DE3304090C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Eine aus der AT 3 82 808 B bekannte Einrichtung mit mehreren
Arbeitsstationen zum Montieren bzw. Bearbeiten von Werkstücken
bzw. Werkstückteilen besteht aus mehreren Einzelstationen, die
zur Bildung einer baulichen Einheit untereinander verbunden
sind. Jede dieser Einzelstationen weist eine Fördervorrichtung
für die Bauteile bzw. Werkstückträger sowie Handhabungsvor
richtungen für, in diesen einzelnen Stationen zu montierende
Bauteile und gegebenenfalls die zugeordnete Zuführeinrich
tungen für diese Montageteile auf. Die Länge des Förderweges
einer solchen Einzelstation entspricht meistens einem Mehrfa
chen der Länge eines einzelnen Werkstückes bzw. Werkstückträ
gers. Die Einzelstationen können derart ausgebildet bzw. ange
ordnet werden, daß zwei zueinander parallel verlaufende Ferti
gungswege bzw. durchgehende Fördervorrichtungen gebildet wer
den. Die Übergänge der Bauteile bzw. der Werkstückträger von
dem einen auf den anderen der beiden parallel zueinander ver
laufenden Förderwege erfolgt in Kopfstationen mittels Querför
derer. Diese neuartige Konzeption für eine Einrichtung zum
Montieren bzw. Bearbeiten von Werkstücken bzw. Werkstückteilen
hat sich in der Praxis bewährt, jedoch konnten nicht alle in
der Praxis auftretenden Gegebenheiten voll genutzt bzw. er
füllt werden.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung
der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß der Förder
weg der Werkstücke bzw. Werkstückträger möglichst über seine
gesamte Länge zur Bearbeitung bzw. Montage der Werkstücke
herangezogen und eine optimale Platzausnutzung unter verschie
denen örtlichen Gegebenheiten für die Aufstellung einer derar
tigen Einrichtung erreicht werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kenn
zeichnungsteil des Anspruches 1 gelöst. Durch die erfindungs
gemäßen Maßnahmen wird erreicht, daß durch den geringen Platz
bedarf für das verschwenkbare Führungsbahnteilstück nahezu der
gesamte Förderweg, nämlich auch im Bereich der Stirnenden der
Einrichtung, für die Montage bzw. Bearbeitung oder Fertigung
der Werkstücke bzw. Werkstückteile herangezogen werden kann.
Dies schafft vor allem gegenüber den herkömmlichen, bei gerin
gerem Platzbedarf normalerweise eingesetzten Rundtischmaschi
nen den Vorteil, daß bei Bedarf mehrere zusätzliche Arbeits
stationen an beliebiger Stelle problemlos eingefügt werden
können. Gleichzeitig kann mit der erfindungsgemäßen Einrich
tung der Vorteil der Anordnung von Handhabungsgeräten und
Zuführgeräten auf beiden Seiten des Förderweges auch bei Ma
schinen beibehalten werden, die auf örtlich eng begrenztem
Raum zur Aufstellung gelangen. Dieser Vorteil kommt vor allem
dadurch zum Tragen, daß für das Umsetzen der Werkstücke bzw.
Werkstückträger nur die Länge eines derartigen Werkstückes
bzw. Werkstückträgers verlorengeht. Weiterhin kann dadurch
auch erreicht werden, daß die zueinander parallel verlaufenden
Führungsbahnen in möglichst geringem Abstand voneinander ange
ordnet werden können und der damit zwischen diesen verbleiben
de Abstand, also der verlorene Raum, gering gehalten werden
kann. Von Vorteil ist aber vor allem, daß mit dem schwenkbaren
Förderbahnteilstück auch eine Volldrehung, beispielsweise um
360°, in jeder beliebigen Richtung möglich ist und in jeder
Stellung des verschwenkbaren Förderbahnteilstückes ein Vor
schub der Werkstückträger in jeder beliebigen Richtung möglich
ist. Gleichzeitig wird durch das Stillsetzen des Schwenkan
triebes für die Rollen der Antriebsvorrichtung der Werkstück
träger auf dem schwenkbaren Förderbahnteilstück gehalten, so
daß ein versehentliches Auslaufen desselben aus dem ver
schwenkbaren Förderbahnteilstück während der Verschwenkbe
wegung ausgeschaltet ist.
