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Schaltungsanordnung zur Verhinderung von Fehlfunktionen
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einer in einer Fernsprechanlage eingesetzten Steuerrechnereinheit.
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Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Verhinderung von
durch eine nicht ordnungsgemäße Betriebsgleichspannung bedingten Fehlfunktionen
einer in einer Fernsprechanlage, vorzugsweise in einer kleinen Fernsprechnebensteenanlage
eingesetzten Steuerrechnereinheit, wobei die Betriebsgleichspannung für diese Einheit
aus der Netzwechselspannung erzeugt wird.
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Der Einsatz der Mikroelektronik und insbesondere der Einsatz der programmgeste#uerten
Systeme hat es für Fernsprechanlagen ~insbesondere für kleine Fernsprechnebenstellenanlagen
ermöglicht, umfangreiche Leistungsmerkmale vorzusehen. Es können die einzelnen Funktionen
und die Leistungsmerkmale im großen Umfange variiert werden ohne daß in der Hardware
Veränderungen vorzunehmen sind.
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Es wird somit eine einfache Anpassung der jeweiligen Wählanlage an
die Bedürfnisse eines Anwenders möglich.
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Um eine optimale Funktion einer solchen Anlage zu erhalten werden
verschiedene Technologiearten eingesetzt.
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Es werden voraussetzungsgemäß zumindest diejenigen unterschiedlichen
Versorgungsspannungen, die für die elektronischen Baueinheiten und für vorhandene
diskrete Bauelemente benötigt werden,#in einer entsprechenden Einrichtung aus der
Netzwechselspannung gewonnen. In einem solchen Spannungsnetz können neben längeren
Spannungsausfällen kurze Netzeinbrüche auftreten. Derartige Einbrüche können dazu
führen, daß beispielsweise die Betriebsspannung ffir die Einheiten der Steuerrechnereinheit,
die
durch einen mit den entsprechenden Speichersystemen zusammenarbeitenden realisiert
sein kann, auf einen unzulässigen Wert absinkt. Damit wäre ein sicheres Arbeiten
des Prozessors nicht mehr gewährleistet. Derartige Unregelmäßigkeiten in der Betriebsspannung
können zu Datenverfälschungen und/oder Datenverlusten führen.
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Es ist die Aufgabe der Erfindung für die eingangsgenannte Schaltungsanordnung
sicherzustellen, daß beim Durchlaufen eines unzulässigen Spannungsbereiches keine
Fehlfunktionen entstehen.
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Dies wird dadurch erreicht, daß die Netzwechselspannung oder eine
davon abgeleitete, ihr äquivalente Wechselspannung auf das Auftreten einer bestimmten
Anzahl von Halbwellen inner'halb einer vorgegebenen Zeiteinheit überwacht wird,
daß bei Nichterreichen dieser Sollzahl, bei der die Betriebsgleichspannung noch
nicht unzulässig abgesunken ist, ein Rücksetzimpuls, der eine für die Programmabläufe
definierte Ausgangslage herstellt, für die Steuerrechnereinheit erzeugt und wirksam
angelegt wird, daß gleichzeitig die Inaktivierung von Einheiten, durch deren Betriebszustand
jeweils eine unzulässige Wirkung eintreten könnte, vorgenommen wird und daß mit
dem erneuten Erreichen der Soll zahl ein Einschaltroutine durch die Steuerrechnereinheit
veranlaßt wird.
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Es wird also erfindungsgemäß die Netzwechselspannung überwacht um
diejenigen Fälle, bei denen ein. nichtordnungsgemäßer Betrieb wahrscheinlich ist,
rechtzeitig zu erkennen. Fällt eine bestimmte Anzahl von Netzhalbwellen aus, so'wird
ein Rücksetzimpuls für den Prozessor gebildet. Damit werden bei Kurzunterbrechlmgen
der Spannung fehlerhafte Programmabläufe vermieden.
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Der Rücksetzimpuls wird so f».ühzeitig angelegt, daß die Prozessorversorgungsspannung
noch nicht unzulässig weit abgesunken ist. Die im Gleichrichterteil des Netzgerätes
vorhandenen Speicherkondensatoren ermöglichen, daß die Betriebsspannung noch einen
für das Wirksamwerden des Impulses ausreichenden Spannungswert hat. Der Prozessor
wartet auf Netzwiederkehr und beginnt dann mit dem Neustart. Mit dem Rücksetzimpuls
werden erfindungsgemäß auch bestimmte Einheiten inaktiviert. Derartige Einheiten
können beispielsweise Relais sein. Diese lassen sich in dem genannten Störungsfall
durch Unwirksamschalten der ihnen jeweils zugeordneten Treiberstufe -in den inaktiven
Zustand überführen.
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Damit kann beispielsweise verhindert werden, daß bei einen vorgesehenen
Leistungsmerkmalen "Türöffner einschalten" die Türe unerwünscht geöffnet werden
kann.
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Eine solche Einheit, die zu inaktivieren ist, könnte auch ein Speicherbaustein
sein, der neben der Betriebsspannung noch eine weitere . Steuergleichspannung benötigt.
Die Inaktivierung einer solchen Speichereinheit kann dadurch vorgenommen werden,
daß durch ein entsprechend betätigtes Schaltelement diese Steuerspannung abgeschaltet
wird. Wird nach dem Rücksetzimpuls bei Netzwiederkehr die#ordnungsgemäße Anzahl
von Halbwellen registriert, so erfolgt sowohl die Freigabe der genannten Steuerspannung
für den Speicherbaustein als auch die Freigabe der vorhandenen Relais. Die Netzhalbwellen
können auch an einer von der Netzwechselspannung abgeleiteten Spannung ~bei spielsweise
der Rufspannung überwacht werden.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird für den Fall, daß der
die Steuerrechnereinheit mitbildende Prozessor einen Interrupt-Eingang aufweist
über eine geeignete Ansteuerschaltung zumindest bei jeder Halbwelle einer bestimmten
Polarität ein Interrupt bewirkt.
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Durch die Steuerrechnereinheit wird die Anzahl der Interrupte innerhalb
der vorgegebenen Zeiteinheit bewertet und es werden bei ein- oder mehrmaligen Ausfall
der Halbwellen die genannten, mit dem Nichterreichen der Sollzahl zu veranlassenden
Maßnahmen bewirkt. Es werden durch programmtechnische Maßnahmen die Anzahl der Interrupte
pro Zeiteinheit bewertet. Diese Zeiteinheit kann der Periodenzeit der Wechselspannung
ent-.
