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DE330939C - Verfahren zur Herstellung von Torfformlingen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Torfformlingen

Info

Publication number
DE330939C
DE330939C DE1919330939D DE330939DD DE330939C DE 330939 C DE330939 C DE 330939C DE 1919330939 D DE1919330939 D DE 1919330939D DE 330939D D DE330939D D DE 330939DD DE 330939 C DE330939 C DE 330939C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
peat
openings
boxes
lattice
moldings
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1919330939D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEWERKSCHAFT PYRMONT
Original Assignee
GEWERKSCHAFT PYRMONT
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GEWERKSCHAFT PYRMONT filed Critical GEWERKSCHAFT PYRMONT
Application granted granted Critical
Publication of DE330939C publication Critical patent/DE330939C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10FDRYING OR WORKING-UP OF PEAT
    • C10F5/00Drying or de-watering peat

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Torfformlingen. Durch die andauernde Kohlennot wird auch der Torf seit kurzer Zeit wieder ein Mir begehrter Brennstoff, namentlich für Hausfeuerungen. rs hat sich bereits als wünschenswert herausgestellt, die Gewinnen` des Torfes nicht, wie von alters her üblich, auf durchschnittlich drei Sommermonate pr<l Jahr zu beschränken, sondern dieselbe Glas ganze Jahr über durchzuführen. Letzteres ist freilich nur dann möglich, wenn man nicht mehr wie bisher darauf angewiesen ist, die Soden zu ihrer Trocknung in der nächsten Umgebung des Torfstiches auf dem in der Regel feuchtest Torfgelände lagern zu müssen. Denn hierdurch sind sie nicht nur der Bodenfeuchtigkeit, sondern auch dein etwa sich einstellenden Regen ausgesetzt, w=odurch sie, wenn sie noch frisch sind, sehr große Verluste erleiden und auch vielfach ganz formlos werden und außerdem zu ihrer Trocknung eine Lagerzeit von mindestens acht Wochen benötigen. Hierauf zurückzuführen ist es auch, daß der Torfstich in der Regel Anfang September unterbrochen werden muß, um damit erst wieder Mitte Mai oder auch erst Anfang Juni des nächstfolgenden Jahres zu beginnen.
  • All diese Übelstände werden durch das neue Verfahren beseitigt, da die Lagerung dci-Frischtorfsoden nicht mehr auf dein feuchten Torfgelände zu erfolgen braucht und hinsichtlich ihrer Trocknung auch nicht mehr auf die Witterung angewiesen ist. Dann aber auch kann bei dem vorliegenden Verfahren der Torfbetrieb mit den denkbar einfachsten 2vlitteln aufrechterhalten werden.
  • Fig. i bis :f veranschaulichen die erforderliche Anlag.
  • Der Torfbetrieb "estaltet sich wie folgt: Der Torf wird von Hand mittels Stecheisen oder auch mittels Maschine durch Ab-bzw. Ausstich gewonnen und sofort einem trichterartigen Gehäuse T5 übergeben, in welchem er unter einer eigenartigen Vorrichtung vollkommen und sehr rasch zerrissen wird. Genannte Vorrichtung besteht aus sechs oberen- und sechs unteren Wellen Ii', und FT'", welche mit entsprechenden Zerreißzähnen besetzt sind und deren Umdrehungsgeschwindigkeit verschieden ist (s. Fig. i und 3). Die Wellen Tl'I arbeiten mit geringerer Umdrehungszahl als die Wellen lT'". Aus (feit Gehäuse T- fällt der Torf in einen oder mehrere darunter befindliche Gitterkästen G! finit 3 nint weiten schlitzartig-en Öffnungen I_. In denn Kasten steht eine Anzahl Röhren R, die oberhalb geschlossen und unten offen und in ihrer Wandung von unten -nach oben, und zwar in Abständen voll .I0 inin, mit etwa 2 nini weiten Öffnungen versehen sind. Infolge der vorausgegangenen Zerstörung der Torffaser verliert das