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DE338735C - Verfahren zur Darstellung komplexer Eisenverbindungen der Phosphorsaeureester hoeherer aliphatischer Polyhydroxylverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung komplexer Eisenverbindungen der Phosphorsaeureester hoeherer aliphatischer Polyhydroxylverbindungen

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Publication number
DE338735C
DE338735C DE1918338735D DE338735DD DE338735C DE 338735 C DE338735 C DE 338735C DE 1918338735 D DE1918338735 D DE 1918338735D DE 338735D D DE338735D D DE 338735DD DE 338735 C DE338735 C DE 338735C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compounds
phosphoric acid
iron
acid esters
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1918338735D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co filed Critical Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
Application granted granted Critical
Publication of DE338735C publication Critical patent/DE338735C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H11/00Compounds containing saccharide radicals esterified by inorganic acids; Metal salts thereof
    • C07H11/04Phosphates; Phosphites; Polyphosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung komplexer Eisenverbindungen der Phosphorsäureester höherer aliphatischer Polyhydroxylverbindungen. Es wurde gefunden, daß. man beim Behandeln der Phosphorsäureester höherer aliphatischer Polyhydroxylverb,indüngen mit Eisenverbindungen in Gegenwart von Alkalien zu komplexen Eisenverbindungen gelangt. Diese neuen Körper vereinigen die wertvollen therapeutischen Eigenschaften der,genannten Phosphorsäureester und des Eisens. -Zu ihrer Darstellung verfährt man zweckmäßig in der Weise, daß man die normalen Eisensalze der Phosphorsäureester von aliphatischen Polyhydroxylverbindungen darstellt und diese dann durch Behandlung mit Alkalien in die komplexen Eisensalze umlagert, wobei. das Eisen offenbar an die nichtveresterten Hydroxylgruppen der aliphatischen Polyhyd'roxylverbindungen tritt, ähnlich wie es beim Eisensaccharat der Fall ist. Man kann natürlich auch die Isolierung der normalen Eisensalze als Zwischenprodukte vermeiden, indem man die Phosphorsäureester unmittelbar mit Eisenverbindungen und überschüssigem Alkali behandelt. Die Darstellbarkeit der neuen Verbindungen ist bemerkenswert, weil: die Phosphorsäureester von aliphatischen Polyhydroxylverbindungen verhältnismäßig alkaliempfindlich sind und man infolgedessen mit einer Abspaltung der organisch gebundenen Phosphorsäure rechnen mußte. Auch war nicht vorauszusehen, inwieweit die bei den Phosphorsäureestern veresterten Hydroxyle bei der Bildung von komplexen Eisenverbindungen aus den nichtveresterten Polyhydroxylverbindungen eine Rolle spielen.
  • Durch ihre komplexe Natur unterscheiden sich die neuen Eisenverbindungen grundsätzlich von den bekannten normalen Eigensalzen der Glycerophosphorsäure.
  • Beis2iel i.
  • ioo g fruktosediphosphorsaures Calcium, dargestellt nach der Patentschrift 292817, werden in: 5oo ccm Wasser angerührt und mit einer Lösung von 5o g kristallisierter Oxalsäure in 500 ccm Wasser unter Eiskühlung versetzt. Nunmehr . wird unter :dauernder Kühlung so lange Natronlauge zugesetzt, bis die Flüssigkeit gegen Lachmus schwach alkalisch reagiert, wozu `etwa 65 ccm 33prozentiger Natronlauge erforderlich sind. Nach dem Abfiltrieren des ausgeschiedenen Calciumoxalates wird das blanke Filtrat mit 150 ccm einer 5oprozentigen Eisenchforidllösung versetzt, wobei sich das normale Eisensalz des Esters als ein in Wasser praktisch unlöslicher weißer Niederschlag abscheidet.
  • Dieses mit Wasser gut gewaschene fruktosed'iphosphorsaure Eisen wird noch feucht mit 5oo ccm Wasser angeschlämmt und. zur überführung in die Komplexverbindung unter Eiskühlung mit 75 COM 33prozentiger Natronlauge versetzt, worin es sich mit tief rotbrauner Farbe auflöst. Zur Abscheidung der neuen Verbindung versetzt man die Lösung mit 1500 ccm 95prozentigem Alkohol, -der daraus ein dunkelbraunes Öl abscheidet, gießt nach dem völligen Absitzen den Alkohol ab und verreibt den öligen Rückstand mit absolutem Alkohol, bis er zu einem Pulver zerfällt. Um möglichst reine Produkte zu erhalten, empfiehlt es sich, das als Öl abgeschiedeneKomplexsalz vor der Behandlung mit absolutem Alkohol von neuem in Zoo ccm Wasser zu lösen und mit Alkohol zu fällen, worauf das Produkt in der oben beschriebenen Weise in pulverige Form übergeführt werden kann.
  • Der so erhaltene Stoff stellt ein dunkelbraunes, _ in Wasser spielend` mit schwach alkalischer Reaktion lösliches Pulver dar, das unter gelindem Erwärmen im Vakuum getrocknet 6,26 Prozent Phosphor, 11,48 Prozent Natrium und 15,12 Prozent Eisen enthält.
  • Der Phosphor ist in organischer, durch Magnesiamixtur nicht lösbarer Bindung enthalten.
