DE3309744A1 - Verfahren zur dosierung von lignozellulosehaltigem schuettgut, insbesondere zementgebundener holzspanplatten und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
Verfahren zur dosierung von lignozellulosehaltigem schuettgut, insbesondere zementgebundener holzspanplatten und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrensInfo
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Description
VERSATEC AG A 37 574/bea
Badenerstr. 21
CH-8953 Dietikon ' 17. März 1983
Verfahren zur Dosierung von lignozellulosehaltigem Schüttgut, insbesondere zementgebundener Holzspanplatten
und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens .
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
eines solchen Verfahrens entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 5.
Bei der Herstellung von Pressplatten, wie Spanplatten, insbesondere zementgebundener Spanplatten, wird bisher
in der Weise vorgegangen, daß' das in einem Vorratsbehälter,
wie Silo oder Bunker, gelagerte, mit Bindemittel versehene Spangut, bei zementgebundenen Spanplatten mit
Zement vermischte Spangut, durch eine Austragsvorrichtung, beispielsweise durch eine mit einem Austragsband zusammenwirkende
Austragswalze, auf ein nachgeordnetes Förderband gebracht wird, auf welchem die ausgetragene Schüttgutmenge
nach Gewicht entweder taktweise das ganze Band oder ein Bandabschnitt gewogen oder Volumen dosiert und dann durch
eine Streuvorrichtung, beispielsweise durch Windsichtung oder durch eine Wurfvorrichtung, auf das den später zu
pressenden Vorformling aufnehmende Formband gestreut wird. Dabei ist es für die Qualität der fertigen Platten
sehr wichtig, daß auf das Formband-Formlinge, Kuchen
oder Vliese gestreut werden, welche bezüglich Höhe, Dichte und Struktur (Verflechtung, Verfilzung, Verschachtelung
usw.) gleichmäßig sind, damit die fertig gepreßte Platte ein über ihren gesamten Querschnitt
möglichst gleichmäßiges Gefüge aufweist. Es kommt also wesentlich darauf an, daß mit Bindemitteln, insbesondere
Zement, beaufschlagte Spangut bei der
fabrikatorischen Herstellung möglichst gleichmäßig nach Breite und Länge auf dem Formband zu verteilen.
In der Spanplattenindustrie werden hierzu zwei bekannte Verfahren angewandt, nämlich die sogenannte Volumendosierung
des Schüttgutes oder seine Gewichtsdosierung. Auch ist es bekannt, Volumen- und Gewichtsdosierungen zu kombinieren.
Zur Volumendosierung werden meist sogenannte Dosierwalzen, auch Rückstreifwalzen
genannt, verwendet, die in ihrer Höhe zu dan das Schüttgut transportierenden Förderband verstellbar sind. Je nach Höhenlage
einer solchen Dosierwalze zu dem darunter befindlichen, das Schüttgut aufnehmenden Förder- bzw. Dosierband entsteht ein in seiner
Größe veränderbarer Querschnitt, ein sogenannter Dosierschlitz, durch den das Schüttgut in gleichmäßiger Höhe, also volumendosiert,
hindurchtreten kann. Aus der Geschwindigkeit des das Schüttgut transportierenden
Förderbandes und der Höhe des Durchtrittsschlitzes für das Schüttgut, also der Höhenlage der Dosier- oder Rückstreifwalze,
resultiert die volumenmäßige Schüttgutmenge, die auf das eigentliche Formband zur Bildung des Vorformlings, Kuchens oder Vlieses gestreut
wird.
