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Beschreibung
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Die Erfindung betrifft eine Kaffeemaschine nach dem Oberb-egriff des
Anspruches 1.
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Eine Kaffeemaschine dieser Art ist aus der CH-PS 608 363 bekannt.
Sie weist mehrere Vorratsbehälter auf, die jeweils eine einzige Brühcharge, d.h.
-die mit der Brüheinheit auf einmal herstellbare Kaffeemenge, fassen.
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Die Vorratsbehälter sind derart zueinander parallel geschaltet, daß
in einer vorgegebenen Reihenfolge ein Behälter nach dem anderen gefüllt und in der
gleichen Reihenfolge geleert wird. Die Steuerorgane für diese Vorgänge bestehen
aus Elektroden, von denen in jedem Behälter zwei angeordnet sind: einer als oberer
Niveaufühler, der bei der Füllung mit einer Brühcharge auf jeden Fall erreicht wird
und eine als unterer Niveaufühler, der anspricht, wenn der Behälterinhalt unter
den durch ihn markierten niedrigsten Füllungsgrad absinkt.
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Das Ansprechen der jeweils oberen Elektrode veranlaßt, daß die Zuleitung
von der Brüheinheit zu dem betreffenden Vorratsbehälter gesperrt, gleichzeitig die
Zuleitung zu dem in der Reihenfolge nächsten Behälter geöffnet und ein Brühvorgang
zu dessen Füllung eingeleitet wird, vorausgesetzt, daß dessen untere Elektrodenicht
aktiviert ist, der Behälter also als im wesentlichen "leer" signalisiert, Das bedeutet,
daß bei Aktivierung der oberen Elektrode jedes Vorratsbehälters das Ventil für den
Zulauf zum nächsten Behälter geöffnet werden kann. Sinkt der Kaffestand unter die
unteren Elektrode bewirkt dies die-Schlie.3ung des Ablauf ventils und die Nachfüllmöglichkeit
des eigenen Behälters.
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Je nach Bedarf können ein, zwei oder drei Vorratsbehälter mit Kaffee
gefüllt sein. Jedoch muß auch bei geringem Bedarf eine ganze Brühcharge hergestellt
werden, die dem Volumen eines Vorratsbehälters entspricht. Nach Entleerung
dieser
Vorratsmenge wird eine gleich große neue saireemenge gebrüht. Während dieser Brühzeit
kann kein Kaffee gezapft werden. Soll trotzdem jederzeit Kaffee entnehmbar sein,
müssen auch bei geringem Bedarf zwei oder drei Vorratsbehälter gefüllt werden. Der
Kaffee steht längere Zeit im Vorratsbehälter, die Kaffeequalität leidet durch entsprechend
lange Standzeiten.-Nachteilig ist ferner die Umschaltung der Ausgabemöglichkeit
von einem Behälter zum anderen mittels des unteren Niveaufühlers. Dieser Niveaufühler-
ist im unteren Bereich des Behälters angebracht. Aus Gründen der sicheren Funktion
kann der Niveaufühler nicht direkt in dem Behälterauslauf oder gar in der Abflußleitung
installiert werden. Es kann somit nicht verhindert werden, daß Reste im Behälter
verbleiben, ggf. für lange Zeit. Diese kleinen Restmengen werden durch die bei Vorratsbehältern
vorgesehenen Warmhalteeinrichtungen relativ hoch erhitzt und dadurch erheblich in
der Qualität beeinträchtigt. Ein wesentlicher Nachteil dieser vorbekannten Kaffeemaschine
besteht auch darin, daß kein Vorratsbehälter gereinigt werden kann, solange ein
Brüh- und Ausgabe zyklus abläuft und solange in irgendeinem Vorratsbehälter noch
Kaffee vorhanden ist.
