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Omnibus-Aufbau
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Die Erfindung betrifft einen Aufbau für Omnibusse.
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Bis jetzt bekannte Omnibusse haben einen Gerippe-Aufbau oder in letzter
Zeit sind Omnibusse mit Groß-Preßteilen entstanden. Der Gerippe-Aufbau besteht aus
vielen kleinen Teilen. Für das Zusammensetzen dieser Struktur ist ein großer Aufwand
an hochqualifizierter Arbeit, insbesondere für die Schweißungen, erforderlich. Bei
den Omnibussen mit großen Preßteilen sind sehr teure Vorrichtungen notwendig, die
bei relativ kleinen Serie unwirtschaftlich sind. Außerdem sind die meisten Groß-Preßteile
nur für eine kleine Bustyp-Serie verwendbar.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Omnibus-Aufbau anzugeben,
der eine große Vielfältigkeit der Omnibusse mit weniger Aufwand an niedriger qualifizierter
Arbeit ermöglicht.
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Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt dadurch, daß der Omnibus-Aufbau
aus einigen großen Baugruppen besteht, die separat gefertigt sind und überwiegend
durch Punktschweißen zusammengesetzt werden. Die Baugruppen bestehen ihrerseits
aus großflächigen Verbundplatten (Sandwichplatten) und überwiegend offenen
Walzprofilen
oder Kantteilen, die meistens von den für die verschiedenen Omnibus-Typen mit entsprechender
Länge nur abgeschnitten sein sollen,sowie wenige Preßteile, die für alle Typen geeignet
sind. Alle diese Teile sind so gestaltet, daß sie überwiegend durch Punktschweißen
miteinander zu entsprechenden Baugruppen verbunden sind.
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Ein anderes wichtiges Element bei diesem Omnibus-Aufbau sind die großflächigen
Verbundplatten, an deren Rändern entsprechende Walzprofile mit ihren zwei Deckblechen,
vorzugsweise durch Punktschweißen, fest verbunden sind, so daß diese Verbundplatten
nicht nur als Boden oder Wände, sondern auch für die Übernahme von großen Zug-Schubbelastungen
in ihrer Ebene dienen können, wobei die Kunststoffüllung zwischen beiden Deckblechen
ihre Knickung verhindert. Außerdem sieht die Erfindung vor, daß Verdrehungs-Deformationen
des Omnibusses als Zug-Schubbeanspruchungen in der Ebene des Kofferraumbodens übertragen
werden und diese Beanspruchungen von einer großflächigen und in ihrer Ebene sehr
steifen Verbundplatte des Kofferraumbodens übernommen werden.
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Die Erfindung mit ihren Einzelheiten wird nachfolgend anhand beiliegender
sieben Figuren eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Hälfte den Omnibus-Querschnitt Fig. 2 die Hälfte eines Querträgers,
dessen andere Hälfte spiegelbildlich ist Fig.2 Einzelheiten der wichtigsten Knoten
des Omnibusb;a 7 Querschnittes von Fig. 1.
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Gemäß o. g. Figuren besteht dieser Omnibus-Aufbau aus folgenden separat
gefertigten Hauptbaugruppen: Drei Kofferraumböden, je einer vor der Vorderachse,
zwischen beiden Achsen und hinter der Hinterachse; mehrere komplette Querträger
entsprechend dem Omnibus-Typ; ein durchgehender Mittelgang, ein durchgehendes Podest
an der Fahrerseite und entsprechend den Omnibus-Einstiegen Podest-Teile an der Beifahrerseite;
zwei Seitenwände mit entsprechenden Ausschnitten für die Omnibus-Einstiege bzw.
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für die Räder; eine durchgehende Seitenwand-Beplankung an der Fahrerseite
und entsprechend den Omnibus-Einstiegen Seitenwand-Beplankungen an der Beifahrerseite.
Dazu gehören auch Dach-Front- und Heckteile, die in dieser Erfindung nicht einbezogen
sind.
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Der Kofferraumboden besteht aus einer großflächigen Verbundplatte
1 aus zwei geschlossenen Randprofilen 2, aus ein- oder zweiteiligen Querprofilen
3, aus einem mittleren Längsträger 4 und aus Rechteckrohren 5. Beide Randprofile
2 sind geschlossen.
