DE3346462A1 - Verfahren zur herstellung einer zahnstange, insbesondere fuer ein lenkgetriebe mit einem variablen uebersetzungsverhaeltnis - Google Patents
Verfahren zur herstellung einer zahnstange, insbesondere fuer ein lenkgetriebe mit einem variablen uebersetzungsverhaeltnisInfo
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Description
PATENTANWÄLTE.:;SP:Ö"T.t.:ÜND -.BUSCHMANN
TRW Cam Gears Limited München, den 22.12.1983
45 Wilbury Way , P 1125/83
Hitchin, Hertfordshire, Pu/ho SG4 OTU, Großbritannien
Verfahren zur Herstellung einer Zahnstange, insbesondere für ein Lenkgetriebe mit einem variablen übersetzungsverhältnis
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Zahnstangengliedes gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Solche in ihrer Längsrichtung eine Verzahnung aufweisende Zahnstangenglieder,
die mit einem Schneckenrad konstanter Steigung kämmen, so daß bei Drehung des Schneckenrades das jeweilige
Zahnstangenglied in Richtung seiner Längsachse bewegbar ist, und wobei die Zahnstange mindestens einige Zähne aufweist,'die
eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses bewirken, d.h. deren Steigungen, deren Zahnwinkel in der Ebene senkrecht zur Längsachse
des Zahnstangengliedes sowie deren Zahnprofile sich über
die Länge des Zahnstangengliedes ändern, wobei sowohl die Zahnwinkel
als auch die Zahnform einander benachbarter Zähne unterschiedlich sind, so daß beim Eingriff des Ritzels in diesen Teil
der Verzahnung eine sanfte Änderung im Antriebsverhältnis zwischen
Ritzel und Zahnstange bewirkt wird, sind generell als Zahnstangen-Lenkgetriebe mit sich ändernden Übersetzungsverhältnis für Fahrzeug-Lenksysteme
bekannt; vgl. britisches Patent 1 356 172.
Bei einem herkömmlichen Zahnstangengetriebe mit einem konstanten
Übersetzungsverhältnis weisen dagegen die Zähne der Zahnstange eine konstante Steigung auf, sind in der Zahnform gleich und lie-
/1 BAD" ORIGINAL
-Y -
gen über die gesamte Längserstreckung der Zahnstange unverändert
paralIeI zueinander, so daß alle Zähne den gleichen
Zahnwinkel aufweisen, also eine konstante übersetzung liefern. Derartige Zahnstangen mit einer gleichförmigen Verzahnung werden
durch ein einfaches Räumverfahren hergestellt, bei dem eine
Anordnung von untereinander gleichen Schneidwerkzeugen, deren
Profil das Gegenstück zu den Zahnlücken in der herzustellenden
Verzahnung bildet, parallel und unter dem Zahnwinkel der Zähne in bezug auf das die Zahnstange ergebende Werkstück bewegt
wird, so daß sämtliche Zähne für ein konstantes Übersetzungsverhältnis
mit der erforderlichen Steigung zu gleicher Zeit ausgeschnitten
werden.
Bei einem Zahnstangenglied der eingangs genannten Art, dessen
Verzahnung ein sich änderndes übersetzungsverhältnis zuläßt, sind sowohl die Zahnwinkel als auch die Zahnformen zwischen
zwei oder mehreren benachbarten Zähnen unterschiedlich. Derartig unterschiedlich ausgebildete Zähne können beispielsweise
nur in einem Teilbereich der Verzahnung vorgesehen sein, während ein anderer Teilbereich oder mehrere andere Teilbereiche auch
Zähne aufweisen können, die beim Eingriff des Ritzels ein konstantes übersetzungsverhältnis liefern, während in wiederum anderen
Teilbereichen die unterschiedlich ausgebildeten Zähne ein sich
änderndes Übersetzungsverhältnis dort liefern, wo beim Abwälzen des Ritzels sich die wirksame Steigung der Zähne der Zahnstange
än'dert.
