DE3341065A1 - Filternder abscheider - Google Patents
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Description
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- Filternder Abscheider
- Die Erfindung bezieht sich auf einen filternden Abscheider nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
- Bei filternden Abscheidern der vorerwähnten Art ist der Abreinigungsgrad der Filterschläuche bei Anwendung des Gegenstromprinzips ungünstig, denn durch die Unterteilung des Filters in mehrere Kammern sind sehr viele dieser Kammer zugeordneten Filterschläuche durch die Spülluft oder durch das Spülgas im Gegenstrom gleichzeitig abzureinigen.
- Dies führt dazu, daß die zugeführte Spülluft auf viele Filterschläuche verteilt wird, so daß das Ausbeulen der Filterschläuche durch die für jeden Schlauch anteilig zur Verfügung stehende kleine Spülluftmenge verhältnismäßig langsam erfolgt, womit der Staub von den Filterflächen nur zum geringen Teil oder nur dann gelöst wird, wenn es sich um nur sehr wenig haftende bzw. wenig adhäsive Stäube handelt. Um den Abreinigungsgrad zu verbessern müßte z.B. anstelle eines üblichen Spülluftfilters ein-einen großen Kraftaufwand erfordernder erheblich größerer Spüllüfter zur Anwendung kommen, was wirtschaftlich nicht tragbar ist und vor allem dazu führt, daß die sich dann ergebenden großen Spülluftmengen den zugeführten Roh-oder Rauchgasmengen zugesetzt werden, was zu einer Leistungsverminderung der Filteranlage führt.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Gegenstromabreinigung der jeder Kammer einer Filteranlage zugeordneten vielen Filterschläuche mit geringen Spülluft-oder Spülgasmengen äußerst wirtschaftlich durchzuführen.
- Diese Aufgabe wird nach der Erfindung bei dem eingangs.
- erwähnten filternden Abscheider dadurch gelöst, daß sich im Spülgaskanal mindestens eine Druckluftzuführung befindet, die bei Abschaltung der zugehörigen Reingaskammer vom Reingaskanal kurzzeitig im Bruchteil einer Sekunde an den Spülgaskanal anschließbar ist.
- Damit ist es möglich, zur periodischen Geoenstromabreinigung der Filterschläuche verhältnismäßig geringe Spülluft- oder Spülgasmengen kurzzeitig zu vervielfachen, so daß die durch die Gegenströmung erfolgende Ausbeulung bzw. Einbeulung der Filterschläuche mit hoher Geschwindigkeit erfolgt, worauf dann zwangsläufig die Ausbeulung bzw. Einbeulung plötzlich abgebremst wird, so daß als Folge der auf den Staubbelag einwirkenden relativen Be- schleunigung selbst sehr adhäsive Stäube durch ihre Massenträgheit von den Filterflächen gelöst werden.
- Es ist nun zu beachten und bekannt, daß sich dz Filterschläuche bei einer Umschaltung einer Filterkammer von Entstauben auf Spülen locker neu orientieren, womit der mögliche Beulweg der Filterflächenelemente bei dem anschließenden kurzen Druckluftstoß herabgesetzt würde.
- Dadurch würde auch die mögliche Beulgeschwindigkeit verringert und erreicht nicht den maximal möglichen Wert.
- Um dies zu vermeiden, wird als weitere Ausbildung der Erfindung so vorgegangen, daß im Spülgaskanal eine zusätzliche Druckluftzuführung mündet, die der Spülgasströmung entgegengesetzt gerichtet ist und kurzzeitig im Bruchteil einer Sekunde an den Spülgaskanal anschließbar ist bevor die Spülgaszufuhr zu der Reingaskammer mit gleichgerichteter Druckluftzufuhr erfolgt.
