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Beschreibung des Windkreisels (WK).
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Nach der Form und Funktion ist der neue WEK ein Kreisel mit vertikaler
Achse. Diese ist zugleich Figurenachse und meistens auch die Achse des größten Trägheitsmomentes
in des rotationssymmetrischen WK. Die Figurenachse ist bei kleinem Anlagen in der
Mitte des Kreisels fest mit ihm verbunden, steht auf der Spitze und ist unten und
seitlich gelagert analog der alten Wippwindmühle bzw. einem Karussell oder sie ist
frei im Kreisel gedacht, wenn dieser hängend-pendelnd gelagert ist und so und einen
Masten bzw. Turm sich dreht.
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Im Aufriß und von der Seite gesehen hat der freistehende WK in etwa
die Form eines auf die. Spitze gestellten Quadrates oder Rhomboids (bzw. deren Abwandlungen),
bei dem die senkrechte Diagonale aie Achse bildet (Abb.: la-h).
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Halbe WK können neben der Energiegewinnung: gleichzeitig zur Bedachung
von Wassertürmen und Hochhäusern dienen, die dann entsprechend gebaut sind. Die
Konstruktionsmerkmale der freistehenden Volikreisel und der Halbkreisel für Bedachungen
sind analog und unterscheiden sich nur im Unterbau der Stützkonstruktionen. Deshalb
gilt auch für den Halbkreisel die weitere Beschreibung des Vollkreisels: Der WK
besitzt äquatorial einen diskusähnlichen Kern bzw Hohlkreisel(HK) als Träger der
Stützkonstruktion (Abb.: 2,2 und 3.2 ). An den großen HK sind mehrere Doppelschaufeln
so angesetzt, daß je eine zylinderhufartige Hohlschaufel (Abb.: 2.3 und 3.3 ) von
den Spitzen des Kreisels her am Äquator des großen HK zusammentreffen und in eine
gemeimsame etwa halbkreisförmige Schaufel auslaufenr die dann zur Peripherie schmäler
wird (Abb.: 2.4 ). Dieses Schaufelende ist blattförmig gespalten, damit der Wind
möglichst leicht abfließt, kann aber auch einfach spitz, trapezartig oder konkav
enden.
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Durch eine Schräg- oder Schraubenform der Hohlschaufeln wird die Windlast
noch gleichmäßiger umgesetzt, d.h. zur
Peripherie geleitet und
so die Laufruhe erhört. Die Darstellungen zeigen die gerade Schaufelform.
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Durch mehr oder weniger starkes Einbiegen der oberen und unteren Kantenflächen
der Schaufelarme wird ihre konkave Form verstärkt (Abb.: 4). Auf diese Weise werden
die anströmenden Luftmassen gestaut und verichtet und aus der Kreiselmitte zur Peripherie,
d.h. zu den Enden der Schaufelarme, abgelenkt, wodurch sich der Wirkungsgrad des
WK über den längeren Hebelarm noch erhöht.
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Diese Bejchreibung. gilt sowohl für den kleinen WK mit Leistungen
Ton 10-40 kW oder auch mehr und weniger kW als auch für den Turm-WKr entsprechend
dem folgenden Beispiel.
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Beispiel: In der Abb.: 2.1 ist der 140 m hohe Windkreisel (WK) mit
einem # von ca. 140 m auf einem Stahlbeton-Hohlturm von 140 m Höhe auf Rollenlagern
sich drehend aufgehängt, bzw.
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der WK ruht auf mehreren Fahrgestellen, analog dex zweiachsigen Drehgestell
von D-Zugwagen oder Schwerlast-Transportern der Eisenbahn (Abb.: 2.6). Durch die
analoge Abfederung sind leichte Nickbewegungen, d.h. in dieses Fall Kreisel-Nutationen
möglich, entsprechend den Pendelbewegungen der Bäume bei Sturmböen.
