DE3310386A1 - Hilfskraftlenkung - Google Patents
HilfskraftlenkungInfo
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Hilfskraftlenkung mit den im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angeführten Merkmalen.
Die genannte Hilfskraftlenkung ist in der Patentanmeldung
P 32 40 629.0 mit älterem Zeitrang vorgeschlagen worden. Durch das Drehwinkeldifferenzsignal, das ein Maß für die
Lenkkraft ist, kann auch bei geringer Geschwindigkeit
IQ des Fahrzeuges die vom Fahrer aufzubringende Lenkkraft
verhältnismäßig klein gehalten werden, da durch Erfassen des Drehwinkels zwischen den beiden Lenksäulenteilen der
Arbeitszylinder des Lenkgetriebes lenkkraftabhängig mit
Druck beaufschlagt werden kann. Dies ist insbesondere beim Parken und Rangieren eines Fahrzeuges vorteilhaft.
Ein weiterer Vorteil des älteren Vorschlags besteht darin, daß zur Druckbeaufschlagung des Arbeitszylinders
lediglich ein elektrohydraulisches -Proportionalventil und zwei zusätzliche einfache Sicherheitsventile erforderlich
sind.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, das mit dem älteren Vorschlag erzielte Lenkverhalten des
Lenkgetriebes zu verbessern und die Betriebssicherheit zu erhöhen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angeführten Merkmale
gelöst.
Durch das von dem zweiten Drehmesser gelieferte Drehwinkelsignal,
das den Lenkeinschlag und damit die Position des Kolbens im Arbeitszylinder anzeigt, wird vermieden,
daß das Lenkgetriebe eine Verstellbewegung ausführt, wenn der Fahrer das Lenkrad losläßt, so daß keine Lenk-
BAD QRIGIMAL
kraft mehr ausgeübt wird, womit sich das Drehwinkeldifferenzsignal
ändert und über die elektrische Schaltuna und das Proportionalventil eine Verstellbewegung des Lenkgetriebes
hervorruft, die gefährlich ist. Durch die Positionsrückführung des Lenkeinschlages mittels des Drehwinkels kann
ein solches Driften des Lenkgetriebes vermieden werden. Im Gegensatz zu bekannten Hilfskraftlenkungen, die ein Steuerverhalten
aufweisen, ist erfindungsgemäß über die Rückführung des Drehwinkels ein Regelverhalten der Hilfskraft-
!0 lenkung vermittelt, die im geschlossenen Lageregelkreis
arbeitet. Dadurch wird das Lenkverhalten und die Sicherheit der Lenkung erheblich erhöht.
Ferner ist erfindungsgemäß der Aufbau der Drehmesser für
die Ermittlung des Drehwinkels und der Drehwinkeldifferenz so gewählt, daß die die elektrischen Anschlüsse aufweisenden
Meßgehäuse gehäusefest angeordnet sind, so daß elektrische Zuleitungen zu den sich drehenden Lenksäulenhälften
entfallen.
Erfindungsgemäße Fortbildungen sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet. So betreffen die Unteransprüche 2 bis 4 eine besonders vorteilhafte und betriebssichere Bauweise
für den die Drehwinkeldifferenz messenden Drehmesser, dessen Meßkörper entsprechend der Lenkkraft axial verschoben
wird und dabei das Drehwinkeldifferenzsignal in dem gehäusefest angeordneten Meßgehäuse erzeugt.
Nach Anspruch 5 sind beide Drehmesser miteinander vereinigt, wobei die axiale Verschiebung des Meßkörpers
proportional der Lenkkraft und die Drehung des Meßkörpers proportional dem Lenkeinschlag ist. Die axiale
Verschiebung erzeugt am Ausgang des Meßgehäuses ein analoges Signal, das mit Impulsen entsprechend dem
Drehwinkel moduliert ist. Diese Bauweise zeichnet sich durch besondere Einfachheit aus.
BAD QRIQJNA
COPY
- 1 Nach Anspruch 6 kann der zweite Drehmesser zur Erfassung
des Drehwinkels auch getrennt vom ersten Drehmesser ausge führt sein.
