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VOLLSTAENDIG SCHLIESSBARE IRISBLENDE
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Die Erfindung bezieht sich auf eine vollständig schliessbare Irisblende
mit einander übergreifenden Blendenlamellen, die je einen Lager- und einen Steuerstift
tragen.
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Eine bisher bekannt gewordene, vollständig schliessbare Irisblende
weist auf einer Blenderlamelle an der die Blendenöffnung begrenzenden Kante einen
abstehenden Lappen auf, welcher die Restöffnung abdeckt (GB 13 86 310 Mit einer
solchen Blendenlamelle wird jedoch die angestrebte annähernde Kreisform der Blendenöffnung
gestört. Eine solcherweise asymmetrische Blendenöffnung ist ungünstig für die optische
Abbildung.
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Eine andere bekannte, vollständig schliessbare Blende weist ein vor
die kleinstmögliche Blendenöffnung schwenlrbares Schliessglied in Form einer die
Restöffnung abdeckenden Zusatzlamelle auf (DE 23 16 812 Bei dieser Ausführungsform
kann die Blende nicht kontinuierlich von ihrem grössten Wert bis zum Wert Null verändert
werden. Vielmehr ist die Blende bis auf ihren kleinsten Wert schliessbar und diese
Restöffnung ist ohne weitere Zwischenwerte nur noch voll abdeckbar. Darüberhinaus
kann parasitärer Lichteinfall, bedingt durch die Dicke der übereinanderliegenden
Blendenlamellen, erfolgen.
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Wieder eine andere bekanntgewordene, vollständig schliessbare Blende
weist in parallelen Ebenen liegende Blenden -lamellen auf, deren blendenwirksame
Kanten kreisförmig und
länger als ein Halbkreis sind. Die Lager-
und Führungszapfen jeder Blendenlamelle sind an einander nahezu diametral gegenüberliegenden
Stellen jeder Blendenlamelle angeordnet, wobei die genannten Zapfen an Stegen angebracht
sind, die an den beiden Enden des im wesentlichen als Kreisbogenanschnitt ausgebildeten
Hauptbereichs jeder Blendenlamelle radial nach aussen ragen. Die beiden Enden dieses
Hauptbereiches besitzen ihre Innenkanten fortsetzende,kreisbogenförmige Verlängerungen,
deren radiale Breite gegenüber der des Hauptbereiches verringert und deren Bogenlänge
so bemessen ist, dass die benachbarten Verlängerungen der in parallelen Ebenen liegenden
Blendenlamellen bei voller Blendenöffnung einander überlappen (DE 20 40 884).
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Bei dieser Ausführungsform scheint aus funktionellen und konstruktiven
Gründen die optimale Anzahl der Blendenlamellen bei fünf zu liegen, denn bei einer
anderen Anzahl sollten die Breiten der Blendenlamellen grösser ausgeführt werden
als der Breite bei fünf Blendenlamellen entspricht. Auch im Durchmesserverhältnis
grösstem Blendenöffnungsdurchmesser (D1) zu Blendengehäusedurchmesser (D2) ergeben
sich Beschränkungen nach oben. Solche Beschränkungen sind in vielen Anwendungsfällen
ein gravierender Nachteil oder verhindern die Anwendung einer solchen vollständig
schliessbaren Blende. Auch die sonstigen Abmessungen werden so gross, dass diese
Form für viele Anwendungen ungeeignet ist.
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Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer vollständig schliessbaren
Irisblende, welche von ihrer grössten Blendenöffnung bis zum Wert Null eine annähernd
kreisförmige Form aufweist. Ausserdem sollen keinerlei Beschränkungen bezüglich
des erwähnten Durchmesserverhaltnisses oder der Breite der
Blendenlamellen
erforderlich sein. Weiters soll die Blende eine sehr geringe Bauhöhe und einen mehrlamelligen,
sicheren Verschluss der Blendenmitte ergeben.
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Diese Aufgabe lässt sich lösen, wenn erfindungsgemäss bei vollständier
Schliessung der Blende die kreuzende Anlage von Blendenlamellenkanten ausserhalb
der Blendenmitte erfolgt und so diese von wenigstens einer der einander gleichenden
Blendenlamellen abgedeckt ist.
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Darüberhinaus kann die Irisblende so ausgebildet sein, dass die Blendenlamellen
in zwei Gruppen unterteilt sind und jede Gruppe auf einer Seite eines im Blendengehäuse
verdrehbaren Verstellorgans angeordnet und jede Blendenlamelle mit ihrem Lagerstift
entweder am Verstellorgan oder am Gehäuse drehbar und mit ihrem Führungsstift verschiebbar
im Blendengehäuse bzw. im Verstellorgan gelagert ist.
