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Leimungsmittel für Papier
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Setzt man In der Papierherstellung und Papierveredlung Calciumcarbonat
als Füllstoff ein, so kann dies enorme Schwierigkeiten zur Folge haben, wenn man
nämlich calciumcarbonathaltigen AusschuB nach der üblichen Methode im sauren pH-Bereich
aufarbeitet und leimt. Bei einer solchen Arbeitsweise kommt es zu Füllstoffver>lusten,
Schaumbildung und einem sehr hohen Aluminiumsulfatverbrauch, der negative Einflüsse
auf die Papiereigenschaften hat. Es besteht daher ein dringendes Interesse, kalziumcarbonathaltige
Papiere im neutralen pH-Bereich zu leimen.
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Bekannte Neutral-Leimungsmittel sind beispielsweise Diketene langkettiger
Fettsäuren. Diese Leimungsmittel werden üblicherweise mit Hilfe von kationischer
Stärke emulgiert. Aus der DE-PS 11 48 130 ist eine wäßrige Stärke--Ketendimer-Emulsion
zum Leimen von Papier oder Papier stoff bekannt, bei der das Ketendimer mit Hilfe
einer kationischen sininmodifizierten Stärke in Wasser emulgiert ist. Papiere, die
mit Hilfe solcher Emulsionen geleimt sind, entwickeln die volle Leimungswirkung
nicht direkt nach dem Papiertrocknungsprozeß in der Papiermaschine, sondern erst
nach einer ein- oder mehrtägigen Lagerung der Papiere. Diese Produktklasse von Neutral-Leimungsmitteln
ist in den Fällen ungeeignet, in denen innerhalb der Papiermaschine wäßrige unpigmentierte
oder pigmentierte Präparationen (z.B. Papierstreichmassen) auf das Papier aufgetragen
werden sollen, weil sich in diesen Fällen die Leimung so schnell ausbilden muß,
daß keine zu starke Penetration der wäßrigen Präparationen in das Papierinnere erfolgt.
Ein weiterer Nachteil der Ketendimeren-Emulsionen liegt darin, daß man nur Emulsionen
mit einem relativ geringen Feststoffgehalt herstellen kann, weil höherkon-
'zentrierte
Emulsionen eine zu hohe Viskosität aufweisen und schlechtere Leimungen ergeben.
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Eine andere Gruppe von Neutral-Leimungsmitteln sind Carbonsäureanhydride,
die als Substituenten langkettige Kohlenwassers toff reste enthalten. Diese Leimungsmittel
werden mit kationischer Stärke dispergiert, z.B. US-PS 3 102 064.
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Aufgrund der höheren Reaktivität der Anhydridgruppe gegenüber den
Diketenen erhält man bei Verwendung von substituierten Carbonsäureanhydriden als
Leimungsmittel bereits in der Papiermaschine eine ausreichende Leimung, um wEßrige
pigmentierte Überzüge, z.B. eine Papierstreichmasse, auf das Papier aufzutragen.
Diesem Vorteil stehen aber zwei gravierende Nachteile gegenüber. Die Emulsion muß
nämlich wegen der schnellen Hydrolyse des substituierten Anhydrids unmittelbar vor
der Anwendung in kontinuierlich arbeitenden aufwendigen Emulgiereinrichtungen hergestellt
werden. Außerdem neigen die Emulsionen dazu, sich auf den Filzen und Walzen in der
Papiermaschine in Form von störenden Belägen niederzuschlagen.
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Eine weitere Gruppe von Neutral-Leimungsmitteln ist aus der DE-OS
30 00 502 bekannt. Es handelt sich hierbei um wäßrige Emulsionen eines hydrophoben,
gegenüber Cellulose reaktiven Leimstoffs, z.B. Fettalkyldiketenen, in Mischung mit
einem kationischen Polymerisat, z.B. Umsetzungsprodukten von Epihalogenhydrin mit
einem Kondensat aus Dicyandiamid oder Cyanamid und einem Bisaminopropylpiperazin
oder Kondensationsprodukten aus Epichlorhydrin und Bisaminopropylpiperazin. Bei
Papieren, die mit diesen Emulsionen geleimt werden, bildet sich die Leimung zwar
schon in der Papiermaschine aus, Jedoch wird die Papierweiße durch die in den Emulsionen
enthaltenen kationischen Kondensationsprodukten nachteilig beeinflußt. Es ist beispielsweise
nicht möglich, mit Hilfe dieser Emulsionen
tgeleimte weiße, holzfreie
Papiere, insbesondere optisch aufgehellte Papiersorten herzustellen.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein Leimungsmittel für Papier zur Verfügung
zu stellen, das im neutralen pH-Bereich eingesetzt werden kann, das genügend lagerstabil
ist, das die Papierweiße nicht oder nur geringfügig beeinflußt und bei dem sich
die Leimung innerhalb der Papiermaschine ausbildet.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch Verwendung von Mischungen
