DE3238325C2 - Füllmaterial und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Füllmaterial und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein textiles, polsterndes, elastisches Füllmaterial mit kugelförmigen Teilchen, die aus zusammengeballten Wollfasern bestehen und in denen die Fasern einer Außenschicht verfilzt sind, während die Fasern im Inneren des Kerns lufteinschließende Zwischenräume aufweisen. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung der Füllmaterialteilchen, bei dem ein Wollfaserstrang geöffnet, zu Abschnitten vorbestimmter Länge geschnitten und die Faserstrangabschnitte jeweils zwischen einander gegenüberliegenden Flächen zu kugelartigen Teilchen gerieben oder gerollt werden, wobei gleichzeitig die Außenseite der Teilchen befeuchtet wird, so daß die Außenschicht der kugelförmigen Teilchen schrumpft oder einläuft und sich verfilzt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Füllmaterial mit kugelförmigen Teilchen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1,
sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 2.
Es wird ein polsterndes und isolierendes Füllmaterial üblicherweise dadurch gebildet, daß natürliche oder
synthetische Fasern einzeln oder zusammen geöffnet und zu Faservliesen geformt werden, die in entsprechender
Dicke aufeinandergeschichtet werden, wobei die Strukturrichtungen der einzelnen Vliese alle in gleicher
Richtung oder quer zueinander verlaufend angeordnet sind. Bei einem derartigen Polstermaterial, das
aus waagerechten, aufeinandergeschichteten Vliesen geformt ist, verlaufen auch die einzelnen Fasern hauptsächlich
in waagerechter Richtung und kaum in senkrechter Richtung. Das Füllmaterial weist oftmals eine
geringe Kompressibilität auf. Es ist deshalb ein Füllmaterial vorgeschlagen worden, bei dem ein Gebilde aus
langen Hedefasern wellenförmig gelegt und mit Schichten aus anderen wellenförmig gelegten Vliesen bedeckt
wird. Bei einem Füllmaterial dieser Art läßt sich jedoch eine Verschlechterung seiner Polstereigenschaften nicht
vermeiden.
Es ist bekannt, in der vorstehend beschriebenen Weise ein Füllmaterial aus Wollfasern herzustellen. Bei längerem
Gebrauch dieses Füllmaterials entsteht jedoch aufgrund der Einwirkung von Wärme und Wasser und
durch die Kompression und Reibung, denen das Material im Gebrauch ausgesetzt ist, ein Verfilzen. Bei diesem
Verfilzen verschlingen sich die Wollfasern miteinander und werden hart, mit dem Ergebnis, daß das Füllmaterial
seine Elastizität verliert Das Füllmaterial ist somit von geringer Brauchbarkeitsdauer.
ίο Die DE-AS 23 01 913 beschreibt ein gattungsgemäßes
Füllmaterial, bestehend aus Formungen mit rundem Querschnitt, die aus einzelnen Fäden von mindestens
20 cm Länge aufgebaut sind, deren Verlaufrichtung in den drei Raumdimensionen liegt, die an ihren gegenseitigen
Berührungspunkten aneinander befestigt sind und die in einer äußeren Schicht der Formlinge konzentriert
sind. Die Formlinge besitzen eine Kugel- oder Zylinderform und Eigenschaften, die denen natürlicher Daunen
nahekommen. Die Fäden der Formlinge können aus verschiedenen Kunststoffen bestehen, wobei auch Fäden
mit potentiellen Kräuseleigenschaften benutzbar sind. Durch die Befestigung der Fäden an ihren gegenseitigen
Berührungspunkten bekommen die Formlinge Elastizität. Das Aneinanderbefestigen der Fäden geschieht
durch Aufbringung eines Klebemittels an den gegenseitigen Berührungspunkten oder durch Verschweißen
an den Berührungspunkten mit Hilfe eines zugesetzten thermoplastischen Polymers. Zum Verschweißen
können thermoplastische Stapelfasern, thermoplastische Polymerpulver, ganz aus thermoplastischem
Material bestehende Fäden oder mit einer thermoplastischen Schale versehene Kern-Hüllenfäden verwendet
werden. Es wird berichtet, daß diese Füllmaterialien im Gegensatz zu Stapelfasern und Baumwollen
ohne Kardieren eingesetzt werden können.
