DE3308445A1 - Rotor fuer einen regenerativen waermetauscher - Google Patents
Rotor fuer einen regenerativen waermetauscherInfo
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Description
mm*
£ D 8928 - rns
Wilhelm Gebhardt GmbH, 7112 Waidenburg.
Rotor für einen regenerativen Wärmetauscher
Die Erfindung betrifft einen hohlzylindrischen Rotor für einen regenerativen Wärmetauscher. Derartige Wärmetauscher
bewirken einen Wärmetransport zwischen zwei Medienströmen, die den Rotor in voneinander getrennten Bereichen durchsetzen.
Der Rotor besteht aus einem Wärmeträgermaterial, das von dem ersten, wärmeren Medienstrom aufgeheizt und von
dem zweiten, kälteren Medienstrom abgekühlt wird. Die Zonen der Erwärmung und Abkühlung des Rotors liegen räumlich
voneinander getrennt, und der Rotor führt in dem Gehäuse des Wärmetauschers eine Drehbewegung aus, die
das Wärmeträgermaterial abwechselnd in Kontakt mit dem wärmeren und dem kälteren Medienstrom bringt. Aus der
Praxis bekannte Rotoren haben die Gestalt einer hohlzylindrischen Walze, die quer zu ihrer Längsachse von zwei
vorzugsweise gegenläufigen Medienströmen durchsetzt wird. Die Medienströme treten zunächst von außen nach innen
und anschließend von innen nach außen durch den Mantel des Rotors, den sie dabei annähernd radial durchströmen.
Das Innere des Rotors ist in geeigneter Weise abgeteilt, um eine Durchmischung der Medienströme zu vermeiden.
Der zweimalige Durchgang der Medienströme durch die Wand des Rotors bewirkt einen besonders effektiven Wärmeaustausch,
und durch die gegenläufige Bewegung der Medienströme wird eine stetige Erwärmung erzielt. Ein.in dieser Form
aufgebauter Wärmetauscher arbeitet also besonders effektiv; er kann insbesondere zur Wärmerückgewinnung aus der Abluft
von Wohn- oder Arbeitsräumen Verwendung finden. Nach dem Stand der Technik sind aber auch andere Bauformen
von Wärmetauschern bekannt, bei denen Rotoren, d. h. ganz allgemein periodisch umlaufende, bahnbewegte Massen, zur
Wärmeübertragung dienen. Rotierende Hohlkörper können zu diesem Zweck von Medienströmen beispielsweise auch .
in axialer, bzw. in teilweise axialer und teilweise radialer Richtung durchsetzt werden.
Für den Aufbau von Rotoren, und insbesondere von hohlen Wärmetauscherwalzen, sind schon die verschiedensten Materialien
vorgeschlagen worden. Eine homogene Gestaltung der Rotorwand ist beispielsweise unter Verbindung von Keramik
oder porösen Kunststoffen, wie z. B. offenporigem Schaumstoff, möglich. Weiterhin sind Wärmetauscherwalzen bekannt,
die aus einem mehr oder weniger dichten Drahtgespinst bestehen. Auch wurde bereits vorgeschlc
gen, Rotoren als
Verbundkörper zu gestalten; derartige Rotoren können beispielsweise
aus aneinandergereihten Blechringen oder aus einer Vielzahl von parallel zur Drehachjse in Ümfangsrichtung
angeordneten Blechstreifen bestehen. '
Diese bekannten Anordnungen haben den Nachteil, daß der Wirkungsgrad der Wärmeübertragung nur gering und/oder
der dem Strömungsmedium entgegengesetzte Widerstand sehr groß ist. Bei homogen aufgebauten Rotoren besteht überdies
eine Durchlässigkeit des Wärmeträgermaterials nicht nur auf dem jeweils erwünschten Durchtrittsweg des Fördermediums,
sondern in allen beliebigen Richtungen. Wird ein solcher Rotor beispielsweise in einem Wärmetauscher verwendet,
der von gegenläufigen Medienströmen zweimal in radialer Richtung durchsetzt wird, so ist nicht zu verhindern,
daß auch im Innern des Wärmeträgermaterials in Umfangsrichtung des Rotors eine Strömung stattfindet. In diesem Fall
findet eine Vermischung der beiden Medienströme statt, was äußerst unerwünscht ist. Als Verbundkörper aufgebaute
Rotoren sind im Prinzip besser geeignet, die Medienströme voneinander zu trennen. Anordnungen nach dem Stand der
Technik haben aber den Nachteil, daß sie sich auf Grund ihres komplizierten Aufbaus nur unter erheblichem Aufwand
und großen Kosten herstellen lassen. So ist es beispielsweise bekannt, Wärmetauscherwalzen durch Vernieten oder
Verschweißen einzelner Metallscheiben zusammenzumontieren; weiterhin wurde bereits vorgeschlagen, dünne Metallplättchen
aneinander anliegend zu größeren Gebinden, z. B. in Gestalt von drahtumschlossenen Körben, zusammenzufassen
und mit diesen Körben dann eine Rotorwand aufzubauen. Alle diese Konstruktionen bedingen einen Aufwand an Arbeitszeit,
der für industrielle Anwendungen nicht akzeptabel ist. Als Verbundkörper gestaltete Rotoren haben deshalb
auch in der Praxis bislang keine weite Verbreitung gefunden.