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Der Reinigungsvorgang kann also praktisch erst bei Stilllegung der
Maschine erfolgen. Es ist zwar vorgesehen, die Brühkammer nach jedem Brühzyklus
zu reinigen und den Kaffeesatz auszuschwemmen, aber eine Reinigung der Vorratsbehälter
nach einem oder einer Anzahl von Füllungen ist nicht möglich. Die Reinigungsflüssigkeit
muß nämlich über die Getränkeleitung den Vorratsbehälter zugeleitet werden. Infolge
der Steuerfunktionen der Kaffeemaschine würde sich die Reinigungsflüssigkeit mit
Kaffee mischen.
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Auf diese Weise muß jeder Vorratsbehälterwährend einer Arbeitsscnicnt
von 10 bis 24 Stunden eine zrohe Anzahl von Brühchargen aufnehmen und abgeben, ehe
die sich bei jeder Brühung unvermeidlich absetzenden pflanzlichen Fette, sowie Sedimente
entfernt werden können.
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Um die Kaffeebevorratung an die voraussichtliche BedarSs-
menge
anzupassen, ist in der DE-PS 1 454 224 eine Kaffeemaschine beschrieben, die mit
einem Vorratsbehälter ausgerüstet ist, der gegenüber einer konstanten Brühcharge
ein mehrfach größeres Fassungsvermögen besitzt. Mit einer Wählvorrichtung kann entsprechend
des jeweiligen Kaffeebedarfs eine maximale Bevorratungsmenge vorgewählt werden,
die bei Unterschreiten einer jeweils zugeordneten Mindestmenge durch selbstständiges
Wiederholen des Brühvorgangs ergänzt wird. Dieses Prinzip ermöglicht zwar ein besonders
einfaches und zweckmäßiges Arbeitsprinzip. Nachteilig ist dabei, daß in der untersten
Bevorratungsstufe, bei welcher der Behälter jeweils völlig geleert werden soll,
für den Betriebsablauf nachteilige Wartezeiten bis zur Beendigung eines neuen Brühvorganges
entstehen. Auch ergeben sich bei völliger Entleerung bei der Portionierung in Tassen
oder in Kännchen nur zufällig keine Restmengen. Das Entleeren einer Restmenge über
die Ausgabe stört den Betriebsablauf vor allen Dingen im Hinblick auf vollständig
abrechenbare Portionen. Andererseits wird in den oberen Bevorratungseinstellungen
jeweils zum gealterten Getränk zugebrüht. Wenn dieser Getränkevorrat schon vor längerer
Zeit zubereitet wurde, wird die Qualität äußerst ungünstig beeinflußt Aufgabe der
Erfindung ist es, eine Kaffeemaschine der eingangs beschriebenen Art mit einfachen
Mitteln so auszubilden, daß sie unter Vermeidung der geschilderten Nachteile eine
den jeweiligen Anforderungen entsprechend wählbare Kaffee-Vorratsmenge einwandfreier
Qualität erzeugt und liefert.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches
1 gelöst.
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Bei der erfindungsgemäßen Kaffeemaschine ist der Kaffeevorrat in zweifacher
Hinsicht an den zeitweise zu erwartenden Bedarf anpaßbar: wenigstens bei einem Behälter
ist
der obere Füllungsgrad vorwählbar, also nicht auf die Größe einer bestimmten Brühcharge
beschränkt; ferner wird der zweite Behälter abhängig von einem "Restvorrat" im ersten
Behälter gefüllt. Dieser "Restvorrat" kann in Zeiten hohen Kaffeebedarfs, wie bei
der geschilderten bekannten Kaffeemaschine nach CH-PS 608 363, durchaus die gesamte
Behälterfüllung des ersten Behälters darstellen, in Zeiten geringen KaffeebedarSs
jedoch sehr klein sein. Daraus ergibt sich zwangsläufig, daß sich mit Hilfe weniger,
jeweils anwählbarer Elektroden im Behälter eine Vielzahl von Variationen an Vorratsmengen
erzielen läßt. Es besteht also nicht die Gefahr, daß ein Kaffeevorrat zu lange absteht
und an Qualität verliert, wenn der richtige Bedarf an benötigter Getränkemenge nur
einigermaßen richtig eingeschätzt wird.
