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DE335432C - Weichenstellung vom Fuehrerstand aus durch eine Gegenweiche - Google Patents

Weichenstellung vom Fuehrerstand aus durch eine Gegenweiche

Info

Publication number
DE335432C
DE335432C DE1920335432D DE335432DD DE335432C DE 335432 C DE335432 C DE 335432C DE 1920335432 D DE1920335432 D DE 1920335432D DE 335432D D DE335432D D DE 335432DD DE 335432 C DE335432 C DE 335432C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switch
bolt
track
driver
train
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1920335432D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RICHARD ECKERLE
Original Assignee
RICHARD ECKERLE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RICHARD ECKERLE filed Critical RICHARD ECKERLE
Application granted granted Critical
Publication of DE335432C publication Critical patent/DE335432C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L11/00Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle
    • B61L11/02Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle using mechanical interaction between vehicle and track

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Railway Tracks (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

Die vorliegende Weichenstellung vorn Führerstand aus ist in erster Linie für Neben>bahnen, Kleinbahnen, Industriegleise usw. gedacht, mag aber auch weiter verwendbar sein. Sie beruht auf dem Gedanken, die Gleisweiche durch eine besondere und entgegengesetzte Weiche, die Gegenweiche, die durch Fig. 8 schematisch dargestellt ist, vomZug aus .durch eine auslösbare Stellvorrichtung aufschneiden zu lassen, wozu die Zungen der Gegenweiche an der Stange befestigt sind, welche die Gleisweichenzungen verbindet. Die Gegenweiche kann auch geteilt beidseitig außen vom den Schienen angeordnet sein und läßt mancherlei Ausbildungen zu.. Immer aber wird die An^ Ordnung so zu wählen sein, daß für Fahrt nach rechts die rechte unid für Fahrt nach links die linke Stellvorrichtung auszulösen ist. Vorteilhaft ist dabei weiter, daß die Stellvorrichtung immer ausgelöst werden kann und soll ohne Beachtung, ob die Gleisweiche richtig oder falsch steht, und daß sie beliebig weit vor der Weiche ausgelöst werden kann.
In Fig. ι hat die Gegenweiche eine keilförmige Doppelzunge α, die durch die rechte oder linke Stellvorrichtung b (ein Keil, Rad ο. dgl.) in einer rechten oder linken Führungsbahn nach links oder rechts gedrückt wird. Die Führungsbahnen sind (auf der Zeichnung nicht möglich) genügend lang vor der Weiche anzulegen und beim Anfang zu erweitern. Beim QuerBchwellenunterbau kommt diese Gegenweiche an sich schon hoch zu liegen, sie ist aber immer so hoch zu legen, daß die Stellvorrichtung nicht bis zum· Schienenniveau herabreicht, um nach Passieren der Gegenweiche über die inneren Schienenstränge hinweggehen ziu können. Oder aber die Stellvorrichtung ist nach Passieren der Gegenweiche auf dann rasch ansteigender Bahn μ zum selbsttätigen Zurückschnappen zu bringen. Es könnten natürlich auch zwei Einzelzungen geteilt außen -von den Schienen angeordnet werden, wobei diese die inneren Schienen der Führungsbahn für die Stellvorrichtung bilden. Einfacher ist die Ausbildung der Gegenweiche nach Fig. 2, wo zwei Zungen c außen von den Schienen angeordnet sind und durch " ■ Stellschuhe d oder Rollen mit Seitenflanschen an die Schiene herangezogen werden·. Hier sind besondere Führungsbahnen nicht nötig, da der Stellschuh auf der Schiene gleitet, bevor er zur Zunge der Gegenweiche kommt, und ebenso nachher auf der Schiene weitergleitet, bis er durch Hebelumstellung zurückgenommen wird. Der Stellschuh ist geformt wie früher die Radschuhe zum Bremsen, mit zwei Seitenbacken, deren äußere vorn etwais erweitert ist zum leichteren Fassen der Gegenweichenzunge; auch soll er genügend schwer sein. Bei der Ausbildung der Gegenweiche nach Fig. 1 und 2 wäre die Gleisweiche bei Fahrt zur Weiche durch das vorderste Zugrad, wie schon bisher oft, aufzuschneiden. Die Weiterbildung der Gegenweiche für beide Fahrtrichtungen zeigen für die Ausbildung nach Fig. 2 die Fig. 3 und 4. Aber auch die Ausbildung nach Fig. 1, sowohl mit Doppelzunge als mit geteilten Einzelzungen außen
.. von, den Schienen, ist für beide Fahrtrichtun-■' gen ebenso baufäbig.