-A - .:.:..:*:; 33ÖBU5
Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Nachteilen abzuhelfen. Es soll ein hohlzylindrischer Rotor für einen regenerativen
Wärmetauscher mit einem Mantel angegeben werden, der aus einem Wärme· effektiv aufnehmenden und abgebenden Material
besteht und insbesondere für den radialen Durchtritt von Medienströmen geeignet ist; dabei soll bei einem sehr
geringen Strömungswiderstand ein guter Wirkungsgrad und eine hohe Leistungsdichte erzielt und die Vermischungsrate
zwischen den Medienströmen soweit gesenkt werden, daß sie praktisch vernachlässigbar ist; nicht zuletzt soll
sich dieser in jeder Beziehung vorteilhafte- Rotor auch einfach und wirtschaftlich herstellen lassen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Rotor mit den Merkmalen gemäß dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1. Bevorzugte
Weiterbildungen der Erfindung sind in\ nachgeordneten Ansprüchen gekennzeichnet.
\ Erfindungsgemäß besteht somit der Mantel des Rotors.aus
einer oder mehreren Lagen eines in Radialrichtung hochkant orientierten, spiralförmig gewickelten Bandes. Durch'eine
geeignete Profilierung dieses Bandes werden in Radialrichtung durch den Rotormantel verlaufende Kanäle für das
Strömungsmedium vorgegeben; benachbarte Wicklungen des Bandes können andererseits so dicht gepackt werden, daß
eine Querströmung in Axialrichtung praktisch nicht stattfindet. Der Aufbau des Rotors erfolgt durch kontinuierliches
Wickeln eines Bandes, wodurch es möglich ist, die wirksame innere Oberfläche des Rotors mit einem einzigen, einfachen
-V
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Werkzeug zu formen. Die Herstellungskosten sind dadurch denkbar gering, und es ist ein fortlaufendes Arbeiten
möglich, wie dies für die Fertigung in großen Serien wünschenswert
ist. Vorzugsweise wird ein Metallband verwendet, das einen guten Wärmeübergang von den Strömungsmedien
ebenso mit sich bringt wie eine hohe Wärmekapazität des Rotors. Die Oberflächenstruktur wird dem Metallband in
einfacher Weise aufgeprägt, was der Gestaltungsfreiheit einen großen Spielraum läßt und eine Anpassung des Rotors
an unterschiedlichste Strömungsverhältnisse gestattet.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnungen. Es zeigen:
Fig. 1 einen Rotor gemäß der Erfindung als Teil eines regenerativen Wärmetauschers;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Rotor mit einem in zwei Lagen gewickelten Band;
Fig. 3 ein Wicklungsbild des Rotors gemäß Fig. 2;
Fig. 4 eine Draufsicht auf das den Mantel des Rotors
bildende Band;
Fig. 5 einen Schnitt durch das Band entlang der Linie
V-V von Fig. 4;
Fig. 6 einen Schnitt durch das Band entlang der Linie VI-VI von Fig. 4;
Fig. 7 einen Schnitt durch das Band entlang der Linie VII-VII von Fig. 4;
Fig. 8 eine Vorrichtung zur Herstellung des'Rotors.