Durch die Weiterbildung nach Fig. 2 wird eine zentrische
Lastverteilung am Drehteller erreicht, und dies wirkt sich
insbesondere bei schweren Werkstücken bzw. Bauteilen sehr
günstig aus, da exzentrische Schwenk- bzw. Kippbewegungen
sowie ungleiche Fliehkräfte vermieden werden.
Durch die weitere Ausgestaltung nach Anspruch 3 kann der Über
gangsbereich zwischen den zueinander parallel verlaufenden
Führungsbahnen zur Unterbringung zumindest einer Bearbeitungs
station genutzt werden.
Durch den durch die Merkmale nach Anspruch 4 bewirkten syn
chronen Antrieb der Antriebsorgane im Umlenk- bzw. Wendebe
reich der Werkstücke bzw. Werkstückträger wird erreicht, daß
beim Übergang von sich drehenden Führungsbahnteilstücken auf
feststehende Führungsbahnteilstücke keine zusätzlichen Sei
tenbeschleunigungen auf den Werkstückträger ausgeübt werden.
Damit kann ein Verkanten des Werkstückträgers in diesem Be
reich sowie ein Zwängen desselben vermieden werden.
Die Weiterbildung nach Anspruch 5 führt zu einem stoßfreien
und gesicherten Längstransport.
Die weitere Ausgestaltung nach Anspruch 6 ermöglicht ohne je
den weiteren Steuer- und Überwachungsaufwand, z. B. durch nur
einen Verstellvorgang, eine Positionierung eines Werkstückes
bzw. Werkstückträgers in zwei oder mehr unterschiedlichen
Positionen.
Die Ansprüche 7 bis 9 geben weitere vorteilhafte Einzelheiten
der Erfindung wieder.
Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird diese an Hand der
in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Einrichtung zum Montieren bzw. Bearbeiten von Werkstüc
ken bzw. Werkstückteilen gemäß der Erfindung in Draufsicht
und vereinfachter schematischer Darstellung;
Fig. 2 eine Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Einrichtung
zum Montieren bzw. Bearbeiten von Werkstücken bzw. Werkstück
teilen ebenfalls in Draufsicht und schematischer Darstellung;
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Einrichtung mit mehreren Arbeitssta
tionen zum Montieren bzw. Bearbeiten von Werkstücken bzw.
Werkstückteilen in größerem Maßstab und in Draufsicht;
Fig. 4 den Umlenk- und Wendebereich der Einrichtung nach Fig.
3 in größerem Maßstab in Draufsicht;
Fig. 5 den Umlenk- und Wendebereich einer Einrichtung zum Mon
tieren bzw. Bearbeiten von Werkstücken bzw. Werkstück
teilen, der eine Wendeeinrichtung für das Werkstück auf
weist, in Draufsicht;
Fig. 6 einen Werkstückträger im Schnitt gemäß den Linien VI-
VI in Fig. 5;
Fig. 7 eine Ausführungsvariante für den Umlenk- bzw. Wendebe
reich einer Einrichtung zum Montieren bzw. Bearbeiten
von Werkstücken;
Fig. 8 den Umlenk- bzw. Wendebereich im Schnitt gemäß den Linien
VIII-VIII in Fig. 7;
Fig. 9 eine der Einrichtung zum Montieren bzw. Bearbeiten von
Werkstücken zugeordnete Anschlagvorrichtung zum Positio
nieren der Werkstückträger in verschiedenen Stellungen
in Stirnansicht gemäß den Linien IX-IX in Fig. 8.
