DE3222051A1 - Hydraulische steuerung - Google Patents
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Description
4630 Bochum
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Steuerung zur Erzielung eines Gleichlaufs des zwischen einem Strebförderer
und einem Ausbaugestell eingegliederten Rückzylinders mit dem eine Vorpfändkappe des Ausbaugestells quer zum Abbaustoß
verlagernden Schiebezylinder.
In untertägigen Gewinnungsbetrieben wird stets angestrebt, das Hangende möglichst unmittelbar nach dem Freilegen
durch das Gewinnungsgerät zu unterfangen. Hierfür werden j u.a. Vorpfänd- oder Schiebekappen benutzt, welche bei zunächst !
stehenbleibendem Ausbaugestell - Schreitausbau oder Schildausbau mit Hilfe von hydraulisch beaufschlagbaren Zylindern alleine
dem Abbaustoß nachgeführt werden. Da in der Regel das Gewinnungsgerät am Strebförderer zwangsgeführt ist, bietet sich der Strebförderer
als Bezugspunkt für das gezielte Nachführen der Vorpfändkappen an. Wenn mithin der Strebförderer durch einen
Rückzylinder unter Abstützung am Ausbau dem Abbaufortschritt folgend vorgeschoben wird, soll die jeweilige örtliche Vorpfändkappe
um dasselbe Maß selbständig folgen._
Zur Herstellung des Gleichlaufs zwischen dem den Strebförderer verlagernden Rückzylinder und einem die Vor-
copY
pfändkappe nachführenden Schiebezylinder sind elektrische und hydraulische Regelkreise vorgeschlagen worden. Die eletrischen
Regelkreise können zwar zumeist steuerungstechnis·, elegant gestaltet werden, sie sind jedoch unter Beachtung a
Sicherheitsvorschriften in untertägigen Grubenbetrieben vor! Raumbedarf her aufwendig. Folglich haben sie noch nicht die'
angestrebte breite Verwendung in der Praxis gefunden. Hydrsj lische Regelkreise besitzen bislang den Nachteil, daß mehre
voneinander getrennte hydraulische Säulen vorhanden sind, c ren Koordinierung im Automatikbetrieb im Hinblick auf den g
wünschten Gleichlauf von Rückzylinder und Schiebezylinder kaum zu erreichen ist. Daher muß eine aufwendige überwachun:
verbunden mit einem erhöhten Zeit- und Personalbedarf einge richtet werden. Dennoch kann die Betriebssicherheit nur sei
befriedigen.
Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrum
die im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschriebene hydraulische'. Steuerung so zu verbessern, daß bei einfachem Aufbau die
Betriebssicherheit selbst dann gewährleistet ist, wenn sich beim Nachführen der Vorpfändkappe Hindernisse in den Weg ste
len.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfi dung in den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 aufgefüh
ten Merkmalen.
Wesentlich hieran ist das Vorhandensein nur ein einzigen, durch das hydraulische Arbeitsfluid gebildeten Ste
ersäule. Diese verstellt bei Verlagerung des Rückzylinders nahezu verzögerungsfrei und exakt den Regelzylinder, der sei:
seits wiederum durch hubgenaues öffnen und Schließen des Weg'
Ventils die Zufuhr des Arbeitsfluids zum Schiebezylinder beeinflußt und auf diese Weise die Gleichlaufgenauigkeit von
Strebförderer und Vorpfändkappe sichert.
Da nur eine Steuersäule vorhanden ist, kann die hydraulische Steuerung sehr robust und betriebssicher
ausgebildet werden. Es sind nur wenige und dazu vergleichsweise' einfach gestaltete hydraulische Bausteine notwendig,
um die Gleichlaufgenauigkeit selbst bei unterschiedlichen Hüben des Rückzylinders und des Schiebezylinders sicherzustellen.
Folglich entspricht die erfindungsgemäße Steuerung voll den besonderen Anforderungen des untertägigen Grubenbetriebs.
Die vorgeschlagenen Merkmale sind dabei sowohl bei einem Rückzylinder anzuwenden, welcher in der sogenannten
eingescherten Lage (Beaufschlagung der großen Kolbenfläche beim Rücken des Ausbaus) zwischen dem Ausbau und dem Strebförderer
als auch in Normalposition eingegliedert ist. Ferner ist die Steuerung ohne irgendwelche Beeinträchtigung mit demselben
Vorteil bei Schildausbaugestellen, bei Ausbauböcken oder schreitenden Ausbaueinheiten herkömmlicher Bauart anwendbar.