Bezugnehmend zunächst auf Fig. 1, ist die Einbaulage des erfindungsgemaßen Rotors 1 in einem insgesamt mit 2 bezeichneten
Wärmetauscher dargestellt. Das Gehäuse des Wärmetauschers 2 ist dabei aufgebrochen. Der Rotor 1 wird in Richtung
der Pfeile 3 von zwei Medienströmen durchsetzt. Jeder der beiden Medienströme tritt dabei zweimal in annähernd
radialer Richtung durch den Mantel 4 des Rotors 1. Das Innere des Rotors 1 ist durch eine Zwischenwand 5 in zwei
Kammern 6 geteilt; jede der beiden Kammern 6 ist dabei einem der Medienströme zugeordnet. Die Zwischenwand 5
ist-ortsfest im Innern des Rotors 1 angeordnet. Sie bildet
einen Teil des Gehäuses, in dem der Rotor 1 um seine Längsachse umläuft; die Bewegungsrichtung des Rotors 1 ist
dabei durch den Pfeil 7 verdeutlicht. Zu dem Gehäuse des Wärmetauschers 2 gehören Trennwände 8,' dlie an den Außenmantel
des Rotors 1 angrenzen. Die Trennwände 8 teilen Eintrittsbereiche 9 bzw. Austrittsbereiche 10 der beiden
Medienströme ab. Die jeweils einem Medienstrom zugeordneten Eintritts- und Austrittsbereiche liegen auf dem
ο
Umfang des Rotors 1 um 90 gegeneinander versetzt, und die zu verschiedenen Medienströmen gehörenden Eintritts-
Umfang des Rotors 1 um 90 gegeneinander versetzt, und die zu verschiedenen Medienströmen gehörenden Eintritts-
bzw. Austrittsbereiche liegen einander auf dem Rotorumfang
gegenüber. Bei dieser Anordnung durchsetzen die Medienströme den Rotor 1 gegenläufig, was für einen effektiven Wärmeaustausch
von Vorteil ist. Im Eintrittsbereich 9 erfolgt jeweils eine Strömung durch den Mantel 4 von außen nach
innen, und in dem Austrittsbereich 10 eine Strömung von
innen nach außen. Der Rotor 1 wird im Durchströmbereich eines der beiden Medienströme aufgeheizt, wobei dem entsprechenden,
ursprünglich heißeren Fördermedium Wärme entzogen wird. Durch die Umdrehung des Rotors 1 in Richtung des
Pfeils 7 wandert sodann die aufgeheizte Partie des Rotors 1 in den Durchtrittsbereich des anderen, ursprünglich
kälteren Fördermediums, das dort Wärme aufnimmt und dabei zugleich den Rotor 1 abkühlt. Duch weitere Rotation gelangt
der abgekühlte Teil des Rotormantels 4 wieder in den Bereich des heißen Medienstroms, und der Wärmetransportvorgang
wiederholt sich entsprechend.
Der Rotor 1 hat die Gestalt einer innen hohlen, kreiszylindrischen
Wärmetauscherwalze. Sein Mantel 4 besteht erfindungsgemäß
aus einer oder mehreren Lagen eines in Radialrichtung hochkant orientierten, spiralförmig gewickelten Bandes
11. Bezugnehmend auf Fig. 2, ist ein Rotor 1 mit zwei derartigen Lagen 12; 13 dargestellt. Man erkennt eine
innere Lage 12, die konzentrisch von einer äußeren Lage
13 umgeben wird. Beide Lagen 12; 13 sind unmittelbar aufeinander und koaxial zu der Längsachse der Wärmetauscherwalze
gewickelt. Benachbarte Windungen einer einzelen Lage 13 sind bei 14 dargestellt. Der Rotor 1 besitzt einen Kern
15, der als Träger für die Wicklungen des Bandes 11 dient.
Der Kern 15 hat eine für die Medienströme durchlässige Struktur. Er kann insbesondere aus einem perforierten
Metallzylinder mit großer freier Querschnittsfläche bestehen; in diesem Fall treten die Medienströme durch die
Perforierungen in der Wandung des Kerns 15 hindurch. Der Aufbau des Kerns 15 aus einem durchbrochenen Rohrstück
hat den Vorteil, daß eine glatte Lauffläche für die Zwischenwand
5 besteht, so daß diese in sehr geringem Abstand zu der inneren Mantelfläche des Kerns 15 angeordnet werden
kann. Weiterhin kann "ein entsprechend steif ausgebildeter, rohrförmiger Kern 15 zugleich als tragende Stütze des
Rotors 1 im Gehäuse des Wärmetauschers 2 dienen. Alternative Ausführungsformen der Erfindung sehen vor, den Kern
15 aus einem steifen Drahtgeflecht aufzubauen. Weiterhin
ist eine Käfigstruktur des Kerns 15 möglich, bei der eine größere Anzahl von Stangen parallel zueinander auf der
Mantelfläche eines Zylinders angeordnet und an ihren Enden gegeneinander abgestützt sind. Die Maschen des Drahtgeflechts
bzw. die Zwischenräume zwischen den Stangen bilden dabei einen Durchlaß für die Medienströme, den diese mit
geringem Strömungswiderstand durchsetzen.
