DE3310941A1 - Einrichtung zur uebertragung der drehbewegung des schildzapfens einer waffe auf eine winkelmessvorrichtung, insbesondere an einem kampffahrzeug - Google Patents
Einrichtung zur uebertragung der drehbewegung des schildzapfens einer waffe auf eine winkelmessvorrichtung, insbesondere an einem kampffahrzeugInfo
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Description
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- Einrichtung zur Übertragung der Drehbewegung des
- Schildzapfens einer Waffe auf eine Winkelmeßvorrichtung, insbesondere an einem Kampffahrzeug.
- Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Übertragung der Drehbewegung des Schildzapfens einer Waffe auf eine Winkelmeßvorrichtung, insbesondere an einem Kampffahrzeug.
- Bei einer derartigen Einrichtung ist das Problem zu lösen, daß Bewegungen, die durch Spiel oder Schwingungen in einer Lagerstelle, beispielsweise dem Schildzapfenlager, auftreten sowie Längenänderungen durch Temperatureinflüsse nicht in eine Winkelbewegung umgewandelt werden und auf die Winkelmeßvorrichtung übertragen werden dürfen. Aus diesem Grunde ist es schwierig, eine Übertragung mit mechanischen Gestängen, die im allgemeinen mit Kugelgelenken und mehreren Lagerstellen versehen sind, vorzunehmen.
- Es ist auch bekannt (DE-OS 25 52 009), eine Winkelübertragungsvorrichtung in einer Axialbohrung des Schildzapfens koaxial zur Schildzapfenachse anzuordnen. Aber auch eine derartige Einrichtung besitzt die obenerwähnten Nachteile. Außerdem ist die Justierung einer solchen Einrichtung schwierig, da die in den Schildzapfen eingebaute Winkelmeßvorrichtung schlecht zugänglich ist.
- Schließlich muß bei dieser bekannten Einrichtung auch eine Schwächung des Schildzapfens durch die Axialbohrung in Kauf genommen werden.
- Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bestand darin, eine Einrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, mit der eine Übertragung der Drehbewegung des Schildzapfens auf eine Winkelmeßvorrichtung mgiich ist, ohne daß Bewegungen des Schildzapfens in Querrichtung oder Temperatureinflüße eine Verfälschung der Winkelmeßung bewirken können. Weiterhin sollte ein hohes Maß an Übertragungsgenauigkeit, Wartungsfreiheit und Verschleißfestigkeit erreicht werden und die Winkelmeßvorrichtung sollte zu Justierzwecken leicht zugänglich sein.
- Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen aus dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1.
- Vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Einrichtung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
- So wird vorzugsweise als Übertragungsband ein vorgespanntes Stahlband verwendet. Die erfindungsgemäße Einrichtung hat den großen Vorteil, daß, wie weiter unten anhand eines Ausführungsbeispiels genauer erläutert, Höhenbewegungen der Schildzapfenachse auch bei größerem Lagerspiel nicht in eine Winkelbewegung an der Winkelmeßvorrichtung umgewandelt werden können, da eine solche Bewegung lediglich ein Abrollen des Übertragungsbandes auf den Rollen bewirkt. Durch Temperatureinflüsse bestehende Längenänderungen des Übertragungsbandes werden durch die Vorspannung ausgeglichen.
- Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Einrichtung besteht darin, daß auftretende Kräfte, die durch dynamische Fahrbeschleunigungen entstehen und beispiels- weise bei mechanischen Übertragungsgestängen zu zusätzlichen Störungen führen,durch die Vorspannung des Übertragungsbandes ausgeglichen werden.
- Im folgenden wird anhand der Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße Einrichtung näher erläutert.
- In den Zeichnungen zeigen: Fig. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht einer Einrichtung zur Übertragung der Drehbewegung des Schildzapfens von oben; Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Einrichtung nach Fig. 1.
- Bei der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Einrichtung zur Übertragung der Drehbewegung bzw. Winkelbewegung des Schildzapfens einer Waffe auf eine Winkelmeßvorrichtung sind nur die für die Erfindung wesentlichen Teile in den Fig. dargestellt.
- Fig. 1 zeigt ein Ende eines Schildzapfens 16, der an einer nicht dargestellten Waffe, beispielsweise eines Kampfpanzers angeordnet sein kann.
- Der Schildzapfen 16 ist in einem Lager 2 gelagert, das in einem Lagergehäuse 17 angeordnet ist. Am Schildzapfen 16 ist koaxial zu dessen Achse 1 eine Abtriebsrolie 4 angeordnet.
- Auf einer mit dem Lagergehäuse 17 verbundenen Konsole 11 ist eine Grundplatte 12 befestigt, an der Führungsstangen 10 angeordnet sind, an denen Führungselemente 18 geführt sind, die mit einem Gehäuse 9 verbunden sind, in dem eine Winkelmeßvorrichtung 8 angeordnet ist, die aus verschiedenen, im einzelnen nicht näher dargestellten Teilen aufgeoaut ist und z.B. eine Stelleinheit sowie einen Winkelgeber enthalten kann.
- Die Winkelmeßvorrichtung 8 ist über Verbindungsglieder, beispielsweise Kupplungen 7, mit der Antriebswelle 6 verbunden, auf der eine Antriebsrolle 5 angeordnet ist.