  • Man kann die Darstellung des Komplexsalzes dadurch vereinfachen, daß man auf die 'Isolierung des normalen Eisensalzes verzichtet und nach Zugabe des Eisenchlorids mit der oben angegebenen Menge Natronlauge versetzt, mit Alkohol fällt und die ölige Fällung mit absolutem Alkohol zum Pulver verreibt. Beispiel e. :2o g fruktosemonophosphorsaures Calcium (dargestellt durch unvollständige Verseifung dies fruktosediphosphorsauren Calciums; vgl. Biochemische Zeitschrift 88, S.432) werden in ioo ccm Wasser angeschlämmt, mit der berechneten Menge kristallisierter Oxalsäure (8,1 g) in wässeriger Lösung versetzt und nach dem Neutralisieren des Gemisches mit i0 ccm 33prozentiger Natronlauge das ausgeschiedene Calciumoxalat abgesaugt. Man kann natürlich auch unmittelbar von dem Natriumsalz der Fruktosemonophosphorsäure ausgehen. Zu der obigen Lösung gibt man nun 35 ccm 5oprozentiger Eisenchloridlösung und fällt das normale Eisensalz der Estersäure durch Zugabe von, 750 ccm 95prozentigem Alkohol.
  • Zur Überführung des normalen Eisensalzes in die Komplexverbindung verfährt man, wie in Beispiel i näher beschrieben, indem' man seine Anschlämmung in Wasser mit ioo ccm 4prozentiger Natronlauge versetzt, wobei völlige Lösung eintritt und das hierbei gebildete Komplexsalz durch Alkohol zur Abscheidung bringt.
  • Die Substanz stellt ein: braunes Pulver dar, (las im Vakuum getrocknet 5,27 Prozent Phosphor, 9,87 Prozent Natrium und 14,11 Prozent Eisen enthält. Es ist, in Wasser spielend,, mit tiefbrauner Farbe löslich. Die wässerige Lösung reagiert gegen Lackmus schwach alkalisch. Der Phosphor liegt in organischer Bindung vor. Beispiel 3. 50 g saccharosephosphorsaures Natrium (vgl. die Patentschrift 2¢78o9) werden in 5o ccm Wasser gelöst und die Lösung mit 40 ccm 5oprozentiger Eisenchloridlösung versetzt. Zu der, so erhaltenen Lösung, die nunmehr das normale Eisensalz des Esters enthält, werden Zoo bis 2io ccm 4prozentige Natronlauge zugefügt, wodurch die vorher mattgelbe Flüssigkeit tief rotbraun wird. Das hierbei entstandene Komplexsalz wird in der üblichen Weise durch Alkohol abgeschieden und getrocknet.
  • Die Verbindung stellt ein hellbraunes Pulver dar, das, in Wasser spielend, leicht mit alkalischer Reaktion löslich ist. Sie enthält vakuumtrocken 4,89 Prozent Phosphor, 4,01 Prozent Natrium und 12,21 Prozent Eisen. Aller Phosphor liegt in organischer Bindung vor. Beispiel 4. io g mannitmonophosphorsaures Calcium, dargestellt gemäß dem Verfahren der Patentschrift 247809, werden in 2o ccm Wasser gelöst und mit 42 ccm ioprozentiger Oxalsäurelösung versetzt. Nach der Neutralisation mit 5 ccm 33prozentiger Natronlauge wird vom ausgeschiedenen Calciümoxalat abgesaugt und das blanke Filtrat mit 2o ccm 5oprozentiger Eisenchloridlösung versetzt und mit 5 ccm 33prozentiger Natronlauge schwach alkalisch gemacht. Hierbei schlägt die Farbe der Lösung, wie schon in den obigen Beispielen erwähnt, in Tiefbraunrot um, zum Zeichen des Überganges des Eisens in die Komplexverbindung. Das' Komplexsalz wird in üblicher Weise durch Alkohol zur Abscheidung gebracht und getrocknet.
  • Das vakuumtrockene Salz stellt ein rotbraunes Pulver dar und enthält 3,82 Prozent Phosphor, i i,4o Prozent Natrium und 2o,83 Prozent Eisen. Es ist, in Wasser spielend, mit alkalischer Reaktion lgsslich und enthält sämtlichen Phosphor in organischer Bindung.
  • Es können auch andere höhere aliphatische Polyhydroxylverbindungen verwendet werdden; wie z. B. Dextrose.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUCH Verfahren zur Darstellung komplexer Eisenverbindungen der Phosphorsäureester höherer aliphatischer Polyhydroxylverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daB man diese Phosphorsäureester in Gegenwart von Alkalien mit Eisenverbindungen behandelt.
DE1918338735D 1918-06-01 1918-06-01 Verfahren zur Darstellung komplexer Eisenverbindungen der Phosphorsaeureester hoeherer aliphatischer Polyhydroxylverbindungen Expired DE338735C (de)

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DE338735T 1918-06-01

Publications (1)

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DE338735C true DE338735C (de) 1921-07-30

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1918338735D Expired DE338735C (de) 1918-06-01 1918-06-01 Verfahren zur Darstellung komplexer Eisenverbindungen der Phosphorsaeureester hoeherer aliphatischer Polyhydroxylverbindungen

Country Status (1)

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DE (1) DE338735C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1020013B (de) * 1955-11-10 1957-11-28 Boehme Fettchemie Gmbh Verfahren zur Herstellung organischer Komplexsalze 3- oder 4wertiger Metalle

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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