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DE337638C - Wechselstrommaschine mit zwei aus je einer Staender- und Laeuferhaelfte bestehenden symmetrischen Teilen - Google Patents

Wechselstrommaschine mit zwei aus je einer Staender- und Laeuferhaelfte bestehenden symmetrischen Teilen

Info

Publication number
DE337638C
DE337638C DE1915337638D DE337638DD DE337638C DE 337638 C DE337638 C DE 337638C DE 1915337638 D DE1915337638 D DE 1915337638D DE 337638D D DE337638D D DE 337638DD DE 337638 C DE337638 C DE 337638C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
machine
collector
rotor
stator
teeth
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1915337638D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NEULAND PATENTS Ltd
Original Assignee
NEULAND PATENTS Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NEULAND PATENTS Ltd filed Critical NEULAND PATENTS Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE337638C publication Critical patent/DE337638C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K47/00Dynamo-electric converters

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Synchronous Machinery (AREA)

Description

  • Wechselstrommaschine mit zwei aus je einer Ständer- und Läuferhälfte bestehenden symmetrischen Teilen. Die Erfindung bezieht sich .auf eine Wechselstromumformermaschine, die sowohl als Dynamo zur Lieferung von Wechselstrom niedriger und hoher Frequenz und Gleichstrom, als auch als Umforrnermaschine verwendet werden kann, um Gleichstrom oder Wechselstrom verschiedener Phasen. und verschiedener Periodenzahl in der mannigfach4 sten Weise zu transformieren.
  • Die Maschine besteht in bekannter Weise aus zwei symmetrischen Teilen. In jedlem dieser symmetrischen Teile ist je eine Ständer- und eine Läuferhälfte vorgesehen. Die beiden Ständerhälften und die beiden Läuferhälften hängen miteinander starr zusammen und arbeiten nach. dem Induktorprinzip, indem der Ständer mit Gleichstrom derart erregt wird, daß die eine Ständerhälfte einen Nordpol und die andere Ständerhälfte einen Südpol bildet. Die einander zugehörigen Ständer- und Läuferhälften arbeiten duxch ungleiche Verzahnungexi, miteinander. Die beiden Maschinenteile sind dabei in, bezug aufeinander so angeordnet, d'aß stets der Zahndeckung zwischen der Ständer- und Läuferhälfte der einen Seite eine Versetzung der Verzahnung auf der anderen. Seite entspricht.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Wicklung des Läufers, die als geschlossene oder offene Wicklung ausgeführt sein kann, und beiden Läuferhälften gemeinsam ist, an besondere Sammelringe angeschlossen., von denen mit gruppenweise angeordneten Segmenten eines Kollektors eine derartige Verbindung hergestellt ist, daLi je ein Segment einer Gruppe an einen Sammelring angeschlossen ist, während die zahl der gleichartig im jeder Gruppe aufeinanderfolgenden Segmente gleich der Zahl der Sammelringe ist.
  • Die Sammelringe selbst sind gleichzeitig als Schleifringe ausgeführt und erfüllen - je nackt dem Verwendungszweck der Maschine entweder die Aufgabe, Wechselstrom hoher Frequenz von einer, drei oder sechs Phasen abzunehmen, oder werden zur Umformung von hochfrequentem Wechselstrom verwendet, indem dieser entweder den Sammelringen zur Umformung zugeführt oder als Endergebnis der Umformung abgenommen wird.