- Das Gehäuse 9 der Winkelmeßvorrichtung 8 ist in der oben beschriebenen Führung in Pfeilrichtung V verschiebbar.
- Zwischen einem mit der Grundplatte 12 verbundenen Widerlager 19 und einem mit dem Gehäuse 9 verbundenen Widerlager 20 ist eine Druckfeder 13, bestehend aus einem Federpaket angeordnet, durch welche auf das Gehäuse 19 eine in Pfeilrichtung V nach außen wirkende Kraft ausgeübt wird. Die Vorspannung der Feder 13 ist über eine Spannschraube 14 einstellbar veränderbar.
- Die Schildzapfenachse 1 sowie die Achse der Antriebswelle f, liegen parallel zueinander in einer im dargestellten Ausführungsbeispiel horizontalen Ebene E. Die Abtriebsrolle 4 am Schildzapfen 16 und die Antriebsrolle 5 der Winkelmeßvorrichtung 8 besitzen gleichen Durchmesser. Um die Abtriebsrolle 4 und die Antriebsrolle 5 ist ein endloses umlaufendes Stahlband 3 geführt zur Übertragung der Drehbewegung des Schildzapfens 16 auf die Winkelmeßvorrichtung 8. Dabei ist das Stahlband 3 durch Öffnungen 21 im Gehäuse 17 hindurchgeführt.
- Die Feinjustierung der Winkelmeßvorrichtung 8 erfolgt über eine eigene, an sich bekannte und nicht genauer dargestellte Justiervorrichtung 15.
- Die Funktionsweise der dargestellten Einrichtung ist folgende: Dreht sich der Schildzapfen 16 um einen vorgegebenen Winkel, so überträgt sich diese Drehbewegung über die Abtriebsrolle 4, das Stahlband 3 und die Antriebsrolle 5 auf die Winkelmeßvorrichtung 8 im Verhältnis 1 : 1. Eine Querbewegung des Schildzapfens 16, beispielsweise senkrecht zur Ebene E infolge von Lagerspiel, kann an der Winkelmeßvorrichtung 8 keine Drehbewegung bewirken, weil in einem solchen Falle das Stahlband 3 lediglich auf den Rollen 4 und 5 abrollt, ohne daß ein Drehmoment auftritt. Durch die Druckfeder 13 erhält das Stahlband 3 die nötige Vorspannung. Durch Temperatureinflüsse entstehende Längenänderungen des Stahlbandes 3 werden durch die mittels der Druckfeder 13 am Gehäuse 9 der Winkelmeßvorrichtung 8 erzeugte Vorspannung ausgeglichen.
- Ebenso werden durch diese Vorspannung, etwa durch dynamische Fahrbeschleunigungen, auftretende Kräfte ausgeglichen.
Claims (4)
- Patentansprüche.Einrichtung zur Übertragung der Drehbewegung des Schildzapfens einer Waffe auf eine Winkelmeßvorrichtung, insbesondere an einem Kampffahrzeug, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelmeßvorrichtung (8) außerhalb des Schildzapfens (16) so angeordnet ist, daß die Schildzapfenachse (1) und die Achse (6) der Antriebswelle der Winkelmeßvorrichtung (8) parallel verlaufen und ein endloses Übertragungsband (3) unter Vorspannung über eine mit dem Schildzapfen (16) verbundene Abtriebsrolle (4) und eine mit der Antriebswelle der Winkelmeßvorrichtung (8) verbundene Antriebsrolle (5) geführt ist, wobei Abtriebsrolle (4) und Antriebsrolle (5) gleiche Durchmesser aufweisen.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Übertragungsband (3) ein Stahlband dient.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelmeßvorrichtung (8) in einer die Schildzapfenachse (1) sowie die Achse (6) der Antriebswelle enthaltenden Ebene (E) in Richtung (V) senkrecht zu diesen Achsen verschiebbar angeordnet ist und die Vorspannung durch eine zwischen der Winkelmeßvorrichtung (8) und dem Lagergehäuse (17) für den Schildzapfen (16) angeordnete Druckfeder (13) mit einstellbarer Vorspannung erzeugt wird.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelmeßvorrrichtung (8) auf einer mit dem Lagergehäuse (17) für den Schildzapfen (18) verbundenen Konsole (11) angeordnet ist und eine Grundplatte (12) aufweist, an der Führungsstangen (10) angeordnet sind, an denen mit dem Gehäuse (9) der Winkelmeßvorrichtung (8) verbundene Führungselemente (18) geführt sind und zwischen einem an der Grundplatte (12) angeordneten Widerlager (19) und einem am Gehäuse (9) der Winkelmeßvorrichtung (8) angeordneten Widerlager (20) eine Druckfeder (13) angeordnet ist, deren Vorspannung über eine Spannschraube (14) einstellbar veränderbar ist.
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Publications (2)
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| DE3310941C2 DE3310941C2 (de) | 1989-04-27 |
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-
1983
- 1983-03-25 DE DE19833310941 patent/DE3310941A1/de active Granted
Patent Citations (1)
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| DE2552009A1 (de) * | 1975-11-20 | 1982-07-15 | Wegmann & Co, 3500 Kassel | Schildzapfenlagerung in gepanzerten gehaeusen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE3310941C2 (de) | 1989-04-27 |
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