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sprechen. Sind nicht genügend Interrupts angefallen, so muß nach kurzer
Zeit mit einem Ausfall der Betriebsspannung gerechnet werden. Um Fehlfunktionen
zu verhindern werden also die genannten Maßnahmen des Zurücksetzens und der Inaktivierung
einzelner Einheiten vorgenommen.
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Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die überlfachte Wechselspannung.über
eine Gleichrichterschaltung einen Optokoppler steuert, dessen Ausgang mit dem Interrupt-Eingang
des Prozessors verknüpft ist.
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Der Optokoppler kann in einer Brückenschaltung angeordnet sein, so
daß am Ausgang bei ordnungsgemäßer Spannung Impulse von 100 Hz entstehen. Dadurch
ist ein Spannungseinbruch und somit ein nahender Ausfall .sehr früh erkennbar.
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N#achfolgend ist an Hand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung beschrieben. Die Zeichnung ist in den Figuren 1a und 1b gegliedert. Diese
Figuren zeigen zusammen eine kleine Wählnebenstellenanlage, bei der die erfindungsgemäßen
Maßnahmen vorgesehen sind. Die sich in den Figuren 1a und 1b entsprechenden Leitungsschnittpunkte
sind in den beiden Darstellungen gleich nummeriert.
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Die in den Figuren dargestellte kleine Wählnebenstellenanlage soll
die für Anlagen einer solchen Baustufe vorgesehenen internen und externen Verbindungsmöglichkeiten
aufweisen. Bei dem ihr zugrunde liegenden programmgesteuerten System können eine
Reihe von teistungsmenkmalen in einfacher Weise verwirklicht werden. Als solche
sind beispielsweise die Kurzwahl, die Wahiwiederholung, das Aufschalten, die Txahlkontrolle
sowie die Rufumleitung hervorzuheben. Von den viel<2ltigen Betriebsmöglichkeiten
einer solchen kleinen Wählnebenstellenanlage werden an Hand der auszugsweisen Strukturdarstellung
nur solche erläutert, die im vorgegebenen Rahmen wesentlich sind.
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Je nach Ausbaustufe kann die kleine Wähinebenstellenanlage über eine
oder mehrere weiterführende Leitungen mit anderen Anlagen verbunden sein. Im Ausführungsbeispiel
sind zwei derartige Leitungen nämlich die Leitung gen Ltg1 und Ltg2 vorgesehen.
Als Ämtsleitungen verbinden diese die Anlage mit dem öffentlichen Netz. Zumindest
eine der vorhandenen weiterführenden Leitungen kann auch für den sogenannten Querverbindungsverkehr
die Anlage mit einer weiteren Nebenstellenanlage verbinden. Wird die Anlage als
Zweit-Mebenstellenanaage eingesetzt, so erfolgt die Verbindung zur Erst-Neb#nstellenanlage
über eine sogenannte Nebenanschlußleitung. Die Verbindungen ins öffentliche Netz
werden über die Erst-Nebenstellenanlage als Hauptanlage aufgebaut. Beim Fernsprechverkehr
über eine Querverbindungsleitung bzw. über eine Nebenanschlußleitung ist es für
bestimmte vermittlungstech
nische Vorgänge erforderlich Erdpotential
an die Bei ~tung zur jeweiligen Gegenanlage anzuschalten. Diese soll durch die der
Einheit Edl zugehörigen Kontakte e1 und e2 erfolgen. Bei einer Amtsleitung werden
diese Kontaktenicht benötigt. Jeder weiterführenden Leitung Ltg1 bzw. Ltg2 ist eine
Anschlußeinheit AS1 bzw. AS2 zugeordnet. Sind über diese Leitungen Verbindungen
zum öffentlichen Netz herstellbar, so sind diese Anschlußeinheiten sogenannte Amtssätze.
Sie enthalten eine Gebührenimpuls-Empfangsweiche GW1 bzw GW2. Die eintreffenden
Gebührenimpulse werden aufgrund einer entsprechenden Abtastung durch eine Steuerrecheneinheit
ST, die die gesamte Steuerung der vermittlungstechnischen Fuktion vornimmt, erkann.
Sie können getrennt für jede Leitung und/oder für jede Teilnehmerstelle erfaßt und
als jeweilige Gebührensumme in einem Gebührenspeicher GS abgelegt werden. Es besteht
auch die MöglichRePt mit jedem Zählpuls einen Fortschalteimpuis- für einen an der
jeweiligen Teilnehmerstelle angeordneten Gebührenzähler GZ zu erzeugen.
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Jede Anschlußeinheit AS1 bzw. AS2 enthält eine aus dem Widerstand
R9, dem Kondensator Cl und dem Optokoppler Ol bzw. dem Widerstand RIO, dem Kondensator
C2 und dem Optokoppler 02 bestehende Anrufbrücke und die sogenante ~Amtshaltedrossel
Dr1 bzw. Dr2. Die Wicklung der Antshaltedrossel ist zweigeteilt, wobei ein Wicklungsteil
während der Wahlimpulse durch einen entsprecher.d betätigten Kontakt v1 bzw. v2
überbrückt ist. Für den Fall, daß für den Aufbau einer externen Verbindung über
eine weitere führende Leitung keine Nehrfrequenz-Codewahl vorgesehen ist werden
die Wahlimpulse durch den Kontakt i1 bzw. i2 wirksam angelegt. Die Betätigung dieser
Impulskontakte wird aufgrund der von einem Teilnehmer eingegebenen Wahlinformation
durch die Steuerung ST veranlaßt. Der Auswertekreis des in jeder Anrufbrücke enthaltenen
Optokopplers
01 bzw. 02 ist nicht weiter dargestellt.
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Dieser den Fototransistor des jeweiligen Optokopplers enthaltende
Auswertekreis wird gleichfalls kontinuierlich abgetastet, wodurch die durch einen
ankommenden Ruf erkennbare Zustandsänderung von der Steuerung registriert wird.
Dadurch können die nachfolgenden Funktionsschritte bewirkt werden. Die Anschlußeinheit
AS1 bzw. AS2 ist zum Koppelfeld KF hin mit einem ÜbertragerUel bzw. Ue2 abgeriegelt.