In Fig. 1 ist eine Einrichtung 1 zum Montieren bzw. Bearbeiten von Werkstücken
2 dargestellt. Diese Werkstücke 2 sind auf Werkstückträger 3 befestigt, die
mittels einer Fördervorrichtung 4 entlang einer Führungsbahn 5 von einer Ar
beitsstation 6 zur anderen befördert werden. Die Führungsbahn 5 setzt sich
aus einzelnen den jeweiligen Arbeitsstationen 6 zugeordneten Führungsbahnteil
stücken 7 sowie aus in den Umlenk- bzw. Wendebereich 8, 9, 10, 11 angeordneten
Umlenkstationen 12 zusammen. Die Umlenkstationen 12 dienen dazu, die Werkstück
träger 3 von den Führungsbahnteilstücken 7 in senkrecht dazu verlaufende Füh
rungsbahnteilstücke 13 zu verbringen. Der Abstand 14 zwischen Mittellängsachsen
15, 16 der Führungsbahn 5 und einer parallel dazu verlaufenden Führungsbahn 17
die durch Führungsbahnteilstücke 18 von Arbeitsstationen 19 gebildet ist, ent
spricht der Länge 20 eines Führungsbahnteilstückes 7, 13, 19 plus einer Länge
21 des Werkstückträgers 3. Der Abstand 14 wird, wie aus der Darstellung er
sichtlich, durch die Länge 20 der Arbeitsstation 13 sowie zweimal die Distanz
22 gebildet, die der Hälfte der Länge 21 entspricht. Die Längen 20, 21 der
Führungsbahnteilstücke bzw. Werkstückträger werden jeweils in Führungsbahn
längsrichtung - Pfeil 23 - gemessen.
Diese Festlegung des Abstandes zwischen den Mittellängsachsen der Führungs
bahn 5, 17 ermöglicht eine optimale Nutzung der Umfangslänge der Fördervor
richtung 4, da auch in den Umlenk- bzw. Wendebereichen 8-11 eine Bearbei
tung der Werkstücke 2 auf den Werkstückträgern 3 erfolgen kann.
In Fig. 2 ist gezeigt, daß durch die erfindungsgemäße Abstandswahl nachträg
lich für eine Variation oder Erweiterung der Einrichtung 1 Arbeitsstationen
24-28 mit geringstmöglichen Platzbedarf eingeschaltet bzw. zugeschaltet
werden können. Wichtig ist dabei, daß die Abstände zwischen den einzelnen
Führungsbahnen 5, 17 bzw. 29, 30 und der Mittellängsachsen 15, 16 bzw. 31,
32 ein Ein- bzw. Mehrfaches der Länge 20 einer Arbeitsstation sowie der
Länge 21 eines Werkstückträgers 3 beträgt.
In Fig. 3 ist eine Einrichtung 33 zum Montieren bzw. Bearbeiten von Werk
stücken 34 die auf Werkstückträgern 35 aufgebaut werden dargestellt. Die
Einrichtung 33 besteht aus vier Arbeitsstationen 36-39, die je ein Führungs
bahnteilstück 40-43 aufweisen. In den Umlenk- bzw. Wendebereichen 8-11
zwischen den zueinander senkrecht verlaufenden Führungsbahnteilstücken
40, 41; 41, 42; 42, 43; 43, 40; sind Umlenkstationen 44 angeordnet. Als An
triebsvorrichtungen 45 für die Werkstückträger 34 dienen entlang der Füh
rungsbahnteilstücke 40-43 in Abstand voneinander angeordnete Antriebs
organe 46. Diese Antriebsorgane 46 kommen an einer Seitenfläche des Werk
stückträgers 34 zur Anlage, der sich mit Rollen an einer den Antriebsor
ganen 46 gegenüberliegenden Führungsfläche 47 abstützen. Jede der Umlenkstatio
nen 44 weist ein feststehendes Führungsbahnteilstück 48 und ein verschwenk
bares Führungsbahnteilstück 49 auf. Das verschwenkbare Führungsbahnteilstück
49 ist auf einem Drehteller 50 angeordnet, dessen Drehpunkt durch den Mittel
punkt 51 des Drehtellers 50 gebildet ist. Der Drehteller 50 ist mit einem,
dem Führungsbahnteilstück 49 zugeordneten, Förderantrieb 52 zum Zu- und Ab
transport der Werkstückträger 35 in das verschwenkbare Förderbahnteilstück
49 ausgerüstet. Die Führungsbahnteilstücke 40, 48 bzw. 42, 48 bilden jeweils
Führungsbahnen 5, 17. Die Führungsbahnen 5, 17 sind quer zur Führungsbahn-
Längsrichtung - Pfeil 61 - um die Länge einer Arbeitsstation 37 bzw. 39 und
die Länge eines Werkstückträgers voneinander distanziert, wodurch eine sehr
platzsparende Anordnung ähnlich wie bei einer Rundtischmaschine erreicht
wird, jedoch mit dem Vorteil, daß die erfindungsgemäße Einrichtung beliebig
erweiterbar ist und eine lose Verbettung der Werkstückträger ermöglicht.