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Sie sind an beiden Längsrändern der Verbundplatte 1 mit deren beiden
Deckbleche durch Punktschweißen verbunden. Zwischen Kofferraumklappen und an beiden
Seiten der Omnibus-Einstiege sind unter der Verbundplatte 1 Querträger 3 als ein-
oder zweiteilige Hut-Profile angeordnet und mit beiden Randprofilen 2 der Verbundplatte
1 verschweißt. Die Querträger 3 sind in der Mitte mit durchgehenden und auch aus
Hut-Profil gestalteten Längsträgern 4 durch- Punktschweißen verbunden. Im Verbindungsknoten
der Querträger 3 und Längsträger 4 ist je ein Rechteckrohr 5 verschweißt, das durch
ein entsprechendes Loch in der Mitte der Verbundplatte 2 an ihrer oberen Seite herausragt.
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Entsprechend dem Omnibus-Typ, insbesondere seiner Länge, sind mehrere
Querträgergruppen notwendig. Eine Querträgergruppe besteht aus den zweiteiligen
Querträgern 6, zwei Kofferraum-Säulen 7, zwei inneren Diagonalstreben 8 und zwei
äußeren Diagonalstreben 9. Gemäß Fig. 2 sind die Querträger 6 aus einem mit geringer
Höhe als Hut-Profil gestalteten mittleren Abschnitt und zwei leicht nach oben ansteigende
höhere trapezförmigen Abschnitten ausgebildet, wobei der obere und untere Schenkel
aus zwei gegeneinander liegenden U-Profilen besteht, die trapezförmigen Abschnitte
aus je einem gegeneinander liegenden U-Profil bestehen, so daß bei seinem mittleren
Abschnitt eine Aussparung für den Mittelgang gestaltet wird. Der Querträger 6 ist
aus zwei gegeneinander angeordneten Preßteilen gefertigt. Dieser Querträger kann
auch von einem durchgehenden Hut-Profil, das an beiden Seiten in je ein U-Profil
übergeht und von zwei anderen U-Profilen an der oberen Seite ausgebildet werden.
An beiden Enden der Querträger 6 sind die Kofferraum-Säulen 7, die als Hut-Profil
gestaltet sind, durch Punktschweißen befestigt. An der unteren Seite der Querträger
6 und an den beiden Enden der mittleren Aussparung sind die inneren Diagonalstreben
8 und die äußeren Diagonalstreben 9 aus U-Profilen durch Punktschweißen befestigt.
In diesem Beispiel sind je eine innere und eine äußere Diagonalstrebe aus einem
einzigen U-Profil durch Biegen gestaltet. Es ist jedoch auch möglich, daß jede Diagonalstrebe
für sich aus einem Stück oder alle vier Diagonale aus einem.einzigen Stück gefertigt
werden. Die unteren Enden der seitlichen Diagonalstreben 9 sind an den unteren Enden
der Kofferraum-Säulen punktgeschweißt.
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Die inneren Diagonalstreben 8 laufen an der Mitte des Kofferraumbodens
zusammen.
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Der Mittelgang (Fig. 3) geht durch den ganzen. Omnibus durch und besteht
aus einer Verbundplatte 10, zwei Randprofilen 11 und zwei Längsträgern 12 mit C-förmigem
Profil. Beide Randprofile 11 sind an den Längsrändern mit den beiden Dedkblechen
der Verbundplatte 10 durch Punktschweißen verbunden.
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An der unteren Seite der Randprofile 11 sind je einer der Längsträger
12, die als C-Profile gestaltet sind, auf der ganzen Länge durch Punktschweißen
befestigt, wobei die Randprofile 11 nach außen über die Längsträger 12 hinausragen.
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Jede Podestbaugruppe (Fig. 3 und 5) besteht aus einer Verbundplatte
13, aus einem inneren Randprofil 14, aus einem äußeren Randprofil 15 und aus einem
Längsträger 16. Die Randprofile 14 und 15 sind an dem inneren und äußeren Längsrand
mit beiden Deckblechen der Verbundplatte 13 durch Punktschweißen verbunden. Am inneren
Randprofil 14 ist auch durch Punktschweißen der Längsträger 16 befestigt. Der Längsträger
16 ist als Z-Profil gestaltet, wobei sein oberer Flansch zur Befestigung der Sitze
dient.
