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DE323529C - Einrichtung zur Verhinderung des Anschaltens zu stark belasteter Stromkreise an Speisepunkte - Google Patents

Einrichtung zur Verhinderung des Anschaltens zu stark belasteter Stromkreise an Speisepunkte

Info

Publication number
DE323529C
DE323529C DE1918323529D DE323529DD DE323529C DE 323529 C DE323529 C DE 323529C DE 1918323529 D DE1918323529 D DE 1918323529D DE 323529D D DE323529D D DE 323529DD DE 323529 C DE323529 C DE 323529C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switch
resistor
contact
connection
prevent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1918323529D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Application granted granted Critical
Publication of DE323529C publication Critical patent/DE323529C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H11/00Emergency protective circuit arrangements for preventing the switching-on in case an undesired electric working condition might result
    • H02H11/005Emergency protective circuit arrangements for preventing the switching-on in case an undesired electric working condition might result in case of too low isolation resistance, too high load, short-circuit; earth fault

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  • Keying Circuit Devices (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 29. JULI 1920
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verhinderung des Anschaltens von Stromkreisen an Netze, Speisepunkte oder andere Stromquellen für den Fall, daß die anzuschließenden Stromkreise kurzgeschlossen sind oder keine Belastung in sich schließen, welche im Momente des Anschaltens eine übermäßige Beanspruchung des Netzes usw. verhindern könnte. Die Erfindung besteht darin, daß die
ίο Anschaltung des betreffenden Stromkreises über zwei hintereinanderliegende Schalter erfolgt, von denen der eine durch die Bedienung eingelegt werden kann, während der zweite durch einen Widerstand entsprechender Größe überbrückt ist und nur dann selbsttätig nach Einlegen des ersten Schalters einfällt, wenn der Strom im Widerstand ein vorbestimmtes Maß nicht überschreitet, während bei größerem Strom im parallel geschalteten Widerstand der zweite Schalter nicht geschlossen und gegebenenfalls der erste Schalter selbsttätig wieder ausgeschaltet wird.
Es ist bereits bekannt, in eine an eine Sammelschiene angeschlossene Fernleitung zwei hintereinanderliegende Schalter zu legen und parallel zu einem von diesen einen Widerstand anzuordnen. Diese bekannte Anordnung verfolgt jedoch nur den Zweck, nach dem Anschalten in der Fernleitung auftretende Überlastungen möglichst gefahrlos abzuschalten. Falls j edoch ein Kurzschluß ο. dgl. im anzu-
• schaltenden Stromkreise bereits vorhanden ist im Moment der Anschaltung, versagt die bekannte Einrichtung, weil dann erst nach einiger Zeit der ölwiderstand in die Fernleitung eingeschaltet, und wiederum eine entsprechende Zeitspanne hierauf die ganze Leitung abgeschaltet wird, wenn durch den eingeschalteten Widerstand die Stromstärke nicht entsprechend herabgedrückt wird. Dementsprechend liegen im bekannten Fall die beiden Relais zur Abschaltung der zugehörigen Schalter in der Hauptleitung, während beim Gegenstand der Erfindung jenes Relais, welches die Einschaltung des Hauptschalters \rerhindern soll, zweckmäßig im S'tromzweige des Widerstandes liegt, so daß einerseits vorkommende Überlastungen genau eingestellt und anderseits die Ansprechstromstärken "für die beiden Relais auch verschieden gestaltet werden können.
Die Erfindung sei an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert, welches den Fall darstellt, in dem ein Transformator an eine Sammelschiene angeschlossen werden soll.
