DE3225051A1 - Duebel fuer hohlraeume aufweisende aufnahmematerialien - Google Patents
Duebel fuer hohlraeume aufweisende aufnahmematerialienInfo
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Description
- DÜBEL FUR HOHLRÄUME AUFWEISENDE AUFNAHMEMATERIALIEN
- Dübel für Hohlräume aufweisende Aufnahmematerialien Die Erfindung betrifft einen Dübel zur Verankerung in Hohlräume aufweisendem Aufnahmematerial mittels aushärtbarer Massen, bestehend aus einem im wesentlichen hülsenförmigen Dübelkörper mit umfangsseitigen Austrittsöffnungen für die Massen.
- Befestigungen in Hohlräume aufweisenden Aufnahmematerialien stellen besondere Anforderungen. Mechanisch verankerbare Klemm- oder Spreizdübel sind dabei meist nicht verwendbar, da sie im Bereich der Hohlräume keinen Halt finden. Sogenannte Klebe- oder Verbundanker sind in diesen Fällen meist auch nicht geeignet, da die effektive Berührungsfläche mit dem Aufnahmematerial im Bereich der Stege relativ klein ist.
- Zur Lösung des Problems wurde bereits vorgeschlagen, durch einen hülsenförmigen, umfangsseitig mit Austrittsöffnungen versehenen Dübelkörper eine aushärtbare Masse in das Aufnahmematerial einzupressen. Die ausgehärtete Masse soll dabei einen Formschluss mit dem Aufnahmematerial im Bereich er Hohlräume ergeben. Infolge der Schwerkraft nat jezonh cie noch fliessfähige Masse die Tendenz, vom Dübelkörper weczufliessen, so dass ein ausreichender Formschluss nicht etstehen kann. Das Füllen der ganzen Hohlräume mit aushärtbarer Masse wäre vollkommen unwirtschaftlich, da dazu sehr grosse Mengen von aushärtbarer Masse notwendig wären.
- Um das Wegfliessen der Masse zu verhindern, wurde weiterhin vorgeschlagen, den Dübelkörper mit einer ballon- oder sackartigen Umhüllung zu versehen. Die Umhüllung kann dehnfähig sein oder beispielsweise Faltenstruktur aufweisen, so dass sie radial aufweitbar ist. Die Gefahr, dass eine solche Umfüllung beim Einführen in ein Bohrloch beschädigt wird, ist relativ gross. Bei einer Beschädiguna der Hülse kann die Nasse ungehindert aus der Umhüllung austreten und nutzlos in die Hohlräume des Aufnahmematerials abfliessen, was insbesondere zu den bereits erwähnten wirtschaftlichen Nachteilen führt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Dübel zur V&rankerung in Hohlräume aufweisendem Aufnahmematerial zu F«^affen, der für eine relativ geringe Menge aushärtbarer .,,.-.se eine derartige Verteilung schafft, dass eine sichere je ankerung erzielt wird.
- Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass der Dübelkörper eine saugfähige Ummantelung aufweist.
- Durch die Saugfähigkeit der Ummantelung wird die Wirkung der Schwerkraft aufgehoben und eine gleichmässige Verteilung der aushärtbaren Masse über den Umfang des Dübels erreicht. Es ist dadurch gewährleistet, dass schon eine relativ geringe, beispielsweise vordosierte Menge an aushärtbarer Masse richtig in den Hohlräumen verteilt ist und somit ein ausreicher.-der Formschluss entsteht.
- Um den Formschluss des Dübels mit dem Aufnahmematerial auch aufbauseitig sicherzustellen, ist der Aussendurchmesser der Ummantelung vorzugsweise grösser als der Bohrlochdurchmesser. Damit der Dübel jedoch trotzdem ins Bohrloch eingeführt werden kann, ist es zweckmässig, wenn die Ummantelung elastisch verformbar und dadurch auf den Querschnitt des Bohrloches komprimiert werden kann. Das Komprimieren der Ummantelung kann durch spezielle Mittel, beispielsweise mittels eines nach dem Einführen in das Bohrloch entfernbaren Rohres, erfolgen. Im Bereich der Stege des Aufnahmematerials bleibt die Ummantelung nach abgeschlossenem Einführen des Dübels komprimiert. In diesen Bereichen ist auch die Saugfähigkeit beschränkt. Im Bereich der Hohlräume ist die Saugfähigkeit der sich wieder auf den ursprünglichen Zustand zurückverformenden Ummantelung dafür um so grösser. Die aushärtbare Masse befindet sich somit vor allem im Bereich der Hohlraume des Aufnahmematerials.