Nach der Erfindung ist sichergestellt, daß die Vorpfändkappen erst dann dem Abbaustoß nachgeführt werden,
wenn sich im Rückzylinder ein Druck aufgebaut hat, der oberhalb des Setzdrucks in den Stempeln des Ausbaugestells liegt.
Zu diesem Zweck ist in die Verbindungsleitung zwischen dem Rückzylinder und dem Regelzylinder ein oberhalb des Setzdrucks
des Ausbaugestells einstellbares, hydraulisch aufsteuerbares
Druckbegrenzungsventil eingegliedert. Beträgt der Setzdruck beispielsweise 320 bar, so wird das Druckbegrenzungsventil auf
etwa 36O bar eingestellt. Hiermit ist die notwendige Sicherheitsspanne
gewährleistet.
Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal der Erfind
kennzeichnet sich dadurch, daß in die hohl ausgebildete KoI benstange des Rückzylinders ein am freien Ende mit einem R
schlagventil versehenes, am Boden des Zylindergehäuses bef tes Verdrängerrohr hineinragt, welches das Volumen der Steu
säule bestimmt. Eine solche Ausführungsform findet insbeson dann Anwendung, wenn der Rückzylinder in der eingescherten ■
betrieben wird. Vor dem Rücken des Strebförderers ist die K; stange ausgefahren und das freie Ende des Verdrängerrohrs be
findet sich in der Nähe des Zylinderkolbens. Der Kolbenstang raum ist mit Arbeitsfluia gefüllt. j
Wird nun beispielsweise über ein 4/3-Wegeventili
I der Ringraum des Rückzylinders mit dem Druckfluid beaufschla, so taucht bei einfahrendem Kolben das Verdrängerrohr in den ,
Kolbenstangenraum ein. Das hier befindliche Arbeitsfluid kan;
zunächst nicht entweichen, da das Druckbegrenzungsventil ein Abströmen verhindert. Erst wenn der am Druckbegrenzungsventil
eingestellte Druck erreicht ist, kann sich die im Kolbenstangenrau:!!
befindliche hydraulische Steuersäule ebenfalls verlagern mit dem Ergebnis einer Verlagerung des Regelzylinders.
Da sowohl der Hub des Rückzylinders als auch der Hub des Schi bezylinders festliegt, bestimmt also der Außendurchmesser des
Verdrängerrohrs das Volumen der hydraulischen Steuersäule.
In diesem Zusammenhang wird es dann als eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung angesehen, daß entsprechend
dem Verhältnis des Rückzylinderhubs zum Schiebezylinderhub das Verhältnis des Außendurchmessers des Verdrängerrohrs
zum Kolbendurchmesser des Regelzylinders bemessen ist.
Wenn im voraufgehenaen von einem Rückzylinder oder einem Schiebezylinder die Reae ist, so steht dem selbst-
verständlich nichts entgegen, daß gegebenenfalls auch zwei oder mehrere Schiebezylinder bzw. Rückzylinder in Parallelanordnung
verwendet werden können.
Nach der Erfindung ist es ferner von Vorteil, daß das Wegeventil in Form eines 2/2-Wegeventils am freien
Ende der Kolbenstange des Schiebezylinders angeordnet und durch die Kolbenstange des Regelzylinders gegen eine elastisehe
Rückstellkraft in die Offen-Position umsteuerbar ist.
Solange sich also die Kolbenstange des Regelzylinders mit dem Stellorgan des 2/2-Wegeventils in Kontakt befindet, kann
das Arbeitsfluid ungehindert zum Kolbenraum des Schiebezylinders strömen. Unterbleibt jedoch eine Verlagerung des Rückzylinders
und damit eine Verlagerung der Steuersäule mit dadurch bewirkter Verlagerung der Kolbenstange des Regelzylinders,
wird auch der Kontakt zwischen der Kolbenstange des Regelzylinders und dem Stellorgan des 2/2-Wegeventils aufgehoben.
Das 2/2-Wegeventil schließt selbständig und die Verlagerung des Schiebezylinders wird unterbrochen.