aus (A) Emulsionen von C14 bis C20-Dialkylketenen und (B) feinteiligen, stickstoffhaltige
Monomere einpolymerisiert enthaltenden Polymerdispersionen, erhältlich durch eine
zweistufige Polymerisation, bei der man in der ersten Polymerisationsstufe eine
Monomerenmischung, die pro 1 Mol a) eines stickstoffhaltigen Monomeren, das eine
Amino- und/oder eine quaternäre Aminogruppe trägt, b) 2,5 bis 10 Mol mindestens
eines nichtionischen, hydrophoben, ethylenisch ungesättigten Monomeren, c) 0,5 bis
1,5 Mol einer ethylenisch ungesättigten Carbonsäure und d) 0 bis 7 Mol eines nichtionischen,
hydrophilen, ethylenisch ungesättigten Monomeren enthalt, in einem mit Wasser mischbaren
Lösungsmittel nach Art einer Lösungs copolyme risation ein niedrig-molekulares
Vorpolymerisat
herstellt, die Lösung des Vorpolymerisats mit Wasser im Gew.-Verhältnis 1:3 bis
1:50 verdunst und in dieser Polymerlösung in der zweiten Stufe der Polymerisation,
bezogen auf 1 Gew.-Teil des Lösungspolymerisats, 1 bis 32 Gew.-Teile mindestens
eines nichtionischen, ethylenisch ungesättigten Monomeren nach Art einer Emulsionspolymerdsation
in Gegenwart von üblichen Mengen wasserlöslicher Polymerisationsinitiatoren polymerisiert,
- wobei - jeweils bezogen auf den Feststoffgehalt - auf 1 Gew.-Teil (A) 0,1 bis
20, bevorzugt 0,5 bis 10 Gew.-Teile (B) eingesetzt werden, als Leimungsmittel für
Papier.
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Als Komponente (A) verwendet man 014 bis C20-Dialkyldiketene in emulgierter
Form. Die Herstellung der Diketene und der Emulsionen ist bekannt. Produkte dieser
Art sind im Handel erhältlich. Die Diketene werden beispielsweise dadurch hergestellt,
daß man aus den entsprechenden Fettsäurechloriden durch Umsetzung mit tertiären
Aminen Salzsäure abspaltet. Technisch besonders wichtige Diketene werden aus Fettsäuren
mit 14 bis 18 Kohlenstoffatomen erhalten. Besonders geeignet sind technische Fettsäuregemische,
wie technische Stearinsäure, die vorwiegend aus Stearin- und Palmitinsäure besteht.
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Zur Herstellung von Emulsionen können die Diketene in bekannter Weise
mit Hilfe von kationischer Stärke in Wasser emulgiert werden.
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In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird das Fettalkyldiketen
bzw. eine Mischung von Fettalkyldiketenen in einer wäßrigen kationischen Polymerdispersion
(B) emulgiert, wobei eine wäßrige Lösung einer verkleisterten kationischen Stärke
anwesend sein kann.
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Als Komponente (B) kommen feinteilige, stickstoffhaltige Monomere
einpolymerisiert enthaltenden Polymerdispersionen, die durch eine zweistufige Polymerisation
hergestellt sind, wobei man in der ersten Polymerisationsstufe eine Monomerenmischung,
die pro 1 Mol a) eines stickstoffhaltigen Monomeren, das eine Amino-und/oder quaternäre
Aminogruppe trägt, b) 2,5 bis 10 Mol mindestens eines nichtionischen, hydrophoben,
ethylenisch ungesättigten Monomeren, c) 0,5 bis 1>5 Mol einer ethylenisch ungesättigten
Carbonsäure und d) O bis 7 Mol eines nichtionischen, hydrophilen, ethylenisch ungesättigten
Monomeren enthält, in einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel, das bis zu 15 Gew.%
Wasser enthalten kann, nach Art einer Lösungscopolymerisation ein niedrigmolekulares
Vorpolymerisat herstellt, die homogene Lösung des Vorpolymerisats mit Wasser im
Gewichtsverhältnis 1:4 bis 1.50 verdünnt und in dieser Polymerisatlösung in der
zweiten Stufe der Polymerisation, bezogen auf 1 Gew.-Teil des Lösungspolymerisats,
1 bis 32 Gew.-Teile mindestens eines nichtionischen, ethylenisch ungesättigten Monomeren
nach Art einer Emulsionspolymerisation in Gegenwart von üblichen Mengen wasserlöslicher
Polymerisationsinitiatoren polymerisiert. Solche Polymerdispersionen sind aus der
DE-OS 30 39 976 bekannt.
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Das niedrigmoletulare Vorpolymerisat, das in der ersten Polymerisationsstufe
hergestellt wird, enthält als Komponente (a) mindestens ein stickstoffhaltiges Monomeres,
das eine Amino- und/oder quaternäre Aminogruppe trägt. Verbindungen dieser Art haben
die allgemeine Formel
in der A = 0, NH, B = CnH2n, n = 1 bis 8, R1> R2 = CmH2m+1, m = 1 bis 4 und =H,
CH3 bedeutet.
