DE3235660C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Überwa
chung eines elektrischen Meßfühlers mit induktivem Innenwider
stand auf Unterbrechung und Überbrückung.
Unterbrechungen oder Überbrückungen von Meßfühlern führen bei
spielsweise in Steuerungsanlagen im allgemeinen zu einer Fehl
funktion der Anlage. Zum Schutz des Bedienungspersonals, der
Anlage selbst, sowie - z. B. bei elektronisch gesteuerten Werk
zeugmaschinen - eines zu bearbeitenden Werkstücks ist es daher
in vielen Fällen unumgänglich, bei einer Störung eines Meßfüh
lers die Anlage unverzüglich auszuschalten. Wenn beispielswei
se in einem Drehzahlregelkreis ein einen Drehzahlistwert lie
fernder Tachogenerator ausfällt. so würde der nachgeschaltete
Antrieb unkontrolliert weiterlaufen. Dies soll durch eine
Überwachungsschaltung verhindert werden. Überwachungsschaltun
gen, die bei Anordnungen der eingangs genannten Art verwendbar
sind, sind prinzipiell aus der DE-PS 12 04 745 und der DE-AS
23 04 211 bekannt.
Aufgabe der Erfindung ist es also, eine Schaltungsanordnung
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß sowohl eine
Unterbrechung als auch eine Überbrückung eines Meßfühlers mit
der zugehörigen Anschlußleitung sicher und mit geringem Auf
wand erkannt wird, wobei das Meßsignal des Meßfühlers durch
die Überwachungsschaltung nicht beeinträchtigt werden soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Meß
fühler in Reihenschaltung mit einem Widerstand und einem Kon
densator mit einem Rechteckspannungsgenerator verbunden ist,
der eine bezüglich des Meßsignals des Meßfühlers hochfrequente
Ausgangsspannung liefert, daß
die am Widerstand abfallende Spannung je einem ersten
Eingang eines ersten und eines zweiten Komparators zuge
führt ist, an deren zweitem Eingang jeweils eine Ver
gleichsspannung ansteht, daß dem ersten Komparator ein
erstes Glättungsfilter nachgeschaltet ist und daß die
Ausgänge des ersten Glättungsfilters und des zweiten
Komparators über je eine Entkopplungsdiode mit einer Aus
gangsklemme verbunden sind, wobei die beiden Vergleichs
spannungen so gewählt sind, daß die erste Vergleichs
spannung unter der im ungestörten Betrieb am Widerstand
anstehenden Amplitude der Spannung liegt und daß die
zweite Vergleichsspannung zwischen der im ungestörten
Betrieb und der bei überbrücktem Meßfühler am Wider
stand anstehenden Amplitude der Spannung liegt.
Bei einer derartigen Überwachungsschaltung spricht bei
Unterbrechung oder Überbrückung des Meßfühlers stets
einer der beiden Komparatoren an und meldet eine Störung.
Das Meßsignal und die zur Überwachung dienende Spannung
lassen sich leicht voneinander selektieren, da die Über
wachungsspannung wesentlich hochfrequenter ist.
Vorteilhafterweise wird zwischen das erste Glättungs
filter bzw. den zweiten Komparator und die Ausgangs
klemme ein dritter Komparator eingefügt, dessen Ver
gleichswert so eingestellt ist, daß er nur bei einer
Störung des Meßfühlers anspricht. Mit diesem dritten
Komparator erhält man ein definiertes Ausgangssignal,
das je nachdem, ob der Meßfühler gestört ist oder nicht,
"0" oder "1" ist.
Das erste Glättungsfilter kann besonders einfach aus der
Parallelschaltung eines Widerstandes und eines Konden
sators bestehen, die über die Reihenschaltung einer
Diode und eines Widerstandes mit dem Ausgang des ersten
Komparators verbunden sind.
Dem Widerstand kann ein zweites Glättungsfilter nach
geschaltet sein. Damit werden die bei einer Unter
brechung des Meßfühlers die durch dessen Kapazität bzw.
durch die Kapazität seiner Anschlußleitung übertragenen
Spannungsspitzen ausgefiltert.
Der Meßfühler kann vorteilhafterweise ein Tachogenerator
sein. Da ein Tachogenerator einen verhältnismäßig hohen
induktiven Innenwiderstand aufweist, bietet sich hier
bei die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung besonders
an.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Fig. 1 und 2 näher erläutert.
Fig. 1 zeigt beispielhaft ein Schaltbild einer Über
wachungsschaltung für einen Gleichstrom-Tachogenerator M.