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Ausserdem können die Lagerstifte der ersten Gruppe von Blendenlamellen
entlang eines ersten Halbkreises und die Lagerstifte der zweiten Gruppe von Blendenlamellen
entlang des zweiten Halbkreises, jeweils auf verschiedenen Seiten des Verstellorgans
angeordnet sein.
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Vorteilhaft ist ferner, wenn die Führungsstifteiin entlang einem halbkreisförmigen
Bereich angeordneten Radialschlitzen des je benachbarten Gehäuseteiles geführt sind.
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Auch kann auf jeder Blendenlamelle der Führungsstift nahe dessen einem
Ende und der Lagerstift nahe dessen anderem Ende angeordnet sein.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der erfindungsgemässen Irisblende
ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung.
In dieser zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf die geschlossene Irisblende, Fig. 2 die
Wirkstellung der ersten und der letzten Blendenlamelle jeder Gruppe bei geschlossener
Blende.
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Ein aus zwei nahezu gleichartigen kreisförmigen Gehäuseringen 1',
1" bestehendes Gehäuse 1 weist einen zwischen diesen Ringen 1', 1" drehbar gelagerten
Verstellring 2 mit einem Verstellarm 3, welcher aus dem Gehäuse 1 hervorragt, auf.
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Auf diesem Verstellring 2 ist eine erste Gruppe von Blendenlamellen
4' auf seiner einen Seite und eine zweite Gruppe von Blendenlamellen 4" auf seiner
anderen Seite in Lagerzapfen 5 t bzw. 5" schwenkbar gelagert. Dabei sind die Lagerzapfen
5' der ersten Gruppe von Blendenlamellen 4' entlang einem Kreisbogen auf der einen
Hälfte des Verstellringes 2 und die Lagerzapfen 5" der zweiten Gruppe von Blendenlamellen
4" entlang einem Kreisbogen auf der anderen Hälfte des Verstellringes 2 und auf
dessen zweiter Seite angeordnet. Die Blendenlamellen sind bogenförmig, vorzugsweise
kreisbogenförmig ausgebildet und weisen an ihren anderen Enden je einen Führungszapfen
6', 6" auf. Diese sind in Radialschlitzen 7', 7" der Gehäuseringe 1', 1" geführt,
wobei die Radialschlitze 7', welche zur ersten Gruppe der Blendenlamellen 4' gehören,
im ersten Gehäusering l' entlang einem halbkreisförmigen Bereich und die Radialschlitze
7", welche' zur zweiten Gruppe der Blendenlamellen 4" gehören, im zweiten Gehäusering
1" entlang einem halbkreisförmigen Bereich angeordnet sind. In jeder Gruppe liegen
die Blendenlamel;Wjn in sich schneidenden Flächen.
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Die beiden Gehäuseringe 1', 1" sind lösbar mitsammen verbunden. Auf
jeder Seite des Verstellringes 2 ist zwischen dem Lagerzapfen 5', 5" der ersten
Blendenlamelle und dem Führungs-Zapfen 6', 6" der letzten Blendenlamelle jeder Gruppe
je ein Leitblech 8', 8" in die Lagerflächen der Blendenlamellen schneidender Ebene
angeordnet, damit in nandstellungen der Verstellbewegungen die Blendenlamellen nicht
aneinanderstossen und die Bewegung blockieren.
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Bei Verdrehen des Verstellringes 2 im Gehäuse 1 werden die Blendenlamellen
4', 4" von den Lagerzapfen 5', 5" mitgenommen und gleiten mit den Führungszapfen
6', 6" in den Radialschlitzen 7', 7" wobei sich der Durchmesser der wirksamen Blendenöffnung
Dl vergrössert oder verkleinert. Beispielsweise bei einer Gesamtzahl der Blendenlamellen
von zwölf wird bei jedem Blendenöffnungsdurchmesser eine nahezu kreisförmige Oeffnung
erhalten. Wird die Blende ganz geschlossen, so überdecken in jeder Gruppe sowohl
die erste wie die letzte Blendenlamelle 8' bzw. 9' und 8" bzw. 9" die optische Achse
der Blendenöffnung, wodurch der Verschluss der Blende erreicht ist.
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Infolge der Anordnung der Blendenlamellen zu beiden Seiten des Verstellringes
und der Anordnung der Radialschlitze können bei dieser Irisblende bei sehr flach
bauendem Gehäuse Durchmesserverhältnisse D1 : D2 auch kleiner 1 : 175 erreicht werden,
ohne dass parasitärer Lichteinfall erfolgt. Dies wird erreicht durch Erhöhung der
Blendenlamellenzahl.