Ein erheblicher Nachteil dieses Verfahrens liegt darin, daß sich vor der Dosierwalze, die, wie erwähnt, üblicherweise als Rückstreifwalze ausgebildet ist, das Schüttgut
anhäuft, wodurch eine Separierung, Entmischung oder Stauung des Schüttgutes derart eintritt, daß die untersten
Schichten des Schüttgutes auf dem Formband infolge des sich dort anhäufenden Fein- und Feinstmaterials und/oder
Staubildung ein viel höheres Schüttgewicht aufweisen als die oberen Schichten. Hierdurch.wird die gleichmäßige
Zusammensetzung und somit die massenmäßige Schüttgutmenge verändert, wodurch die Gleichmäßigkeit und die Genauigkeit
des geschütteten Formlinges und damit die gewünschte gleichmäßige Zusammensetzung der fertigen Platte und daraus
resultierend ihre Festigkeitseigenschaften erheblich beeinträchtigt werden.
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Dieser Nachteil wirkt sich bei zementgebundenen Platten noch stärker aus als bei mit Bindemitteln, wie Leim, versehenen
Spanplatten, weil die Schüttgewichte bei zementgebundenen Platten infolge des Zementanteiles 1 1/2 bis 2 1/2 mal so
groß sind als bei mit Leim gebundenen Spanplatten. Der beschriebene Nachteil wird demgemäß infolge des höheren Gewichtes,
also der größeren Masse des mit Zement vermischten Schüttgutes, beim Fallen und Werfen noch verstärkt, so daß
es zu noch größeren Abweichungen der Masse je Volumeneinheit kommt.
Die Gewichtsdosierung wird bei den bekannten Verfahren entweder
kontinuierlich, beispielsweise mittels einer Bandwaage, oder diskontinuierlich, z.B. mittels einer Taktwaage, durchgeführt.
In der Praxis setzen sich die kontinuierlich arbeitenden Systeme mittels Bandwaage oder radioaktiver Gewichtskontrolle
durch. Bei Bandwaagensystemen ist die Schüttgutmenge .je Zeiteinheit genau festgelegt, jedoch ist die
gleichmäßige Ausbringung des Schüttgutes und seine Verteilung auf das Formband dadurch keineswegs gesichert. Eine Ursache
hierfür liegt darin, daß bei den Bandwaagensystemen das Schüttgut üblicherweise über eine Volumendosierung mit .
einer Vibrationsrinne auf die Bandwaage gebracht wird. Da die Bandwaage jedoch eine begrenzte Länge hat und auf das
Gesamtgewicht des Schüttgutes reagiert, kann sie die zeitlichen bzw. örtlichen Schwankungen des Schüttgutgewichtes
nicht erfassen.
Durch räumliche und zeitliche Entfernung des Impulsgebers, also der Bandwaage, und des durch 'diese Bandwaage beeinflußten
Stellgliedes, also der Dosierwalze (Rückstreifwalze) , entstehen unausweichliche üngleichmäßigkeiten bzw.
Ungenauigkeiten im Schüttgutstrom, die als solche unmittelbar auf den geschütteten Vorformling und damit in die
fertige Platte eingehen.
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Ähnlich liegt die Problemlage bei den bekannten Systemen, die zur Messung des Gewichtes des Schüttgutes, radioaktive
Isotopen verwenden. Diese Meßvorrichtungen steuern als Impulsgeber entweder eine Dosierwalze (Rückstreifwalze),
wie sie von der Volumendosierung her bekannt ist oder'
einen in der Höhe verstellbaren Schieber, Kratzer oder ein ähnliches Stellglied, das hinsichtlich seiner Arbeitsweise
als gleichwirkend mit einer Dosierwalze angesehen werden kann. In beiden Fällen entsteht vor einem solchen Stellglied
ein Stau des Schüttgutes mit den zuvor bei der Volumendosierung bereits beschriebenen Nachteilen.