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Die quaternierten Verbindungen können mit Hilfe der folgenden Formel
X4 = OH, Cl, Br, CH3-OSO3H R4 = CmH2m+1, m = 1 bis 4 charakterisiert werden. Die
übrigen Substituenten haben die oben angegebene Bedeutung.
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Die Verbindungen der Formel II werden in der Regel als kationische
Monomeren, die der Formel I als basische Monomeren bezeichnet. Basische, ethylenisch
ungesättigte Monomere sind beispielsweise Acrylsäure- und Methacrylsäureester von
Aminoalkoholen, z.B. Diethylaminodiethylacrylat, Dimethylaminoethylacrylat, Diethylaminoethylmethacrylat,
Dimethylaminopropylacrylat, Dimethylaminopropylmethacrylat, Dibutylaminopropylacrylat,
Dibutylaminopropylmethacrylat, Dimethylaminoneopentylacrylat, Aminogruppen ent-
haltende
Derivate des Acrylamids oder Methacrylamids, wie Acrylamidodimethylpropylamin, Methacrylamidodimethylpropylamin
und Méthacrylamidodimethylpropylamin.
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Die quaternären Verbindungen der Formel II werden erhalten, indem
man die basischen Monomeren der Formel I mit bekannten Quaternisierungsmitteln umsetzt,
z.B. mit Benzylchlorid, Ethylchlorid, Butylbromid, Dimethylsulfat und Diethylsulfat.
Diese Monomeren verlieren in der quaternisierten Form ihren basischen Charakter.
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Die Monomeren der Gruppe (b) für die Herstellung des Vorpolymerisats
sind nichtionische, hydrophobe, ethylenisch ungesättigte Verbindungen. Es handelt
sich hierbei um solche Monomeren, die in Wasser nicht merklich löslich sind und
hydrophobe Polymerisate bilden. Solche Monomere sind beispielsweise vinylaromatische
Monomere, wie Styrol und substituierte Styrole, z.B. Methylstyrol oder Ethylstyrol,
Carbonsäureester aus ethylenisch ungesättigten 03-bis C6-Mono- und -Di-Carbonsäuren
und einwertigen Alkoholen mit 1 bis 18, vorzugsweise 4 bis 12 Kohlenstoffatomen,
die Nitrile der genannten Carbonsäuren sowie Vinylester von 1 bis 12 Kohlenstoffatome
enthaltenden aliphatischen Carbonsäuren, Alkene mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise solche mit endständiger Doppelbindung, wie Ethylen oder Diolefine,
insbesondere Butadien und Isopren.
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Vorzugsweise verwendet man aus dieser Monomerengruppe Styrol, Acrylsäureester,
Methacrylsäureester, Acrylnitril, Methacrylnitril, Vinylacetat, Vinylpropionat und
Butadien.
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Einzelne Verbindungen sind Methylacrylat, Ethylacrylat, Propylacrylat,
Isopropylacrylat, N-Butylacrylat, Isobutylacrylat, Ethylhexylacrylat, Laurylacrylat
und die entsprechenden Ester der Methacrylsäure.
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'Es ist selbstverständlich möglich, auch Mischungen der genannten
Monomeren zu verwenden, z.B. Mischungen aus Styrol und Ethylhexylacrylat, Styrol
und n- oder iso-Butylacrylat, Styrol, Isobutylmethacrylat und Acrylnitril oder Vinylisobutylether.
Diese Gruppe von Monomeren ist nichtionsierbar und bildet, wenn sie für sich allein
polymerisiert wird, hydrophobe Polymerisate, d.h. Polymerisate, die sich nicht in
Wasser lösen. Die Monomeren der Gruppe (b) des Vorpolymerisats sind, bezogen auf
1 Mol der Monomeren der Gruppe Ca)> zu 2,5 bis 10, vorzugsweise 3 bis 8 Mol in
der Monomerenmischung enthalten.
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Als Monomere der Gruppe (c) werden ethylenisch ungesättigte Carbonsäuren
verwendet. Es handelt sich bei dieser Gruppe von Monomeren im wesentlichen um C3-
bis C6-Mono-und -Di-Carbonsäuren, z.B. Acrylsäure, Methacrylsäure, Itaconsä;re,
Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid, Styrolcarbonsäuren und Halbester der Maleinsäure
mit Alkoholen mit C1- bis C8-Kohlenstoffatomen. Vorzugsweise verwendet man Acrylsäure
und Methacrylsäure. Die Monomeren der Gruppe (c) sind, bezogen auf 1 Mol der Monomeren
der Gruppe Ca)> zu 0,5 bis 1,5, vorzugsweise 0,7 bis 1,4 Mol der der Monomerenmischung
enthalten.
