-
Die Erfindung betrifft ein Wiedergabegerät für eine Aufzeichnungsplatte gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
-
Es sind Wiedergabegeräte für Aufzeichnungsplatten, z. B. eine Videoplatte, eine PCM- Schallplatte und dergleichen, nachstehend "Platte" genannt, bekannt, bei denen eine Platte zur Wiedergabe eingeführt wird, indem eine Kassette mit einem Verschlußdeckel und darin aufgenommemer Platte eingeführt und anschließend aus dem Gerät herausgezogen wird.
-
Ein solches Wiedergabegerät ist in der DE-OS 31 04 038 vorgeschlagen worden, die ebenfalls von dem Anmelder dieser Patentanmeldung stammt. Dieses kürzlich vorgeschlagene Wiedergabegerät wirkt mit einer Kassette zusammen, die eine Hülle mit einem Hohlraum zur Aufnahme einer Platte und einer Öffnung zum Eintritt und Austritt der Platte und einen Verschlußdeckel aufweist, der in die Öffnung der Hülle zu deren Verschluß eingeführt werden kann. Das Wiedergabegerät hat eine Einschuböffnung für das Gehäuse, einen Drehteller zum Drehen der Platte, eine Halteeinrichtung zum Halten der Platte und/oder des Verschlußdeckels im innersten Teil des Gerätes an der der Einschuböffnung gegenüberliegenden Seite, eine Absenk- und Hubeinrichtung zum Absenken der Platte aus einer Halteposition in die Wiedergabeposition vor Beginn der Wiedergabe und zum Anheben der Platte von dem Plattenteller in die Halteposition nach Beendigung oder Unterbrechung der Wiedergabe, einen Wiedergabewandler zur Wiedergabe der Platte und eine Bewegungseinrichtung für den Wiedergabewandler aus einer Warteposition in eine Wiedergabeposition.
-
Bei diesem Wiedergabegerät wird die Platte von einem Plattenheber angehoben und abgesenkt. Wenn die Platte abgesenkt ist, werden sowohl der äußere Randabschnitt als auch der innere Randabschnitt der Platte abgestützt, wodurch die Platte fest auf dem Drehteller aufliegt. Wenn dagegen die Platte angehoben ist, wird nur ihr innerer Randabschnitt von dem Plattenheber gestützt. In diesem Zustand ist die Platte unstabil gestützt, da ihr äußerer Randabschnitt nicht abgestützt wird. Wenn sich die Platte über eine längere Zeitspanne in diesem Zustand befindet, kann sie sich verformen. Deshalb ist es vorteilhaft, dem Wiedergabegerät einen solchen Aufbau zu geben, daß sich im Ruhezustand der Plattenheber in der abgesenkten Position befindet und jedesmal angehoben wird, wenn die Kassette bzw. die Hülle in das Gerät eingeführt wird, indem ein bestimmter Arbeitsgang ausgeführt wird, um einen Hubmotor zum Anheben des Plattenhebers in Gang zu setzen.
-
Ein derartiges Wiedergabegerät mit einem Plattenhebermechanismus, bei dem sich der Plattenheber in Ruhestellung des Gerätes im abgesenkten Zustand befindet, ist in der DE-OS 31 30 248 vorgeschlagen worden, die ebenfalls von dem Anmelder der vorliegenden Patentanmeldung stammt.
-
Wenn bei diesem Wiedergabegerät die Bedienungsperson vergißt, einen Abspielvorgang auszulösen, nachdem die Platte durch Einschub und anschließendes Herausziehen der Kassette in das Gerät geladen wurde, oder wenn die Bedienungsperson es unterläßt, die Platte beispielsweise nach Beendigung des Wiedergabevorganges aus dem Gerät zu entnehmen, bleibt die Platte über eine große Zeitspanne in einem abgestützten Zustand oberhalb des Drehtellers, in dem nur der innere Randabschnitt der Platte gestützt wird. Insbesondere bei hohen Temperaturen kann sich dann der freie äußere Randabschnitt der Platte verformen, da die Platte in einem unstabilen Zustand gehalten wird. Eine derartige Verformung der Platte hat eine Beeinträchtigung der Wiedergabequalität zur Folge und kann zu Schwierigkeiten bei ihrer Aufnahme in die Hülle führen.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wiedergabegerät der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art so zu verbessern, daß eine versehentlich von einer Bedienungsperson in dem Gerät zurückgelassene Platte keinen Schaden nehmen kann.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
-
Das erfindungsgemäße Wiedergabegerät hat einen Mechanismus, der die angehobene Position des Tragbauteils erfaßt und dieses nach einer vorbestimmten Zeitspanne absenkt, wobei diese Zeitspanne so festgelegt ist, daß anzunehmen ist, daß das Wiedergabegerät mit auf dem angehobenen Tragbauteil befindlicher Platte von der Bedienungsperson unbeachtet bleiben wird. Diese Zeitspanne ist andererseits so kurz bemessen, daß die auf dem Tragbauteil nur an ihrem inneren Randabschnitt abgestützte Platte keine Verformung erleiden kann.
-
Somit wird gemäß der Erfindung der Plattenheber automatisch abgesenkt, und der Plattenhebermechanismus kehrt in die Grundposition zurück, wenn eine bestimmte Zeitspanne verstrichen ist, ohne daß ein vorgesehener Vorgang ausgeführt wird, nachdem der Plattenheber angehoben wurde. Die von dem Plattenheber gestützte Aufzeichnungsplatte wird nach Verstreichen der bestimmten Zeitspanne immer auf den Drehteller gelegt, so daß sowohl der innere als auch der äußere Randabschnitt der Platte abgestützt sind. Damit ist zuverlässig verhindert, daß sich die Platte in der oben beschriebenen Weise verformt.
