DE336577C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Ein- und Ausschalten eines Stromkreises beim Auftreten und Aufhoeren von Sprechstroemen oder anderen elektrischen Schwingungen, insbesonder e fuer Parlographen, Diktaphone, Telephonographen u. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum selbsttaetigen Ein- und Ausschalten eines Stromkreises beim Auftreten und Aufhoeren von Sprechstroemen oder anderen elektrischen Schwingungen, insbesonder e fuer Parlographen, Diktaphone, Telephonographen u. dgl.Info
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-
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- G11—INFORMATION STORAGE
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Description
Das Schließen und Öffnen eines Stromkreises selbsttätig durch Sprechströme oder andere
elektrische Schwingungen zu bewirken, ist eine Aufgabe, vor die sich der Techniker nicht
selten gestellt sieht. Es ist jedoch bisher nicht gelungen, der hierbei auftretenden besonderen
Schwierigkeiten in einwandfreier Weise Herr zu werden. Der Grund der Schwierigkeiten
ist folgender: Jeder Sprechstrom setzt
ίο sich aus einem Grundstrom und dessen Änderungen
zusammen, die den Sprechlauten entsprechen und sich über den Grundstrom lagern. Zur Erzeugung der Sprechströme kommt stets
nur ein Mikrophon in Frage, dessen innerer Widerstand sich bekanntlich in weiten Grenzen
ändert. Das hat zur Folge, daß auch der Grundstrom verhältnismäßig starke Änderungen
erfährt. Es war nun bisher nicht möglich, mittels dieses stark schwankenden Grundstro-
ao mes ein Relais zuverlässig, d. h. so zu betreiben,
daß es unabhängig von der jeweiligen Stärke des Grundstromes den Motorstromkreis
. beim Auftreten von Sprechströmen oder, genauer gesagt, beim Auftreten der den Sprech-
a5 strömen entsprechenden Änderungen des Grundstromes
zu schließen und ihn bei deren Aufhören wieder zu öffnen vermag.
Gemäß der Erfindung wird die Schwierigkeit durch eine besondere Ausgestaltung des
"Ankers und des Kontaktes des Relais überwunden. Sein Anker ruht nämlich mit einer
federnden Zunge.; auf. - einem festen Anschlag,
so daß die von den Sprechströmen unabhängigen Änderungen des Grundstromes nur eine
mehr oder-weniger starke Durchbiegung des Ankers zur Folge haben. Gegen den Anker
legt sich lose ein frei schwingender Hammer. Der zu steuernde Stromkreis ist über den
Anker und den Hammer geführt. Letzterer schwingt gemäß den den Sprechlauten entsprechenden
Änderungen auf und nieder und bewirkt dadurch das öffnen und Schließen
des zu steuernden Stromkreises.
Auf der Zeichnung ist in Fig. ι ein Ausführungsbeispiel
des neuen Relais dargestellt. Fig. 2 veranschaulicht schematisch die Schaltung
einer Einrichtung, um mittels des neuen Relais den Stromkreis eines Motors durch
Sprechströme selbsttätig zu schließen und zu öffnen.
Das Relais enthält einen etwa U-förmig gebogenen permanenten Magneten A, auf dessen
Polansätzen B eine Platte C aus nichtmagnetischem Material befestigt ist. Auf die Polschuhe
sind Spulen D aufgeschoben, welche von den Stromschwingungen durchflossen werden.
Der gegen die Platte C isolierte Anker E ist an einem Ende, z.B. um ein Spitzenlager F,
drehbar und enthält eine federnde Zunge G, mit der er auf einem verstellbaren festen Anschlag
H ruht. Auf der Oberseite des Ankers E ist ein Kontakt / vorgesehen. Die Platte C
enthält ferner, gleichfalls isoliert, einen Arm K, an welchem, wiederum mittels eines Spitzen?
lagers L, ein frei schwingender Hammer M angebracht ist, der sich lose gegen den Kontakt /
des Ankers legt. Der zu steuernde Stromkreis ist über den Anker E, den Kontakt /,
den Hammer M und den Arm K geführt.
Ändert sich die von den Sprechströmen unabhängige Stärke des die Spulen D durchfließenden
Grundstromes,^so wird der Anker E unter Biegung der Zunge G nur mehr oder
to weniger angezogen. Der Hammer M folgt diesen Bewegungen vollkommen, so daß keine
Unterbrechung des zu steuernden Stromkreises erfolgt. Diese tritt vielmehr erst ein, wenn
der Anker E infolge der den Sprechlauten entsprechenden Änderungen des die Spulen D
durchfließenden Stromes in Schwingungen gerät.- - -- ■
Um die Empfindlichkeit des Relais in einfacher Weise verändern zu können, ist es um
ao einen Zapfen N seines Gestells 0 drehbar gelagert,
so daß es gegenüber der Horizontalen verstellt werden kann.