  • Um die Erzeugung eines schneller als der Läufer rotierenden Drehfeldes durch die verschiedenen Verzahnungen am Läufer und Ständer schärfer zu gestalten, sind gemäß vorliegender. Erfindung zwischen. den Grundverzahnungen an den Ständer- und Läuferhälften feststehende und rotierende Hilfsverzahnungen in abwechselnder Folge vorgesehen., wobei die feststehenden die gleiche Teilung wie die Ständergrundverzahnung, und die gemeinsam mit dem Läufer rotierenden Hilfsverzahnungen die gleiche Teilung wie die Grundverzahnungen der Läuferhälften besitzen. Der Kollektor dient, falls die Maschine als Dynamo arbeitet, zur Abnahme von Gleichstrom oder niedrigfrequentem Wechselstrom. In diesem Falle laufen die Sammelringe ohne Bürstenbelastung. Arbeitet die Maschine als Umformer, so kann entweder dem Kollektor Gleichstrom oder niedrigfrequenter Wechselstrom entnommen werden, der aus dem den Sammelringen zugeführten hochfrequenten Wechselstrom sich ergibt, oder es wird dein Kollektor Gleichstrom oder niedrigfrequenter Wechselstrom zugeführt und hochfrequenter Wechselstrom an den Sammelringen abgenommen.
  • Die Frage, ob Wechselstrom oder Gleichstrom dem Kollektor zugeführt oder abgenommen werden soll, richtet sich nach der Ausführung des Kollektors -selbst. Soll mit Gleichstrom gearbeitet werden, so besitzen die Gruppen des Kollektors die gleiche Anzahl wie die Zähne des Stäniders, d. h. die Anzahl der Kollektorgruppen ist gleich der im Läufer induzierten Stromfrequenz pro Umdrehung. Ist die Zahl der-Kollektorgruppen von der Zahl der Ständerzähne verschieden, so eignet sich der Kollektor für niedrigfrequenten Wechselstrom.
  • Die besondere Wirkungsweise der Maschine ist an Hand einiger Ausführungsbeispiele auf den beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
  • Fig: i zeigt einen Längsschnitt durch die gemäß der Erfindung ausgeführte Maschine. In; Fig. 2 :ist eine Seitenansicht der Fig. i wiedergegeben, wobei der Darstellungsschnitt hinter dem Kollektor vorgenommen ist. Fi:g:3 stellt die andere Seitenansicht der Maschine bei abgenommenem Gehäuse dar, und 'zeigt gleichzeitig die -Bewicklung des Läufers mit geschlossener Wicklung und die Anschlüsse derselben an die Sammelringe.
  • In Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt durch die Maschine nach dem Schnitt i-i von Fig. 5, nach links gesehen, dargestellt, wobei bei der Maschine zwischen Läufer und Ständer zur Erhöhung der Drehfeldwirkung Hilfszahnkränze vorgesehen sind.
  • F,ig: 5 ist ein zentraler Längsschnitt der in "Fig.4 dargestellten Ausführung.
  • Fig.6 gibt ein Diagramm der Kollektorsegmente und der Wicklung sowie der Verbindung zwischen beiden.
  • Fi;g:7 ist ein ähnliches Diagramm einer anderen Ausführungsform der Wicklung. Fig.8 ist eine etwas verschiedene Form des Diagramms der Wicklung und der Kollektorsegnente sowie gleichfalls einige Verbindungen zwischen beiden Teilen, während andere; um eine klarere Darstellung zu geben, fortgelassen sind.
  • Fig.9 zeigt ein Diagramm ähnlich demjenigen der Fig.8, jedoch für eine weitere Ausführungsform.
  • Fig.. ro. ist ein Diagramm eines Teiles der . Kollektorsegmente einer dritten Ausführungsform mit den Verbindungen.
  • Die dargestellte Wechselstrommasch.ine kann mit gleich guter Wirkung sowohl als Dynamo als auch als Motor verwendet werden, während sie in der Hauptsache für Umformerzwecke bestimmt ist.
  • Die in .den Fig. i bis 3 gezeigte Ausführung besitzt einen inneren Läufer, der aus zwei lamellierten Elementen. 36 -und 37 besteht. Beide Teile sind auf einen. Kern 35 aufgesetzt und an; ihrer äußerer, Peripherie mit Verzahnungen 38 versehen.. Außerhalb des Läufers ist ein Ständer angeordnet, der ebenfalls aus zwei lamellierten Ständerhälften 39 und 4o besteht. Beide Hälften sind auf der inneren Peripherie mit einer Verzahnung 4i ausgerüstet. Die Feldwicklung 42 liegt zwischen den beiden Ständerhälften und wird mit Gleichstrom erregt, so daß dauernd die beiden Ständerhälften 39 und 40 die gleiche Polarität erhalten. Auf dem Anker ist eine Wicklung 43 angeordnet, die zwischen den Zähnen 38 desselben lieb. Die Wicklung kann, wie bei Fig. 6, als geschlossene Wicklung -ausgeführt sein oder entspechend der Fig." 7 eine offene Dreiphasenwicklung sein.