-
Die vorbestimmte Zeitspanne kann beispielsweise 3 min betragen, wobei eine Zeitspanne in dieser Größenordnung vor dem automatischen Absinken des Tragbauteils erforderlich ist, weil die Bedienungsperson zum Abspielen der Platte eine gewisse Zeit braucht, um den Spielknopf zu drücken, nachdem die Hülle aus dem Gerät herausgezogen ist, oder um zur Entnahme der Platte die Hülle in das Gerät einzuführen, nachdem die Platte nach dem Abspielvorgang angehoben ist. Die Zeitspanne von beispielsweise 3 min ist dabei erheblich kürzer als die Zeit, die zur Verformung der Platte bei einer hohen Temperatur erforderlich ist.
-
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigt
-
Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer Kassette für das erfindungsgemäße Wiedergabegerät, mit einem weggeschnittenen Teil und in auseinandergezogener Anordnung;
-
Fig. 2 in einer perspektivischen Ansicht den inneren Aufbau eines erfindungsgemäßen Wiedergabegerätes, mit einem weggeschnittenen Teil;
-
Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch das Gerät gemäß Fig. 2;
-
Fig. 4 und 5 eine Ausführungsform eines Plattenheber-Hubmechanismus gemäß Fig. 2 in Aufsichten, vor dem Einschub der Kassette und in einem Zustand, in dem der Plattenheber angehoben ist, so daß die Kassette eingeführt werden kann;
-
Fig. 6 in einem Blockschaltbild eine Schaltung zur Steuerung eines Gleichstromhubmotors für den Plattenheber- Hubmechanismus, und
-
Fig. 7 ein Schaltbild einer Motorantriebsschaltung in dem Blockschaltbild der Fig. 6.
-
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Kassette, die mit einem Wiedergabegerät gemäß der Erfindung zusammenwirkt. Eine Kassette 10 hat eine Hülle 11 und einen Verschlußdeckel 12. Die Hülle 11 ist aus zwei Hüllenhälften 13 zusammengesetzt und enthält einen flachen Hohlraum 14 in sich. Dieser Hohlraum 14 nimmt eine Platte 15 auf. Der Verschlußdekkel 12 besteht aus einem plattenförmigen Hauptverschlußteil 16 und einem Randabschnitt 17, der einstückig an der Vorderkante des Hauptverschlußteils 16 angeformt ist. Zwei Eingriffsarme 18 sind an beiden Seiten des Hauptverschlußteils 16 ausgebildet. Der Hauptverschlußteil 16 des Verschlußdeckels 12 wird in eine bestimmte Position innerhalb der Hülle 11 eingeführt. Vorsprünge 19 der Eingriffsarme 18 greifen in Aussparungen 20 ein, wodurch der Verschlußdeckel 12 in die Hülle 11 einrastet.
-
Ein in Fig. 2 dargestelltes Wiedergabegerät 50 ist so aufgebaut, daß in seinem Grundzustand bzw. in seiner Ruhelage ein Plattenheber in seine Endlage abgesenkt ist. Jedesmal, wenn eine Kassette in das Wiedergabegerät eingeführt wird, wird ein Lade-Auswurf-Knopf bzw. eine Lade-Auswurf-Taste gedrückt, um einen Hubmotor zu betätigen, der den Plattenheber nach oben bewegt.
-
Das Wiedergabegerät 50 hat im wesentlichen einen Hüllenöffnungs-Vergrößerungsmechanismus 51, einen Plattenteller 52 zum Drehen der darauf befindlichen Platte 15, einen Plattenhaltemechanismus 53 zum Festklemmen der Platte 15, einen Verschlußdeckelverriegelungsmechanismus 54 zum Verriegeln des Verschlußdeckels 12 und weitere Bauteile.
-
Der Hüllenöffnungs-Vergrößerungsmechanismus 51 hat eine obere und eine untere Querstrebe 56 und 57, die sich in Richtung der Pfeile Y 1 und Y 2 erstrecken, und Gleitstücke 60 und 61, die jeweils fest in Führungsschienen 58 und 59 eingesetzt sind und die beiden Enden der jeweiligen Streben 56 und 57 tragen, wobei sie längs der Führungsschienen 58 und 59 verschiebbar sind. Der Hüllenöffnungs-Vergrößerungsmechanismus 51 wird von den Führungsschienen 58 und 59 geführt und bewegt sich zwischen dem innersten Teil des Wiedergabegerätes 50 und einer Kassetteneinführungsöffnung 62 im Gestell des Wiedergabegerätes 50 in Richtung der Pfeile X 1 und X 2.
-
An jedem der Streben 56 und 57 sind in Richtung der Einführungsöfffnung 62 sich erstreckende Vergrößerungsfinger 63 angeformt. Wenn die Streben 56 und 57 sich auf Seiten der Einführungsöffnung 62 befinden, liegen die Vergrößerungsfinger 63 aneinander an, und wenn die Streben 56 und 57 sich in Richtung des Pfeils X 1 bewegen, dann drehen die Vergrößerungsfinger 63 sich um einen Winkel nach oben und nach unten, so daß sie sich voneinander trennen.
-
Ein Aufnahmerahmen bzw. ein Abtastergestell 65 ist mit einer Abtast- oder Wiedergabenadel 66 und einem Auslegerarm 67 versehen und längs zweier Führungsschienen 68 und 69 in Richtung der Pfeile Y 1 und Y 2 verschiebbar.
-
Der Plattenhaltemechanismus 53 und der Verschlußdeckel-Verriegelungsmechanismus 54 sind symmetrisch an der rechten und der linken Seite einer durch die Mitte des Plattentellers in Richtung des Pfeils X 1 verlaufenden Linie ausgebildet. Die Bauteile auf der linken Seite sind mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet wie die entsprechenden Bauteile der rechten Seite und erhalten einen Zusatz "A", wobei auf ihre Beschreibung verzichtet wird.
