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Vorrichtung zur Aufhängung eines Sprühsystems
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Aufhängung des
Sprühsystems eines Vertikal-Elektrofilters, mit einer durch eine Öffnung der Gehäusedecke
geführten Tragsäule, welche auch die Stromzuführung für das Sprühsystem bildet und
mittels eines Isolators auf der Gehäusedecke abgetragen ist.
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Bei Vorrichtungen der genannten Art war das Sprühsystem über Durchführungsisolatoren
im Gehäusedach abgetragen. Die mit dem vlektrodenrahmen verbundene vertikale Trägsäule
war durch das Innere eines Durchführungsisolators geführt. Wird ein derartiger Durch
führungsisola tor auf Biegung beansprucht, so entstehen sehr schnell Beschädigungen
desselben. Diese Gefahr ist insbesondere beim Begehen des Elektrofilters zum Zwecke
der Revision oder Reinigung gegeben. Es sei angemerkt, daß beim Begehen des Elektrodenrahmen
durch eine Person auch entsprechende Biegemomerlte an der Tragsäule und letztendlich
auch am Durchführungsisolator auftreten. Für Durchmesser der Elektrotilter größer
als 2,5 Meter
werden auch zwei oder mehr Durchführungsisolatoren
rnit Tragsäulen für den oberen Elektrodenrahmen vorgesehen. Ferner ragen bei bekannten
Vertikal-Elektrofiltern die Durchführungsisolatoren in den oberen Filterraum und
auch mittels umgebender Schutzrohre läßt sich ein Belag auf diesen Isolatoren nicht
vermeiden. Es- bedarf keiner besonderen Erwähnung, daß bei entsprechender Leitfähigkeit
dieses Belages Überschläge auftreten und in der Folge zu einer Zerstörung führen
können.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde mit einem geringen
Kosten- und Herstellungsaufwand eine funktionsgerechte und zuverlässige Vorrichtung
zu schaffen, welche eine hohe Lebensdauer aufweist und bei welcher die Gefahr von
Beschädigungen der Isolatoren im Vergleich zu bekanntgewordenen Anordnungen wesentlich
verringert ist. Die Vorrichtung soll eine hohe Stabilität aufweisen. Ferner soll
die Vorrichtung ein geringes Bauvolumen aufweisen und eine hohe Betriebssicherheit
gewährleisten.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß nur eine einzige
Tragsäule durch eine einzige Öffnung der Gehäusedecke geführt ist und daß die vertikale
Tragsäule mit dem oberen Ende an einem Träger befestigt ist, welcher auf wenigstens
zwei, auf der Gehäusedecke angeordneten Stütztisolatoren aufliegt, wobei der obere
Elektrodenrahmen mit der einzigen Tragsäule verbunden ist.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist einen vergleichsweise einfachen
konstruktiven Aufbau auf, wobei eine funktionsgerechte Abtragung des Sprühsystems
sichergestellt ist. Aufgrund der Stützisolatoren werden aufwendige und gegen Biegebeanspruchungen
empfindliche Durchführungsisolatoren vermieden. Diese Stützisolatoren werden auch
beim Begehen des Elektrofilters im wesentlichen nur auf Druck beansprucht, so daß
die oben werwähnten Beschädigungen nicht auftreten können. Darüberhinaus sind die
Stützisolatoren außerhalb des oberen Filterraumes angeordnet, - wodurch die Verschmutzungsgefahr
weitgehend unterbunden werden kann. Da nur eine einzige Öffnung in der Gehäusedecke
vorhanden ist, wird deren Steifigkeit und Stabilität insoweit nur unwesentlich beeinträchtigt.
Die Tragsäule ist zweckmäßig in der Mitte der Gehäusedecke angeordnet; im Rahmen
der Erfindung liegt auch eine assymmetrische
bzw. außermittige
Anordnung, um einen Stutzen für den Gaseintritt oder Gasaustritt in der Mitte der
Gehäusedecke anzuordnen. Ferner entfallen im Bereich der Gehäusedecke aiftndie und
störende Verbindungsleitungen. Solche sind zu Heizzwecken und eventueller Spülgaszufuhr
erforderlich. Die Herstellungs- und Montagekosten werden nicht unwesentlich reduziert
und die Störanfälligkeit wird verringert.
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In einer wesentlichen Ausgestaltung sind die Stützisolatoren nahe
dem Rand der Öffnung des Gehäusedaches angeordnet. Auf diese Weise kann der Träger
vergleichsweise klein gehalten werden und aufwendige Rahmenkonstruktionen oder dergleichen
entfallen.