Fig. 3 zeigt schematisch die Wicklung der Lagen 12; 13
um den Kern 15. Das Band 11 wird zunächst in einer Schrauben-
I bahn direkt auf den Kern 15 gelegt, wobei benachbarte
Windungen 16 flächig aneinander in Anlage kommen und sich gegenseitig abstützen. Das Band 11 ist ein Flachteil;
es steht mit einer Randkante auf dem Kern 15 auf und mehr oder weniger in Radialrichtung davon ab.! Für den Beginn
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33084Α5 "^- J.Ü'ÜO^* :
der Wicklung kann das Ende des Bandes 11 in geeigneter
Weise an dem Kern 15 befestigt werden; insbesondere ist es möglich, den Kern 15 im Bereich seiner Stirnseiten
17 mit zwei Deckeln 18 zu versehen, die über die Außenfläche
19 des Kerns 15 hinausragen und das Band 11 zwischen
sich aufnehmen. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Band 11 zwischen derartigen Deckeln 18 verspannt und
insbesondere in so dichter Packung zwischen den Deckeln
18 gewickelt, daß es auf Grund seiner inneren Elastizität dazwischen hält. Ist auf diese Art eine innere Lage 12
des Bandes 11 auf den Kern 15 gewickelt, so kann gegebenenfalls
in entsprechender Weise eine äußere Lage 13 folgen, für die die innere Lage 12 den Wickeluntergrund bildet.
Wie noch näher erläutert, genügt für viele praktische Anwendungen eine einzelne Lage des Bandes 11, doch können
auch zwei und mehr Lagen 12; 13 auf den Kern 15 gewickelt
werden.
Ein Ausführungsbeispiel des zum Wickeln verwendeten Bandes
11 ist in Fig. 4 bis Fig. 7 dargestellt. Im Ausgangszustand vor dem Wickeln hat das Band 11 einen rechteckigen Grundriß.
Entsprechende Bänder aus Metallblech sind in einer Vielzahl von Längen, Breiten und Dicken im Handel erhältlich; sie
werden üblicherweise auf Spulen oder Trommeln aufgewickelt geliefert. Zum Aufziehen auf den kreiszylindrischen Kern
15 wird das Band 11 an der radialen Innenkante 20, die mit dem Kern 15 zur Anlage kommt, gerafft. Die Raffung
erfolgt dadurch, daß das Band 11 auf wenigstens einem
Teil seiner Breite mit keilförmigen Einsenkungen 21 versehen
wird. Einsenkungen 21 werden dem Band 11 in einfacher
Weise aufgeprägt. Die Basis 22 der keilförmigen Einsenkungen 21 ist dabei innen auf die radiale Innenkante 20 orientiert,
während ihre Spitze 23 zu der radialen Außenkante 24 hin zeigt. Wie man anhand von Fig. 4 leicht erkennt,
wird durch diese Form der Raffung die radiale Innenkante 20 in vertikaler Projektion gegenüber der radialen Außenkante
24 verkürzt und so das Band 11 gekrümmt; der Krümmungsradius
ist dabei dem des Kerns 15 angepaßt V"Zugleich erhält
das Band 11 auf seiner Oberfläche eine Faltenstruktur,
die zur Bildung von Kanälen 25 zwischen benachbarten Windungen 14; 16 des Bandes 11 führt. Anhand dieser Kanäle 25
kann ein Durchtritt der Medienströme durch den Mantel 4 des Rotors 1 erfolgen, und zwar im wesentlichen in radialer
Richtung. Der unerwünschte Medienstrom in Umfangsrichtung wird hingegen durch aneinander anliegende Abschnitte
benachbarter Windungen 14; 16 des Bandes 11 verhindert, ' die sich zwischen den Einsenkungen 21 befinden und im
wesentlichen eben sind. Sorgt man für eine entsprechende Ausrichtung benachbarter Windungen 14; 16 des Bandes 11
und für einen entsprechenden Anpreßdruck, so kann ein annähernd gasdichter Kontakt hergestellt und eine Medienströmung
in Umfangsrichtung weitgehend unterbunden werden.