Es ist erfindungsgemäß vorteilhaft, daß in die an den Kolbenraum des Schiebezylinders angeschlossene Arbeitsfluidleitung
ein bei Beaufschlagung des Ringraums des Schiebezylinders gegen eine elastische Rückstellkraft in die Schließposition
überführbares 2/2-Wegeventil eingegliedert ist. Dieses Wegeventil tritt dann in Punktion, wenn nach Erschöpfung des
Schiebezylinderhubs der Kolben wieder in die Ausgangsstellung zurückgeführt werden muß. In diesem Falle ist es erforderlich,
die Zufuhr des Arbeitsfluids zum Kolbenraum des .Schiebezylinders zu unterbrechen.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß in die Verbindungsleitung zwischen dem Kolben-
raum des Rückzylinders und dem Ringraum des Schiebezylinder;1
ein Wechselventil eingegliedert ist, welches außerdem an dit
Leitung zwischen dem Ringraum des Schiebezylinders und einen
dem Schiebezylinder zugeordneten, die Verbindung zur Druckle tung und Rückleifcung herstellenden V3-Wegeventil angeschlos
ist. Damit ist eine Beaufschlagung des Ringraums des Schiebe Zylinders unabhängig davon gesichert, ob das Arbeitsfluid be;
Automatikbetrieb über den Rückzylinder oder bei Handbetrieb über das dem Schiebezylinder zugeordnete V3-Wegeventil züge j
führt wird. Je nach gezielter Beaufschlagung des Kolbenraurcs
des Rückzylinders oder des Ringraums des Schiebezylinders erhält das in die Zuführung zum Kolbenraum des Schiebezylir.deri
eingegliederte 2/2-Wegeventil auf jeden Fall Steuerdruck und schließt.
Damit das Fluid aus dem Kolbenraum des Schiebezy linders auch einwandfrei in die Rückleitung abströmen kann,
ist erfindungsgemäß ferner vorgesehen, daß in die Verbindungs leitung zwischen dem Kolbenraum des Schiebezylinders und dem
zugehörigen 4/3-Wegeventil ein vom Druck im Ringraum des
Schiebezylinders hydraulisch aufsteuerbares Rückschlagventil eingegliedert ist.
Auch bei Rückführung des Regelzylinders, dessen Ringraum über eine Verbindungsleitung an den Kolbenraum des
RücKzylinciers gekoppelt ist, ist es notwendig, den Kolbenraum
des Regelzylinders mit der Rückflußleitung bzw. dem Tank zu
verbinden. Zu diesem Zweck sieht die Erfindung vor, daß an die Leitung zwischen dem einstellbaren Druckbegrenzungsventil und
eiern Kolbenraum des Regelzylinders ein vom Druck im Ringraum de
Regelzylinders hydraulisch aufsteuerbares Rückschlagventil angeschlossen
ist.
- ίο -
Eine Handentlüftung des Kolbenstangenraums des Rückzylinders wird gemäß der Erfindung dadurch erzielt, daß
der Kolbenstangenraum des Rückzylinders über eine verschließbare Entlüftungsleitung an den Tank angeschlossen ist.
Schließlich besteht ein vorteilhaftes Merkmal der Erfindung noch darin, daß zwischen dem Kolbenraum und
dem Kolbenstangenraum des Rückzylinders eine bei Bedarf zu öffnende Verbindungsleitung vorgesehen ist. In die Verbindungsleitung ist ein Absperrglied, beispielsweise ein Kugelhahn,
eingegliedert. Im Normalfall, d.h. bei Automatikbetrieb, ist
der Kugelhahn geschlossen. Soll jedoch der Rückzylinder alleine betrieben werden, so wird der Kugelhahn geöffnet und dadurch
der Kolbenstangenraum mit dem Kolbenraum kurzgeschlossen.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Mit P und T sind die im Streb verlegten Druck- und Rückflußleitungen für das hydraulische Arbeitsfluid bezeichnet.