- Damit werden alle einer Kammer zugeordneten Filterschläuche nach Umschaltung der Filterkammer von Entstauben auf Gegenstromspülung in kurzer Zeit in ihre, der Filtrierposition entsprechende Lage gebracht, so daß dann anschließend der volle Beulweg der Filterflächenelemente zur Verfügung steht und die maximal mögliche Geschwindigkeit durch die anschließende Gegenstromspülung mittels der durch den Druckluftstoß kurzzeitig vervielfachten Spülluft erreicht wird, was zu einer weiteren Verbesserung der Filterschlauchabreinigung führt.
- Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung erläutert, in der in Fig. 1 ein schematisches Ausführungsbeispiel eines Mehrkammerschlauchfilters im senkrechten Längsschnitt und in Fig. 2 ein#Querschnitt nach Linie II bis II der Fig. 1 dargestellt ist.
- Der filternde Abscheider nach dem Beispiel besteht in üblicher Weise aus einem Gehäuse 1 , welches durch eine durchbrochene Trennwand 2 in Staubgasraum 3 und Reingasraum 4 unterteilt ist. Im Staubgasraum sind Filterschläuche 5 bekannter Art in senkrechten parallelen Reihen untergebracht, deren offene Enden mit den Durchbrechungen der Trennwand 2 in Überdeckung liegen. Der Reingasraum 4 ist bei der dargestellten Ausführungsart des filternden Abscheiders durch senkrechte Wände 6 in Kammern, z.B. in vier Kammern 4a,4b,4c,4d unterteilt; so daß jeder Kammer im Staubgasraum 3 eine größere Anzahl Filterschläuche 5 zugeordnet ist.
- Die Kammern 4a bis 4d sind über durch Klappen 6a bis 6d absperrbare Rohrstutzen oder dergleichen mit einem Spülgaskanal 7 verbunden, der z.B. durch einen Lüfter mit Spülluft oder Reingas beschickbar ist. Weiter sind die Kammern 4a bis 4d über durch Klappen 8a bis 8d absperrbare Rohr- stutzen mit einem Reingaskanal 9 verbunden, an den ein Sauglüfter 1o angeschlossen ist, durch den Roh- oder Rauchgas dem Entstaubungsraum 3 über einen Verteilerkanal 11 zugeführt wird, welches durch die Filerschläuche 5 abgereinigt wird.
- Zur periodischen Abreinigung der Filterschläuche 5 werden die Kammern 4a bis 4d nacheinander gegen den Reingaskanal 9 abgeschlossen und zum Spülgaskanal 7 geöffnet.
- Sind die der Kammer 4a zugeordneten Filterschläuche abzureinigen , so wird die Klappe 8a geschlossen und die Klappe 6a geöffnet. Damit werden die der Kammer 4a im Staubgasraum zugeordneten Filterschläuche 5 nicht mehr mit Staubgas beaufschlagt. Alle sonstigen Klappen 6b bis 6d bleiben geschlossen und die Klappen 8b bis 8d bleiben geöffnet.
- Es wird dann der Kammer 4a Spülluft oder Spülgas über den Spülgaskanal 7 zugeführt. Anschließend wird Druckluft aus einem Vorrat 12 über einen Injektor 13 durch kurzzeitiges öffnen, etwa 0,1 sec. , eines Ventiles 14 oder dergleichen in den Spülgaskanal 7 geleitet, durch die die Spülluft bzw.
- das Spülgas kurzzeitig (0,1 sec.) aufgrund der Injektorwirkung des Blasstrahles vervielfacht wird, durch die die Filterschläuche 5, die der Kammer 4a zugeordnet sind, durch schnelles Ausbeulen und plötzliches Straffen und Abbremsen abgereinigt werden, wie einleitend beschrieben ist. Es ist vorteilhaft nach Anschluß der Kammer 4a an den Spülgaskanal 7 eine kurzzeitige Zwischenfilterung der zugehörigen Schläuche 5 durchzuführen. Dies geschieht dadurch, daß dem Spülgaskanal Druckluft bzw. Druckgas aus einem Vorrat 15 über einen Injektor 16 entgegengesetzt zur Spülgasströmung kurzzeitig in etwa 0,1 sec. durch öffnen eines Ventiles 17 zugeführt wird, womit sich die Spülgasströmung umkehrt.