In Fig. 3 und 4 hat die Gegenweiche beidseits Zungen e für beide Fahrtrichtungen, deren Enden auf der' Verbindungsstange / übereinander' geblattet und seitlich so abgeschrägt sind, daß sie bei keiner Stellung überstehen. Der Stellschuh wird auch bier besser immer und ohne Beachtung der Stellung der Gleisweiche ausgelöst, beliebig weit vor der Weiche, und zwar bei Fahrt gegen die Weiche auf Seite der Fahrtrichtung, bei Fahrt zur Weiche auf der Seite, die gegenüber dem andern Gleis Außenseite ist.
Bei der neuen Umstellung der Weiche durch diese Gegenweiche (Fig. 1 bis 4) kann die Gleisweiche durch Gegengewicht, elektrische Sicherung oder in sonst bekannter Weise gesichert wenden. Hier kommen zwei Verriegelungsarten der Verbindungsstange f, die dann entsprechend kräftiger und vierkantig zu formen ist, und ihre Varianten neu hinzu.
Bei der einen Art (Fig. 1 bis 3) sind auf der Oberseite der Verbindungsstange Nuten a5 für den Riegel, der durch einen Mitnehmer vorn unten am Zug wagerecht ausgestoßen und durch beidseitige Federn wieder zurückgeschoben wird. In Fig. 2 sind zwei- Nuten für einen Riegel g; in Fig. 3 hat der Riegel h auf der Unterseite zwei Backen, die Verbindungsstange drei schmalere Nuten, in deren zweien die Riegelbacken jeweils eingreifen. In Fig. ι sind zwei Riegel mit je einer Nut nötig, und entsprechend auch zwei gesonderte Mitnehmer am Zug; hier liegt auch jeweils der eine Riegel gegen die Verbindüngsstange an. Die weitere Form dieser Riegel zeigt Fig. ζ, die ein- Schnitt nach A-B aus Fig. 5 ist Der Riegel hat beidseitig Verlängerungen % die so viel höher liegen, daß sie über Verbindungsstange und Querschwellen hinweggehen und die in Führungen/ gleiten. Oben auf dem Riegel sitzt quer ein rechteckiger Anschlag k, gegen den sich der Mitnehmer am Zug, ein ebenfalls rechteckiges Flächeisen; legt und den Riegel eine kurze Strecke mitnimmt. Damit dann der Mitnehmer ober den Anschlag hinweggehen kann, wenn der Riegel gegen die- Hemmung I stößt, ist entweder der Mitnehmer oder der Anschlag in bekannter Weise unter Federspannung drehbar, und zwar entweder der Mitnehmer um seine Oberkante nach rückwärts oder (weniger günstig) der Anschlag um seine wagerechte Mittellinie nach beiden Richtungen, wobei er vom Mitnehmer auch nur bis zu etwa ein Drittel seiner Höhe gefaßt werden dürfte. Die Federn des Mitnehmers bzw. des Anschlages sind natürlich stärker zu nehmen als die wagerechten Riegelfedern. Mitnehmer oder Anschlag müssen so weit über die Gleismitte hinausragen, daß der Mitnehmer den Anschlag auch bei seitlichem Einfahren zur Weiche trifft und mitnimmt.