Im Beispiel 1 dieser Druckschrift wird von einem Versuch
berichtet, bei dem das Rückstellvolumen von im Vakuum verpackten und gelagerten Formungen mit
dem von Baumwolle und Polyesterstapelfaser nach entsprechender Behandlung verglichen wird. Es erscheint
annehmbar, daß dieser Vergleich mit kardierter Baumwolle und Stapelfasern und nicht mit aus Wolle hergestellten
Formungen durchgeführt wurde.
Die Lehre dieser Druckschrift geht dahin, Kunststofffäden und keine Faserstränge einzusetzen. Da die Fäden
mit Klebstoffen behandelt werden, würden sich die spezifischen Eigenschaften von aus Fasern bestehenden Fäden
wie Wollfasersträngen nicht beim Produkt auswirken.
Aufgabe der Erfindung ist es demgemäß, ein neues Füllmaterial und ein Verfahren zu seiner Herstellung
vorzusehen, daß in hervorragender Weise elastisch, voluminös und thermisch isolierend ist und bei dem eine
Verschlechterung dieser Eigenschaften verhindert wird.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Patentansprüchen 1 und 2.
Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Teilchen des erfindungsgemäßen Füllmaterials bestehen aus geöffneten Wollfasern, die zu kugelförmigen
Teilchen geformt sind, bei denen nur die Außenschicht verfilzt ist.
Anhand der Figuren wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Füllmaterialteilchen;
Fig. 2 einen schematisch dargestellten Querschnitt
durch eine Vorrichtung zur Herstellung des erfindungs-
gemäßen Füllmaterials; und
Fig.3 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Dicke (V) eines Füllmaterials und einerseits
der Anzahl (N) darauf ausgeübter wiederholter Belastungsvorgänge und andererseits der Zeit (M) nach
dem Ende der wiederholten Belastungsvorgänge, wobei die Beziehung für (A) ein erfindungsg^.-näßes Füllmaterial
und (B) ein aus kardierter Wolle hergestelltes vliesartiges Füllmaterial gemäß dem Stand der Technik dargestellt
ist.
Das in der F i g. 1 dargestellte erfindungsgemäße Füllmaterialteiithen
1 besteht aus Wollfasern 2, die kugelförmig oder knäuelartig zusammengeballt sind. Im Inneren
des kugelförmigen Teilchens 1 befinden sich die Wollfasern 2 im kompakten Zustand und bilden einen
Kern 3. Zwischen den Wollfasern 2 des Kerns 3 sind Zwischenräume 4 beibehalten, die eine Luft enthaltende
Struktur bilden und zur Aufrechterhaltung thermisch hochisolierender Eigenschaften wirksam sind. Die Außenschicht
5 der kugelartigen Teilchen 1 bildet eine den Kern 3 umgebende Schale verfilzter Struktur. Aufgrund
der Verfilzung der Außenschicht 5 wird bei den Wollfasern 2 eine Fusselbildung eingeschränkt und es ergibt
sich eine annähernd glatte Oberfläche. Befinden sich die kugelförmigen Füllmaterialteilchen 1 in größerer Anzahl
zusammen in einem Kissenbezug, Matratzenbezug oder in einer Steppdecke oder ähnlichem Gegenstand
eingeschlossen oder eingenäht, dann entsteht ungeachtet der gegenseitigen Berührung der Oberflächen der
kugelförmigen Füllmaterialteilchen 1 keine Verschlingung der Wollfasern 2 an deren Oberflächen und es
können sich die kugelförmigen Teilchen leicht frei bewegen. In der schalenartigen Außenschicht 5 der Teilchen
1 ist die Materialdichte aufgrund der Verfilzung der Woilfasern 2 erhöht. Wenn demgemäß ein Druck
auf die kugelförmigen Teilchen 1 ausgeübt wird, leisten die Fasern 2 des Kerns 3 einen guten Widerstand gegen
die Kompression, wobei sie sich elastisch verhalten. Somit wird das erfrndungsgemäße Füllmaterial kaum zerdrückt
und es wird einer Verschlechterung seiner Eigenschäften entgegengewirkt.