Wahlweise können die Zähne auch ein sich konstant änderndes Übersetzungsverhältnis liefern, so daß sich das Verhältnis bei
Übergang des Ritzels von einem zum anderen Zahn leicht ändert.
Da sich bei Zahnstangen mit unterschiedliche Übersetzungsverhältnisse
verkörpernden Zähnen die Zahnwinkel, die wirksame Steigung und die Zahnform, insbesondere hinsichtlich der unterschiedlichen
Zahnprofile und der Flankenwinkel an den Flanken-
/3 BAD ORIQlNAU
-z-
flächen ändern, ist es schwierig, bei der Herstellung solcher Zahnstangen die erforderliche Genauigkeit der Verzahnung, wie
sie insbesondere für Fahrzeug-Lenkgetriebe gefordert wird, unter wirtschaftlichen Bedingungen einzuhalten.
Ein einfaches Räumen mit einer Schneidwerkzeuganordnung - wie
vorstehend beschrieben - ist hierfür nicht geeignet, vor allem mit Rücksicht auf die sich ändernden Zahnwinkel und Zahnprofile
über die Längserstreckung der Zahnstange. Aus diesem Grund sind für die Herstellung einer derartigen Verzahnung bereits elektrisch
Bearbeitungsverfahren vorgeschlagen worden, die jedoch für diesen Zweck viel zu teuer und zu langsam sind.
Präge- oder andere Formverfahren erfordern einen großen Investitionsaufwand
und erscheinen undurchführbar, weil zuviel Material im Ausgangswerkstück bei der Ausforrnung der Zähne zu
verdrängen ist. Ein einfaches kombinieren von Räum- und Prägevorgängen,
z.B. in der Weise, daß eine Anzahl von aufrechtstehenden Ansätzen grob in einem Werkstück durch Räumen vorgeformt
wird, und anschließend die Ansätze im Prägeverfahren in der Höhe
reduziert und zu einer Verzahnung mit den geforderten Eigenschaften
umgeformt werden, erscheint aus kommerzieller Sicht ebenfalls nicht lohnend, denn es ist zuviel Metall während des
Prägeverfahrens zu verdrängen, wie die britischen Patente 1 356 172 und 2 026 908 zeigen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zum Herstellen eines Zahnstanqengliedes der hier in Rede stehenden
Art zu schaffen, das einfach und wirtschaftlich ist und durch
das die notwendige Genauigkeit erzielbar ist, ohne die Nachteile der bisher bekannten Verfahren aufzuweisen.
Diese Aufgabe ist gernäß der Erfindung durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
/4
.BAD ORIGINAL
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Nach vorliegender Erfindung wird also ein Zahnstangenglied
der hier infragestehenden Art durch ein zweistufiges Verfahren
hergestellt, bei dem zuerst eine Grundverzahnung in einem Werkstück durch spanabhebende Bearbeitung herausgearbeitet
wird, in der alle Zähne den gleichen Zahnwinkel aufweisen und in der jeder Zahn ein konstantes Profil über die
Längserstreckung der Zahnstange aufweist; es kann jedoch diese Form und der Zahnlückenabstand der Grundverzahnung über die Längs«
erstreckung variieren. Daran anschließend wird die die Grundverzahnung tragende Zahnstange einem Preßvorgang, beispielsweise
einem Prägevorgang, unterzogen, bei dem das Metall des Werkstückes zu der neuen gewünschten Form verdrängt wird, so daß die
