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DE338437C - Verfahren zur Erhoehung der Zerreissfestigkeit von Fasern - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung der Zerreissfestigkeit von Fasern

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Publication number
DE338437C
DE338437C DE1920338437D DE338437DD DE338437C DE 338437 C DE338437 C DE 338437C DE 1920338437 D DE1920338437 D DE 1920338437D DE 338437D D DE338437D D DE 338437DD DE 338437 C DE338437 C DE 338437C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibers
tensile strength
increasing
strength
calcium chloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1920338437D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BILTZ K
PAUL KRAIS DR
Original Assignee
BILTZ K
PAUL KRAIS DR
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Filing date
Publication date
Application filed by BILTZ K, PAUL KRAIS DR filed Critical BILTZ K
Application granted granted Critical
Publication of DE338437C publication Critical patent/DE338437C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/02Treatment of vegetable material by chemical methods to obtain bast fibres

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erhöhung der Zerreißfestigkeit von Fasern. Verschiedene in der Natur vorkommende Fasern haben bisher infolge ihrer Brüchigkeit keine Verwendung als selbständige Spinnfasern finden können. Sie müssen entweder mit anderem Fasergut gemischt werden, oder man muß mit erheblichen Verlusten rechnen, wenn man sie allein verspinnen will. Außerdem sind die aus solchen Fasern erhaltenen Garne spröde und brüchig.
  • Es hat sich nun gezeigt; daß bei der Behandlung solcher Fasern mit Lösungen von Chlormagnesium, Chlorkalzium oder Gemischen dieser Salze mit oder ohne alkalische Vorbehandlung die Zerreißfestigkeit bedeu-. tend höher wird, so daß derartige Fasern als selbständige ,Spinnfasern verarbeitet werden können. Solche Fasern sind z. B. Samenhaare von Kapok, Asclepias, Typha, manche Pappelarten, ferner die Sporangienträger gewisser Schimmelpilze, wie z. B. Phycomyces nitens.
  • Es ist bekannt, Chlormagnesium und Chlorkalzium als Appreturmittel anzuwenden (vgl. z. B. W a 1 1 a n d , Kenntnis der Wasch-, Bleich- und Appreturmittel, Berlin 1913, S. 258 Mitte). Diese Salze werden angewandt, um die zugleich als Appreturmittel aufgebrachte Stärke geschmeidig zu erhalten. Bei vorliegendem Verfahren wird dagegen die Zerreißfestigkeit von Fasern erhöht, die unbehandelt so brüchig sind, daß sie nicht versponnen werden können.
  • Beispiel i.
  • Kapokfasern werden zunächst eine Stunde lang in etwa o,5 prozentiger heißer Natronlauge getränkt, dann mit heißem Wasser gespülte bis das Alkali möglichst vollständig entfernt ist. Nach Entfernung des überschüssigen Wassers durch Absaugen oder Schleudern wird das Fasergut etwa eine Stunde lang mit einer heißen Chlormagnesiumlösung von 3 ° Be behandelt, wieder von der überschüssigen Flüssigkeit befreit und bei gewöhnlicher oder mäßig erhöhter Temperatur getrocknet. Die Festigkeit der Einzelfasern wird durch diese Behandlung sehr stark erhöht. Fasern, die im Rohzustand auf i cm Länge eine Festigkeit von höchstens o,5 g zeigten, wurden at@f eine Festigkeit von bis zu 5 g gebracht.
  • Beispie12. Sporangienträger des Schimmelpilzes Phycomyces nitens werden eine Stunde in, einer heißen Chlorkalziumlösung von 3° Be behandelt, von der überschüssigen Fliissigkeit befreit und bei Zimmertemperatur getrocknet. Während die unbehandelte Faser eine Festigkeit bis zu höchstens 1,5 g auf i cm Länge zeigt, wurden bei den behandelten Fasern I#'estigkeiten bis zu 9 g beobachtet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcFI: Verfahren zur Erhöhung der Zerreißfestigkeit von Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß man die Fasern mit oder ohne alkalische Vorbehandlung mit Lösungen von Chlormagnesium, Chlorkalzium oder von Gemischen dieser Salze behandelt. -
DE1920338437D 1920-05-09 1920-05-09 Verfahren zur Erhoehung der Zerreissfestigkeit von Fasern Expired DE338437C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
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Publications (1)

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DE338437C true DE338437C (de) 1921-06-18

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DE1920338437D Expired DE338437C (de) 1920-05-09 1920-05-09 Verfahren zur Erhoehung der Zerreissfestigkeit von Fasern

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