-
Der Plattenhaltemechanimus 53 ist im inneren Teil des Wiedergabegerätes 50 der Einführungsöffnung 62 gegenüberliegend angeordnet und umfaßt ein Paar oberer und unterer Haltefinger 70 und 71. Der untere Haltefinger 71 ist auf einem oberen Stift 72 axial gelagert. Ein Draht 73 ist mit dem Haltefinger 71 verbunden, und auf den Haltefinger 71 wird eine Drehkraft in Richtung eines Pfeils B übertragen, die von einer Feder 74 ausgeübt wird. Damit wird auf den Haltefinger 71 eine Kraft ausgeübt, die ihn nach oben hin dreht. Der obere Haltefinger 70 ist auf einem Stift 70 a axial gelagert.
-
Um die Platte 15 abzuspielen, wird die Kassette 10 durch die Einführungsöffnung 62 des Wiedergabegerätes 50 eingegeben, indem die Kassette 10 mit der Seite des Verschlußdeckels 12 voraus in Richtung des Pfeils X 1 eingeschoben wird.
-
Nach dem Einführen der Kassette 10 wird eine Lade-Auswurf-Taste 80 gedrückt. Dadurch wird ein Plattenheber-Hubmechanismus 61 von einem in den Fig. 2 und 4 dargestellten Zustand in einen Endzustand gebracht, der in Fig. 5 dargestellt ist. Zunächst befindet sich ein Platten-Tragbauteil 82 in einer abgesenkten Position, d. h. in einer Lage, in der die Platte abgespielt werden kann, wie dies in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist. Wenn die Taste 80 gedrückt wird, wird ein Elektromagnet bzw. Tauchmagnet 83 eingeschaltet, und ein Gleichstromhubmotor 84 wird in Vorwärtsrichtung in Drehung versetzt. Die Beschreibung der Antriebsschaltung bzw. des Antriebsstromkreises für diesen Motor 84 erfolgt weiter unten. Durch das Einschalten des Elektromagneten 83 dreht sich ein Drehhebel 85 gegen die Kraft einer Feder 86 im Uhrzeigersinn um einen Stift 87, wodurch ein an dem Hebel 85 gelagertes Zahnrad 88 in Eingriff mit einem Untersetzungsgetriebe 89 gerät. Dieses Zahnrad 88 wird von dem Hubmotor 84 über einen Treibriemen 90 im Uhrzeigersinn angetrieben. Die Drehung des Zahnrades 88 wird über die Untersetzungszahnräder bzw. das Untersetzungsgetriebe 89 auf einen Zahnradteil 91 a einer Nocken-Zahnrad-Anordnung 91 übertragen, die sich mit untersetzter Drehzahl im Gegenuhrzeigersinn dreht.
-
Wenn sich die Nocken-Zahnrad-Anordnung bzw. die Kurvenscheiben-Zahnrad-Anordnung 91 um einen Winkel von etwa 140° gedreht hat, tritt eine Nase am Ende eines ersten Schaltarms 92 in eine erste Vertiefung 91 b- 1 einer Nockenscheibe 91 b ein, und dieser Arm 92 dreht sich im Gegenuhrzeigersinn um einen Stift 93, um einen ersten Mikroschalter 94 auszuschalten. Durch das Ausschalten des Mikroschalters 94 wird der Hubmotor 84 von der Stromquelle getrennt, so daß er anhält. Der so angehaltene Motor 84 wirkt als Last gegen die Umkehrdrehung der Nocken-Zahnrad-Anordnung 91, die dadurch in ihrer Drehlage gehalten wird.
-
Während sich die Nocken-Zahnradanordnung 91 dreht, wird ein Draht 95 auf einer Spule 91 c aufgewickelt. Der gespannte Draht 95 wird über Rollen 96 und 97 geführt und ist mit einer U-förmigen Hubplatte 98 verbunden, die sich in einer abgesenkten Position befindet. Die Rolle 96 ist auf einem Heber-Hubhebel 99 gelagert, der von einer Feder 100 im Gegenuhrzeigersinn um einen Stift 101 gegen einen Anschlagstift 102 gedrückt wird. Dieser Heber-Hubhebel 99 ist nicht mit der Nocken-Zahnradanordnugn 91 verbunden und dreht sich unabhängig von dieser. Während der Draht 95 von der Spule 91 c aufgewickelt wird, wird die Hubplatte 98 entlang eines Führungszapfens 103 nach oben gezogen. Dadurch wird das Tragbauteil 82 in eine Lage angehoben, in der er die Platte 15 tragen kann, wie es durch die strichpunktierte Linie in Fig. 3 angedeutet ist.
-
Eine Nase an einem zweiten Schaltarm 104 gleitet aus einer zweiten Vertiefung 91 b- 2 der Nockenscheibe bzw. Kurvenscheibe 91 b heraus. Der Arm 104 dreht sich dabei im Uhrzeigersinn, wodurch ein zweiter Mikroschalter 105 unterhalb des ersten Mikroschalters 94 eingeschaltet wird. Damit wirken der erste und der zweite Mikroschalter 94 und 105 zusammen und bilden eine Erfassungseinrichtung für die Tragbauteilposition, was nachfolgend näher beschrieben wird. Wenn der erste Mikroschalter 94 ausgeschaltet und der zweite Mikroschalter 105 eingeschaltet sind, erkennt ein Mikrorechner, daß sich das Tragbauteil 82 in der angehobenen Plattenstützposition befindet. In dem Zustand vor Betätigung der Lade-Auswurf-Taste 80 erkennt die Erfassungseinrichtung der Tragbauteilposition, daß das Tragbauteil 82 in der abgesenkten Position ist, in der die Wiedergabe beginnen kann, da der erste Mikroschalter 95 eingeschaltet und der zweite Mikroschalter 105 ausgeschaltet sind.