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In einer wesentlichen Ausführungsform ist nur eine einzige, zentrale
Öffnung des Gehäusedaches durch welche eine einzige Tragsäule geführt ist, wobei
der obere Elektrodenrahmen mittig mit der Tragsäule verbunden ist. Infolge der mittigen
Anordnung und Aufhängung von Tragsäule und Elektrodenrahmen ergibt sich eine symmetrische
Lastverteilung.
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In einer alternativen, wesentlichen Au-sführungsform sind bei mittig
in der Gehäusedecke angeordnetem Stutzen die Tragsäule mit den Stützisolatoren von
der Mitte versetzt angeordnet. Biegemomente können aufgenommen werden, ohne daß
eine Gefährdung der Isolatoren zu befürchten ist.
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Zweckmäßig sind die Stützisolatoren und die Traverse oberhalb der
Gehäusedecke, wobei die Tragsäule zumindest teilweise von einem Schutzrohr umgeben
ist. Die Stützisolatoren befinden sich somit außerhalb des oberen Filterraumes,
wodurch die Verschmutzllngsge fahr wesentlich reduziert wird. Mittels des Schutzrohres
wird eine Gas strömung zu den Stütz isolatoren praktisch unterbunden.
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Zweckmäßig sind Isolatorennischen mit den Stützisolatoren über Konsolen,
welche in vertikaler Richtung eine vorgegebene Höhe aufweisen, über dem Gehäusedach
angeordnet. Die Länge des Schutzrohres läßt sich somit vorgeben. Vorteilhaft ist
die Öffnung in dem Bereich zwischen den Stützisolatoren mittels eines ringförmigen
Isolators zur Vermeidung von Wärmeverlusten abgeschlossen.
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In einer wesentlichen Ausgestaltung ist die Isolatorennische mit Stützisolatoren
und Träger oberhalb des Gehäusedaches angeordnet.
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Mittels dieser Isolatorennische können die Isolatoren vor Verschmutzung
und Belägen geschützt werden. Ferner kann diese Isolatorennische in geeigneter Weise
beheitzt werden.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung gelangt bevorzugt bei Vertikal-Elektrofiltern
zum Einsatz, deren Gehäuse einen Durchmesser grösser als 2,5 Meter aufweist. Gerade
bei derartigen Großfilteranlagen ist das Problem von unzulässigen Biegebeanspruchungen
von Isolatoren besonders hoch, da ersichtlich aufgrund des großen Hebelarmes bzw.
des großen Durchmessers des oberen Elektrodenrahmens beim Begehen entsprechende
Momente wirksam werden können.
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Andererseits ist jedoch die erfindungsgemäße Vorrichtung nicht nur
auf derartige Großfilteranlagen beschränkt, zumal die oben erläuterten Vorteile
auch bei kleineren Filtern durchaus von wesentlicher Bedeutung sind. In diesem Zusamenhang
sei vor allem auf die einzige Öffnung in der Gehäusedecke, die einzige Isolatorennische
und ferner auch die vereinfachte Ausbildung von Leitungen für Spülgas sowie Beheizungseinrichtungen
verwiesen.
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Weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile ergeben sich aus
den nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläuterten Ausführungsbeispielen. Es
zeigen: Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung des oberen Teils eines eines
erfindungsgemäß ausgebildeten Vertikal-Elektrofilters, Fig. 2 eine Aufsicht auf
den Elektrofilter in Blickrichtung II gemäß Fig. 1, Fig. 3 und 4 Ausführungsformen
des Vertikal-Elektrofilters mit modifizierten Stütz isolatoren, Fig. 5 und 6 Aufsichten
ähnlich Fig. 2 mit geänderter Anordnung der Stützisolatoren.
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In der Darstellung gemäß Fig. 1 ist der obere Teil des Wiltergehäuses
2 dargestellt, welches mit einer Decke 4 oben abgeschlossen ist. Innerhalb des Filtergehäuses
2 sind in bekannter Weise Waben, Röhren oder Platten als Niederschlagselektroden
6 angeordnet, welchen Sprühelektroden 8 zugeordnet sind. Die Sprühelektroden 8 sind
an einem oberen Elektrodenrahmen 10 befestigt. Das zu reinigende Gas strömt in vertikaler
Richtung von unten nach oben.
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In den oberen Filterraum 12 mündet ein Stutzen 14 für den Gaseintritt
oder Gasaustritt.