Anstelle dieser Anordnung können auch zwei Drehmesser verwendet werden, von denen der eine den Drehwinkel der
einen Lenksäulenhälfte und der andere den Drehwinkel der anderen Lenksäulenhälfte mißt. Aus den beiden Drehwinkelsignalen
läßt sich durch Differenzbildung die Dreh-Winkeldifferenz ermittelt. Hierbei ist jedoch der erforderliche
Meßaufwand hoch, so daß die in den Ansprüchen 5 und 6 gekennzeichneten Lösungen bevorzugt werden.
Gemäß Anspruch 7 läßt sich aus dem Drehwinkelsignal die Lenkgeschwindigkeit ermitteln. Diese dient als Zusatzinformation,
mit der von der elektrischen Schaltung der zeitliche Ablauf der Lenkbewegung erfaßt und das Lenkverhalten
weiter verbessert werden kann.
Ferner kann bei hoher Fahrzeuggeschwindigkeit und einer zu großen Lenkgeschwindigkeit die Hilfskraftlenkung
so eingestellt sein, daß der schnellen Lenkradbewegung ein Gegendruck im Arbeitszylinder entgegenwirkt und so
die schnelle Lenkbewegung zu hemmen sucht. Damit wird ein Verreißen des Lenkrades bei hoher Geschwindigkeit
verhindert, das zum Ausbrechen des Fahrzeuges führen kann. Zusätzlich kann automatisch eine Bremsung des
Fahrzeuges ausgelöst werden.
Erfindungsgemäß ist über die Drehwinkelerfassung ein
Lageregelkreis gebildet, so daß gemäß Anspruch 9 das Steuerventil zum Ansteuern des Lenkgetriebes als
Servo-Wegeventil aufgebaut ist, das eine Druckrückführung
aus dem Arbeitszylinder des Lenkgetriebes nicht mehr benötigt.
In den Ansprüchen 10 und 11 sind verschiedene Verwendungen
des Drehwinkel signals gekennzeichnet. Insbesondere wird auf einfache Weise die Bedingung für eine ferngesteuerte
Lenkung erfüllt. Es sind aber auch andere Ver-Wendungsmöglichkeiten vorteilhaft, die in diesen Unteransprüchen
aufgeführt sind.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Figur 1 ein Schaltbild einer Hilfskraftlenkung gemäß
der Erfindung,
Figur 2 einen Schnitt durch die Lenksäulenhälften im vergrößerten Maßstab,
Figur 3 eine Draufsicht auf die Lenksäulenhälften in Pfeilrichtung III der Figur 2 gesehen,
Figur 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in
'Figur 2 und
Figur 5 einen Schnitt ähnlich Figur 4 mit einem Meßkörper in einer abgeänderten Ausführungsform.
In Figur 1 ist ein Lenkrad 10 über eine in Figur 2 im Schnitt dargestellte Lenksäule 12 mit einem Lenkgetriebe
14 verbunden. Das Lenkgetriebe 14 besteht aus einer Welle
15, die ein Ritzel 16 trägt, das mit einem Zahnstangenabschnitt 17 einer Kolbenstange 18 kämmt. Am unteren
Ende der Kolbenstange 18 ist ein Kolben 19 befestigt, der in einem Zylinder 20 zwei Druckräume 21 und 22 abtrennt,
wobei der Druckraum 22 vom Gehäuse 20'des Lenkgetriebes
14 abgeschlossen ist.
Beide Zylinderkammern 21 und 22 sind über je eine Leitung 23 und 24 mit einer von der Brennkraftmaschine 25 des
Fahrzeugs angetriebenen Pumpe 26 bzw. mit dem Tank 27 verbindbar. Die Pumpe 26 fördert Druckmittel aus dem
Tank 27 in eine Leitung 28, an die ein Speicher 29 und ein Speicherladeventil 30 angeschlossen ist. Nach dem
Laden des Speichers 29 kann das von der Pumpe 26 geförder te Druckmittel durch das Ladeventil 30 in den Tank zurück
fließen. Sinkt der Druck im Speicher 29 auf einen unteren IQ Wert, so sperrt das Ladeventil 30. Die Funktionsweise
ist bekannt.
Zur hydraulischen Verstellung der mit einem Lenkhebel der Vorderradlenkung eines Fahrzeugs verbundenen Kolbenstange
l§ 18 dient ein Proportionalventil 32 und ein Schaltventil
34, über das in der dargestellten Schaltstellung der der kleineren Kolbenfläche zugekehrte Druckraum 21 des
Arbeitszylinders stets mit der Druckleitung 28 verbunden ist. In der anderen Schaltstellung des Schaltventils
■ sind beide Druckräume 21 und 22 gemeinsam mit dem Tank ■ 27 verbunden und die Lenkung erfolgt rein mechanisch.
