DE330939C - Verfahren zur Herstellung von Torfformlingen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von TorfformlingenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C10F—DRYING OR WORKING-UP OF PEAT
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Torfformlingen. Durch die andauernde Kohlennot wird auch der Torf seit kurzer Zeit wieder ein Mir begehrter Brennstoff, namentlich für Hausfeuerungen. rs hat sich bereits als wünschenswert herausgestellt, die Gewinnen` des Torfes nicht, wie von alters her üblich, auf durchschnittlich drei Sommermonate pr<l Jahr zu beschränken, sondern dieselbe Glas ganze Jahr über durchzuführen. Letzteres ist freilich nur dann möglich, wenn man nicht mehr wie bisher darauf angewiesen ist, die Soden zu ihrer Trocknung in der nächsten Umgebung des Torfstiches auf dem in der Regel feuchtest Torfgelände lagern zu müssen. Denn hierdurch sind sie nicht nur der Bodenfeuchtigkeit, sondern auch dein etwa sich einstellenden Regen ausgesetzt, w=odurch sie, wenn sie noch frisch sind, sehr große Verluste erleiden und auch vielfach ganz formlos werden und außerdem zu ihrer Trocknung eine Lagerzeit von mindestens acht Wochen benötigen. Hierauf zurückzuführen ist es auch, daß der Torfstich in der Regel Anfang September unterbrochen werden muß, um damit erst wieder Mitte Mai oder auch erst Anfang Juni des nächstfolgenden Jahres zu beginnen.
- All diese Übelstände werden durch das neue Verfahren beseitigt, da die Lagerung dci-Frischtorfsoden nicht mehr auf dein feuchten Torfgelände zu erfolgen braucht und hinsichtlich ihrer Trocknung auch nicht mehr auf die Witterung angewiesen ist. Dann aber auch kann bei dem vorliegenden Verfahren der Torfbetrieb mit den denkbar einfachsten 2vlitteln aufrechterhalten werden.
- Fig. i bis :f veranschaulichen die erforderliche Anlag.
- Der Torfbetrieb "estaltet sich wie folgt: Der Torf wird von Hand mittels Stecheisen oder auch mittels Maschine durch Ab-bzw. Ausstich gewonnen und sofort einem trichterartigen Gehäuse T5 übergeben, in welchem er unter einer eigenartigen Vorrichtung vollkommen und sehr rasch zerrissen wird. Genannte Vorrichtung besteht aus sechs oberen- und sechs unteren Wellen Ii', und FT'", welche mit entsprechenden Zerreißzähnen besetzt sind und deren Umdrehungsgeschwindigkeit verschieden ist (s. Fig. i und 3). Die Wellen Tl'I arbeiten mit geringerer Umdrehungszahl als die Wellen lT'". Aus (feit Gehäuse T- fällt der Torf in einen oder mehrere darunter befindliche Gitterkästen G! finit 3 nint weiten schlitzartig-en Öffnungen I_. In denn Kasten steht eine Anzahl Röhren R, die oberhalb geschlossen und unten offen und in ihrer Wandung von unten -nach oben, und zwar in Abständen voll .I0 inin, mit etwa 2 nini weiten Öffnungen versehen sind. Infolge der vorausgegangenen Zerstörung der Torffaser verliert das Torf-"einenge in d'zn. Gitterkästen einen beträchtlicheii Teil seines Wassers. Letzteres wird von schachtartigen Vertiefungen unter dein Gitterkasten aufgenommen und von hier in einen 'Kanal abgeleitet. Nach a4stüncli#r,em Lagern des Frischtorfes in diesen Kästen wird er einem Trichter Tr übergeben, aus dein er durch Schnecke Tp in das kegelförmige Gehäuse Z mit Längsschlitzen St in der Wand gedrückt wird. Hier wird dein Torf durch die Wandschlitze St und durch Wasseraufnahmeröhi en Rö mit feinen schlitzartigen Öffnungen ein weiterer Teil seines Wassers entzogen, das abgeleitet wird. Die vorerwähnten schlitzartigen Öffnungen in Längsrichtung der Röhren befinden sich, nur in der oberen Hälfte des Querschnitts der letzteren. Unter gleichbleibendem Druck wird der Torf alsdann aus der Zylinder form in eine Form 0 übergeleitet und hier auf einfache Weise geformt. Die so entstehenden Formlinge haben bereits eine solche Festigkeit erlangt, daB sie in einem Trockenschuppen. nach längstens sechstägigem Lagern versandfähig sind.
- Um die Arbeitsleute und ebenso die Förderung der Formlinge auf den Gleiswagen bis zum Lagerschuppen und die Maschinen und sonstigen Einrichtungen beim Torfstich in den Wintermonaten vor Regen und Frost zu schützen, «-erden hierfür geeignete Schutzvorrichtungen getroffen. In gleicher Weise wird auch die Oberfläche des Torfgeländes und der Lagerschuppen in den WintermonatLn in zweckentsprechender Weise vor Frost geschützt.
- Es wird als bekannt i-orausgesetzt, Torf in einem erst zylindrischen, dann in einem Kegel auslaufenden Gehäuse mit Längsschlitzen mittels einer Förderschnecke -zu entwässern und beim Austritt durch ein Mundstück zu formen.
Claims (1)
- PATENT-ANsPRuCIi: .. Yerfahren zur Herstellung . von Torfformlingen, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Maßnahmen: Die rohe Torfmasse wird sofort nach dem Ab--bzw. Ausstich einem Behälter (Tg) übergeben, in dem sie von einem Satz (sechs) oberer und (sechs) unterer, mit Zerreißzähnen -besetzter Wellen (TV i# TT "i,) v ollkominen zerrissen wird. Die nebeneinanderliegenden Wellen (T1,71, TV") jedes Satzes laufet: verschieden schnell. Von hier fällt der Torf in einen oder mehrere Gitterkästcii (Gt) init (3 min weiten) schlitzartigen Öffnungen, in deren Innern eine Anzahl Röhren (R) steht, die oben geschlossen und unten offen und in ihrer Brandung (in Abständen von d0 min) mit etwa -2 nim weiten, von unten nach oben durchgehenden Öffnungen versehen sind. In dem Gitterkasten gibt der Torf unter der eigenen Schwere das frei gewordene Wasser ab. Dieses wird in einer unter den Gitterkästen angeordneten= schachartigen Vertiefung aufgenommen und durch Kaisäle abgeleitet. Nach 24stündiger Lagerung in genannten Kästen wird. der Torf einem Behälter übergeben, aus dem eine Schnecke den Torf in ein kegelförmiges Gehäuse (Z) mit- Wandschlitzen drückt. In dem Gehäuse (Z) sind mehrere Wasseraufnahmeröhren (Rö) mit längs gerichteten feinen schlitzartigen Öffnungen angebracht. Das abgeschiedene Wasser wird abgeleitet, wonach der Torf in bekannter Weise durch ein iNluiidstiicl< (n) geformt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE330939T | 1919-09-21 |
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