Es ist s eine Sammelschiene, t ein Transformator, r ein Trennschalter in der Leitung von der Sammelschiene zur Primärwicklung des Transformators; a, b sind die beiden in Reihe liegenden Schalter, g eine Gleichstromquelle, d, e die Einschaltmagneten für die Schalter α bzw. b, c ein Bedienungshebel zum Einschalten des als. Hilfsschalter wirkenden Schalters a, f und h die Ausschaltmagneten für den Hilfsschalter α bzw. den Hauptschalter h. Der Einschaltmagnet e für den Hauptschalter b steht in solcher Abhängigkeit von dem Hilfsschalter et, daß er erst erregt werden .
kann, wenn der Hilfsschalter α eingelegt ist; er steht ferner in Abhängigkeit von einem Hilfsrelais i in der Weise, daß der Stromkreis von der Gleichstromquelle g nach Einlegen des Hilfsschalters α zum Einschaltmagneten c nur dann zustande kommen kann, -wenn das Hilfsrelais i sich in der gezeichneten Stellung befindet, in der es bei ι Kontakt macht.
Parallel zum Hauptschalter b ist ein Widerstandw geschaltet, in dessen Stromweg ein Stromwandler k liegt; dessen Sekundärspule speist die Spule des Relais i, die, wenn der Widerstand w von genügendem Strome durchflossen ist, den Kern I des Relais i entgegen der Kraft einer Feder anzieht und hierdurch das. Kontaktstück des Relais i entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht, so daß der Kontakt bei ι geöffnet und derjenige bei 2 geschlossen wird.
Der Schaltvorgang bei der Einrichtung nach der Erfindung vollzieht sich in folgender Weise. Durch Umlegen des Hebels c in seine mit »ein« bezeichnete Lage wird der Einschaltmagnet d des Hilfsschalters α an die Gleichstromquelle g gelegt und der Schalter a entgegen der Kraft einer nichtgezeichneten Feder in seine Schließstellung gebracht und durch den Riegel ζ gesperrt. Bei der Schließbewegung wird der Schalter p auf die Kontakte q umgelegt und hierdurch der Einschaltmagnet d von der Gleichstromquelle wieder abgeschaltet. Nunmehr ist der Transformator t, welcher dem anzuschließenden Stromkreis angehört, über den Widerstand«/ an die Sammelschienen s gelegt. Ist der Widerstand w vom Strome nicht durchflossen oder besitzt dieser Strom nicht eine, ein vorbestimmtes Maß überschreitende Größe, so vermag die Spule des Relais i den Kern I nicht anzuziehen und es bleibt der Kontakt des Relais i in der gezeichneten Stellung, in der der Einschaltmagnet e des Hauptschalters b von der Gleichstromquelle g über die Leitung m und den Kontakt bei 1 Strom erhält, -welcher über den Schalter n, die Rückleitung 0, die jetzt geschlossenen Kontakte q des Schalters p und die Leitung u zurück zur Gleichstromquelle g fließt. Der Hauptschalter b wird geschlossen und durch den Riegels gesperrt. Bei seiner Schließbewegung schaltet er den Einschaltmagneten e durch Öffnen des Schalters η ab.
Die Ausschaltung erfolgt in dem beschriebenen Fall, in dem keine gefährliche Belastung an die Sammelschienen angelegt wird, in der Weise, daß der Schalter c in die Lage »aus« gebracht wird. Hierdurch wird zuerst die Magnetspule Λ an die Gleichstromquelle gelegt, zieht ihren Riegel ν an und gibt dadurch den Hauptschalter b frei, der nun durch Federkraft geöffnet wird. Der Kern ν des Ausschaltmagneten h schließt bei seiner Bewegung den Schalter x, wodurch auch der Ausschaltmagnet f des Hilfsschalters α an die. Gleichstromquelle g gelegt wird, seinen Kern ζ einzieht und die Verriegelung des Hilfs-■; schalters α aufhebt, so daß auch der letztere durch Federkraft geöffnet wird.
Durch diese Anordnung ist gewährleistet, daß die Ausschaltung in umgekehrter Reihenfolge der Bewegung der beiden Schalter erfolgt als beim Einschalten.
War beim Einlegen des Hilfsschalters α der Widerstand w von einem Strom solcher Stärke durchflossen, daß die Spule des Relais i ihren Kern I anzuziehen vermochte, so wird hierdurch der Kontakt bei 1 für den Einschaltmagneten e des Hauptschalters b sofort unterbrochen und der Kontakt bei 2 geschlossen. Der Hauptschalter b kann infolgedessen nicht ansprechen und bleibt auf diese Weise so lange elektrisch verriegelt, als der Strom im Widerstand w das zulässige Maß überschreitet. Durch den Kontakt bei 2·-wird im Ausführungsbeispiel ein Stromkreis von der Gleichstromquelle g über die Leitung ni und Kontakt 2 zur Spule des Ausschaltmagneten h geschlossen, dessen Kern ν angezogen wird und den Kontakt χ in seine Schließstellung bringt. Hierdurch wird auch der Ausschaltmagnet f go für den Hilfsschalter a an Spannung gelegt, zieht seinen Kern ζ ein und gibt den Hilfsschalter α frei, der nunmehr durch Federkraft wieder geöffnet wird.
