DE339120C - Vorrichtung zur Messung der Absorptionsfaehigkeit - Google Patents
Vorrichtung zur Messung der AbsorptionsfaehigkeitInfo
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Description
- Vorrichtung zur Messung der Absorptionsfähigkeit. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Messung der Adsorptionsfähigkeit, bestehend aus einem kalibrierten Gefäß mit seitlichem Manometerrohr, am unteren Gefäßende sich anschließendem Quecksilbereinführrohr und am oberen Ende befindlicher Rohrleitung zum Adsorptionsgefäß sowie zum Gas- und Vakuumpumpenanschluß.
- Das Neuheitsmerkmal der Erfindung besteht darin, daß das Adsorptionsgefäß durch Häkchen und Federn drehbar an dem Zuflußrohr befestigt ist sowie eine flache, runde Form und einen in der Mitte leicht nach innen oder außen gedrückten Boden besitzt.
- Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung in Fig. i durch eine Vorderansicht und in Fig. 2 durch eire nach Linie 2-2 der Fig. i geschnittene Seitenansicht.
- An dem oberen Ende des kalibrierten zylindrischen Glasgefäßes A schließt sich ein T-förmiges Glasrohr mit dem Einweghahn Bi und B2 an. An dem Hahn B2 schließt sich ein nach unten ungebogenes Glasrohr mit dem Schliff C an. Mittels des letzteren ist das zur Aufnahme des Prüfgutes dienende Adsorptionskölbchen D luftdicht angeschlossen. An dem Schliff C sowie an dem Kölbchen D befinden sich je zwei Glashäkchen Cl, an denen zwei Drahtfedern C2 befestigt sind, welche das Kölbchen D halten und den Schliff C während des Versuches drehbar machen.
- DasAdsorptionskölbchen D hat, von der Seite gesehen, eine flache, runde Form. Die Breite des Adsorptionsgefäßes ist bedeutend größer als die Höhe. Der ebene, runde Boden des Gefäßes ist elastisch. Dies wird dadurch erreicht, daß derselbe in der Mitte leicht nach innen oder außen gekrümmt ist.
- Durch die fast ebene, leicht geschwungene Bödenfläche von großem Durchmesser wird erreicht, daß sich die Substanz gut und gleichmäßig auf dem Boden verteilt, was für die Bestimmung der Adsorptionsleistung und zur Erhaltung gleichmäßiger Meßergebnisse wesentlich ist. Die Elastizität des Bodens und die Drehbarkeit des Kölbchens D gestattet die Substanz während der Messung durch Klopfen umzulagern, wodurch gute Meßergebnisse erzielt werden.
- Das Adsorptionsgefäß D ist bis zum Hahn B2 ausgemessen bzw. kalibriert.
- An dem Einweghahn BI schließt sich der Dreiweghahn E mit den Glasrohransätzen F, G an. Von dem Glasrohransatz F aus geht es zur Hochvakuumpumpe, und von dem Dreiweghahn G aus kann Luft oder das zu untersuchende Gas zugelassen werden. Am unteren Ende des kalibrierten zylindrischen Glasgefäßes A befindet sich der Einweghahn H, an welchem sich das umgebogene Rohr K mit dem zylindrischen Rohr T anschließt. Letzteres läuft in die weitere Kugel W mit dem Mündungsrohr P und dem Zweiweghahn 0 aus, von dem Rohr P geht es zur Vakuumpumpe oder zur Atmosphäre.
- Am unteren Ende des Glasrohres A sitzt oberhalb des Hahnes H das engere graduierte GlasrohrL, welches nach oben geht und parallel zur Außenwandung des Glaszylinders A läuft.
- Das Rohr L, welches auch geneigt sein kann, trägt am oberen Ende den Einweghahn M oder ist zugeschmolzen. Bei Ingebrauchnahme der Vorrichtung Nvird das zylindrische Rohr T durch das Mündungsrohr P mit Quecksilber gefüllt, welches durch Öffnen des Hahnes H in das Glasgefäß A bis unterhalb der Einmündung des Rohres L eingelassen wird. Alsdann werden die drei Einweghähne H, B2, 1II geschlossen, der EinweghahnBl wird hierauf geöffnet und der Dreiweghahn F_ mit dem Rohr F in Verbindung gesetzt sowie nunmehr durch letzteres auf Hochvakuum ausgepumpt. Schließlich wird der Einweghahn H langsam geöffnet.
