DE3221772A1 - Brennkraftmaschine mit einer zuschaltbaren, mechanisch angetriebenen aufladevorrichtung - Google Patents
Brennkraftmaschine mit einer zuschaltbaren, mechanisch angetriebenen aufladevorrichtungInfo
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Description
ΐ:Κβ W-R G E-NW ERK
.-.AKTl ENGES ELLSCHAFT
Wolfsburg *
-■ :Χίΐ;·<
':-\ν;:ΐ κ ;ν·; ^ ν Brennkraftmas chine mit einer zuschaltbaren,
^::'-!·:.'C :- £ !: ■'.■;■ ψ. ^mechanisch', angetriebenen Aufladevorrichtung
Die Erfindung bezieht'";sich auf eine Brennkraftmaschine mit ein#r
'zuschaltbärenf mechanisch angetriebenen Aufladevorrichtung gemäß
dem Oberbegriff 'des Patentanspruchs .1.
■■·-'."- ι-'·' ■'■■■' - -*;"'■ -·*." :.- ■--'■-■"■"■■" - - --.: -"-; ■ ""■■■' --.:.. - ■ :. ."; ■■ - - !
Herkömmliche aufgeladene: Brennkraftmaschinen, bei denen also zwecks Leistuhgserhöhung in bestimmten Betriebsbereichen die den Brenn-
:räumen zugeführte Luft durch einen Verdichter im Druckniveau und in
der Menge·angehoben wird,-besitzen im allgemeinen eine ladedruckabhängige^Kox^
da bei zugeschalte-.-
tem Lader wegen des erhöhten Luftangebotes mehr Kraftstoff zugeführt
werden darf als im reinen Saugbetrieb bei abgeschaltetem Lader. EinVderartiger ladedruckabhängiger Vollastanschlag bedeutet jedoch
'einen.zusätzlichen Aufwand!und verteuert die für derartige Antriebsfaggregate
vorzusehenden Kraftstοffeinspritzvorrichtungen nicht uner-
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe ist daher darin zu sehen»
■ eine1.Brennkraftmaschine der im Oberbegriff des Patentanspruchs angegebenenf
Ar t^^u;1;schaff en ^ deren Kraftstoff einspritzvorrichtung ohne
' derartigen:,"aufweiidigen^ ladedruckabhängigen Vollastanschlag aus-
der-:- γ-ί ^-yojreiajgid^^ r\ii', ti·y.^f/^a * Kart-Heinz Snam · Mrof. Dr, laüin. Ernst Fiof? · ür= iur. ί··ίΙ«ί F-e
- A j:
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich gemäß dem Kennzeichen des Patentanspruchs. Während bei herkömmlichen aufgeladenen
Brennkraftmaschinen die Aufladevorrichtung in der Eick-down-Steilung
des Fahrpedals zugeschaltet wird, wodurch infolge-des sich
aufbauenden Ladedrucks die in der Vollaststellung zugeführte Kraftstoffmenge nach oben korrigiert wird, soll bei der Erfindung
ein praktisch umgekehrter Weg gegangen werden. Hierbei soll nämlich nicht das Aufladeaggregat die Kraftstoffmenge, sondern die
Kraftstoffmenge die Zuschaltung des Aufladeaggregates steuern. Dadurch kann die Kraftstoffeinspritzeinrichtung so ausgebildet
sein, daß sie unabhängig von dem im Motoransaugstutzen vorhandenen Saug- oder Ladedruck eine nur von der Motordrehzahl und
der Fahrpedalstellung abhängige K^aftstoffmenge in den Motor
einspritzt. Die bei voll durchgetretenem Gaspedal sich einstellende Vollastmenge ist dann unabhängig vom Saugrohrdruck, allerdings
ist in diesem Betriebszustand auch die Aufladevorrichtung .
grundsätzlich zugeschaltet.
Neben dem Verzicht auf die Anordnung eines aufwendigen ladedruckabhängigen
Vollastanschlages kann auf diese Weise noch ein zusätzlicher Vorteil im Hinblick auf den Kraftstoffverbrauch der Brennkraftmaschine erzielt werden. Es hat sich nämlich gezeigt, daß der
spezifische Brennstoffverbrauch einer Brennkraftmaschine in einem gewissen Bereich unterhalb des Vollastdrehmomentes des Saugmotors
durch das Zuschalten einer Aufladevorrichtung günstiger wirdjals beim
Betrieb ohne die Aufladevorrichtung, so daß es zweckmäßig ist, die Zuschal tung der Aufladevorrichtung gerade dann vorzunehmen, wenn' bei
steigender Last der spezifische Kraftstoffverbrauch der Brennkraftmaschine mit der zugeschalteten Aufladevorrichtung günstiger wird.