-
Die Nocken-Zahnradanordnung 91 nimmt jetzt eine Drehwinkellage ein, in der eine Vertiefung 91 a- 1 des Zahnrades 91 a einer Nase 106 a eines Heber-Verriegelungshebels 106 gegenüberliegt. In diesem Augenblick liegt der Heber- Verriegelungshebel 106 mit seinem anderen Ende 106 b an einem zylindrischen Stift 107 an, der vom Gleitstück 60, das sich an der Vorderseite des Wiedergabegerätes 50befindet, nach unten vorsteht, so daß die Nase 106 a nicht in die Vertiefung 91 a- 1 eintritt. Ferner dreht ein Nocken 91 d einen L-förmigen Klemmsteuerarm 108 im Gegenuhrzeigersinn um einen Stift 109. Dadurch wird der Draht 73 gezogen, wodurch die Finger 70 und 71 einen Zustand einnehmen, in dem sie die Platte festhalten können.
-
Wenn sich das Wiedergabegerät 50 in dem oben beschriebenen Zustand befindet, wird die Kassette 10 in das Wiedergabegerät 50 eingeführt. Dabei stößt und verschiebt die Kassette 10 den Hüllenöffnungs-Verriegelungsmechanismus 51 in Richtung des Pfeils X 1. Wenn sich der Vergrößerungsmechanismus 51 bewegt, werden die obere und die untere Querstrebe 56 und 57 gedreht, so daß die Vergrößerungsfinger 63 auseinandergeschwenkt werden. Dabei greifen die Spitzen der Vergrößerungsfinger 63 in Eingriffsöffnungen 21 der Hülle 11 ein und vergrößern den Vorderabschnitt der oberen und der unteren Hüllenhälften 13 nach oben und nach unten, wodurch die Öffnung der Hülle 11 vergrößert wird.
-
Ferner wird beim Einführen der Kassette 10 der Stift 107 von der in Fig. 2 dargestellten Position in Richtung des Pfeils X 1 verschoben. Wenn sich der Stift 107 aus der Ausgangsposition bewegt, wird der Heber-Verriegelungshebel 106 aus der Anlage an den Stift 107 freigegeben. Der Heber-Verriegelungshebel 106 wird durch eine Feder 110 im Uhrzeigersinn gedreht, und die Nase 106 a tritt in die Vertiefung 91 a- 1 ein, um die Nocken-Zahnradanordnung 91 in dieser Drehposition zu verriegeln. Der Endabschnitt 106 b des Heber-Verriegelungshebels 106 tritt dabei in eine Bewegungsbahn 112 des Stiftes 107 ein.
-
Der Stift 107 wird entlag der Bewegungsbahn 112 verschoben, wie es durch aufeinanderfolgende Positionen 107 A → 107 B → 107 C in Fig. 5 dargestellt ist. Während der Stift 107 verschoben wird, stößt er gegen einen Nockenabschnitt 99 a des Heber-Hubhebels 99, so daß dieser gegen die Kraft der Feder 100 im Uhrzeigersinn bis in eine Lage schwenkt, die in Fig. 5 durch strichpunktierte Linien dargestellt ist. Der Hebel 99 wird dann durch einen Verriegelungshebel 111 verriegelt.
-
Während der Drehung des Hebels 99 wird die Rolle 96 in die in den Fig. 3 und 5 dargestellte strichpunktierte Lage verschoben. Die Rolle 96 führt den Draht 95, der zwischen der Hubplatte 98 und der Nocken-Zahnradanordnung 91 gespannt ist, an einer Zwischenposition. Somit wird der Draht 95 entspannt, und das Tragbauteil 82 und die Hubplatte 98 bewegen sich infolge ihres Eigengewichtes nach unten, wodurch sie sich aus dem Platteneinführungskanal zurückziehen.
-
Bevor die Kassette 10 eingeführt wird, befindet sich der Verriegelungshebel 111 in der im Gegenuhrzeigersinn gedrehten Lage, wobei ein Stift 117 in der Bewegungsbahn 112 liegt. Beim Einschub der Kasette 10 wird dieser Stift 117 von dem Stift 107 gedrückt oder angestoßen, so daß er sich in Richtung des Pfeils X 1 bewegt und zwangsläufig den Verriegelungshebel 111 in die im Uhrzeigersinn gedrehte Position bewegt. Durch diese Drehung des Verriegelungshebels 111 legt sich der Heber-Hubhebel 99 mit einem abgewinkelten Vorsprung 99 b an einem Verriegelungsstift 119 an, so daß er nach der Drehung im Uhrzeigersinn in dieser Lage verriegelt wird. Der Stift 117 tritt aus der Bahn 112 aus, wohingegen ein Stift 118 in die Bahn 112 eintritt.
-
Es wird nun nochamls auf Fig. 2 Bezug genommen. Wenn die Kassette 10 in den innersten Teil des Wiedergabegerätes 50 zusammen mit dem Vergrößerungsmechanismus 51über die Oberseite des Plattentellers 52 hinweg eingeführt wird, treten Übergriffteile 22 des Verschlußdeckels 12 zwischen die Halteabschnitte, die gegenüberliegend an den Haltefingern 70 und 71 ausgebildet sind, ein und drücken diese auseinander. Die Haltefinger 70 und 71 schließen, wie nachfolgend näher beschrieben wird, nachdem die Übergriffteile 22 des Verschlußdeckels 12 durchgelaufen sind, woraufhin die Halteabschnitte einen Schutzwulst bzw. Rillenschützer 15 a der Platte 15 festklemmen.