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Der Elektrodenrahmen 10 ist mittig mit einer vertikalen Tragsäule
16 verbunden, welche durch eine zentrale Öffnung 18 in der Gehäusedecke 4 nach oben
geführt ist. Das obere Ende der Tragsäule 16 ist mit einem Träger 20 verbunden,
welcher auf insgesamt vier Stützisolatoren 22 aufliegt. Eine Isolatorennische 32
mit den Stützisolatoren 22 ist über Konsolen 24, welche eine vorgegebene Höhe aufweisen,
in einem vorgegebenen Abstand über der Gehäusedecke 4 angeordnet. Die Tragsäule
16 ist zumindest teilweise von einem Schutzrohr 26 umgeben, wobei dessen Länge in
geeigneter Weise aufgrund der Konsolen 24 vorgegeben werden kann. Die Öffnung 18
ist in dem Bereich zwischen den Stützisolatoren 22 durch einen ringförmigen Isolator
28 abgeschlossen, um bei Beheizung der Isolatorennische Wärmeverluste zu vermeiden.
Auf dem Isolator 28 liegt ein Deckel 30 auf.
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Die Stützisolatoren 22 befinden sich innerhalb der im wesentlichen
gas dicht ausgebildeten Isolatorennische 32, um einen weiteren Schutz vor Verschmutzungen
zu gewährleisten. Die Isolatorennische 32 ist zweckmäßig mit einem abnehmbaren Dach
34 versehen, damit Montagearbeiten und evtl. Revisionsarbeiten problemlos durchgeführt
werden können. Durch die strichpunktierte Linie 36 ist eine Durchführung für die
elektrische Einspeisung angedeutet.
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Hier kannn ein üblicher Durchführungsisolator vorgesehen sein, der
nicht von dem Gewicht des Elektrodenrahmens belastet ist und auch nicht auf Biegung
beansprucht wird. Die Stützisolatoren 22 müssen erfindungsgemäß im wesentlichen
nur Druckkräfte aufnehmen.
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Es ist ersichtlich, daß durch diese erfindungswesentlichen Maßnahm
die Gefährdung der Isolatoren unter allen Betriebsbedingungen prak tisch ausgeschlossen
ist.
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Aus der Fig. 2 sind die insgesamt vier Stützisolatoren 22 erkennbar,
wobei hier zur besseren Übersichtlichkeit die Decke der Isolatorennische 32 weggelassen
ist. Der Träger 20 weist hier eine Platte 38 auf, an welcher die Tragsäule 16 befestigt
ist.
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Die Platte 38 liegt oben auf zwei Längsträgern 40 auf, welche ihrerseits
oben auf den vier Stützisolatoren 22 aufliegen. Es ist ersichtlich, daß hier eine
im wesentlichen symmetrische Belastung der vier Stützisolatoren 22 erreicht wird
und daß ferner auch bei Kippmomenten infolge einer Begehung des Elektrodenrahmens
auf die Stützisolatoren 22 im wesentlichen vertikal gerichtete Druckkräfte wirksam
sind.
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In Fig. 3 und 4 sind Ausführungsformen dargestellt, welche sich in
Ausbildung und Anordnung von Stützisolatoren 22 und Träger 20 unterscheiden. Gemäß
Fig. 3 sind zwei Stützisolatoren 22 vorgesehen, welche im wesentlichen zylindrisch
ausgebildet sind. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 sind hingegen kegelstumpfförmige
Isolatoren 22 vorhanden. Erfindungsgeäß können bei dem Vertikal-Elektrofilter den
jeweiligen Anforderungen entsprechende Stützisolatoren vorgesehen werden, ohne in
irgendeiner Weise Kompromisse eingehen zu müssen.
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Die Fig. 5 bzw. 6 zeigen Aufsichten ähnlich Fig. 2 . Bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 5 sind zwei Stütz isolatoren 22 vorhanden, auf welchen der Träger 20
mit zwei Längsträgern 40 sowie der rechteckförmigen Platte 38 aufliegt. An der Platte
38 ist wiederum die Tragsäule 16 befestigt. Gemäß Fig. 6 sind hingegen drei Stützisolatoren
22 vorgesehen, auf welchen ein etwa dreieckförmig ausgestalteter Träger 20 aufliegt
und befestigt ist. Insgesamt sei hervorgehoben, daß die Anzahl der Stütz elektroden
den jeweiligen Anforderungen entsprechend vorgegeben werden kann, um die wirtschaftlich
und technisch optimale Lösung für den jeweiligen Anwendungsfall zu erhalten.
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Bezugszeichenliste 2 Filtergehäuse 4 Gehäusedecke 6 Niederschlagselektrode
8 Sprühelektrode 10 Elektrodenrahmen 12 oberer Filterraum 14 Stutzen 16 Tragsäule
18 Öffnung in 4 20 Träger 22 Stützisolator 24 Konsole 26 Schutzrohr 28 ringförmiger
Isolator 30 Deckel 32 Isolatorennische 34 Decke von 32 36 Linie 38 Platte 40 Längsträger
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