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Als Monomere (d), die wahlweise zur Modifizierung der Eigenschaften
des Vorpolymerisats eingesetzt werden, verwendet man nichtionische, hydrophile,
ethylenisch ungesättigt Monomere, z.B. Amido oder substituierte Amide von ethylenisch
ungesättigten Mono- oder Dicarbonsäuren, z.B.
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Acrylamid, Methacrylamid, N-Methylolacrylamid, N-Methylolmethacrylamid,
sowie die mit C1- bis C6-einwertigen Alkoholen veretherten N-Methylolacrylamide
und N-Methylolmethacrylamiden. Die Monomeren der Gruppe (d) sind, bezo-
gen
auf 1 Mol der Monomeren der Gruppe (a), zu O bis 7, vorzugsweise 0 bis 3 Mol in
der Monomerenmischung enthalten.
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Die genannten Monomeren werden in einem mit Wasser mischbaren organischen
Lösungsmittel, das bis zu 15 Gew.% Wasser enthalten kann, zu einem niedrignolekularen
Produkt polymerisiert In der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
soll das Lösungsmittel die Monomeren als auch das bei der Vorpolymerisation in der
ersten Stufe entstehende Copolymerisat homogen lösen. Als Lösungsmittel verwendet
man beispielsweise Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Alkohole, wie Methanol,
Ethanol und Isopropanol, Ketone, wie Aceton und Methylethylketon, oder Amide, wie
Dimethylformamid. Man kann auch Lösungsmittelmischungen verwenden, z.B. Mischungen
aus Essigsäure und Dimethylformamid, Essigsäure und Isopropanol. Besonders vorteilhaft
sind Mischungen aus Essigsäure und Aceton, weil der Polymerisationsinitiator meistens
gelöst in Aceton, zum Reaktionsgemisch zugegeben wird. Falls man Alkohole, Ketone
oder Amide als Lösungsmittel einsetzt, ist es erforderlich, die basischen Monomeren
zu neutralisieren. Vorzugsweise wird Essigsäure als Lösungsmittel verwendet und
unter weitgehendem Ausschluß von Wasser gearbeitet.
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In der ersten Stufe der Polymerisation werden amphotere Lösungscopolymerisate
hergestellt. Die amphoteren Copolymerisate enthalten die Monomeren der Gruppe (a)
und der Gruppe (c) vorzugsweise in stöchiometrischen Mengen bzw.
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die Monomeren der Gruppe (c) im Unterschuß. Das Gewichtsverhältnis
von hydrophoben comonomere der Gruppe (b)) zu hydrophilen Bestandteilen im Vorpolymerisat
(Monomere der Gruppen (a), (c) und (d)) liegt vorzugsweise in dem Bereich von 2:1
bis 7:1. Die Herstellung des Vorpolymerisa- J
tes in der ersten
Stufe der Polymerisation erfolgt bei Temperaturen von 20 bis 160, vorzugsweise 60
bis 1400C. Es wird ein niedrigmolekulares, statistisches Copolymerisat hergestellt,
das einen Polymerisationsgrad von 5 bis 100, vorzugsweise von 10 bis 50 hat. Die
Viskositäten dieser niedrigmolekularen Vorpolymerisate betragen in einer 1 zeigen
Lösung aus einer Mischung von 99 Gew.-Teilen Dimethylformamid und 1 Gew.-Teil Eisessig
bei einer Temperatur von 200C 1,06 bis 1,40 ( trel gemessen mit einem Ubbelohde-Viskosimeter).
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Die niedrigmolekularen amphoteren Vorpolymerisate werden prinzipiell
nach bekannten Methoden hergestellt, indem man bei der Polymerisation in Anwesenheit
von großen Reglermengen polymerisiert (Konzentrationen von 0,1 bis 15 Gew.g, Regler
sind z.B. Thioglykolsäure, Dodecylmerkaptan oder Kohlenstofftetrabromid) oder sehr
hohe Initiatorkonzentrationen anwendet. Besonders günstig ist es, große Initiatorkonzentrationen
zu verwenden, z.B.
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1 Mol Initiator pro 17 bis 160 Mol der zu polymerisierenden Monomeren.
Die Zerfallsgeschwindigkeit des Initiators liegt in der Größenordnung von lO 4 bis
10 2 Mol/sec.
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Diese Initiatoren sind in dem organischen, mit Wasser mischbaren
Lösungsmittel löslich. Es handelt sich hierbei im einzelnen um Azoisobuttersäuredinitril,
tert. Butylperbenzoat, Benzoylperoxid, tert. Butylhydroperoxid sowie Wasserstoffperoxid
in Gegenwart von Eisensalzen. Man erhält auf diese Weise Copolymerisatlösungen,
die 20 bis 70, vorzugsweise 30 bis 65 Gew.% des niedrigmolekularen Vorpolymerisates
in Lösung enthalten.
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Die Copolymerisatlösung wird im Anschluß an die erste Polymerisationsstufe
im Gewichtsverhältnis 1:3 bis 1:50 mit Wasser verdünnt. Falls als Lösungsmittel
keine Säure verwendet wurde, ist es erforderlich, die Lösung anzusäuern.