Die Teilchen 1 des erfindungsgemäßen Füllmaterials lassen sich gemäß nachstehender, anhand der F i g. 2
beschriebener Verfahrensweisen herstellen. Wollfasern werden mittels einer Karde geöffnet und es wird der
entstehende Faserstrang 10 mittels einer Schneideinrichtung 11 zu Faserstrangabschnitten 12 vorbestimmter
Länge von etwa 10 bis etwa 30 mm geschnitten. Die Faserstrangabschnilte 12 werden kontinuierlich auf ein
Förderband 13 gelegt, dessen Oberfläche einen großen Reibungskoeffizienten aufweist. Das Förderband 13
kann z. B. aus einem feinen Metalldrahtnetz oder einem groben Textilstoff bestehen. Ein auf der Oberfläche des
Förderbands 13 liegender Faserstrangabschnitt 12 wird von einer Platte 14 gegen die Oberfläche des Förderbands
13 leicht angedrückt. Die Oberfläche des Faserstrangabschnitts 12 wird zwischen der Platte 14 und der
Oberfläche des Förderbands 13 gerieben. Die Platte 14 ist als Scheibe ausgebildet, deren Mitte ar. einer Drehwelle
15 befestigt ist. Der Faserstrangabschnitt 12 wird somit gegen die Oberfläche des Förderbands 13 angedrückt,
während die Scheibe umläuft. Die Achse der Drehwelle 15 kann feststehend oder verschieblich angeordnet
sein. Gemäß einer anderen Ausführungsform dieser Vorrichtung ist die Platte 14 derart angeordnet,
daß sie eine lineare, kreisförmige oder ellipsenförmige
Bewegung durchführt· während das Förderband 13 an der Platte 14 vorbeiläuft. Diese Ausführungsform is! in
den Figuren nicht dargestellt
Infolge der zwischen den Oberflächen des Förderbands
13 und der Scheibe 14 auf den Faserstrangabschnitt 12 ausgeübten Reibungskräfte wird der Endteil
des Faserstrangabschnitts 12 zusammengerollt und der Faserstrangabschnitt 12 allmählich zu kugelartiger
Form gebildet oder gerollt Die im mittleren Teil des sich bildenden kugelförmigen Teilchens 1 befindlichen
Wollfasern 2, d.h. die Fasern 2, die den Kern 3 des Teilchens 1 bilden, werden nicht in auffallender Weise
verändert, während der Faserstrangabschnitt 12 zwischen den beiden Oberflächen des Förderbands 13 und
der Platte 14 einem Druck ausgesetzt und dabei gerollt wird. Bei fortschreitendem Zusammenballen des Faserstrangabschnitts
12 werden jedoch die Biegungen der Fasern 2 in der Mitte des Teilchens 1 vergrößert und es
entsteht in bestimmtem Ausmaß ein Verschlingen zwischen diesen Fasern 2, was zu einer Erhöhung der Dichte
führt.
Bei der vorbeschriebenen Bildung des kugelförmigen Teilchens 1 wird Wasser auf die Oberfläche des Faserstrangabschnitts
12 gesprüht, so daß der Faserstrangabschnitt 12 angefeuchtet wird. Hierdurch entsteht eine
Verfilzung der Außenschicht 5 des zusammengeballten Faserstrangabschnitts 12, während dieser zwischen den
Oberflächen des Förderbands 13 und der Platte 14 gerieben wird. Die Oberfläche des Füllmaterialteilchens 1
wird in einen kompakten Zustand versetzt, um eine Schale zu bilden. Hierbei findet eine Schrumpfung oder
ein Einlaufen der Oberfläche des Teilchens 1 statt. Wird während des Besprühens mit Wasser ein schwach alkalischer
Aktivator eingesetzt oder dem Wasser zugesetzt, dann wird das Schrumpfen oder Einlaufen infolge der
Filzbildung gefördert. Die Platten 15 können entlang der Oberfläche des Förderbands 13 mehrfach vorgesehen
sein, so daß die Faserstrangabschnitte 12 von mehreren
Scheiben 14 nacheinander erfaßt und stufenweise zu den Teilchen 1 gerollt werden.
Das erfindungsgemäße Füllmaterial wird z. B. innerhalb des Bezugs einer Steppdecke eingeschlossen oder
eingenäht, wobei sich die eingeschlossenen, kreisförmigen Teilchen 1 innerhalb des eingeschlossenen Raums
der Steppdecke gegeneinander bewegen können. Falls erforderlich, wird dieser Raum in eine entsprechende
Anzahl von kleineren Räumen unterteilt, wie dies bei einem Federbett der FaI! ist. so caß keine unerwünschte
Gesamtbewegung der Füllmaterialteilchen 1 entsteht.