-
Ferner treten beim Einführen der Kassette 10 Verriegelungsfinger 130 und 130 A in L-förmige Aussparungen 23 des Verschlußdeckels 12 ein, wobei der Randabschnitt 17 gegen Kontaktfinger 131 und 131 A drückt. Wenn die Kontaktfinger 131 und 131 A von dem Verschlußdeckel 12 gedrückt werden, drehen sich Haupthebel 132 und 132 A jeweils so, daß sie verriegelt werden. Außerdem drehen sich die Verriegelungsfinger 130 und 130 A in der Richtung, daß sie sich voneinander entfernen, und L-förmige Abschnitte 133 und 133 A an den Spitzen der Verriegelungsfinger 130 und 130 A treten in den innersten Teil der Aussparungen 23 ein, wodurch der Verschlußdeckel 12 verriegelt wird. Die Bewegung des Verschlußdeckels 12 ist in Richtung des Pfeils X 1 durch die Kontaktfinger 131 und 13 A begrenzt, und der Verschlußdeckel ist somit in dem innersten Teil des Wiedergabegerätes 50 in einem Zustand verriegelt und gehalten, in dem sie von Stützfingern 134 und 134 A abgestützt bzw. gehalten wird.
-
Ferner greifen den Eingriff lösende Bauteile 135 und 135 A in die Öffnungen an der rechten und der linken Seite der Kassette 10 ein und drücken gegen die geneigten Flächen an den Spitzen der Eingriffsarme 18. Dadurch werden die Eingriffsarme 18 nach innen gebogen, und die Vorsprünge 19 treten aus den Aussparungen 20 aus, wodurch der Eingriff des Verschlußdeckels 12 in die Hülle 11 gelöst wird.
-
Wenn die Haupthebel 132 und 132 A in die Lage geschwenkt sind, in der sie verriegelt sind, drücken Blattfedern 136 und 136 A an den abgewinkelten Teilen der Haupthebel gegen einen vertikalen Teil 70 b des oberen Haltefingers 70. Dadurch wird eine Drehkraft in Richtung eines Pfeils C auf den Haltefinger 70 ausgeübt. Die Platte 15 wird somit in einer bestimmten Höhe von dem unteren Haltefinger 71 und dem oberen Haltefinger 70 gehalten.
-
Wenn die Kassette 10 daher bis in die Endlage eingeführt worden ist, wird der Eingriff des Verschlußdeckels 12 in die Hülle 11 gelöst. Der Verschlußdeckel 12 wird durch die Verriegelungsfinger 120 und 120 A verriegelt, und die Platte 15 wird von den Haltefingern 70 und 71 gehalten.
-
Danach wird die Hülle 11 in Richtung des Pfeils X 2 herausgezogen. Da der Verschlußdeckel 12 und die Platte 15 in der oben beschriebenen Weise verriegelt und gehalten sind, bewegt sich die Hülle 11 in Richtung des Pfeils X 2, wobei sie den Verschußdeckel 12 und die Platte 15 zurückläßt. Beim Herausziehen der Hülle 11 werden gleichzeitig der Verschußdeckel 12 und die Platte 15 relativ aus der Hülle 11 herausgezogen. Wenn sich die Hülle 11 in Richtung des Pfeils X 2 bewegt, bewegt sich auch der Hüllenöffnungs- Vergrößerungsmechanismus 51 zusammen mit der Hülle 11 in Richtung des Pfeils X 2.
-
Wenn die Hülle 11 halb herausgezogen ist, stößt der sich in Richtung des Pfeils X 2 bewegende Stift 107 den Stift 118 zur Seite, so daß der Verriegelungshebel 111 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt wird. Der Heber-Hubhebel 99 wird dadurch aus dem verriegelten Zustand freigegeben und durch die Feder 100 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt. Gleichzeitig mit der Verschwenkung des Hebels 99 wird der Draht 95 gezogen, wodurch das Tragbauteil 82 sich in die Plattenstützlage nach oben bewegt, um den Mittelteil der Platte 15 abzustützen. In diesem Zustand wird die Platte 15 horizontal an einer Stelle oberhalb des Plattentellers 52 von den Haltefingern 70 und 71 und dem Tragbauteil 82 gehalten. Wenn die Hülle 11 weiter herausgezogen wird, trennt sich die Platte 15 vollständig von ihr, und der Hüllenöffnungs-Vergrößerungsmechanismus 15 kehrt in seine Ausgangslage zurück, in der die Vergrößerungsfinger 63 sich so verschwenken, daß sie aneinander anliegen, wodurch sie aus den Eingriffsfenstern 21 austreten. Die Hülle 11 kehrt damit infolge ihrer Flexibilität in ihren ursprünglichen Zustand zurück, wobei die vergrößerte Öffnung ebenfalls den ursprünglichen Zustand wieder annimmt. Die Hülle 11 wird anschließend vollständig aus dem Wiedergabegerät 50 herausgezogen.
-
Währen das Gleitstück 60 in seine Ausgangslage zurückkehrt, drückt der Stift 107 den Endabschnitt 106 b des Heber-Verriegelungshebels 106 zur Seite, der dadurch in die in Fig. 4 dargestellte Ausgangslage zurück verschwenkt wird, in der die Nase 106 a aus der Vertiefung 91 a- 1 herausgleitet. Die Nocken-Zahnradanordnung 91 wird dadurch aus dem durch den Hebel 106 verriegelten Zustand freigegeben.
-
Dann wird eine Spieltaste 137 betätigt. Durch diese Betätigung beginnt der Hubmotor 84, rückwärts zu laufen, so daß sich die Nocken-Zahnradanordnung 91 aus der in Fig. 5 dargestellten Lage im Uhrzeigersinn in die in Fig. 4 dargestellte Ausgangslage zurückdreht. Die Nocken-Zahnradanordnung 91 wird durch einen Nasenabschnitt an der Spitze des drehbaren Arms 104verriegelt, der in die Vertiefung 91 b- 2 eingreift. Die drehbaren Arme 92 und 104 nehmen dann den in Fig. 4 dargestellten Zustand ein, wodurch die Mikroschalter 94 und 105 umgeschaltet werden. Dadurch hält der Motor 84 an, und der Elektromagnet 83 wird ausgeschaltet. Durch die Drehung der Nocken-Zahnradanordnung 91 dreht sich der Steuerarm 108 im Uhrzeigersinn, so daß der Draht 73 entspannt wird. Daher dreht sich der Haltefinger 71 entgegengesetzt zur Richtung des Pfeils B, um die Platte 15 aus der festgeklemmenten Lage freizugeben. Ferner wird durch die Drehung der Nocken-Zahnradanordnung 91 der Draht 95 von der Spule 91 c abgewickelt und das Tragbauteil 82 abgesenkt. Dadurch wird die Platte 15 auf den Plattenteller 52 abgesenkt.