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Aufgrund des Gehaltes an basischen Aminogruppen bzw.
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quaternären Ammoniumgruppierungen im Polymerisat ist es in Wasser
löslich. Die Konzentration des Ldsungspolymerisates in der mit Wasser verdünnten
Lösung liegt in dem Bereich von 2 bis 25 Gew.%. Die wäßr>ige Polymerlösung, aus
der das organische Lösungsmittel gegebenenfalls abdestilliert werden kann, dient
als Vorlage für die zweite Polymerisationsstufe, in der vorwiegend nichtionische
hydrophobe ethylenisch ungesättigte Monomere nach Art einer Emulsionspolymerisation
polymerisiert werden. Bezogen auf 1 Gew.-Teil des Lösungspolymerisates verwendet
man 1 bis 4 Gew.-Teile des nichtionischen, hydrophoben ethylenisch ungesättigten
Monomeren oder eines Gemisches dieser Monomerengruppe. Hierfür kommen dieJenigen
Monomeren in Betracht, die bei der Herstellung des Vorpolymerisates in der ersten
Stufe als Monomer der Gruppe (b) bezeichnet wurden. Vorzugsweise werden aus dieser
Gruppe Styrol, 04-bis C8-Alkylacrylate und -methacrylate, wie Butylester der Acrylsäure
und Methacrylsäure, Hexylacrylate und 2-Ethylhexylacrylate, Acrylnitril, Methacrylnitrilß
Vinylacetat oder Vinylpropionat benutzt.
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Die Emulsionspolymerisation erfolgt in dem Temperaturbereich von 40
bis 150, vorzugsweise 60 bis 100°C unter Verwendung üblicher Mengen an wasserlöslichen
Polymerisationsinitiatoren. Die obere Grenze für diese Initiatoren beträgt 4 Gew.%,
bezogen auf die zu polymerisierenden Monomeren. Geeignete Initiatoren für die Emulsionspolymerisation
sind beispielsweise organische Peroxide, Hydroperoxide, Wasserstoffperoxide und
anorganische Peroxide sowie Redox-Systeme, z.B. Wasserstoffper>oxid/Ascorbinsäure
oder tert.-Butyhlhydroxid/Ascorbinsäure. In der zweiten Polymerisationsstufe werden
die Monomeren entweder unverdünnt oder in Form einer wäßrigen Emulsion dem Polymerisationsansatz
zugeführt. Zum Emulgieren der Monomeren in Wasser kann man
beispielsweise
einen Teil der wäßrigen Lösung des Vorpolymerisates der ersten Polymerisationsstufe
oder auch übliche Emulgatoren verwenden. Die Emulsionspolymerisation in der zweiten
Stufe wird vorzugsweise in Abwesenheit von üblichen Emulgatoren durchgeführt. Es
können Jedoch zusätzliche Emulgatoren in einer Menge bis zu 3 Gew,, bezogen auf
die Polymerisate in der ersten und zweiten Stufe, mitverwendet werden. Die üblichen
Emulgatoren haben kaum einen Einfluß auf die Teilchengröße der erfindungsgemäßen
Dispersion. Geeignete Emulgatoren, die bei der Polymerisation mitverwendet werden
können, sind Produkte, die durch Ethoxylierung von Phenol oder Phenolderivaten erhalten
werden. Solche Emulgatoren enthalten 4 bis 30 Mol Ethylenoxid pro Mol Phenol. Außerdem
eignen sich kationische und amphotere Emulgatoren, beispielsweise Dimethyl-012H24-Fettalkylbenzylammoniumchlorid
oder die Verbindung der Formel O16H25-cONH-COH2)3-N+ COH3)2-CH2-O00 Es ist selbstverständlich
auch möglich, nichtionische und anionische Emulgatoren gemischt zu verwenden. Die
Emulgatoren können auch nach der Emulsionspolymerisation der zweiten Stufe zur Dispersion
zugegeben werden, um die Eigenschaften der Dispersion zu modifizieren. Bezogen auf
das dispergierte Polymere verwendet man 0,05 bis 3 Gew.% eines Emulgators oder Emulgatorengemisches.
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Der pH-Wert des Reaktionsgemisches wird in der zweiten Polymerisationsstufe
auf Werte von 2 bis 5 eingestellt.
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Nach dem zweistufigen Polymerisationsverfahren erhält man feinteilige,
stickstoffhaltige Monomeren einpolymerisiert enthaltende Polymerisatdispersionen,
deren Teilchengröße
in dem Bereich von 25 bis 250 nm liegt. Ein
Maß für die Teilchengröße der Dispersion ist der LD-Wert.
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Zur Bestimmung des LD-Wertes (Lichtdurchlässigkeit) wird die Dispersion
in 0,01 %iger, wäßriger Lösung in einer Küvette mit 2,5 cm Kantenlänge mit Licht
der Wellenlänge 546 nm gemessen. Mit Hilfe der "Mie-Theorie" läßt sich daraus der
Teilchendurchmesser berechnen (vgl. B. Verner, M. Wart, B. Sedlácek, Tables of Scattering
Functions for Spherical Particles, Prag 1976, EdiceMarco, Rada D-DATA, SVAZEK D-1.
