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Umschaltvorrichtung für Uhfe1i. Vorliegende Erfindung bildet eine
Umschaltung speziell für Uhr- und Laufwerke und soll neben Vereinfachung volle Sicherheit
in der Einrichtung ohne Veränderung von Zahneingriffen herbeiführen.
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Der Erfindungsgegenstand wird Bach der vorliegenden Ausführung beispielsweise
zur L'tnsclialttmg eineshrlirwerl<es finit elektrischer Auslösung, welches noch
mit niechanischeni Gang (Pendelgang) ausgestattet ist, abgewandt.
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Um bei einer elektrischen Zentraltihranlage einer Unterbrechung, d.
h. Stillegung sämtlicher Uhren, wie dies durch Versagen der Hauptuhr, durch Schaden
-in der Leitung oder einer sonstigen Störung eintreten kann, vorzubeugen, sind die
Nebenuhren als; _solt:he gleichzeitig mit mechanischem Gang (Pendelgang) versehen,
und es braucht gemäß der Erfindung das Uhrwerk nur auf den niechanischen Gang (Pendelgang)
tongeschaltet und das Pendel angestoßen zu werden. Dies ist hauptsächlich wichtig
für solche Betriebe, welche eine moderne Arbeitszeitkontrolle ausüben durchAnwendung
vonKontrollapparaten, die von einer Zentraluhr aus betätigt werden, wo Anfang und
Ende der Arbeitszeit auf die Minute genau abgestempelt "verden und die Lohnberechnung
nach dieser gestempelten Zeit erfolgt. Hier wäre eine Unterbrechung bzw. ein Stillstand
der Uhrenanlage von schädigender Wirkung für den Betrieb. Auch für jede sonstige
Zentraluhranlage ist es von Wichtigkeit, eine Störung auf angeführte Art zu be-@eitigen.
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Denn Erfindungsgegenstand -ist ein vorstehend erwähntes Uhrwerk zugrunde
gelegt und demselben entsprechend nachstehend beschrieben.
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Es zeigt: Fig, r. eineAnsicht der in Betracht kommenden Teile unter
Weglassung der vorderen Platine.
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Fig. a eine Seitenansicht von Fig. r. Fig.-3 die Stellung nach Einschaltung
des Pendelganges,- . -- : Fig. q. die Stellung nach 13inschaltung der °lektrischen
Auslösung..
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hig. 5 zeigt in einer Ansicht die Stellung der Mitnehmerscheihe b
und des Rades c von Fig. 3.
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Auf der Triebwelle a des Kleinbodenrad'es .ist eine -.Mitnehmerscheibe
b befestigt; das Kleinboden:rad c selbst ist seitlich dieser Scheibe b lose drehbar
auf der Triebwelle gelagert und steht in bleibendem Eingriff .mit dein Steigrad
d. Außerdem steht dieses Kleinbodenrad mit seinem Trieb a. im Eingriff finit dein
auf der Zeichnung nicht angeführten Minutenrad und bildet zusammen finit dem Beisatzrad
und Federhaus eire komplettes Gehwerk. Auf der anderen Seite der Mitnehmerscheibe
b, auf der Triebwelle a ebenfalls lose drehbar gelagert, befindet sich (las Rad
c1, welches mit dein Nockenrad e für die elektrische Auslösung in stetem Eingriffe
steht. Dieses Nockenrad e trägt die Anschläge für den elektrischen Auslöseliebel
und greift in ein Zwischenrad und dieses in einen Windfang, welche auf der Zeichnung
nicht angegeben sind, ein. Das Trieb a bildet also finit dem Rad c, c1 ein Kleinbodenrad
mit
zwei auswechselbaren Rädern. welche durch Umschaltung gekuppelt
bzw. entkuppelt werden und wovon das Rad c für das Gehwerk und das Rad cl für die
elektrische Auslösung bestimmt ist. Beide Räder c, cl werden von dem Steuerhebel
i in gleichem Abstande voneinander gehalten. Eine Blattfeder f, fl, welche auf der
Außenseite in einer Ausdrehung des Rades c, c 1 angebracht ist und an dem einen
Ende den Mitnehmerstift;, gl besitzt, ragt mit diesem durch eines der in der Mitnehmerscheib°
b befindlichen Löcher h. Der Mitnehmer j greift bei einer Umschaltung in eines dieser
Löcher h., wodurch das betreffende Rad mit der Mitnehmer cheibe gekuppelt und mitgenommen
wird (s. Fig.5). Die Umschaltung erfolgt durch einen Steuerhebel i, welcher auf
der Achse in drehbar gelagert und in seiner Endstellung durch eine Feder k gehalten
wird. Der Hebel -i trägt an seinem gabelartig geformten Ende die Stifte i, h, mittels
welchen er in die Führungsrollen., zal der Räder c, cl eingreift und dieselben immer
in. gleichem Abstande führt und hält. Bei einer Umschaltung werden die Räder c.
cl, ohne daß sich ihre Zahneingriffe verändern, durch den Steuerhebel i derart achsial
verschoben, daß stets ein Rad mit der Mitnehmerscheibe b gekuppelt ist. Bevor nun
(las angekuppelte Rad hei einer Unischaltung sich auslöst, d. h. bevor dessen Mitnehrnerstift
die M:itnehmerscheibe verläßt, greift schon der Mitnehmerstift des anderen Rades
.der Stellung entsprechend entweder in eines der Löcher la der Mitrnehinerscheibe
b, oder er gibt nach und wird durch. Wirkung seiner Feder f gegen den vollen Teil
der Mitnehmerscheibe gedrückt, wo er aufliegt, bis die Auslösung erfolgt ist und
.die Mitnehmerscheibe sich durch die Uhrfeder- oder Gewichtskraft dreht und das
erste erscheinende Loch lt dem Mitnehmerstift ein Eingreifen und damit ein
Ankuppeln ermöglicht. Gleichzeitig überträgt sich die Federkraft auf das an die
Mitnehmerscheibe b gekuppelte Kleinbod'enrad, während das andere Rad ausgeschaltet
@xi@rd. Bei Einschaltung des mechanischen Ganges wird das Rad c mit der Mitnehnierscheibe
b gekuppelt und das Gehwerk ist ausgeschaltet unter gleichzeitiger Ausschaltung
der elektrischen Auslösung. Erfolgt eine Umschaltung auf -die elektrische .Auslösung,
so wird das Rad cl mit der itnehmerscheibe b gekuppelt und der mechanische Gang
ausgeschaltet.
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Die jeweilige Stellung der Unischaltung ist durch eine Anzeigevorrichtung
auf dem Zifferblatt ersichtlich.