Die Sprechadern al und h1 sind bezogen auf die Leitung Ltg1 über die Wicklungen
1w1 und 2w1' sowie über den Kondensator CO in an sich bekannter Weise miteinander
verbunden. Die Verknüpfung zum Koppelfeld erfolgt durch die Wicklung w2. Für den
die Leitung Ltg2 abschließenden Übertrager Ue2 gilt entsprechendes.
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Die Einrichtungen der in den Figuren dargestellten kleinen Nebenstellenanlage
.. sind in steckbare Baugruppen gegliedert. Durch einen solchen modularen Aufbau
ist eine bestmögliche Anpassung an die vielfältigen Wünsche des Betreibers einer
solchen anlage möglich. Es ist ein Ausbau mit insgesamt sechs Teilnehmerstellen,
nämlich einer Abfragestelle TO und weiteren Teilnehmerstellen T1 bis T5 gezeigt.
Anstelle einer Teilnehmerstation kann, wie dies in der Zeichnung angedeutet ist,
eine sogenannte Türfreisprecheinrichtung TFE vorgesehen sein.
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Faßt man die für eine bestimmte Anzahl von Teilnehmerstellen beispielsweise
für drei Teilnehmerstellen eflorderlichen Einheiten,nämlich die jeder Teilnehmerstelle
zugeordnete Anschlußschaltung TA und die entsprechenden Anteile des Koppelfeldes
KF -in einer steckbaren Einheit zusammen, so ist je nach Bedarf in einfacher Weise
ein unterschiedlicher Ausbau möglich. In der gezeigten Ausführung können gleichzeitig
zumindest zwei Astsgesprache gehend und kommend mit je einem Rückfragegespräch sowie
ein Iriterngespräch geführt werden.
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Das Koppelfeld KF zur Durchschaltung der einzelnen Sprechwege ist
mit Selektorbausteinen aufgebaut. Jeder weiterführenden Leitung und jeder Teilnehmerstelle
TO bis T5 ist ein solcher Selektorbaustein, zugeordnet. Es kann hierfür ein handelsüblicher
hochintegrierter C-MOS-Baustein, der eine Demultiplexerfunktion ermöglicht, verwendet
werden. Die Anzahl der Anschlußpunkte für die- Auswahlleitungen muß zumindest der,
im Endausbau vorhandenen Anzahl von Teilnehmerstellen entsprechen. Da im Ausführungsbeispiel
insgesamt sechs Teilnehmerstellen vorgesehen sind, wird ein Standardbaustein mit
acht auszuwählenden Anschiußpunkten verwendet. Die beiden für die Teilnehmerstellen
nicht benötigten Anschlußpunkte werden anderweitig beschaltet. Bei einer größeren
Anzahl von Teilnehmerstellen ist ein Baustein mit einer ausreichenden Anzahl von
Anschlußpunkten zu wählen bzw. es kann die Anzahl der Anschluißpunkte durch Zuschalten
eines weiteren Bausteines zu dem an sich hinsichtlich seiner Anschlußmöglichkeiten
nicht ausreichenden Baustein erweitert werden.
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Den weiterführenden Leitungen Ltgl und Ltg2 sind die Bausteine Ml
und M2 zugeordnet. Die Kcppelfeldseite des Ubertragers tiel bzw. Ue2 ist mit dem
Eingang El des Selektorbausteines Ml bzw. mit dem Eingang E2 des Selektorbausteins
M2 verbunden. Ein Ausgang eines jeden dieser Bausteine ist jeweils in gleicher Weise
mit einer Teilnehmerstelle gekoppelt. Von den jeweils acht Ausgängen All bis A18
des Selektorbausteines Ml bzw. A21 bis A28 des Selektorbausteins M2 sind also die
Ausgänge All bis A16 und die Ausgänge A21 bis A26 jeweils mit einer der Teilnehmerstellen
TO bis T5 #rimittelbar verbunden. Dies erfolgt wiederum über die koppelfeldseitige
Wicklung eines die Teilnehmeranschlwßleitung abschließenden ###ertragers. Bezogen
auf d-e einzelnen
Teilnehmerstellen sind dies die Übertrager Uev
bis Ue8, die jeweils der einer Teilnehmerstelle zugeordneten Teilnehmeranschlußschaltung,
nämlich den Teilnehmeranschlußschaltungen TAO bis TA5,zugehörig sind. Mit Ausnahme
der Teilnehmeranschlußschaltung TAO und TAS sind diese in der Figur weder als Funktionseinheit
besonders hervorgehoben noch bezeichnet.
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Den Teilnehmerstellen TO bis T5 ist jeweils einer der Selektorbausteine
M3 bis M8, die vom gleichen Typ wie die Selektorbausteine Ml, M2 sind, zugeordnet.
Mit Ausnahme des Selektorbausteines M8 sind ihre Eingänge bzw.
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die ausgangsseitigen Anschlußpunkte nicht weiter bezeichnet. Der Eingang
E eines jeden dieser Selektorbausteine M3 bis M8 ist jeweils mit einer Teilnehmerstelle
gekoppelt. Dies erfolgt wiederum durch die Anschaltung an die kopelldseitige Wicklung
des die Teilnehmeranschlußleitung abschließenden Ubertragers. Der Eingang des Selektorbausteines
M3 ist demnach mit der entsprechenden Wicklung des Ub#ertragers Ue3, der Eingang
des Selektorbausteines M4 mit der entsprechenden Wicklung des Übertragers Ue4 verbunden.
Entsprechendes gilt dann für die Selektorbausteine M5 bis M8. Ein jeder der Selektorbausteine
M3 bis M8 ist über einen seiner ausgangsseitigen Anschlußpunkte jeweils mit denjenigen
Teilnehmerstellen gekoppelt, mit denen er eingangs seit nicht verbunden ist. Beispielsweise
ist der Selektorbaustein M3, der eingangsseitig mit der Teilnehmerstelle TO gekoppelt
lst,über fünf Einzelausgänge mit den restlichen Teilnehmerstellen, nämlich den Teilnehmerstellen
T1 bis TS, in der bereits geschilderten Weise verbunden. Für die anderen Selektorbausteine
gilt Entsprechendes. Der gewünschte Ausgang, der für jeden Selektorbaustein mit
dem Eingang galvanisch zu verbinden ist, wird dadurch ausgewählt, daß von der Steuerrechnereinheit
ST an die jejeweiligen Adreßelngänge Ad die entsprechende binärcodierte
Adresse
angelegt wird. Für den Selektorbaustein M1 sind die Adresseneingänge mit Ad11 bis
Ad13 bezeichnet. Für die dresseneingänge der übrigen Selektorbausteine gilt dann
Entsprechendes. Für die Herstellung einer Sprechverbindung wird somit sowohl für
eine externe als auch für eine interne Verbindung nur ein Koppelpunkt geschaltet.