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Filme aus getrockneten, amphoteren Dispersionen sind deutlich wasserfester
als Filme aus ähnlich aufgebauten kationischen Dispersionen. Die Filme haben eine
gute Haftung auf Glas und Metallen. Die amphoteren Dispersionen haben, falls sie
keine quaternären Aminoverbindungen enthalten, einen pH abhängigen Bereich, in dem
sie koagulieren (isoelektrischer Punkt). Bei niedrigem oder höherem pH-Wert sind
sie stabile Dispersionen. Der isoelektrische Punkt kann über das Verhältnis der
Monomeren der Gruppe (a) : (c) im Lösungscopolymerisat um 2 bis 3 pH--Einheiten
verschoben werden. Bei einem Molverhältnis der Monomeren (a) : (c) von 1 liegt er
etwa bei pH 8.
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Die Mischung enthält, Jeweils bezogen auf den Feststoffgehalt, auf
1 Teil (A) 0,1 bis 20 Gew.-Teile (B). Die Mischungen werden kontinuierlich oder
diskontinuierlich durch Vereinigen der beiden Komponenten (A) und (B) erhalten oder
man legt die Komponente (B) vor und emulgiert darin ein C14- bis C20-Dialkylketen
oder eine Mischung solcher Dialkylketene. Die Mischung aus den Komponenten (A) und
(B) eignet sich sowohl zur Leimung in der Masse wie auch in der Oberfläche. Vorzugsweise
werden die Mischungen Jedoch als Masseleimungsmittel verwendet. Dabei
ist
es auch möglich, daß dem Papierstoff zweckmäßigerweise zunächst die kationische
Dispersion (B) zugesetzt wird und danach ein Fettalkyldiketen in nicht-emulgierter
oder bereits emulgierter Form.
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Die Leimungsmittelmischungen aus den Komponenten (A) und (B) können
außerdem geringe Mengen, d.h. bis zu etwa 15 Gew.% an anderen kationischen Polymeren
enthalten, die die Papierweiße nicht wesentlich herabsetzen, z.B. Polyethylenimin,
Polyamine, Polyamidoamine, mit difunktionellen Vernetzern vernetzte Polyamidoamine
oder auch kationisch modifizierte Harnstoff- oder Melaminformaldehyd--Harze.
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Die Bestandteile der Leimungsmittelmischung (A) und (B) können dem
Papierstoff auch separat zugesetzt werden, wobei es sich oft als zweckmäßig erwiesen
hat, die Dispersion (B) vorzulegen.
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Die Mischungen der Komponenten (A) und (B) stellen stabile Leimungsmittel
dar, die den Vorteil besitzen, daß sich die Leimungswirkung bereits in der Papiermaschine
ausbildet.
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Der Feststoffgehalt der wäßrigen Mischungen aus (A) und (B) beträgt
10 bis 30 Gew.%. Die Menge an Leimungsmittelmischung, bezogen auf die reinen Komponenten
(A) und (B) die für eine ausreichende Leimung im Papier anwesend ist, beträgt in
der Regel 0,02 bis 1,5 (fest gerechnet), vorzugsweise 0,3 bis 0,8 Gew bezogen auf
trockenen Faserstoff. Die Präparationslösungen bei einer Oberflächenleimung können
weitere Hilfsstoffe enthalten, z.B. Stärke, Farbstoffe und Wachs emulsionen.
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Die in den Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile, die Prozentangaben
beziehen sich auf das Gewicht der Stoffe. Der Leimungsgrad der Papiere wurde mit
Hilfe
des Cobb-Wertes nach DIN 53 132 und der Tintenschwimmzeit
in Minuten bis zum 50 %igen Durchschlag mit einer Normtinte nach DIN 53 126 bestimmt.
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Folgende Leimungsmittelmischungen wurden hergestellt: Leimungsmittel
1 Zu 100 Teilen einer Emulsion aus (A) 12 % Distearyldiketen und 3 % kationischer
Stärke werden (B) 200 Teile einer 30 %igen wäßrigen Dispersion aus 54 % Styrol,
34 % Isobutylacrylat, 7,2 % Dimethylaminopropylmethacrylamid und 3,8 % Acrylsäure
gegeben.
