DE3302861C2 - Häckselvorrichtung, insbesondere Feldhäcksler, mit einstellbarer Gegenschneide - Google Patents
Häckselvorrichtung, insbesondere Feldhäcksler, mit einstellbarer GegenschneideInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Häckselvorrichtung, insbe
sondere einen Feldhäcksler der im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Art.
Es sind Häckselvorrichtungen bekannt, bei denen die Einstellvor
richtungen zu Justierung der Gegenschneide eines Feldhäckslers
in der Nähe eines rotierenden Messerkopfes die miteinander
abgestimmte Handhabung mehrerer Stellschrauben an beiden Enden
der Gegenschneidschiene erfordern. Eine derartige Einstellvor
richtung ist nachteilig, da sie im Betrieb zeitaufwendig ist
und bei ihrer Anwendung sich genaue Justierungen nur schwierig
erreichen lassen.
Bei weiterentwickelten Einstellvorrichtungen wurde die Anzahl
der Stellschrauben an beiden Enden der Gegenschneidschiene
verringert. Da sich jedoch bei diesen bekannten Bauweisen die
Toleranzen zwischen verschiedenen Bauteilen der Vorrichtung
addieren bzw. summieren, bleibt es wiederum schwierig, genaue
Einstellungen herbeizuführen.
Aus der DE-OS 29 26 538 ist weiterhin eine Häckselvorrichtung
der eingangs genannten Art bekannt, bei der die Gegenschneid
schiene zusammen mit einem Schubglied zwischen den Halteeinrich
tungen eingeklemmt ist. Die Hebeleinrichtungen greifen an dem
Schubglied an, um dieses und damit die Gegenschneidschiene in
Richtung auf den Messerkopf zu verschieben. Falls hierbei die
Gegenschiene zu weit in Richtung auf den Messerkopf vorgescho
ben wurde, ist es erforderlich, die Halteeinrichtungen zu lösen
und das Schubglied und die Gegenschneidschiene in eine Ausgangs
position zurückzustellen. Weiterhin weist die bekannte Einstell
vorrichtung einen komplizierten Aufbau mit relativ massiven
und schweren Bauteilen auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Häckselvorrichtung der
eingangs genannten Art mit einer Einstellvorrichtung für die
Gegenschneidschiene zu schaffen, die nur eine geringe Anzahl von
Bauteilen umfaßt und dadurch eine schnelle und genaue Justierung
in jeder Richtung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Häckselvorrichtung der
eingangs genannten Art durch die im kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Häckselvorrichtung
ist eine genaue Justierung der Gegenschneidschiene in einfacher
Weise möglich, da diese zwischen den ersten und zweiten Hebel
abschnitten an einander gegenüberliegenden Seiten exakt einge
spannt ist und von diesen sowohl in Richtung auf den Messerkopf
als auch von diesem fort bewegbar ist.
Die beiden Hebelabschnitte ermöglichen vorzugsweise eine Gleit
bewegung gegenüber der Gegenschneidschiene, so daß die Einstell
kräfte der Stellglieder relativ gering sein können.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
der Zeichnungen näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Ausfüh
rungsform der Häckselvorrichtung in Form eines
gezogenen Feldhäckslers,
Fig. 2 einen vergrößerten Teilschnittansicht des Feld
häckslers nach Fig. 1, die insbesondere die
Einstellvorrichtung für die Gegenschneidschiene
zeigt,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Ausführungsform der
Häckselvorrichtung mit weiteren Einzelheiten.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Häckselvorrichtung in
Form eines Feldkhäckslers 10. Es versteht sich, daß die Ausfüh
rungsform bei einer Vielzahl von Häcksler-Bauarten Anwendung
finden kann, sowohl bei gezogenen als auch bei selbstfahrenden
Modellen. Der Feldhäcksler 10 besitzt eine Aufnehmerhaspel 12,
eine Querverdichtungsschnecke 14, mit der das Erntegut einer
vorderen Gruppe von Einzugswalzen 16, 18 sowie einer
rückwärtigen Gruppe von Einzugswalzen 20, 22 zugeführt wird, die
das Erntegut in den Zustand einer verdichteten Matte überführen.
Das Erntegut wird dann durch das Zusammenwirken von
Schneidmessern 23 auf dem rotierenden Messerkopf 24 mit
einer Gegenschneide 40 gehäckselt. Das zerkleinerte Gut
kann von einer weiteren Förderschnecke 28 einem nicht
gezeigten Wurfgebläse zugeführt werden, welches das Gut
vom Feldhäcksler 10 über einen Abwurfbogen 30 wegbefördert.
Die vorbeschriebenen Bauteile und Baugruppen sind bei
bekannten Feldhäckslern auf einem Abschnitt des Maschinen
rahmens 32 angeordnet, der über Bodenräder 34 abgestützt
ist. Zum Anhängen der Maschine an ein Zugfahrzeug ist
eine nicht gezeigte Deichsel vorgesehen.
