DE335434C - Einrichtung zum Schutz von in Teilstrecken unterteilten Leitungen bei Eintritt von Erd- oder Kurzschluessen - Google Patents
Einrichtung zum Schutz von in Teilstrecken unterteilten Leitungen bei Eintritt von Erd- oder KurzschluessenInfo
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- DE335434C DE335434C DE1919335434D DE335434DD DE335434C DE 335434 C DE335434 C DE 335434C DE 1919335434 D DE1919335434 D DE 1919335434D DE 335434D D DE335434D D DE 335434DD DE 335434 C DE335434 C DE 335434C
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H1/00—Details of emergency protective circuit arrangements
- H02H1/0007—Details of emergency protective circuit arrangements concerning the detecting means
- H02H1/003—Fault detection by injection of an auxiliary voltage
Landscapes
- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
Description
Es sind Einrichtungen bekannt zum Schutz von in Teilstrecken unterteilten Leitungen bei
Eintritt von Erd- und Kurzschlüssen, welche die kranke Leitungsstrecke selbsttätig ausschalten
und so den ungestörten Betrieb des gesunden Leitungsteiles ermöglichen sollen. Es sind hierbei am Anfang und Ende jeder
Teilstrecke Schalter vorgesehen, welche durch Relais geöffnet werden. Diese werden ihrerseits
durch Ströme betätigt, deren Entstehung eine Folge der auftretenden Erd- bzw. Kurzschlüsse
ist. Diese Einrichtungen weisen jedoch meist den Nachteil auf, daß eine Beschränkung
der Schutzwirkung auf nur den kranken Leitungsteil sehr schwierig ist, da der Störungsbereich eines Erd- oder Kurzschlusses
sich im allgemeinen nicht leicht lokalisieren läßt.
Es ist nun Gegenstand der Erfindung eine Einrichtung zum Schutz von in Teilstrecken
unterteilten Leitungen bei Eintritt von Erdoder Kurzschlüssen, bei der im Störungsfall
nur die der Störungsstelle am nächsten befindlichen Relais ansprechen, so daß nur die
Schalter geöffnet werden, welche den kranken Leitungsteil abschalten. Hierzu soll erfindungsgemäß
die Leitung durch auf eine netzfremde Periodenzahl abgestimmte Kombinationen von Drosselspulen und Kapazitäten in
Abschnitte unterteilt sein, in welche am Anfang und am Ende jedes Leitungsabschnittes
mittels Transformatoren einander gleiche, aber entgegengerichtete Hilfsspannungen von der
vorerwähnten netzfremden Frequenz induziert werden, so daß sich in allen gesunden Leitungsstrecken
diese Hilfsspannungen aufheben, während in. den kranken Leitungsteilstrecken
die induzierten Hilfsspannungen sich in bezug auf den Störungsstromkreis in Parallelschaltung
befinden und in diesem einen Strom erzeugen, dessen Einwirkung lediglich diejenigen
Relais zum Ansprechen bringt, welche die dem kranken Leitungsteil zugeordneten Schalter
betätigen. Damit sich nun aber die Ströme der netzfremden Frequenz in dem kranken
Leitungsteil schließen können, muß am Anfang und Ende jeder Leitungsteilstrecke ein künstlicher
Stromweg für den hochfrequenten Strom geschaffen sein, was z. B. dadurch geschehen
kann, daß an diesen Punkten je zwei Phasenleitungen des Netzes durch eine mit einer
Kapazität in Reihe geschaltete Drosselspule überbrückt werden, welche derart bemessen
sind, daß sie für die netzfremde Frequenz einen Kurzschluß darstellen.
Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung erläutert.
In der Figur bedeutet L ein Leitungsstück einer Dreiphasenleitung, an dessen Anfang und
Ende Einrichtungen zum Schutz bei Störungserscheinungen vorgesehen sind. Das Leitungsstück L ist von der übrigen Leitung durch die
Schalter Si, S'i, S11J. und Si, S1L S1V abtrennbar.