Grundverzahnung in die gewünschte Form und Position gebracht wird,
Um unnötige Beanspruchung des Materials während des Preß- oder Prägevorganges zu vermeiden, wird die Grundverzahnung vorzugsweise
im Werkstück in einer solchen Form und mit solchen Zahnwinkeln und in einer solchen Anordnung ausgearbeitet, daß
ein Minimum an Metallverdrängung während des nachfolgenden Preßvorganges der Verzahnung erforderlich ist. Die gewünschten Eigenschaften
lassen sich durch geeignete Wahl des konstanten Zahnwinkels für die Erzeugung der Grundverzahnung erreichen, ebenso
wie durch die Wahl des Profils und der Anordnung der Schneidwerkzeuge sowie des Schneidwinkels, unter dem die Werkzeuge
in bezug auf das Werkstück für die Ausarbeitung der Grundverzahnung angeordnet werden. Optimale Ergebnisse werden erzielt,
wenn der vorbestimmte konstante Winkel zwischen dem größten und kleinsten Zahnwinkel der Zähne der Verzahnung des fertigen
Zahnstangengliedes liegt; dies führt dazu, daß während des Preßvorganges Metall von einigen der Zähne der Grundverzahnung
axial zum Werkstück und in der einen Richtung verdrängt und
-ja -
Metall von anderen Zähnen der Grundverzahnung in der entgegengesetzten axialen Richtung verdrängt wird, wobei
im Idealfall die Metallverdrängung in den einander
entgegengesetzten Richtungen gleich groß ist. Dadurch wird so wenig Metall wie möglich verdrängt und die Prägekräfte
an der Prägeform sind besser beherrschbar.
Die erfindungsgemäße Ausbildung ermöglicht es ferner, daß
sämtliche Schneidwerkzeuge der Anordnung gleichzeitig in bezug auf das Werkstück zwecks Ausschneidens der Grundverzahnung
verschoben werden können, was fertigungstechnisch besonders günstig ist. Die Schneidwerkzeuge können als endloses
Band ausgebildet sein, so daß die Primär- oder Grundzähne, d.h. alle Zähne der Grundform in ähnlicher Weise
wie beim herkömmlichen Räumen ausgeschnitten werden können.
Diese Methode, im Verein mit dem anschließenden verhältnismäßig
einfachen Prägeformen, macht also eine wirtschaftlich sinnvolle
und lohnende Herstellung von Zahnstangengliedern mit Zähnen, die ein variables übersetzungsverhältnis bewirken, erstmals
möglich.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben.
Es zeigen:
Figur 1 eine Ansicht in die Ebene eines Zahnstangengliedes der hier in Rede stehenden Art, das
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt ist,
Figur 2 das Profil und die Anordnung der Zähne und der jeweiligen Zahnlücken auf dem Zahnstangenglied
nach Figur 1 an Hand des linken Teils, wobei diese Darstellung einer Ansicht jedes
Zahnes unter einem vorbestimmten konstanten Zahnv/inkel entspricht, der in Figur 1 durch
den Pfeil X gekennzeichnet ist und
Figur 3 das Profil und die Anordnung der Primärverzahnung bzw. der Grundform der einzelnen
Zähne, die in ein Werkstück durch eine Anordnung von Schneidwerkzeugen eingearbeitet
wurden, deren Profile in an sich bekannter Weise das Gegenstück zu der herzustellenden
Verzahnung bilden.