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Die Komponente (3) wurde hergestellt, indem man in einem Rührkessel
60 Teile Essigsäure, 60 Teile Styrol, 21 Teile Dimethylaminopropylmethacrylamid,
11 Teile Acrylsäure und 3 Teile Azoisobuttersäuredinitril mischte und auf 85°C erhitzte.
Nach 30 Minuten setzte man innerhalb von einer Stunde 6 Teile Azoisobuttersäuredinitril
zu. Nach weiteren 30 Minuten löste man das Vorpolymerisat in 590 Teilen Wasser und
erhitzte die Mischung auf 8500. Dann gab man 20 Teile einer 6 Zeigen Wasser>stoffperoxidlösung
und 0,04 Teile FeS04.7 H20 hinzu. Innerhalb von 2 Stunden fügte man aus 2 verschiedenen
Zulaufgefäßen einmal 80 Teile 6 auges Wasserstoffperoxid als Initiator und zum anderen
ein Gemisch aus 99 Teilen Isobutylacrylat und 99 Teilen Styrol zu. Man polymerisierte
eine Stunde bei einer Temperatur von 85°C nach und erhielt eine feinteilige wäßrige
Dispersion mit einem LD-Wert von 99.
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Die stabile Mischung hat einen Feststoffgehalt von 25 % und enthält,
bezogen auf ein Gewichtsteil (A), 4 Gewichtsteile (B).
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Leimungsmittel 2 Zu 200 Teilen einer Emulsion aus 9 % Distearyldiketen
und 3 ß kationischer Stärke werden 100 Teile der oben beschriebenen Dispersion (B)
gegeben. Man erhält eine stabile Mischung, deren Feststoffgehalt 18 % beträgt und
die, bezogen auf die Feststoffe, pro Gewichtsteil (A) 1,25 Gewichtsteile (B) enthält.
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Leimungsmittel 3 bis 6 Diese Leimungsmittelmischungen wurden erst
im Papierstoff vor der Blattbildung dadurch hergestellt, daß man die Komponenten
(A) und (B) dem Papierstoff zugab und für gute Durchmischung des Systems sorgte.
Bei den Laborversuchen wurde so verfahren, daß man die Komponente (B) vorlegte und
danach die Komponente (A) hinzugab. Bei den Versuchen, die auf der Papiermaschine
durchgeführt wurden, erfolgte die Dosierung der Komponenten (A) und (B) kontinuierlich
-in den Dünnstoff vor Vertikalsichter. Es wurden Jeweils die Komponenten CA)>
emulgiert in kationischer Stärke, und (B) gemäß Leimungsmittel l verwendet. In der
folgenden Tabelle sind Jeweils die Gewichtsverhältnisse von 1 Teil der Komponente
(A), bezogen auf den Feststoffgehalt, zu dem Feststoffgehalt der Komponente (B)
angegeben.
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Tabelle 1 Komponente A Komponente B Leimungsmittel 3 1 4 Leimungsmittel
4 1 : 3,5 Leimungsmittel 5 1 1,9 Leimungsmittel 6 1 0,8
CVerglelchs
leimungsmi.ttel 1 Es wird eine Diketen-Emulsion hergestellt, die 6 % Distearyldiketen
und 2 % kationisch modifizierte Stärke enthält.
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Vergleichsleimungsmittel 2 Hierbei handelt es sich um die kationische
Dispersion (B) des Leimungsmittels 1, wobei die kationische Dispersion auf einen
Feststoffgehalt auf 20 % eingestellt ist.
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Vergleichsleimungsmittel 3 Es wird eine handelsübliche Emulsion aus
Distearyldiketen und kationischer Stärke modifiziert mit einem handelsüblichen kationischen
Harz verwendet. Der Feststoffgehalt der Emulsion betrug 20 %.
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Beispiel 1 Einer Stoffsuspension aus 100 % gebleichtem Birkensulfat
vom Mahlgrad 350 Schopper-Riegler (SR), mit 40 % Kreide und einer Stoffdichte von
0,5 $ wurden unter Rühren die in Tabelle 2 angegebenen Leimungsmittelmengen zugesetzt.
Der pH-Wert der Stoffsuspension betrug 7,5. Kurz nach der Zugabe von 0>3 % eines
kationischen Polyacrylamids als Retentionsmittel wurden Blätter auf dem Rapid-Köthen-Normblattbildner
vom Flächengewicht 80 g/m2 hergestellt. Die Trocknung der Blätter erfolgte bei 95
0C auf einem Trockenzylinder.
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Als Maß für die Ausbildung einer Sofortleimung wurden die Blätter
unmittelbar nach dem Trocknen durch eine Laborleimpresse der Fa. Mathis gegeben,
wobei deren Geschwindigkeit und die Wasserhöhe der Leimpressenflotte so gewählt
wurden, daß sich eine Benetzungszeit von 2,0 sec ergab. Außerdem wurde auch der
Cobb-Test nach DIN 53 132 nach
@10 Minuten (in der Tabelle 2 als
Cobb (sofort) bezeichnet) und zum Vergleich die Leimungsprüfung nach Cobb und die
Tintenschwimmprobe nach DIN 53 126 Jeweils nach einem 24stündigen Klimatisieren
der Papiere vorgenommen. In der Tabelle sind die Mittelwerte der Prüfergebnisse
von Siebseite und Oberseite angegeben.