- Für die Ummantelung kommen verschiedene Materialien in Frage. Nach einer vorteilhaften Ausführungsform besteht die Ummantelung aus offenporigem Schaumstoff. Schaumstoff ist einerseits sehr saugfähig und andererseits besonders elastisch. Schaumstoff ist in unverfestigtem Zustand leicht komprimierbar und ermöglicht somit einen guten Formschluss mit dem Aufnahmematerial.
- Eine weitere zweckmässige Möglichkeit besteht darin, dass die Ummantelung aus Faserstoff oder Vlies besteht. Insbesondere bei der Verwendung von Glasfasern lassen sich sehr hohe Festigkeitswerte erreichen. Durch den Strömungswiderstand der Masse kann auch eine zusätzliche radiale Aufweitung der Ummantelung entstehen. Neben Glasfasern können auch andere mineralische oder textile Fasern verwendet werden.
- Eine weitere vorteilhafte Ausführung besteht darin, dass die Ummantelung aus im wesentlichen radial gerichteten Borsten besteht. Die Borsten legen sich beim Einführen des Dübels in ein Bohrloch an den Dübelkörper an. Im Bereich der Hohlräume federn die Borsten infolge ihrer Elastizität wieder in ihre im wesentlichen radiale Ausgangslage zurück. Somit wird bereits vor Einführen der aushärtbaren Masse ein Formschluss des Dübels mit dem Aufnahmematerial erreicht. Der Dübel wird somit auch bei Deckenmontage am Herausfallen aus dem Bohrloch gehindert. Durch das anschliessende Einbringen der aushärtbaren Masse werden die Zwischenräume zwischen den einzelnen Borsten ausgefüllt und die Borsten somit in ihrer Lage fixiert. Die Borsten wirken dabei praktisch als Armierung der aushärtbaren Masse.
- Als Borsten können sowohl natürliche als auch künstliche, wie beispielsweise Nylonborsten, verwendet werden. Ausserde kommen auch Borsten aus Metall in Frage. Neben eigentlichen Borsten können auch Haare, Fasern oder dgl verwendet werden.
- Die Erfindung soll nachstehend anhand der sie beispielweise wiedergebenden Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen: Fis. 1 Einen erfindungsgemässen Dübel it saugfähiger Ummantelung vor dem Einsetzen in ein Bohrloch, Fig. 2 den in ein Hohlräume aufweisendes Aufnahmematerial eingesetzten Dübel gemäss Fig. 1, Fig. 3 eine weitere Ausführung eines erfindungsgemässen Dübels nach dem Einsetzen in ein Hohlräume aufweisendes Aufnahmematerial und vor dem Einbringen einer aushärtbaren Masse, Fig. 4 den Dübel gemäss Fig. 3 nach dem Einbringen der aushärtbaren Masse.
- Der aus den Fig. 1 und 2 ersichtliche Dübel besteht im wesentlichen aus einem insgesamt mit 1 bezeichneten, hülsenförmigen Dübelkörper und einer diesen umgebenden Ummantelung 2 aus saugfähigem Material, wie beispielsweise offenporigem Schaumstoff, Faserstoff oder Vlies. Die Ummantelung 2 ist elastisch verformbar. Sie wird mittels eines Klemmringes 3 am Dübelkörper 1 gehalten. Der Dübelkörper 1 weist an seinem rückwärtigen Ende einen als Anschlag dienenden Flansch la auf und ist an seiner Mantelfläche mit Austrittsöffnungen lb versehen.
- Die Austrittsöffnungen 1b ermöglichen, eine aushärtbare Masse aus dem Inneren des Dübelkörpers 1 in die ihn umgebende Ummantelung 2 herauszupressen. An seinem rückwärtigen Bereich weist der Dübelkörper 1 ferner Zentrierungsrippen lc auf.
- Diese Zentrierungsrippen lc dienen der Zentrierung des Dübelkörpers 1 in einem Bohrloch. Das vordere, einführseitige Ende ld des Dübelkörpers 1 ist verschlossen.