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Nach dem Füllvorgang eines Vorratsbehälters mit der vorgewählten Kaffeemenge
fließt die nachfolgende Kaffeemenge in den zwischenzeitlich gereinigten anderen
Vorratsbehälter. Es wird niemals frisch gebrühter Kaffee zu bereits längerer Zeit
bevorratetem Kaffee zugegeben.
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Und diese für eine gute Kaffeequalität mit ausschlaggebende neue Verfahrensweise
ist unabhängig davon, ob eine große oder kleine Bedarfsmenge vorgewählt ist. Selbst
in Zeiten extrem. kleinen Getränkebedarfs treten keine Geschmacksbeeinträchtigungen
auf, weil es im gereinigten leeren Behälter zu keinen Oxydationsrückständen kommen
kann.
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Durch das Merkmal des Anspruches 2 wird in einfacher Weise sichergestellt,
daß ein von den Steuerorganen eines Vorratsbehälters ausgelöster neuer Brühvorgang
den richtigen Behälter beliefert. Die Kaffeebrühe kommt mit Sicherheit in den leeren
Behälter.
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Das Merkmal des Anspruches 3 zeigt eine baulich funktionsmäßig besonders
einfache Ausführungsform hierzu.
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Die Merkmale der Ansprüche 4 und 5 erhöhen mit geringem Bauaufwand,
nämlich nur mit einigen zusätzlichen Steuerorganen in den Behältern, die Anpassung
an unterschiedlichsten Kaffeebedarf.
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Auch das Merkmal des Anspruches 6 betrifft eine baulich einfache Ausführung.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform nach dem Merkmal des Anspruches
7 wird auf einfache Weise die Ausgabe unterschiedlicher Kaffeeportionen durch wählbare
Steuerelektroden bestimmt. Dies macht gleichzeitig die in dem Merkmal des Anspruches
8 angesprochene Ausbildung möglich, die auf einfache Weise das Umschalten der Ausgabe
von einem zum anderen Behälter in dem Moment regelt, wo diese Umschaltung tatsächlich
erwünscht ist, nämlich nach restloser Leerung des Behälters. Damit entfallen sowohl
die Wartezeiten zum Auffüllen der jeweils gewünschten Portion, die sich ungünstig
auf die Kaffeequalität auswirken, als auch die Gefahr, daß Restbestände im Behälter
verbleiben, die den neu gebrühten Kaffee negativ beeinflussen würden.
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Die Merkmale der Ansprüche 9 und 10 ermöglichen es, die Steuerelektroden
der Dosierkammer für eine weitere, vorteilhafte Funktion zu nützen. Ohne besonderen
Bauaufwand kann damit jeder der Vorratsbehälter nach Entleerung einem Reinigungsvorgang
mit gesonderter Entleerung unterworfen werden. Es besteht nicht die Gefahr, daß
durch Umschalten vom anderen Behälter unvorhergesehen Reinigungsflüssigkeit in die
Kaffeeausgabevorrichtung gelangt.
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Eine andere Ausführungsform, durch die Merkmale der- Ansprüche 12
und 13 gekennzeichnet, überwacht und steuert die ausgabe der vorgesehenen Portionen
durch Messen der Durchflußmenge und Umsetzen des Meßergebnisses in zählbare Impulse.
Bei Entleerung eines Behälters vor Abgabe der vorgesehenen Portion erfolgt die Umschaltung
auf den anderen Behälter. Gleichzeitig wird die Entleerung des
Behälters
signaiisiert, d.h., Reinigung und ggf. Wiederfüllung auf einfache Weise veranlaßt.
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Mit dem erfindungsgemäßen Kaffeebereitungs-Prinzip ist es erstmals
gelungen, eine baulich einfache Kaffeemaschine zu haben, von der große Mengen Kaffee
innerhalb kurzer Zeit abgezapft werden können/und diese Kaffeemaschine trotzdem
mit einer kleinen Bevorratung auskommt, wodurch sich kein abgestandener Kaffee ergibt
und daß jede neue Brühcharge in einen völlig leeren Behälter fließt und daß dieser
Behälter obendrein nach jeder Vorratsbehälterentleerung praktisch ohne Leistungsverzicht
durchgespült wird.