-
Dann beginnt ein Motor 140 zu drehen und einen Drahtgurt 142 über ein Schneckengetriebe 141 zu bewegen. Dadurch bewegt sich der Abnahmerahmen 65 aus der Warteposition in Richtung der Pfeils X 1. Der Plattenteller 52 wird außerdem von einem Motor 143 gedreht. Somit wird die Platte 15 von der Abtast- und Wiedergabenadel 66 abgetastet, wodurch die Informationssignale wiedergegeben werden.
-
Nachfolgend wird beschrieben, wie die Platte 15 aus dem Wiedergabegerät 50 entnommen wird.
-
Wenn die Lade-Auswurf-Taste 80 während der Wiedergabe betätigt wird, hält der Motor 143 an, so daß die Platte 15 nicht weitergedreht wird. Außerdem dreht sich der Motor 140 in Umkehrrichtung, wodurch der Abnahmerahmen bzw. das Abtastergestell 65 in die Wartestellung zurückgebracht wird. Der Elektromagnet 83 und der Hubmotor 84 werden eingeschaltet. Dadurch arbeiten der Plattenheber-Hubmechanismus 81 und der Plattenhaltemechanismus 53 in ähnlicher Weise, wie dies beim Plattenladevorgang oben beschrieben ist. Das heißt, die Platte 15 wird von dem Plattenhaltemechanismus 53 an dem Schutzwulst 15 a festgeklemmt und auf dem Tragbauteil 82 oberhalb des Plattentellers 52 abgestützt.
-
Ein Ausgabesignal, das am innersten Randabschnitt der Platte 15 aufgezeichnet ist, wird wiedergegeben, wenn die Wiedergabe bis zum innersten Randabschnitt der Platte 15 ausgeführt wird. Bei der Wiedergabe des Ausgabesignals arbeitet das Wiedergabegerät 50 in gleicher Weise, wie wenn die Lade-Auswurf-Taste 50 während des oben beschriebenen Wiedergabezustandes betätigt wird.
-
Zur Entnahme der Platte 15 wird die leere Hülle 11 mit ihrer Vorderseite voran durch die Einführöffnung 62 in das Wiedergabegerät 50 eingeführt. Der Hüllenöffnungs-Vergrößerungsmechanismus 51 wird durch die Hülle 11 wieder in Richtung des Pfeils X 1 geschoben, um die Öffnung der Hülle 11 zu vergrößern. Gleichzeitig mit der Einführung der Hülle 11 in Richtung des Pfeils X 1 wird die Platte 15 durch die Hüllenöffnung in die Hülle 11 geschoben.
-
Nachdem die Hülle 11 in die innerste Position innerhalb des Wiedergabegerätes 50 eingeführt worden ist, ist die Platte 15 vollständig in die Hülle 11 aufgenommen, und ferner ist der verriegelte Verschlußdeckel 12 in die Öffnung der Hülle 11 eingeschoben.
-
Wenn die Hülle 11 in ihre Endlage geschoben worden ist, nimmt sie die Platte 15 auf, während der Hauptteil des Verschlußdeckels 12, der verriegelt worden ist, in die Hüllenöffnung eingeführt worden ist.
-
Wenn die Hülle 11 daher in Richtung des Pfeils X 2 herausgezogen wird, nimmt sie den Verschlußdeckel 12 und der wiederum die Platte 15 durch den Halteteil in Richtung des Pfeils X 2 mit. Die Platte 15 wird somit innerhalb des Wiedergabegerätes von der Kassette 10 aufgenommen und zusammen mit diesem aus dem Wiedergabegerät entnommen.
-
Während der Verschiebung des Vergrößerungsmechanismus 51 wirken der Heber-Hubhebel 99, der Heber-Verriegelungshebel 106 und der Verriegelungshebel 111 in ähnlicher Weise wie beim Einführen der Platte zusammen.
-
Fig. 6 zeigt ein Steuersystem zur Steuerung des oben beschriebenen Plattenhubmechanismus (Hubmotor 84).
-
In Fig. 6 wird der Hubmotor 84 über eine Motorsteuerschaltung 150 gesteuert und über eine Motorantriebsschaltung 151 angetrieben. Die Motorantriebsschaltung 151 ist in näheren Einzelheiten in Fig. 7 dargestellt und wird weiter unten beschrieben. Ein Zeitgeber 152 und eine Erfassungseinrichtung für die Plattenheberposition 153 stehen mit der Motorsteuerschaltung 150 in Verbindung. Wenn die Erfassungseinrichtung für die Plattenheberposition 153 feststellt, daß sich das Tragbauteil 82 in der angehobenen Position befindet, gibt die Motorsteuerschaltung 150 ein Signal an den Zeitgeber 152, um einen Zeitgebervorgang einzuleiten. Die Motorsteuerschaltung 150 gibt ein Rückstellsignal oder Löschsignal ab, wenn sie bei Betätigung der Lade-Auswurf-Taste 80 oder der Spieltaste 137 ein Betätigungserfassungssignal erhält. Der Zeitgeber 152 gibt nach Verstreichen einer bestimmten Zeitspanne nach dem Zeitpunkt, zu dem er betätigt wurde, ein Motorantriebssignal ab. Wenn der Zeitgeber 152 dieses Motorantriebssignal abgibt, wird die Motorantriebsschaltung 151 von einem Steuersignal der Motorsteuerschaltung 150 betätigt. Dadurch wird der Motor 84 in Umkehrrichtung gedreht, um das Tragbauteil 82 abzusenken. Die dem Zeitgeber 152 vorgegebene Zeitspanne ist so gewählt, daß angenommen werden kann, daß das Wiedergabegerät 50 während seiner Betätigung außer acht geraten ist, d. h. die Zeitspanne beträgt beispielsweise 3 min. Diese fesgesetzte Zeitspanne ist länger als die Zeit, die die Bedienungsperson braucht, um die leere Hülle zur Entnahme der Platte zu suchen und zu finden, und sie ist wesentlich kürzer als die Zeit, in der die Platte 15 infolge der ständigen Unterstützung durch das Tragbauteil 82 verformt werden kann.