Für die meisten Anwendungsfälle ist der Aufbau eines Rotormantels 4 aus nur einer einzigen Lage 12 des in beschriebener
Form gerafften Bandes 11 möglich. Nur in Anwendungsfällen,
bei denen eine extrem große radiale Erstreckung des Rotormantels 4.verbunden mit einem relativ kleinen
Durchmesser des Rotors 1 gefordert wird, müßte die Raffung an der radialen Innenkante 20 einer einzigen Lage 12 des
Bandes 11 so stark sein, daß der Durchtritt der Medienströme
behindert würde. In diesen Fällen ist es von Vorteil, zwei oder mehr Lagen 12; 13 des Bandes 11 in der beschriebenen,
konzentrischen Anordnung vorzusehen. Jede der Lagen 12; 13 ist dabei an ihrer radialen Innenkante in der angegebenen
Weise gerafft; die Raffung der jeweils nächstäußeren Lage 13 ist dabei auf den Krümmungsradius abgestimmt,
der sich aus dem Außendurchmesser der vorangehenden, inneren Lage 12 ergibt. Weiterhin kann die Raffung der äußeren
Lage 13 so gestaltet werden, daß sich über die volle Tiefe des Mantels 4 durchgehende Kanäle 25 bilden. Verschiedene
Lagen 12; 13 des Bandes 11 können in übereinstimmender Weise gerafft sein, wodurch sich eine eher statistische
Anordnung der Kanäle 25 in dem Mantel 4 ausbildet; die Raffung kann aber auch jeweils verschieden und auf die
Ausbildung von fluchtenden Kanälen 25 hin ausgelegt sein.
Die Raffung des Bandes 11 kann allein ausreichend sein,
um die gewünschte Durchlässigkeit des Rotors 1 für die Medienströme zu schaffen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
ist aber überdies das Band 11 wellenförmig profiliert.
Hierdurch werden zwischen den Wellenstrukturen benachbarter Windungen 14; 16 des Bandes 11 Durchlässe
27 geschaffen, durch die die Medienströme hindurchtreten können. Fig. 5 und Fig. 6 zeigen jeweils zwei benachbarte,
aneinander anliegende Windungen 16 eines profilierten Bandes 11, dessen Wellenstruktur stufenförmig verläuft.
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Die Wellenrücken weisen dabei ebene Anlageabschnitte
auf, mit denen die Wicklungen 16 dichtend aneinander anliegen. Zwischen diesen Anlageabschnitten 28 bestehen zwischen
den Halbwellen die erwähnten Durchlässe 27, so daß der Mantel 4 des Rotors 1 insgesamt eine Wabenstruktur erhält.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel haben die Halbwellen der Wellenstruktur einen trapezförmigen Querschnitt;
die ebenen Anlageflächen 28 werden über geneigte Flanken 29 miteinander verbunden. Es ist aber auch möglich, der
Wellenstruktur eine rechteckige Stufenform zu verleihen, so daß die Flanken 29 im wesentlichen in radialer Richtung
orientiert sind (nicht dargestellt)· Eine gestufte Wellenstruktur mit ebenen Anlageabschnitten 28 ist für die Dichtung
benachbart aneinander anliegender Windungen 16 von Vorteil; es ist aber auch möglich, den Halbwellen der
Wellenstruktur einen halbkreisförmigen Querschnitt zu verleihen und somit ein konventionelles Wellblech zur
Wicklung des Rotors 1 zu verwenden (nicht dargestellt).
l.l
Zur Raffung des profilierten Bandes 11 ist vorgesehen,
daß jede der Halbwellen eine keilförmige Einsenkung 21 trägt, und die Einsenkungen benachbarter Halbwellen
auf verschiedenen Seiten des Bandes 11 liegen. Hierdurch
wird die in Fig. 6 dargestellte, besonders günstige Durchlaßstruktur
erzielt. Die Profilierung und Raffung des Bandes 11 erfolgt vorzugsweise in einem einzigen Arbeitsgang
mit einem gemeinsamen Werkzeug. Für eine gut dichtende Anlage zwischen benachbarten Windungen 16 ist dabei von
Wichtigkeit, daß die Höhe des Wellenrückens über die ganze
Fläche des Bandes 11 mit guter Genauigkeit konstant ist.
