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Edigierhilfsmittel
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Die Erfind-ung betrifft ein Editierhilfsmittel zur Erleichterung der
Auswertung von Motiven, die auf ein mit BTX-BiLdpunktrastern versehenen Zeichenblatt
oder dergleichen aufgebracht sind.
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Um ein bestimmtes Motiv in eine BTX-Graphile umzusetzen, ist es bekannt,
das Motiv auf ein großes Zeichenblatt zu übertragen, das ähnlich dem MiLimeterpapier
mit einem BTX-Bildpunktraster versehen ist. Das Bildpunktraster ist durch stärkere
Linien in sogenannte Cursor-Flächen unterteilt. Die übertragung kann mit verschiedenen
Te c hniken geschehen, wobei die übertragung mittels eines Episkops von besonderem
Vorteil ist.
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-Nach Auftragen des Motivs beginnt die Auswertung der Cursor-Flächen.
Soweit es sich um voll belegte oder um gar nicht beLegte Cursor-Flächen handelt,
ist diese Auswertung schneLL durchgeführt. Schwierig wird es immer bei nur teiLweise
vom Motiv beLegten Cursor-Flächen.
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Hier muß nämLich durch mühsamen Vergleich mit den auf
dem
Fernsehschirm darstellbaren Graphiken festgestellt werden, ob die Belegung im jeweiligen
Cursor-Feld einer der standardisierten Schräg- oder Strichgraphikzeichen entspricht
oder ob es sich um sogenannte frei definierbare Zeichensätze - abgekürzt DRCS-Zeichen
- handelt.
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Die erstgenannten Standardgraphikzeichen haben den Vorteil, daß sie
im CEPT-Decoder gespeichert sind und durch einfachen Tastendruck aufgerufen werden
können.
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Außerdem unterliegt ihre Anzahl keiner Beschränkung.
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Dagegen müssen die DRCS-Zeichen Bildpunkt für Bildpunkt im Editiergerät
zusammengesetzt werden und dürfen pro Motiv nur in einer Gesamtzahl von 94 Zeichen
verwendet werden. Aus diesen Gründen ist man bestrebt, das Motiv so auf das Zeichenblatt
zu bringen oder nach dem Aufbringen so zu korrigieren, daß eine möglichst geringe
Zahl von DRCS-Zeichen anfallen. Nichtsdestoweniger ist dies wie auch die anschließende
Auswertung außerordentlich mühsam und zeitraubend.
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Man versucht, den Zeitaufwand dadurch zu verringern, daß die Motive
mit Hilfe einer Digitalkamera oder einem Scanner zerlegt werden. Abgesehen davon,
daß .hierdurch der apparative Aufwand sehr groß wird, geschieht die Zerlegung nur
unvollkommen, so daß in der Regel eine höhere Anzahl von DRCS-Zeichen anfallen als
dies nötig ist. Dies kann dazu führen, daß sogar die zulässige Höchstzahl von 94
DRCS-Zeichen überschritten wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Editierhilfsmittel zu
finden, das die Auswertung von auf Zeichenpapier mit BTX-BiLdpunktraster aufgetragenen
Motiv e n wesentlich -erleichtert.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
das
Editierhilfsmittel aus einer transparenten Folie besteht, auf der Schräg- und/oder
Strichgraphikzeichen aufgetragen sind Dieses Editierhilfsmittel beschleunigt und
erleichtert die Auswe rtea rbe i t außerordentlich, wobei die Kosten hierfür vergleichsweise
gering sind Die Auswertung geschieht dabei so, daß die Folie über das Zeichenblatt
derart verschoben wird, bis ein auf der Folie auf gebrachtes Graphikzeichen in die
auf dem Zeichenblatt auszuwertende Cursor-Fläche plaziert ist. Aufgrund der Transparenz
der Folie ist dann ohne weiteres erkennbar, ob das jeweilige Graphikzeichen am Rand
des durch die auszuwertende Cursor-Fläche gehenden Motivteils anliegt oder nicht.
Im ersteren Fall ist die Auswertung schon beendet. Im zweiten Fall kann dann durch
Verschieben der Folie versucht werden, ein dem Motiven 1 näherkommendes Graphikzeichen
über die auszuwertende Cursor-Fläche zu bringen. Ergibt sich nach diesen Versuchen,
daß sich die auszuwertende Cursor-Fläche nicht mit einem Schräg- oder Strichgraphikzeichen
beschreiben läßt, so besteht einerseits die Möglichkeit, den Rand des Motivs durch
eine entsprechende Korrektur an ein solches Graphikzeichen anzupassen. Ist dies
nicht mög-Sich, so kann die Darstellung nur noch über ein DRCS-Zeichen geschehen.
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In Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß alle Schräg- und Schrägstrich
oder Strichgraphikzeichen auf der Folie aufgetragen sind, so daß eine Folie für
die Auswertung ausreicht.
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Die Schräg- und/oder Strichgraphikzeichen sind zweckmäßigerweise zeilenweise
im Abstand zueinander und untereinander spaltenweise angeordnet. Dabei
sollte
die Anordnung so getroffen sein, daß schon auf Grund ihrer Stellung erkennbar ist,
wie sie aufgerufen werden können. Zur Vereinfachung des übereTnanderliegens von
Folie und Zeichenblatt ist es des weiteren zweckmäßig, wenn die Schräg- und/oder
die Strichgraphikzeichen jeweils innerhalb einer abgegrenzten Cursor-Fläche angeordnet
werden. Nützlich ist es dabei auch, die Cursor-Flächen jeweils mit einer senkrechten
und einer waagerechten Mittellinie zu versehen oder sogar den von den Schräg- und/
oder Strichgraphikzeichen freien Bereich mit. einem Bildpunktraster zu versehen.
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Schließlich ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Schräg- und/
oder Strichgraphikzeichen jeweils doppelt aufgetragen sind, und zwar einmal auf
ein transparentes und einmal auf einem undruchsichtigen Teil der Folie. Letzteres
ist insbescndere dann zweckmäßig, wenn die Folie auf dunkler Unterlage gebraucht
wird In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von zwei Ausfuhrungsbeispielen näher
veranschaulicht. Es zeigen: Figur 1 eine Editierfolie mit allen Schräggraphikzeichen
und Figur 2 eine Editierfolie mit allen Strichgraphi kzei chen.
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Die in Figur 1 dargestellte Editierfolie 1 hat rechtefkiges Format
und besteht aus transparentem Kunststoffmaterial. Auf der Editierfolie 1 sind jeweils
gleich große Cursor-Flächen, beispielhaft mit der Ziffer 2 bezeichnet, mitteLs Siebdruck
aufgetragen. Die Cursor-Flächen 2 sind
in insgesamt acht Zeilen
und sechzehn Spalten angeordnet.
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Je zwei übereinander angeordnete Zeilen von Cursor-Flächen 2 sind
identisch ausgebildet. Der Unterschied besteht darin, daß die jeweils untere Zeile
- was hier nicht sichtbar ist - auf weißem Hintergrund aufgedruckt ist, die Folie
also in den geradzahligen Zeilen undurchsichtig ist. Es wechseln sich also auf der
Editierfolie 1 durchsichtige mit und-urchsichtigen Streifen ab.
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In jeder Cursor-Fläche 2 ist ein Schräggraphikzeichen 3 angeordnet.
Die übrige Fläche der Cursor-Flächen 2 sind jeweils mit einem Bi ldpunktraster 4
versehen, wobei jedes Kästchen des Bildpunktrasters 4 einen Bildpunkt symbolisiert.
Die Schräggraphikzeichen 3 sind so angeordnet, daß sich aus ihrer Stellung erkennen
läßt, wie sie auf einem Bildschirmdes CEPT-Decoders aufgerufen werden können.
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Die Handhabung der Editierfolie 1 geschieht so, daß jeweils eine Cursor-Fläche
2 auf den durchsichtigen Streifen mit einer entsprechenden Cursor-Fläche auf dem
Zeichenblatt in Deckung gebracht wird. Es kann dann sofort gesehen werden, ob der
Rand des Motivs mit dem Rand des jeweiligen Schräggraphikzeichens 3 zusammenfällt
oder nicht. Im ersteren Falze ist damit die Auswerturg schon beendet, während im
letzteren Fall überlegt werden muß, b der Motivrand nicht dem betreffenden Schräggraphikzeichen
3 angepaßt wird oder ob es notwendig ist, die Cursor-Fläche 2 durch ein DRCS-Zeichen
darzustellen In Figur 2 ist eine weitere Editierfolie 5 gezeigt,
die
im Gegensatz zu der Editierfolie 1 in Figur 1 ausschließlich Strichgraphikzeichen
6 darstellt. Auch hier sind die Strichgraphikzeichen 6 innerhalb von Cursor-Flächen
7 angeordnet, wobei die freien Flächen mit einem Bildpunktraster 8 versehen sind.
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Die erste und die zweite sowie die dritte und die vierte Zeile sind
jeweils identisch, wobei die zweite und vierte Zeile auf einem weißen Hintergrund
aufgedruckt sind, während die erste und die dritte Zeile auf transparentem Hintergrund
aufgetragen ist.
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Die Handhabung der Editierfolie 5 ist mit der vorbeschriebenem Handhabung
der Editierfolie 1 gleich. Mit den in den Figuren 1 und 2 dargestellten Editierfolien
1, 5 läßt sich das Auswerten von auf einem Zeichenblatt aufgetragenen Motiven sehr
einfach und zügig gestalten.
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Da alle Schräggraphikzeichen 3 bzw. Strichgraphikzeichen 6 auf den
Editierfolien 1 bzw. 5 vorhanden sind, kann sehr schnell festgestellt we-rden, ob
ein Motiv rand durch solche craphikzeichen raph i k ze i c he n dargestellt werden
kann oder ob die Darstellung durch ein RCDS-Zeichen erfolgen muß.
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