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DE33734C - Desinfektionsofen mit direkter Verdampfung - Google Patents

Desinfektionsofen mit direkter Verdampfung

Info

Publication number
DE33734C
DE33734C DENDAT33734D DE33734DA DE33734C DE 33734 C DE33734 C DE 33734C DE NDAT33734 D DENDAT33734 D DE NDAT33734D DE 33734D A DE33734D A DE 33734DA DE 33734 C DE33734 C DE 33734C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vessel
water
steam
disinfection
boiler
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT33734D
Other languages
English (en)
Original Assignee
L. LORENZ in Berlin C, Neue Friedrichstrafse 16 pt
Publication of DE33734C publication Critical patent/DE33734C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor
    • A61L2/02Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor using physical phenomena
    • A61L2/04Heat
    • A61L2/06Hot gas

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Der auf beiliegender Zeichnung dargestellte, zur Desinfection mittelst strömenden Wasserdampfes bestimmte Ofen setzt sich im !wesentlichen aus zwei zylindrischen Gefäfsen zusammen, von ;denen das obere b zur Aufnahme der zu desinficirenden Gegenstände 'dient, während das untere α zur Erzeugung des erforderlichen Niederdruekwasserdampfes und.gleichzeitig zum Vorwärmen der ;Luft aind der Wandungen im Innern des Apparates selbst -bestimmt ist.
Zu diesem letzteren Zweck : besonders ist der mit directem Feuer geheizte guiseiserne Kessel a mit inneren Rippen versehen, welche von dem oberen Flantsch bis zum Boden herabreichen und die Heizfläche, soweit dieselbe oberhalb des höchsten Wasserstandes liegt und somit für die Lufterwä'rmung in Frage kommt^ ungefähr verdoppeln.
Es ist dadurch erreicht, dafs sich im Anfang der Arbeitsperiode, während α mit Wasser bis zum höchsten Wasserstande, also zur Hälfte gefüllt ist, in kürzester Zeit schon, und zwar - noch ehe eine wirksame Dampfentwickelung eintritt, die den Apparat erfüllende Luft und die Apparatwandungen auf ca. ioo° C. erwärmen, eine Condensation des sich später entwickelnden Dampfes nicht mehr stattfindet, sondern im Gegentheil bei fortschreitendem Processe der Dampf an der Rippenheizfläche eine Temperaturerhöhung und somit der ganze Desinfectionsprocefs eine Beschleunigung erfährt.
In demselben Mafse nämlich, wie infolge der Verdampfung der Wasserstand sinkt, vergröfsert sich die von den Feuergasen umspülte Rippenheizfläche.
Mit abnehmendem Wasserquantum findet also eine Temperaturzunahme, d. h. eine Ueberhitzung des'Dampfes statt, so dafs das lebhafte Vorbeiströmen des Dampfes, wodurch allein eine Desinfection gesichert wird, auch selbst mit sinkendem Wasserstande in vollem Mafse erreicht wird.
Die zu desinficirenden Gegenstände werden mittelst eines Drahtkorbes oder sonst passender Einrichtung nach Oeffnung des Deckels:h von oben in den Apparat eingehängt, derart, dafs, wie in Fig. 1 strichpunktirt angegeben, rings um den Drahtkorb genügender Raum für die Dampfcirculation übrig bleibt.
Der Austritt des Dampfes geschieht dicht unterhalb der Mitte des Deckels durch das trompetenförmige Rohr e, welches losnehmbar in eine entsprechende Oeffnung des Cylinders a eingesteckt ist und den abziehenden Dampf direct in das Rauchrohr d leitet.
Mit Hülfe einer kleinen Drosselklappe läfst sich die Abströmung dieses Dampfes zur Dampfentwickelung selbst passend reguliren. Will man nach Schlufs des Desinfectionsprocesses den verbleibenden Dampf entfernen und das Gefäfs abkühlen, so kann dies geschehen entweder durch Oeffnen des Lufteinlasses ρ oder des Abflufshahns n; im letzteren Falle tritt zuvor noch die Entleerung des Gefäfses α ein.
Das Einfüllen des Wassers in den Kessel a geschieht von dem kleinen Expansionsgefäfs k aus, welches auf dem Wasserstandsglas / montirt ist und durch die Rohrleitung m direct mit dem Kessel communicirt.
Es ist also möglich, während des Betriebes Wasser nachzufüllen und dadurch die Des-