- Nach dieser 0,1 sec. dauernden Zwischenfilterung wird das Ventil 17 geschlossen und nach einer Zeit von etwa 0,4 sec.
- das Ventil 14 etwa 0,1 sec. geöffnet, um die Abreinigung der Filterschläuche mit schnellem Ausbeulen auf maximalem Ausbeulweg sowie anschließendem Straffen und plötzlichem Abbremsen der Filterschläuche zu erreichen, womit der Staub von den Filterflächen gelöst wird.
- Es ist möglich, die Vorgänge zu wiederholen und es ist auch möglich, anschließend eine zusätzliche Rüttelung der Filterschläuche durchzuführen. Schließlich kann auch der Staubgasraum 3 entsprechend dem Reingasraum 4 durch Wände in Kammern unterteilt sein.
- Nach Abreinigung der der Kammer 4a zugeordneten Filterschläuche wiederholen sich die Vorgänge nacheinander für die den Kammern 4b,4c und 4d zugeordneten Filterschläuche.
- Die Verwendung einer kurzzeitigen Druckluftzufuhr zur Spülgaszufuhr und auch die kurzzeitige entgegengesetzt gerichtete Druckluftzufuhr ist auch auf filternde Abscheider mit bekannten hängenden Schläuchen anwendbar, die von innen nach außen mit Rauchgas und von außen nach innen mit Spülgas beaufschlagt werden.
- - Leerseite -
Claims (3)
- Ansprüche 1. Filternder Abscheider, dessen Gehäuse durch eine mit Durchbrechungen versehene Trennwand in einen die Filterschläuche aufnehmenden Staubgasraum und einen Reingasraum mit mindestens zwei voneinander getrennten Kammern unterteilt ist, die nacheinander durch Betätigung von Sperrorganen von einem Reingaskanal abschaltbar sind und an einen Spülgaskanal zur Durchströmung der Filterschläuche im Gegenstrom zum Rohgasstrom anschließbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß sich im Spülgaskanal (7) mindestens eine Druckluftzuführung (12, 14,13) befindet, die bei Abschaltung der Reingaskammer (4) vom Reingaskanal (9) kurzzeitig im Bruchteil einer Sekunde über den Spülgaskanal an das Innere der einer Kammer zugeordneten Filterschläuche anschließbar ist.
- 2. Filternder Abscheider-nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Spülgaskanal (7) eine zusätzliche Druckluftzuführung (15,16,17) mündet, die der Spülgas strömung entgegengesetzt gerichtet ist und kurzzeitig im Bruchteil einer Sekunde an den Spülgaskanal anschließbar ist, bevor die Spülgaszufuhr zu der Rein- gaskammer durch gleichgerichtete Druckluftzufuhr vervielfacht wird.
- 3. Filternder Abscheider nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der Spülgasströmung#entgegengerichtet anschließbare Druckluftzufuhr (15,16,17) hinter dem Reingaskanal (9) über eine Rohrleitung mit der Reingasleitung verbunden ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE3341065A DE3341065C2 (de) | 1983-11-12 | 1983-11-12 | Filternder Abscheider |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3341065A DE3341065C2 (de) | 1983-11-12 | 1983-11-12 | Filternder Abscheider |
Publications (2)
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| DE3341065A1 true DE3341065A1 (de) | 1985-05-30 |
| DE3341065C2 DE3341065C2 (de) | 1986-12-18 |
Family
ID=6214228
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE3341065A Expired DE3341065C2 (de) | 1983-11-12 | 1983-11-12 | Filternder Abscheider |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE3341065C2 (de) |
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Also Published As
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| DE3341065C2 (de) | 1986-12-18 |
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