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DE338360C - Verfahren zur Umwandlung von Viskose in Kunstseidefaeden u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Umwandlung von Viskose in Kunstseidefaeden u. dgl.

Info

Publication number
DE338360C
DE338360C DE1913338360D DE338360DD DE338360C DE 338360 C DE338360 C DE 338360C DE 1913338360 D DE1913338360 D DE 1913338360D DE 338360D D DE338360D D DE 338360DD DE 338360 C DE338360 C DE 338360C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
viscose
threads
converting
acid
hydrochloric acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1913338360D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henri Jacquemin & SA Des Soier
Original Assignee
Henri Jacquemin & SA Des Soier
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henri Jacquemin & SA Des Soier filed Critical Henri Jacquemin & SA Des Soier
Application granted granted Critical
Publication of DE338360C publication Critical patent/DE338360C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose
    • D01F2/08Composition of the spinning solution or the bath

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Henri Jacquemin & Societe Anonyme des Soieries de IVIaransart ä Couture St. Germain in St. Germain. Frankr. . Es ist bekannt, Viskose in Fällbädern aus Salzlösungen zu Kunstseidefäden zu koagulieren. Am meisten im Gebrauch sind Bäder aus Schwefelsäure und. Sulfaten, besonders des Ammoniaks usw. Ferner werden Essigsäuresalzbäder verschiedener Zusammensetzung für Viskose in bestimmten Reifezuständen empfohlen und dergleichen Kombinationen mehr. Alle diese Bäder haben den Nachteil, die Kunstfäden ungleich und langsam auszufällen, sie nicht gleichartig zu :gestalten, in der Farbe und Farbefähigkeit zu beeinträchtigen und, sie nur beschränkt unlöslich zu machen, so daß das Aussüßen und Säureentfernen nur beschränkt durchgeführt werden kann, was alle die genannten Nachteile vermehrt und idie Haltbarkeit stark beeinträchtigt.
  • Es ist nun gefunden worden, daß' alle die vorher aufgeführten technischen Schwierigkeiten vermieden werden., wenn eine andere bestimmte und bisher für Viskose nicht angewendete - Zusammensetzung des Fällbad'es verwendet wird. Das neuartige Koagulationsmitte'l besteht aus einer Mischung von gesättigter Kochsalzlösung und konzentrierter Salzsäure. Durch die Anwendung desselben wird eine vollkommene Regeneration der Zellulose im Faden usw. erreicht, die dem bekannten gegenüber eine bedeutungsvolle technische Überlegenheit aufweist.
  • Die Überlegenheit der Salzsäure über die Schwefelsäure beruht auf ihrer Flüchtigkeit. Bei der Fällung der Viskose in Kunstseidfäden geht nämlich folgendes vor sich. Der aus der Spinndüse austretende, in :das Fällbad eintretende Faden, der alsdann auf Spulen oder anderen Vorrichtungen aufgewickelt wird, nimmt eine große Menge von Säure des Fäll'bades mit. Es werden deshalb die Spulen im Wasser gespült, um die Säure zu entfernen. Praktisch ist aber das vollständige Abspülen dieser Säure nicht möglich. Die äußeren Flächen der Fäden sind ja allerdings frei von Säure, aber die inneren, gegen den abgespülten Faden sich anlegenden Flächen zeigen noch Spuren von Säure, so lange man auch das Waschen fortsetzen mag. Folge dieses Umstandes ist, daß, wenn das Fällbad Schwefelsäure oder .eine andere nicht flüchtige Säure enthält"die Fäden -dauernd Spuren solcher aufweisen und mehr oder weniger tiefgreifend während der Trocknung angegriffen werden müssen. Daher weisen -sie schwächere Stellen auf, so daß, wenn auch der äußere Glanz der Fäden dadurch nicht beeinträchtigt wird, doch die Widerstandsfähigkeit erheblich leidet.
  • Wenn dagegen das Fällbad Salzsäure enthält, so hat eine unvollkommene Waschung nicht dieselben Nachteile im Gefolge, da diese Salzsäure, wenn sie spurenweise vorhanden--ist, sich durch die Trocknung, ohne den Faden anzugreifen, verflüchtigt. Der Faden kann .daher schwache Stellen nicht aufweisen, vielmehr wird er gleichmäßig fest über seine ganze Länge sein. Diese Homogenität des Fadens bedingt seine Überlegenheit über solche Fäden; die in schwefelsäurehaltigen Fällbäderg,,hergestellt sind. Diese Überlegenheit der gemäß der Anmeldung hergestellten Fäden zeigt sich ganz besonders in ihrem besseren Farbaufnahmevermögen.