Auf den einzelnen Arbeitsstationen 36-39 können verschiedene Handhabungs
vorrichtungen 53, Bearbeitungsvorrichtungen 54 und Zuführvorrichtung 55
angeordnet sein.
Die Länge 56 der verschwenkbaren Förderbahnteilstücke entspricht im wesent
lichen der Länge 57 der Werkstückträger 35.
Durch die Wahl der Breite 58 zwischen einer Mittellängsachse 59 des Führungs
bahnteilstückes 42 und einer Seitenkante 60 der Arbeitsstation 38 kann er
reicht werden, daß wie in der Darstellung gezeigt, durch das Aneinander
stellen der einzelnen Arbeitsstationen 36-39 eine durchgehende Arbeits
platte geschaffen wird. Vor allem ermöglicht das unmittelbare Aneinander
stellen der Arbeitsstationen 36, 38 in jedem Fall die Einhaltung des ge
forderten Abstandes zwischen den Mittellängsachsen, der Führungsbahnteil
stücke 40, 42 quer zu deren Längsrichtung - Pfeil 61 - die zugleich die
bevorzugte Beförderungseinrichtung der Werkstückträger 35 angibt.
Zum Positionieren der Werkstückträger 35 in einer oder mehreren Positionen
innerhalb jeder Arbeitsstation kann eine Positioniervorrichtung 62, wie
beispielsweise im Bereich der Arbeitsstation 39 gezeigt, angeordnet sein.
Diese Positioniervorrichtung 62 umfaßt einen zwischen den Höhenführungs
bahnen 63, 64 angeordneten verschwenkbaren Anschlag 65, der in der mit vol
len Linien gezeichneten Stellung mit einem auf der Unterseite des Werkstück
trägers 35 angeordneten Anschlagzapfen 66 zusammenwirkt. Wird der Anschlag
65 mittels des Antriebes 67 in die mit strichlierten Linien gezeichnete
Stellung verstellt, so befindet er sich bei der Vorwärtsbewegung des
Werkstückträgers 35 im Bereich eines weiteren Anschlagzapfens 68. Durch die
Gestaltung des Anschlages 65 und die Verschwenkung mit dem Antrieb 67 in zwei
verschiedene Endstellungen ist es möglich, ohne zusätzliche Klemmelemente die
Werkstückträger 35 mittels der Anschlagzapfen 66, 68 in den jeweiligen Po
sitionen festzuhalten. Die Anschlagzapfen 66, 68 sind dazu quer zur Förder
richtung - Pfeil 61 - in voneinander distanzierten Bereichen angeordnet.