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Das Fundament des Turmes ist bis zu einer Tiefe von 40m in dem Boden
schalenförmig gestaltet. bei einem. der Schale van 160 m. Hierbei handelt es sich
um angenommene Werte: um eine genügend große Sicherheit bei voller Belastung auch
iini SturL zu haben,. sind genaue statische Überlegungen und Berechnungen nötig.
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Die Festigkeitsauslegung für die deutsche Küste ist nach.
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Sachs und Molly (9, Setzte 58) "für Spitzenböen bis 60 m/s notwendig,
gerade auch für größere Höhen". In der Kacht vomt lo./11. Ma.rz 1982 wurden bei
orkanartigen Böen auf dem Feldberg im Schwarzwald rund 240 km/h = 66 m/s gemessen
(laut Bericht des Südkuriers, Konstanz vom 12.3.1982).
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Der Turm hat einen Aufzug mit einer inneren Weite von 20x20 m (Abb.:
2.11), um damit die Generatoren (Abb.: 2.8), etwa 4 à 12-15 MW (mit 1500 U/min und
mehr) auf die Plattform (Abb.: 2.6) des Turmss zu bringen und um diese bzw.
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Ersatzteile auf diesem Wege auszuwechseln. Etwa 4 Generatoren à 5
MW sind in den Räumen unterhalb der Turmplatte (Abb.: 2.8) unterzubringen.
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Mittels eines großen Zahnradkranzes (=Göpel) wird in (Abb.: 2.10)
die Windenergie vom inneren Rand des HK über eine Cardan-Gelenkwelle und ein Freilaufgetriebe
auf eine Schwungscheibe oder -rad übertragen und von dort an die Generatoren fast
stoßfrei weitergegeben. De Schwungscheibe fängt die wechselnden Impulse heutiger
Böen auf und moduliert sie ausgleichend.
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Die Generatoren und die Regelanlage sind durch die Außenhaut und durch
das Gehäuse des HK vor Blitz und Feuchtigkeit doppelt geschützt.
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Aus Kostengründen ist es auch möglich, auf das Getriebe und die Schwungscheibe
zu verzichten und die Generatoren direkt an ein Göpelrad zu koppeln. Das Göpelrad,
hier mit einem # von etwa 40 m, ersetzt dann das Getriebe. Die Generatoren sind
dann diametral zu koppeln.
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An den Abstütspunkten (Abb.: 2.9) fangen einstellbare, federnde Rollen-
oder Wälzlager bzw.-bänder die Nickbewegungen des WK auf, wobei ein genügender Spielraum
ringsherum zu geben ist, damit der plötzliche Druck heftiger Böen gedämpft wird.
Eine den Auto- oder Flugzeugrädern mit eing-.ebauten Bremsen analoge Konstruktion
wäre sehr geeignet.
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Das Gerüst der Schaufelarme (Abb.: 2.4;3.4;4) muß statisch so konstruiert
sein (Rohr-, Profilstreben- oder Wabenkonstruktion), daß der ganze Winddruck bei
schwersten Sturmböen bis zu 300 km/h = 83 m/s (an exponierten Standorten) von dex
WK und von TurL ohne Risiko aufgenommen werden kann (Golding, nach Nolly:9). Eine
so hohe Festigkeit.sauslegung ist trotz der damit verbundenen Kosten erforderlich,
weil die Angriffaflächen eines WK's, ob groß oder klein, nicht aus dem Wind genommen
werden können.