Da die Teilchen 1 des erfindungsgemäßen Füllmaterials kugelförmig sind, können sie sich frei gegenüber
anderen Teilchen innerhalb des umschlossenen Raums der Steppdecke gegeneinander bewegen. Die Teilchen
können dabei eine bestimmte elastische und federnde Kraft gegenüber aus allen Richtungen einwirkenden
Kräfte ausüben. Da die Außenschicht 5 der Teilchen 1 eine verfilzte Schalenstruktur aufweist, wird die Bildung
von Verschlingungen zwischen den Oberflächenfasern 2 der einzelnen Teilchen miteinander verringert, so daß
die Oberfläche des Füllmaterials eine gewisse Glätte aufweist.
Demgemäß können die Lagen der einzelnen Teilchen 1 innerhalb des umschlossenen Raumes der Steppdecke,
z. B. eines Federbetts, relativ zueinander beliebig verändert werden.
Da ferner die Wollfasern 2 im Kern 3 eines Teilchens 1 von der schalenartigen Außenschicht 5 des Teilchens 1
umgeben sind, verbleibt in vorteilhafter Weise Luft in den Zwischenräumen zwischen den Fasern 2 des Kerns
3. Hierdurch werden die wänneisolierenden Eigenschaf-
ten des Füllmaterials gefördert und eine Deformation des Füllmaterials unter einwirkender Belastung verringert.
Da innerhalb der verfilzten, eine schalenartige Struktur
bildenden Außenschicht 5 eines Fasermaterialteilchens ί die Dichte größer ist, wird dem erfindungsgemäßen
Fasermaterial eine erhöhte Elastizität gegenüber einem von außen einwirkenden Druck erteilt. Hierdurch
werden die Polstereigenschaften und die gegen eine Deformation wirkenden Rückstellkräfte vergrößert. Somit
behalten alle Füllmaterialteilchen 1 ständig ihre kugel· artige Form bei und es wird der Zwischenraum zwischen
benachbarten kugelförmigen Teilchen 1 kaum verändert oder reduziert. Werden diese Teilchen 1 demgemäß
als Füllmaterial verwendet, dann wird die Menge an im Füllmaterial verbleibender Luft kaum reduziert
und die Wärmeisoliereigenschaft nicht beeinträchtigt. Dies bedeutet, daß keine Verschlechterung des Materials
entsteht.
Wird z. B. eine mit dem erfindungsgemäßen Füllmaterial gefüllte Steppdecke einer Druckbelastung ausgesetzt
und dann freigegeben, dann müssen die kugelförmigen Teilchen 1 aufgrund ihrer Elastizität und Federkraft
zwangsläufig wieder ihre ursprüngliche Form einnehmen. Da sich ferner die einzelnen kugelförmigen
Teilchen 1 relativ zueinander bewegen können, werden sie aneinander angedrückt und verschieben sich in möglichst
stabile Lagen. Demgemäß ist das Rückstellverhältnis der Dicke des Füllmaterials sehr hoch.
Es wurde der nachstehend beschriebene Vergleich zwischen einem aus kardierter Wolle hergestellten Füllmaterial
und einem erfindungsgemäßen Füllmaterial bezüglich einer Veränderung des Umfangs oder Volumens
daraus hergestellter Steppdecken durchgeführt.
Eine zur Probe verwendete Steppdecke war mit einem rechteckigen Raum einer Länge von 28 cm und
einer Breite von 28 cm versehen, in den jeweils 49 g des aus kardierter Wolle bestehenden Füllmaterials oder
des erfindungsgemäßen Füllmaterials eingeschlossen wurden. Der mit dem Füllmaterial versehene Raum
wurde wiederholt einer mechanischen Belastung ausgesetzt und es wurde die dabei eintretende Dickenänderung
bestimmt. Nach dem wiederholten Einwirken der Last wurde die Beziehung zwischen der nachträglich
verstreichenden Zeit und der Wiederherstellung der Dicke untersucht. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind
in der F i g. 3 dargestellt.
In der F i g. 3 stellt die Ordinate das Volumen V, hier
ausgedrückt als in mm angegebene Dicke, der Steppdecken und die Abszisse die Anzahl Λ/der wiederholten,
durch eine Rolleinwirkung ausgeübten Belastungsvorgänge, sowie die Zeit M dar, in der nach dem Beenden
der Rollvorgänge das Wiederherstellvermögen bezüglich der Dicke der Steppdecken untersucht wurde. In
dieser Darstellung betrifft die Kurve A die mit dem erfindungsgemäßen Füllmaterial und die Kurve B die
mit dem vliesartigen Vergleichsfüllmaterial erhaltenen Ergebnisse.