  • Die Zahl der Ständerzähne unterscheidet sich von der der Läuferzähne, indem z. B. die Läuferhälften je 24 Zähne und die Ständerhälften je 22 Zähne besitzen. Ferner unterscheiden sich die beiden Maschinenteile, d. h. Ständer- und Läuferhälften der einen Seite gegenüber der der anderen Seite dadurch; daß auf beiden Seiten an demselben Punkt der Peripherie entgegengesetzte Deckungsverhältnisse zwischen den Ständer- und Läuferzähnen vorhanden sind.
  • Diese Versetzung ist aus den Fig. i bis 3 zu-ersehen. Gemäß dem dargestellten Beispiel befinden sich die Läuferzähne auf beiden Hälften nebeneinander in achs.ialen Verlängerungen, während die Zähne der beiden Ständerhälften gegeneinander um eine halbe Zahnteilung versetzt sind. In der wagerechten Mittellinie ist also zwischen der Ständerhälfte 40 und der Läuferhälfte 37 eine Zahndeckung vorhanden (Fig.2), während zwischen der Ständerhälfte 39 und der Läufer hälfte 36 in derselben Mittellinie eine Versetzung der Zähne vorhanden ist (Fig.3). Man könnte diese Versetzung selbstverständlich auch durch Versetzung der Läuferzähne und Übereinstimmung der Ständerzähne erhalten; doch ist der vorgeschlagene Weg aus Wicklungsgründen vorzuziehen. Durch die getroffene Einrichtung entstehen auf der einen Seite der Maschine zwei positive rotierende Pole, während auf der anderen Seite zwei negative - rotierende. Pole vorhanden sind.
  • Die Wicklung, die beiden Läuferhälften gemeinsam ist, ist in einer weiter unten noch näher .erläuterten Weise an besondere Sammelringe a', b', c', d', e',. f' angeschlossen. Diese Sammelringe sind für einen ebenfalls weiter unten erläuterten Zweck als Schleifringe ausgeführt. Von den- .Sammelringen gehen in besonderer Weise Verbindungen zu den Segmenten des Kollektors 48. " Die beschriebenen, für die Wirkungsweise der Maschine wesentlichen Teile sind nun noch in folgender Weise miteinander- zusammengesetzt.
  • Der Ständer liegt in einem zylindrischen Gestell 30, das durch.Seitenwände 3z und 32 mit den -Lagern 33 verbunden ist. In diesen 'Lagern 33 ist eine Welle 34 eingelegt, auf der der Läufer 35 aufgekeilt ist.
  • Um den Übertritt der Kraftlinien: vom Ständer zum Läufer und umgekehrt schärfer auf die Zahndeckungen zu präzisieren, gelangt eine Verbesserung zur Verwendung, die in den Fig:4 und 5 dargestellt ist: Gemäß derselben sind in dem Zwischenraum zwischen den Ständer- und Läuferhälften in an sich bekannter Weise magnetisch leitende Zähne 45 und 47 vorgesehen. Von diesen werden die Zähne 47 durch den Ständer mit Hilfe von -Platten 46 getragen werden, Während die Zähne 45 durch Träger 44 mit dem Läuferkern 35 verbunden sind.' Es entstehen auf diese Weise Hilfszahnkränze, die in abwechselnder Folge mit den Läuferhälften rotieren oder in Übereinstimmung mit den Ständerhälften feststehen. Die Zahl dieser magnetischen Leiter entspricht dabei in wechselnder Folge den Zahnzahlender Grundkreise von Ständer und Läufer. Hierdurch ergibt sich zwischen der Grundverzahnung am Läufer und der Grundverzahnung -am Ständer ein größerer Luftzwischenraum, ohne daß an der Deckungsstelle der magnetische Übergangswiderstand wesentlich vergrößert wird: Die Anordnung dieser Hilfszähne verändert in keiner Weise die Wirkungsweise der Maschine, wie sie in den Fig. i bis 3 dargestellt ist, sondern hat lediglich den Zweck, den Weg der magnetischen Kraftlinien zwischen den Läufer- und Ständerhälften in Punkten der Versetzung vollständig zu unterbrechen, um so ein. Versagen der Maschine unter Belastung zu verhindern.