Es hat sich gezeigt, daß bei beiden vorbeschriebenen bekannten Dosierverfahren die Schwankungen der Streuung, ausgedrückt
durch die Flächendichte, innerhalb einer Platte bei mehr als - 6 % und von Platte zu Platte bei mehr als
+ 4 % liegen. Derart große Streuungen der Rohdichte innerhalb einer Platte und von Platte zu Platte bringen einmal schon
bei der Herstellung der Platte, insbesondere beim eigentlichen Preßvorgang, beim.Aufgehen der Platte und nachher beim Verarbeiten
der Platten, beispielsweise beim Schleifen, Schneiden, Fräsen usw., erhebliche Nachteile.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs erwähnten Art so weiterzubilden, daß Preßplatten,
insbesondere zementgebundene Spanplatten, von optimal
gleicher Streuung und damit gleicher Höhe, Dichte und Struktur fabrikmäßig herstellbar sind und die geschilderten
Schwankungen bei der Streuung der Platten vermieden sind.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffes durch die Merkmale des kennzeichnenden
Teiles des Anspruches 1 gelöst.
Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens zu schaffen, die
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für die Serienfertigung von mit Bindemittel versehener geschütteter Preßgutplatten, insbesondere zementgebundener
Spanplatten geeignet ist, die eine bezüglich Höhe, Dichte und Struktur optimal gleiche Plattenherstellung bei einfachem
Aufbau und rationeller Arbeitsweise ermöglicht.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung nach den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 5 durch die Merkmale
des Kennzeichens dieses Anspruches gelöst.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren und seine Vorrichtung
können Spanplatten, insbesondere zementgebundene Spanplatten, fabrikmäßig derart hinsichtlich des fertig gemischten
Schüttgutes optimal gleichmäßig dosiert werden, so daß das Schüttgut in der Breite und in der Länge, also über den
gesamten Querschnitt der Platte, in gleichmäßiger Höhe, Dichte, Verteilung und Struktur vorliegt. Insbesondere wird
.und Staubildung dabei die bisher in Kauf genommene Entmischung^ des
Materials als Folge der VoIumendosierung und die dadurch
insbesondere bei zementgebundenen Holzspanplatten auftretenden
Schwankungen der Streuung und damit die Schwankungen hinsichtlich der Festigkeitswerte der fertigen
Platte, insbesondere der Biege- und Querzugfestigkeiten, beseitigt.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die zur Durchführung des Verfahrens erfindungsgemäß vorgesehene Vorrichtung
werden nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
In der Zeichnung ist mit 1 ein Vorratsbehälter,beispielsweise
ein Silo, Bunker oder dgl., .für das Schüttgut, insbesondere also für zementgebundenes Spangut, bezeichnet. Im
unteren Bereich des Materialsilos 1 befindet sich eine Austragsvorrichtung, die im Ausführungsbeispiel ein Austrags-
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band 2 ist, das sich in Richtung des Pfeiles F nach links bewegt und durch die Walze 16 angetrieben wird und rückwärts
über die Walze 16* umläuft. Im vorderen Bereich dieses Austragsbandes 2 befindet sich eine mit ihm
zusammenwirkende Austragswalze 3, die in Richtung des eingezeichneten Pfeiles umläuft und die ihrerseits mit
einer gegenläufig zu ihr umlaufenden Rückstreifwalze 4 zusarmenwirken
kann.