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Die sich teilweise widersprechenden Anforderungen an eine Kaffeemaschine
für hohe Kaffeequalität konnten bisher nicht in einer Kaffeemaschine verwirklicht
werden. Durch die Erfindung ist jedoch die Grundlage für eine derartige neue Maschine
geschaffen.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine schematisch dargestellte Kaffeemaschine,
und Fig. 2 einen Teilbereich in anderer Ausführungsform.
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Die in ihrem Aufbau schematisch dargestellte Kaffeemaschine setzt
sich zusammen aus einer als Ganzes mit 1 bezeichneten Brüheinheit, zwei Vorratsbehältern
2 und 3 und einer als Ganzes mit 4 bezeichneten Ausgabevorrichtung für den Kaffee.
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Die Brüheinheit 1 umfaßt einen Kaffeemehlbehälter 5 mit einer Förderschnecke
6, einen Wasserkessel 7 mit einer Heizeinrichtung 8 und eine Brüharmatur 9 mit einem
Brühsieb 10. Vom Wasserkessel 7 führt eine Brühwasserleitung 11, 11, die ein Magnetventil
12 enthält, zur Brüharmatur 9.
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Vor dem Magnetventil 12 zweigen von der Brühwasserleitung 11 zwei
Wasserleitungen 13 und 14 ab, die jeweils zu einem Vorratsbehälter 2 bzw. 3 führen
und jeweils ein Magnetventil 13a bzw. 14a enthalten. Diese Wasserleitungen 13 bzw.
14 münden in die Vorratsbehälter 2 bzw. 3 jeweils im oberen Bereich in Form von
Ringspüldüsen 15 Von der Brüharmatur 9 führt ein Getränkeablauf 16 zu einer Kaffee
leitvorrichtung 17. Diese befindet sich an einer Gabelung des Getränkeablaufes 16
in einen Leitungszweig 16a, der zum Vorratsbehäler 2 und' einen Leitungszweig 16b,
der zum Vorratsbehälter 3 führt. Die Kaffeeleitvorrichtung 17 besteht aus einem
mittig schwenkbar gelagerten Leitblech 17a, das in eine Stellung durch eine Zugfeder
17b in die entgegengesetzte Stellung durch einen- Elektromagneten 17c gegen die
Kraft der Feder 17 b schwenkbar ist.
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Die Vorratsbehälter 2 und 3, hier gleich groß, fassen jeweils mehrere
mit der Brüheinheit herstellbare Brühchargen In jedem Vorratsbehälter sind Steuerorgane
18 bzw. 19 in Form von Elektroden 18a bzw. 19a bis f in unterschiedlichen Höhenlagen
angeordnet. Die Elektroden sind im dargestellten Beispiel untereinander in jeweils
gleichen Volumenabständen angeordnet. Dies -trifft auch für die unterste Elektrode
gegenüber einem leeren Vorratsbehälter zu. Wenn der leere Behälter mit 0 bezeichnet
wird, beträgt lt. dargestelltem Beispiel der Gesamtinhalt eines Vorratsbehälters
von 0 bis a entweder das 6-fache Volumen der Menge von-O bis f oder das 3-fache'
Volumen der Menge von 0 bis e oder das 2-fache Volumen der Menge von 0 bis d Die
Brühcharge, also die mit einem Brühvorgang hergestellte Getränkemenge, kann entsprechend
der Aufnahmemenge eines leeren Vorratsbehälters bis zu einer der Elektroden f, e
oder d fest oder variabel eingestellt werden. Die Brühcharge kann demnach die Volumengröße
0 bis f, o bis e oder 0 bis d aufweisen.