  • Die Verschiedenheit in der Ständer- und Läuferzahnteilung hat das bekannte Ergebnis, daß bei der Drehung des- Läufers die Zahndeckung, d. 1i: der Punkt, an dem -die Kraftlinien zwischen beiden Teilen übertreten können, schneller als der Läufer selbst rotiert. Bei den angenommenen Beispielen vollführt die Deckung zwischen Läufer und Ständer auf jeder Maschinenseite bei einer Umdrehung des .Läufers zwölf vollständige Umläufe.. Die durch die Deckung geschlossenen Kraftlinien verlaufen. dann -von - dem Nordpol des- Ständers zum zugehörigen Läufer; von. dort zu der mit dem anderen Pol des Standers arbeitenden Läuferhälfte- und auf diesem Weg um 9o° auf der Läuferperipherie entlang;- von dort - durch die Deckung, auf der zweiten Läuferhälfte zum zweiten Pol des Ständers und- von diesem- aus- zum Nordpol zurück.
  • Die Umläufe der Deckung bewirken ein umlaufendes magnetisches Feld und rufen so die wirksamen Ströme -in der Läuferwicklung hervor. Da die Spulen die Läuferzähne auf beiden Seiten der Maschine umgeben und bei einer gegebenen Stellung die Zähne auf der einen Seite zur Deckung gelangen, bei der nächsten Stellung aber die Zähne auf der" Gegenseite sich decken, da die Zahnteilungen auf beiden Seiten um eine halbe Zahnteilung gegeneinander versetzt-sind, so. «-irl der durch die Deckung geschlossene Magnetstrom in der einen Stellung nach aufwärts durch- die Spule und in.-der- anderen Stellung nach abwärts -durch die Spule gehen. Dieser magnetische Kreislauf induziert in jeder Spule einen regulären Wechselstrom. Legt man, während die Welle 34 angetrieben wird, an die Sammelringe a', b'; c', d', e', f' Bürsten an, so kann man der Maschine hochfrequenten Wechselstrom entnehmen. Durch entsprechende Schaltung der Bürsten kann dieser Wechselstrom ein einphasiger-., dreiphasiger oder sechsphasiger Wechselstrom sein. Neben dieser Bedeutung und der Reversierbarkeit der Maschine für Motorleistung werden die Sammelringe a', b', c', d', e', f' noch verwendet, wenn Stromumformungen, wie sie weiter unten näher erläutert sind, stattfinden sollen.