Ein nach dem noch zu beschreibenden Verfahren herzustellendes Zahnstangenglied hat - wie Figur 1 zeigt - generell den Aufbau
eines herkömmlichen Zahnstangengliedes eines Lenksystems
eines Fahrzeuges. Es besteht aus einer Stahlstange, deren Enden für die Kupplung mit dem nicht dargestellten Gestänge des Lenksystems
ausgebildet sind und die in Richtung der Längsachse an ihrem Umfang eine zwanzig Zähne und die zugehörigen Zahnlücken
umfassende Verzahnung 1 bis 21 gemäß Figur 1 aufweist. Diese Verzahnung dient dem Eingriff in ein nicht dargestelltes
Schneckenrad des Lenkgetriebes. Die Zähne dieses Ritzels weisen alle eine konstante Steigung auf und sind derart angeordnet, daß
beim Drehen des Ritzels das Zahnstangenglied in Richtung seiner
Längsachse verschoben wird. Das Zahnstangenglied bildet also zusammen
mit dem Ritzel ein allgemein als Zahnstangentrieb mit variabler übersetzung bezeichnetes Getriebe, bei dem mindestens
einige der Zähne als Zähne unterschiedlicher übersetzung eine
über die Erstreckung der Zahnstange jeweils unterschiedliche
Zahnform aufweisen und daher ein variables Übersetzungsverhältnis liefern, wobei die Zahnwinkel dieser Zähne in der Ebene der Zahnstange
bezogen auf deren Längserstreckung zwischen jeweils benachbarten Zähnen unterschiedlich sind, so daß bei Verschiebung
der Zahnstange durch das Ritzel die Zähne für die unterschied-
liehe Übersetzung eine Änderung der Steigung und damit eine
Änderung in der Antriebsübertragung zwischen dem Ritzel und dem Zahnstangenglied bewirken.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ändert sich das übersetzungsverhältnis
symmetrisch von der Mitte des Zahnstangengliedes aus nach beiden Seiten. Die Symmetrieachse liegt in der
Mitte (sowohl in Längsrichtung als auch senkrecht hierzu) der Zahnlücke 11. Ferner sind die Zähne derart angeordnet, daß die
im mittleren Bereich des Zahnstangengliedes vorgesehenen Zähne eine geringe mechanische Kraftverstärkung beim Antrieb durch
das Ritzel liefern - also eine große wirksame Steigung haben - , während die Zähne in den Endbereichen des Zahnstangengliedes
eine konstante hohe mechanische Kraftverstärkung beim Antrieb aufweisen sollen - also eine relativ kleine wirksame Steigung
aufweisen - . Um einen sanften übergang beim Antrieb durch das Ritzel zwischen den Bereichen mit großer und kleiner wirksamer
Steigung zu gewährleisten, sind Zähne unterschiedlichen Übersetzungsverhältnisses
gruppenweise vorgesehen.
Da die Übersetzungseigenschaften des Zahnstangengetriebes symmetrisch zur Zahnlücke 11 sind und folglich auch die Zahnformen
der Zähne in der Längserstreckung der Zahnstange, sind auch die Zahnwinkel - durch die Linien A bis J in Figur 1 angegeben
- und die zugeordneten Zahnlücken zwischen benachbarten Zähnen beidseitig von der Zahnlücke 11 ausgehend gleich ausgebildet.
Der Einfachheit halber genügt es daher, die Ausbildung des einen Endstückes des Zahnstangengliedes, beispielsweise die
Zahnlücken 11 bis 21 umfassend zu betrachten, und sinngemäß auf das andere Ende zu übertragen, das ähnlich geformt ist.
Unter Berücksichtigung dieser Ausnahme sind die zwischen den Zahnlücken 11 bis 18 vorhandenen Zähne für ein sich änderndes
Übersetzungsverhältnis ausgebildet, wie aus Figur 1 ersichtlich
ΛΑ
ist, wobei die wirksame Steigunq von einem Zahn zürn anderen
in. Richtung auf das Zahnstangenende progressiv abnimmt und wobei sich die Zahnwinkel, wie durch die Linien B bis J angegeben,
ändern, so daß jeder Zahn gegenüber seinen jeweils benachbarten Zahnen ein unterschiedliches Profil oder eine
unterschiedliche Zahnform aufweist, wie in dem britischen
Patent 1 356 172 im einzelnen beschrieben ist. Demgegenüber sind die zwischen den Zahnlücken 18 bis 21 liegenden Zähne
für ein konstantes übersetzungsverhältnis ausgebildet und sind daher untereinander im wesentlichen identisch, d.h. sie
weisen gleiche Steigung zwischen den Zähnen und gleiche Zahnwinkel, wie durch die Linien A angegeben, auf.
