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Ofen, Kessel o. dgl. mit Einsatzfeuerung. Es ist bereits bei Kachelöfen
bekannt, außer der Ofenfeuerung eine besondere Einsatzfeuerung zum Beheizen mit
Gas vorzusehen. Die luftdicht in den Feuerungsraum des Ofens eingesetzte Gasfeuerung
dient hierbei zum Erwärmen der Zimmerluft, die unten in den Gasfeuerungskasten eintritt
und oben erwärmt abzieht, während die Abgase der Gasfeuerung am hinteren Ende des
Kastens in den Kachelofen abziehen. Die Gasfeuerung dient also hier in erster Linie
nicht zur Beheizung des Kachelofens, sondern im wesentlichen nur zur unmittelbaren
Beheizung der Zimmerluft, wenn auch die in den Abgasen noch vorhandene geringe Wärme
in den Kachelofen geleitet wird .und auf diesen in geringem Maße einwirken kann.
Der Gasfeuerungskasten tritt hierbei ferner nicht an Stelle des gewöhnlichen Ofenfeuerungsrostes,
vielmehr verbleibt dieser unterhalb des Gasfeuerungskastens an seinem üblichen Platze
im Ofen.
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Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich hiervon dadurch, daß
die Einsatzfeuerung für beliebigen Brennstoff auswechselbar im Ofen angebracht und
durch leichtes und bequemes Ein- und Ausschieben in Führungen durch eine mit einem
beliebigen anderen Brennstoff heizbare Feuerung ohne weiteres ersetzbar ist. Es
ist dadurch die Möglichkeit gegeben, @die in dem Ofens vorhanidene Feuerung j e
nach Erfordernis in einfachster Weise gegen eine mit anderem Brennstoff heizbare
Feuerung auszutauschen. Durch die leichte Ein- und Ausschiebbarkeit, die an sich
zwar für Feuerungskasten bei Öfen bekannt ist, AUSGEGEBEN AM 30. MAI
1921
kann der Austausch der Feuerungen gegeneinander auch von jedem Ungeübten
ohne Schwierigkeiten vorgenommen werden. Für eine Feuerung mit Kohle, Anthrazit,
Koks, Briketten und anderem festen Brennstoff bietet die leicht auswechselbare Ersatzfeuerung
die Möglichkeit, die Feuerung auch während des Brandes nacheinander in verschiedene
Öfen einzusetzen. Dadurch wird eine wesentliche Ersparnis an Heizstoff erzielt,
da die Feuerung, nachdem sie in einem Ofen zum Anwärmen des Raumes gedient hat,
halb ausgebrannt herausgenommen und in den Ofen eines anderen Raumes -eingeschoben
werden kann, um auf diese Weise gleichzeitig auch diesen Raum anzuwärmen. So können
mehrere Räume mit einer und derselben Feuerung angewärmt werden, so daß die Feuerung
in der Wirkung den üblichen ortsveränderlichen Petroleumöfen gleichkommt.
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Außer fürfeste Brennstoffe kann die Heizvorrichtung auch für flüssige
und gasförmige Brennstoffe eingerichtet sein.
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Auf .der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung
bei einer Ofenheizung dargestellt.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. z der Zeichnung ist a der in den
Feuerungsraum des Ofens einzubauende oder einzuformende Teil, der einen Führungsrahmen
zur Aufnahme der austauschbaren Ersatzfeuerung b bildet. Zur sicheren Führung beim
Ein- und Ausschieben der Ersatzfeuerung b ist der Teil a innen beiderseits mit Führungsleisten
c versehen, zwischen welchen sich die an der Ersatzfeuerung b beiderseits angebrachten
Leisten
d führen. Durch Anwendung von Rollen an Stelle der Führungsleisten kann die Reibung
verringert und das Ein- und Herausschieben der Feuerung b erleichtert werden. Vorn
ist an dem Feuerungskasten b eine Stirnplatte f angebracht, die mittels Schrauben
g an die Kopfplatte h der Buchse a festgeschraubt werden kann. i ist die
äußere und i' die innere Feuerungstür: Die an alten Ofen vorhanden Ofentüren müssen
natürlich zuvor abgenommen werden.
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Bei kleineren Feuerungen genügt es, nur den Türhals zur Führung für
die ein- und gusschiebbare Ersatzfeuerung vorzubereiten. Fig. a und 3 der Zeichnung
zeigen zwei derart vorbereitete Türhälse. In Fig. a der Zeichnung ist der Türhals
h in einer Ausbuchtung m mit Führungsrollen n versehen, während bei der Ausführung
nach Fig. 3 der Türhals h beiderseits Führungsnuten o trägt.
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Fig. 4 und 5 zeigen zwei Ausführungen, die zur Anwendung kommen, wenn
nur der vorbereitete Türhals mit oder ohne Kopfplatte eingebaut oder eingesetzt
werden kann und die ein- und aasschiebbare Ersatzfeuerung einer größeren Auflagerung
bedarf. Die Türhälse k sind hier mit seitlichen Trageteilen P oder q verbunden,
die noch wie in Fig. 4 der Zeichnung durch einen Rahmen r zusammengehalten werden
können. Die Trageteile p, q, die in den Türhals k eingeschoben und mit ihm verschraubt
sind, bilden die Verlängerung der Führungsrollen n oder der etwa angebrachten Führungsnuten
oder Führungsleisten, um die in den Ofen eingeschobene Ersatzfeuerung abzustützen.
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Bereits vorhandene Feuerungen erhalten zur Vorbereitung für die Aufnahme
der ein-und aasschiebbaren Ersatzfeuerung entweder die beschriebene Einrichtung
oder einen entsprechenden Führungseinsatz, der gegebenenfalls herausnehmbar sein
kann. Man kann sich auch darauf beschränken, die vorhandene Ofentür durch eine neue
zu ersetzen, die einen dem Querschnitt der ein- und gusschiebbaren Ersatzfeuerung
entsprechenden Ausschnitt, gegebenenfalls mit Führungshals, erhält.
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Die Ausbildung der auswechselbaren Ersatzfeuerung selbst ist natürlich
je nach dem zu verwendenden Brennstoff verschieden. Für Brikettfeuerung erhält sie
die in der Zeichnung dargestellte einfache Kastenform, für Kohlenfeuerung wird die
ein- und gusschiebbare Ersatzfeuerung mit einem Rost, für flüssigen Brennstoff mit
dessen gute wirtschaftliche Ausnutzung sichernden Brennern versehen, und für Gas
und elektrische Heizkörper wird die entsprechend gestaltete Feuerung noch mit leicht
an die feste Zuleitung anzuschließenden und ebenso zu lösenden Schlauch- oder Drahtleitunzen
auszeführt.
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Anstatt bei Ofenfeuerungen kann die Erfindung auch bei Kesselfeuerungen
o. dgl. Anwendung finden. Die auswechselbare Ersatzfeuerung wird hier gleichfalls
in einem Führungsrahmen leicht aus- und einschiebbar gemacht, so daß sie ohne Schwierigkeiten
entweder an Stelle der vorhandenen Feuerung oder zum Betriebe mehrerer Kessel benutzt
werden kann.