DE336708C - Verfahren zur Herstellung von Zement aus fluessigen Schlacken und Kalk oder Kalkstein im elektrischen Ofen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Zement aus fluessigen Schlacken und Kalk oder Kalkstein im elektrischen OfenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Zement aus flüssigen Schlacken und Kalk oder Kalkstein im elektrischen Ofen. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Zement aus flüssigen Schlacken im elektrischen Ofen.
- Zur Herstellung von Zement aus Schlacken hat man bereits mehrere verschiedenartige Verfahren vorgeschlagen. Die meisten davon beruhen darauf, daß Gemische aus Schlacken und im--wesentlichen Kalk oder Kalkstein zur s Erzeugung von Zement in verschiedenen Arten von Ofen erhitzt werden. Man hat auch bereits vorgeschlagen, Kalk den flüssigen Schlakken hinzuzufügen und so eine Mischung zu bilden, die dann in einem elektrischen Ofen weiterbehandelt wird, um die Masse zu schmelzen oder elektrisch zu zersetzen. In einzelnen Fällen wurde auch Kalk oder Kreide ergänzend in den elektrischen Ofen eingebracht, so daß diese einen Teil der Masse bilden.
- Nach einem anderen Verfahren wird flüssige Schlacke durch ein Rohr geleitet, das vorher mit Kalk und Kohle gefüllt worden ist, wobei der Kalk durch Verbrennung der Kohle oder durch die Verbrennungsgase auf eine hohe Temperatur erhitzt wird. Dieses Verfahren beruht auf der Lösung des Kalkes durch die Schlacke und seiner Verbindung mit der Schlacke 'zu einem in flüssigem Zustand erhaltenen Zement. Diese letzteren Verfahren sind jedoch niemals praktisch ausgeführt worden, weil sie schwierig zu beaufsichtigen und nicht einwandfrei sind. Wird nämlich ein Gemisch von Schlacke und Kalk im elektrischen Ofen bei Verwendung von Kohlenelektroden zur Flammenbildung erhitzt, so entsteht leicht Kalziumkarbid, weil freier Kalk mit der Elektrode in Berührung kommt, und nur -als ungewöhnliches Ergebnis erhält man guten Zement. Es sind auch schon Versuche gemacht worden, im elektrischen Ofen pulverisierte Gemische geeigneter Stoffe unter Verwendung von in der Masse arbeitenden Kohlenelektroden zu schmelzen. Diese Versuche haben das gleiche Ergebnis gehabt, nämlich die Erzeugung von Karbid, aus dem dann ein unbrauchbares Zement hergestellt wurde.
- Im Gegensatz hierzu ist es ein altes Verfahren, Zement aus Schlacken und Kalk oder Kalkstein herzustellen, indem die Mischung der Rohstoffe pulverisiert und hierauf in Dreh-oder Walzöfen, die Kohle oder Gas als Brennstoff verwenden, gesintert wird.
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Zement aus .flüssiger Schlacke durch unmittelbares Schmelzen der Schlacke mit Kalk oder Kalkstein im elektrischen Ofen ohne vorherige Mischung dieser Massen.
- Der in einen elektrischen Widerstandsofen eingebrachten flüssigen Schlacke, die den elektrischen Strom leitet, wird auf der Oberfläche des Schmelzbades Kalk oder Kalkstein in Stücken zugesetzt, der beim Durchgang des elektriscrgnS ure die Schlacke von der Oberfläche desniederschmelzen und sich mit `ägfl äc'ezü Zement verbinden kann. Die Temperatur ist hier so hoch, daß sie für die Reaktion ausreicht und den Zement in flüssigem Zustand hält. In einzelnen Fällen, wenn eine Schlacke mit einem hohen Prozentsatz an Kalk, z. B. eine aus dem basischen Martin- oder Bessemerprozeß herrührende Schlacke, vorliegt, so kann diese an Stelle von Kalk oder Kalkstein verwendet und beim Schmelzen kann eine mehr saure Schlacke hinzugefügt werden.
- Der elektrische Ofen besteht im wesentlichen aus einem gewöhnlichen Widerstandsofen, in dem die Schlacke den Widerstand bildet. Wird, wie bereits erwähnt, ein mechanisches Gemenge von Schlacke- und Kalk in Gegenwart von Kohle einer hohen Temperatur im elektrischen Ofen ausgesetzt, so verbindet sich der Kalk mit der Kohle und es entsteht kalziumkarbid. Läßt man dagegen den Kalk von der Oberfläche des Bades niederschmelzen, so kann er mit der Elektrode nicht bei einer so hohen Temperatur in Berührung- kommen, daß beim Arbeiten der Elektrode in der keinen Kalk enthaltenden eigentlichen Masse oder dem Bad Karbid entsteht, sondern es entstehen nur Silikatverbindungen, wobei zunächst Silizium reduziert werden muß, bevor der Kalk frei wird und wozu eine höhere Temperatur notwendig ist als für das Schmelzen des Zements.
- Die Erfindung bezweckt, 'dieAbesprochenen Nachteile zu beseitigen, und gleichzeitig will sie infolge ihrer Einfachheit ermöglichen, daß die Schlacken in sehr sparsamer Weise. zur Herstellung eines erstklassigen, allen Anforderungen genügenden Zements verwendet werden. Nach diesem Verfahren hergestellter Zement zerfällt nach dem Kühlen in der Luft viel vollständiger in ein sehr feines Pulver, wenn er beim Abstich nicht granuliert oder wassergekühlt wurde. Wird eine Kalium enthaltende Masse benutzt oder beim Schmelzen zugesetzt, so entweicht es als Gas. Die in der Beschreibung erwähnten Schlacken beziehen sich sowohl auf -in metallurgischen Prozessen gewonnene Silikate im allgemeinen, als auch auf solche, die beim Schmelzen von Gesteinen oder Erzeugnissen aus solchen Massen erhalten werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Zement aus flüssigen Schlacken und Kalk oder Kalksteinen im elektrischen Ofen, dadurch gekennzeichnet, daß der Kalk oder Kalkstein in Stücken so auf die Oberfläche des Schmelzbades 'aufgegeben äwird, daß niemals freier Kalk oder Kalkstein unmittelbar einem Flammenbogen oder einer Elektrode bei Temperaturen ausgesetzt wird, daß sich Kalziumkarbid bilden.kann.
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