Im dargestellten Beispiel nehmen die Zahnwinkel A bis J - in
der Ebene des Zahnstangenglieds und in bezug auf eine zur Längsachse
der Zahnstange senkrechten Ebene gesehen - von der Mitte der Zahnstange in Richtung der Enden ab, und wie Figur 1 zeigt,
von 21° 57' bis 150OO1 , während die drei identischen Zähne
am Zahnstangenende einen Zahnwinkel von 15° haben. Wie schon
erwähnt, ist es in der Praxis außerordentlich schwer, Zähne
mit jeweils unterschiedlichem Zahnwinkel und sich im gewünschten
übersetzungsverhältnis in Längsrichtung der Zahnstange sich
ändernder Zahnform in eine Zahnstange in wirtschaftlich vertretbarer
Weise einzuformen oder herzustellen. Hier soll das nunmehr
zu beschreibende Herstellungsverfahren Abhilfe schaffen.
Bei den herkömmlichen und allgemein als am wirtschaftlichsten
angesehenen Verfahren zur Herstellung von Zahnstangengliedern
mit einer ein konstantes Übersetzungsverhältnis liefernden Verzahnung
wird die Verzahnung durch Räumen hergestellt. Hierzu wird eine Mehrfachanordnung von einzelnen Schneidwerkzeugen
parallel zum Werkstück unter vorbestimmten Winkel zur Werkstücklängsachse, so daß dabei jeder Zahn gleichzeitig mit gleichem
Zahnwinkel und gewünschtem Profil geschnitten wird.
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Dieses bekannte Verfahren v/i rd hier soweit ausgenutzt als es sich mit den Eigenschaften der ein variables Übersetzungsverhältnis liefernden Verzahnung im Endprodukt vereinbaren
läßt, insbesondere in der Weise, daß während des Räumvorganges ein möglichst großer Materialabtraq vom Werkstück zwecks Bildung
einer Verzahnung in einer Grundform der einzelnen Zahne
und der jeweiligen Zahnlücken oder -abstände stattfindet, so daß das Material dann in einem weiteren Verformungsvorgang»
nämlich durch Prägen in die gewünschtm endgültigen Zahnformen
mit den gewünschten Zahnwinkeln gebracht werden kann. Zur Verwirklichung dieser Verfahrensweise sind zunächst einmal imaginäre
Profile und ihre jeweilige Anordnung nach den Zahnlücken 1 bis 21 zwischen den einzelnen Zähnen, die auf dem Zahnstangenglied
nach Figur 1 zu formen sind, festzulegen. Diese imaginären Profile ändern sich in Abhängigkeit des imaginären Betrachtungswinkels
des Zahnstangengliedes in der Ebene der Verzahnung und längs eines
vorbestimmten Zahnwinkels. Bei imaginärer Betrachtung der Verzahnung in Figur 1 unter einem vorbestimmten Zahnwinkel,
der zwischen dem größten und kleinsten Zahnwinkel der Zähne des Zahnstangengliedes liegt, kann hieraus ein optimaler Winkel abgeleitet
werden, auf den auch die Schneidwerkzeuge während des Räurnvorganges eingestellt werden, so daß ein Höchstmaß von
Material in herkömmlicher Weise abgetragen wird, so daß eine Anordnung
von Zähnen einer der endgültiaen Form angenäherten Grundform
entsteht, die anschließend in einer Presse in effizienter und wirtschaftlicher Weise auf die endgültige Form gebracht werden
kann.
Das angenommene imaginäre Profil der Verzahnung, nach dem der
Räumvorgarig zur Erzeugung der Grundform in einem das Zahnstangenglied
ergebenden Werkstück festgelegt wird, ist vorzugsweise das, das sich aus der imaginären Ansicht der Verzahnung
in einer Richtung ergibt, die dem mittleren odor durchschnittlichen Zahnwinkel zwischen dem größten und kleinsten Zahnwinkel
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der Verzahnung auf der Zahnstange angenähert ist.