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Tabelle 2 Leimungsmittel Einsatzmenge an Leimungs- Wasseraufnahme
Cobb Cobb Tintenaschwimm- Weißgrad mittel, bezogen auf (2") g pro Blatt (sofort)
[g/m²] zeit trockenen Faserstoff [g/m²] (min. 50 %iger) (Elrepho Durchsclag) R 465)
nach Klimatisieren (%) % Nullwert - 110 - - - -Leimungsmittel 1 2,0 34 38 30 22
81,8 Leimungsmittel 2 2,0 26 25 28 23 82,4 Leimungsmittel 3 2,0 36 42 30 24 81,7
Vergleichsleimungsmittel 1 2,0 82 58 33 7 82,6 Vergleichsleimungsmittel 2 2,0 55
95 93 3 82,0 Vergleichsleimungsmittel 3 2,0 33 44 39 6 77,9
Wie
man der Tabelle entnehmen kann, erhält man etwa gleiche Wirkungen, wenn man das
Leimungsmittel 1 einsetzt oder die Komponenten (A) und (B) des Leimungsmittels 1
getrennt zum Stoff zugibt, wie dies im Falle des Leimungsmittels 3 geschah. Die
Einzelkomponenten - Vergletchsleimungsmittel 1 und 2 - geben bei weitem nicht die
Leimungswerte der erfindungsgemäß anzuwendenden Mischungen. Das Vergleichsleimungsmittel
3 ergab im Gegensatz zu den erfindungsgemäß zu verwendenden Leimungsmitteln. eine
starke Abtrübung der Papierweiße.
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Beispiel 2 Auf einer Versuchspapiermaschine (70 m/min, Breite 0,74
m) mit nachgeschalteter Leimpresse wurde ein Papier aus 60 % gebleichtem Fichtensulfit
und 40 % gebleichtem Buchensulfit (350 SR) hergestellt, dem - bezogen auf Faserstoff
- noch 40 % Kreide als Füllstoff zugesetzt wurde.
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Man erhielt Papier mit einem Flächengewicht von 70 g/m2.
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Als Retentionsmlttel wurden 0,05 %, bezogen auf Faserstoff, eines
schwach kationischen Polyacrylamids zugesetzt. Der Aschegehalt des Papiers, gerechnet
als Kalziumcarbonat betrug 22,7 %.
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Die Leimpresse der Maschine wurde mit Wasser betrieben und die Präparationsaufnahme
als Maß für die Schnelligkeit der Leimausbildung bestimmt. Angegeben wurden als
Präparationsaufnahme die aufgenommene Wassermenge in Gew.%, bezogen auf das trockene
Papiergewicht. Die Leimungswerte wurden nach 2-tägigem Klimatisieren bestimmt. Verwendete
man anstelle der Leimungsmittel 5 und 6 die entsprechenden, bereits vor der Anwendung
hergestellten Leimungsmittelmischungen, so änderten sich die in der Tabelle 3 angegebenen
Ergebnisse nicht. In Tabelle 3 sind die Versuchs-
Medingungen und
deren Ergebnisse zusammengestellt. Angegeben sind die Leimungsmittelmengen in Form
der wäßrigen Lösungen, also tel quel.
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Tabelle 3 Versuch Nr. 1 2 3 4 5 6 Leimungsmittel (tel quel), bezogen
auf trockenen Faserstoff Vergleichsleimungsmittel 1 = (A) (%) - 3 5 - - - -Vergleichsleimungsmittel
2 = (B) (%) - - - 1,5 2,5 - -Leimungsmittel Nr. 5 = (A) + (B) (%) - - - - - 2 +1,5
-Leimungsmittel Nr. 6 = (A) + (B) (%) - - - - - - 3 + 1,0 Präparatiobsaufnahme [%]
80 64 66 61 29 35 29 Cobb (g/m²) >100 17 15 >100 62 16 16 50 % Tintendurchschlag
(min) 0 >60 > 60 1 1 >60 >60 Weißgrad (Elrepho) 5 82,5 81,7 81,8 81,5
81,3 81,6 81,5
Beispiel 3 Im Labor wurden unter Verwendung eines
Rapid-Köthen-Blattbildners Bltter aus einem Stoff gebildet, der aus 50 % Welipappenabfälle
und 50 % Zeitungen bestand und 1ß5 % Allaun enthielt. Der pH-Wert des Stoffs betrug
6,5. Dabei wurden der Masse, bezogen auf trockenen Faserstoff, die in Tabelle 4
angegebenen Leimungsmittel zugesetzt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 zusammengestellt.
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Tabelle 4 Versuch Nr. 1 2 3 4 5 Leimungsmittel 1 % - 2 - -Vergleichsleimungsmittel
1 % - - 2 -Vergleichsleimungsmittel 2 % - - - 2 Präparationsaufnahme (direkt nach
Blattbildung bestimmt) [%] 128 38 93 43 Cobb (g/m²)¹) >100 34 >100 53 50 %iger
Tintendurchschlag (min)¹) 0 9 1 7 1) Bestimmt nach zweitgägiem Klimatisieren