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Messeranordnung für Schrägschnitt-Messerwalzen
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Die erfindung betrifft eine lIesseranordnun, für Schrägschnitt-Messerwalzen
von Holzzerspanungmaschinen zur Spanherstellung mit Einweg-Bandstahlmessern, deren
geradlinige Messerschneide in der gewünschten Spanlänge entsprechenden Abständen
mit Unterbrechungen in Form von aus der Schneide herausgeformten Ritzern versehen
ist und die Messer zwischen einem Messerhalt er und einer Verschleißplatte im Zusammenwirken
mit einem Fliehkeil im Preßsitz in der Messerwalze gehalten sind.
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Eine vorzugsweise mit Einwe2messern gemäß der DE-PS 22 14 434 auszustattende
solche Messeranordnung ist in der DE-AS 96 48 231 beschrieben.
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Grundsatzlich gilt für diese und ähnliche Messeranordnungen zur Herstellung
bestimmter Holzspäne, insbesondere solcher für die Spanplatteninr'ustrie, daß die
verwendeten Einwegmesser sicher und fest gehalten sein müssen, daß sie rasch austauschbar
und exakt mit dem gewünschten Messervorstand einzusetzen sind und daß die Handhabung
im Betrieb keine besonderen Anforderungen etwa hinsichtlich einer präzise auszuführenden
anisulal.ion und bei. der Beseitigung von sich unvermeidbar ausbildenden Verkrustungen
durch Staubablagerungen u.s.w. stellt.
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Bei den zufolge der aus der Freifläche der Messer herausgeformten
Ritzer die Spanabschälung mit der Ablängung (Quertrennung) der Späne verbindenden
Einweg-Wendemessern aus Bandstahl gemäß der schon genannten DE-PS 22 14 434 kommt
noch hinzu, daß die Bildung eines höheren Feingutanteiles und ein durch Materialeinrisse
in den Ritzernasen bedingter erhöhter Energieaufwand vermieden werden soll, um das
gewinschte Optimum für die Spanherstellung zu erreichen.
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Wenngleich ein Teil dieser Anforderungen bei den bekannt gewordenen
Messeranordnungen erfüllt erscheint, konnte jedoch eine in jeder Hinsicht befriedigende
Lösung bisher nicht erreicht werden. Um die verschiedenen Probleme aufzuzeigen,
sollen auch die ähnlichen Vorschläge im einzelnen erörtert werden.
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So ist der DE-OS 22 20 003 ein Messerhalter für Bandstahlmesser zu
entnehmen, der die Verwindung gelochter Messer verlangt, die durch Zapfen im Messerträger
hinsichtlich ihres Vorstandes festgelegt sind. Der damit erreichte Vorteil eines
paßgenauen Messersitzes bedingt jedoch einen erheblichen und überdies mit einem
Produktionsausfall verbundenen Zeitaufwand, denn um die Messer zu wenden bzw. zu
wechseln, müssen die Klerrimteile aus der Messerwelle bzw. -walze entnommen und
demontiert werden, bevor ein neues Messer eingesetzt werden kann.
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Eine Entnahme der aus einem Einwegmesser, einem Messerhalter und einer
Verschleißleiste bestehenden Einheit aus der i¢esserialze ist zwar auch gemäß der
schon eingangs erwähnten DE-AS 26 48 251 vorgesehen, doch wird der Messerwechsel
relativ rasch mit Hilfe einer Schnellwec'nsel-Vorrichtung durchgeführt, wobei die
Klemmteile, nämlich Messerhalter und Verschleißteil nicht zuvor demontiert werden
müssen. Nachteilig ist lediglich der Umstand, daß die Handhabung sehr sorgfältig
vorgenommen werden muß, um zu verhindern, daß die nur wenige Zehntelinillimeter
tiefe essernut seitlich versetzt neben die entsprechende Feder im Messerhalter zu
liegen kommt. Es ist daher entsprechend der DE-PS 25 14 548 vorgeschlagen worden,
einen federbelasteten Messertrager zum Messerwechsel aus der Messervelle heraus
zu drücken, um die Messer leicht zugänglich zu machen. Allerdings besteht bei diesem
für besonders raschen MesserYechsel geeignetem System die Gefahr der Verklemmung
seiner gleitenden Teile durch Staubablagerungen etc.
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Auch diz Anordnung gemäß der DE-PS 27-30 801 löst das Problem eines
einfachen, sicheren und schnellen Messerwechsels nicht überzeugend. Zwar verbleibt
hierbei der Messerhalter in der Welle, doch erfordert das Eindrücken der nur wenige
Zehntelmillimeter tiefen Messernut auf die innerhalb der Messerwelle liegende Feder
des Messerhalters ein hohes Maß an Arbeitsgenauigkeit von seiten des Bedienungsmannes,
die bei den üblichen
Betriebsverhältnissen im Zerspanungsbetrieb
kaum vorausgesetzt werden kann. Staubaufbackungen im Bereich der Feder des Messerhalters
wirken sich bei diesem System besonders -una nstig aus.