In Figur 1 sind als Maximalwinkel und als Minimalwinkel 21°57' und 1500OO1 gezeigt, so daß der Mittelwert dieser
Winkel bei etwa 18°30' liegt. Betrachtet man nun jeden
Zahn in Figur 1 in Richtung des Pfeiles X in der Ebene der Zahnstange und liegt diese Richtung in dem vorbestimmten
das arithmetische Mittel bildenden Winkel von 18°30', dann
ergibt sich nach den in diesem Fall sichtbaren Abständen zwischen den Zähnen das in Figur 2 gezeigte Profil. Der Übersichtlichkeit
halber wurde in Figur 2 nur die linke Hälfte der Zahnstange dargestellt, in der die schraffierten Bereichs 11a bis
21a das imaginäre Profil angeben, das sich aus der Ansicht der Zahnabstände 11 bis 21 entlang dem Pfeil X ergibt.
Nach dem das imaginäre Profil der Zahnlücken 11a bis 21a bestimmt ist, wird im Zuge der Bearbeitung des Werkstückes
durch die Schneidvorrichtung das Material an den schraffiert gezeichneten Bereichen 11a bis 21 ausgeschnitten und zwar derart,
daß die Profile konstant über die Längserstreckung des Werkstücks bleiben und den vorbestimmten konstanten Winkel von
18° 30' aufweisen und auf dem Werkstück eine Anordnung von Zähnen in einer Grundform entsteht, die die endgültigen Zahnforrnen der
Zähne des Zahnstangengliedes bereits beinhaltet.
Demgemäß bieten sich hier für die Herstellung Mehrfach-Räumwerkzeuge
an, die in bezug auf Profil und Anordnung das Gegenstück zu den jeweiligen imaginären Zahnlücken 11a bis 21a bilden
(und sinngemäß in gleicher Weise in bezug auf die Zahnlücken 1 - 10). Diese Mehrfach-Räurnwerkzeuge schneiden dann aus einem
Zahnstangen-Rohling, der Stange 22, (Figur 3) eine Primär- oder
Grundverzahnung mit den Zahnlücken 11b bis 21b aus, vgl. Figur Zum Ausschneiden dieser Grundverzahnung werden die Schneidwerkzeuge
parallel zu Schneidachson verschoben, von denen jede den gleichen konstanten Zahnwinkel von 18° 30' bezogen auf die
- y( -radiale Ebene der Längsachse der Stange 22 aufweist.
Demgemäß ist der Querschnitt jedes Grund- oder Primärzahnes in einer senkrechten Ebene zum konstanten Zahnwinkel in der
Längserstreckung der Zahnstange und damit über die Breite des Zahnes im wesentlichen konstant und die Profile und die Anordnung
der Zahnlücken entsprechen irn wesentlichen den imaginären Zahnlücken 11a bis 21a in Figur 2.
Vergleicht man die Zahnlücken in Figur 3 mit den imaginären
Zahnlücken in Figur 2 so ist festzustellen, daß qeringfügige Abweichungen in den Profilen mit Rücksicht auf die Vereinfachung
des Räumvorganges und/oder des Formvorqanges in der Presse, dem das Werkstück anschließend unterworfen wird, zulässig
sind. Beispielsweise ist es unwirtschaftlich, auf einen
Punkt oder bis zum Scheitelpunkt zu räumen, da hierdurch
eine kurze Lebensdauer des Werkzeuges in Kauf genommen werden muß; daher sind die gedachten Scheitelpunkte, dargestellt als
Füße der imaginären Zahnlücken 11a bis 13a, in Form von Kanälen 23 in die Wurzeln der jeweiligen Lucken 11b bis 13b in der Grundverzahnung
eingebracht. Desgleichen wurden die Wurzeln der imaginären Lücken 14a bis 21a ausgerundet, wobei, das Räumwerkzeug
die Lücken 14b bis 21b in das Werkstück schnitt, wodurch die Lebensdauer des Räurnwerkzeuges verlängert wird. Die Fertigbearbeitung
der Verzahnung - wie sie Figur 1 darstellt - wird durch einen Prägevorgang der Grundverzahnunq auf dem Werkstück
