DE3311560C2 - Vorrichtung zum Zentrieren und zum Transport von langgestreckten zylindrischen Gegenständen - Google Patents
Vorrichtung zum Zentrieren und zum Transport von langgestreckten zylindrischen GegenständenInfo
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Abstract
Bei einer Vorrichtung zum Transport von langgestreckten zylindrischen Prüflingen durch ein Prüfgerät zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung, insbesondere ein Wirbelstromprüfgerät, mit vor und hinter dem Prüfgerät zum Transport der Prüflinge angeordneten Treibrollen wird erfindungsgemäß vorgesehen, daß als Treibrollen jeweils in einer senkrechten Ebene drei schwenkbare Rollen in Form eine Rollenkranzes angeordnet sind, die auslenkbar sind.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zentrieren und zum Transport von langgestreckten zylindrischen Gegenständen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Wirbelstromprüfgeräte dienen der Feststellung von Materialfehlern an Knüppeln, Rohren, Rund- und Vielkantstäben, die aus ferromagnetischen, austhenitischen oder NE-Metallen bestehen können. Damit die Wirbelstromprüfgeräte signifikante Meßergebnisse liefern, ist es erforderlich, die Prüflinge zentrisch und schwingungsfrei durch die Prüfspulen des Wirbelstromprüfgerätes zu transportieren.
- Bei einer bekannten Vorrichtung (DE-PS 24 21 623) ist über Treibrollen ein sich durch das Prüfgerät erstreckendes endloses Transportband aus Kunststoff gespannt, das eine in Längsrichtung verlaufende Zentriernut besitzt. Die Zentriernut des Transportbandes dient dabei der zentrischen Führung des Prüflings durch die Prüfspulen des Prüfgerätes.
- Diese Vorrichtung hat sich bewährt. Allerdings können damit nur Prüflinge mit ebener Oberfläche zentrisch durch das Prüfgerät geführt werden. Die bekannte Vorrichtung ist jedoch nicht geeignet für Prüflinge mit unebener Oberfläche, wie etwa Muffenrohre o.dergl.
- Weiter ist eine Vorrichtung zum Transport von vorzugsweise Rundholz in eine Entrindungsmaschine aus der DE-OS 32 25 399 bekannt. Eine vergleichbare Vorrichtung ist aus der schwedischen Patentschrift 1 66 619 bekannt. Bei der Vorrichtung gemäß der DE-OS 32 25 399 sind symmetrisch um das Zentrum der Öffnung eines Maschinengehäuses vier gleiche, zylindrische Förderwalzen angeordnet, deren Rotationsachsen in einer gemeinsamen Ebene liegen, die rechtwinklig zur durch das Zentrum der Öffnung führenden Förderrichtung läuft. Die Walzen sind antreibbar, und die Antriebswellen sind in den Armen, an deren Enden die Walzen befestigt sind, gelagert. Dabei sind die Arme im Gehäuse um die zur Einfuhrrichtung parallelen Schwenkachsen schwenkbar gelagert. Die Arme sind durch mit den Armen verbundene Hebelstangen sowie an diese gekuppelte Gelenke untereinander verbunden, so daß sie gleichzeitig und gleichmäßig zu und von dem Zentrum der Fördervorrichtung schwenkbar sind. Über eine zwischen den Hebelstangen und den Armen angeordnete, weitere Hebelstange kann eine elastisch nachgiebige Kraft den Walzen zur Schwenkung in Richtung zum Zentrum der Fördervorrichtung, d. h. zum Ansetzen der Walzen auf ein eingeführtes Holz, auferlegt werden. Das Auseinanderschwenken der Rollen ist nötig, damit sich die Vorrichtung auf Rundhölzer verschiedenen Durchmessers einstellen kann. Dabei ist der Verschwenkmechanismus aus einer Vielzahl von Hebeln und Gelenken zusammengesetzt, was zum einen konstruktiv aufwendig ist und in Bezug auf die Haltbarkeit (bei Berücksichtigung des Einsatzgebietes) bedenklich ist. Im rauhen Betrieb können die Gelenke ausleiern und die Hebelstangen verbogen werden, so daß über kurz oder lang nicht mehr von einer Synchronschwenkbewegung gesprochen werden kann. Das mag bei einer Vorrichtung zum Transport von Rundhölzern von untergeordneter Bedeutung sein. Bei einer Vorrichtung zum Transport von Prüflingen durch ein Prüfgerät zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung kommt es jedoch darauf an, daß die Prüflinge exakt durch das Prüfgerät geführt werden, wobei, um Beschädigungen des Prüflings sowie des Prüfgerätes zu vermeiden, die Rollen sich den unterschiedlichen Querschnitten des Prüflings anpassen müssen.
- Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszuführen, daß sie konstruktiv einfach und robust gebaut ist, wobei aber trotzdem ein exakt synchrones Ausschwenken der Treibrollen gewährleistet ist.
- Die Erfindung löst diese Aufgabe mit Hilfe der Merkmale des kennzeichenden Teils des Anspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Auf diese Weise entfällt ein Großteil der Hebel und Gelenke, also dem Verschleiß unterworfene Teile.