  • Handelt es sich darum, die Maschine zur Erzeugung von Gleichstrom oder niedrigfrequentem Wechselstrom zu benutzen, so laufen diese Sammelringe leer. Es gelangen dann nur-die Bürsten zur Verwendung, die auf den Kollektor schleifen. Zu diesem Zweck ist die Wicklung des Läufers über die .Sammelringe mit Lamellen des besonders ausgestalteten - Kollektors verbunden. Im Falle einer geschlossenen Stromwicklung, wie sie auf der Fig. 6 dargestellt ist, werden die Abteilungen der Wicklung an gleichweit voneinander entfernten Punkten an die. Sammelringe angelegt. Da gemäß dem dargestellten .Beispiel die Maschine als vierpolige ausgeführt ist, so werden die Enden der gegenüberliegenden Spulen doppelt an die Sammelringe angeschlossen. Es entstehen so zwei parallele Zweige. Bei einer offenen Dreiphasenwicklung .dagegen, wie sie in Fig. ; i ausgeführt ist, sind die Verbindungen zu den Sammelringen anSpulen angelegt, die gleichmäßig um :den Läufer verteilt sind, so d aß die Sammelringe hier gleichsam eine Fortsetzung der Spulen darstellen. Die Sammelringe selbst sind mit dem Kommutator 40 verbunden. Die Segmente desselben sind in Gruppen unterteilt, die unter sich die gleiche Anzahl Segmente besitzen. Die einzelnen Segmente einer jeden Gruppe sind mit je einem Sammelring verbunden. Da bei der dargestellten Ausführung entsprechend den Fig. i bis sechs Sammelringe a', b', c', d', e', f' vorhanden sind, so zerfällt jede Gruppe in sechs Segmente, von denen je ein Segment an einen Sammelring angeschlossen ist. Es ist also, wie aus Fig. 6 zu ersehen, das Segment f an den Sammelring f', das Segment e an den Sammelring e' usw. angeschlossen. Die Aufeinanderfolge der einzelnen Segmente in jeder Gruppe ist die gleiche.
  • Bei der Dreiphasenwicklung entsprechend Fig. T sind die sechs Zuleitungen a2, b2, c2. d2, e2, f2 -der Spulen mit den Sammelringen a', b', c', d', e', f' verbunden. Die entgegengesetzten Spulen einer jeden Phase sind entgegengesetzt gewickelt. Im übrigen ist die Verbindung der Sammelringe mit den Kollektorsegmenten die gleiche wie bei der Ausführung nach Fig. 6.
  • Die Anzahl der Segmentgruppen kann entweder gleich der Anzahl der Perioden sein, die auf der Läuferwicklung pro Umdrehung erzeugt werden (Fig. 8),. oder sich von dieser Zahl im größeren oder kleineren Wert unterscheiden (Fig.9). Es möge zunächst der erstere Fall untersucht werden. Da, wie bereits ausgeführt, bei jeder Umdrehung des Läufers 22 Stromwechsel induziert werden, so besitzt der Kollektor ebenfalls 22 Gruppen, so daß also im ganzen 22 X 6 oder 132 Segmente am Kollektor vorhanden sind. Die Stromverhältnisse, .die sich bei dieser Schaltung ergeben, lassen sich aus Fig.6 und 8 erkennen.
  • Da bei jeder Drehung des Läufers 22 Perioden oder 44 Wechsel des Magnetfeldes auftreten, so ergibt sich für eine Winkelversehiehung des Läufers für 1/44 seiner vollständigen Umdrehung eine Stromumkehrung in den Läuferspulen. Infolgedessen muß sich der Kommutator für .einen Stromwechsel um ,drei Segmente oder um sechs Segmente für eine volle Periode .drehen.
  • Wenn beispielsweise bei der Stellung aller Teile, wie im Diagramm nach Fig.8, der Strom in den sechs Spulen eines jeden der Quadranten X und X' in Richtung des Pfeiles verläuft, so wird der Strom in den beiden Quadranten Z und Z' entgegengesetzte Richtung aufweisen. Diese Verhältnisse .sind durch Pfeile angegeben,. Der Strom wird also nach innen durch die Zu-Leitung c2 und c3' und nach außen durch die Zuleitungen f 2 und f s gehen. Von den Leitüngen c2 und c3 fließt der Strom zu dem Sammelring c', und von dort nach dem zugehörigen Segment c jeder der Kollektorgrupgen i bis 22, so daß er beispielsweise von der Kollektorgruppe .. durch eine Bürste 49 abgenommen werden kann. Von der Bürste durchläuft der Strom den Nutzstromkreis und kehrt dann zur Bürste 5o zurück, die auf einem beliebigen Segment f des Kollektors, z. B. auf ' dem Segment f der Gruppe 12, aufliegt. Der Strom kann von hier über den Sammelring f und durch die Zuleitungen f2 und f s zu den parallelen Stromzweigan X' und Z' bzw. X und Z zurückkehren.