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Trotz eines Gesamtvorratsvolumens im Beispiel von zweimal 0 bis a
braucht die Brüharmatur 9 nur für die Aufnahme der erforderlichen Kaffeemehlmenge
entsprechend einer Brühcharge von o bis d eines einzelnen Vorratsbehälters ausgelegt
werden Die Brüharmatur 9 kann also relativ klein gebaut werden, was sich hinsichtlich
Preis, Platzbedarf und Zuverlässigkeit äußerst günstig auswirkt.
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Die als Ganzes mit Lt bezeichente Ausgabevorrichtung weist eine Dosierkammer
20 auf. In diese mündet ein Zufluß 21, der über eine Leitung 22 mit dem Vorratsbehälter
2 und über eine Leitung 23 mit dem Vorratsbehälter 3 in Verbindung steht. Der Zufluß
2i ist mit einem Ventil 24 verbunden, das in seiner gezeichneten Ruhestellung den
Zufluß zur Dosierkammer verschließt und mittels eines Hubmagneten 25 in eine Stellung
bewegbar ist, in welche es den Zufluß 21 öffnet und eine Ausgabeöffnung 26 der Dosierkammer
20 schließt.
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Unterhalb der Ausgabeöffnung 26 ist eine Stellfläche 27 für ein zu
füllendes Gefäß 28, wie Tasse oder Kännchen.
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Die Dosierkammer enthält außerdem zwei höhenverstellbare Steuerelektroden
29 bzw. 30, die einem Kännchen bzw einer Tasse entsprechen.
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In die Leitung 22 vom Vorratsbehälter 2 zur Dosierkammer 20 ist ein
steuerbares Dreiwegeventil 31 eingebaut, dessen dritter Leitungsweg 32 zu einer
Ablaufleitung 33 führt. Zu der Ablaufleitung 33 führt auch ein Leitungsweg 34, ausgehend
von einem Dreiwegeventil 35 in der Leitung 23 zwischen dem Vorratsbehälter 3 und
der Dosierkammer 20.
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Das Dreiwegeventil 31 kann derart angesteuert werden, daß: 1. während
dem Brühen der Weg vom Behälter 2 zum Zufluß 21 und zum Leitungsweg 32 abgesperrt
ist,
2. während dem Spülen der Weg vom Behälter 2 zum Zufluß 21
abgesperrt und zum Leitungsweg 32 geöffnet ist, 3 während dem Zapfen der Weg vom
Behälter 2 zum Zufluß 21 ständig geöffnet und zum Leitungsweg 32 abgesperrt ist.
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Das Dreiwegeventil 35 arbeitet in gleicher Weise wie das Dreiwegeventil
31.
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Die in ihrem Aufbau schematisch dargestellte Kaffeemaschine arbeitet
wie folgt: im Ruhestand sind sämtliche magnetisch ansteuerbaren Ventile geschlossen.
Wird die Maschine eingeschaltet, geben die beiden Magnetventile 31 und 35 die Wege
von den Behältern 2 und 3 zu der Ablaufleitung 33 frei. Nachdem das Wasser im Wasserkessel
7 aufgeheizt ist, öffnen nacheinander die Magnetventile 13a und 14a für kurze Zeit.
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Das über die Sprühdüsen einströmende Heißwasser wärmt die Vorratsbehälter
vor. Gleichzeitig wird damit ein nochmaliger Reinigungsvorgang der Vorratsbehälter
bewirkt. Das eingeflossene Heißwasser fließt unmittelbar anschließend über die geöffneten
Dreiwegeventile 31 und 35 in die Ablaufleitung 33. Nach diesem Reinigungsvorgang
wird im Dreiwegeventil 35 bzw. 31 der Weg vom Behälter 3 bzw. 2 zum Zufluß 20 und
zum Leitungsweg 34 bzw. 32 abgesperrt. Nun ist die Maschine bereit zum Herstellen
von Kaffeegetränk.
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Abhängig von der zu erwartenden Kaffeenachfrage wird in den Behältern
2 und 3 ein oberes Füllniveau durch Aktivieren der betreffenden Elektrode eingestellt.
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Sofern die Brühcharge nicht fest vorgegeben ist, wird zu der vorgewählten
Vorratsmenge automatisch eine von den drei möglichen Brühchargenmengen zugeordnet.