Der Riegel (Fig. 1 bis 3) könnte auch so ausgebildet sein, daß ein Doppelhebel mit dem einen Ende am Riegel oben in der Mitte gelenkig verbunden und am anderen Ende nach aufwärts der Anschlag befestigt ist, entsprechend über dem Gleisniveati des Mitnehmers wegen, wobei dann der Riegel den umgekehrten Weg macht.
Nach der zweiten Art in Fig. 4 wird die Verbindungsstange f auf ihrer Unterseite senkrecht verriegelt. Fig. 6 ist ein Schnitt nach E-F, Fig. 7a ein Schnitt nach C-D. (Fig. Jh käme nur in Betracht, wenn außerhalb der Schwellenköpfe angeordnet und bei anderem als Querschwellenunterbau.) Die A^erriegelungsanlage besteht aus einer bewegliehen Brücke, deren Lauf decke m über der Verbindungsstange und den Schwellen η (Fig. 7a) liegt und von beiden Seiten nach der Mitte ansteigt. Durch Streben 0 überträgt die Laufdecke den auf sie ausgeübten Druck auf den Riegel p. Riegel und Feder liegen in eine'm Schacht r. Der Druck auf die LaufdJecke und damit die Entriegelung erfolgt durch einen senkrechten (oder nach rückwärts geneigten) Drücker vorn unten am Zug. Der Drücker mag nun von Flacheisenform oder eine Walze sein, mag gelenkig nachgiebig sein oder nicht, und kann immer in Stellung oder (bei · beidseitiger Anordnung der Verriegelung wie in Fig". 4) auch abwechselnd auslösbar sein, im letzteren· Fall etwa mit dem Stellschuh zu einem Ganzen vereinigt.
Auch diese Verriegelungsart könnte mit Doppelhebel ausgebildet sein, dabei die Verriegelung der Verbindüngsstange senkrecht auf deren Oberseite erfolgen, indem die Laufdecke auf dem einen Hebelende gelagert ist, während durch das andere Hebelende der Riegel nach oben ausgehoben wird. Die Federung zum Zurückführen des Riegels könnte dabei mannigfach angeordnet sein: unter der Lauf decke oder unter dem Riegel, dabei zwei Federn beidseitig der Verbindungsstange oder eine Feder mit zwei Streben (wie 0).
Die Verriegelung nach Fig. 1 bis 3 könnte statt (einmalig) in der Gleismitte auch außen an den Schienen und Gegenweicbenzungen angebracht sein, und könnte dann etwa der Mitnehmer mit dem Stellschuh, natürlich jener diesem vorausliegend, auch wieder zu einem auslösbaren Ganzen vereinigt werden. Und die Verriegelung nach Fig. 4 könnte, bei entsprechendem Hochlegen wegen der vom Drücker dann zu passierenden inneren Gleisstränge, einmalig in def Gleismitte angeordnet sein, mit zwei Nuten für den einen Riegel und geteilten Laufdecken nach der einen Seite für
die abzweigenden Gleise. Der Mitnehmer für ■die Verriegelung (Fig. ι bis 3) und'der Drücker für die nach Fig. 4 müssen der auslösbaren Stellvorrichtung der Gegenweiche so weit vorausliegen, daß der Riegel ganz aus der Nut heraus ist, bevor die Stellvorrichtung"die Gegenzunge angreift; weiter muß die Verbindungsstange f mindestens einen Teil ihres Verschiebungsweges zurückgelegt haben, bevor der Riegel wieder freigegeben wird Abstand des Mitnehmers oder Drückers von der Stellvorrichtung, die Länge der Gegenweichenzungen und die Länge des Riegelweges (Fig. 1 bis 3) bzw. die Dauer des Druckes auf den
!5 Riegel (Fig. 4) sind somit voneinander bedingt und gegeneinander abzupassen. Bei der Anordnung von zwei Riegeln werden diese, außer bei etwaiger auslösbarer Anordnung des Mitnehmers oder Drückers, bei jeder Weichenstellung jedesmal beide unter Druck genommen und dürfen das ohne weiteres werden.