  • Nimmt man nun an, daß sich der Kollektor und der Läufer im Sinne des Pfeiles y dreht, so wird die Bürste .a.9 auf das Segmient d der Gruppe i und die Bürste auf das Segment a der Gruppe 13 kommen. Dieser Verstellung des Kollektors entspricht 144 Umdrehung des Läufers, so daß also nach obigem in den einzelnen Wicklungen, die jetzt wieder an den Bürsten liegen, das Maximum an Induktion vorhanden ist. Bei der nächsten Stellung ruht die Bürste 49 auf dem Segmente und die Bürste. 5o auf dem Segment b. Diese Verhältnisse sind in Fig. 6 dargestellt. Die Bürsten übergreifen in der Praxis um einen geringen Teil die genannten Segmente nach beiden Seiten. Zur Klärung dieser Einrichtung dienen die Induktionsverhältnisse, wie sie an Hand der Fig. 6 damgestellt sind. In dieser Zeichnung sind durch verschieden artige Schraffur die Stärke der magnetischen Ströme in den Zähnen 38 des Läufers ausgeführt. Aus diesem Diagramm ist ersichtlich, daß der Magrnetstrom in den einzelnen Spulen allmählich von der größten -Stärke einer Richtung auf o abfällt und dann in der anderen Richtung von -o bis zum Maximum steigt. Der iruduzierte Strom ist also ein Wechselstrom und wird in den Kommutatorsegmenten unigekehrt.
  • Gemäß der Stellung, wie sie in Fig. 6 gezeigt ist, liegt die maximale positive Spannung über dem Samm@älring b' am den Segmenten b und die negative maximale Spannung durch den Sammelring e' an den Segmenten e. Auf beiden stehen -die Bürsten 49 und 50, so daß der abgenommene Strom der gleiche ist wie in der Stellung der F#g. B. Die Maschine liefert also Gleichstrom.
  • Gleichzeitig zeigt sich, daß die Bürsten stets in der neutralen Zone bleiben. Wenn nämlich Läufer und. Kommutator sich drehen, so fließt der Strom nach innen allmählich durch die Zuleitungen der Wicklungsenden b2, b3, a2, 0 usw.- wie Spannung: an den Enden f2 und f3 fällt allmählich und dreht- sich um, bis sie in. positiver Richtung .das Maximum erreicht. Dies tritt ein,- sobald der Kommutatör und Läufer "/44 einer vollen Umdrehung zurückgelegt haben oder sobald Idas Segment f von Gruppe i unter die Bürste 49 gelangen. Gleichzeitig fällt aber die Spanneng des Segmentes e und dreht sich um, bis sie ein Maximum in negativer Richtung erreicht hat, d. 1i. sobald das Segment c der Gruppe 13 unter -die Bürste 50 gdlangt ist.
  • Die - Abnahme von Gleichstrom von den Kollektorse.gmenten ist nur möglich, wenn die Zahl der Gruppen gleich der Periodenzahl des Stromes ist, den der Läufer liefert.- Wird dagegen :die Zahl der Kollektorgruppen gegenüber der Zahl der bei einer Umdrehung des Läufers entstehenden Perioden vermindert oder vermehrt, so werden. - die neutralen -Punkte allmählich dem sich -drehenden Magnetfeld voreilen oder hinter demselben zurückbleiben, so d@aß ein Wechselstrom mit langsamer Periode an den Bürsten-49 und 5o abgenommen wind'. Eine derartige Anordnung «ist in Fig.9 wiedergegeben, wo die Zahl der Segmentgruppen 2o .statt 22 beträgt, während die übrige Ausführung der Maschine die gleiche ist.
  • Da der Strom bei 144 Umdrehung des Kollektors oder bei einer Winkeldrehung um drei Segmente sich umkehrt, so wird, da- in diesem Fall 12 Segmente weniger vorhanden sind als indem vorbesahriebenen Beispiel, der Strom bei jeder Umdrehung des Läufers an den Kollektorhü rsten viermal umgekehrt. Es entsteht somit bei jeder Umdrehungdes Läufers ein zweiperiodischer Wechselstrom.