In Fig. 2 ist die Einstellvorrichtung gegenüber der Dar
stellung nach Fig. 1 vergrößert und mit Einzelheiten
dargestellt. Die Einstellvorrichtung 36 ist in der Nähe
des Messerkopfes 24 angeordnet. Zu den wichtigsten
Bauteilen der Einstellvorrichtung 36 gehören eine Gegen
schneidschiene 40, die zwischen einem oberen Tragteil 42
und einem unteren Tragteil 44 untergebracht ist. Am
unteren Tragteil 44 ist mittels eines Bolzens oder einer
Schraube 74 ein Hebel 46 schwenkbar gehaltert. Der
Hebel 46 besitzt erste und zweite Abschnitte 50 bzw. 52,
um einander gegenüberliegende Seitenflächen der Gegen
schneidschiene 40 festzuhalten. Mit dem Hebel 46 ist ein
Stellglied 54 verbunden.
Fig. 3 zeigt einen Abschnitt eines Feldhäckslers 10 im
Bereich von zwei unter Abstand zueinander angeordneter
und aus Stahlblechen bestehender Seitenwände 56, von
denen nur eine dargestellt ist. Eine an sich bekannte
längliche Gegenschneidschiene 40 erstreckt sich zwischen
den beiden Seitenplatten 56 und ist an ihrer Unter
seite 57 durch einen unteren Halteteil 44 abgestützt,
der eine längliche Form besitzt und an seinen Enden
mit Hilfe von Schrauben 59 o. dgl. an mit den Seiten
platten 56 verbundenen Tragteilen 58 befestigt ist.
Auf diese Weise erstreckt sich der untere, aus Stahl
bestehende Tragteil 44 entlang der Unterseite 57 der
Gegenschneidschiene 40, um diese im wesentlichen über
ihre gesamte Länge zu unterstützen.
Zwei obere Halteteile, z. B. Stahlblöcke 42, sind in
der Nähe der gegenüberliegenden Enden der Gegenschneid
schiene 40 und nahe der Seitenplatten 56 vorgesehen.
Die Blöcke 42 sind mit Hilfe von Schrauben 60 o. dgl.
an Stützteilen 62 befestigt, die ihrerseits jeweils mit
einer Seitenplatte 56 verbunden sind. Auf diese Weise
erfassen die Stahlblöcke 42 eine Oberseite 41 der
Gegenschneidschiene 40, die somit zwischen den oberen
und unteren Tragteilen 42 bzw. 44 eingespannt ist.
Mit Hilfe der Schrauben 59, 60 können die Tragteile
42, 44 in einen klemmenden Eingriff mit der Gegenschneid
schiene 40 gebracht werden.
Neben jeder Seitenplatte 56 ist ein Stahlhebel 46
vorgesehen. Jeder Stahlhebel 46 weist ein erstes
Ende 64 und ein zweites Ende 66 auf. Außerdem umfaßt
der Hebel 46 einen ersten Abschnitt 50 und einen zweiten
Abschnitt 52. Die ersten und zweiten Abschnitte 50, 52
des Hebels 46 sind vorzugsweise als getrennte Bauteile
hergestellt und mittels einer Schraube 68 miteinander
verbunden. Falls erforderlich, können die Hebel 46 auch
jeweils als einheitlicher Bauteil hergestellt werden.
Das erste Ende 64 des Hebels 46 ist auf einem zylindrischen
Stahleinsatzstück 72 schwenkbar gelagert, das auf dem
unteren Tragteil 44 mittels einer Schraube 74 festge
halten wird. Das erste Ende 64 des Hebels 46 enthält
einen Schlitz 76 zum vereinfachten Zusammenbau. Eine
Schraube 78 dient zum Festziehen des geschlitzten Endes
64, um so unerwünschte Toleranzen so klein wie möglich
zu machen.
Ein aus Stahl bestehender Klemmteil, beispielsweise in
Form eines Dübels oder eines Keils 80, ist in einer Aus
nehmung 82 im Abschnitt 50, wie auch in einer Ausnehmung
84 des Abschnittes 52 des Hebels, lösbar befestigt.
Jeder Paßstift 80 besitzt eine flache Oberfläche 86,
die mit den gegenüberliegenden Seitenflächen 88, 90 der
Gegenschneidschiene 40 in Klemmeingriff stehen. Eine
Schraube 92 erstreckt sich durch den Hebel 46, um die
ersten und zweiten Abschnitte 50, 52 gegeneinander
festzuziehen und mit der Gegenschneidschiene 40 in
Klemmeingriff zu halten.
Jeweils neben einer Seitenplatte 56 ist ein längliches
Stellglied 54 vorgesehen, an dessen einem Ende 96 ein
Sechskantschraubkopf 94 vorgesehen ist. Die
Stellglieder 54 sind jeweils mit ihrem anderen Ende 98
in das zweite Ende 66 der Hebel 46 eingeschraubt. Die
Stellglieder 54 erstrecken sich jeweils durch einen
Stahlbolzen 100, der an der jeweiligen Seitenplatte 56
schwenkbar gehaltert ist. Das zweite Ende 98 des
Stellgliedes 54 ist in einen Bolzen 102 eingeschraubt,
der seinerseits im zweiten Ende 66 des Hebels 46
beweglich gelagert ist.
