DE339043C - Einrichtung zur Verbesserung des Wirkungsgrades von Stationen fuer drahtlose Telegraphie - Google Patents
Einrichtung zur Verbesserung des Wirkungsgrades von Stationen fuer drahtlose TelegraphieInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01Q—ANTENNAS, i.e. RADIO AERIALS
- H01Q1/00—Details of, or arrangements associated with, antennas
- H01Q1/12—Supports; Mounting means
- H01Q1/14—Supports; Mounting means for wire or other non-rigid radiating elements
Landscapes
- Details Of Aerials (AREA)
Description
Wenn sich bei Stationen für drahtlose Telegraphie im Felde zwischen Antenne und
Gegengewicht oder Erde schlechte Leiter befinden, wie sie z. B. durch eiserne Maste,
Hütten, Häuser o. dgl. gebildet werden, so verläuft ein Teil der elektrischen und magnetischen
Kraftlinien in diesen schlechten Leitern, und es wird infolge des hohen und wechselnden
Ohmschen Widerstandes dieser Leiter ein Energieverlust hervorgerufen, der erstens beträchtlich
und zweitens seinem Betrage nach variabel ist.
Zur Vermeidung dieser Nachteile hat man derartige schlechte Leiter mit einer gut leitenden
Oberfläche versehen oder unmittelbar über denselben gute Leiter, z. B. Kupferdrähte,
angebracht, welche die Kraftlinien von den schlechten Leitern abhalten sollen. Wie die
Erfahrung zeigt, gelingt dies mit den hekannten Anordnungen nur in sehr unvollkommener
Weise. Wesentlich bessere Resultate werden erzielt, wenn man, wie es gemäß der Erfindung
geschieht, die guten Leiter nicht unmittelbar an die schlechten Leiter legt, sondem
in geeigneter Entfernung von ihnen über diesen derart ausspannt, daß sie die schlechten
Leiter in ihrer ganzen Ausdehnung umgeben, so daß also kein für den Wirkungsgrad der
Anlage zu großer Betrag von Kraftlinien in die schlechten Leiter hineingelangt.
Die Entfernung, in welcher die guten Leiter von den schlechten gehalten werden müssen,
richtet sich hierbei nach zwei Gesichtspunkten.
Wählt man diese Entfernung sehr groß, so kann der Abstand der einzelnen Leiter untereinander
verhältnismäßig groß, ihre Anzahl aber entsprechend gering sein, dagegen bedingt
diese Konstruktionsart erhebliche Auslagekonstruktionen zum Tragen der guten Leiter. Will
man diese vermeiden und die Entfernung der guten Leiter von dem schlechten Leiter also
kleiner wählen, so muß man ihre Anzahl vergrößern.
Weiterhin richtet sich das Verhältnis de3 Abstandes zur Anzahl der Leiter auch nach
dem Verhältnis der Strahlungsdämpfung der Antenne zur schädlichen Dämpfung, die durch
die schlechten Leiter bedingt wird. Ist die letztere klein oder nur von derselben Größenordnung
wie die erstere, so wird man bei gleicher Leiterzahl den Abstand derselben vom schlechten Leiter geringer wählen als für den
Fall, daß die schädliche Dämpfung sehr viel größer ist als die Strahlungsdämpfung.
Erfahrungsgemäß genügt ein verhältnismäßig geringerer Abstand von etwa einem Dezimeter
oder Bruchteile eines Meters, je nachdem, wie groß der gegenseitige Abstand der guten Leiter
ist.
Es wird sich im allgemeinen als ausreichend erweisen, wenn die gegenseitige Entfernung
der einzelnen Schutzleiter nicht größer ist als der doppelte Abstand der einzelnen Schutzleiter
vom schlechten Leiter.
Die Fig. χ und 2 zeigen in Seitenansicht und Aufsicht ein Ausführungsbeispiel der Er-
findung an einer Schirmantenne mit eisernem Gittermast.
Es bezeichnen in den Figuren die Buchstaben m, m die Gittermasten, a, a die Antennendrähte,
s, s die Schutzleiter, f die Antennenzuführung. Das Schutzleitersystem ist
. nur am Mittelmast gezeichnet, kann naturgemäß aber an allen Masten Anwendung finden.
In der Fig. ι ist auch dargestellt, wie
ίο das Scnutzleitersystem über das Stationshaus h
hinweggeführt ist. In der Fig. 2 ist für die gegenseitige Entfernung b der Schutzleiter der
oben angegebene Wert gewählt, welcher etwas weniger als das Doppelte der Entfernung a
der Schutzleiter vom Mast beträgt,
Die Erfindung kann bei allen Arten von Sendergebilden mit Vorteil angewendet werden,
insbesondere auch bei Stationen auf Flugzeugen, bei denen die zwischen Antenne und Gegengewicht
liegenden Konstruktionsteile des Flugzeugs häufig schlechte Leiter darstellen.
Claims (2)
1. Einrichtung zur Verbesserung des Wirkungsgrades von Stationen für drahtlose
Telegraphie, bei denen sich im Felde zwischen Antenne und Gegengewicht schlechte Leiter befinden, dadurch gekennzeichnet,
daß die schlechten Leiter zum Schutz gegen das Auf treffen von Kraftlinien
in ihrer ganzen Ausdehnung von guten Leitern, z. B. Kupferdrähten, in einem relativ großen, durch das Verhältnis
der Strahlungsdämpfung zur schädlichen Dämpfung bestimmten Abstande umgeben
sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entfernung der
guten Leiter untereinander nicht wesentlich größer ist, als das Doppelte der Entfernung
der guten Leiter von den schlechten Leitern.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE339043T | 1917-07-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE339043C true DE339043C (de) | 1921-07-12 |
Family
ID=6223193
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1917339043D Expired DE339043C (de) | 1917-07-29 | 1917-07-29 | Einrichtung zur Verbesserung des Wirkungsgrades von Stationen fuer drahtlose Telegraphie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE339043C (de) |
-
1917
- 1917-07-29 DE DE1917339043D patent/DE339043C/de not_active Expired
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