- In Fig. 2 ist der Dübel in ein insgesamt mit 4 bezeichnetes Aufnahmematerial eingesetzt. Das Aufnahmematerial 4 weist Stege 4a und Hohlräume 4b auf. Zum Einführen des Dübels in das Aufnahmernaterial 4 muss die Ummantelung 2 in radialer Richtung komprimiert werden. Dies kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Eine Möglichkeit besteht darin, dass die Ummantelung in axialer Richtung gestreckt und dadurch in radialer Richtung verringert wird. Bei nicht allzu grossem Uebermass der Ummantelung 2 gegenüber dem Bohrloch kann der Dübel auch ohne Hilfsmittel ins Bohrloch eingeführt werden.
- Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, entspannt sich die Ummantelung 2 im Bereich der Hohlräume 4b. In dieser Lage wird die t?m*mantelunc 2 durch Einpressen einer aushärtbaren Masse verfertigt. Unter Umständen kann auch durch das Einpressen der aushärtbaren Masse eine zusätzliche radiale Aufweitung der Vmunanteluns 2 im Bereich der Hohlräume 4b erfolgen. Die sich im Bereich der Stege 4a befindenden Teile der Ummantelung 2 sind gegenüber dem Ausgangszustand verdichtet und ergeben dadurch auch einen erhöhten Strömungswlderstand. Die aushärtbare Masse wird dadurch vor allem im Bereich der Hohlräume 44 in die Ummantelung 2 fliessen. Als aushärtbare Massen können sowohl organische wie auch anorganische Stoffe verwendet werden. Um das Wegfliessen der Masse von der Ummantelung zu lrermeiGen, können auch Schäume auf Polyurethan-, Esexid- oder Polyesterbasis verwendet werden.
- -er aus cn Fig. 3 unc 4 ersichtliche Dübel besteht aus c der insgesamt mit 6 bezeicheten Dübelkörper und einerdiesen umgebenden, insgesamt mit 7 bezeichneten U=manteluna.
- Der Dübelkörper 6 weist ebenfalls einen Flansch 6a zur Begrenzung der Einschubtiefe auf. An seiner Manteifläche ist der Dübelkörper 6 mit Austrittsöffnungen 6b versehen. Das vordere Ende 6c ist wiederum verschlossen. Die Ummantelung besteht aus im wesentlichen radial gerichteten Borsten 7a.
- Die Borsten 7a legen sich beim Einführen des Dübels in ein hohlräume aufweisendes, insgesamt mit 8 bezeichnetes .ufnahmematerial an den abeikörper 6 an. Die sich im Bereich der Stege 8a befindenden Borsten bleiben in dieser Lage fixiert.
- Die Borsten 7a im Bereich der Hohlräume 8b federn jedoch durch ihre Elastizität weitgehend in ihre Ausgangslage zurück. Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausgangslage vor dem Einbringen einer aushärtbaren Masse hintergreifen die sich im Bereich der Hohlräume 8b befindenden Borsten 7a die Stege Ba des Aufnahmematerials 8 wenigstens teilweise. Der Dübel wird dadurch bereits ver dem Einbringen der aushärtbaren Nasse im Aufnahmematerial mechanisch gesichert.
- Durch das Einpressen einer aushärtbaren Masse werden die sich im Bereich der Hchlräume 8b befindenden Borsten 7a in radialer Richtung aufgestellt. Nach dem Aushärten. der Masse bleiben die Borsten la in dieser Lace fixiert. Die Borsten #a verhindern weitgehend ein Wegfliessen der noch nicht ausgehärteten Masse vom Dübelkörper 6. Die Borsten können aus natürlIchen oder synthetischen Borsten, wie beispielsweise Nylon, bestehen. Neben diesen Materialien können auch Metalle, wie Stahl-, Kupfer- oder Messingeraht, verwendet werden.
- Eine wesentliche Voraussetzung fr die Eignung der Materialien ist deren Elastizität.
Claims (5)
- Patentansprüche D Dübel zur Verankerung in Hohlräume aufweisendem Aufnahmematerial.mittels aushärtbarer Massen, bestehend aus einem im wesentlichen hülsenförmigen Dübelkörper mit umfangsseitigen Austrittsöffnungen für die Massen, d a d u r c h g e k e n n z ei c h n e t , dass der Dübelkörper (1, 6) eine saugfähige Ummantelung (2, 7) aufweist.
- 2. Dübel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung (2, 7) elastisch verformbar ist.
- 3. Dübel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn-.zeichnet, dass die Ummantelung (2) aus offenporigem Schaumstoff besteht.
- 4. Dübel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung aus Faserstoff oder Vlies besteht.
- 5. Dübel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung (7) aus im wesentlichen radial gerichteten Borsten (7a) besteht.
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