Claims (2)

  1. infectionsperiode beliebig zu verlängern, ebenso wie es durch Hahn η möglich ist, während des Betriebes das Wasser völlig abzulassen und somit die Betriebsperiode plötzlich zu beenden.
    Das Gefäfs k hat den Zweck, bei etwaigem Dampfüberdruck das in dem Wasserstandsglas I aufsteigende Wasser aufzunehmen, welches dann bei abnehmendem Druck wieder in den Kessel α zurückfliefst. An Stelle der directen Feuerung kann auch Heizung durch Hochdruckdampf eingerichtet werden, welcher in diesem Falle einem besonderen Dampfentwickler zu entnehmen wäre.
    Fig. 4 zeigt eine entsprechende Anordnung, bei welcher der gufseiserne Kessel a mit einer Dampfschlange versehen ist, welche theils direct zum Verdampfen des Wassers, theils aber auch, wie oben erläutert, zum Vorwärmen der Luft und Wandungen dient.
    Um jedoch diese Einrichtung unabhängig vom Hochdruckdampf zu machen, ist gleichzeitig noch eine directe Feuerung eingerichtet und der Kessel α hierfür mit den inneren Rippen versehen.
    Um den oberen Cylinder b möglichst gegen jede Abkühlung zu schützen, ist derselbe mit einem Aufsenmantel g versehen und der Zwischenraum mit Isolirmaterial ausgefüllt. In derselben Weise ist der Deckel h gegen Wärmeverluste geschützt.
    Zur Controle der Temperaturen ist der Deckel mit einer Oeffnung für das Thermometer versehen. Ferner ist die Regulirungsöffnungp zum Einlassen frischer Luft angeordnet.
    Die sonstigen Einrichtungen sind aus Fig. i, und 3 klar ersichtlich.
    Vorstehend beschriebener Apparat kann besonders bei Ausführungen in. geringen Dimensionen dadurch vereinfacht werden, dafs man die Gefäfse α und b aus einem Stücke anfertigt, wodurch jedoch die nachfolgenden Patent-Ansprüche nicht berührt wrerden sollen.
    Auch kann an Stelle der cylindrischen die prismatische Form gewählt werden.
    Pateντ-A NSPrüche:
    ι . Die Combination zweier cylindrischen oder prismatischen Gefäfse α und b, welche mit ihren offenen Enden derart und zu dem Zwecke mit einander zu einem Desinfectionsofen verbunden sind, dafs das untere mit inneren Heizrippen oder mit einer Heizspirale oder mit beiden versehene Gefäfs a gleichzeitig zur Entwicklung von Niederdruckdämpfen und zur Heizung des Gesammtinnenraumes benutzt wird, während das obere, gegen Wärmeverluste möglichst geschützte Gefäfs b, in welchem sich die zu desinficirenden Gegenstände direct über dem zu verdampfenden Wasser befinden, als Desinfectionsraum dient.
  2. 2. Die Combination des vorgenannten Gefäfses α mit der Rohrleitung m, dem als Standrohr dienenden Wasserstandsglas Z, dem Expansionsgefäfs k und dem Ablafshahn η derart, dafs während des Desinfectionsprocesses beliebig Wasser nachgefüllt und abgelassen, event, das Gefäfs a gänzlich entleert und durch Zulassen von Luft abgekühlt werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT33734D Desinfektionsofen mit direkter Verdampfung Expired - Lifetime DE33734C (de)

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