Hierdurch wird eine einwandfreie Anlage benachbarter Windungen 16 gewährleistet. Weiterhin sollte für eine gute Dichtung
die Zahl der Anlageabschnitte 28 auf dem Umfang des Rotors 1 möglichst groß sein. Zu diesem Zweck wählt man
die Teilung der wellenförmigen Profilierung, d. h. ihre Wellenlänge, sehr gering, so daß sich nur sehr schmale
Kanäle 25 ausbilden. Für handelsübliche Rotorgrößen haben sich Wellenlängen von 0,5 bis 3 cm bewährt. Die Profilierung
folgt im übrigen dem Ziel, eine Vergrößerung der wärmeübertragenden Oberfläche herbeizuführen und die Leistungsdichte
des Rotors 1 zu erhöhen; andererseits hat die lichte Weite der profilierten Kanäle 25 einen entscheidenden
Einfluß auf den Strömungswiderstand des Rotors 1, der
durch die Wahl einer zu kleinen Wellenlänge beeinträchtigt würde. Letztere sollte weiterhin auf den Umfang des Rotors
1 so abgestimmt sein, daß benachbarte Windungen 16 des
Bandes 11 jeweils um eine Halbwelle versetzt zueinander
liegen, wie dies in Fig. 5 und Fig. 6 dargestellt ist. Diese Anordnung, bei der die Wellenbäuche einer Windung
16 auf die Wellentäler der benachbarten Windung 16 treffen, verhindert in optimaler Weise ein Zusammenschieben des
Bandes 11 beim Wickeln auf den Kern 15. Werden mehrere
Lagen des Bandes 11 übereinandergewickelt, so ist entsprechend die Wellenlänge der äußeren Lage 13 an den Außendurchmesser
der inneren Lage 12 anzupassen. Ganz entsprechend zu der bereits beschriebenen Raffung, kann auch für eine
fluchtende Anordnung der profilierten Durchlässe 27 aufeinderfolgender Lagen 11; 13 gesorgt werden; es ist aber
auch möglich, Lagen eines profilierten Bandes 11 ohne
Rücksicht auf derartige Überlegungen übereinanderzuwickeln und so eine statistische Anordnung von Durchlässen 27
zu schaffen.
Zusätzlich zu der beschriebenen Profilierung und Raffung, kann das Band 11 mit Strukturen versehen werden, die zur
Abstandshaltung benachbarter Windungen 14; 16 und/oder
zur Verwirbelung der durch den Rotor 1 hindurchtretenden Medienströme dienen. Exemplarisch ist in Fig. 4 und Fig.
7 eine Ausbuchtung 31 dargestellt, die an der äußeren Peripherie des Bandes 11 liegt. Die Höhe der Ausbuchtung
31 entspricht der Tiefe der profilierten Struktur. Benachbarte Windungen 14; 16 des Bandes 11 kommen daher nicht nur
an den Anlageabschnitten 28, sondern auch an der Kuppe
32 ihrer Ausbuchtungen 31 miteinander zur Anlage. Hierdurch wird eine verbesserte Abstandshaltung'beha'chbarter
•\ I Windungen 14; 16 erzielt. Zugleich liegein die Ausbuchtungen
31 im Strömungsweg der Medienströme, wo sie turbulenzerzeugend wirken und dadurch den Wärmeübergang auf den Rotormantel
4 verbessern. Ausbuchtungen 31 der genannten Art können in allen oder auch nur in einem Teil der durch Profilierung
gebildeten Durchlässe 27 liegen. Bevorzugt wird eine Anordnung, bei der jeder zweite oder dritte Durchlaß 27 mit
einer entsprechenden Ausbuchtung 31 versehen ist. Diese Anordnung ist herstellungstechnisch sehr einfach zu realisieren
und bringt eine verbesserte Abstandshaltung ohne wesentliche Beeinträchtigung des Strömungwiderstands·
- 15 -
Die Konturierung des Bandes 11 in der beschriebenen Form
erfolgt vorzugsweise in einem Prägevorgang. Das Band 11
besteht aus einem Material, das sich durch Prägen leicht bearbeiten läßt, und insbesondere aus Blech. Bevorzugt
wird ein Leichtmetallblech, ζ. Β. eine Aluminiumfolie oder ein Blech aus einer Aluminium-Legierung. Dieses Material
hat den Vorteil eines geringen Gewichts, und außerdem ist Aluminium sehr korrosionsbeständig. Für eine bevorzugte
Anwendung in einem Wärmetauscher 2, der in dem Zuluft- und Abluftstrom eines klimatisierten Raumes liegt, ist
überdies vorgesehen, das Alumiumband 11 mit einer präparierten
Oberfläche herzustellen, so daß auch die in der Luft enthaltene Feuchte übertragen wird. In dieser Anordnung
schlägt sich die in der Abluft des Raumes enthaltene Feuchtigkeit beim Durchgang durch den Rotormantel 4 an
der adsorbierenden Oberfläche des Bandes 11 nieder, und
bei dem anschließenden Eintritt des Rotormantels in den Zuluftstrom wird die Feuchtigkeit von diesem wieder in
den Raum zurückgeführt. Zugleich mit dem Wärmetausch, erfolgt also ein Wasseraustausch zwischen den Medienströmen,
was der unangenehmen Lufttrockenheit in klimatisierten
Räumen vorbeugt. Auch stellt ein solcher Feuchtigkeitsaustausch praktisch den Austausch latenter Wärme dar, sodaß der Enthalpiewirkungsgrad
des Rotors erhöht wird.