Zumindest zwei weitere, in gleicher Weise auszuwählende Anschlußpunkte eines jeden
Selektorbausteins des Koppelfeldes sind in vorteilhafter Weise mit einem Abschlußwiderstand
bzw. mit einer in bestimmten Vermittlungsphasen wirksam an eine Leitung anzulegende
zentrale Einheiten beschaltet. Der Abschlunwldertand für die weiterführenden Leitungen
Ltg1 und Ltg2 ist mit R1 bzw.
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R2 bezeichnet. Ueber die anderen Selektorbausteine ist in bestimmten
Vermittlungsphasen dann jeweils einer der Abschlußwiderstände R3 bis R8 wirksam
anzuschalten. Dies wird von der Steuerrechnereinheit ST immer dann veranlaßt, wenn
kein anderweitiger Leitungsaoschluß vorhanden ist.
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Ein solcher Fall liegt beispielsweise für eine Amtsleitung dann vor,
wenn der ein Amtsgespräch führende Teilnehmer eine Rückfrageverbindung aufgebaut
hat. Solange sich dann die Amtsleitung in Warte stellung befindet wird der Abschlußwiderstand
R1 bzw. R2 wirksam angeschaltet. Diese Anschaltung eines Abschlußwiderstandes erfolgt
auch nach. dem Aushängen durch einen Teilnehmer In denjenigen Aufbauphasen, in denen,
wie z.B. in den Wählpausen, keine Abschlußeinheit wirksam ist. Durch die Anschaltung
eines Abschlußwiderstandes wird verhindert, daß infolge der in den Leitungen bzw.
in der TeilneFnerendeinrichtung vorhandenen Verstärker durch Rückkopplungsvorgänge
ausgelöste Pfeiftöne entstehen.
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Vermittels des entsprechend eingestellten Selektorbausteins kann auch
eine zentrale Einrichtung,wie z.B.
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der Hörtonemnfänger T bzw. der Tongenerator TG,
an
eine weiterführende Leitung bzw. an eine Teilnehmeranschlußleitung angekoppelt werden.
Mit Hilfe des Hörtonempfängers HTE wird ein an der Leitung anliegender Hörton erkannt
Ein solcher Hörton kann beispielsweise einen Besetzton oder einen Wählton darstellen.
Die Registrierung des Wähltonea ist bei einem z.B. bei der Kurzwahl vorliegenden
automatischen Aufbau einer Verbindung erforderlich. Die bei einer internen Gesprächsverbindung
in bestimmten Vermittlungsphasen anzulegenden Hörtöne werden von dem Tongenerator
TG abgegeben, der nach der wirksamen Anschaltung über den jeweils maßgebenden Selektorbaustein
durch die Steuerrechnereinheit ST entsprechend getaktet wird.
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Für die im vereinfachten Schaltbild gezeigte kleine Wählnebenstellenanlage
soll Tastenwahl nach dem Mehrfrequenz- oder Impulswahl?Erfahren oder die Nummernschalterwahl
möglich sein.Die Teilnehmerstellen TO bis T5 können somit mit Tastatur und/oder
Wähischeibe ausgerüstet sein. Wird durch die Steuerung aufgrund der entsprechenden
Abtastung der Leitungszustände erkannt, daß eine für das Mehrfrequenzwahlverfahren
vorgesehene Teilnehmerstelle eine Verbindung aufbaun will, so wird bis zurBeend'#ung
der Wahl ein Mehrfrequenzcode-Empfänger MF zugeschaltet. Dies erfolgt über einen
weiteren Selektorbaustein M9. Dieser wird durch die an seinen Adresseneingängen
Ad91 bis Ad93 von der Steuerrechnereinheit angelegten Informationen eingestellt,
so daß einer der Ausgänge A91 bis A98 aktiviert und die Mehrfrequenzcodeempfangseinrichtung
MF mit der jeweils maßgebenden Leitung wirksam verbunden ist. Die von der Einrichtung
MF jeweils empfangene Wahlinformation wird der Steuerrechnereinheit ST übermittelt,
so daß sie die noffendigen Folgefunktionen veranlassen kann. Bei einer gewünschten
externen Verbindung wird zur Betätigung des
Impuiswahikontaktes
il bzw. i2 ein zugehöriges Relais entsprechend gesteuert.
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Wie bereits erwähnt, werden die über die weiterführenden Leitungen
empfangenen Anreize sowie die von den einzelnen Teilnehmerstellen TO bis T5 ausgehenden
Anreize durch regelmäßiges Abtasten der mit den Leitungen bzw. mit den Teilnehmerstellen
gekoppelten entsprechenden Empfangselemente durch die Steuerrechnereinheit erkannt.
Diese Steuerrechnereinheit ST übernimmt die gesamte Steuerung der vermittlungstechnischen
Funktionen. Sie besteht aus einem Prozessor P und dem Speichersystem S; In dem Programmspeicher
Pr sind die zur Realisierung der logischen Verknüpfungen und Abläufe vermittlungs-,
betriebs- und sicherheitstechnischer Art erforderlichen Programme enthalten. Im
Arbeitsspeicher A werden Kurzzeitdaten, die beispielsweise den Zustand der Verbindungswege,
den Schleifenzustand der Teilnehmeranschlußleitung und die gewählten Ziffern betreffen,
abgespeichert. Der Kundendatenspeicher K enthält die Langzeitdaten. Ausgehend von
einem vorgegebenen Standarddatensatz wird zumindest bei der Inbetriebnahme der Wählnebenstellenanlage
sein Inhalt kundenindividuell verändert. Diese Änderung erfolgt über betriebstechnische
Aufträge in der Anlage durch Eingabe über die Fernsprechstation der Abfragestelle.
Dies kann beispielsweise nach Freigabe der für den Kundendatenspeicher vorhandenen
Änderungssperre geschehen. Diese individuellen Daten betreffen beispielsweise die
Anzahl der Teilnehmer, deren Berechtigungen und Kurzwahlziele. Da diese Daten bei
Spannungsausfall nicht verloren gehen dürfen, sind sie in einem elektrisch lösch-
und programmierbaren Festkörperspeicher abgelegt. Sie bleiben auch ohne Spannungsunterstützung
so lange erhalten, bis sie durch neue Daten überschrieben werden. Der Gebührenspeicher
GS, in dem die Gebührenimpulse getrennt nach Teilnehmerstellen und/oder nach den
Amtsleitungen aufsummiert
werden, kann auch als Teil des Kundendatenspeichers
realisiert sein.