Der Druck im Druckraum 22 wird über das als Wegeservoventil aufgebaute Proportionalventil 32 eingestellt.
Je nach Ansteuerung des Proportionalmagneten wird die Leitung 24 mit der Druckleitung 28 oder mit dem Tank
27 verbunden. Außerdem ist ein Sicherheitsventil 36 vorgesehen, das vom Druck in der Druckleitung 28 betätigbar
ist. Sinkt der Pumpendruck unter einen bestimmten Grenzwert ab, so werden beide Druckräume des Arbeits-Zylinders
mit dem Tank 27 verbunden und die Lenkung wird mechanisch betätigt.
In einer elektrischen Schaltung 40 wird auf der Leitung 41 ein Ansteuersignal fürden Proportionalmagneten des
Wegeservoventils 32 in Abhängigkeit von drei Eingangsgrößen gebildet. Die erste Eingangsgröße ist ein von
der Geschwindigkeit des Fahrzeuges abhängiges elektrisches Signal ν auf einer Leitung 42. Das zweite Eingangssignal
ist die Drehwinkeldifferenz Δ.*γ zwischen
dem Lenkrad 10 und der Welle 15 der geteilten Lenksäule 12, die in einem ersten Drehmesser 44 gemessen und über
die Leitung 45 in die Schaltung 40 gegeben wird. Die Drehwxnkeldxfferenz ist ein Maß für das am Lenkrad 10
augebrachte Drehmoment zur Verstellung des Lenkgetriebes, also die Lenkkraft. Die dritte Eingangsgröße ist schließlieh
der Drehwinkel der Welle 15, also ein Istwertsignal für den Lenkeinschlag -^ , das über die Leitung 46
in die Schaltung 40 übertragen wird. Zur Erfassung der Lenkgeschwindigkeit kann das Drehwinkelsignal γ in einer
nicht dargestellten Differenzierstufe differenziert und
in ein Lenkgeschwxndxgkeitsabhängiges Signal umgewandelt werden. Aus allen diesen Rückführgrößen wird in der
Schaltung 40 das Ansteuersignal 41 für das Proportionalventil 32 gebildet; da der tatsächliche Drehwinkel des
Lenkgetriebes, also der Lenkeinschlag der Räder als Drehwinkel γ gemessen wird, handelt es sich bei der
dargestellten Schaltung um einen Lageregelkreis und ist demzufolge das Proportionalventil 3 2 als Wegeservoventil
aufgebaut, das keine Druckrückführung aus der Leitung aufweist. Gegebenfalls kann das Proportionalventil 32
aber den Druck in der Leitung 24 als Rückführgröße erhalten, wobei es sich dann um einen Lageregelkreis mit
unterlagerter Druckrückführung handelt.
Beispielsweise kann das Steuersignal auf der Leitung 41 das Proportionalventil 32 bereits voll öffnen, wenn bei
Stillstand des Fahrzeuges das Lenkrad mit einer sehr kleinen Kraft gedreht wird. Dann wird der Kolben 19 mit
dem maximalen Druck zum Betätigen der Kolbenstange 18 beaufschlagt.
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Über eine Leitung 47 wird das Schaltventil 34 angesteuert,
das bei Stromausfall oder elektrischem Fehlverhalten öffnen, also in die andere Schaltstellung umschalten soll.
Ferner kann durch vorprogrammiertes öffnen des Schalt-Ventils 34 ab einer bestimmten Geschwindigkeit des Fahrzeuges
die hydraulische Lenkhilfe ausgeschaltet werden.
In den Figuren 2 bis 4 sind Einzelheiten der Lenksäule 12 dargestellt. So besteht die Lenksäule 12 aus zwei
hülsenförmigen Lenksäulenhälften 50 und 51, die über je
einen Bolzen 53 und 54 mit einem Ende einer Torsionsfeder 55 drehfest verbunden sind. Die einander zugekehrten Stirnflächen
der Lenksäulenhälften 50 und 51 sind als Klauenkupplung ausgebildet. In Figur 4 greifen zwischen die
Klauen 56,56' der Hälfte 50 die beiden Klauen 57 und 57',
die an der Lenksäulenhälfte 51 ausgebildet sind. Die beiden Klauenpaare greifen mit Spiel ineinander, so daß die
Drehung der Torsionsfeder 55 in beiden Lenkrichtungen begrenzt ist, wenn die Klauen miteinander in Eingriff
geraten. Beide Lenksäulenhälften 50 und 51 sind ferner
in einem Gehäuse 59 drehbar gelagert.