als der ohne die Aufladevorrichtung.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung soll die
Aufladevorrichtung in Abhängigkeit von der Stellung eines die eingespritzte Kraftstoffmenge steuernden Stellgliedes der Kraftetoffeinspritzvorrichtung,
insbesondere in Abhängigkeit von der Stellung des sogenannten Regelschiebers, zuschaltbar sein. Anstelle
des Regelschiebers könnte aber auch der Federspannhebel, der
:J*:::-:J::VvO>::; 32217f2
Starthebel, die Regelfeder oder der Verstellhebel einer herkömmlichen
Verteilereinspritzpumpe als die Zuschaltung der Aufladevorrichtung auslösendes Stellglied herangezogen werden. Dabei j
kann das Stellglied entweder direkt einen die Aufladevorrichtung steuernden Schalter betätigen oder aber dem Stellglied ist ein
dessen Stellung erfassendes induktives Meßgerät zugeordnet, in Abhängigkeit von dessen Signalen die Aufladevorrichtung zuschaltbar
ist. In diesem Fall könnte das Meßgerät zugleich auch zur
kontinuierlichen Abgabe eines den momentanen Kraftstoffverbrauch pro Wegeinheit anzeigenden Wertes ausgebildet sein.
In der Zeichnung, die in einem schematischen Längsschnitt eine Verteilereinspritzpumpe eines Dieselmotors zeigt, ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das im folgenden näher erläutert
wird. Dabei sind nur die im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung interessanten Bauteile mit Bezugsziffern versehen, von denen
1 die Verteiler-Einspritzpumpe insgesamt, 2 deren Gehäuse und 3 eine von mehreren, zu den Brennräumen der Brennkraftmaschine führenden
Abspritzleitungen bezeichnet. 4 stellt einen üblicherweise durch das
Fahrpedal des Fahrzeugs vom Fahrzeugführer betätigbaren Drehzahl-Verstellhebel
dar, der über eine%Regelfeder 5 auf einen aus dem
sogenannten Federspannhebel 6 und dem Starthebel 7 bestehenden Hebelmechanismus einwirkt, der unter dem Einfluß eines Drehzahlreglers
steht und zur Verstellung eines auf dem Verteilerkolben 9 verstellbar
gehaltenen Regelschiebers 8 dient.
Der Drehzahlregler besteht im wesentlichen aus einer Reglerwelle 10,
die über ein Zahnradgetriebe 13, 14 von der Pumpenwelle 15 drehzahlproportional
angetrieben wird, und aus einer auf der Reglerwelle verschiebbar gehaltenen Steuerhülse 11, die von einer fliehkraftabhängigen
Steuervorrichtung 12 entgegen der Wirkung des Starthebels 7 und des Federspannhebels 6 verschiebbar ist.
Der Verteilerkolben 9 wird nicht nur "mit"der"Drehzahl der Pumpenwelle
15 in Umfangsrichtung angetrieben, sondern er führt bei jeder Umdrehung zusätzlich noch eine der Zahl der Zylinder der Brennkraftmaschine
entsprechende Anzahl von oszillierenden Axialbewegungen
aus, die durch eine sich auf den Rollen eines Rollenringes 18 abwälzende Hubscheibe 17 verursacht wird. Durch die Hübbewegungen
des "Verteilerkolbens 9 wird der angesaugte Kraftstoff gefördert, entsprechend der Stellung des Regelschiebers 8 in seiner
Menge festgelegt und durch die Drehbewegung auf die einzelnen Abspritzleitungen 3 verteilt.
Mit 19 ist ein Spritzveratellerkolben angegeben, der von dem in
dem Pumpeninnenraum herrschenden Druck entgegen einer Feder beaufschlagbar ist und zur Verstellung des Einspritzzeitpunktes
der Einspritzpumpe dient.
Erfindungsgemäß soll nun die Stellung des Regelschiebers 8, der in. Abhängigkeit von der Betätigung des Fahrpedals und der Maschinnendrehzahl
die einzuspritzende Kraftstoffmenge bestimmt, maßgebend
sein für die Zuschaltung der der Brennkraftmaschine zugeordneten hier nicht gezeigten Aufladevorrichtung. Dazu ist bei dem
in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiel mit 20 schematisch ein berührungslos arbeitendes Meßgerät angedeutet, das die Stellung
eines mit dem Regelschieber 8 verbundenen Meßstabes 21 auf induktivem Wege erfaßt und bei Überschreiten einer vorgegebenen Stellung ein
Signal an einen mit 22 bezeichneten Schalter zur Einschaltung der Aufladevorrichtung abgibt. Dabei kann dieser Schalter beispielsweise
eine zwischen der Brennkraftmaschine und der direkt von dieser angetriebenen Aufladevorrichtung angeordnete Kupplung zum Einrücken
veranlassen oder es kann der Antrieb einer extern angetriebenen Aufladevorrichtung zugeschaltet werden. Umgekehrt dient dieser
Schalter bei Unterschreitung der vorgegebenen Stellung des Regelschiebers
8 in entsprechender Weise zur Abschaltung der Aufladevorrichtung.