Torf-"einenge in d'zn. Gitterkästen einen beträchtlicheii Teil seines Wassers. Letzteres wird von schachtartigen Vertiefungen unter dein Gitterkasten aufgenommen und von hier in einen 'Kanal abgeleitet. Nach a4stüncli#r,em Lagern des Frischtorfes in diesen Kästen wird er einem Trichter Tr übergeben, aus dein er durch Schnecke Tp in das kegelförmige Gehäuse Z mit Längsschlitzen St in der Wand gedrückt wird. Hier wird dein Torf durch die Wandschlitze St und durch Wasseraufnahmeröhi en Rö mit feinen schlitzartigen Öffnungen ein weiterer Teil seines Wassers entzogen, das abgeleitet wird. Die vorerwähnten schlitzartigen Öffnungen in Längsrichtung der Röhren befinden sich, nur in der oberen Hälfte des Querschnitts der letzteren. Unter gleichbleibendem Druck wird der Torf alsdann aus der Zylinder form in eine Form 0 übergeleitet und hier auf einfache Weise geformt. Die so entstehenden Formlinge haben bereits eine solche Festigkeit erlangt, daB sie in einem Trockenschuppen. nach längstens sechstägigem Lagern versandfähig sind.
  • Um die Arbeitsleute und ebenso die Förderung der Formlinge auf den Gleiswagen bis zum Lagerschuppen und die Maschinen und sonstigen Einrichtungen beim Torfstich in den Wintermonaten vor Regen und Frost zu schützen, «-erden hierfür geeignete Schutzvorrichtungen getroffen. In gleicher Weise wird auch die Oberfläche des Torfgeländes und der Lagerschuppen in den WintermonatLn in zweckentsprechender Weise vor Frost geschützt.
  • Es wird als bekannt i-orausgesetzt, Torf in einem erst zylindrischen, dann in einem Kegel auslaufenden Gehäuse mit Längsschlitzen mittels einer Förderschnecke -zu entwässern und beim Austritt durch ein Mundstück zu formen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRuCIi: .. Yerfahren zur Herstellung . von Torfformlingen, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Maßnahmen: Die rohe Torfmasse wird sofort nach dem Ab--bzw. Ausstich einem Behälter (Tg) übergeben, in dem sie von einem Satz (sechs) oberer und (sechs) unterer, mit Zerreißzähnen -besetzter Wellen (TV i# TT "i,) v ollkominen zerrissen wird. Die nebeneinanderliegenden Wellen (T1,71, TV") jedes Satzes laufet: verschieden schnell. Von hier fällt der Torf in einen oder mehrere Gitterkästcii (Gt) init (3 min weiten) schlitzartigen Öffnungen, in deren Innern eine Anzahl Röhren (R) steht, die oben geschlossen und unten offen und in ihrer Brandung (in Abständen von d0 min) mit etwa -2 nim weiten, von unten nach oben durchgehenden Öffnungen versehen sind. In dem Gitterkasten gibt der Torf unter der eigenen Schwere das frei gewordene Wasser ab. Dieses wird in einer unter den Gitterkästen angeordneten= schachartigen Vertiefung aufgenommen und durch Kaisäle abgeleitet. Nach 24stündiger Lagerung in genannten Kästen wird. der Torf einem Behälter übergeben, aus dem eine Schnecke den Torf in ein kegelförmiges Gehäuse (Z) mit- Wandschlitzen drückt. In dem Gehäuse (Z) sind mehrere Wasseraufnahmeröhren (Rö) mit längs gerichteten feinen schlitzartigen Öffnungen angebracht. Das abgeschiedene Wasser wird abgeleitet, wonach der Torf in bekannter Weise durch ein iNluiidstiicl< (n) geformt wird.
DE1919330939D 1919-09-21 1919-09-21 Verfahren zur Herstellung von Torfformlingen Expired DE330939C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE330939T 1919-09-21

Publications (1)

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DE330939C true DE330939C (de) 1920-12-27

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DE1919330939D Expired DE330939C (de) 1919-09-21 1919-09-21 Verfahren zur Herstellung von Torfformlingen

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