  • Dasselbe Resultat wird auch erhalten:, wenn die Zahl der Segnentgrupppen zu 2q: an Stelle von 22 angenommen wird. Die Frequenz des. abgenommenen Wechselstromes bleibt auch dann die gleiche. . Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß man bei Veränderung der Zahl der Kollektorgruppen Wechselstrom beliebiger niedriger Frequenz erzeugen kann. Bringt man am Umfang des Kollektors an geeigneten Stellen Bürsten an, so kann man der Maschine Meh@rphasenstrom von niedriger Frequenz entnehmen, während die Zahl der Sammelringe und" der Zuleitungen der Wicklungen vermehrt wird und dementsprechend auch die Zah* -der Sätze der Kollektorsegmente steigt. Das Diagramm in Fig. io zeigt beispielsweise einen Teil des Kollektorumfanges der geschlossenen Wicklung und der Verbindung zwischen den einzelnen Teilen, um Mehrphasenstrom abzunehmen. Hier ist die Zahl 'der Segmentsätze auf i2 erhöht, so daß die Segmente a, b, c, d, e, f, g, h, i, j, k; L in jeder' Grüppe vorhanden sind. Es sind, wie bei der Ausführung nach Fig. 9 hier -2o Gruppen vorgesehen. Die Zahl der Sammelringe a', b', c', d', z', f', g ; h', i', j', k', Z' ist ebenfalls 12 X-3. Bürsten'6o; 61, 62 stehen in geeigneten Abständen mit den Kommutatorsegmenten in Verbindung, so daß diese dreiphasigen Wechselstrom abnehmen:. Es ist selbstverständlich denkbar, durch entsprechende Verbindung der Sammelringe mit den Koll'ektorsegmenten und Kollektorgruppen auch mit einer geringeren Anzahl von Saminelringen als 12 für den verlangten Zweck auszukommen.
  • Im vorliegenden ist die Wirkungsweise der Maschine als Dynamo erläutert. Durch sinngemäße Übertragung der bekannten Erscheinungen ergibt - sich aus vorstehendem die Wirkungsweise der Maschine als Motor. Das dritte Verwendungsgebiet,der Maschine wird durch d'ie Wirkungsweise als Umformer gebildet. Die Umformung kann unter den verschiedensten Gesichtspunkten ausgeführt werden. Im nachstehenden sollen von den verschiedenen Möglichkeiten einige . behandeft werden. Bei der Wirkungsweise der Maschine als Umformer sind Bürsten notwendig, die auf Aden Sammelringen schleifen. Die Schaltung :dieser Bürsten -untereinander gestattet die Umwandlung von oder in ein-, drei- oder sechsphasigen Wechselstrom. Geriiäß der in den Fig. 8 und.9 gegebenen Schaltung ,liegen auf den Sammelringen a', b', c', e' die- Bürsten 70a, lob, 70c und' 7i", 71b, -71c. Ferner° ;soll -entsprechend der Fig.9 eine Differenz in; der Zahl der Gruppen von Komrnutatorsegm@enten gegenüber den Zähnen des Ständers vorhanden. sein. Bei Zuführung eines Wechselstromes in :die Sammelringe und bei -der durch @die Frequenz des zugeführten Wechselstrbrnes vorgeschriebenen synchronen Drehung des Läufers wird somit ein Wechselstrom =von geit niedriger Frequenzzahl von den Bürsten des Kollektors abgenommen werden können. Es sei angenommen, daß der zugeführte Wechselstrom Ei,nphasenwechselstrom von der Frequenz 66 ist. Der Synchronismus des Läufers ist bei drei Umdrehungen pro Sekunde vorhanden, da die Konstruktion der Maschine für 22 Perioden pro Umdrehung berechnet ist. An dem- Kollektor gemäß Fig.9 werden jedoch bei jeder Umdrehung nur zwei Perioden, abgenommen, so daß also bei den, drei Umdrehungen des Läufers am Kollektor sechs Perioden erhalten werden, das Verhältnis in diesem angegebenen Beispiel ist also' 66 : 6 oder i i : i. Der erhaltene Strom kann-entweder Ein- oder Mehrphasenstrom sein entsprechend den Ausführungen im Diagramm io.