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Jede Seitenwandbaugruppe (Fig. 4 und 5) besteht aus je ein,em oberen
Längsträger 17 (Fig. 1), aus einem mittleren Längsträger 18 und aus einem unteren
Längsträger 19 sowie je nach dem Omnibus-Typ aus mehreren senkrechten Fenstersäulen
20 und aus unteren Seitenwandsäulen 21. Der obere Längsträger 17 ist entlang der
gesamten Seitenwand immer durchgehend. Der mittlere Längsträger 18 ist an der Beifahrerseite
bei den Omnibus-Einstiegen unterbrochen. Der untere Längsträger 19 ist bei den Omnibus-Einstiegen
und bei niedrigen Omnibus-Typen auch bei den Rädern unterbrochen. An dem unteren
und mittleren Längsträgern 19 und 18 sind entsprechend der Anordnung der Querträger
6 die unteren senkrechten Seitenwandsäulen 21,
deren Querschnitt
als Hut-Profil gestaltet ist, durch Punktschweißen befestigt. An dem mittleren und
oberen Längsträgern 18 und 17 sind entsprechend den Fenstern die FenstersäuLen 20
angeschweißt. An diesen Seitenwänden werden auch die entsprechenden Türrahmen bei
den Omnibus-Einstiegen befestigt. Die Seitenwandbeplankungen sind entsprechend den
Seitenwänden und Omnibus-Typen gestaltet, wobei bei niedrigen Omnibus-Typen an diesen
Beplankungen Aussparungen für die Räder ausgebildet sind. Jede Seitenwandbeplankung
besteht aus einer Verbundplatte 22, aus einem oberen Randprofil 23 und aus einem
unteren Randprofil 24. Die Verbun-dplatte 22 besteht ihrerseits aus einem inneren
ebenen und relativ starken Stahlblech 25 und aus einer äußeren Deckplatte 26. Letztere
kann auch aus Aluminium oder aus Kunststoff gestaltet werden. Diese äußere Deckplatte
kann eben, mit einer Wölbung oder mit einem anderen Prpfil gestaltet sein. Beide
Randprofile 23 und 24 sind an beiden Längsrändern der Verbundplatte 22 durch Punktschweißen
an dem inneren Stahlblech 25 und durch Kleben an der äußeren Deckplatte 26 befestigt.
Das obere Randprofil 23 dient auch zur Befestigung der Fensterscheiben und einer
Fensterleiste.
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Das untere Randprofil 24 ist zur Befestigung der Kunststoff-bzw. Gummileiste
zwischen der Seitenwandbeplankung und den Kofferraumklappen gestaltet.
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Die oben beschriebenen, separat gefertigten Baugruppen werden bei
dem Zusammenbau des Omnibusses überwiegend durch Punktschweißen miteinander verbunden.
Über dem Kofferraumboden werden Querträgergruppen angeordnet und die Kofferraumsäulen
7 mit den Randprofilen 2 sowie die beiden inneren Diagonalstreben 8 mit dem nach
oben herausragenden Rechteckrohr 5 verschweißt. In der mittleren Aussparung der
Querträger 6 wird der komplette Mittelgang eingelegt und die Querträger 6 mit
dem
unteren Teil der Längsträger 12 und mit den nach außen ragenden Randprofilen 11
verschweißt. Bei den Omnibus-Einstiegen, wo die Podeste unterbrochen sind, werden
in beide u-fdrmige Kanäle des C-Profils der Längsträger 12 zwei Verstårkungsgurte
27 angeschweißt. Über dem Mittelgang und den Querträgern 6 werden die entsprechenden
Podestteile aufgelegt und die unteren Kanten der Längsträger 1.6 mit dem herausragenden
Teil des Randprofils 11 durchsgehend punktgeschweißt. Außerdem werden die Randprofile
15 der Podeste an den Querträgern 6 und an den Kofferraum-Säulen 7 angeschweißt.
Die unteren Randprofile 19 der Seitenwandbaugruppen sind an den äußeren Enden der
Querträger 6 und an den Kofferraum-Säulen 7 sowie durchgehend an dem Randprofil
15 punktgeschweißt. Nach dem Einbau der Dach-, Front- und Heckteile werden auch
die Seitenwandbeplankungen an den Seitenwänden befestigt, wobei die Randprofile
23 und 24 an den Randprofilen 18 und 19 durchgehend punktgeschweißt werden.