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Dem Prozessor P werden als Eingangsdaten u.a. Zustandsdaten der Sprechstellen
übermittelt. Durch den vorgenommenen Vergleich dieser neuen Daten mit den zuletzt
abgespeicherten Daten werden Zustandsänderungen erkannt und demzufolge die solchen
Änderungen zugeordneten Programme für deren Bearbeitung aufgerufen. Diese Bearbeitung
kann dann als Ergebnis Ausgangsdaten in Form von Steuerbefehlen für konkrete Bauelemente
zur Folge haben. Diese Steuerbefehle können beispielsweise die Betätigung von Relais
bewirken.
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Die durch die Bedientätigkeit eines Teilnehmers ausgelösten und vermittlungstechnische
Abläufe bedingenden Daten werden in der Teilnehmeranschlußschaltung erfaßt.
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Diese Möglichkeit ist in der Teilnehmeranschlußschaltung TAO, die
der Teilnehmerstelle TO zugeordnet ist, auzugsweise dargestellt. Es muß der Leitungsschleifenschluß,
die Erdtastenbetätigung und bei einem zugrundeliegenden Impulswahlverfahren die
Wahl erkannt werden. Hierzu ist jeweils mit der Leitungsader a und der Leitungsader
b ein Auswertezweig gekoppelt. Jeder dieser Auswertezweige enthält einen Optokoppl.er
03 bzw. 04. Der Schaltzustand eines jeden Optokopplers wird von den Steuerrechnereinheit
durch die regelmäßige Abtastung seines nicht weiter dargestellten Sekundärkreises
erkannt. Von jedem Optokoppler ist lediglich seine ihn mitbildende Diode gezeigt.
An den Leitungszweig, der mit der Leitungsader a gekoppelt ist, wird die intern
erzeugte Versorungsspannung -Uv1 angelegt. Am anderen Zweig liegt über den aus Symmetriegründen
vorhandenen Widerstand R12 das Gegenpotential in Form von Erdpotential. Durch die
im erstgenannten Zweig neben dem Optokoppler 03 enthaltenen Elemente, nämlich dem
Transistor T, dem Widerstand R12, der eine Referenzspannung liefernden Zener-Diode
ZD und dem Widerstand R13
wird erreicht, daß der Stromfluß auf
der Leitung auch im Kurzschlußfall auf einen vorgegebenen Wert begrenzt wird. Wird
an der Teilnehmerstelle Scileifenschluß bewirkt, so sind beide Optokoppler 03 und
04 stromdurchflossen. Wird durch einen Teilnehmer die Erdtast oder die ihr funktionsmäßig
entsprechende Signal taste, die für die Teilnehmerstelle T1 dargestellt und mit
TA bezeichnet ist, betätigt, so ist lediglich ein Optokoppler, nämlich der Optokoppler
04 stromdurchflossen. Bei Unterbrechung der zugeordneten Leitungsschleife sind beide
Optokoppler inaktiv. Diese geschilderten Zustände werden bei der Abtastung der Optokopplerzustände
von der Steuerrechnereinheit ST erkannt und in die erforderlichen vermittlungstechnischen
Funktionen umgesetzt. Es werden also die jeweiligen Schaltzustände der Nebenstellen
bewertet. Beim Erkennen eines Erdtastendruckes wird festgestellt, ob der betreffende
Nebenstellenteilnehmer ein Amtsgespräch führen darf, ob er ein ankommendes Amtsgespräch
abfragen oder in Rückfrage gehen will. Der für eine Sprechverbindung gewünschte
Teilnehmer wird dadurch gerufen, daß von der Steuerrechnereinheit das ihm individuell
zugeordnete Rufrelais RU aktiviert wird. Spricht also durch ein entsprechendes Steuersignal
eines der als Miniaturrelais ausgeführten Rufrelais RUO bis RU5 an, so wird die
intern erzeugte Rufspannung Ur über die dem Rufrelais jeweils zugehörigen Kontakte
lru und 2ru angelegt.
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Für die Abfragestelle TO erfolgt das wirksame Anliegen der Rufspannung
durch die im Rhythmus des Rufsignals betätigten Kontakte lruO und 2ruO. Für die
übrigen Teilnehmerstellen gilt Entsprechendes.
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Für die in der Zeichnung dargestellte kleine Wählnebenstellenanlage
entfällt der sog. Internsatz, da die ansonsten einem solchen Verbindungssatz zugeteilten
Aufgaben von der jeweiligen Teilnehmeranschlußschaltung in Verbindung mit der zentralen
Steuerrechnereinheit ST erfüllt werden. Jeder Teilnehmer hat, wie bereits erwähnt,
einen
individuellen Speisestromkreis und durch zyklisches Abtasten
werden die Informationen über das Teilnehmerverhalten an die zentrale Steuerrechnereinheit
gemeldet. Die in bestimmten Vermittlungszuständen notwendigen Hörtöne werden über
den jeweils zuständigen Koppelbaustein und den jeweiligen Übertrager an die Teilnehmeranschlußleitung
und damit an die Teilnehmerstation angelegt. Die Art des Hörtones wird von der Steuerrechnereinheit
dadurch bestimmt, daß über entsprechende Steuersignale für den Koppelbaustein die
wirksame Anschaltung des Tongenerators vorgegeben ist.
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Jede einer externen Leitung zugeordnete Anschlußeinheit sowie jede
den Teilnehmerstellen TO bis T5 zugeordnete Teilnehmeranschlußschaltung enthält
jeweils einen übertrager Ue. Insbesondere bei der Anwendung von in CMOS-Technik
realisierten Selektorbausteinen für die Koppelfeldeinrichtung KF ergibt sich für
den jeweils geschalteten Koppelpunkt eine hohe Durchgangsdämpfung. Um das Durchgangsverhalten
zu verbessern, wird für den Ubertrager ein vom Verhältnis 1:1 abweichendes Windungszahlenverhältnis
gewählt. Diejenige Wicklung eines jeden übertragers, die mit den Koppelbausteinen
verbunden ist, weist gegenüber der jeweils anderen leitungsseitigen Wicklung eine
höhere Windungszahl auf. Bei einem übersetzungsverhältnis von beispielsweise 1:2
ist das bauelementebedingte ungünstige Durchgangsverhalten eines geschalteten Koppelpunktes
wesentlich zu verbessern. Der übertrager dient also nicht nur dazu, die Speisespannung
von Koppelfeldseite abzuriegeln, sondern es werden auf Grund der ungleichen Windungszahlen
für die Primär- und Sekundärseite des Übertragers bei einer geeignet gewählten Versorgungsspannung
für die Koppelbausteine die Sprechwechseispannungen ausreichend verlustarm übertragen.