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Da solche Sturmböen nur selten und auch nur kurzzeitig auftreten,
kann durch Ausnutzung der höchstzulässigen Belastung der Generatoren, durch die
Luftbremsen und besonders durch das Verschiebeni von Gewichten im WK ein Überdrehen
des WEK's verhindert werden. Bei kleinen Anlagen C1o-4o kW) genügen evtl. Fliehkraftregler
in Kombination mit Scheiben-und Luftbremsen. Bei Anlagen im. MW-Bereich ist eine
elektron.-automat. Regelung mit zusätzlichen Gleichstrombremsen, gekoppelt mit Elektrolyse-Aggregaten
nötig. Trotzdem sollte im Notfall stets eine mechanische Abbremsung des WK's möglich
sein, wenn in der Elektronik Störungen auftreten. Auch eine Rücklaufeperre ist einzubauen,
worauf schon Rilau (3) hingewiesen hat.
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Auf der Spitze des WK's ist in Abb.: 2.5 ein größerer Raten für einen
Kran und eine Seilwinde mit Fahrkorb für Reinigungsarbeiten und notwendige Reparaturen
an der Außenhaut.
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vorgesehen. Der Fahrkorb wird über Führungsschienen, die an den Kanten
der Schaufelarme und am Äquator des WK's eingebaut sind, mittels einer Laufkatze
geführt. Diese Schienen dienen gleichzeitig zur Ableitung des Blitzes.
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Turm, Stützgerüst und Außenhaut des WK's müssen wetterfest und im
Küstengebiet auch gegen Salzwasser beständig sein.
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Um ein möglichst niedriges Gewicht des WK'a zu erhalten, sind Aluminium
bzw. salzwasserbeständige Alu.-Legierungen für das Stützgerüst und die Außenhaut
zu verwenden, die eine Lebensdauer von etwa 30 Jahren haben.
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Die Luftbremsen, die besonders hohen Belastungen ausgesetzt sind,
können durch Verwendung moderner Verbundwerkstoffe analog dem Flugzeugbau leicht
und sicher gemacht werden.
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Es ist auch möglich, die Außenhaut der kleinen WK aus glasfaserverstärktem
Kunststoff (GFK) herzustellen, aber mit Einfügen von Alu.-Blitzableitern.
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Unter der Außenhaut ist mittels Kunsttoffolien oder beschichtet er
Textilien ein luftdichter Zwischenraum wa schaffen, um durch Warmluft heizung eine
Schneeablagerung und Vereisung an der Außenhaut zu verhindern. Hierzu kann auch
die Abwärme der Generatoren im Kreislauf genützt werden.
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Der soeben beschriebene und in den Abb.: 2, 3 und 4 dargestellte l'urm-WK
ist nur ein Beispiel für die Möglichkeiten zum Bau von Windkreiseln (WK) hei denen
eine Nennleistung bis über 100 MW realisierbar ist, entsprechend den Porierungen
von L. Jaraß und Nitarbeitern (siehe Seite io, Zeile 6-12) -
Die
großtechnische Nutzung der Windenergie: Auf den Nutzen kleinar WEK für abgelegene
Einzelgehöfte wurde bereits hingewiesen. Dort und in der gesamten Energiewirtschaft
ist mit Hilfe des WK's eine Verbesserung der Lage möglich. "Windenergie kennt weder
Abfallprobleme, noch Abwärmeproblens, noch Brennstoffpreissteigerungen und verursacht
keine Importabhängigkeit" (L.Jaraß: 23, Seite 36).
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Bei Turmhöhen von 100-200 m und mehr ist sowohl in Küetenbereich als
auch im deutschen Mittelgebirge mit einer bei triebszeit der WK im 100 MW-Bereich
mit 6400 Betriebsstumdam pro Jahr zu rechnen, was der Jahresbetriehszeit der herkömmlichen
Kraftwerke in etwa entspricht. Dabei kann für die angegebenen Turmhöhen mit einer
durchschmittlichem Windgeschwindigkeit von 8-10 m/s im Jahr gerechnet werden (Honnef:
4; Molly: 9; Jaraß: 23).
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Somit werden durch genügend Großwindkraftanlagen dieser Art (WK) pro
Jahr beachtliche Mengen an Brennstoff (Erdgas, öl, Kohle und Uran) eingespart und
dadurch wird unsere Jahreswirtschaftsbilanz erheblich günstiger gestaltet.
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" Selbst bei gleich hohen Anlagekosten und gleichen Herstellungskosten
würden die Windkraftwerke allen anderen Kraftwerken überlegen sein, weil der Betriebsstoff
kosten, los in unerschöpflichen Mengen vorhanden ist und die Gleichmäßigkeit der
Jahrssleistung diejenige der Wasserkräfte erheblich übertrifft. " (Honnef: 4, Seite
105).
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Speicherunæ und Verwendung der überschüssigen Windenergie.
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Der Nachteil der Unstetigkeit der Windenergie läßt sich auf verschiedene
Weise ausgleichen und zwar: 1.durch Kombination mit schon vorhandenen Pumpspeicherwerken
und vorhandenen Talsperren. Eine Zielstudie hierfür wird z.Xt. von der Pa. Elektromartk,
Hagen, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Meteorologie und Klimstologie der
Universität Hannover durchgeführt. Ilierüber berichten H. Gossenberger und R. Trapp
(24).
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Die Errichtung zahlreicher Pumpspeicherwerke in Kombination mit Turm-Windkreiseln
mit einer Leistung von loo-150 MW im deutschen Mittelgebirge entlang der großen
Flüsse ist wirtschaftlich sinnvoll und nutzbringend, wie bereits die Pumpspeicherwerke
der Bundesbahn zeigen.
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Staatliche Investitionen dieser Art wären z.Zt. eine wichtige Aufgabe,
um die Arbeitslosigkeit zu mindern.
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2.Durch den Strom der Windkraftwerke könnten in allen nahegelegenen
Städten und Dörfern die Wohnungen und öffentlichen Gebäude mittels Nachtspeicheröfen
geheizt werden, oder in Kombination mit den bisherigen Heizungsarten über Warmwasserspeicher
und zwar über das schon vorhandene Leitungsnetz der Elektrizitäts- und uberlandwerke.
Damit würde weiternin eine merkliche Brennstoff- und Deviseneinsparung erzielt.
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3.Für die Sommermonate würde das geringere, aber an der Küste noch
reichliche Angebot an Wind energie die Elektrolyse on Wasser zu Wasserstoff (H2)
und Sauerstoff (02) ermöglichen. Wasserstoff könnte dem Erdgas zum direkten Verbrauch
beigemischt werden und uns vom Import dieser Energie entlasten und so die Handelsbilanz
verbessern, entsprechend den Vorstellungen von Molly (9), Jaraß und anderen (23),
Bohn (26), W.E.Heronemus (27).
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4.Wasserstoff ließe sich erstmals zu einem günstigeren Preise herstellen
und wäre als umweltfreundlicher Kraftstoff verfügbar, zumal entsprechende Automotore
schon erprobt. werden, um die Luft im Stadtverkehr zu verbessern. Außerdem. würde
so die Öleinfuhr vermindert.
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5.3illiger Wasserstoff würde die chem, Industrie zur Herstellung vieler
neuer Produkte anregen und die Erzeugung mancher altbewährter Stoffe wie z,B, Düngemittel
und andere NH3-Produkte erleichtern. NH3 in Wasser gelöst (=Salmiak) wäre mit 5300
kcal/l zur Speicherung und nach Katalyse zu N2 + 3H2 als Treibstoff geeignet 6.Als
beste Speicherung wäre die Anlagerung von Wasserstoff (H2) an Kohle und an Schweröl
(= Hydrierung) zu nennen, die im Benzin und im Dieselöl die höchste Energiekonzentration
aufweisen. Auch würde die bisherige Hydrierung der Kohle vereinfacht und verbilligt.
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In diesem Zusammenhang wäre auch die Verbesserung der Erdölgewinnung
zu nennen; denn durch Hineinpressen von H2 in die versiegenden Ölquellen ließe sich
deren Ausbeute wahrscheinlich mehr erhöhen als mit Wasserdampf.
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Hierbei ließe sich auf diese Weise 112, in großen Mengen unterirdisch
speichern.
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7.Als weitere Speichermöglichkeit für Windenergie weisen Molly (9)
und Jaraß (23) auf ein Druckluftspeicherwerk nahe Huntorf bei Bremen hin; doch könnte
statt der Luft auch reiner Sauerstoff, der bei der Elektrolyse des Wassers gewonnen
wird, in den unterirdischen Speicher gedrückt werden und getrennt davon ebenso Wasserstoff,
um beide beim Betrieb der Gasturbine zur Deckung der Spitzenlast einzusetzen.
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Verbesserung der Wasserwirtschaft Schon vor loo Jahren hatte die Windenergie
für die Wasserwirtschaft weltweit eine grobe Bedeutung erlangt. Mit Hilfe des WK.
wird die Windkraft diese Stellung wiedergewin nen, da sie auf die Dauer kostengünstiger
ist und zwar: 1 .für den Wassertransport in vielen Gebieten der Erde: a.zur Speicherung
(Speicherbecken, Hochbehälter); b.zur Bewässerung in den wärmeren Zonen; czur Entwässerung
(zFB. in den Niederlanden); 2.für die Bereitstellung und Aufbereitung von Trinkwasser
mittels Sauerstoff (O2) und Ozon 3.zur Wiederaufbereitung der Abwässer, Seen und
Flüsse mittels Luft bzw 02 und 4.zur Entsalzung von Meerwasser nach der Art der
ungekehrten Osmose, wie sie von Fries, Borchers und Petersen ausführlich dargestellt
wird (25y.
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Die günstigste Nutzung der Windenergie ist der direkte Verbrauch des
erzeugten elektrischen Stromes in einem Verbundnetz, wie es Honnef (4), Molly (9)
und Jaraß und Mitarbeiter (23) fordern; denn jede Umwandlung der Energie zwecks
Speicherung bringt Verluste mit sich. Der direkte Verbrauch der Windenergie anstelle
der konventionell erzeugten elektr. Energie spart Brennstoff und weitere darauf
aufgebaute Kraftwerke (23).
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Vorteile Die Erteilung eines Patents gemäß den Ansprüchen 1-11 für
den hier dargestellten WK wird aus folgenden Gründen bw wegen dieser Vorteile beantragt:
1.Der WK ist unabhängig von der Windrichtung und wird von den freiumströmenden Luftmassen
in Rotation versetzt, wobei plötzliche Änderungen der Windrichtung bei starke Böen
für den WK ungefährlich sind, sodaß auch die Windkraft in Höhen von loo-Soo m genützt
werden kann, wodurch die Wirtschaftlichkeit sich wesentlich verbessert.
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Durch seine Kreiselform ist er statisch und dynamisch gegen Sturmböen
bis zum Orkan ( 330 km/h ) stabil und daher für fast alle Klimazonen geeignet.
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3.Durch. seine relativ einfache Bauweise läßt er in den verschiedenen
Variationen, in allen sinnvollen Größenordnungen und auch über den loo. MW-Bereich
hinaus höchste Sicherheit und keine größeren Schwierigkeiten im Betrieb erwarten.
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4.Eine im 3au oder im Betrieb in Erscheinung tretende Unwucht läßt
sich gerade wegen der Kreiselform durch Anbringen von Gewichten ausgleichen.
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5.Die drei oder vier halbkreisförmig.en Schaufelarme geben dem WK
ein großes Drehmoment und gleichzeitig ein grobes Trägheitsmoment, sodaß ein leichtes
Anlaufen bei schwachem Wind (2-3 m/s) als auch ein relativ ruhiger Lauf in Sturm
zu erwarten ist.
