DE3344548A1 - Verfahren und vorrichtung zum herstellen und bearbeiten von zahnraedern - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum herstellen und bearbeiten von zahnraedernInfo
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Description
-r3-
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Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen und Bearbeiten von Zahnrädern
Die Erfindung besieht sich auf ein Verfahren, wie es im
Oberbegriff des Hauptanspruches beschrieben ist und auf
Vorrichtungen dazu.
Es sind bereits Vorrichtungen dieser Art vorgeschlagen worden, die ansich befriedigend arbeiten. Jedoch ist
beobachtet worden, daß die bearbeiteten Zahnflanken häufig Riefen od. dgl. aufweisen, deren Ursache zunächst
nicht erkennbar waren» Die Erfinder haben festgestellt, daß der Grund für diese Unzulänglichkeit bereits beim
Abziehen des Werkzeugs zu suchen ist. Stehen dort nämlich Diamantkörner aus dem Kollektiv vor, dann ergeben
sich an dem Werkzeug Vertiefungen, die an der Werkstückoberfläche wiederum Erhöhungen verursachen. Umgekehrt
kann aber die abrasive Oberfläche des Werkzeugs Erhöhungen aus dem Kollektiv aufweisen, die an der Werkstückflanke
Vertiefungen verursachen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die beschriebene Unzulänglichkeit zu beseitigen oder mindestens
zu mildern, d.h« also die Oberfläche des Werkstücks zu verbessern.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird mit einem Verfahren gelöst, das die Merkmale des Patentanspruchs 1 aufweist«
Für die Lösung der Erfindungsaufgabe ist eine Auswahl, wie sie Anspruch 2 beschreibt, besonders wichtig.
Eine Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens weist die Merkmale des Patentanspruchs 3 auf.
Eine andere Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach der Erfindung ist durch die Merkmale des Anspruchs
4 gekennzeichnet. Bei dieser Vorrichtung laufen sowohl das Werkstück-Werkzeug-Paar als auch das Führungsradpaar
jeweils mit Flankenspiel; jedoch sind die Flankenspiele der beiden Radpaare so angeordnet, daß die Gesamtkombination
ohne Flankenspiel läuft, d.h. wenn beispielsweise beim Werkzeug die Linksflanke anliegt, dann
liegt am Führungsrad der Werkzeugspindel die Rechtsflanke an.
Im Sinne der Erfindung wird unter "abrasiver Oberfläche"
eine spanabhebende Werkzeugfläche verstanden, die keine einheitlich gerichtete Schneidkanten aufweist. Darunter
fallen alle Werkzeuge mit körniger Arbeitsfläche, z.B. Schleifwerkzeuge, aber auch Werkzeuge für beispielsweise
elektrolytische, elektroerosive oder elektrochemische
Abtragung.
Die Erfindung ist anhand der Figuren 1 und 2 erläutert. Figur 1 zeigt schematisch eine Vorrichtung auf der das
Verfahren nach der Erfindung angewendet werden
kann.
Figur 2 zeigt ebenfalls schematisch ein anderes Ausführungsbeispiel
für eine Vorrichtung nach der Erfindung.
In der Vorrichtung nach Figur 1 nimmt eine Werkstückspindel 1 ein Werkstück 2 auswechselbar auf. Eine Werkzeugspindel
5 nimmt auswechselbar ein zahnradartiges Werkzeug 6 auf. Die Verzahnung des Werkzeugs kämmt während
der Bearbeitung mit der Werkstückverzahnung. Die
Achsen von Werkstückspindel 1 und Werkzeugspindel 5 kreuzen sich im Abstand,, was in Figur 1 (auch in Figur
2) dadurch zum Ausdruck kommt, daß das Werkstück von der Seite und das Werkzeug perspektivisch skizziert
sind. Die Verzahnung des Werkzeugs ist hyperboloidisch oder globoidisch geformt, so daß die Zahnflanken von
Werkstück und Werkzeug während der Bearbeitung auf der ganzen Breite anliegen. Aus diesem Grunde ist das Werkzeug
so gestaltet, daß seine Verzahnung mindestens von einer Stirnseite des Werkstücks zur anderen reicht. Im
Beispiel nach Figur 1 ist die Werkzeugspindel 5 niit
einem Motor 301 für eine Rotationsbewegung (Abwälzbewegung) antreibbar. Die Verzahnung des Werkzeugs treibt
das Werkstück an. Damit die Zahnflanken bei der Bearbeitung jeweils nur an einer Seite anliegen - jeweils
nur immer die treibende Flanke an der getriebenen Flanke -, ist die Werkstückspindel 1 mit einer Bremse
302 versehen. Die arbeitenden Zahnflanken werden durch
Drehrichtungswechsel des Antriebs gewechselt.
Die Werkstückspindel 1 wird mit Reitstocken 303 od.dgl.
von einem Werkstückträger 304- getragen, der mittels einer Vorschubspindel 305 und einer Vorschubmutter 306 und
über ein Schneckengetriebe 30? von einem Vorschubmotor
3Ο8 rechtwinkelig zu den Spindeln 1, 5 antreibbar ist
(Tiefenvorschub). Es können auch andere geeignete Vorschubmittel vorgesehen sein. Die üblichen und bekannten
Maschinenteile wie Führungen, Lager u.dgl. sind im Schema fortgelassen.
Die Werkzeugspindel 5 wird ebenfalls über Reitstöcke
309 von einem Werkzeugträger 310 oder einem Gehäuse getragen. Der Werkzeugträger ist im nicht gezeichneten
Maschinengestell schwenkbar gelagert und zwar um eine Achse, die rechtwinkelig zu den besagten Spindeln ge-
richtet ist. Die Schwenkbewegung ist über ein Schneckengetriebe 311 von einem Schwenkmotor 312 antreibbar.
Der Tiefenvorschub des Werkstückträgers kann auf geeignete Weise gemessen werden, z.B. durch Zählen der Umdrehungen
des Schneckengetriebes 307· Diese Werte können über eine Leitung 313 od. dgl. einem Geber 314- mitgeteilt
werden. Der Geber beeinflußt über eine Leitung 315 einen Empfänger 316, der seinerseits den Schwenkmotor
312 steuert.
Wird durch Zustellen oder Abrücken des Werkstückträgers
304- der Achsabstand 317 verändert, dann kann mit den
Steuermitteln 307, 308, 311 bis 3I6 jeweils ^er Schrägungswinkel
3I8 dem für jeden Wälzkreis-Durchmesser der
Zahnräder 2, 6 gültigen Wert angepaßt werden. Das ist möglich beim Zustellen, d.h. bei Verkleinerung des Achsabstandes,
ist dort aber meist wegen der fortschreitenden Spanabnahme nicht wichtig. Wichtig und wesentlich
für die Erfindung ist dieses Anpassen aber beim Abrücken, d.h. beim Vergrößern des Achsabstandes. Werden nämlich
nach Fertigstellen der Verzahnung Werkstück und Werkzeug arbeitend voneinander entfernt, dann verwischen
sich die zu vermeidenden Riefen, d.h. sie werden beseitigt. Bliebe dabei aber der für das fertige Werkstück
maßgebliche Achskreuzwinkel erhalten, dann würde sich der für das fertige Werkstück maßgebliche Schrägungswinkel
auf einen zu großen Wälzkreis übertragen. Der Schrägungswinkel würde ungenau bzw. falsch werden.
Das Ausführungsbeispiel Figur 2 ist schematischer gezeichnet
als das vorhergehende Beispiel. Die Vorschubeinrichtung
und die Schwenkeinrichtung sind lediglich mit Pfeilen symbolisiert. Die Werkstückspindel ist wieder
mit 1, das Werkstück mit 2," die Werkzeugspindel mit
5 und das Werkzeug mit 6 bezeichnet. Der Achsabstand 317
kann wieder mittels des Vorschubmotors 308 verändert werden. Der Achskreuzwinkel ist wie beim vorigen Beispiel
mit dem Schwenkmotor 312 veränderbar. Um den Achskreuzwinkel
und damit den Schrägungswinkel 318 dem jeweiligen
Achsabstand 317 anpasssen zu können, sind wie
beim vorigen Beispiel ein Geber 314- und ein Empfänger 316
vorgesehen.
Auf der Werkstückspindel 5 ist ein Führungsrad und auf
der Werkzeugspindel ein Führungsrad 7 angeordnet. Beide kämmen miteinander, haben das gleiche Übersetzungsverhältnis
wie das Werkstück-Werkzeug-Paar und sind der Lage des Achskreuzpunktes (gemeinsame Normale), der
weitgehend wählbar ist, angepaßt. Die Werkzeugspindel 5 kann mittels einer schaltbaren Kupplung 320 unterbrochen
werden. Auf dem dem Werkzeug 6 zugewendeten Ende der Werkzeugspindel ist der Motor 321 für den Drehantrieb
angeordnet. Auf der Werkstückspindel sitzt die Bremse 302 oder eine Schwungscheibe. Die beiden Radpaare arbeiten
mit Flankenspiel, d.h. es liegen beim Bearbeiten nur immer jeweils eine Seite der Zähne aufeinander. Die Flankenspiele
sind aber so aufeinander abgestimmt, daß beide Radpaare zusammen ohne Flankenspiel laufen, d.h. liegt
bei einem Rad beispielsweise die Rechtsflanke an, dann liegt bei dem anderen Rad der gleichen Spindel die Linksflanke
an. Zum Wechseln der arbeitenden Zahnflanken wird die Schaltkupplung kurzzeitig geöffnet und die Drehrichtung
des Motors gewechselt oder ein nicht dargestelltes Wendegetriebe geschaltet. Die Bremse 302 oder die
Schwungscheibe sorgt dann für die Anlage der gewünschten Zahnflanken.
Wie beim vorherigen Beispiel wird der Achskreuzwinkel
und damit der Schrägungswinkel auf dem Werkstück im wesentlichen beim Auseinanderrücken von Werkzeug und
Werkstück also beim Vergrößern des Achsabstandes (317)
diesem angepaßt. Hierfür wird die Veränderung des Vorschubs (Abrücken) gemessen, vom Geber 314- dem Empfänger
316 mitgeteilt, der entsprechend den Schwenkmotor 312
steuert.
Die Steuereinrichtung 314-, 316 kann digital oder analog
sein. Statt elektrischer, hydraulischer oder pneumatischer Mittel können auch mechanische Mittel verwendet
werden, im letzten Falle z.B. eine Kulissensteuerung.
Begriffsliste
| 1 | Werkstückspindel |
| 2 | Werkstück |
| 3 | Führungsrad |
| 4 | |
| 5 | Werkzeugspindel |
| 6 | zahnradartiges Werkzeug |
| 7 | Führungsrad |
| 8 | |
| 9 | |
| 10 | |
| 301 | Motor |
| 302 | Bremse |
| 303 | Reitstöcke |
| 304 | Werkstückträger |
| 305 | Vorschubspindel |
| 306 | Vorschubmutter |
| 307 | Schneckengetriebe |
| 308 | Vorschubmotor |
| 309 | Reitstöcke |
| 310 | Werkzeugträger |
| 511 | Schneckengetriebe |
| 312 | Schwenkmotor |
| 313 | Leitung |
| 314 | Geber |
| 315 | Leitung |
| 316 | Empfänger |
| 317 | Achsabstand |
| 318 | Schrägungswinkel |
| 319 | |
| 320 | Kupplung |
| 321 | Motor |
| 322 | |
| 323 |
Claims (3)
- CAItL HURTH .. .£. Dezember 1983MMChlnen- und Zahnredfabrik GmbH & Co I ',I I Ί * : ',.' HfJQ 00/250^ LfI /WbMooeaoherStr.se.SMÜnohen^ ...... - . , . . · (~> w/ <^ >"->., -uax/wuPatentansprüche'.Verfahren zum Herstellen oder Bearbeiten der Verzahnung von gerad- oder schrägverzahnten, außen- oder innenverzahnten Zahnrädern mit einem hyperboloidisch oder globoidisch oder ähnlich geformten verzahnten Werkzeug, das eine abrasisve oder ähnliche Oberfläche aufweist, wobei sich die Achsen von Werkstück und Werkzeug in einem Achsabstand kreuzen und wobei während des Bearbeitungsvorganges jeweils die Rechtsoder die Linksflanke der Werkzeugzähne an den Werk- stückzähnen anliegen (Flankenspiel), dadurch gekennzeichnet, daß beim Verändern des Achsabstands (317) von Werkstück (2) und Werkzeug (6) während der Bearbeitung der Achskreuzwinkel dem jeweiligen Achsabstand (317) unter Berücksichtigung der Zahnschräge(318) angepaßt wird»
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Achskreuzwinkel der Zahnschräge (318) während des Abrückens von Werkstück (2) und Werkzeug (6),bei Vergrößerung des Achsabstandes (317)? angepaßt wird.
- 3. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verstelleinrichtung (304 bis 3O8) für den Achsabstand (317) von Werkstück (2) und Werkzeug (6) mit einem Geber (314·) versehen ist, der auf einen Empfänger (3I6) einwirkt, der eine Verstelleinrichtung (310 bis 312) für den Achskreuziirinkel steuert.4-. Vorrichtung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Werkzeug (6) und dem Werkstück (2) je ein Führungsrad (3»7) drehfest kuppelbar sind, die miteinander kämmen und das gleiche Übersetzungsverhältnis aufweisen wie das Werkzeug-Werkstück-Paar (2,6).
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