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Ohne diese besondere Wahl des übersetzungsverhältnisses wären zur
Durchführung eines automatischen Dämpfungsausgleiches aufwendige Maßnahmen, wie
z.8. die Einschal-
tung von zusätzlichen Verstärkern notwendig.
Derjenige Anschlußpunkt der koppelfeldseitigen Wicklung eines jeden Ubertragers
Uel bis Ue8, die nicht mit einem der Koppelbausteine M1 bis M8 verbunden ist, liegt
über eine gemeinsame Leitung an einem bestimmten Bezugspotential, z.B. Erdpotential.
Der andere Anschlußpunkt einer jeden dieser Wicklungen ist wie bereits geschildert
mit einem Ausgang bestimmter Koppelbausteine der Koppelfeldeinrichtung verbunden.
Diese Einrichtung ist einstufig ausgeführt und es wird eine vollkommene Erreichbarkeit
erzielt.
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Für. die kleine Wählnebenstellenanlage ist zumindest eine Anzeigeeinheit
AZ vorgesehen, die in der Regel räumlich unmittelbar bei einer Teilnehmerstelle,
vorzugsweise der Abfragestelle angeordnet ist. Es können auch mehrere räumlich verteilte
Anzeigeeinheiten vorgesehen sein. Eine Anzeigeeinheit kann durch eine mehrstellige
sog. Siebensegmentanzeige gebildet werden. Eine derartige Anzeigeeinheit wird von
der Steuerrechnereinheit ST über eine Anzeigeanschaltebaugruppe AA angesteuert.
Innerhalb dieser Baugruppe werden die von der Steuerrechnereinheit ausgegebenen
Anzeigeinformationen in den für die unmittelbare Ansteuerung der Anzeigeeinheit
notwendigen Code umgesetzt und zur Anpassung an die andere Verarbeitungsgeschwindigkeit
zwischengespeichert. Durch diese Anzeigeeinheit können sowohl Informationen, die
vom Betriebszustand unabhängig sind, als auch solche, die den Betriebszustand unmittelbar
betreffen, dargestellt werden. Es kann damit durch einen Teilnehmer die für eine
Sprechstelle aufgelaufene Gebührensumme und ggf. die Gebührensumme je Amtsleitung
abgefragt und angezeigt werden. Die jeweils aktuellen Gebührensummen sollen in der
Speichereinheit GS enthalten sein, wobei die nach jedem externen Gespräch notwendige
Änderung des Gebührenstandes durch die Steuerrechnereinheit bewirkt wird. In diesem
Zusammenhang sei erwähnt, daß die an einer Teilnehmerstelle angeordneten Gebührenzähler
GZ die für ihre Ansteuerung notwendigen Gleichspannungsimpulse durch die Einheit
GA er-
halten. In dieser Einheit werden die von der Steuerrechnereinheit
für jeden registrierten Zählimpuls gelieferten Ansteuerimpulse in für die Steuerung
der Zähler geeignete Impulse umgesetzt. Sie werden dann über eine für jeden Zähler
getrennt vorhandene Leitung übertragen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, mit Hilfe
dieses Anzeigeterminals die in dem entsprechenden Kurzrufnummernspeicher enthaltenen
Rufnummerngeberziele zu kontrollieren und eine ggf. vorgenommene Änderung zu überprüfen.
Die genannten Anzeigen können durch die Wahl einer bestimmten ihnen jeweils zugeordneten
Codeziffer z.B von der Abfragestelle aus veranlaßt werden.
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Von der Anzeigeeinheit AZ sind auch betriebsabhängige Informationen
darstellbar. Es kann also der Belegtzustand der vorhandenen Extern leitungen bzw.
der tnternwege signalisiert werden. Jede Stelle der mehrstelligen Anzeigeeinheit
und/oder eine vorgegebene Kombination von Stellen kann eine bestimmte Verbindungsart
kennzeichnen. Unter der Voraussetzung, daß gemäß einer bestimmten von der Verwaltung
vorgesehenen Ausbaustufe gleichzeitig zwei Amtsverbindungen und eine Internverbindung
bestehen können, kann festgelegt sein, daß die erste Stelle der Anzeigeeinheit immer
denjenigen Teilnehmer mit seiner Rufnummer anzeigt, der auf der Amtsleitung 1 und
die zweite Stelle denjenigen Teilnehmer, der auf der Amtsleitung 2 eine Gesprächsverbindung
hat. Es ist dabei unterstellt, daß die insgesamt vorhandene Anzahl von Teilnehmerstellen
einstellige Rufnummern zulassen. Die dritte und vierte Stelle der Anzeige kann dann
die beiden Teilnehmerstellen anzeigen, die ein Interngespräch führen. Mit der fünften
Stelle könnte der Belegungszustand eines zu einem speziellen Anschluß, z.8. zu einer
Türfreisprecheinrichtung führenden Weges angezeigt werden. Es kann festgelegt sein,
daß grundsätzlich ständig die Belegtzustände dargestellt werden und die voranstehend
genannte Anzeige der betriebszustandunabhängigen Daten wie Gebührenstände und Rufnum-
merngeberziele
auf einen besonderen Auftrag hin erfolgt.
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Es ist auch möglich, die Darstellung einer jeden der genannten Anzeigekategorien
jeweils durch einen besonderen Auftrag zu veranlassen.
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Mit dem der kleinen Wählnebenstellenanlage zugrunde liegenden programmgesteuerten
System können umfangreiche Leistungsmerkmale in einfacher Weise erfüllt werden.
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Einzelne Leistungsmerkmale sind durch einen jeweils einzugebenden
Auftrag in ihrem Umfang festlegbar. Es kann vorgesehen sein, daß bestimmte Schaltvorgänge
die einzelne Leistungsmerkmale betreffen erst eine vorgegebene Zeitdauer nach einem
diesbezüglichen Anreiz bewirkt werden.