Fig. 8 illustriert schematisch das Verfahren zur Herstellung
eines Rotors 1 gemäß der Erfindung. Die auf eine Trommel 33 bzw. einen Coil aufgewickelte Aluminiumfolie wird zwischen
zwei Prägewalzen 34 hindurchgeführt und dabei geprägt. Die Prägewalzen 34 weisen komplementäre Mantelflächen
35 auf, die als Form-Negativ der zu erzeugenden, gerafften
und ggf. in einer Wellenstruktur profilierten Oberfläche des Bandes 11 ausgebildet sind. Die Prägestruktur wiederholt
sich auf dem Umfang der Mantelflächen 35; wird eine Ausbildung von abstandshaltenden und/oder turbulierenden
Ausbuchtungen 31 gewünscht, so können einzelne-der Prägestrukturen mit entsprechenden Noppen oder ,Nasen belegt
werden. Die Prägewalzen 34 laufen gegeneinander und stehen an der Prägestelle 36 miteinander im Eingriff. Nach Durchlaufen
dieser Prägestelle weist das Band 11 die gewünschte Oberflächenstruktur auf, wie anhand der Einzelheit 37
zu erkennen. Das Band 11 wird sodann fortlaufend auf einen Kern 15 aufgewickelt, der auf einen Dorn 38 aufgezogen
ist. Der Kern 15 rotiert zusammen mit dem Dorn 38 um eine Achse, die quer zu der Drehachse der Prägewalzen 34 orientiert
ist. Zugleich mit seiner Rotationsbewegung, schiebt sich der Dorn 38 entlang dieser Achse vor, so daß das
Band 11 spiralig auf den Kern 15 aufgewickelt wird. Als
seitliche Begrenzung der Windungen 16 ist an dem Kern 15 ein Deckel 18 vorgesehen. Man erkennt, daß mit dem
beschriebenen Verfahren eine kontinuierliche Fertigung von Rotoren 1 möglich ist; besonders vorteilhaft ist dabei,
daß die gesamte wirksame Oberfläche des Rotormantels 4 mit einem einzigen Werkzeug erstellt wirjd. Dieses ist
überdies im Aufbau äußerst einfach; insbesondere kann bei der Vorrichtung gemäß Fig. 8 der Antrieb.für die. Prägewalzen
34 und den Dorn 38 durch ein Getriebe von einem einzigen Hauptantrieb abgeleitet werden. Der erfindungsgemäße
Rotor 1 läßt sich dadurch einfachj und kostengünstig herstellen. Die Profilierung des Mantels 4 kann durch
einen Wechsel der Prägewalzen 34 schnell und flexibel variiert werden, so daß eine optimale Anpassung an verschiedenste
Baugrößen und Strömungsverhältnisse möglich ist. Für jeden Anwendungsfall wird so ein Rotor 1 mit gutem
Wirkungsgrad, hoher Leistungsdichte und einem geringen Strömungswiderstand bereitgestellt. Statt mit einem Walzenpaar,
kann das Band 11 selbstverständlich auch auf andere Weise geprägt werden; beispielsweise kann ein Prägen im Taktverfahren erfolgen, indem
das Band 11 abschnittsweise zwischen sich öffnenden und schließenden Prägestempeln hindurchgeführt wird. Auch eine Kombination beider
Verfahren unter Verwendung mehrerer Prägestationen ist möglich.