Die Schaltung des neuen Relais und seine Verbindung mit den sonst noch erforderlichen
as Einrichtungen ist in einem Ausführungsbeispiel durch Fig. a veranschaulicht. Hier ist
angenommen, daß es sich um die Aufgabe handelt, den Motor eines Parlographen, Diktaphons,
Telephonographen oder einer ähnlichen Vorrichtung nur so lange laufen zu lassen, als
infolge des Vorhandenseins von Sprechströmen eine Aufnahme auf die Walze erfolgen soll. '
Die z. B. von dem nicht gezeichneten Amt I über die Leitungen 1, 2 ankommenden Sprech- !
ströme durchlaufen den Telephonographen 3 oder eine ähnliche Vorrichtung sowie die Primärspule
4 eines Übertragers. Seine Sekundärspule 5 steht mit einer Verstärkerlampe 6 der üblichen Art in Verbindung. Die verstärkten
Sprechströme durchlaufen die Wicklung 7 einer Schreibdose, deren Stift 8 das |
Gespräch in die Walze 9 einschreibt, sowie die Wicklung 10 eines sogenannten mikrophonischen
Verstärkers. Sein Anker 11 wirkt auf die Füllung eines Mikrophons. Der Anker 11 '
und der Block 12 des Mikrophons sind über eine Stromquelle 13 mit der Wicklung D des ;
im vorstehenden beschriebenen neuen Relais verbunden. Der Anker E und der Hammer M :
steuern hier den Stromkreis des Antriebsmotors 14 für den Telephonographen o. dgl. nicht
unmittelbar,, sondern unter Zwischenschaltung eines hochempfindlichen, zweckmäßig polarisierten
Relais 15 und eines Zeitrelais 16. Die Wirkungsweise der Einrichtung gemäß
Fig. 2 ist folgende: Die Sprechströme werden zunächst durch die Lampe 6 verstärkt und
bewegen einerseits die Schreibdose 7, 8, anderseits das Mikrophonrelais ii, 12. Durch dieses .
werden die den Sprechlauten entsprechenden Änderungen noch weiter verstärkte Gleich- j
! zeitig treten jedoch in dem sekundären Kreise j des Mikrophonrelais erhebliche Schwankungen
; in dem Grundstrom auf. Das Relais D, E1 M
überträgt nun, wie bereits dargelegt ist, nur die den Sprechlauten entsprechenden Änderungen
auf seinen sekundären Stromkreis, das hochempfindliche Relais 15 spricht auf diese
an und schließt und öffnet in kurzer Zeitfolge den Stromkreis des Zeitrelais 16. Letzteres
ist in irgendeiner bekannten oder besonderen Weise derart ausgebildet, daß es seinen Anker
nach dem ersten Anziehen eine gewisse Zeit-, lang in der Arbeitsstellung hält, so daß der
j Motor 14 nicht nach jeder Meinen Welle des ; Sprechstroms sofort wieder stromlos wird. Dies
tritt vielmehr erst bei einer größeren Sprechpause ein.
Obwohl gemäß Fig. 2 der im vorstehenden beschriebenen Einrichtung einerseits dem neuen
Relais D, E1 M eine Verstärkerlampe und ein Mikrophonrelais vorgeschaltet sind und anderseits
die Steuerung des Antriebsmotors 14 erst durch Vermittlung der beiden Relais 15, 16
erfolgt, ist die Erfindung nicht darauf beschränkt, daß diese sämtlichen Vorrichtungen
und Relais vorhanden sein müssen. Sie sind vielmehr nur der besseren und zuverlässigeren
Wirkung halber vorgesehen, haben jedoch im Grunde genommen mit dem Wesen der Erfindung
nichts zu tun. Auch braucht der durch das neue Relais gesteuerte Stromkreis
keineswegs stets einen Motor .zu enthalten, in entsprechender Weise können auch Signalstromkreise
gesteuert werden. '
Claims (4)
- Patent- An Sprüche:
- i. Vorrichtung zum selbsttätigen Ein- und Ausschalten eines Stromkreises beim Auftreten und Aufhören von Sprechströmen oder anderen elektrischen Schwingungen, insbesondere für Parlographen, . Diktaphone, Telephonographen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der zu steuernde Stromkreis über einen Relaisanker [E), der mit einer federnden Zunge (G) dauernd auf einem festen Anschlag (H) ruht, und einen sich lose gegen den Anker (JE) legenden, frei schwingenden Hammer (M) geführt ist, so daß die von den Sprechströmen unabhängigen Änderungen des Grundstromes nur eine mehr oder weniger starke Durchbiegung des Ankers (E) zur Folge haben, während die den Sprechlauten entsprechenden Änderungen ein Öffnen und Schließen des zu steuernden Stromkreises bewirken. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (D, E, M) zwecks Veränderung seiner Empfind-"120 lichkeit um einen ortsfest gelagerten wagerechten Zapfen (N) drehbar angeordnet isL
- 3· Vorrichtung nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß dem Relais (D, E1 M) ein Mikrophonrelais (ii, 12) vorgeschaltet ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Relais (D, E, M) und dem zu steuernden Apparat (14) ein hochempfindliches Relais (15)" und ein Zeitrelais (16) eingeschaltet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.BEItUN. GEDRUCKT IN DER BEICHSDBUCKEREl.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE336577T | 1920-08-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE336577C true DE336577C (de) | 1921-05-06 |
Family
ID=6220524
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920336577D Expired DE336577C (de) | 1920-08-25 | 1920-08-25 | Vorrichtung zum selbsttaetigen Ein- und Ausschalten eines Stromkreises beim Auftreten und Aufhoeren von Sprechstroemen oder anderen elektrischen Schwingungen, insbesonder e fuer Parlographen, Diktaphone, Telephonographen u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE336577C (de) |
-
1920
- 1920-08-25 DE DE1920336577D patent/DE336577C/de not_active Expired
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