Ein erster Drehmesser 60 zur Messung der Drehwinkeldifferenz zwischen den beiden Lenksäulenhälften 50 und
51 besteht aus einem Meßkörper 61, der axial verschiebbar angetrieben und in einem Luftspalt eines Meßgehäuses
62 bewegbar ist, das am Gehäuse 59 befestigt ist. Derartige induktive Weggeber sind bekannt. Das Meßgehäuse 62
weist einen etwa hufeisenförmigen Polschuh 63 auf, auf dem zwei nicht dargestellte gegensinnig gewickelte Spulen
angeordnet sind. Der Meßkörper 61 weist eine Scheibe 64 auf. Verschiebt sich diese aus der dargestellten Mittellage,
die der Lenkkraft 0 entspricht nach rechts oder links, so wird durch Induktion der von der einen Wick—
lung im Meßgehäuse 62 abgegebene Strom verstärkt und der
von der anderen Wicklung erzeugte Strom geschwächt. Das auf der Leitung 45 anstehende Differenzsignal ist somit
ein Maß für die Drehwinkeldifferenz t^F , die der
Lenkkraft entspricht.
Die Scheibe 64 des Meßkörpers 61 ist zwischen der Stirnfläche der Klauen 57 und der Lenksäulenhälfte 50 angeordnet
und mit einer Hülse 6 5 verbunden, die in dem Zwischenraum zwischen der Torsionsfeder 55 und der Lenksäulenhalfte
51 verschiebbar angeordnet ist. Der hutförmige Meßkörper 61 wird von der Scheibe 64 und der Hülse 65 gebildet.
Die Hülse 65 weist einen schräggestellten Schlitz 66 auf, in welchen ein Stift 67 greift, der an der Lenksäulenhälfte
51 befestigt ist. Ferner weist die Scheibe 64 zwei einander gegenüberliegende Ausnehmungen 68 und
68' auf, durch welche die Klauen 56 und 56' greifen, so
daß die Scheibe 64 und damit die Hülse 65 mit der Lenksäulenhälfte 50 formschlüssig, also drehfest, aber axial
verschiebbar verbunden ist.
• Wird nun die Lenksäulenhälfte 51 gegenüber der Hälfte 50 verdreht, so wird über den Stift 67 und den Schlitz 66
eine Längsverschiebung der Hülse 65 und damit der Scheibe 6 4 erzwungen. Das Verschieben der Hülse erfolgt entgegen
der Kraft einer Rückführfeder 69.
Der Istwert des Lenkeinschlags, also der Drehwinkel wird in einem zweiten Drehmesser 70 gebildet, der aus
einem Meßkörper 71 in Form einer mit Zähnen 72 versehenen Scheibe besteht, die mit der mit dem Lenkgetriebe
verbundenen Lenksäulenhälfte 50 fest verbunden ist, und deren Meßgehäuse 73 am Gehäuse 59 befestigt ist. Bei
Drehung der Lenksäulenhälfte 50 wandern die Zähne 72 bzw.Nocken
der Scheibe an dem Meßgehäuse 7 3 vorbei und erzeugen in einer nicht dargestellten Wicklung Impulse, die auf
die Leitung 46 gegeben werden» Über den Drehwinkel wird somit die Position des Kolbens 19 im Lenkgetriebe
erfaßt und zur Schaltung rückgeführt.
In Figur 5 ist die Scheibe 64 des ersten Drehmessers am Umfang mit seitlich angeordneten Zähnen 75 versehen.