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Die Erfindung stellt sich dio Aufgabe, eine Messeranordnung für Schrägschnitt-Messerwalzen
aufzuzeigen, bei der aus Bandstahl gefertigte Wendemesser, sogenannte Einweg-Bandstahlmesser
mit integrierten, die Spanlänge bestimmenden Ritzern zur Anwendung komTnen, wobei
aber sowohl auf eine Loch/Zapfen-Befestigung als auch auf eine Nut-Federbefestigung
verzichtet werden soll, der Messerhalter bzw. das Klemmsystem auch beim Messerwechsel
innerhalb der Welle verbleiben kann und die Gefahr bezüglich eines ungenauen Einsatzes
der Messer auf ein Minimum reduziert ist.
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Zur Lösung dieser Aufgabe dienen bei einer Nesseranordnung für Schrägschnitt-Messerwalzen
von Holzzerspanungsmaschinen zur Spanherstellung r:tit Einweg-Bandstahlwendemessern,deren
geradlinig-Nesserschneide in der gewünschten Spanlänge entsprechenden Abständen
mit Unterbrechungen in Form von aus der Schneide herausgeformten Ritzern versehen
ist und die Messer zwischen einem Messerhalter und einer Verschleißplatte im Zusammenwirken
mit einem Fliehkeil im Preßsitz in der Messerwalze gehalten sind, die Erfindungsmerkmale,
daß die Ritzer aus der Spanfläche der Wendemesser herausgeformt sind und mit ihrer
Spitze die Schzeidkante so überragen, daß die Freifläche der Nesserschneide und
die Freiflächen der Ritzer in einer Ebene liegen und daß im Messerhalter eine den
inneren Ritzern zugeordnete Nut vorgesehen ist.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Oberkante des Messerhalters
als den Messervorstand bestimmender Anschlag für die äußeren Ritzer ausgebildet.
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Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn ein die Verschleißplatte
verbreiternder, dem Komplementwinkel des Freiflächenschliffes
der
Messer entsprechender Ansatz als Anschlag für die inneren Ritzer ausgebildet ist.
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Der die Verschleißplatte verbreiternde Ansatz kann auch als mit der
Verschlei ßplatte vorzugsweise durch Verschraubung verbundene Anschlagleiste ausgebildet
sein.
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Ge-!oß einem weiteren Erfindungsmerkmal ist der Nesserhalter mittels
einer in seinen Fußteil eingreifenden Halteleiste in der Messerwalze gehalten.
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Die erfindungsgemäße Messeranordnung erbringt eine Anzahl von Vorteilen.
So gilt etwa für das dabei eingesetzte Bandstahlwendemesser, daß man die Einkerbungen
zur Ilerstellung der Ritzernasen nun im unbehandelten Bandstahl vornehmen kann,
bevor dieser gehärtet, geschliffen und auf Messerlänge gekürzt wird. Damit wird
es ermöglicht, die Form und Tiefe der Einkerbung in relativ weiten Grenzen variieren
und den Stahl aus einer viel breiteren Palette von geeigneten Zusammensetzungen
wählen zu können. Zusätzlich ergibt sich der Vorteil, daß für den Schliff keine
Sonderschleifmaschinen benötigt werden, das Schleifen demnach mit gewöhnlichen Bandstahl-Schl@ifmaschinen
vorgenommen werden kann. Weil die llitzerspitzen vor der Schneidkante des Messers
stehen, kann die Abkanttiefe der Ritzer herabgesetzt werden; wie sich gezeigt hat,
erfolgt eine einwandfreie Quertrennung des abgeschälten Spanes mit einer Dicke von
etwa 0,45 bis 0,9 mm selbst dann, wenn die Ritzer nur etwa 0,5 mm tief ausgebildet
sind.
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Behält man die bisher übliche Abkanttiefe jedoch bei, so kann ein
Vorteil dahingehend erzielt werden, daß die erfindungsgemäße iesseranordnung nur
für einen Teil der Messerwalzen-Bestückung eingesetzt wird, indem alternierend auch
ritzerlose einfache Streidenmesser verwendet werden.
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Bein Messerwechsel verbleibt das Klemmsystem innerhalb der Messerwalze
und die Art der Messerbefestigung gewährleistet einen raschen Austausch und einen
sicheren Sitz der Messer.Eine
Veränderung der Spandicke läßt sich
in einfachster Weise durch eine Anderung der Bandstahlbreite bzw. durch eine Änderung
der Kerblänge für die Ritzer erreichen.