Insbesondere wenn ein derartiges Meßgerät 20 zur kontinuierlichen Erfassung der Stellung des Regelschiebers ausgebildet ist, können
seine Meßwerte auch zur Angabe des momentanen Kraftstoffverbrauchs der beispielsweise in einem Kraftfahrzeug eingebauten Brennkraftmaschine
herangezogen werden, da die Stellung des Regelschiebers
ein;Maß für die-prolZylinderund Arbeitstakt eingespritzte Kraft- ·
;;:s.toffiBienge.:isty;so ;daß:bei: Berücksichtigung der gegebenen Zylinder-
;zajhil■■■•tmd:;;der;;gege-l&enen^\öe;tTiebegesamtü'b.ersetzung sowie des Abroll-
^umfangee.des^Antriebsrades .auf die Kraftstoffmenge pro Wegstrecke
.geschlossen werden^ kann und ..diese folglich zur Anzeige gebracht werden
Wie:oben :berei*s erwähntKwurde, können auch andere in einer der-
artigen Trerteilereinspritzpumpe vorgesehenen, proportional mit!
':AerVabgespritzten-.Kraftet'offinenge verstellte Stellglieder zur Einbzw.
Abschaltung der Aufladevorrichtung sowie zur Anzeige des momentanen Kraftstoffverbrauchs herangezogen werden. Dazu würden;
sich "beispielsweise auch die.Stellung des Federspannhebels 6, des
Starthebels;7>;der Regelfeder 5 oder des Verstellhebels 4 eignen,
die durch entsprechende Wegaufnehmer:zu erfassen wären.
Der Zuschaltpunkt der Aufladevorrichtung.soll dabei, um einen
möglichst günstigen spezifischen Kraftstoffverbrauch für das Gesaataggregat
zu erreichen, so festgelegt werden, daß er noch vor dem Tollastpunkt der unaufgeladenen Brennkraftmaschine liegt, und
zwar in dem Bereich, in dem bei steigender Last der spezifische Kraftstoffverbrauch der aufgeladenen Brennkraftmaschine günstiger
wird als der=der unaufgeladenen Brennkraftmaschine. In diesem Fall
ergibt-,sich^ also ein optimaler Betrieb der Brennkraftmaschine und
:-'däxtlbexhinaus: eine Einspritzvorrichtung, die ohne aufwendige Vorrichtungen
:zur- ladedruckabhängigen Korrektur der Tollastmenge ausführbar
Leerseite
Claims (1)
- ANSPRÜCHE1J Brennkraftmaschine mit einer zuschaltbaren, mechanisch angetriebenen Aufladevorrichtung und mit einer den Kraftstoff in Abhängigkeit von der Stellung des Fahrpedals und der Drehzahl der Brennkraftmaschine zumessenden Kraftstoffeinspritzvorrich- - tung, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufladevorrichtung in" Abhängigkeit von der eingespritzten Kraftstoffmenge zuschaltbar ist.2».Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, wobei die Kraftstoffeinspritzvorrichtung wenigstens ein die eingespritzte Kraftstoffmenge steuerndes Stellglied aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufladevorrichtung in Abhängigkeit von der Stellung des Stellgliedes (δ) zuschaltbar ist.5> Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufladevorrichtung bei steigender Last etwa dann zuschaltbar ist, wenn der spezifische Kraftstoffverbrauch der Brennkraftmaschine bei zugeschalteter Aufladevorrichtung geringer wird als ohne diese.4« Brennkraftmaschine nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Aufladevorrichtung zuschaltender Schalter vorgesehen ist, der bei Erreichen einer vorgegebenen Stellung des Stellgliedes betätigbar ist.• WWW »«··· * · W » Ä _ - MM HM A.5. Brennkraftmaschine nach Anspruch 2 oder 3» dadurch gekennzeichnet, daß dem Stellglied (8) ein dessen Stellung erfassendes, induktives Meßgerät (20) zugeordnet ist, in Abhängigkeit von dessen Signalen die Aufladevorrichtung zuschalfbar ist.6. Brennkraftmaschine nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät (20) zugleich zur kontinuierlichen Abgabe eines den momentanen Kraftstoffverbrauch pro Wegeinheit anzeigenden Wertes ausgebildet ist.7· Brennkraftmaschine nach einem der Anspüche 2 bis 6, wobei die Kraftstoffeinspritzvorrichtung durch eine Verteilereinspritzpumpe mit einem die Einspritzmenöe durch seine Stellung· "bezüglich eines Verteilerkolbens bestimmenden Regelschieber gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied durch den Regelschieber (8) gebildet ist.
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