Durch einen Hochfrequenz-Rechteckgenerator T wird über
einen Kondensator C1 ein hochfrequenter Rechteckstrom
in den Tachogenerator M eingespeist. Dieser Rechteck
strom verursacht an einem dem Tachogenerator M nachge
schalteten Widerstand R1 einen Spannungsabfall U2, aus
dem in noch zu erläuternder Weise Störungen des Tacho
generators M erkannt werden können. Durch den Konden
sator C1 ist der Gleichspannungs-Meßwert des Tachogenera
tors M vom Überwachungskreis abgekoppelt, während anderer
seits der den Tachogenerator M zur Überwachung durch
fließende Strom im nicht dargestellten Meßkreis leicht
ausgefiltert werden kann.
Die am Widerstand R1 abfallende Spannung U2 wird einem
Glättungsfilter zugeführt, das aus der Reihenschaltung
eines Widerstands R2 und eines mit dem Bezugspotential
der Schaltungsanordnung verbundenen Kondensators C2
besteht.
Der Verbindungspunkt des Widerstands R2 und des Konden
sators C2 ist mit dem "+"-Eingang eines ersten Kompara
tors K1 und mit dem "-"-Eingang eines zweiten Kompara
tors K2 verbunden. Am "-"-Eingang des ersten Komparators
K1 steht eine positive Vergleichsspannung Uref 1 und am
"+"-Eingang des zweiten Komparators K2 steht eine
positive Vergleichsspannung Uref 2 an. Der Ausgang des
ersten Komparators K1 ist über die Reihenschaltung eines
Widerstands R3 und einer Diode D1 mit der Parallelschal
tung eines Widerstands R4 und eines Kondensators C3 ver
bunden. Dabei ist die Anode der Diode D1 dem Ausgang
des ersten Komparators K1 zugewandt. Die freien An
schlüsse des Widerstands R4 und des Kondensators C3
sind mit dem Bezugspotential der Schaltungsanordnung
verbunden. Dem Komparator K2 ist eine Entkopplungs
diode D2 nachgeschaltet, deren Kathode dem Ausgang des
Komparators K2 zugewandt ist. Die Kathode der Diode D1
und die Anode der Diode D2 sind miteinander verbunden
und über einen Widerstand R5 an den "+"-Eingang eines
dritten Komparators K3 angeschlossen. Am "-"-Eingang des
Komparators K3 steht eine positive Referenzspannung
Uref 3 an. Der Ausgang des dritten Komparators ist mit
einer Ausgangsklemme K1 verbunden.
Die Funktion der Schaltung nach Fig. 1 wird nachfolgend
anhand der Spannungsdiagramme nach Fig. 2 erläutert.
In Fig. 2 ist zunächst die vom Rechteckspannungs-Genera
tor T abgegebene hochfrequente Rechteckspannung U1 dar
gestellt. Diese Spannung U1 verursacht einen Stromfluß
über den Kondensator C1, den Tachogenerator M und den
Widerstand R1. Wenn der Tachogenerator M und seine An
schlußleitung A nicht unterbrochen bzw. überbrückt sind,
so kommt der induktive Innenwiderstand des Tachogenera
tors M zur Wirkung. Am Widerstand R1 steht daher eine
Spannung U2 an, deren Frequenz der Spannung U1 entspricht,
die jedoch wegen des induktiven Innenwiderstands des
Tachogenerators M einen dreieckförmigen Verlauf hat. Um
Spannungsspitzen, die mit den Flanken des Rechtecksignals
U1 über die Kapazität der Tachomaschine M und deren
Anschlußleitung A übertragen werden, auszufiltern, ist
dem Widerstand R1 das Glättungsfilter R2, C2 nachge
schaltet. Die so gefilterte Spannung wird durch die
Komparatoren K1, K2 mit den Vergleichsspannungen Uref 1
bzw. Uref 2 verglichen. Dabei sind die Vergleichsspan
nungen Uref 1 und Uref 2 so gewählt, daß der Scheitelwert
der Spannung U2 im störungsfreien Betrieb zwischen den
beiden Vergleichsspannungen Uref 1 und Uref 2 liegt. Am
Ausgang des zweiten Komparators K2 steht daher eine posi
tive Spannung an, die über die Diode D2 abgeblockt wird
und somit nicht zur Wirkung kommt. Dagegen steht am Aus
gang des Komparators K1 periodisch eine positive Spannung
an, mit der über den Widerstand R3 und die Diode D1 der
Kondensator C3 aufgeladen wird. Die Zeitkonstante des
aus dem Widerstand R3, dem Kondensator C3 und dem Wider
stand R4 gebildeten Glättungsgliedes ist dabei so be
messen, daß bei störungsfreiem Betrieb sich am Kondensa
tor C3 eine nahezu konstante positive Gleichspannung U3
einstellt. Die Spannung U3 wird im Komparator K3 mit
einer Vergleichsspannung Uref 3 verglichen. Die Vergleichs
spannung Uref 3 ist so gewählt, daß sie unter der sich im
Normalbetrieb einstellenden Spannung U3 liegt. Damit
steht also im störungsfreien Betrieb an der Ausgangs
klemme K1 ein "1"-Signal an.