In Fig. 4 ist das verschwenkbare Führungsbahnteilstück 49 dargestellt. Der
Drehteller 50 ist im Bereich des Mittelpunktes 51 mit einem Schwenkhebel
69 verbunden, an dessen vom Mittelpunkt 51 abgewendeten Ende ein Schwenk
antrieb 70 z. B. eine pneumatische Zylinderkolbenanordnung angreift. Zum
Festhalten des Führungsbahnteilstückes 49 in einer mit den anschließenden
Führungsbahnteilstücken 48 bzw. 41 fluchtenden Stellung, ist ein Zentrier
zapfen 71 angeordnet. Durch die Verschwenkung des Drehtellers 50 mittels des
Schwenkantriebes 70 - im Sinne des Pfeiles 72 - kann die Drehrichtung von
die Förderantriebe 52 bildenden Rollen 73 sowohl in der mit dem Führungsbahn
teilstück 48 als auch in der mit dem Führungsbahnteilstück 41 fluchtenden
Stellung gleich sein. Dem entsprechend ist zum Antrieb der Rollen 73 am Dreh
teller 50 sowie von Rollen 74 auf den anschließenden Führungsbahnteilstücken
eine zentrale Antriebskette 75 angeordnet. Diese kann von einem zentralen
Drehantrieb angetrieben sein und bewirkt, daß die Drehgeschwindigkeit der
Rollen 73, 74 zum Transport der Werkstückträger im Übergangsbereich zwischen
dem verschwenkbaren Förderbahnteilstück und den anschließenden Förderbahnteil
stücken gleich ist und somit ein Zwängen oder Klemmen des Werkstückträgers
im Übergangsbereich vermieden wird. Zur Aufnahme der beim Verschwenken mit
dem Schwenkantrieb 70 durchgeführten Rotationsbewegung des Drehtellers 50
und der darauf angeordneten Rollen 73 ist die Antriebs-Kette 75 über ein
im Bereich des Mittelpunktes 51 des Drehtellers 50 gelagertes Kettenrad
76 geführt.
In Fig. 5 und 6 ist ein Werkstückträger 77 in einem Umlenk- bzw. Wendebereich 78
zwischen zwei senkrecht zueinander verlaufenden Führungsbahnteilstücken 79, 80
gezeigt. Der Werkstückträger 77 weist gleiche Seitenlängen 81 auf und wird im
Umlenk- bzw. Wendebereich 78 in unveränderter Stellung zu den Führungsbahn
teilstücken 79 bzw. 80 vom Führungsbahnteilstück 80 in das Führungsbahnteil
stück 79 verbracht. Um in jedem Fall eine bestimmte Orientierung eines auf dem
Werkstückträger 77 angeordneten Werkstückes 82 zu ermöglichen, sind die Werk
stückhalter 83 auf einem im Werkstückträger 77 gelagerten Drehteller 84 ange
ordnet. Zum Positionieren desselben sind Anschlagvorrichtungen 85 angeordnet,
in die, mit dem Drehteller 84 verbundene Anschlagzapfen 86 eingreifen.
Das Wenden des Drehtellers 84 und das Positionieren des Werkstückes 82 kann
unabhängig vom Umlenk- bzw. Wendebereich 78, beispielsweise im Verlauf des
Führungsbahnteilstückes 79, erfolgen. Dazu ist zwischen zwei Führungsbahnen
87, 88 zur Führung des Werkstückträgers 77 an einem Maschinengestell 89 über
einen Hubantrieb 90 ein Drehantrieb 91 gelagert. Der Drehantrieb 91 ist mit
einem Ritzel 92 verbunden, welches mit dem Hubantrieb 90 - in strichlierten
Linien gezeigt - ein Eingriff mit einem Drehkranz 93 gebracht werden kann.
Gleichzeitig mit der Beaufschlagung des Hubantriebes 90 wird der Stellantrieb
94 beaufschlagt. Dieser hebt über einen Schubbolzen 95 die Anschlagvorrich
tung 85 in die mit strichlierten Linien gezeichnete Stellung. Dadurch wird der
Anschlagzapfen 86 freigegeben und der Drehteller 84 kann gegenüber dem Werk
stückträger 77 in die gewünschte Position verdreht werden. Je nach der ge
wünschten Positionierung des Werkstückträgers 82 gegenüber den Führungsbahnteil
stücken 79, 80 ist es möglich, mehrere Anschlagvorrichtungen 85 am Werkstück
träger 77 anzuordnen, so daß der Drehteller 84 in verschiedenen Drehstellungen
am Werkstückträger 77 fixiert werden kann.