Das aus dem Silo 1 mit dieser Austragsvorrichtung 2, 3 ausgetragene
Schüttgut gelangt auf ein erstes Förderband 5, das als Vordosierband zu bezeichnen, ist. Das Vordosierband 5 wird durch eine Antriebswalze
5" angetrieben und läuft im rückwärtigen Teil über eine umlenkwalze
51. Vor der Antriebswalze 5" befindet sich eine in Richtung des eingezeichneten
Pfeiles drehende volumetrisch arbeitende .Dosiervorrichtung in Form einer Rückstreifwalze 6. Man erkennt, daß durch das in Richtung
des Pfeiles 17 vorlaufende Vordosierband 5 das Schüttgut im Bereich vor der Rückstreifwalze 6 leicht angehäuft wird. Um eine
die Entmischung des Schüttgutes bewirkende große Anhäufung der Schüttgutmenge in diesem Bereich, wie dies bei üblichen Vorrichtungen der
Fall ist, zu vermeiden, ist das Vordosierband 5 erfindungsgemäß in
seinem vorderen Bereich, vorzugsweise zwischen der Rückstreifwalze 6 und der vorderen Antriebswalze 5" ortsfest mittels eines Lagers 9
gelagert. Die Lagerung ist im Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt
und kann durch eine querliegende, nicht näher dargestellte Achse, die zu beiden Seiten des Dosierbandes 5 ortsfest abgestützt
ist, erfolgen. Das so im vorderen Bereich abgestützte und gelagerte Vordosierband 5 ist in seinem hinteren, nicht ortsfest abgestützten
Bereich, insbesondere im Bereich der.Umlenkwalze 51, an eine Meßdruckdose
δ angeschlossen, die das GeWicht des auf dem Band 5 jeweils befindlichen Schüttgutes misst. Durch die außermittige Lagerung
wird die zuströmende Materialmenge schneller und genauer erfaßt, weil dort die Meßdruckdose liegt, und die Empfindlichkeit der Wägevorrichtung
erheblich gesteigert.
" " " 33097U
' Im vorderen. Bereich ;des Vordosierbandes 5 befindet sich in bekannter
Weise eine Abwurfvorrichtung,z.B. eine Abwurfwalze 7, für das in den Bereich
dieser Abwurfvorrichtung gelangende Schüttgut, das durch die erfindungsgemäße Ausbildung auf dem Vordosierband
nach Volumen und nach Gewicht vordosiert ist. Anstelle einer Abwurfwalze 7 können auch andere Abwurfeinrichtungen, die zum
Streuen des Schüttgutes geeignet sind, vorgesehen werden.
Durch die Ausbildung und Anordnung des Dosierbandes -(5)
durch die Zuordnung einer Meßdruckeinrichtung, wie. beispielsweise
einer Meßdruckdose 8 an dieses Vordosierband 5, die mit dem Antrieb für die Austragsvorrichtung 2, 3, insbesondere
mit dem Austragsband 2 des Silos 1 regelungstechnisch verbunden ist, wird somit das auf dem Vordosierband 5 befindliche
Schüttgut gewichtsmäßig gemessen und die gemessenen Gewichtswerte werden über die Meßvorrichtung 8,
im Ausführungsbeispiel also über die Meßdruckdose 8, unmittelbar auf den Antrieb des Austragsbandes 2 gegeben, so
daß das Austragsband 2. über die Meßdruckdose 8 so gesteuert wird, daß ein auf dem Vordosierband 5 stets gleiches
Gewicht an Schüttgut pro Zeiteinheit zu liegen kommt.
Dieses Schüttgut wird darüber hinaus nochmals mittels der Rückstreifwalze 6 volumendosiert und damit geglättet,
wodurch steuerungstechnisch bedingte Schwankungen des Schüttgutgewichtes weitgehend vermieden werden.
Das so über das Vordosierband 5 gewichtsmäßig gleich gehaltene Schüttgut pro Zeiteinheit gelangt nach Glätten
durch die Rückstreifwalze 6 in"den 'Bereich der als Abwurfwalze
7 ausgebildeten Abwurfvorrichtung, wodurch das Schüttgut nochmals fein verteilt auf das dem Vordosierband 5 nachgeordnete
Feindosierband 10 gestreut wird. Dieses Feindosierband 10, welches in Richtung des Pfeiles 18 umläuft und
durch die vordere Antriebswalze 10" angetrieben und rückwärts über die Umlenkwalze 10' läuft, ist ebenfalls in seinem
vorderen Bereich mit einer Rückstreifwalze 11 ausgerüstet, die ebenso wie die Rückstreifwalze 6 des Vordosierbandes (5) ·
höhenverstellbar angeordnet sein kann. Weiterhin ist das Feindosierband 10 im Bereich zwischen Rückstreifwalze 11
und vorderer Abwurfeinrichtung 12, die ebenfalls eine Abwurfwalze
ist, mit einem ortsfesten Lager 14 versehen. Dieses ortsfeste Lager kann in entsprechender Weise wie
> durch
das ortsfeste Lager 9Veine querliegende, außen abgestützte Achse gebildet sein.
das ortsfeste Lager 9Veine querliegende, außen abgestützte Achse gebildet sein.