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Als Beispiel wird nachstehend ein mittlerer Kaffeebedarf angenommen.
Im Vorratsbehälter 3 wird demetsprechend die Elektrode 19c als gewünschte Vorratsmenge
aktiviert, wobei
gleichzeitig eine Brühcharge der Größe von 0 bis
e festgelegt wird. Mit Einstellung der Vorwahl beginnt das Gerät selbstständig Kaffee
zuzubereiten. Die Förderschnecke 6 fördert Kaffeemehl für eine Brühcharge auf das
Brühsieb 10, während Heißwasser im Wasserkessel 7 mittels einer Heizeinrichtung
8 erwärmt wird.
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Anschließend öffnet das Magnetventil 12 und heißes Wasser wird durch
den Druck im Zulauf 7a über das Kaffeemehl auf das Brühsieb befördert. Das Getränkt
fließt in den Ablauf 16 und gelangt bei der gezeichneten, von der Zugfeder 17b bestimmten
Stellung des Leitbleches 17a in den Vorratsbehälter 3. Sobald die Elektrode e erreicht
wird, ist die gewählte Brühcharge erreicht. Das Magnetventil 12 schließt, der Kaffeesatz
wrda der Brüharmatur 9 über eine Auswurfleitung 9a entfernt und die Brüharmatur
gereinigt. Danach wird ein weiterer Brühvorgang ausgelöst, der in gleicher Weise
wie der 1. Brühvorgang abläuft. Diese zweite Brühcharge wird beendet, sobald die
Getränkebrühe die Elektrode 19c erreicht-ist. Im Vorratsbehälter befindet sich demnach
eine Vorratsmenge von O-c, die der gewünschten Vorratsmenge entspricht. Jetzt öffnet
das Magnetventil 35 den Durchfluß vom Behälter 3 zum Zufluß 21. Nunmehr kann Kaffee
entnommen werden. Zu diesem Zweck wird die gewünschte Menge (Tasse oder Kännchen)
beispielsweise durch eine Drucktaste abgerufen. Der Hubmagnet 25 öffnet das Ventil
24 zur Dosierkammer 20 und verschließt gleichzeitig die Ausgabeöffnung 26. Kaffee
aus der Leitung 23 füllt die Dosierkammer 20 bis zu der betreffenden Elektrode,
d.h. bei der Wahl der Tasse bis zur Steuerelektrode 30.
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Wird diese erreicht, schaltet die den Hubmagneten 25 ab, dieser gibt
die Ausgabeöffnung 26 zur Tasse 28 frei und schließt gleichzeitig den Zulauf 21.
Durch die Ausgabe weiterer Kaffeeportionen sinkt der Flüssigkeitspegel im Vorratsbehälter
schließlich unter die Höhe der Elektrode 19e. Damit wird ein Signal an die Brüheinheit
t ausgelöst und ein neuer Brühvorgang in der bereits geschilderten Weise wird eingeleitet.
Der Kaffee gelangt aus dem Ablauf 16 über die umgestellte Kaffeeleitvorrichtung
17 in den Vorratsbehälter 2.
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Sobald der Flüssigkeitsstand im Vorratsbehälter
gewählte Elektrode 18e erreicht, schaltet diese in geschilderter Weise die Brüheinheit
ab und löst selbstständig nach Entleeren der Brüharmatur 9 eine weitere Brühcharge
aus. Diese Brühcharge fließt so lange in den Vorratsbehälter 2, bis die Elektrode
18c erreicht ist. Der nunmehr in dieser Vorwahlstellung erreichte max. Gesamtvorrat
beträgt - unter der Voraussetzung, daß in der Zwischenzei-t aus dem Behälter 3 nicht
entnommen wurde- die Getränkemenge o bis c im Behälter 2 und o bis e im Behälter
3.