  • Ein weiterer Vorteil bei der Anwendung des Fällbades nach der Erfindung besteht darin, daß das Abspinnen der gepreßten Viskoselösung in einem Gange und. maschinell ohne irgendwelche Störungen vor sich geht. Hierzu kommt, @daß die auf den Bobinen befindlichen Fäden bereits nach etwa dreistündigem Stehen vollkommen derartig regeneriert sind, d'aß sie nicht wieder mit Wasser in Lösung gehen, ohne daß sie durch diese schnelle Regeneration an Feinheit, Glanz und Griffigkeit verloren haben.
  • Als Zusammensetzung für das Fällbad gernäß der Erfindung kommt zweckmäßig eine Mischung von 9 Litern konzentrierter Kochsalzlösung und i Liter konzentrierter Salzsäure, also eine ungefähr 3- bis .4prozentige freie Salzsäure enthaltende Mischung in Betracht. Die genannten Zahlen gelten jedoch nur als Beispiel, @da auch andere Mengen-bzw. Prozentverhältnisse Fällungsbäder geben, mit denen man arbeiten kann.
  • Es wurde ferner befunden, daß es für die Anwendung des Fällungsbades gemäß der Erfindung nicht umbedingt notwendig ist, die Rohviskose einer Vorreinigung zu unterziehen. Die Viskose soll indessen zweckmäßig eine geeignete Zusammensetzung aufweisen, obwohl diese in weiten Grenzen schwanken kann.
  • Als Beispiel für eine geeignete Viskose wird eine solche angeführt, welche 6o bis 7o kg Natronhydrat auf ioo kg Zellulose und io bis 1z kg Zellulose auf ioo kg Viskose enthält.
  • Wenn man nun in .einem Bade spinnt, das, wie oben angegeben, aus Kochsalz und Salzsäure zusammengesetzt ist, was zur Koagulierung reichlich genügt, so setzen sich die Nebenprodukte der Viskose, die durch das Koagulierbad zersetzt werden, zum Teil auf den Faden nieder und geben ihm eine ziegelrote Farbe, die noch intensiver wird, wenn man den Faden einige Zeit an der Luft läßt.
  • Will man diese Verunreinigungen, die an und für sich keinen anderen Nachteil mit sich bringen, als daß das Zwirnen weniger leicht von statten geht, gleich beseitigen, so läßt man Aden Faden, wie die Anmelder ermittelt haben, am besten durch ein zweites Bad der gleichen Zusammensetzung wie das erste passieren.
  • Man kann sicher sein, daß, wenn man. auf diese Weise vorgeht, der Faden, trotzdem ,das erste Bad schwächer wird, immer in geeignete Weise koaguliert wird, bevor er auf die Bobine, auf die Haspel oder eine andere zum Aufwickeln dienende Vorrichtung gelangt.
  • Das zweite Band wird - nicht wesentlich schwächer und verschmutzt nur wenig, es .kann also in der Folge als erstes Bad dienen.
  • Es kann sonst aber auch wieder aufgefrischt werden, indem man nach dem Abfiltrieren oder Abdekantieren der Verunreinigungen Salzsäure zugibt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Umwandlung von Viskose in Künstseidefäden, Haare, Films oder andere Gegenstände aus regenerierter Zellulose, dadurch gekennzeichnet, daß das Fällbad aus einer Mischung von Salzsäure .mit Kochsalzlösung besteht.
DE1913338360D 1913-02-06 1913-02-09 Verfahren zur Umwandlung von Viskose in Kunstseidefaeden u. dgl. Expired DE338360C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB191303169T 1913-02-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE338360C true DE338360C (de) 1921-06-18

Family

ID=34358783

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1913338360D Expired DE338360C (de) 1913-02-06 1913-02-09 Verfahren zur Umwandlung von Viskose in Kunstseidefaeden u. dgl.

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE338360C (de)
FR (1) FR454061A (de)
GB (1) GB191303169A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE937786C (de) * 1948-10-02 1956-01-12 Glanzstoff Ag Verfahren zur Aufarbeitung von Viscose-Spinnbaedern
DE1258346B (de) * 1962-08-07 1968-01-04 Meyer & Co G M B H Schlitzbunker-Raeumvorrichtung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE937786C (de) * 1948-10-02 1956-01-12 Glanzstoff Ag Verfahren zur Aufarbeitung von Viscose-Spinnbaedern
DE1258346B (de) * 1962-08-07 1968-01-04 Meyer & Co G M B H Schlitzbunker-Raeumvorrichtung

Also Published As

Publication number Publication date
FR454061A (fr) 1913-06-25
GB191303169A (en) 1913-11-20

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