Das so gelagerte Feindosierband 10 ist im Bereich der
Umlenkwalze 10' ebenfalls mit einer Einrichtung zum Messen des auf das Feindosierband 10 fallende und dort befindliche ..Schüttgewichtes
in Form einer Meßdruckdose 13 versehen.
Das auf das Feindosierband 10 feinverteilt vom Vordosierband
5 kommende aufgestreute Schüttgut wird vor dem eigentlichen Streuen des Vorformlings, Kuchens oder Vlieses auf
das endständige Formband 15 nochmals durch die vorgesehene Anordnung und Ausbildung des Feindosierbandes 10 mittels
Lager 14 und der Gewichtsmeßvorrichtung in Form einer Meßdruckdose 13 gewichtsmäßig gemessen und mittels der
Rückstreifwalze 11 volumetrisch feindosiert. Hierdurch ist
die aus dem Dosierschlitz zwischen Feindosierband 10 und Rückstreifwalze 11 austretende Schüttgutmenge pro Zeiteinheit
volumen- und gewichtsmäßig dosiert und gelangt dann in den Bereich der Abwurfvorrichtung 12, die im Ausführungsbeispiel ebenfalls als einfache Abwurfwalze ausgebildet ist.
Das von dieser Abwurfwalze 12 abgeworfene Streugut gelangt dann unmittelbar auf das eigentliche Formband 15, wo es
zu einem Vorformling aufgestreut wird..
Die überwachung des pro Zeiteinheit auf das Feindosierband'
10 aufgebrachten Schüttgutes erfolgt also über die das Gewicht
messende Meßdruckdose 13, die ihre Impulse auf die Antriebs-
Vorrichtung für die Antriebswalze 5" des Vordosierbandes 5 gibt und dessen Geschwindigkeit steuert. Durch entsprechende
Steuerung der Geschwindigkeit des Vordosierbandes 5 wird zugleich die auf diesem Vordosierband 5 geförderte
Schüttgutmenge gesteuert, wodurch die Bildung eines Schüttgutstaues vor der Rückstreifwalze 6 verhindert wird. Auf
diese Weise ist ein gewichtsmäßig genau definierter und stets gleichmäßiger Schüttgutstrom zu der den Formling
streuenden Streuvorrichtung 12 am Ende des Feindosierbandes
10 gegeben. Die Meßdruckdose 13 hat also die Aufgabe,
die Schüttgutmenge über die Geschwindigkeitsänderung des Vordosierbandes 5 so zu regeln, daß vor der Rückstreifwalze
11 kein größerer Stau entsteht, jedoch auf dem Feindosierband
10 genügend Schüttgut vorrätig ist, wobei diese Schüttgutmenge stets konstant gehalten werden kann.
Die Drehzahlen aller Antriebswalzen, also der Walzen 16, 5" und 10", sind veränderbar bzw. einstellbar eingerichtet.
Ebenso sind Drehzahl und Lage der Austragswalze 3 und der
Rückstreifwalzen 6 und 11 zu den jeweiligen ihnen zugeordneten Bändern 5 bzw. 10 einstellbar, und zwar auch derart, daß
eine stets konstante Einstellung gewährleistet ist. Hierdurch ist unter anderem auch die Anpassung an jede Holzart
und an jedes Mischungsverhältnis in einfacher Weise möglich, so daß das Verfahren und die Vorrichtung auch bei unterschiedlichen
Schüttgütern und Bindemitteln geeignet ist. Von besonderem Vorteil ist die Erfindung beispielsweise bei sehr
leichtem Holz, wie Balsaholz, dessen Spanvolumen bis zu fünfmal
so groß wie das von normalem Holz; ist.