An aie Druck- bzw. Rückflußleitung P bzw. T ist ein handbetätigtes
^/3-Wegeventil 1 angeschlossen, über welches Druckfluid
zu einem Rückzylinder 2 hingeführt bzw. von dem Rückzylinder 2 abgeleitet werden kann. Der Rückzylinder 2 verbindet in nicht
näher dargestellter Weise ein Schildausbaugestell mit einem Strebförderer. Die hohl ausgebildete Kolbenstange 3 ist hierbei
mit dem Ausbaugestell und das Zylindergehäuse 4 mit dem Strebförderer
verbunden.
Am Boden 5 des Zylindergehäuses 4 ist ein Verdrängerrohr
6 befestigt, das den Kolben 7 des Rückzylinders 2 durchsetzt una in den Kolbenstangenraum 8 eintaucht. Am freien Ende
VP"-
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aes Verdrängerrohrs 6 ist ein Rückschlagventil 9 vorgeseher welches in Richtung auf den Kolbenraum 10 schließt. Dieser
ist mit dem Verdrängerrohr 6 über eine Querbohrung 11 ve bunder..
Die Verbindungsleitungen zwischen dem ^J / 3-Wege.
til 1 und dem Ringraum 12 des Rückzylinders 2 bzw. dem KoIb|
raum 10 sind mit 13 und lh bezeichnet. Ferner läßt die Darstellung erkennen, daß der Kolbenraum 10 und der Kolbenstangenraum
8 direkt miteinander verbunden, d.h. kurzgeschlosser werden können. In die dazu vorgesehene Verbindungsleitung It1
ist ein Absperrglied in Form eines Kugeihahns 16 eingegliede
An den Kolbenstangenraum 8 ist eine Verbindungs; leitung 17 angeschlossen, die zu dem Kolbenraum 18 eines
Regelzylinders 19 führt. In die Verbindungsleitung 17 ist ei einstellbares Druckbegrenzungsventil 20 eingegliedert. Zur
Entlüftung des Kolbenstangenraums 8 dient eine zum Tank 21 führende Leitung 22, in aie ein Absperrglied in Form eines
Kugelhahns 23 eingegliedert ist.
Die Kolbenstange 24 des Regelzylinders 19 kann
mit dem Stellorgan 25 eines 2/2-Wegeventils 26 in Kontakt
treten, das seinerseits am freien Ende der Kolbenstange 27 eines ochiebezylinders 28 angeordnet ist. Der Schiebezylinder
28 kann eine dem Schildausbaugestell zugeordnete, nicht näher dargestellte Vorpfändkappe in Richtung auf den Abbaustoß zu
verlagern.
Der Ringraum 29 des Regelzylinders 19 ist über eine Verbindungsleitung 30 an die Verbinaungsleitung IM angeschlossen,
die ^ias iJ/3~Wegeventil 1 mit den Kolbenraum 10 des -,
Rückzylinders 2 verbindet. Ferner ist zu erkennen, daß an die Verbindungsleitung 17 zwischen dem Kolbenstangenraum 8
des Rückzylinders 2 und dem Kolbenraum 18 des Regelzylinders 19 ein vom Druck im Ringraum 29 des Regelzylinders 19 aufsteuerbares
Rückschlagventil 31 angeschlossen ist. Die Aufsteuerleitung
des Rückschlagventils 31 ist mit 32 bezeichnet. Der Abfluß 33 des Rückschlagventils 31 mündet in den Tank 21.
In die an den Kolbenraum 34 des Schiebezylinders
28 angeschlossene Arbeitsfluidleitung 35 ist ein bei Beaufschlagung des Ringraums 36 des Schiebezylinders 28 gegen eine
elastische Rückstellkraft in die Schließ-Position überführbares 2/2-Wegeventil 37 eingegliedert. Die Steuerleitung des
2/2-Wegeventils 37 ist mit 38 bezeichnet. Sie ist an eine Leitung
39 angeschlossen, die den Ringraum 36 des Schiebezylinders
28 mit einem 4/3-Wegeventil 40 verbindet, über das der Schiebezylinder 28 an die Druckleitung P oder an die Rückleitung
T anschließbar ist.
In die Verbindungsleitung 4l zwischen dem Kolben- j raum 10 des Rückzylinders 2 und dem Ringraum 36 des Schiebezy- -J
linders 28 ist ein Wechselventil 42 eingegliedert. Das Wechselventil
42 ist außerdem an die Leitung 39 zwischen dem Ringraum
36 des Schiebezylinders 28 und dem 4/3~Wegeventil 40 angeschlossen.