- Der Verschiebering ist in sich starr, so daß sich seine Drehbewegung gleichmäßig auf die an ihm angelenkten Rollen übertragen läßt. Bevorzugt dient der Verschiebering auch zum Anstellen der Rollen in die Transportstellung, also in Anlage an die Oberfläche des Prüflings. Durch den Verschiebering läßt sich damit in einfacher und völlig synchroner Weise eine Anpassung an Prüflinge mit unterschiedlichem Durchmesser erzielen.
- Damit die Rollen stets am Prüfling anliegen, muß der Verschiebering nach erfolgtem Ausschwenken der Rolle bei großem Prüflingsdurchmesser selbsttätig wieder in eine Stellung verschoben werden, in der die Rollen soweit zurückgeschwenkt sind, daß sie sich einem kleineren Prüflingsdurchmesser anpassen. Zum Antrieb des Verschieberings schlägt daher der Anspruch 2 einen Zylinder vor. Dieser Zylinder übernimmt zweckmäßigerweise auch eine Stoßdämpferfunktion, so daß die Rollen nicht unkontrolliert auf die Oberfläche des Prüflings schlagen können. Das würde nämlich zum einen zur Beschädigung der Prüflingsoberfläche und zur Beeinträchtigung des Prüfungsergebnisses führen, da der Prüfling durch die unkontrolliert aufschlagenden Rollen in Schwingungen versetzt werden würde.
- Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigen
- Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform einer Vorrichtung zum Transport von zylindrischen Prüflingen (in schematischer Darstellung) sowie
- Fig. 2 die Stirnansicht auf eine Rollenanordnung.
- Gemäß Fig. 1 befinden sich vor und hinter dem nur schematisch dargestellten Wirbelstromprüfgerät 2 jeweils zwei Rollensätze 9. Die Rollensätze 9 dienen zum Transport von Prüflingen 6 (Fig. 2) durch das Wirbelstromprüfgerät 2, wobei die Transportrichtung in Fig. 1 durch die in der Zeichenmitte verlaufende strichpunktierte Achse bezeichnet ist. Die Zuführung der Prüflinge 6 zu den Rollensätzen 9 ist nicht dargestellt und erfolgt mittels bekannter Einrichtungen.
- Da die Rollensätze 9 identisch aufgebaut sind, genügt der Einfachheit halber die Beschreibung lediglich eines dieser Rollensätze. Jeder Rollensatz 9 umfaßt drei um den zentralen Prüfling 6 herum gruppierte Rollen 1, die sämtlich in einer Ebene normal zur Transportrichtung des Prüflings 6 angeordnet sind. Wie Fig. 2 zeigt, sind die Rollen 1 mit gleichem Umfangsabstand zueinander zu einem Rollenkranz zusammengefaßt.
- Jede Rolle 1 ist schwenkbar gelagert, wozu die Rollen 1 jeweils an einer Schwinge 5 aufgehängt sind. Wie der Fig. 2 entnommen werden kann, ist die Schwinge 5 gelenkig mit einem Verschiebering 3 gekoppelt, welcher drehbar im Maschinenkörper 10 aufgenommen ist.
- Wie Fig. 2 zeigt, ist jede Rolle 1 an einem maschinenfesten Teil 11 angelenkt und am freien Ende mit einem Lenkhebel 8 der Schwinge 5 schwenkbar verbunden, dessen anderes Ende 12 an einer Konsole 13 des Verschieberings 3 angelenkt ist.
- Zum Antrieb des Verschieberings 3 dient ein Arbeitszylinder 4, der mit seinem einen Ende 14 mit einem Schuh 15 des Verschieberings 3 verbunden ist. Zweckmäßigerweise übernimmt der Arbeitszylinder 4 auch die Stoßdämpferfunktion.
- Die Funktionsweise ist wie folgt. Falls beim Durchlauf eines Prüflings 6 eine erhöhte Schulter den Durchgang durch einen Rollensatz 9 passiert, so werden die Rollen 1 radial nach außen infolge der schwenkbaren Lagerung ausgelenkt, was beim dargestellten Ausführungsbeispiel infolge des Verschieberings 3 synchron erfolgt, so daß der Prüfling 6 mit der erhöhten Schulter den Rollensatz 9 passieren kann. Nach Durchlauf des Prüflings 6 gelangen die Rollen 1 wieder selbsttätig in ihre Ausgangsstellung.
- Obgleich der Antrieb der Rollen im einzelnen nicht erläutert ist, so erfolgt dies jedenfalls über einen auf dem Maschinenkörper 10 angeordneten Motor 16, zweckmäßigerweise über ein Treibband auf eine der Rollen 1, von wo dann beispielsweise mit einem weiteren Treibband die anderen Rollen 1 angetrieben werden.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Zentrieren und zum Transport von langgestreckten zylindrischen Gegenständen, insbesondere von Prüflingen durch ein Prüfgerät zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung wie ein Wirbelstromprüfgerät, mit Hilfe von vor und hinter dem Prüfgerät angeordneten Treibrollen, von denen jeweils mindestens drei in einer zur Transportrichtung normalen Ebene in Form eines Rollenkranzes angeordnet sind, wobei die Rollen synchron auslenkbar, über Stoßdämpfer elastisch gelagert und jeweils an einer Schwinge aufgehängt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingen (5) über Lenkhebel (8) mit einem Verschiebering (3) verbunden und drehbar an einem maschinenfesten Teil (7) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verschieben des Ringes (3) ein Zylinder (4) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (1) einzeln antreibbar angeordnet sind.
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