Diese Schalter werden durch die Relais Ra,
K, R1H bzw. Rl, R1I, R"i betätigt, welche durch
die Primärströme der Dreiphasentransformatoren ta bzw. tb erregt werden. Die Primärwicklungen
φί, p'i p'X bzw. j>i, pl p'i' dieser
Transformatoren werden von dem Dreiphasennetz i, 2, 3 eines Generators G gespeist, welcher
Ströme einer von der Frequenz des Hauptnetzes abweichenden Frequenz liefert. Dieser
Generator G kann durch einen besonderen, | gegebenenfalls von dem Hauptnetz unabhängigen
Motor M angetrieben werden. Die Sekundärwicklungen q'a, qä, q'ä bzw. qb, q'i, q'i'
S sind mit den Netzleitungen von L in Reihe geschaltet. Die in qa und qj, bzw. q'i und q'i
bzw. q'ä und q'ü induzierten Hüfsspannungen
sind einander gleich, aber entgegengerichtet, , so daß die Summe der induzierten Spannungen
ίο in jeder Phasenleitung gleich Null ist. Bei
normalem Betrieb wird also ein Strom netzfremder Frequenz nicht zustande kommen.
Anders liegen die Verhältnisse, wenn z. B. an der Stelle χ zwischen den Phasenleitern I"
und V" des Leitungsstückes L ein Kurzschluß eintritt. In bezug auf den Kurzschluß befinden
sich die beiden in den Leitern I" und V" induzierten Hüfsspannungen in Parallelschaltung,
und so wird in den entsprechenden ' Transformatorwicklungen q'L qvä und q'j,, q"b '
von ta und tb ein Kurzschlußstrom fließen,
welcher sich über das ganze Netz schließen würde, wenn nicht Einrichtungen, die dieses i
verhindern, vorgesehen wären. Derartige Ein- j richtungen sind die in Reihe zu den Leitern
V, I", V" geschalteten Kombinationen von DrosselspuleundKapazitätC^, C"aO"a, C1ZD11J.
bzw. Cj, D'b, C"b D'l, Cf D'ü, welche so abgestimmt
sind, daß sie Resonanzstromkreise für die Frequenz der Hüfsspannungen darstellen.
Durch diese Kombination wird das Hauptnetz in Unterabschnitte geteüt, und ein Strom der.
Hüfsspannungsfrequenz kann nicht von einem Unterabschnitt in den benachbarten übertreten.
Damit sich nun aber die Ströme der netzfremden Frequenz schließen können, sind die
künstlichen Stromwege C1 Di, C1 D'{, C1' D"(
und Cl Di C'l D'l, C'l' D"i vorgesehen, in denen
sich Selbstinduktion und Kapazität für die netzfremde Frequenz kompensieren.
C1, C1.. .stellen Kapazitäten und D1V-D"...
Selbstinduktionen dar, die miteinander in Reihe und zwischen die Phasenleitungen des
Leitungsstückes L geschaltet sind. Damit diese Brücken nicht auch für die
Netzströme der normalen Netzfrequenz gute j Stromwege darstellen, ist es notwendig, daß j
die Frequenz der Hilfsspannungen von der j eigentlichen Netzfrequenz erheblich abweicht.
Man wird sie zweckmäßig um ein Vielfaches höher wählen als die Netzfrequenz. Solche
abgestimmte Brücken müssen natürlich am Anfang und Ende jedes geschützten Leitungsstückes vorgesehen sein, und es. gehören die
in der Figur dargesteüten Brücken Cl DL C% D'L C1I D% sowie CiDL C'{ D% C"i Z>f den
dem Leitungsstück L benachbarten Leitungsstücken an.
Die in den Sekundärwicklungen qä, q'ä und
q'i, q"b fließenden Kurzschlußströme von der
Frequenz der Hüfsspannungen belasten die Primärwicklungen pa und j>b von ia und tb bzw.
den Generator G gleichfalls. Die von diesem gelieferten erhöhten Primärströme durchfließen
die Relais Ra und Rb und lösen die Schalter
Sa und Sb aus, wodurch das Leitungsstück L
von den benachbarten getrennt und außer Betrieb gesetzt wird.