Da sich die Scheibe. 64 zusammen mit der Lenksäulenhälfte 50 dreht, werden im Meßgehäuse 62 des ersten
Drehmessers pulsierende Signale erzeugt, die dem · DrehwinkeldifferenzsignalA-p überlagert sind. In diesem
Fall kann der zweite Drehmesser 70 entfallen und wird die Funktion des Drehmessers 70 von dem ersten Drehmesser
60 übernommen. Auf der Leitung 55 steht dann ein Signal für die Drehwinkeldifferenz A--^ an, das mit
dem pulsierenden Signal für den Drehwinkel -f* moduliert
ist. Die beiden einander überlagerten Signale müssen in der Schaltung 40 voneinander getrennt werden. So
läßt sich der Drehwinkel -γ aus der Anzahl der bei der
Drehung der Scheibe 64 am Meßgehäuse vorbeilaufenden Zähnen 75 und damit aus der Anzahl der Signalimpulse
ermitteln. Die Zahl der Signalimpulse läßt sich in bekannter Weise durch Differentiation des Signals auf
der Leitung 45 mit einem nachgeschalteten Schmitt-Trigger und einer Zählkette mit Richtungserkennung
bestimmen. Zur Ermittlung des Drehwinkeldifferenzsignals /λ P sind die Spannungswerte zwischen dem Meßsignal
0, wenn die Scheibe 64 in der dargestellten mittleren Lage steht, und dem Mittelwert des
pulsierenden Signals auszuwerten. Dies kann über eine Sample-Hold-Schaltung mit Erkennung und Auswertung
der Signalsteilheit, Zwischenspeichern und einer Zählkette erfolgen.
Das Drehwinkelsignal -^ und das Drehwinkeldifferenzsignal
Δ-Ρ können auch in bekannten Schaltungen
y*
differenziert werden, so daß man ein Lenkgeschwindigkeitssignal
und ein Drehgeschwindigkeitsdifferenzsignal erhält.
Das Drehgeschwindigkeitsdifferenzsignal kann zur Verbesserung
des Regelungsverhaltens benutzt werden, insbesondere durch einen Vergleich mit dem Lenkgeschwindigkeitssignal.
Weiterhin kann das Drehgeschwindigkeitsdif ferenzsignal in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit
V verwendet werden. Bei hoher Fahrgeschwindigkeit ist ein hoher Kraftimpuls am Lenkrad
gefährlich. Der Fahrer könnte durch eine Anzeige auf diesen Zustand aufmerksam gemacht werden.
Die dargestellte Hilfskraftlenkung erfüllt auch auf
einfache Weise die Bedingungen für eine ferngesteuerte Lenkung, für die der Lenkeinschlag γ als Istwert der
Schaltung 40 zugeführt wird. Als Sollwert einer solchen Fernsteuerung dient das elektrische induktive Signal
einer Leitschiene, von Leitplanken oder von einem Monitor. Aus dem Vergleich des Soll- und Istwerts in
der Schaltung 40 wird eine Regelgröße gebildet, die dem Proportionalventil 32 aufgeschaltet wird. Die Sollwertvorgabe
für die Lenkung über das Lenkrad oder über die Leitschiene bei einer Fernsteuerung kann wahlweise oder
gleichzeitig vorgegeben werden. Die Umschaltung erfolgt durch Betätigen des Lenkrades und durch Vorhandensein
oder Fehlen einer Leitschiene.
Claims (11)
- /-PATENTANSPRÜCHEI 1. lailfskraftlenkung für ein Fahrzeug mit zwei durch eine Torsionsfeder miteinander verbundenen Lenksäulenhälften, von denen die eine mit einem Lenkrad und die andere über ein Ritzel und einen Zahnstangenabschnitt mit einem Kolben eines doppelt wirkenden Arbeitszylinders drehfest verbunden ist, mit einem elektrohydraulischen Steuerventil zur Steuerung der Druckmittelwege zwischen einer Druckmittelquelle, den Druckräumen des Arbeitszylinders und einem Tank und mit einer elektrisehen Schaltung zur Ansteuerung des Steuerventils mit einem Signal, das abhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit und von der Drehwinkeldifferenz der beiden Lenksäulenhälften ist, die in einem zwischen den Lenksäulenhälften angeordneten Drehmesser gemessen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßkörper eines ersten, die Drehwinkeldifferenz messenden Drehmessers (60) proportional zur Drehwinkeldifferenz in Achsrichtung verschiebbar angeordnet und der Meßkörper eines zweiten, den Drehwinkel messenden, die Lenkgetriebeposition als Rückführgröße in die Schaltung (40) einspeisenden Drehmessers (7 0) von der mit dem Arbeits- zylinder verbundenen Lenksäulenhälfte (50) betätigbar ist und daß die den Meßkörpern (64,71) der Drehmesser (60,70) zugeordneten elektrischen Meßgehäuse (62,73) am Gehäuse der Lenksäule befestigt sind.