An sich könnte durch das Hilfsrelais i auch eine Anzeigevorrichtung in Tätigkeit gesetzt werden, oder es könnte'für die Sicherheit der Anlage genügen, wenn der Hauptschalter b während des Andauerns des unzulässigen Zustandes im anzuschaltenden Stromkreis in der Offenstellung verriegelt bleibt. Daß die Strombelastung durch den anzuschaltenden Stromkreis die Ursache für das Offenbleiben . des Hauptschalters ist, könnte auch an einem in den Stromkreis des Relais i oder an sonst geeigneter Stelle zwischen Sammelschiene und Transformator eingeschalteten Stromzeiger A erkannt werden.
Der Widerstand w kann als ohmscher, induktiver oder kapazitiver Widerstand ausgebildet sein.
Der Hauptschalter b und der Hilfsschalter α können ferner zu einem einzigen Schalter nach Art eines Vorkontaktschalters vereinigt werden. Zwischen dem Vorkontakt und dem Hauptkontakt liegt dann ein Widerstand entsprechender Art und Größe, wie er bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel demHauptschalter b parallel geschaltet ist. In sinngemäßer Übertragung wird dann das einzige iao Schaltmesser derart gesteuert, daß beim Einschalten durch den-Bedienungsmann nur der
Vorkontakt geschlossen wird und die Weiterbewegung des Schaltmessers zum Hauptkontakt selbsttätig bewirkt wird, sobald der Strom im Widerstand zwischen Vor- und Hauptkontakt das vorbestimmte Maß nicht überschreitet. Überschreitet er jedoch dieses Maß, so kann der Schalter selbsttätig wieder' geöffnet werden oder er wird in der Vorkontaktstellung verriegelt und eine Anzeigevorrichtung tritt in Tätigkeit. Die Bewegung des Schalters kann durch zwei getrennte Einschaltmagneten, die nacheinander zur Wirkung gelangen,, oder durch einen einzigen Magneten, der für die beiden Stellungen des Schalters verschieden stark erregt wird und dementsprechend verschiedene Federkräfte zu überwinden hat, erfolgen. Im letzten Fall kann eine einzige Feder vorgesehen sein, welche in den beiden Stellungen des Schaltmessers verschiedene Dehnungen erfährt und daher verschiedene Gegenkräfte ausübt.
An Stelle der beschriebenen selbsttätigen Schaltungen können handbediente Schalter vorgesehen werden, deren Bewegung nach der Angabe entsprechend angeordneter Meßinstru- 25 mente erfolgt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einrichtung zur Verhinderung des Anschaltens stark belasteter oder kurzgeschlossener Stromkreise an Netze oder Speisepunkte, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise zwei.in Reihe liegende Schalter und ein Widerstand (w) parallel 2u dem einen (Hauptschalter b) zwischen Netz und Stromkreis angeordnet sind, daß| aber der letztere Schalter (Hauptschalter V) nach Schließen des andern Schalters (Hilfsschalter α) nur dann geschlossen werden kann, wenn der über den Widerstand (w) fließende Strom keinen unzulässigen Wert besitzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1918323529D 1918-06-29 1918-06-29 Einrichtung zur Verhinderung des Anschaltens zu stark belasteter Stromkreise an Speisepunkte Expired DE323529C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE323529T 1918-06-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE323529C true DE323529C (de) 1920-07-29

Family

ID=6173987

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1918323529D Expired DE323529C (de) 1918-06-29 1918-06-29 Einrichtung zur Verhinderung des Anschaltens zu stark belasteter Stromkreise an Speisepunkte

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