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Diese Zeitdauer ist nun nicht als Festzeit beispielsweise durch eine
Kondensatorentladung vorgegeben, sondern es besteht die Möglichkeit durch eine flexibel
einzustellende Zeit die betreffenden Vorgänge auf die jeweils bestehenden Erfordernisse
abzustimmen. Solche Vorgänge, die zeitabhängig zur Wirkung kommen sind beispielsweise
die Rufweiterschaltung bzw. die Nachtschaltung und die Rückschaltung einer Gesprächsverbindung
wenn bei der beabsichtigten obergabe das Gespräch an der gewählten Nebenstelle nicht
entgegengenommen wird.
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Für die einzelne Anlage kann die gewünschte Zeit durch eine sogenannte
betriebstechnische Eingabe durch eine Wartungsperson oder vom Teilnehmer in den
Kundendatenspeicher K eingeschrieben werden. Dieser gewünschte Einschreibvorgang
kann durch die Wahl einer hierfür vorgegebenen Kennziffer der Steuerung mitgeteilt
werden.
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Die Bestimmung der gewünschten Zeitdauer wird beispielsweise durch
das Produkt aus einer festgelegten Grundzeit und der anschließend eingewählten Ziffer
festgelegt. Damit entspricht dann beispielsweise die Umschaltezeit für die automatische
Nachtschaltung und die Zeit nach der ein nichtabgefragter Amts anruf zu der programmierten
Stelle weitergeschaltet wird dem wahlweise einge-
speicherten Wert.
Diese Zeitdauer wird im jeweils aktuellen Fall von der Steuerung aus dem Kundendatenspeicher
abgefragt.
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Die in der Zeichnung dargestellte kleine Wähinebenstellenanlage kann
auch als Zweitnebenstellenanlage in Verbindung mit einer Hauptanlage eingesetzt
werden.
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Sie wird damit grundsätzlich anstatt einer Nebenstelle an die Hauptanlage
angeschlossen. Es sei angenommen, daß dies über die Leitungsadern a1 und b1 der
Leitung Ltg1 erfolgt. Bei einem solchen Anschluß an eine Erst-Nebenstellenanlage
werden Amtsgespräche immer über diese Anlage geführt. Zusätzlich können Gespräche
mit den Teilnehmern in der Erst-Nebenstellenanlage geführt werden. Dies kann auch
während eines Amtsgesprächs erfolgen. Um in der Hauptanlage eine Rückfrage, eine
Umlegung und eine abgehende Amtsbeleglmg durch einen Teil nehmer der Zweit- Nebenstellenanlage
zu ermöglichen ist in den jeweils maßgebenden Vermittlungsphasen die Anschlußleitung
zu dieser Gegenanlage zu erden. Um einen Teilnehmer in der Erst-Nebenstellenanlage
anzurufen wird nach dem Abheben des Handapparates die an der Teilnehmerstation vorhandene
Erdtaste z.B. die Taste TA an der Teilnehmerstelle T1 gedrückt. Damit wird der Wählton
aus der anderen Anlage empfangen. Nach Wahl der Rufnummer des gewünschten Teilnehners
wird mit seinem Melden die Verbindung hergestellt. Für den gewünschten Verbindungsverkehr
von der Zweit-Nebenstellenanlage zu einem Amtsteilnehmer ist gleicherweise wie bei
einem ankommenden Verkehr zum Zwecke einer Rückfrage und einer da mit gegebenenfalls
gekoppelten Ubergabe bzw. Sbernahme des Gespräches an der Anschlußleitung Erdpotetial#anzuschalten.
Dies wird durch eine von einem Teilnehmer der Zweit-Nebenstellenanlage vorzunehmenden
Knnzffer; wahl in Rückfrage bewirkt. Während also bei Gesprächen von und zur Hauptanlage
sowie im kommenden und gehenden Amtsverkehr eine Rückfrage und Umlegung innerhalb
der
Zweit-Nebenstellenanlage durch die Betätigung der Erdtaste
eingeleitet und zurückgenommen werden kann ist durch den Teilnehmer der Zweit-Nebenstellenanlege
für eine bei kommenden und gehenden Amtsverkehr in der Hauptanlage vorzunehmende
Rückfrage zusätzlich eine Kennziffer bzw. ggf. eine Kennzifferkombination einzuwählen.
Dies wird von der Steuerrechnereinheit aufgrund der innerhalb der jeweiligen Teilnehmeranschlußschaltung
vorgenommenen Abtastung des Leitungszustandes erkannt.
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Als Folge davon wird von der Steuerrechnereinheit ein kurzzeitiges
Ansteuersignal für die Relais El und E2 geliefert. Dadurch werden die Kontakte el
und e2 betätigt, so daß während ihrer Schließungszeit Erdpotential an die zur Gegenanlage
führende Leitung Ltg1 angelegt wird. Gleichzeitig wird mit der Auswertung der eingewählten
Kennziffer automatisch die ursprünglich mit der erfolgten Betätigung der Erdtaste
eingeleitete interne Rückfrage zurückgenommen. Die Anschaltung des Erdpotentials
an die Außenleitung bewirkt, daß in der Gegenanlage beispielsweise auf Rückfrage
umgeschaltet wird: Wird nun anschließend die Rufnummer des Hauptanlageteilnehmers
gewählt so wird das Rückfragegespräch zum Teilnehmer aufgebaut. Für die Rücknahme
einer Rückfrage ist die gleiche Prozedur wie für deren Einleitung vorzunehmen. Soll
das Amtsgespräch durch den Teilnehmer in der Haüptanlage übernommen werden, so ist
dies durch Betätigung seiner Erdtaste möglich. Das Anlegen des Erdpotentials an
die Außenleitung vermittels einer einzuwählenden Kennz#ffer ermöglicht eine einfache
und sichere Auswerturg.
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Die kleine Wählnebenstellenanlage wird über ein geregeltes setzgerät
aus der Netzwechselspannung Un gespeist. Die für die unterschiedlichen Baueinheiten
bzsr.
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Bauelemente der Anlage erforderlichen Versorgungsspannungen werden
von den Teilwechselspannungen abgeleitet,
die auf transformatorischen
Wege aus der Netzwechselspannung gewonnen werden. Die Erzeugung der Teilwechselspannungn
ist dabei auf zwei handelsübliche Transformatoren Tr1 und Tr2 verteilt. Mit einer
solchen Aufteilung auf mindestens zwei Transformatoren ist es möglich die hinsichtlich
von Störeinflüssen kritischen Spannungen von den anderen Spannungen zu trennen.