-
Wenn die Lade-Auswurf-Taste 80 zur Wiedergabe der Platte 15 betätigt wird, wird die Motorantriebsschaltung 151 durch ein Steuersignal von der Motorsteuerschaltung 150 betätigt. Durch die Betätigung der Motorantriebsschaltung 151 dreht sich der Motor 84 in Vorwärtsrichtung, wodurch der Plattenheber-Hubmechanismus 81 das Tragbauteil 82 anhebt. Der Zeitgeber 152 beginnt den Zeitgebervorgang, wenn das Tragbauteil 82 angehoben wird. Im Normalfall wird die Platte 15 geladen und die Spieltaste 137 gedrückt, bevor die in dem Zeitgeber 152 festgesetzte Zeitspanne verstrichen ist. Wenn die Spieltaste 137 betätigt wird, gibt die Motorsteuerschaltung 150 das Löschsignal an den Zeitgeber 152 und das Steuersignal an die Motorantriebsschaltung 151 ab. Dadurch wird der Zeitgeber 152 ausgeschaltet und der Motor 84 in Umkehrrichtung angetrieben, um das Tragbauteil 82 abzusenken.
-
Es kann jedoch passieren, daß die Lade-Auswurf-Taste 80 betätigt und die Platte 15 auf dem angehobenen Tragbauteil 82 gehalten wird und daß die Betätigung der Spieltaste 137 ausbleibt. In einem solchen Fall, in dem das Wiedergabegerät außer acht gelassen wird, wird von dem Zeitgeber 152 nach dem Verstreichen der vorgegebenen Zeitspanne ein Motorantriebssignal erzeugt. Dadurch wird die Drehrichtung des Motors 84 automatisch umgekehrt, um das Tragbauteil 82 abzusenken. Dadurch wird die Platte 15 auf den Plattenteller 52 gelegt, wo sie nicht verformt werden kann.
-
Wenn zudem die Lade-Auswurf-Taste 80 beim Abspielen der Platte 15 und bei Wiedergabe des Ausgabesignals betätigt wird, wird die Motorantriebsschaltung 151 von dem Steuersignal der Motorsteuerschaltung 150 betätigt, und der Motor 84 dreht sich in Vorwärtsrichtung. Dieses Ausgabesignal wird der Motorsteuerschaltung 150 durch einen Eingangsanschluß oder Eingangs- Terminal 155 zugeführt. Wenn der Motor 84 sich in Vorwärtsrichtung dreht, trägt das Tragbauteil die Platte 15 und bewegt sich nach oben. Der Zeitgeber 152 beginnt mit dem Zeitgebervorgang, wenn das Tragbauteil 82 angehoben wird. Danach wird normalerweise der Plattenentnahmevorgang ausgeführt, bevor die dem Zeitgeber 152 gesetzte Zeitspanne verstrichen ist. Es kann jedoch der Fall eintreten, daß diese Zeitspanne verstreicht, ohne daß der Plattenentnahmevorgang ausgeführt wird, nachdem das Tragbauteil 82 angehoben worden ist. Dann wird das Motorantriebssignal von dem Zeitgeber 152 erzeugt, um automatisch den Motor 84 in Umkehrrichtung zu drehen und das Tragbauteil 82 abzusenken. Wenn demnach nach Beendigung des Wiedergabevorgangs das Wiedergabegerät in einem Zustand außer acht gerät, in dem das Tragbauteil 82 die Platte 15 trägt, ist somit verhindert, daß die Platte verformt wird.
-
Nachfolgend wird mit Bezug auf Fig. 7 die Arbeitsweise der Motorantriebsschaltung 151 beschrieben. Die Signale von der Motorsteuerschaltung 150 werden den Eingangsanschlüssen 160 und 161 zugeführt. Die Motorsteuerschaltung 150 ist so aufgebaut, daß sie ein Signal entsprechend dem Erfassungszustand der Tragbauteilposition der Erfassungseinrichtung 153 an den Eingangsanschluß 160 abgibt. Dieses dem Eingangsanschluß 160 zugeführte Signal hat einen niedrigen Pegel, wenn sich das Tragbauteil 82 in der angehobenen Position befindet, und es hat einen hohen Pegel, wenn sich das Tragbauteil 82 in der abgesenkten Lage befindet. Die Motorsteuerschaltung 150 ist ferner so aufgebaut, daß sie ein Signal, das mit dem Betätigungssystem und dem Zeitgeber 152 in Beziehung steht, dem anderen Eingangsanschluß 161 zuführt. Dieses dem Eingangsanschluß 161 zugeführte Signal hat einen hohen Pegel, bevor die festgesetzte Zeitspanne in dem Zeitgeber 152 verstrichen ist, und es ist ein Signal mit niedrigem Pegel, nachdem diese Zeitspanne vergangen ist. Die Motorsteuerschaltung 150 führt dem Eingangsanschluß 161 ebenfalls ein Signal mit niedrigem Pegel zu, wenn die Tasten 80 und 137 betätigt werden und wenn das Ausgabesignal abgegeben wird.