In Fig. 7 und 8 ist eine Umlenkstation 96 mit einem Drehteller 97, auf dem
ein Führungsbahnteilstück 98 angeordnet ist, gezeigt. Das Führungsbahnteil
stück 98 kann mit anschließenden, zueinander senkrecht verlaufenden Führungs
bahnteilstücken 99, 100 fluchtend ausgerichtet werden. Im Bereich des
Führungsbahnteilstücken 98 ist ein Werkstückträger 101 dargestellt, der
während der Durchführung der Schwenkbewegung am Drehteller 97 mittels Arre
tierzylinder 102 festgehalten wird. Zum Bewegen des Werkstückträgers 101 in
den Drehtellern 97 bzw. von diesem in die anschließenden Förderbahnteilstücke,
sind Förderrollen 103 vorgesehen. Die Rollen 104 mit einer diesen zugeordne
ten Endschalteranordnung 105 dienen als Endanschlag beim Einlauf der Werk
stückträger aus dem Führungsbahnteilstück 100. Die Versorgung der Arretier
zylinder 102 mit Druckmittel erfolgt über einen oberhalb des Drehtellers 97
angeordneten Tragarm.
Weiters ist aus dieser Darstellung ersichtlich, daß die Förderrollen 106
der dem Drehteller 97 benachbarten Förderbahnteilstücke 99, 100 über eine
Kette 107 bzw. einen Zahnriemen, von einem zentralen Antriebsmotor 108 an
getrieben werden. Im Verlauf des Führungsbahnteilstückes 100 ist weiters
eine Anschlagvorrichtung 109 vorgesehen, die einen quer zur Längsrichtung
des Führungsbahnteilstückes verschwenkbaren Anschlaghebel 110 aufweist.
Diesem Anschlaghebel 110 sind auf der Unterseite des Werkstückträgers 101
angeordnete Anschlagbolzen 111, 112 zugeordnet.
In Fig. 8 ist ein Antriebsmotor 113 dargestellt, der über ein Ritzel 114 mit
einem Drehkranz 115 gekoppelt ist, welcher drehfest mit dem Drehteller 97
verbunden ist. Innerhalb des den Drehkranz 115 aufnehmenden Gehäuses 116 ist
eine mit einem Schwenkantrieb 117, gekupppelte Welle mit einem daran angeordne
tem Kettenrad 118 vorgesehen. Dieses Kettenrad 118 ist über eine Antriebs
kette 119 mit Kettenrädern 120 der Förderrollen 103 verbunden.
Durch eine derartige Anordnung wird sichergestellt, daß eine Volldrehung des
Drehtellers 97 um beispielsweise 360 Grad in jeder beliebigen Richtung und
in jeder Stellung des Drehtellers bzw. des verschwenkbaren Förderbahnteil
stückes ein Vorschub der Werkstückträger 101 möglich ist.
Die Arretierung des Drehtellers 97 erfolgt über einen Anschlag 121, der mittels
zweier parallel zueinander verlaufender mit einem Hubantrieb versehener Schub
stangen 122 in der gewünschten Stellung fixiert wird.
In Fig. 9 ist anhand eines Schnittes durch das Führungsbahnteilstück 100 die
Wirkungsweise der Anschlagvorrichtung 109 näher gezeigt. Durch eine Verschwen
kung des Anschlaghebels 110 mit einem Schwenkantrieb 122, aus einer Endstellung
124 in eine Endstellung 125 befindet sich der Anschlaghebel 110 entweder in
der Bewegungsbahn des Anschlagbolzens 111 oder 112. Damit ist lediglich ein
Verstellvorgang erforderlich, um eine sichere Arretierung der einzelnen
Werkstückträger 101 in zwei unterschiedlichen Stellungen zu gewährleisten bzw.
kann diese Anschlagvorrichtung 109 mit Vorteil auch dort verwendet werden, wo
ein Werkstückträger 101 an verschiedenen Stellen über seine Längserstreckung
angehalten bzw. positioniert werden soll.