  • In umgekehrter Weise kann Ein- oder Mehrphasenstrom von niedriger Frequenz in einem -Strom von höherer Frequenz _verwandelt werden., und zwar ebenfalls entsprechend der Bürstenschaltung auf den Sammelringen als Ein- oder Mehrphasenstrom abgenommen werden, indem der Strom den Bürsten am Kommutator zugeführt und von den Bürsten an den Sammelringen abgenommen wird.
  • Die Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom oder von Gleichstrom in Wechselstrom ist möglich, sobald die Anzahl der Kollektorgruppen gleich .der Anzahl der Ständerzähne ist. Auch hierbei spielt die Ph.asigkeit des umzuformenden oder umgeformten. Wechselstromes für die Wirkungsweise der Maschine selbst keine Rolle.
  • Selbstverständlich beschränkt sich die praktische Ausführung der Maschine nicht auf die aus den Zeichnungen ersichtliche Form. Dieselbe dient led'igl'ich zur Erläuterung des Erfindungsgedankens. So wäre es z. B. möglich, die Maschine mit verschiedenen Kollektoren auszurüsten, um die Möglichkeit zu erhalten, wahlweise die einzelnen Verwendungsgebiete zu verwirklichen, denen nach vorstehendem die Erfindung genügen kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Wechselstrommaschine mit zwei aus je einer Ständer- und Läuferhälfte bestehenden symmetrischen Teilen, wobei die Ständerhälften durch eine Gleichstromwicklung erregt werden und die Läufer- und Ständerhälften; in bezug aufeinander so angeordnet sind, @d'äß stets der durch verschiedene Zahnteilung gegebenen Poldeckung zwischen der Ständer- und Läuferhälfte des einen, Teiles eine Versetzung auf dem anderen Teil entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die den beiden Läufern gemeinsame Wicklung durch besondere Sammelringe (a' bis f') derart mit gruppenweise angeordneten Segmenten (a bis f) eines Kollektors verbunden sind, daß jedes Segment an einen Sammelring angeschlossen ist, während: die Zahl der gleichartig in jeder Gruppe aufeinanderfolgenden Segmente pro Gruppe gleich der Zahl der Sammelringe ist.
  2. 2. Wechselstrommaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelringe als Schleifringe ausgeführt sind.
  3. 3. Wechselstrommaschin@e nach Anspruch i und 2', dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Verzahnungen an den Ständern und Läufern in an sich bekannter Weise feststehende und rotierende Hilfsverzahnungen in abwechselnder Folge vorgesehen sind, wobei die feststehende die gleiche Teilung wie die Ständergrundverzahnungen und die mit d'en Läufern rotierenden Hilfsverzahnungen die gleiche Teilung wie die Grundverzahnungen der Läufer besitzen. q.. Maschine nach Anspruch z bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppen des Kollektors in gleicher Anzahl wie die Zähne des Ständers vorhanden sind, zum Zwecke, bei der Verwendung der Ma, schine als Dynamo vom Kollektor Gleichstrom abzunehmen, bei der Verwendung der Maschine als Motor dem Kollektor Gleichstrom zuzuführen oder bei der Verwendung .der Maschine als Umformer von Wechselstrom in Gleichstrom bzw. umgekehrt den Gleichstromkreis an den Kollektor zu legen. Maschine nach Anspruch -i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahl der Kollektorgruppen von der Zahl der Ständerzähne verschieden ist, um die Maschine als Wechselstrornmdynamo, als Wechselstrommotor oder als Umformer für Wechsdlstrom zu verwenden.
DE1915337638D 1915-11-12 1915-11-12 Wechselstrommaschine mit zwei aus je einer Staender- und Laeuferhaelfte bestehenden symmetrischen Teilen Expired DE337638C (de)

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