Des weiteren ist erkennbar, daß in die Verbindungsleitung 43 zwischen dem Kolbenraum 34 des Schiebezylinders 28
und dem zugehörigen 4/3-Wegeventil 40 ein vom Druck im Ringraum 36 des Schiebezylinders 28 hydraulisch aufsteuerbares Rückschlagventil
44 eingegliedert ist.
COPyJ
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Bei Automatikbetrieb befindet sich das dem Sc. bezylinder 28 zugeordnete 4/3-Wegeventil 40 in der gezeichi
ten neutralen Stellung. Soll nun der Strebförderer entspre-j
chend dem Abbaufortschritt gerückt v/erden, wird das dem Rüc:
zylinder 2 zugeordnete 4/3-Wegeventil 1 in eine Position unc!
steuert, in welcher die Druckleitung P mit dem Ringraum 12 j
und die Rückleitung T mit dem Kolbenraum 10 verbunden ist. j Dadurch taucht der Kolben 7 in das Zylindergehäuse H ein. P j
lieh taucht auch das Verdrängerrohr 6 in den KoIbenstangenr;j
8 ein und erhöht in diesem den Druck. Ist der am Druckbegrer zungsventil 20 eingestellte Öffnungsdruck erreicht, der in c'
Regel höher als der Setzdruck des Ausbaugestells ist, wird cj
aus dem hydraulischen Arbeitsfluid bestehende Steuersäule au! dem Kolbenstangenraura 8 heraus so lange verlagert, wie auch
Rückzylinder 2 beaufschlagt wird. Das bedeutet, daß die KoIb stange 24 des Regelsylinders 19 ausfährt und das Stellorgan . j
des 2/2-Wegeventils 26 in der Weise beaufschlagt, daß Druck- j
fluid über die Leitung 45, das 2/2-Wegeventil 26, die Arbeite
fluidleitung 35 sowie das durch Federkraft geöffnete 2/2-Wege
ventil 37 in den Kolbenraum 34 des Schiebezylinders 28 ströme
kann. Dieser fährt mithin entsprechend dem Hub des Rückzylinders 2 aus. Auf diese Weise ist ein absoluter Gleichlauf zwischen
dem Rückzylinder 2 und dem Schiebezylinder 28 erreicht. Die Vorpfändkappe kann somit stets am Abbaustoß gehalten werden.
Das im Kolbenraum 10 des Rückzylinders 2 befindliche Arbeitsfluid gelangt über die Leitung 14 in die Rückflußleitung
T und das im Ringraum 36 des Schiebezylinders 23
befindliche Arbeitsfluid über die Leitung 39 ebenfalls in die Rückfiu.ileituni- f.
Das vorerwähnte Zusammenspiel zwischen dem Rückzylinder 2 und dem Schiebezylinder 28 kann so lange durchgeführt
werden, wie der Hub des Rückzylinders 2 es zuläßt. Zu diesem Zweck ist entsprechend dem Verhältnis des Rückzylinderhubs
zum Schiebezylinderhub das Verhältnis des Außendurchmessers des Verdrängerrohrs 6 zum Kolbendurchmesser des Regelzylinders
19 bemessen.
Soll nun das Ausbaugestell nachgezogen werden, wird das 4/3-Wegeventil 1 umgesteuert. Nunmehr ist der Kolbenraum
10 mit der Druckleitung P und der Ringraum 12 mit der Rückflußleitung T verbunden. Da auch die zum Ringraum 29 des
Regelzylinders 19 führende Leitung 30 jetzt unter Druck steht, wird sowohl das an die Verbindungsleitung 17 angeschlossene
Rückschlagventil 31 über die Steuerleitung 32 als auch das an
den Kolbenraum 34 des Schiebezylinders 28 angeschlossene Rückschlagventil
44 geöffnet. Das Druckfluid aus dem Kolbenraum 18 des Regelzylinders 19 und dem Kolbenraum 34 des Schiebezylinders
28 kann mithin in die Rückflußleitung T und zum Tank 21 entweichen. Gleichzeitig wird durch den anstehenden Druck
im Ringraum 36 des Schiebezylinders 28 die Steuerleitung 38
des 2/2-Wegeventils 37 beaufschlagt, so daß das 2/2-Wegeventil
37 in die Schließ-Position umgesteuert wird.