Aus der F i g. 3 ist ersichtlich, daß nach 200 wiederholten
Belastungs- bzw. Kompressionsvorgängen die Verringerung des Volumens des erfindungsgemäßen Füllmaterials
viel geringer ist, als diejenige des aus kardierter Wolle bestehenden Füllmaterials, und daß das erfindungsgemäße
Füllmaterial ein hervorragendes Rückstellvermögen bezüglich seines Volumens aufweist
Bei diesem Versuch waren nach der wiederholten Einwirkung der Belastung und dem Wiederherstellen
des Volumens der Steppdecken die spezifischen Volumina des erfindungsgemäßen Füllmaterials und des aus
kardierter Wolle bestehenden Vergleichsfüllmaterials, die anfänglich 91,0 bzw. 74,7 cmVg betrugen, auf 65,4
bzw. 59,4 cmVg reduziert worden.
Demgemäß ist entnehmbar, daß vor dem Versuch das spezifische Volumen des erfindungsgemäßen Füllmaterials
122% des spezifischen Volumens des aus kardierter Wolle bestehenden Füllmaterials betrug, und daß nach
dem Versuch und dem Rückstellen der Volumina das spezifische Volumen des erfindungsgemäßen Füilmaterials
110% des spezifischen Volumens des aus kardierter
Wolle bestehenden Füllmaterials betrug. Somit ist verständlich, daß das ursprüngliche Volumen oder der ursprüngliche
Umfang des erfindungsgemäßen Füllmaterials groß ist und das Wiederherstellen seines Volumens
nach dem Einwirken der Belastung sehr rasch erfolgt.
Ein Wollfaserstrang mit einer Dicke von 30 mm wurde zu einem Faserstrangabschnitt mit einer Länge von
30 mm und einem Gewicht von etwa 0,25 g geschnitten. Der Faserstrangabschnitt wurde mit Wasser in einer
Menge von etwa 30 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Faserstrangabschnitts, besprüht. Gleichzeitig wurde
auf den Faserstrangabschnitt ein Siliconöl in einer Menge von etwa 1 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des
Faserstrangabschnitts, aufgetragen. Danach wurde der Faserstrangabschnitt auf ein Förderband gelegt und
von einer rotierenden Scheibe leicht gegen dieses angedrückt. Hierbei entstand ein kugelartiges Füllmaterialteilchen
mit einem Durchmesser von etwa 27 mm und einer Außenschicht mit einer Dicke von etwa 3 mm.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Füllmaterial mit kugelförmigen Teilchen, die jeweils aus einem Fadenabschnitt gebildet sind und
eine schalenartige Außenschicht von erhöhter Materialdichte aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
daß die zu den kugelförmigen Teilchen (1) gerollten Fadenabschnitte aus Wollfaserstrangabschnitten
(12) mit geöffneten Wollfasern (2) bestehen und die Wollfasern (2) der Außenschicht (5) der
Teilchen (1) verfilzt sind.
2. Verfahren zur Herstellung des Füllmaterials des Anspruchs 1, bei dem ein Faden zu Abschnitten geschnitten,
die Fadenabschnitte jeweils zu kugelförmigen Teilchen gebildet und die Außenschichten der
Teilchen verdichtet werden, dadurch gekennzeichnet, daß als Faden ein Faserstrang aus geöffneten
Wollfasern eingesetzt wird und die Außenseiten der kugelförmigen Teilchen jeweils durch Rollen eines
Faserstrangabschnitts zwischen zwei einander gegenüberliegenden Flächen gebildet und durch
gleichzeitiges Befeuchten mit Wasser verfilzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der aus den geöffneten Wollfasern bestehende
Faserstrang zu Abschnitten von 10 bis 30 mm Länge geschnitten wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rollen der geschnittenen Faserstrangabschnitte
zwischen der Oberfläche eines Förderbands mit hohem Reibungskoeffizienten und einer
bewegbaren, gehalterten Platte erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Befeuchten der Faserstrangabschnitte
Wasser auf die Oberflächen der Faserstrangabschnitte aufgesprüht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufsprühen des Wassers ein
schwach alkalischer Aktivator eingesetzt wird.
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