmig koaxial um die Antriebsachse
angeordnete Drahtschnecke ausgebildet ist. Eine solche Ausführungsform, bei der zweckmäßig der Draht der Drahtschnecke
einen runden Querschnitt aufweist, -erweist sich für die Förder- und Mischzwecke im Vorratsbehälter als
besonders vorteilhaft und geeignet. Es hat sich dabei als sehr zweckmäßig erwiesen, wenn die von den Förderschnecken
umschriebenen Flugkreise sich teilweise überlappen.
Da den Förderschnecken neben der Transportfunktion auch eine ganz wesentliche Mischfunktion zufällt, hat es
sich gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung als sehr zweckmäßig erwiesen, wenn
die Förderschnecken teilweise oder ganz durch Paddelwellen mit in Drehrichtung zur Mischeraufgabeöffnung fördernden
Paddeln ersetzt sind. Durch solche Paddelwellen läßt sich die Mischfunktion der Förderschnecken wesentlich verbessern,
was insbesondere bei Mehrkomponentengemischen mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften sehr wesentlich
ist.
Es hat sich weiterhin bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung als sehr zweckmäßig erwiesen, wenn die Antriebseinheit,
bestehend aus Motor und Getriebe, über lösbare Steckkupplungen auf die Förderschnecken einwirkt. Dies gibt die
Möglichkeit, die Antriebseinheit auf einfache Weise loszukuppeln um beispielsweise bei Reinigungszwecken die
Förderschnecken aus dem Vorratsbehälter herauszunehmen.
Da die Dreh- und Förderrichtung der Förderschnecken sich als sehr wichtig erwiesen hat, sind die Steckkupplungen
zwischen Antriebseinheit und den einzelnen Förderschnecken zweckmäßig verwechslungssicher ausgebildet. Dies kann
beispielsweise dadurch geschehen, daß die rechts drehenden Förderschnecken über einen viereckigen Einsteckflansch
gekuppelt werden, während die links drehenden Förderschnekken beispielsweise über einen dreieckigen Einsteckf lansch
angekuppelt werden. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß eine rechts drehende Förderschnecke nicht an der Stelle
der links drehenden Förderschnecke montiert wird.
Anhand des in den anliegenden Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels wird nachfolgend die Erfindung im
einzelnen näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung;
Fig. 2 einen schematischen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung;
Fig. 3 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung.
Die in den Zeichnungen dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung weist einen Trockengutbehälter 1 mit vertikalen
Seitenwänden und Stirnwänden auf, der von einem fahrbaren Maschinengestell 2 getragen wird. Zwei parallel zueinander
und horizontal angeordnete Förderschnecken 3 aus spiralförmig koaxial um die Antriebsachse gebogenen Drahtschnecken
sind in dem Trockengutbehälter 1 angeordnet. An der einen Stirnwand befindet sich der gemeinsame Antrieb
4 für die Förderschnecken 3, der eine langsame/gegenläufige
Rotation dieser Förderschnecken ermöglicht, um das Trockengut zur gegenüberliegenden Stirnwand 5 und durch die in
dieser Stirnwand 5 vorgesehene öffnung 6 in die Einfüllöffnung 7 des Mischers 8 zu transportieren. Am Mischer 8
ist ein Motor 9 zum gleichzeitigen Antrieb der Mischwelle 10 und der Förderpumpe 11 vorgesehen.
Von der Dosiervorrichtung 12 wird die im Mischer 8 zugemischte
Flüssigkeit in der erforderlichen Menge dem Mischer 8 durch die öffnung 13 zugeführt.
Zwischen dem Mischer 8 und dem Trockengutbehälter 1 ist ein Trennschieber 14 vorgesehen, der die öffnung 6 und
damit auch die Einfüllöffnung 7 des Mischrohres 8 verschließt. Auf diese Weise kann die Förderung von Trockengut
zusätzlich zum Abstellen des Antriebes 4 der Förderschnekken 3 unterbrochen werden, auch wenn die Förderpumpe 11
weiterarbeitet und der Mischer 8 zur Reinigung entleert wird.
ORIGINAL INSPECTED
rtJ-;f-
CHiXHdSNI
Claims (12)
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen und Fördern eines Gemisches aus Trockengut und einer
Flüssigkeit, bestehend aus einem Vorratsbehälter (1) mit Förderorgan (3) für die Zuführung des Trockengutes
in einen mit Flüssigkeitdosiervorrichtung (12) versehenen Mischer (8) und einer sich anschließenden
Förderpumpe (11) für das fertige Gemisch, dadurch gekennzeichnet, daß
das Förderorgan (3) in dem Vorratsbehälter (1) aus wenigstens zwei parallel zueinander und vorzugsweise
waagerecht angeordneten Förderschnecken (3a, 3b) besteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Förderschnecken
(3a, 3b) sich über die ganze Lange des Vorratsbehälters (1) erstrecken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
da/3 die Wandung des Vorratsbehälters (1) dem Flugkreis der Förderschnecken (3a, 3b) angepaßt
ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Förderschnecken (3a, 3b) gegenläufig antreibbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruchs 4, 'dadurch gekennzeichnet , daß die Förderschnecken
(3a, 3b) über ein Getriebe von einem gemeinsamen Antrieb (4) gegenläufig antreibbar
sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehrichtung der Förderschnecken (3a, 3b) so ausgerichtet ist, daß das Trockengut zwischen
den beiden Förderschnecken (3a, 3b) von unten nach oben und gleichzeitig zur Aufgabeöffnung (7)
des Mischers (8) bewegt wird.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Förderschnecken (3a, 3b) als spiralförmig koaxial um die Antriebsachse angeordnete
Drahtschnecken ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß der Draht
der Drahtschnecken einen runden Querschnitt aufweist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderschnecken (3a, 3b)
teilweise oder ganz durch Paddelwellen mit in Drehrichtung zur Mischeraufgabeöffnung (7) fördernden
Paddeln ersetzt sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinheit (4) über lösbare Steckkupplungen auf die Förderschnecken (3a, 3b)
einwirkt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß die Steckkupplungen
zwischen Antriebseinheit (4) und den einzelnen Förderschnecken (3a bzw. 3b) verwechslungssicher
ausgebildet sind.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die umschriebenen Flugkreise der Förderschnecken (3a, 3b) sich teilweise überlappen.
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