Durch die Erfindung werden die eingangs geschilderten Nachteile der bekannten Verfahren vermieden, indem erfindungsgemäß durch eine
erste Volumendosierung im Silo durch die Austragswalze 3, eine zweite Volumendosierung auf dem Vordosierband durch die
Rückstreifwalze 6 und eine dritte Volumendosierung auf dem Feindosierband durch die Rückstreifwalze 11 und durch eine
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zweimalige Kontrolle der Flächengewichte durch die Gewichtsmeßeinrichtungen
8, 13 in Form von Meßdruckdosen eine
optimale Verteilung des Schüttgutes ermöglicht wird. Dadurch daß praktisch kein Stau des Schüttgutes im Bereich
der volumetrischen Dosierung, nämlich im Bereich der Rückstreifwalzen
6 und 11, entstehen kann, ist die Dichte des Schüttgutes auf 'dem Feindosierband 10 äußerst gleichmäßig,
und zwar sowohl quer als auch längs zur Förderrichtung des Bandes. So wird eine bis jetzt unerreichte Streugenauigkeit
erreicht, was sich insbesondere bei zementgebundenen Holzspanplatten hinsichtlich deren Festigkeitswerte besonders
auszeichnet. Die so entstehende gleichmäßige Dichte gewährleistet gleichzeitig eine gleichmäßige Dicke und
wesentlich kleinere Schwankungen in den Festigkeiten der serienmäßig hergestellten Platten.
Weiterhin ergibt sich durch die erfindungsgemäße zweiteilige
bzw. zweimalige Erfassung der Masse (Gewicht) des Schüttgutes eine Glättung der Oberfläche des Schüttgutes, die bisher
bei bekannten Vorrichtungen als Oberflächenwellen/ die regelungstechnisch bedingt sind, hingenommen werden müssen.
Claims (14)
- VERSATEC AG A 37 574/mxaBadenerstr. 21CH-8953 Dietikon 17Ansprüche:Verfahren zur Dosierung von lignozellulosehaltigem, dünnem, kleinteiligem Schüttgut, wie Holz,Bagasse oder dgl. Späne, Holzfasern usw., insbesondere zur Herstellung zementgebundener Holzspanplatten, bei dem das Schüttgut aus einem Vorratsbehälter ausgetragen und anschließend auf einem umlaufenden Band volumetrisch vordosiert und durch eine Schüttgutvorrichtung, wie einer Abwurfwalze, auf ein Formband gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß das auf dem Vordosierband (5) befindliche Schüttgut abgewogen und danach auf ein nachgeordnetes Feindosierband (10) gestreut wird, auf dem abermals sein Gewicht.gemessen und volumenmäßig feindosiert wird und anschließend auf das nachgeordnete Formband (15) gestreut wird und daß abhängig von der Gewichtsmessung des Schüttgutes auf dem Vordosierband (5) der Gutaustrag aus dem Vorratsbehälter (1) und abhängig von der Gewichtsmessung des Schüttgutes auf dem Feindosierband (10) die Geschwindigkeit des Vordosierbandes (5) geregelt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, -*>,./ dadurch gekennzeichnet, daß die Wägung des Schüttgewichtes auf dem Vordosierband (5) und/oder auf dem Feindosierband (10) jeweils vor der jeweiligen Volumendosierung des Schüttgutes auf dem Vordosierband (5) bzw. Feindosierband (10) erfolgt../2
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeiten der Behälteraustragsvorrichtung (2), des Vordosierbandes (5) und des Feindosierbandes (10) einstell- und regelbar sind.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3f dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeiten der die Volumendosierung des Schüttgutes bewirkenden Vorrichtungen (Rückstreifwalzen (6 bzw. 11)) einstellbar und regelbar sind. "