durchgeführt. Bei diesem Präge- oder Formvorgang wird das Material des Werkstückes verdrängt und die Grundzähne werden
derart verformt, daß die Zahnforrnen, deren Anornung und die Zahnwinkel der Verzahnung nach Figur 1 entstehen. Prägeverfahren
sind an sich bekannt und ermöglichen die Meta 11 verformung mit
hoher Präzision, so daß sich eine genaue Beschreibung hierzu erübrigt. Bemerkt sei jedoch, daß die Prägeformen präzise Innenprofile
aufweisen müssen, da sie das Gegenstück zur Verzahnung
/12 BAD ORIGINAL
AS
in Figur 1 bilden, so daß beim Schließen der Prägeform über dem Werkstück 22 das Material der Grundform
der Verzahnung in die gewünschte Form für die Verzahnung des Zahnstangengliedes gebracht wird. Da die Grundverz'ahnunq
in das Werkstück mit einem konstanten Zahnwinkel von 18°30' eingearbeitet wurde - was annähernd dem mittleren
Zahnwinkel des Zahnstangengliedes entspricht - , wird ein Teil des Materials der Grundverzahnung axial zum Werkstück
in der einen Richtung verdrängt, während bei anderen Zähnen das Material in der entgegengesetzten axialen Richtung verdrängt
wird. Hierdurch wird gleichzeitig eine druckausgleichene Wirkung innerhalb der Form erzielt und außerdem wird das Ausmaß, in dem
die Grundverzahnung axial zu verdrängen wäre, verringert und folglich auch die Nachforming während des Preßvörganges, um die endgültige
Zahnform des Zahnstangenqliedes sicherzustellen. Bei dieser
Nachformung wird der Metallfluß während des Prägens durch die
beim Räumen eingeformten Kanäle 23 begünstigt, durch die die Zahn" höhe der Zähne in ihrer Grundform vergrößert wurde (vorzugsweise
auf die Höhe der gewünschten Endform der Verzahnung); gleiches gilt für das Ausrunden der Wurzeln in den Zahnlücken 14b bis 21b.
Bei Bedarf kann die Ausrundung der Grundverzahnung auch um ein Geringes höher gelegt werden - wie gestrichelt in Figur 3 für
die Lücken 15b bis 21b gezeigt - , beispielsweise in der Größenordnung von ca. 0,004 mm (6000stel inch) gegenüber den Wurzeln
der Grundverzahnung. Diese Maßnahme wird für das Verdrängen des Materials während des Prägevorganqes für günstig angesehen
und kann unerwünschte Spannung in der Endverzahnung verringern, beispielsweise durch höhere Belastung der Enden der Prägeform
während des Prägevorganges, um die Belastung auszugleichen, die vom Zentrum des Zatinstangengl iedes gegen beide Enden erforderlich
ist.
Die bei der Metallumformung auftretenden inneren Kräfte in den
Formen sind erheblich, insbesondere bei einem großen Werkstück
/13
-yr-
wie einer Zahnstange. Um diese Kräfte aufzunehmen, sind
die Wandstärken der Formen entsprechend stark zu wählen. Mit Rücksicht auf diese Forderung weisen die Enden des
Zahnstangengliedes nach Figur 1 vorzugsweise Ausnehmungen
24 (vgl. Figur 3) auf. Die Breite dieser Ausnehmungen in Achsrichtung ist größer als die einer Zahnlücke, so daß
auch große Wandstärken von Formen in die Ausnehmungen 24 eingreifen können, um dem Formendruck standzuhalten und
um den unmittelbar an die Formenwand anschließenden Zahn
gegen Bruch oder Verformung zu schützen. Diese Ausnehmungen werden in die Stange 22 zweckmäßigerweise bei der Herstellung
der ürundverzahnung durch Räumen in einem einzigen Arbeitsgang miteingebracht.