Wenn der Tachogenerator M oder seine Anschlußleitung A
eine Unterbrechung aufweisen, so werden die Rechteckimpulse
des Rechteckspannungs-Generators T über die Kapazität
der Anschlußleitung A bzw. des Tachogenerators selbst
lediglich in Form kurzer Nadelimpulse übertragen. Am
Widerstand R1 steht dann die in Fig. 2 mit U2′ bezeich
nete Spannung an. Diese Impulse werden mit dem Glättungs
filter R2, C2 geglättet und erreichen dann nicht mehr
die Referenzspannung Uref 1. Der Ausgang des Komparators
K1 wird daher negativ, so daß der Kondensator C3 nicht
mehr nachgeladen wird. Dieser entlädt sich vielmehr über
den Widerstand R4, so daß die an ihm anstehende Span
nung nach kurzer Zeit unter die Vergleichsspannung Uref 3
sinkt und die Ausgangsspannung an der Ausgangsklemme K1
auf 0 geht. Damit wird eine Störung des Tachogenerators
M gemeldet.
Wenn der Tachogenerator M bzw. seine Anschlußleitung A
kurzgeschlossen sind, so werden die Rechteckimpulse des
Rechteckspannungs-Generators T nicht mehr durch die
Induktivität des Tachogenerators M gedämpft. Am Wider
stand R1 steht daher die in Fig. 2 mit U2′′ bezeich
nete Rechteckspannung an. Die Vergleichsspannung Uref 2
ist so gewählt, daß in diesem Fall die Spannung U2′′
die Vergleichsspannung Uref 2 übersteigt. Damit wird
die Ausgangsspannung des Komparators K2 negativ, so daß
auch die an der Ausgangsklemme K1 anstehende Ausgangs
spannung negativ wird. Damit wird ebenfalls eine Störung
des Tachogenerators M erkannt.
Zusammenfassend ist also festzustellen, daß mit der dar
gestellten Überwachungsschaltung der Tachogenerator M
und auch seine Anschlußleitung A sowohl auf Unterbrechung
als auch auf Kurzschluß überwacht werden. Dabei lassen
sich das Meßsignal des Tachogenerators M und die zur
Überwachung dienende hochfrequente Rechteckspannung
leicht voneinander trennen.
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung zur Überwachung eines elektrischen
Meßfühlers mit induktivem Innenwiderstand auf Unter
brechung und Überbrückung, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Meßfühler (M) in
Reihenschaltung mit einem Widerstand (R1) und einem
Kondensator (C1) mit einem Rechteckspannungs-Generator
(T) verbunden ist, der eine bezüglich des Meßsignals des
Meßfühlers (M) hochfrequente Ausgangsspannung liefert,
daß die am Widerstand (R1) abfallende Spannung (U2) je
einem ersten Eingang eines ersten und eines zweiten
Komparators (K1, K2) zugeführt ist, an deren zweitem
Eingang jeweils eine Vergleichsspannung (Uref 1, Uref 2)
ansteht, daß dem ersten Komparator (K1) ein erstes
Glättungsfilter (R3, C3) nachgeschaltet ist und
daß die Ausgänge des ersten Glättungsfilters (R3,
C3) und des zweiten Komparators (K2) über je eine Ent
kopplungsdiode (D1, D2) mit einer Ausgangsklemme (K1) ver
bunden sind, wobei die beiden Vergleichsspannungen (Uref 1,
Uref 2) so gewählt sind, daß die erste Vergleichsspannung
(Uref 1) unter der im ungestörten Betrieb am Widerstand
(R1) anstehenden Amplitude der Spannung (U2) liegt, und
daß die zweite Vergleichsspannung (Uref 2) zwischen der
im ungestörten Betrieb und der bei überbrücktem Meßfühler
am Widerstand (R1) anstehenden Amplitude der Spannung
(U2) liegt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen das erste
Glättungsfilter (R3, C3) bzw. den zweiten Komparator
(K2) und die Ausgangsklemme (K1) ein dritter Komparator
(K3) eingefügt ist, dessen Vergleichswert (Uref 3) so ein
gestellt ist, daß er nur bei einer Störung des Meßfühlers
(M) anspricht.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß dem Konden
sator (C3) des ersten Glättungsfilters (C3, R3) ein Wider
stand (R4) parallel geschaltet ist.
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß dem
Widerstand (R1) ein zweites Glättungsfilter (R2, C2)
nachgeschaltet ist.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Meßfühler (M) ein Tachogenerator ist.
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| DE2304211C2 (de) * | 1973-01-29 | 1975-03-20 | Siemens Ag, 1000 Berlin Und 8000 Muenchen | Leitungsprüfer |
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1982
- 1982-09-27 DE DE19823235660 patent/DE3235660A1/de active Granted
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