Damit wird gleichzeitig eine günstigere Leistungsverteilung und eine bessere Wärmeverteilung
im Wandgehäuse der jeweiligen Anlage erreicht. Die Aufteilung der Teilwechselspannungen
auf die beiden Transformatoren, die durch das Element Si abgesichert sind könnte
z.B. so vorgenoemen werden, daß der Transformator Tr1 die für die Erzeugung der
Teilnehmerspeisespannung und der Versorgungsspannung für die Relais und anderer
elektrischer Bauteile notwendigenTeilwechselspannungen l4#efert Aus diesen Teilwechselspannungen
wird dann über ein geregeltes Setzgerät GEI bzw. G9-2 die erforderliche Gleichspannung
abgegeben. Die Spannung Uv1 kann die für die Speisung der einzelnen Teilnehmerstellen
notwendige Speisespannung sein. Die aus der anderen Teilwechselspannung erzeugte
Gleichspannung Uv2 kann für die Spannungsversorgung der vorhandenen elektromechanischen
Bauelemente, wie sie z.B.
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die Relais darstellen, verwendet werden. Weiterhin ist dem Transformator
Tr1 noch die Erzeugung der Rufwechselspannung Ur, die über Kontakte der den Teilnehmerstellen
individuell zueordneten Rufrelais RU wirksam angelegt wird, zugeteilt.
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Mit dem Transformator Tr2 werden diejenigen Teilwechselspannungen
erzeugt, aus denen dann die Versorgungsspannungen für diejenigen Einheiten hergeleitet
werden, die von Spannungs schwankungen, die durch das Teilnehmerverhalten ausgelöst
werden, nicht beeinflußt werden sollen.
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Die beiden Spannungen Uvs bzw. Uv4, die über die iNetzge-
räte
G3 bzw. GE4 aus den entsprechenden Teilwechselspannungen erzeugt werden, bilden
dann z.B. die Versorgungsspannungen für die integrierten Baueineheiten.Diese Baueinheiten
sind beispielsweise die für den Aufbau der Koppelfeldeinrichtung herangezogenen
CMOS-Koppelbausteine M1 bis M8 sowie diejenigen Einheiten, die die Steuerrechnereinheit
ST mit bilden. Der Spannungswert für die Gleichspannung Uv3 könnte beispielsweise
+5 Volt und der Spannungswert für die Gleichspannung Uv4 + 12 Volt betragen. Die
geregelten Netzgeräte GE1 bis GE4 können Teileinheiten eines Gesamtnetzteiles darstellen.
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Um Fehlfunktionen der Steuerrechnereinheit ST zu verhindern wird die
Wechselspannung daraufhin überwacht ob Spannungs einbrüche auftreten. Zur Feststellung
von Kurzunterbrechungen könnte unmittelbar die Netzwechselspannung herangezogen
werde. Im Ausführungsbeispiel wird auf der Niederspannungsseite die der Netzspannung
äquivalente Rufwechselspannung überwacht, um diejenigen Fälle,bei denen durch eine
Unregelmäßigkeit in der Spannung ein nichtordnungsgemäßer Betrieb wahrscheinlich
ist, rechtzeitig zu erkennen. Die überwachte Rufwechselspannung Ur steuert über
eine Gleichrichteranordnung G einen Optokoppler 05. Durch die Einheit G soll wie
angedeutet eine Vollweggleichrichtung der RuSwechselspannung vorgenommen werden,
so daß am Ausgang bei ordnungsgemäßer Spannung Impulse mit einer Impulsfrequenz
von 100 Herz entstehen. In diesem Rhythmus wird somit die im Optokoppler vorhandene
Diode über den rAl derstand R16 ausgesteuert. Der als Teil des Optokopplers 05 seine
Ausgangsseite bildende Fototransistor, dessen Basiskreis die Widerstände R14 und
R15 enthält ist wie dargestellt emitterseitig mit einem Inte#rupt-Eingang des Prozessors
P gekoppelt. #s wird somit im Rege ^al; ein Interrupt im 100 Herz-Rhythmus für den
Prozessor verursacht. Durch programmtechnische Maßnahmen werden die
Anzahl
der Interrupte pro Zeiteinheit bewertet. Sind in der vorgegebenen Zeiteinheit, die
beispielsweise einer Periodendauer der Wechselspannung entsprechen kann nicht genügend
Interrupt angefallen, so muß mit einem Ausfall der Versorgungsspannung für den Prozessor
nach kurzer Zeit gerechnet werden. Es wird ein Rücksetzimpuls für den Prozessor
gebildet, so daß fehlerhafte Programmabläufe vermieden werden. Durch die in den
maßgebenden Netzgeräten enthaltenen Ladekondensatoren wird gewährleistet, daß die
Versorgungsspannung für den Prozessor noch eine gewisse Zeit erhalten bleibt. Dadurch
kann der erzeugte Rücksetzimpuis noch wirksam werden, so daß der Programmablauf
auf einen vorgegebenen Ausgangspunkt zurückgeführt werden kann. Der Prozessor wartet
auf Netzwiderkehr und beginnt dann mit dem Neustart.
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Mit dem Rücksetzimpuls kann gleichzeitig, eine Inaktivierung von peripheren
Einheiten, beispielsweise von Relais veranlaßt werden. Ein derartiges Relais kann
beispielsweise durch Unwirksamschaltung der jewefl-s-zugeordneten TreiberstuSe in
den inaktiven Zustand überführt werden. Damit wird erreicht, daß bestimmte Funktionen
deren Wirksamwerden von der Betätigung eines Relais abhängig ist in nicht zulässiger
Weise erfüllt werden. Es kann somit nicht der Fall eintreten, daß bei Vorhandensein
eines ansonsten durch das Telefon zu bedienenden elektrischen Türöffner durch ein
im Störungsfall betätigtes Relais die Türe unerwünscht geöffnet werden kann. Wird
über eine vorgegebene Zeitspanne die ordnungsgemäße Anzahl von Spannungshalbwellen
registriert, so gibt der Prozessor die Peripherie frei und startet mit den vermittlungstechnischen
Aufgaben. Mit der Woerwachung der Spannung wird also sichergestellt, daß beim Durchlaufen
eines unzulässigen Spannungsbereiches der Ver sorgungsspannung keine Fehlfunktionen
entstehen.
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4 Patentansprüche 2 Figuren