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Wird nunmehr weiter Kaffee gezapft, was jederzeit ohne Unterbrechung
möglich ist, sinkt der Flüssigkeitspegel im Behälter 3 weiter ab. Bei fast leerem
Vorratsbehälter 3 wird irgendwann nach Auslösen eines Entnahmevorganges der Dosierbecher
nicht mehr bis zur vorgewählten Steuerelektrode gefüllt. Auf nicht näher dargestellte
Weise wird die überschrittene Dosierzeit von wenigen Sekunden als Signal dazu verwendet,
daß der Vorratsbehälter 3 nunmehr völlig geleert ist. Auf dieses Signal hin wird
durch das Magnetventil 35 der Weg vom Behälter 3 zum Zufluß 21 abgesperrt und zum
Leitungsweg 34 geöffnet.
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Gleichzeitig wird durch das Magnetventil 31 der Weg vom Behälter 2
zum Zufluß 21 geöffnet. Aus dem Vorratsbehälter 2 kann nun die fehlende Restmenge
in den Dosierbecher 20 nachfließen, so daß die vorgewählte Elektrode 29 oder 30
erreicht wird und der Ausgabedosiervorgang abgeschlossen wird. Aus dem Vorratsbehälter
2 kann nun in gleicher Weise wie vorher aus dem Behälter 3 fortlaufend abgezapft
werden.
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Mit dem Betätigen des Magnetventils 35 wird das Ventil 14a aktiviert
und heißes Wasser fließt rotierend über die Behälterwandungen des Vorratsbehälters
3 und schwemmt dabei alle anhaftenden Sedimente und Fettrückstände in den Ablauf
33. Dieser Zwischenreinigungsvorgang dauert nur wenige Sekunden und beträchtigt
dadurch die Leistungsfähigkeit der Maschine nicht. Andererseits stellt aber diese
Maßnahme sicher, daß weder in irgendwelche abge-
standenen Reste
zugebrüht wird, noch daß in einem Vorratsbehälter eine frische Kaffeecharge eingeleitet
wird, obwohl dieser von vorausgegangenen Brühungen durch Rückstände oder ranzig
gewordene Sedimente die Qualität des frischen Kaffees spürbar mindern würde.
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Der geschilderte Vorgang setzt sich nun wechselweise in beiden Vorratsbehältern
unter der Voraussetzung der unveränderten Vorwahl fort. Sobald im Vorratsbehälter
2 die Elektrode e unterschritten wird, wird in den gereinigten Behälter 3 eine neue
doppelte Brühcharge ausgelöst. Nach dem völligen Entleeren des Behälters 2 über
die Ausgabevorrichtung 4 erfolgt hier ein gleicher Spülvorgang wie für den Behälter
3 geschildert.
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Wird mit noch geringerem Kaffeeverbrauch gerechnet, so werden in den
beiden Behältern als maximale Menge entweder die Elektroden e oder gar nur f vorgewählt.
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Mit einer entsprechend kleinen Brühcharge werden dann nur Getränkemengen
bevorratet, die dem Vorratsquantum von Kleinmaschinen entsprechen.
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Kommt es umgekehrt zu einer sehr starken Nachfrage, kann durch entsprechende
Vorwahl in einem oder in beiden Vorratsbehältern die Elektroden a und entsprechend
große Brühchargen vorgewählt werden. Der zu beliefernde Vorratsbehälter wird dann
bis zu der obersten Elektrode und mit entsprechend vielen Brühchargen gefüllt.-Sobald
nach Entleerung des anderen Vorratsbehälters die Lieferung aus dem frisch gefüllten
Vorratsbehälter beginnt, wird bei Unterschreiten einer entsprechend zugeordneten
Elektrode ein neuer Brühvorgang ausgelöst. In diesem Stoßgeschäft wird praktisch
jeder geleerte und gereinigte Behälter sofort wieder mit frischem Kaffee gefüllt.
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Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform zeigt an der Ausgabevorrichtung
4' an Stelle einer Dosierkammer Durchfluljmeßeinrichtungen 36. Sie sind jeweils
in den Lei-
tungen 22 bzw. 23, und zwar im Kaffeeflußeg nach den
Dreiwegeventilen 31 bzw. 35, angeordnet. Beiden ist ein gemeinsames Impulszähl-
und Steuergerät 37 zugeordnet.
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Dieses steuert die Dreiwegeventile bzw. die Umschaltung auf den anderen
Behälter. Die Kaffeeausgabe erfolgt dann in folgender Weise: das Dreiwegeventil
31 bzw. 35 gibt -den~Durchgang vom jeweils ausgabebereiten Vorratsbehälter zum Auslauf
während einer von der Durchflußmeßeinrichtung bestimmten Taktzeit- bzw. Impulszahl
frei. Wird eine für die Portionierung vorgegebene Impulszahl nicht erreicht, weil
der liefernde Behälter geleert ist dient es als Signal zum Umschalten auf den anderen
Behälter. Das Dreiwegeventil des anderen Behälters wird dann solange geöffnet, bis
die noch fehlende Impulszahl über die dem anderen Dreiwegeventil zugeordnete Durchflußmeßeinrichtung
erreicht wird. Damit hat der andere Behälter die fehlende Restmenge für eine vollständige
Portion ausgegeben. Die Durchflußmeßeinrichtungen gewährleisten also ebenso wie
die in Fig. 1 gezeigte Ausgabevorrichtung eine restlose Behälterentleerung, wobei
gleichzeitig ohne spürbare Verzögerung stets vollständige Portionen ausgegeben werden.
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liegt im Rahmen der Erfindung, die Anzahl und Anordnung der Elektroden
im Vorratsbehälter anders zu wählen als im Beispiel; insbesondere können die Elektroden
in ungleichmäßigen Abständen zueinander angeordnet sein, Vorteilhaft an der neuen
Kaffeemaschine ist es, wenn die Bemessung der Brühcharge durch eine Volumenbestimmung
des Brühwassers im Brühgefäß selbst erfolgt. Sie kann aber auch mittels eines Volumenmessers
in der Brühwasser-oder Kaffeeleitung bemessen werden.
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Das Füllen des Vorratsbehälters auf das vorgewählte Niveau kann durch
konstante Brühmengen erfolgen. In besonderen Einsatzfällen kann es jedoch vorteilhaft
sein, die vorgewählte Niveauhöhe auch durch variable Brühmengen zu erreichen. Durch
die Wahl relativ großer
Brühmengen -z.B. wenn großer Kaffeebedarf
gefordert istkann bei gleicher Kaffeequalität mit etwas geringeren Kaffeepulvermengen
ausgekommen werden als beim Brühen von mehreren kleinen Chargen.
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Vorteile ergeben sich auch bei dieser neuen Kaffeemaschine, wenn eine
Brühcharge durch die Zufuhr von Teilmengen heißen Wassers hergestellt wird.
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Bei dieser Intervallbrühung wird eine gegenüber der gesamten Brühchargenmenge
kleine Menge Brühwasser über das Kaffeemehl geleitet und erst nach einer bestimmten
Verweilzeit, z.B. erst wenn das Brühwasser vollständig durch das Kaffeemehl abgeflossen
ist, die zweite Menge Brühwasser zugegeben. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrfach,
bis die vorgewählte und in der Kaffeemehlmenge entsprechende Brühcharge zubereitet
ist.
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Durch die Verweilzeit der Teilbrühmenge in der Brüharmatur quellen
die Kaffeekörner ganz auf und es wird damit bei bestimmten Brühverfahren eine bessere
Ausnützung des Kaffeemehls ermöglicht.
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Die vorstehende Erfindung ist unabhängig vom Prinzip und dem Arbeitssystem
der Brüheinheit. Bei anderen Brühprinzipien sind auf diese abgestimmte Steuerungen
und Steuerorgane zu verwenden. Bei einfachen Brühprinzipien kann jedem Vorratsbehälter
eine Brühreinrichtung zugeordnet werden. Die Kaffeeleitvorrichtung kann dadurch
entfallen. Auch insofern ist die vorliegende Erfindung nicht nur auf die beschriebene
Ausführung beschränkt.
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