Fig. 9 zeigt die Entriegelung mittels eines Doppelnebels s, der von einem über dem Gleisniveau gelegenen Vorsprung ν des Stellschuhs mitgenommen wird. Dazu liegt die ganze Verriegelung entsprechend hoch oder doch von t an, wo die Verbindung bis zum Hebel 5 ein Draht oder eine Kette ist.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Weichenstellung vom Führerstand aus durch eine Gegenweiche, die in der Gleismitte (a) oder geteilt außen von den Schienen und jeweils nur für Fahrt gegen die Gleisweiche (c-c) oder für Fahrt gegen und zur Gleisweiche (e-e) angeordnet ist, und die durch vorn unten am Zug angebrachte rechts oder links auslösbare Stellvorrichtungen (Jb oder d) nach links oder rechts gedrückt wird, dabei durch die Verbindungsstange (f) die Gleisweiche mitnimmt und umstellt, wobei die Stellvorrichtung als Keil, Rad ο. dgl. (6) in einer besonderen Bahn oder als Führungsschuh, Rolle (d) auf der Schiene gleitend zur Gegenweichenzunge geführt wird, und wobei die Weiche in bisheriger Weise durch Gegengewicht, elektrische Sicherung usw. gesichert wird.
2. Weichenstellung nach Anspruch 1, wobei die Weiche durch eine wagerechte Verriegelung der Verbindungsstange (f)
gesichert wind und der Riegel (g, K) durch überhöhte verlängerte Arme (J) mit den beidseitigen Federn verbunden ist, und wobei die Entriegelung durch einen vorn unten am Zug und genügend vor der Stellvorrichtung gelegenen Mitnehmer erfolgt, der den Riegel an einem quer aufgesetzten Anschlag k bis zu einer Hemmung (Z) mitnimmt, ihn dann freiläßt, indem der Mitnehmer oder auch der Riegelanschlag unter Federspannung drehbar ist, welche wagerechte Verriegelung auch durch einen Doppelhebel, der mit einem Ende oben am Riegel gelenkig verbunden ist und auf dem anderen Ende den Anschlag hat, mittelbar und in umgekehrter Richtung erfolgen kann, und welche wagerechte Verriegelung in der Gleismitte einmal oder innen wie außen von den Schienen doppelt und dabei abwechselnd eingreifend, in, diesem Fall auch mit zwei Mitnehmern am Zug angeordnet sein kann, welche Verriegelung auch mittels eines Doppelhebels (s) bei der Anordnung für Fahrt gegen die Weiche erfolgen kann, der von einem über dem Gleisniveau gelegenen inneren Vorsprung (v) des Stellschuhs mitgenommen wird.
3. Weichenstellung nach Anspruch 1, wobei die Weiche durch eine senkrechte und gefederte Verriegelung der Verbindungsstange (/) auf ihrer Unterseite gesichert wird, und wobei die Entriegelung durch den von einem vorn unten am Zug und genügend vor der Stellvorrichtung gelegenen Drücker bzw. einer Walze auf die Lauf decke (m) ausgeübten Druck durch Streben (0) auf den Riegel (p) und seine Feder übertragen wird, welche senkrechte Verriegelung auch auf der Oberseite der Verbindungsstange erfolgen kann mittels eines Doppelhebels, auf dessen einem Ende die Lauf decke gelagert ist, während das andere Ende durch gelenkige Befestigung auf der Oberseite des Riegels diesen (und seine Feder) nach oben aushebt, welche senkrechte Verriegelung weiter zweimalig mit abwechselndem Eingreifen der Riegel und entsprechend zwei Drükkern oder Walzen am Zug außen von den Schienen oder einmalig in der Gleismitte (doch mit zwei Laufdecken in der einen Richtung) angeordnet sein kann.
Hierzu r Blatt Zeichnungen.
DE1920335432D 1920-02-24 1920-02-24 Weichenstellung vom Fuehrerstand aus durch eine Gegenweiche Expired DE335432C (de)

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