Wenn die Bauteile, wie oben beschrieben, zusammengebaut
sind, so erkennt man, daß bei Drehung des Stellgliedes 54
der Hebel 46 um die Einsatzhülse 72 schwenkt. In Ab
hängigkeit von dieser Schwenkbewegung drehen die Ab
schnitte 50 und 52 um die Einsatzhülse 72 und bewirken
eine Linearbewegung der Gegenschneidschiene 40. Während
der Linearbewegung gleiten die Oberflächen 41 und 47
der Gegenschneidschiene 40 relativ zu dem Klemmeingriff
mit den Halteteilen 42, 44, während die Seitenflächen
88, 90 der Gegenschneidschiene 40 relativ zur Oberfläche
86 der Paßstifte oder Keile 80 gleiten. Eine solche
Linearbewegung findet statt entweder in Richtung auf
den Messerkopf 24 oder von diesem weg, je nach dem, in
welcher Richtung das Stellglied 54 gedreht wird. Jedes
Stellglied 54 kann unabhängig eingestellt werden, um
den jeweiligen Hebel 46 zu bewegen, was zu einer unab
hängigen Einstellung der gegenüberliegenden Enden der
Gegenschneidschiene 40 führt.
Die vorbeschriebene Ausführungsform der Einstellvor
richtung für die Gegenschneidschiene besitzt eine sehr
geringe Anzahl von Bauteilen und sorgt für eine schnelle
und genaue Justierung.
Claims (6)
1. Häckselvorrichtung, insbesondere Feldhäcksler, mit einem
rotierend angetriebenen Messerkopf, dessen Schneidmesser sich an
einer am Maschinenrahmen gehaltenen Gegenschneidschiene vorbei
bewegen, die von einer mit dem Maschinenrahmen verbundenen,
länglichen, sich im wesentlichen über die Länge der Schneid
schiene erstreckenden ersten Halteeinrichtung abgestützt ist
und die in der Nähe ihrer Enden durch eine mit dem Maschinen
rahmen verbundene zweite Halteeinrichtung gehalten ist, wobei
von den ersten und zweiten Halteeinrichtungen mindestens eine
in einen derartigen Klemmeingriff mit der Gegenschneidschiene
bewegbar ist, daß eine Gleitbewegung der Gegenschneidschiene
möglich ist, und wobei Hebeleinrichtungen zum Justieren der
Gegenschneidschiene bezüglich des Messerkopfes vorgesehen sind,
die mit den Hebeleinrichtungen verbundene Stellglieder
aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hebeleinrichtun
gen an die erste Halteeinrichtung (44) gelenkig angeschlossene
Hebel (46) mit ersten und zweiten Hebelabschnitten (50, 52)
aufweisen, die haltend an gegenüberliegenden seitenflächen (88,
90) der Gegenschneidschiene (40) anliegen.
2. Häckselvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß mit den ersten und
zweiten Hebelabschnitten (50, 52) der Hebel (46) Bauteile (80,
82) verbunden sind, die mit den gegenüberliegenden Seitenflächen
(88, 90) der Gegenschneidschiene (40) derart in Klemmeingriff
stehen, daß sie eine Gleitbewegung der Gegenschneidschiene (40)
gegenüber diesen Bauteilen (80, 82) bei der Einstellbewegung der
Gegenschneidschiene ermöglichen.
3. Häckselvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die den Klemmein
griff übertragenden Bauteile aus Paßstiften oder Keilstiften
(80, 82) aus Stahl bestehen, die in den ersten und zweiten
Abschnitten (50, 52) der Hebel (46) gelagert sind, wobei jeder
Paßstift oder Keilstift einen flachen Flächenabschnitt (86)
aufweist, der an einer der einander gegenüberliegenden
Seitenflächen der Gegenschneidschiene (40) anliegt.
4. Häckselvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stellglieder
(54) mit einem ersten Ende (96) mit dem Maschinenrahmen und mit
einem zweiten Ende (98) mit dem zweiten Ende (66) der Hebel (46)
verbunden sind.
5. Häckselvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die die
Gegenschneidschiene (40) über ihre Länge unterstützende erste
Halteeinrichtung (44) an ihren Stirnendflächen jeweils eine
Lagerachse (82) trägt, auf denen jeweils ein Hebel (46) gelagert
ist, so daß die Gegenschneidschiene (40) mindestens im Bereich
ihrer Enden von den ersten und zweiten Hebelabschnitten (50, 52)
klemmend erfaßt ist.
6. Häckselvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stellglieder
(54) zum Verschwenken der Hebel (46) im Bereich der Seiten
platten (56) der Häckselvorrichtung abgestützt sind.
Applications Claiming Priority (1)
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