Claims (9)
1. Einrichtung mit mehreren Arbeitsstationen zum Montieren
bzw. Bearbeiten von Werkstücken bzw. Werkstückteilen, die eine
Fördervorrichtung zum Transport von die Werkstückteile aufneh
menden Werkstückträgern aufweist, die zwei parallel zueinander
verlaufende Führungsbahnen und ein Führungsbahnteilstück, das
unter einem Winkel zu den beiden parallel zueinander verlau
fenden Führungsbahnen verläuft, umfaßt, wobei zwischen den
parallel verlaufenden Führungsbahnen und den quer verlaufenden
Führungsbahnteilstücken verschwenkbare Führungsbahnteilstücke
angeordnet sind und bei der die einzelnen Arbeitsstationen mit
eigenen Antrieben für die Fördervorrichtung und die diesen zu
geordneten Handhabungsvorrichtungen versehen ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Länge (56) der verschwenkbaren Führungs
bahnteilstücke (49, 98) in etwa der Länge (21, 57, 81) der den
Führungsbahnteilstücken (7, 13; 40 bis 43; 79, 80; 99, 100) zuge
ordneten Werkstückträger (3, 35, 77, 101) entspricht und daß die
sen eine durch Rollen (103) mit vertikaler Drehachse gebildete
Antriebsvorrichtung für die Werkstückträger (77) zugeordnet
ist, deren Rollen (103) mit einem am schwenkbaren Führungs
bahnteilstück (49, 98) angeordneten Schwenkantrieb (117) bewe
gungsverbunden sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Drehpunkt des schwenkbaren Führungsbahnteilstückes (49, 98) im
Mittelpunkt (51) derselben angeordnet und diese mit einem
Schwenkantrieb (70, 117) verbunden ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehpunkte der schwenkbaren Führungsbahnteilstücke
(49, 98) in Richtung der Führungsbahnteilstücke (13, 41, 43) in
etwa um die Länge (20) eines Führungsbahnteilstückes (7, 13, 18;
40 bis 43) der Fördervorrichtung (4) einer Arbeitsstation
(6, 19; 27, 28; 24 bis 26) zuzüglich der Länge (21, 57, 81) eines
Werkstückträgers (3, 35, 77) voneinander distanziert sind.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Rollen (74) der Antriebsvorrichtung (45)
der den Umlenk- bzw. Wendebereich (8 bis 10) unmittelbar be
nachbarten Führungsbahnteilstücke (41, 48) im wesentlichen syn
chron mit den Rollen (73) der Antriebsvorrichtung des schwenk
baren Führungsbahnteilstückes (49, 98) angetrieben sind.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Teilungsabstand (130) zwischen den
Rollen (126) kleiner ist als die Seitenlänge (81) des Werk
stückträgers (77).
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß im Verlauf eines Führungsbahnteilstückes
(7, 13, 18, 40 bis 43, 48, 79, 80, 98 bis 100) eine Anschlagvor
richtung (109) angeordnet ist, die einen mit einem Schwenk
antrieb (123) quer zur Längsrichtung des Führunsbahnteil
stückes verschwenkbaren Anschlaghebel (110) aufweist, der in
seinen beiden vorzugsweise mit Anschlägen festlegbaren End
stellungen (124, 125) mit einem von zwei auf der Unterseite
eines Werkstückträgers (101) angeordneten Anschlagbolzen
(111, 112) zusammenwirkt.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß auf der Unterseite eines Werkstückträgers
mehrere Anschlagbolzen nebeneinander angeordnet sind und
jeweils zwei solcher Anschlagbolzen ein eigener Anschlaghebel
zugeordnet ist, wobei die Anschlaghebel quer zur Führungs
bahnteilstück-Längsrichtung und vorzugsweise auch in Längs
richtung distanziert voneinander angeordnet sind.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Führungsbahnteilstück unter einem Winkel
von 90° zu den beiden parallel zueinander verlaufenden Füh
rungsbahnen verläuft.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß zwischen den Rollen (103) und diesen zuge
ordneten Kettenrädern (129) eine Rutschkupplung (128) ange
ordnet ist.
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| Date | Code | Title | Description |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |