DE339597C - Bootsantriebsvorrichtung - Google Patents
BootsantriebsvorrichtungInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H16/00—Marine propulsion by muscle power
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Description
- Bootsantriebsvorrichtung. Die Erfindung bezieht sich auf eine leicht an jedem Boot anzubringende Rudervorrichtung und bezweckt, eine Einrichtung dieser Art zu schaffen, vermöge welcher das Boot selbst von des Ruderns unkundigen Personen ununterbrochen gleichmäßig- vorwärts und rückwärts bewegt sowie gleichzeitig durch die von einer oder mehreren Personen von Hand oder Fuß zu beeinflussende- Antriebsvorrichtung gesteuert werden kann.
- Zu diesem Behuf ist die Bootsantriebsvorrichtung nach vorliegender Erfindung mit an Lenkern geführten, durch Kurbeln bewegte Schaufeln versehen, deren Antrieb durch einen in der Längsrichtung des Bootes schwingenden Hebel erfolgt. Dieser Hebel kann um seine Längsachse gedreht werden und bewirkt hierdurch-zugleich eine Verdrehung der Schaufeln um ihre Längsachse zum Zwecke des Steuerns des Bootes. Boote mit Antriebsvorrichtungen, die aus zwei Rudern bestehen, deren eines in das Wasser taucht, nachdem das andere dasselbe verlassen hat, sind bereits bekanntgeworden. Auch hat man schon vorgeschlagen, die Schaufeln mit ihren Antriebsorganen in der Höhe verstellbar einzurichten, jedoch ist es bisher noch nicht gelungen, eine Einrichtung zu schaffen, die die Maßnahmen, die, wie angedeutet, das Wesen der Erfindung ausmachen, in ihrer Gesamtheit aufweisen.
- Die neue Einrichtung bietet die Möglichkeit, ein Boot durch die Bewegung ein und desselben Hebels nicht nur wie dargelegt vorwärts und rückwärts zu bewegen, sondern es auch zu steuern, wobei als Vorteil noch zu erwähnen ist, daß die das Boot antreibende Person- sich mit dem Gesicht nach der Fahrtrichtung befindet. Im übrigen sind aber die Bewegungen, die ausgeführt werden, mit denen des gewöhnlichen Ruderns nahezu identisch. Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und es ist Fig. i eine abgebrochene, teilweise. geschnittene Ansicht eines Bootes mit der daran angeordneten Rudervorrichtung gemäß der Erfindung Fig. 2 die Draufsicht auf die Fig. i und Fig. 3 eine Einzelansicht des Ruders.
- Auf dem Boden eines beliebigen Bootes i ist ein Lagerbock 2 befestigt, in dem eine aufwärts sich erstreckende Hülse 3 schwingbar gelagert ist. Nahe dem oberen Ende der Hülse 3 ist eine Zugstange 5 angelenkt, deren freies Ende an dem einen Arm eines an der festen Querwelle 7 drehbar gelagerten Doppelhebels 6 befestigt ist. Mit dem andern Arm des Doppelhebels 6 ist eine Zugstange 8 verbunden, die ihrerseits an dem einen Zapfen einer Doppelkurbel g, g' befestigt ist. Die Doppelkurbel g, g' ist in einem Lager 25 angeordnet, welches mittels Streben 26 von dem Lager 27 gehalten wird. Die Enden der Streben 26 sind an der in der Querrichtung des Bootes befestigten Welle 7 angelenkt. Auf jedem der Zapfen der Doppelkurbel g, g' ist eine Hülse 1i, 1i' schwingbar gelagert, in welchen die Ruder io, 1o' verstellbar angeordnet sind, An dem oberhalb der Hülsen 1i, 1i' liegenden Teil der Ruder io, io' sind Hebel 17, 1T befestig, die durch Stangen 16 mit den freien Enden eines Doppelhebels 15 verbunden sind. Der Doppelhebel 15 ist in seiner Mitte fest auf einer innerhalb des Bootes annähernd vertikal gelagerten
Die Wirkungsweise der Rudervorrichtung ist wie folgt Durch geeignete Hin- und Herbewegung des Handhebels q. in Richtung der Pfeile 22 (Fig. i) wird die Doppelkurbel g, g' durch das Gestänge 6, 6 und 8 bei der Vorwärtsfahrt in der in Fig. i angedeuteten Pfeilrichtung in Umdrehung versetzt. Durch diese Umdrehung der Doppelkurbel g, g' werden die Hülsen il, ii' und mithin die mit ihnen verbundenen Ruder io, io' ebenfalls in Umdrehung versetzt, doch können die Ruder io, io' keine kreisförmige Bewegung ausführen, da sie hieran durch die Stangen 12, 1.2' gehindert werden. Infolge Anordnung dieser beiderseits drehbar gelagerten Stangen 12, i2' erhalten die Ruder io, io' gleichzeitig mit ihrer Umdrehungsbewegung eine hin und her gehende Bewegung in der Längsrichtung des Fahrzeuges, und ihre freien Enden bewegen sich mithin nach der in Fig. i in strichpunktierten Linien angedeuteten Ellipse. Wie aus Fig. i ohne weiteres ersichtlich ist, ist die ganze Anordnung so getroffen, daß der größere Teil der Bewegungsbahn der Ruder unterhalb des Wasserspiegels liegt, so daß das eine Ruder iö' beispielsweise in das Wasser eintaucht, bevor das Ruder io das Wasser wieder verläßt. Die Folge hiervon ist eine ununterbrochene und stets gleichmäßige .Bewegung des Bootes. Um das Boot nach rechts oder links zu steuern, ist es lediglich erforder-' den Handgriff q.' nach der einen oder än-@deren: Richtung zu drehen, wodurch infolge der Stäiig'en 2o der Doppelhebel ig und unter Ver-'_ #ittlüng der Welle -i8 ebenfalls der Doppelhebel fg gedreht. wird. Hierdurch werden die Stangen z6 entsprechend verschoben, wodurch wiederum infolge der Hebel 17, 17' die Ruder io, io' in ihren zugehörigen Hülsen ii, ii' gedreht werden, - . - Wie bereits oben angedeutet worden ist, kann durch- geeignete Einstellung der Rudervorrichtung das Boot vorwärts und rückwärts bewegt werden und ebenso kann das Boot auch durch zwei:. oder mehrere Personen getrieben werden, in welchem Falle nur mehrere hintereinanderliegende und miteinander durch Zugstangen verbundene Handhebel q: vorgesehen zu'werden brauchen. Ebenfalls kann der Handbetrieb durch Fußbetrieb ersetzt: oder das Boot gewünschtenfalls auch auf maschinellem Wege getrieben werden.
- Da die ganze Rudervorrichtung in der Längsrichtung des Bootes außen angeordnet ist, wird die Breite des Bootes nicht vergrößert, so daß es möglich ist, durch die schmalsten Gewässer und Schleusen. in der gewöhnlichen Weise hindurchzurudern.
- Die Ruder io, ia' sind in. der Höhenlage einstellbar derart, daß der Hub des Ruders. und mithin die Geschwindigkeit - des BÖQteS gewünschtenfalls vergrößert und, verkleinert werden kann.
Claims (1)
- PAT-ENT-ANsP1tTJ=CH: Bootsantriebsvorrichtung-mit an Lenkern geführten, durch Kurbeln bewegte Schaufeln, dadurch gekennzeichnet, daß - der Antrieb durch einen in- der Längsrichtung -des Bootes schwingenden Hebel erfolgt, der durch dessen Drehung um seine Längsachse die Schaufeln für. die Zwecke des Steuerns um ihre Längsachse verdrehen kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE339597T | 1920-01-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE339597C true DE339597C (de) | 1921-07-29 |
Family
ID=6223809
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920339597D Expired DE339597C (de) | 1920-01-07 | 1920-01-07 | Bootsantriebsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE339597C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2628586A (en) * | 1949-05-10 | 1953-02-17 | Hoffman Henry | Trolling propelling means for boats |
-
1920
- 1920-01-07 DE DE1920339597D patent/DE339597C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2628586A (en) * | 1949-05-10 | 1953-02-17 | Hoffman Henry | Trolling propelling means for boats |
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