- 2. Hilfskraftlenkung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßkörper (64) des ersten Drehmessers (60) aus einer im Luftspalt eines induktiven Weggebers axial, verschiebbaren Scheibe (64) und einer an der Scheibe befestigten Hülse (65) besteht, die mit der einen Lenksäulenhälfte (50) drehfest verbunden ist und durch eine von der anderen Lenksäulenhälfte (51) betätigte Nockensteuerung (66,67) gegenüber beiden Lenksäulenhälften (50,51) axial verschiebbar ist.
- 3. Hilfskraftlenkung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (65) in dem Ringraum zwischen der Torsionsfeder (52) und der einen Lenksäulenhälfte (51) angeordnet ist, mit einem schrägen Schlitz (66) versehen ist, in den ein mit der Lenksäulenhälfte (51) verbundener Stift (67) greift und von einer Feder (69) beaufschlagt ist.
- 4. Hilfskraftlenkung nach Anspruch 2 oder 3 mit einer zwischen den einander zugekehrten Stirnflächen der Lenksäulenhälften angeordneten Klauenkupplung, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (65) mit an den Klauen (56,56') der einen Lenksäulenhälfte (50) formschlüssig anliegenden Ausnehmungen (68,68') versehen ist.
- 5. Hilfskraftlenkung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (64) als ein Meßkörper für beide Drehmesser ausgebildet ist und im Bereich des Luftspalts des Meßgehäuses (62) mit seitlich angeordneten Zähnen (75) oder entsprechenden Nocken versehen ist.
- 6. Hilfskraftlenkung nach Anspruch 1 und einem der An-Sprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßkörper (71) für den zweiten Drehmesser (70) eine mit der Lenksäulenhälfte (50) verbundene Scheibe ist, die gegenüber dem Meßgehäuse (73) mit radial angeordneten Zähnen (72) oder entsprechenden Nocken versehen ist.
- 7. Hilfskraftlenkung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das von dem zweiten Drehmesser erzeugte Drehwinkelsignal in der Regelschaltung (40) differenziert und in ein Lenkgeschwindigkeitssignal umgewandelt wird.
- 8. Hilfskraftlenkung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das von dem ersten Drehmesser erzeugte Drehwinkeldifferenzsignal in der Schaltung (40) differenziert und in ein Drehgeschwindigkeitsdifferenzsignal umgewandelt wird.
- 9. Hilfskraftlenkung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil zum Beaufschlagen des Arbeitszylinders des Lenkgetriebes (14) ein Servo-Wegeventil (32) ohne Druckrückführung ist.
- 10. Verwendung des von dem zweiten Drehmesser der Hilfskraftlenkung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 erzeugten Drehwinkelsignals als Istwertsignal des Lenkeinschlages für eine mit Signalen von Leitschienen oder Induktionsschleifen als Sollwert ferngesteuerte Lenkung, und/oder für eine Vorrichtung zum Mitschwenken der Scheinwerfer des Fahrzeuges, und/oder für das Mitschwenken einer zur Fernsteuerung des Fahrzeuges vorgesehenen Kamera und/oder für das Rückstellen der Fahrtrichtungsanzeige des Fahrzeuges und/oder zum Speichern und Optimieren des Lenkeinschlages bei häufig gefahrenen Fahrtstrecken.
- 11. Verwendung des von dem ersten und/oder zweiten Drehmesser der Hilfskraftlenkung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 7 und/ oder 8 erzeugten Winkel-und/oder Geschwindigkeitssignals als Sollwertsignal für eine Betätigung der Brennstoffzufuhr und/oder Fahrzeugbremse und/oder für eine automatische Einstellung der Längs- und/oder Querneigung des Fahrzeuges und/oder für Warneinrichtungen.BAD pRIGJNAL COPY
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833310386 DE3310386A1 (de) | 1983-03-22 | 1983-03-22 | Hilfskraftlenkung |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19833310386 DE3310386A1 (de) | 1983-03-22 | 1983-03-22 | Hilfskraftlenkung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3310386A1 true DE3310386A1 (de) | 1984-10-04 |
| DE3310386C2 DE3310386C2 (de) | 1988-07-28 |
Family
ID=6194303
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833310386 Granted DE3310386A1 (de) | 1983-03-22 | 1983-03-22 | Hilfskraftlenkung |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8365 | Fully valid after opposition proceedings | ||
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