-
Wenn beispielsweise der Abspielvorgang der Platte beendet ist und sich das Tragbauteil 82 in der angehobenen Position befindet, wird dem Eingangsanschluß 160 ein Signal mit niedrigem Pegel zugeführt. Bevor die in dem Zeitgeber 152 festgesetzte vorgegebene Zeitspanne verstrichen ist, wird dem Eingangsanschluß 161 ein Signal mit hohem Pegel zugeführt. Das bei dem Eingangsanschluß 161 eingehende Signal mit hohem Pegel wird der Basis eines NPN-Transistors Tr 1 durch einen Widerstand R 1 und eine Diode D 1 zugeführt. Dadurch wird der Transistor Tr 1 leitend. Das dem Eingangsanschluß 161 zugeführte Signal mit hohem Pegel wird gleichzeitig der Basis eines NPN-Transistors Tr 2 durch einen Widertand R 2 und eine Diode D 2 zugeführt. Dadurch wird der Transistor Tr 2 leitend.
-
Kollektoren eines PNP-Transistors Tr 3 und eines NPN- Transistors Tr 5 sind mit einem Anschluß des Motors 84 und mit der Basis eines PNP-Transistors Tr 4 über einen Widerstand R 6 verbunden. Andererseits sind die Kollektoren der Transistoren Tr 4 und Tr 6 jeweils mit dem anderen Anschluß des Motors 84 und mit der Basis des Transistors Tr 3 über einen Widerstand R 7 verbunden. Somit sind von den Transistoren Tr 3, Tr 4, Tr 5 und Tr 6, die eine Brückenschaltung bilden, die Transistoren Tr 5 und Tr 6 nicht leitend, wenn die Transistoren Tr 1 und Tr 2 leitend sind. Deshalb fließt ungeachtet des Pegels des dem Eingangsanschluß 160 zugeführten Signals kein Strom zu dem Motor 84, der sich infolgedessen nicht dreht.
-
Nachdem die in dem Zeitgeber 152 festgesetzte vorgegebene Zeitspanne verstrichen ist, wird dem Eingangsanschluß 161 ein Signal mit niedrigem Pegel zugeführt. Der Eingangsanschluß 160 erhält ebenfalls ein Signal mit niedrigem Pegel. Dieses dem Eingangsanschluß 160 zugeführte Signal mit niedrigem Pegel wird der Basis des Transistors Tr 1 über einen Widerstand R 3 und eine Diode D 3 zugeführt. Außerdem wird eine Diode D 4 infolge des dem Eingangsanschluß 161 zugeführten Signals mit niedrigem Pegel gleichzeitig leitend. Dadurch wird der Basis des Transistors Tr 2 durch den Widerstand R 4 , die Diode D 4, den Widerstand R 2 und die Diode D 2 eine positive Speisespannung zugeführt. Dadurch wird der Transistor Tr 1 nicht leitend.
-
Wenn der Transistor Tr 2 leitend wird, hat die Basis des Transistors Tr 5 im wesentlichen Massepegel. Andererseits wird der Basis des Transistors Tr 6 über einen Widerstand R 5 die positive Speisespannung zugeführt. Dadurch wird der Transistor Tr 5 nichtleitend, während der Transistor Tr 6 leitend wird. Wenn der Transistor Tr 5 nicht leitend wird, steigen das Kollektorpotential des Transistors Tr 5 und das Basispotential des Transistors Tr 4 jeweils an, und der Transistor Tr 4 wird nichtleitend. Andererseits sinken das Kollektorpotential des Transistors Tr 6 und das Basispotential des Transistors Tr 3 auf einen Pegel unterhalb der Speisespannung, da der Transistor Tr 6 leitend ist, wodurch der Transistor Tr 3 ebenfalls leitend wird. Infolgedessen fließt der von dem Kollektor des Transistors Tr 3 kommende Strom durch den Motor 84 und den Transistor Tr 6, wie in Fig. 7 durch i 1 angedeutet ist. Der Motor dreht sich somit in Umkehrrichtung, um das Tragbauteil 82 abzusenken.
-
Wenn dem Eingangsanschluß 161 ein Signal mit niedrigem Pegel zugeführt wird, erhält das der Basis eines NPN- Transistors Tr 7 durch eine Diode D 6 zugeführte Signal einen niedrigen Pegel, der Transistor Tr 7 wird dadurch nichtleitend, während ein NPN-Transistor Tr 8 leitend wird. Infolgedessen wird ein Tauchmagnet 83 eingeschaltet. Das heißt, der Tauchmagnet 83 wird eingeschaltet, wenn der Motor 84 läuft.
-
Die Motorantriebsschaltung 151 ist so aufgebaut, daß sie auch bei Entnahme der Platte und dergleichen arbeiten kann. In einem Zustand, in dem sich das Tragbauteil 82 in der abgesenkten Position befindet und das dem Eingangsanschluß 160 zugeführte Signal einen hohen Pegel hat und die Lade-Auswurf-Taste 80 betätigt wird, um die Platte zu laden oder zu entnehmen, wird der Eingangssignalpegel an dem Eingangsanschluß 161 niedrig. Damit werden die Transistoren Tr 1, Tr 4 und Tr 5 jeweils leitend, während die Transistoren Tr 2 , Tr 3 und Tr 6 jeweils nichtleitend werden. Ein Strom fließt in umgekehrter Richtung zu dem Motor 84, wie Fig. 7 durch i 2 angedeutet ist. Damit dreht sich der Motor in Vorwärtsrichtung, um das Tragbauteil 82 anzuheben.
-
Die zusammen mit dem Tragbauteil 82 abgesenkte und auf den Plattenteller 52 aufgelegte Platte 15, die außer acht geraten und nach Beendigung des Abspielvorgangs nicht aus dem Wiedergabegerät entnommen worden war, kann innerhalb der Kassette 10 entnommen werden, indem die Lade-Auswurf-Taste 80 betätigt wird, um die Platte 15 anzuheben.