Die Herstellung eines Rotors mit mehreren Lagen 12; 13 kann wie beschrieben durch direktes Aufeinanderwickeln erfolgen. Einfacher
ist ein Verfahren, nach dem auch die äussere Lage 13 zunächst auf einen
Kern 15 gewickelt wird und mit oder ohne diesen - ggf* strömungsmitteldurchlässigen
- Kern 15 auf die innere Lage 12 aufgesetzt wird.
Bei entsprechender Durchmesserstufung entsteht so ein Baukastensystem
von Rotorelementen, die je nach Durchmesser und Wandstärke des zu erstellenden Rotors auf verschiedenste Art miteinander kombiniert
werden können. Bei dem Ineinanderschieben nachfolgender Lagen 12; 13
wird dabei ebenso wie bei der Anordnung benachbarter Windungen einer Lage bereits durch eine statistische Abfolge ein effektiver, einfach
zu fertigender Wärmetauscher geschaffen.
Claims (18)
- : - 2o: tFeibruär 1583": 3 3 084 A D 8928 - rnsWilhelm Gebhardt GmbH, 7112 Waidenburg.Rotor für einen regenerativen WärmetauscherAnsprüche :Hohlzylindrischer Rotor für einen regenerativen Wärmetauscher, mit einem Mantel, der aus einem Wärme aufnehmenden und abgebenden Material besteht und für den radialen Durchtritt von Medienströmen geeignet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (4) aus einer oder mehreren Lagen (12; 13) eines in Radialrichtung hochkant orientierten, spiralförmig gewickelten Bandes (11) besteht.
- 2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (11) im Bereich seiner radialen Innenkante (20) gerafft ist.
- 3. Rotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (11) auf wenigstens einem Teil seiner Breite mit keilförmigen Einsenkungen (21) versehen ist.
- 4. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (11) wellenförmig profiliert ist,
- 5. Rotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenstruktur stufenförmig verläuft und die Wellenrücken (30) ebene Anlageabschnitte (28) aufweisen.
- 6. Rotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbwellen der Wellenstruktur einen rechteckigen oder trapezförmigen Querschnitt aufweisen.
- 7. Rotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbwellen einen halbkreisförmigen Querschnitt aufweisen.
- 8. Rotor nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Halbwellen eine keilförmige Einsenkung (21) trägt, und die Einsenkungen (21) benachbarter Halbwellen auf verschiedenen Seiten des Bandes(11) angeordnet sind.
- 9. Rotor nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenlänge der Wellenstruktur klein ist und insbesondere 0,5 bis 3 cm beträgt, und die Höhe des Wellenrückens (30) über die Fljäche des Bandes (11) mit guter Genauigkeit konstant ist.
- 10. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (11) auf einen Kern (15) aufgewickelt ist, der eine für die Medienströme durchlässige Struktur besitzt.
- 11. Rotor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Windungen (14; 16) des Bandes (11) um eine Halbwelle versetzt zueinander liegen.
- 12. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (11) mit Ausbuchtungen (31) versehen ist, die als Abstandshalter und/oder zur Verwirbelung der Medienströme dienen.
- 13. Rotor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Lagen (12; 13) des Bandes (11) in Radialrichtung übereinander auf den Kern (15) aufgewickelt sind, wobei in jeder Lage (12; 13) die geraffte Seite des Bandes (11) radial nach innen gerichtet ist.
- 14. Rotor nach Anspruch 10 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (11) auf dem Kern (15) zwischen zwei seitlich darauf aufsitzenden Deckeln (18) verspannt ist.
- 15. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (11) aus Blech und insbesondere aus Aluminiumblech besteht.
- 16. Rotor nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (11) mit einer feuchtigkeitsaufnehmenden Beschichtung versehen ist.
- 17. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurchgekennzeichnet, daß das Raffen und/oder Profilieren des Bandes (11) durch Prägen erfolgt. .
- 18. Verfahren zur Herstellung eines Rotors nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das auf eine Trommel (33) gewickelte Band (11) zwischen zwei Prägewalzen (34) mit komplementären Mantelflächen (35) hindurchgeführt wird, die miteinander an einer Prägestelle (36) in Eingriff stehen und gegeneinander laufen, und das geprägte Band (11) fortlaufend auf einen Kern (15) aufgewickelt wird, der auf einen um eine Achse quer zu der Drehachse der Prägewalzen (34) rotierenden und sich entlang dieser Achse vorschiebenden Dorn (38) aufgezogen ist.
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