Die beschriebene Schutzeinrichtung hat vor den bisher bekanntgewordenen den großen
Vorteü, daß die die Relais betätigenden Ströme der netzfremden Frequenz nur in dem kranken
Leitungsteü verlaufen und nur diejenigen Relais zum Ansprechen bringen, welche die
diesem Leitungsstück zugeordneten Schalter öffnen und damit dieses Leitungsstück allein
außer Betrieb setzen. Je höher die netzfremde Frequenz gewählt wird, um so kleiner werden
die Hilfseinrichtungen (Transformatoren, Kapazitäten, Drosselspulen usw.). Um eine Rückwirkung
der Ströme der normalen Netzfrequenz auf den Generator G zu vermeiden, kann man
auch die Primärwicklungen der beiden Transformatoren (ta und tb) jedes Leitungsstückes
entgegengerichtet hintereinanderschalten. Dann heben sich in diesen Wicklungen die vom
Hauptnetz induzierten Spannungen auf. Als Anschlußpunkte für Transformatoren zur Zuführung
oder Entnahme von Energie kommen außer dem Anfang und Ende der Netzleitungen zweckmäßig die Mittelpunkte der Drosselspulen
D'a, D'l, D'ä, Di, D'L D"i in Betracht.
In der Figur ist ein Transformator T an die Mittelpunkte der Drosselspulen D'b, Dt D"b'
angeschlossen.
Claims (5)
- Patent- Ansprüche:i. Einrichtung zum Schutz von in Teilstrecken unterteilten Leitungen bei Eintritt von Erd- oder ^Kurzschlüssen, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung durch auf eine netzfremde Periodenzahl abgestimmte Kombinationen von Drosselspulen und Kapazitäten in Abschnitte unterteüt ist, in deren Anfang und Ende jeweüs mittels Transformatoren einander gleiche, aber entgegengerichtete Hüfsspannungen von der vorerwähnten netzfremden Frequenz induziert werden, so daß sich in allen ge- no sunden Leitungsteüstrecken diese Hüfsspannungen kompensieren, wahrend sie sich in einem kranken Leitungsteü in bezug auf den Störungsstromkreis in Paraüelschaltung befinden und in diesem einen Strom erzeugen, durch dessen Einwirkung lediglich diejenigen Relais zum Ansprechen gebracht werden, welche die dem kranken Leitungsteü zugeordneten Schalter betätigen, wobei, um das Zustandekommen der Ströme der netzfremden Frequenz zu ermöglichen, für diese am Anfang und Endejedes Leitungsstückes ein künstlicher, auf die netzfremde Periodenzahl abgestimmter Stromweg geschaffen ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die netzfremde Frequenz um ein Vielfaches höher als die normale Netzfrequenz gewählt ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenleitungen am Anfang und Ende jedes Leitungsteiles durch auf die netzfremde Frequenz abgestimmte Kombinationen von hintereinandergeschalteten Selbstinduktionen und Kapazitäten überbrückt sind.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Leitungsabschnitt die Primärwicklungen der Transformatoren für die Hilfsspannungen entgegengerichtet hintereinandergeschaltet sind.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Anschlußpunkte für die Transformatoren zur Zuführung oder Entnahme von Energie des Hauptnetzes die Mittelpunkte der Drosselspulen derjenigen abgestimmten Kombinationen verwendet werden, durch welche das Hauptnetz in Unterabschnitte unterteilt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE335434T | 1919-12-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE335434C true DE335434C (de) | 1921-03-31 |
Family
ID=6219277
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919335434D Expired DE335434C (de) | 1919-12-11 | 1919-12-11 | Einrichtung zum Schutz von in Teilstrecken unterteilten Leitungen bei Eintritt von Erd- oder Kurzschluessen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE335434C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1149799B (de) * | 1961-01-10 | 1963-06-06 | Charbonnages De France | Anordnung zum Schutz von elektrischen Netzen |
-
1919
- 1919-12-11 DE DE1919335434D patent/DE335434C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1149799B (de) * | 1961-01-10 | 1963-06-06 | Charbonnages De France | Anordnung zum Schutz von elektrischen Netzen |
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