- 5. Vorrichtung zur Dosierung von lignozellulosehaltigem, dünnem, kleinteiligem Schüttgut, wie Holzspäne, Holzfasern usw., insbesondere zur Herstellung zementgebundener Holzspanplatten, mit einem Vorratsbehälter für das mit Bindemittel, insbesondere Zement, versehene Schüttgut, mit mindestens einer Austragsvorrichtung, wie Austragswalzen, Austragsband oder dgl., und einem nachgeordneten Dosierband, an dem mindestens eine das Gewicht bzw. das Volumen des Schüttgutes beeinflussende Dosiervorrichtung, beispielsweise eine Rückstreifwalze, angeordnet ist, der am Ende des Dosierbandes eine Streuvorrichtung, wie eine Abwurfwalze oder dgl. nachgeordnet ist,dadurch gekennzeichnet, daß im Streubereich der Abwurfvorrichtung (7) des ersten Dosierbandes (Vordosierband) (5) ein zweites Dosierband (Feindosierband) (10) mit Abwurfvorrichtung (12) angeordnet ist, das mit einer das Gewicht des Schüttgutes und/oder, seines Volumens messenden zweiten Dosiervorrichtung (11) versehen ist, und daß das Vordosierband (5) und das Feindosierband (10) jeweils mit einer Wägemeßeinrichtung (9, 8 bzw. 14, 13) versehen ist.-/3
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5,dadurch gekennzeichnet, daß das Vordosierband (5) und das Feindosierband (10) jeweils mit einer volumendosierend arbeitenden Vorrichtung, vorzugsweise einer Rückstreifwalze (6 bzw. 11) versehen ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,dadurch gekennzeichnet, daß die Behälteraustragsvorrichtung (3) und/oder die Rückstreifvorrichtung (6 bzw. 11) in ihrer Lage zum jeweils zugeordneten Band (2 bzw. 5 bzw. 10) höhenverstellbar und/oder in ihrer Geschwindigkeit regelbar sind.
- 8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 7,dadurch gekennzeichnet, daß die Behälteraustragsvorrichtung (3) als Walze ausgebildet ist, der eine Rückstreifwalze (4) zugeordnet ist.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Vordosierband (5) in seinem der Abwurfvorrichtung (7) nahen Bereich eine ortsfeste Abstützung (9) aufweist und das andere Ende des Vordosierbandes (5) an eine Wägemeßeinrichtung, beispielsweise eine Meßdruckdose, angeschlossen ist.
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Feindosierband (10) in seinem der Abwurfvorrichtung (12) nahen Bereich durch eine Abstützung (14) ortsfest gelagert ist, und das andere Ende des Vordosierbandes (5) an eine Wägemeßeinrichtung (13), beispielsweise eine Meßdruckdose, angeschlossen ist.-/433097U
- 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Wägemeßeinrichtung (8) des Vordosierbandes (5) wirkungsmäßig mit dem Antrieb der Behälteraustragsvorrichtung (2) und die Wägemeßeinrichtung (13) des Feindosierbandes (10) mit dem Antrieb des Vordosierbandes (5) antriebsmäßig derart verbunden sind, daß die Schüttgutmengen der beiden Bänder (2 bzw. 5) regelbar bzw. konstant einstellbar sind.
- 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördergeschwindigkeit der Austragsvorrichtung (2), des Vordosierbandes (5) und/oder des Feindosierbandes (10) einstellbar und regelbar sind.
- 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12,dadurch gekennzeichnet, daß als Wägemeßeinrichtungen\ vorzugsweise , . ,(8 bzw. 13)\ Bxegestabdosen vorgesehen sind.
- 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die ortsfesten Lagerungen (9 bzw. 14) des Vordosierbandes (5) bzw. des Feindosierbandes (10) durch ein Querlager, beispielsweise in Form einer Querachse, gebildet sind, auf denen jeweils das Vordosierband (5) bzw. das Feindosierband (10) mit zugeordneten Umlenkwalzen (51, 5" bzw. 10', 10") aufgelagert sind.
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