BAD ORIGINAL
- Leerseite -
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung eines Zahnstangengliedes, das
mit einem mit einer Schraubverzahnung konstanter Steigung versehenen Ritzel zusammenwirkt, v/ährend die Verzahnung des
Zahnstangengliedes mindestens einige Zähne aufweist, die eine
über die Länge der Zahnstange unterschiedliche übersetzung
bewirken, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
a) Bestimmen imaginärer Profile und Zuordnungen von Zähnen
der herzustellenden Zahnstange, die sich aus der Reihe
der Zahnlücken auf dem zu formenden Zahnstangenglied aufgrund
einer Ansicht auf die Verzahnung unter einem vorbestimmten konstanten Zahnwinkel ergeben,der zwischen dem
größten und dem kleinsten Zahnwinkel der herzustellenden Zähne der Zahnstange liegt,
b) Anordnen einer Reihe von Schneidwerkzeugen, die jeweils im v/esentl ichen nach Profil und Zuordnung den durch die
Reihe der Zahnlücken verkörperten imaginären Profilen der Verzahnung entsprechen,
c) die Anordnung von Schneidwerkzeugen wird in bezug auf das die Zahnstange ergebende metallische Werkstück zwecks Ausschneidens
einer ersten Anordnung von Zähnen bewegt, wobei
ORIGINAL
die Bewegung der Schneidwerkzeuge parallel zu Schneidachsen erfolgt, von denen jede dem konstanten Zahnwinkel
entspricht zwecks Ausarbeitens einer Grundform der Verzahnung mit dem vorbestimmten konstanten Zahnwinkel, derart,
daß der Ausschnitt jedes Grundzahnes in einer zum Zahnwinkel senkrechten Ebene über die Längserstreckung der
Zahnstange im wesentlichen konstant ist, wobei die Profile und die Anordnung der Zahnlücken innerhalb der Grundverzahnung
im wesentlichen den imaginären Profilen und der imaginären Zuordnung entsprechen, und
d) die Grundverzahnung wird einem pressenden Bearbeitungsvorgang unterzogen, bei dem das Metall des die Zahnstange
bildenden Werkstückes derart verdrängt wird, daß sowohl die Formen und die Zuordnungen als auch die Zahnwinkel der
durch spanendes Formen gefertigten Grundzähne in die endgültigen Formen der Verzahnung im Zahnstangenglied spanlos
überführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dieser vorbestimmte konstante Zahnwinkel im wesentlichen dem durchschnittlichen oder mittleren Zahnwinkel
zwischen dem größten und dem kleinsten der Zahnwinkel entspricht, die die Zähne der Verzahnung der Zahnstange
in ihrer endgültigen Form aufweisen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das pressende Umformunqsverfahren,
denen die Grundverzahnung unterworfen wird, ein Prägevorgang ist.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Grundverzahnung einem Prägevorgang unterzogen wird, bei dem
BAD ORIGINAL
Material von den Zähnen in axialer Richtung in bezug auf das Werkstück in einer und einer entgegengesetzten
Richtung verdrängt wird, so daß am Werkstück ein Druckausgleich entsteht.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Grundverzahnung durch einen Räumvorgang in das die Zahnstange
ergebende Werkstück geschnitten wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß beim Einschneiden der Grundverzahnung in das metallene Werkstück
in den Fußbereichen der Zahnlücken Kanäle eingeschnitten werden, die den Metallfluß während des nachfolgenden
Preßvorganges begünstigen.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche
Schneidwerkzeuge der Bearbeitungsanordnung gleichzeitig in bezug auf das Werkstück zwecks Ausschneidens der
Grund verzahnung bewegt werden.
8. Zahnstangenglied dadurch gekennzeichnet, daß es nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 7 hergestellt
ist.
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|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: PUSCHMANN, H., DIPL.-ING. (FH), PAT.-ANW., 8000 MU |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |