DE3342583C2 - Verfahren zum Betrieb einer Windkraftanlage - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer WindkraftanlageInfo
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- F03D7/00—Controlling wind motors
- F03D7/02—Controlling wind motors the wind motors having rotation axis substantially parallel to the air flow entering the rotor
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Abstract
Um bei einem Verfahren zum Betrieb einer Windkraftanlage mit einem windkraftgetriebenen Rotor zum Antrieb eines elektrische Energie erzeugenden Generators, bei welchem man durch eine Rotorblattverstellung die Leistungsaufnahme des Rotors der Windkraftanlage steuert, die Leistungsabgabe bezogen auf die Baugröße des Generators zu erhöhen, wird vorgeschlagen, daß man die Temperatur des Generators überwacht und die Leistungsaufnahme des Rotors in Abhängigkeit von dieser Temperatur so steuert, daß eine kritische Generatortemperatur nicht überschritten wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Windkraftanlage mit den Merkmalen im Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
Windkraftanlagen dieser Art arbeiten bei sehr unterschiedlichen Windstärken. Es ist daher notwendig, entweder
den elektrischen Generator für die höchsten auftretenden Windstärken auszulegen oder bei einem
schwächer ausgelegten Generator die Leistungsaufnahme des Generators zu begrenzen, beispielsweise durch
Verstellung der Rotorblätter. Dadurch kann das vom Wind auf den Rotor übertragene Drehmoment eingestellt
werden.
Bei einem bekannten Verfahren dieser Art wird eine Leistungsregelung verwendet, bei welcher die Rotorblattverstellung
in Abhängigkeit von einer größeren Anzahl von Parametern erfolgt, die alle gleichzeitig erfaßt
werden, beispielsweise ein Windgeschwindigkeitssignal, ein Turbulenzfaktorsignal, ein Blattbelastbarkeitssignal
etc. (DE-OS 31 50 824). Dabei wird auch ein »Generatorumgebungstemperatursignal« für die Leistungsregelung
benutzt. Dieses Temperatursignal ist pauschal ein Maß für die Umgebungstemperatur am
Aufstellungsort, die durch die Umwelteinflüsse am Aufstellungsort bestimmt ist, beispielsweise durch die Sonneneinstrahlung,
die Windauskühlung etc. Es ist damit jedoch nur möglich, die pauschalen Umwelteinflüsse zu
berücksichtigen, die individuelle Maximalleistung des einzelnen Generators kann dabei jedoch nicht erzielt
werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Steuerungsverfahren derart zu verbessern,
daß die mögliche Generatormaximalleistung entsprechend der momentan zulässigen Betriebsbedingungen
eines individuellen Generators auch höher als die Generatornennleistung sein !tann, um somit eine optimale
Energieausbeute zu erzielen.
Diese Aufgabe wird beim Verfahren der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Wenn ein erhöhter Leistungsbedarf auftritt, wird es dadurch möglich, die Leistungsaufnahme des Rotors
durch Verstellung der Rotorblätter im Rahmen der festgestellten Temperaturreserve des Generators so weit
zu erhöhen, daß eine bestimmte, zum Beispiel durch Temperatursensoren überwachte Steigerung der Leistungsabgabe
des Generators eintritt Andererseits ist es auch möglich, kurzzeitige Oberlastungen des Generators,
beispielsweise durch Windböen, zuzulassen, solange die kritische Temperatur des Generators dabei
nicht erreicht wird. Vorteilhaft ist es weiterhin, daß ein
Betrieb des Generators unter seiner Nennleistung, beispielsweise beim Abflauen des Windes, berücksichtigt
werden kann. Bei diesem Betrieb unter Nennleistung ίο tritt eine geringere Erwärmung bzw. Abkühlung des
Generators ein, so daß in einer anschliessenden Betriebsphase der Generator oberhalb der Nennleistung
betrieben werden kann, ohne daß die kritische Temperatur erreicht wird.
Insgesamt erhält man durch diese Steuerung die Möglichkeit, die Leistungsabgabe und damit die Energieausbeute
bezogen auf 4ie Größe des Generators zu erhöhen.
Im Dauerbetrieb des Generators bei seiner Nennleistung
wird die leistungsbegrenzende kritische Temperatur normalerweise und bei Windkraftanlagen im besonderen
nicht erreicht
Die Windkraftanlage kann dann mit einer Leistungsabgabe oberhalb der Nennleistung betrieben werden,
wobei Dauer und/oder die Höhe der Leistungsabgabe abhängig sind von den momentan vorhandenen Temperaturreserven
des Generators. Diese Betriebsart ermöglicht es, kurzzeitige Leistungsaufnahmeerhöhungen
zuzulassen, beispielsweise bei Windböen oder in Zeiten eines erhöhten Bedarfs beispielsweise im Inselbetrieb
oder zum Leistungsschwankungsausgleich mehrerer zusammenarbeitender Windkraftanlagen bei hohem Leistungsniveau.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß man mehrere Windkraftanlagen
gemeinsam so steuert, daß man zum Ausnützen lokaler Böen oder zur Abgabe von Spitzenleistungen
nur die Leistung der Windkraftanlagen erhöht, deren Generatoren eine unter der kritischen Temperatur
liegende Temperatur haben. In einem solchen Verbund kann eine Steuerung anhand der Temperatursignale
der einzelnen Windkraftanlagen feststellen, welche Windkraftanlage zusätzlich belastet werden kann.
Die Steuerung kann dann gezielt die Rotorblätter der noch zusätzlich belastbaren Windkraftanlagen so verstellen,
daß diese Windkraftanlagen eine höhere Leistung aufnehmen. Dadurch kann die Gesamtleistungsabgabe des Windparks erhöht oder/und die windbedingte
Leistungsabgabeschwankung vermindert werden.
so Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang
mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Die Zeichnung zeigt ein Blockschaltbild einer Windkraftanlage
mit einer von der Temperatur des Generators zusätzlich abhängigen Regelung.
Die eigentliche Windkraftanlage umfaßt einen drehbar gelagerten Rotor 1, der vom Wind in Drehbewegung
versetzt wird. Diese Drehbewegung wird über ein Getriebe 2 auf einen elektrischen Generator 3 übertragen,
der elektrische Leistung z. B. an ein öffentliches Netz 4 abgibt.
Der Rotor 1 ist mit einer Rotorblattverstellung 5 versehen, durch die das vom Wind auf das Rotorblatt übertragene
Drehmoment und damit die Leistungsaufnahme des Rotors eingestellt werden können. Durch geeignete
Sensoren werden die Drehzahl des Rotors 1, die vom Generator abgegebene elektrisch? Leistung und die
Temperatur der Generatorwicklung an kritischen Stel-
3
len gemessen, entsprechende elektrische Signale gebil- lichkeit verbessert
det und einer Regelung 6 zugeführt. Dieser Regelung Ein einfach nur größerer Generator hätte nicht den
kann auch ein der Windgeschwindigkeit entsprechendes gleichen Effekt, da er größer, schwerer und damit teurer
elektrisches Signal übermittelt werden. Aus diesen Si- wäre und da er außerdem dann viel häufiger nur im
gnalen bildet die Regelung ein Steuersignal für die Ro- 5 Teillastbereich mit einem damit verbundenen schlechtetorblattverstellung.
ren Wirkungsgrad arbeiten würde.
Bei einem erhöhten Leistungsbedarf oder/und einem Der Aufwand für die erfindungsgemäße temperatur-
über der Nennleistung liegenden Windenergieangebot abhängige Regelung ist außerordentlich gering, denn es
kann diese Regelung die Leistungsaufnahme der Wind- genügt, die Temperatur an kritischen Generatorstellen
kraftanlage erhöhen, wenn die Temperatur des Genera- io zu überwachen und ein entsprechendes Steuersignal an
tors unterhaib der kritischen Temperatur liegt, die der die Regelung zu übermitteln, die bei konventionellen
Generator nicht überschreiten darf. Diese Erhöhung der Windkraftanlagen ohnehin bereits vorhanden ist
Leistung kann kurzfristig erfolgen, so daß der Genera-
tor mit einer Leistung betrieben wird, die unter Umstän- Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
den erheblich über seiner Nennleistung liegt Dies ist für 15 "
den Generator dann absolut nicht schädlich, wenn die kritische Temperatur nicht überschritten wird.
Es ist auch möglich, den Generator über einen längeren
Zeitraum mit einer erhöhten Leistung zu betreiben, wenn beispielsweise aufgrund der Außentemperaturen
und aufgrund der Kühlung des Generators durch den Wind die kritische Temperatur des Generators erst bei
einer Leistungsabgabe erreicht wird, die über seiner Nennleistung liegt
In jedem Fall ist es durch diese zusätzliche temperaturabhängige
Regelung möglich, bei einem Generator bestimmter Baugröße eine erhöhte Leistungsabgabe zu
erreichen, verglichen mit einem Generator, bei dem der jeweilige Temperaturzustand des Generators die Regelung
nicht beeinflußt Im letzteren Fall muß nämlich aus Sicherheitsgründen ohne Rücksicht auf die vorherige
Betriebsart des Generators immer eine maximale Leistung eingehalten werden, die so gewählt sein muß, daß
beim Dauerbetrieb sicher keine überhöhte Temperatur im Generator auftritt Diese Maximalleistung entspricht
normalerweise der Generatornennleistung.
Besonders vorteilhaft ist der Betrieb einer in dieser Weise zusätzlich temperaturabhängig geregelten Windkraftanlage
dann, wenn mehrere solcher Windkraftanlagen zu einem gemeinsamen System zusammengeschaltet
sind. Dann können der Regelung jeder Windkraftanlage auch Signale zugeführt werden, die der Windgeschwindigkeit,
der Leistungsabgabe und der Generatortemperatur bei anderen Windkraftanlagen entsprechen;
dies ist in der Zeichnung durch den Kasten 7 angedeutet Aus den Daten anderer im Verbund betriebener Windkraftanlagen
kann die Regelung dann feststellen, welcher Generator stärker belastet werden kann, beispielsweise
wenn ein Spitzenbedarf entsteht. Andererseits können lokale Böen auf diese Weise wesentlich besser so
g ausgenutzt werden, da die Rotorblätter der Windkraftl!
anlagen im Böengebiet durch die Regelung gezielt so eingestellt werden können, daß die kritischen Temperap
türen der betroffenen Generatoren gerade nicht überschritten werden. Wesentlich ist dabei, daß einzelne Generatoren
unter Umständen noch erhebliche Leistungs- |i reserven aufweisen, die bei Böen ausgenützt werden
können. Bei Anlagen, bei denen die Temperatur nicht gemäß der Erfindung überwacht wird, wären jedoch
gezielte Überschreitungen der Nennleistung der Gene- |! ratoren nicht möglich, so daß die Windböen nicht ausge-Ig
nützt werden und nicht zur Leistungsabgabeerhöhung oder Leistungsschwankungsverminderung herangezogen
werden könnten. Die kontrollierte Ausnutzung vorhandener Temperaturreserven im Generator bewirkt
gegenüber herkömmlich ausgelegten Anlagen, daß hiermit eine größere Energiemenge durch die Windkraftanlage
umgewandelt werden kann, was deren Wirtschaft-
Claims (2)
1. Verfahren zum Betrieb einer Windkraftanlage mit einem windkraftgetriebenen Rotor zum Antrieb
eines elektrische Energie erzeugenden Generators, bei welchem man durch eine Rotorblattverstellung
die Leistungsaufnahme des Rotors der Windkraftanlage temperaturabhängig steuert, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Leistungsaufnahme des Rotors in Abhängigkeit von der Generatorwicklungstemperatur
so steuert, daß eine kritische Generatortemperatur nicht überschritten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man mehrere Windkraftanlagen gemeinsam
so steuert, daß man zum Ausnützen lokaler Böen oder zur Abgabe von Spitzenleistungen nur
die Leistung der Windkraftanlagen erhöht, deren Generatoren eine unter der kritischen Temperatur
liegende Temperatur haben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3342583A DE3342583C2 (de) | 1983-11-25 | 1983-11-25 | Verfahren zum Betrieb einer Windkraftanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3342583A DE3342583C2 (de) | 1983-11-25 | 1983-11-25 | Verfahren zum Betrieb einer Windkraftanlage |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3342583A1 DE3342583A1 (de) | 1985-06-05 |
| DE3342583C2 true DE3342583C2 (de) | 1986-02-27 |
Family
ID=6215197
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3342583A Expired DE3342583C2 (de) | 1983-11-25 | 1983-11-25 | Verfahren zum Betrieb einer Windkraftanlage |
Country Status (1)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3342583A1 (de) | 1985-06-05 |
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