Durch die Eingliederung des Wechselventils 42 wird auch bei Beaufschlagung des Kolbenraums 10 des Rückzylinders 2
der Ringraum 36 des Schiebezylinders 28 beaufschlagt und sorgt
mithin für den notwendigen Druck zum öffnen des Rückschlagventils 44 bzw. zum Schließen des 2/2-Wegeventils 37.
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Hydraulische Steuerung zur Erzielung einei Gleichlaufs des zwischen einem Strebförderer und einem Aus gestell eingegliederten Rückzylinders mit dem eine Vorpfär kappe des Ausbaugestells quer zum Abbaustoß verlagernden S bezylinder, dadurch gekennzeichnet ,d zwischen dem Rückzylinder (2) und einem die Beaufschlagung Schiebezylinders (28) über ein Wegeventil (26) beeinflusse: Regelzylinder (19) eine aus dem hydraulischen Arbeitsfluid gebildete Steuersäule vorgesehen ist.2. Steuerung, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß in die Verbindungsleitung zwischen dem Rückzylinder (2) und dem Regelzylinder (19) ei oberhalb des Setzdrucks des Ausbaugestells einstellbares, h lisch aufsteuerbares Druckbegrenzungsventil (20) eingeglied ist.3- Steuerung nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r gekennzeichnet s daß in die hohl ausgebildete f benstange (3) des Rückzylinders (2) ein am freien Ende mit einem Rückschlagventil (9) versehenes, am Boden (5) des ZyIi dergehäuses (4) befestigtes Verdrängerrohr (6) hineinragt, w ches das Volumen der Steuersäule bestimmt.2J. Steuerung nach Anspruch 1 oder einem der fol genden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dai; entsprechend dem Verhältnis des Rückzylinderhubs zum Sch:bezylinderhub das Verhältnis des Außendurchmessers des Verdrängerrohrs (6) zum Kolbendurchmesser des Regelzylinders (19) bemessen ist.5· Steuerung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet , daß das Wegeventil (26) in Form eines 2/2-Wegeventils am freien Ende der Kolbenstange(27) des Schiebezylinders (28) angeordnet und durch die Kolbenstange (24) des Regelzylinders (19) gegen eine elastische Rückstellkraft in die Offen-Position umsteuerbar ist.6. Steuerung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in die an den Kolbenraum (34) des Schiebezylinders(28) angeschlossene Arbeitsfluidleitung (35) ein bei Beaufschlagung des Ringraums (36) des Schiebezylinders (28) gegen eine elastische Rückstellkraft in die Schließ-Position überführbares 2/2-Wegeventil (37) eingegliedert ist.7. Steuerung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in die Verbindungsleitung (41) zwischen dem Kolbenraum (10) des Rückzylinders (2) und dem Ringraum (36) des Schiebezylinders (28) ein Wechselventil (42) eingegliedert ist, welches außerdem an die Leitung (39) zwischen dem Ringraum (36) des Schiebezylinders (28) und einem dem Schiebezylinder (28) zugeordneten, die Verbindung zur Druckleitung (P) und Rückleitung (T) herstellenden 4/3-Wegeventil (40) angeschlossen ist.8. Steuerung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in die Verbindungsleitung (43) zwischen dem Kolbenraum -,copYjdes Schiebezylinders (28) und dem zugehörigen 4/3-Wege ventil (40) ein vom Druck im Ringraum (36) des Schiebezylin ders (28) hydraulisch aufsteuerbares Rückschlagventil (44) eingegliedert ist.9. Steuerung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an die Leitung (17) zwischen dem einstellbaren Druckbegrenzungsventil (20) und dem Kolbenraum (18) des Rege Zylinders (19) ein vom Druck im Ringraum (29) des Regelzylin ders (19) hydraulisch aufsteuerbares Rückschlagventil (31) angeschlossen ist.10. Steuerung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenstangenraum (8) des Rückzylinders (2) über eine verschließbare Entlüftungsleitung (22) an den Tank (21) angeschlossen ist.11. Steuerung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Kolbenraum (10) und dem Kolbenstangenraum (8) des Rückzylinders (2) eine bei Bedarf zu öffnende Verbindungsleitung (15) vorgesehen ist.
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