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6.Durch die Kreiselform ist in einfacher Weise eine Regelung der Drehzahl
möglich: a.durch Verschieben von Gewichten im Kreisel mit Hilfe von Stellmotoren,
elektronisch und notfalls von der Hand; b.mittels Luftbremsen ( Spoiler ); :.durch
Zuschalten verschiedener Generatoren.
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7.Der TurmrWK ermöglicht den Einbau mehrerer Generatoren mit terschiedenen
Leistungsbereichen, die elektronisch dem jeweiligen Windaufkommen entsprechend und
auf die Drehzahl abgestimmt zu- oder abgeschaltet und außerdem noch variabel erregt
werden können. Auf diese Weise läßt sich eine möglichst hohe Energieausbeute des
Windes im Bereich von 3-20 m/s Windgeschwindigkeit erzielen, wodurch im Inselbetrieb
das Aufladen der Batterien weitgehend gesichert ist., im Gegensatz zu den Schnelläufern.
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8,In windstarken Gebieten ist bei Großanlagen auch die Nutzung höherer
Windgeschwindigkeiten durch stufenloses Zuschalten der Elektrolyse-Aggregate möglich.
In Konbination mit Gleichstrombremsen wird auch im Sturm ein Überdrehen verhindert
und noch Energie gewonnen.
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9.Die Kraft wird nicht an einer Nabe, sondern am inneren Umfange
des WK bzw. HK nach Art eines Göpels abgenommen, sodaß auf ein besonderes Getriebe
evtl. verzichtet werden kann.
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lo.Der WK als Langsamläufer (1-5 U/min) benötigt keine großen Sicherheitszonen
und verursacht keine störenden Windgeräusche.
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11.Die einem offenen Zylinderhuf ähnliche Form der Hohlschaufeln gestattet
auf einfache Weise eine brauchbare Berechnung der gewünschten und der am Standort
zu erwartenden Leistungsbereiche.
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12.Der WK bietet mit der konkaven Seite seiner Schaufelarme dem Winde
eine große Widerstandsfläche und mit der konvexen Seite eine doppelt bis drei- oder
viermal so große Auftriebsfläche, sodaß bei genügender Windgeschwindigkeit, wie
etwa dem Jahresmittel, die durch den Widerstand (cPW= 0,15) und Auftrieb (cPa= 0,3
- 0,45) aufgenommene Energie pro Schaufelarm und Kreiseldrehung (00 -1800) sich
addieren bzw. mit Zunahme der Windgeschwindigeit potenzieren; so läßt sich die Kapazität
des WK relativ einfach ermitteln. Umgekehrt ist auf diese Weise von der gewünschten
Energie und dem zu erwartenden Windaufkommen ausgehend die erforderliche Größe des
WK zu errechnen. Hierbei ist für wind schwache Gebiete die konkave Fläche der Schaufelarme
entsprechend größer und die konvexe Fläche kleiner zu wäillen, bzw. für windstarke
Gebiete umgekehrt.
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Da große Windkraftanlagen vorzugsweise in wind starken Regionen errichtet
werden, erhöht sich für den WK der Leistungsfaktor c zusätzlich; a.durch die Verdichtung
der Windkraft in den Hohlschaufeln und deren Ableitung über die langen Schaufelarme;
b.durch den Magnuseffekt, indem der umströmenden Luftmasse strudelartig Energie
entzogen wird, auch im Bereich von 900 - t70G bzw. 560°;
c.durch
die Fliehkraft, die zwar zentrifugal nach außen hin wirkt, jedoch d.durch die Corioliskraft
vektorial additiv bzw. potenzierend als Drall das Drehmoment verstärkt (Pohl:28).
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13.Aus diesen Gründen ist der Wirkungsgrad pro SchatNelarm des WK
mit cp = o,45 - 0,6 anzusetzen und auf die Gesamtfläche. bezogen mit cp = o,2 -
0,3.