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Schließlich ist anzuführen, daß durch die erfindungsgemäße Nesseranordnung
das Problem der Staubaufbackungen wesentlich verringert ist, weil eine erleichterte
Reinigungsmöglichkeit gegeben ist und die Nut im Messerhalter dafür sorgt, daß das
Klemmsystem nicht zwangsläufig bei jedem Messerfechsel ausgeblasen werden muß.
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Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die eine bevorzugte Ausführungsform
darstellenden Zeichnungen näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 die perspektivische Ansicht eines Bandstahlwendemessers
ftir die erfindungsgemäße Nesseranordnung, Fig. 1a in vergrößerte; Darstellung den
Nesserquerschnitt im Bereich einer Ritzernase und Fig. 2 den Querschnitt durch eine
erfindungsgemäße Messeranordnung im Einbauzustand.
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Wie dies insbesondere Fig. 1 erkennen läBt,sind die zur Quertrennung
der Späne vorgesehenen Ritzer 2 in den Bandstahlwendemessern 1 durch V-för:lige
Einkerbungen 3 im Abstand der gewünschen Spanlänge aus der Spanfläche nasenförmig
herausgeformt. Die Freifläche 4 des Messers und die Freifläche 5 der Ritzernasen
liegen in einer Ebene (Fig. 1a); die Ritzerspitzen 2' überragen demnach die Messerkante
1'.
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Die eigentliche Messeranordnung ist in Fig. 2 veranschaulicht.
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Das Wendemesser 1 ist zwischen einem Messerhalter 6 und einer Versclileißplatte
7 im Zusammenwirken mit einem Fliehkeil 16 im Preßsitz in der Messerwalze 10 gehalten.
Die Verschleißplatte 7 ist darin mit Schrauben 8 befestigt. Als Anschlag für die
inneren Ritzer 2b ist ein mit der Verschleißplatte 7 durch Verschraubung (Schrauben
12) verbundene Anschlagleiste 11 vorgesehen, deren Anschlagfläche 9 dem Komplementwinkel
des Frei-
-,12chenschliffes der Messer 1 entspricht. Der Messerhalter
6 ist mit einer geräumiger Nut 15 im bereiche der inneren Ritzer 2b versehen und
seine Oberkante 6' ist - was bevorzugt wird -zur zusätzlichen Positionsfixierung
der Messer 1 als den Messervorstand bestimmender Anschlag für die äußeren Ritzer
2a ausgebildet. Eine Halteleiste 13 greift zur Halterung des Messerhalters in eine
in dessen Fußteil vorgesehene Nut ein.
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Sobald der Fliehkeil 16 gegen die Feder 17 heruntergedrückt wird,
schwenkt der Messerhalter 6 um den Drehpunkt 14, sodaß das Messer 1 freigegeben
wird und leicht gewendet bzw. ausgetauscht werden kann, ohne daß das '.le: systern
aus der Messerwralz.» entnommen werden muß. Hierbei rastet das Messer 1 spürbar
ein, sobald seine inneren Freiflächen (4 und 5) an der Anschlagfläche 9 zum Anliegen
kommen und die äußeren Ritzer 2a an der Nesserhalteroberkante 6' ihren Anschlag
finden. Die zur Einhaltung der ge.iunschten Spandicke üblichen Holzabstützungen
zwischen Fliehkeil 16 und Messerhalter 6 sind ebenfalls vorgesehen, aber in der
Zeichnung zur besseren uebersicht weggelassen.
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Es versteht sich von selbst, daß die Erfindung auch Abwandlungen der
in den Figuren gezeigten Ausführungsform der Nesseranordnung zuläßt. So kann etwa
die Anschlagleiste für die inneren Ritzer als mit der Verschleißplatte integrierter
und diese entsprechend verbreiternder Ansatz ausgebildet sein. Die Oberkante des
Messerhalters kann für extrem dünne Messer mit nicht näher gezeigten Ritzerabstützungen
für die äußeren Ritzer versehen werden, die für die vorstehende Schneidkante des
Messers als zusätzliche Versteifung wirken. Für eine besonders feingutarme Zerspanung
kann es auch im Sinne der Erfindung vorteilhaft sein, die V-förmige Einkerbung zur
Ausbildung der Ritzer asymmetrisch vorzunehmen, sodaß im Messer Ritzer mit verschieden
langen Nasenschenkeln ausgebildet sind, damit etwa bei rechts voreilendem Ende der
Messer in der Nesserwalze der rechte Ritzernasenschenke1.
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entsprechend länger ist als der linke, sodaß die jeweils rechts liegende
Schneidkante stufenlos in die Schneidkante des links benachbarten Ritzerschenkels
übergeht.
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