- Hierdurch gelangt das Quecksilber in das Glasgefäß 4 und das engere Rohr L. Hat das Quecksilber die Marke x erreicht, so "wird der Einweghahn H abgestellt. Das Quecksilber steht, solange Hochvakuum herrscht, in dem Glasgefäß A und dem engeren Rohr L gleich hoch. Nun wird der Atmosphärendruck in dem Glasgefäß A dadurch hergestellt, daß der Dreiweghahn E auf Luft gestellt wird. Hierdureh steigt das Quecksilber in dem engeren Rohr L hoch, und der Apparat ist nunmehr zur Messung gebrauchsfertig, welche in nachstehender Weise erfolgt.
- Die zu prüfende Substanz wird in KölbchenD genau abgewogen und letzteres mit dem- Prüfgut wieder durch den Schliff C nebst Federn C2 befestigt. Hierauf werden die beiden Einweghähne BI und B2 geöffnet und der Dreiweghahn E mit dem GlasrohransatzF in Verbindung gesetzt; der Einweghahn H ist geschlossen. Alsdann wird das Kölbchen D und das Glasgefäß A auf Hochvakuum ausgepumpt. Nunmehr wird der Einweghahn B2 geschlossen.
- Durch Umstellen des Dreiweghahnes E wird das Adsorptionsgas in das evakuierte Glasgefäß A eingelassen und der Einweghahn B1 geschlossen. Das zur Messung angewandte Volumen Gas kann man dadurch variieren, daß tnan den Einweghahn H öffnet und durch das Mündungsrohr P Quecksilber aus dem Glasgefäß A heraussaugt.
- Das Volumen an Gasgefäß A und der Druck y An dem engeren Rohr L wird abgelesen. Als-=iann wird der Einweghahn B2 geöffnet; hierdurch dringt das Gas mit großer Schnelligkeit in das evakuierte Kölbchen D ein. Die Adsorption findet nun statt: das Prüfgut saugt da's Gas in sich ein und der Druck fällt (gemessen im Rohr L) von y auf z. Nach beendeter Adsorption wird wieder Volumen und Druck abgelesen sowie aus dem Unterschied der abgelesenen Drucke und Volumina die adsorbierte Gasmenge berechnet.
- Zur Bestimmung der Adsorptionsgeschwindigkeit wird gleichzeitig mit dem Öffnen des Einweghahnes B2 eine.Stoppuhr in Gang gesetzt und das Fallen der Quecksilbersäule im Rohr L von y auf z in bestimmten Zeiteinheiten beobachtet.
Claims (2)
- PATENT-ANsPRÜcHE: z. Vorrichtung zur Messung der Adsorptionsfähigkeit, bestehend aus einem kalibrierten Gefäß mit seitlichem Manometerrohr, am unteren Gefäßende sich anschließendem Quecksilbereinführrohr und am oberen Ende befindlicher Rohrleitung zum Adsorptionsgefäß sowie zum Gas- und Vakuumpumpenanschluß, dadurch gekennzeichnet, daß das Adsorptionsgefäß (D) durch Häkchen (Cl) und Federn (C2) -drehbar an dem Zuflußrohr (C) befestigt ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß das Adsorptionsgefäß (D) eine flache, runde Form und einen in der Mitte leicht nach innen oder außen gedrückten Boden besitzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE339120T | 1919-10-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE339120C true DE339120C (de) | 1921-07-13 |
Family
ID=6223307
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919339120D Expired DE339120C (de) | 1919-10-17 | 1919-10-17 | Vorrichtung zur Messung der Absorptionsfaehigkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE339120C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2692497A (en) * | 1949-03-08 | 1954-10-26 | Sinclair Res Lab Inc | Adsorption isotherm determination |
| US2729969A (en) * | 1951-04-26 | 1956-01-10 | American Cyanamid Co | Method for automatic measurement of surface area and pore volume |
| US2788657A (en) * | 1953-11-20 | 1957-04-16 | American Cyanamid Co | Method for surface area and pore volume measurement by desorption |
-
1919
- 1919-10-17 DE DE1919339120D patent/DE339120C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2692497A (en) * | 1949-03-08 | 1954-10-26 | Sinclair Res Lab Inc | Adsorption isotherm determination |
| US2729969A (en) * | 1951-04-26 | 1956-01-10 | American Cyanamid Co | Method for automatic measurement of surface area and pore volume |
| US2788657A (en) * | 1953-11-20 | 1957-04-16 | American Cyanamid Co | Method for surface area and pore volume measurement by desorption |
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