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Ob Messungen an Modellen im Windkanal die zusätzlichen Krafteinwirkungen
gemäß 12a-d erfassen können, erscheint wegen der geringen Größenverhältnisse zweifelhaft.
Doch ist nach Just (4) auch für den WK ein höherer, das Betz sche Limit überschreitender
Wirkungsgrad zu erwarten. Die zuletzt. unter 12a-d angeführten Zu, satzkräfte (=Synergismen)
treten bei Windkreiseln mit 4 Schaufelarmen stärker in Erscheinung, d.h. sie werden
die Leistung des WK mächtig verbessern.
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BeschreIbung der Zeichnung Zum leichterell Verständnis der ratentanspruche
1-11 dienen die beigefügten Zeichnungen 1-4. So zeigen die Abb.: la-h verschiedene
Typen des WK, bei denen ein Turm, Masten oder anderer Unterbau den vollen WK trägt,
ausgenommen in der Abb.: if trägt ein Wasserturm einen halben WK und in der Abb.:
ig ersetzt ein halber WK gleichzeitig das Dach eines Hochhauses.
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Abb.: 2 zeigt im Frontalabschnitt einen Turm-WK, bei welchem der Turm
(i) und aufgerollter Schaufelarm (4) verkürzt dargestellt sind.
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Abb.: 3 zeigt einen Schnitt durch den Äquator des WK, welcher in:
6 die Plattform des Turmes mit dem Vierrad-Fahrgestell, in: 2 den Ring des diskusartigen
Hohlkreisels und in: 4 die drei Schaufelarme mit der jeweiligen Hohlschaufel:- 3
erkennen läßt.
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Abb.: 4 zeigt die Schnitte: C1-D1 und C2-D2 bzw. A1-B1 und A2-B2 durch
eine Hohlschaufel, die in Abb.: 2 bzw. 3 durch punktierte Linien zu erkennen sind.
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Es bezeichnen also: 1: Turm mit Schalenfuß und Kopf, 2: diskusförmiger
Hohlkreisel, 3: polaroid- bzw. zylinderhufartige Hohlschaufeln, 4: Schaufelarm,
5: Raum für Kran und Seilwinde mit Fahrkorb, 6: Turmplatte mit abgefederten Rollen-
oder Wälzlagern, bzw. Vierrad-Fahrgestellen, 7: Schwungscheibe mit Cardangelenkwelle,
Freilauf und automatischem Getriebe, 8: Räume für Generatoren und Regeltechnik,
9: Seitendruck- bzw. kollenlager an den Abstützpunkten, 10: Göpel-Zahnradkranz bzw.
Schlupfring, 11: Aufzug 20 x 20 m.
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Die angegebenen Nennleistungen stellen nach Betz (2) angenäherte Werte
dar, die in Wirklichkeit höher liegen werden (Just nach Molly (9)).
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Großtechnische Nutzungsmöglichkeiten für die Elektrizitätsversorgung; Beitrag in:
Seminar Windenergie der KFA Jülich vom. 12. September 1974r S.117 28 Pohl,R.W.:
Einführung in die Physik. Erster Band: Mechanik und Akustik; Berlin Verlag Julius
Springer 193c, S.1o8
Inhaltsverzeichnis zum Patentantrag für den
Windkreisel Titelblatt Seite 1 Inhaltsverzeichnis Seite 2 Patentansprüche Seite
3 - 4 Zum Stand der Technik für Windenergiekonverter Seite 5 - 8 Problemstellung
Seite, 9 - 10 Problemlösung Seite 11 Beschreibung des Windkreisels (Wg) Seite 12
- 13 Beispiel Seite 14 - 16 Technische Anwendung/Rutzung der Windenergie und Speicherung
Seite 17 - 2o Vorteile des Windkreisels Seite 20 - 23 Beschreibung der Zeichnungen
Seite 24 Zeichnungen Seite 25 Zusammenfassung Seite 26 Literaturverzeichnie Seite
27 - 29